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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

1. Januar 2014 3 01 /01 /Januar /2014 00:00

Winter

Ich hoffe Ihr seid alle gut reingekommen. Ich persönlich feiere den Jahreswechsel zwar auch und halte Rückschau darauf, was ich im alten Jahr alles erreicht habe. Neue Pläne mache ich jedoch nicht am Datum fest, sondern packe sie an, wenn es Zeit dafür ist.

Für die Leute in den Bundesländern, in denen der 6. Januar kein Feiertag ist, beginnt ja leider in den meisten Fällen am zweiten Januar bereits wieder der Ernst des Lebens. Viele von uns hier  in Felix Wurttembergia und noch dem einen oder anderen sonstigen Bundesland haben hingegen zum Glück noch ein paar freie Tage vor uns.

Auf jeden Fall wünsche ich allen einen guten Start in das neue Jahr und dass die Dinge besser werden, die besser werden sollen.     

 

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30. Dezember 2013 1 30 /12 /Dezember /2013 09:08

... der Krise. Als physisches Geld in unseren Geldbeuteln erschien der Teuro Anfang 2002. Zuvor existierte er aber bereits drei Jahre als Buchgeld und wird daher an Neujahr 15 Jahre alt. Aller Schönrederei zum Trotz kann jeder selbst feststellen, was ihm diese Jahre gebracht haben, wenn er guckt, was er heute und seinerzeit verdient bzw. verdient hat und was er sich dafür kaufen kann bzw. konnte.

   Und da sieht es für die Masse der Menschen düster aus. Und selbst wenn es ein kleines Plus beim Lebensstandard gegeben hat, entspricht der Zuwachs der Einkommen nicht dem, was wir für die Steigerung unserer Produktivität in diesem Zeitraum bekommen müssten. Wenn wir die Entwicklung unseres Lebensstandards im Vergleich zu der unserer Produktivität über einen noch längeren Zeitraum betrachten, wird das noch deutlicher: In den 70er Jahren gab es außer in wirklichen Massenfertigungen wie dem Automobilbau noch kaum Automatisierung. Trotzdem haben wir heute wenig mehr als damals: Was wir tatsächlich damals nicht hatten und heute haben, ist bei näherem Hinsehen lediglich billiger elektronischer Schund aus Ostasien, der sich aufgrund von Billiglöhnen und fortgeschrittener Halbleitertechnik für Spottpreise herstellen lässt. Und während ein Haushalt, auch einer mit Kindern, in den Siebzigern noch von Papis Lohntüte allein leben konnte, ist es heute selbst mit zwei Einkommen so knapp, dass viele Leute auf Kinder verzichten.

   Noch schlimmer: Früher konnten sich auch gering Qualifizierte (vulgo: Hilfsarbeiter) trotz Kindern oft sogar den Bau oder Kauf eines Hauses leisten, wenn beide Eltern arbeiteten. Heute ist das selbst für gut verdienende Fachkräfte schwierig. Ungelernte können heute an so etwas kaum denken. Wenn sie überhaupt Arbeit haben, verdienen sie Hungerlöhne bei Sklavenvermietern und sonstigen Gradgrinds.

Wie kommt das?  

   Wie ich hier schon früher gezeigt habe, liegen unsere wirtschaftlichen Probleme jedoch nur zu einem gewissen Teil am Euro und daran dass man unser sauer verdientes Geld denjenigen in den Rachen wirft, die den wirtschaftlich schwächeren Euro-Ländern mehr geliehen haben, als sie zurückzahlen können. Im Prinzip war auch schon die gute, alte D-Mark krank, denn auch sie war Fiat-Money, welches nur mit Kreditaufnahme geschöpft wurde.

   Eine Rückkehr zur DM allein hilft nicht wirklich weiter, die Währungsreform wird mit einem Haircut verbunden sein müssen, wenn sich die wirtschaftliche Lage bessern soll. Dass dies passiert, wird immer wahrscheinlicher, auch wenn es anders aussieht, weil WR und HC schon vor Jahren vorhergesagt wuden, aber immer noch nicht stattgefunden haben. Tatsächlich lässt sich nicht sagen, wie lange und mit was für Tricks sich das an sich unabwendbare Ende unseres Währungssystem noch hinauszögern lässt.

Was tut der Selbstversorger im Neuen Jahr? 

    Auch wenn der große Knall vielleicht noch zehn oder gar mehr Jahre auf sich warten lässt, kann derzeit nur davor gewarnt werden, in Geldwerte zu investieren: Lebensversicherungen, offene Fonds, Sparguthaben und dergleichen können mit einem Federstrich wertlos werden - nicht nur bei einer Währungsreform mit Haircut, sondern auch durch "Gläubigerbeteiligung" bei der "Rettung" von Staaten und Banken.

   Edelmetalle, von bestimmten Leuten seit Jahren angepriesen, sind wohl kaum der Weisheit letzter Schluss. Was seit dem Knick im Goldpreis auf den einschlägigen Seiten zu lesen steht, klingt nicht viel anders als die Endsiegparolen der Euro-Retter. Allenfalls kann man, wenn man wirklich Geld übrig hat, sich ein wenig Gold hinlegen, um auf jeden Fall im Rahmen des Notwendigsten flüssig zu sein. Aber selbstverständlich nicht im Banksafe, denn da kommt man im Ernstfall wahrscheinlich nicht dran.

   Am besten ist wie immer die Investition in produktives Sachvermögen: Acker- und Gartenland, Maschinen, Werkzeuge und dergleichen helfen immer weiter, egal wie es um das Geld steht. Alles, was hilft, Arbeit direkt in nutzbare Güter zu verwandeln, bewirkt ein Stückchen Unabhängikeit von der Wirtschaftslage.

Neues bei der Energiegewinnung aus Sonnenkraft 

   Am besten gewinnt man natürlich auch seine Energie selbst. Photovoltaik ist zwar nicht der Weisheit letzter Schluss und ich bin in der Tat nicht als großer Freund dieser Technik bekannt. Allerdings ist es unbestritten die Technik, die einfach zu installieren und zu betreiben ist und praktisch überall funktioniert, wenn man nicht gerade im Schatten eines Mammutgebäudes oder in einem engen Hochgebirgstal wohnt. Ein paar Solarmodule lassen sich auch auf einem kleinen Grundstück, notfalls sogar auf dem Balkon einer Etagenwohnung unterbringen. Wenn die Trends anhalten, werden steigende Energiepreise und immer preisgünstigere Photovoltaik wohl in Zukunft auch diese Technik unabhängig von staatlicher Förderung interessant machen.

   Wer gerne tüftelt, dengelt, schraubt und schweißt, kann sich auch mit Biomasse befassen. Neben Dingen wie Sterlingmotoren, Holz- und Biogas könnte eine weitere Technik interessant werden, die ebenfalls letzendlich die Sonne nutzt: Die Erzeugung von Öl mit Hilfe von Grünalgen. Ich selbst weiß noch nicht viel darüber, vor allem nicht, wie das Verhältnis von Aufwand und Wirkung ist, will die Sache jedoch im Auge behalten.

   Interessant ist diese Technik vor allem deswegen, weil es einerseits kein Hightech ist und andererseits die Energie in Form des gewonnenen Öls gespeichert werden kann. Das sind Vorteile gegenüber der Photovoltaik; der Nachteil besteht darin, dass die Technik Arbeit macht: Wie man im verlinkten Film sieht, muss man die Algen ja immer wieder ernten und zu Öl weiterverarbeiten.

   Das gilt allerdings auch für das Gemüse aus dem Garten genauso wie auch für das selbst geworbene Brennholz. Von nichts kommt nichts und der Selbstversorger-Gedanke besteht ja darin, eigene Arbeit direkt in nutzbare Werte umzuwandeln. Das hebelt nicht nur die Abzocke auf dem Weg "Arbeiten für Lohn - Kaufen mit Geld" aus, sondern macht zudem unabhängig von der Wirtschaftslage.

   Auch 2014 wird es sich lohnen, selbst zu denken und selbst Hand anzulegen. Wer schlau ist, gibt von dem Geld, das er verdient, möglichst wenig für Vebrauchsgüter aus und mehr für Dinge, mit denen man Verbrauchsgüter selbst erzeugen kann. Wer seinen Hintern hoch bekommt und sich statt eines Fisches eine Angel kauft, wird nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen satt.

  In diesem Sinne wünsche ich Euch allen

            ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr!

Euer Fokko                  

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24. Dezember 2013 2 24 /12 /Dezember /2013 17:50

Grosskuchen Winter

Auch dieses Jahr wünsche ich wieder allen ein Frohes Weihnachtsfest sowie geruhsame und besinnliche Tage zwischen den Jahren!

Feiert schön, lasst es Euch gut gehen und die Seele mal baumeln!

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18. Dezember 2013 3 18 /12 /Dezember /2013 10:48

Was einem so alles passieren kann, wenn man mit dem Smartphone unterwegs herumdaddelt: Vor lauter mobiler Kommunikation per Facebook-App auf ihrem Smartphone ist jetzt in Australien eine Frau ins Meer gefallen.

Naja, auch ich bin bei diesem Dienst vertreten, auch wenn ich nicht viel Zeit damit verbringe. Da ich allerdings kein Smartphone besitze und daher auch nicht unterwegs per Facebook kommunizieren kann, bin ich vor so etwas wenigstens gefeit, wobei mir dafür natürlich andere Blödsinnigkeiten passieren.

Lustig finde ich das Ganze - der Frau ist ja außer dem Schrecken und einer gründlichen Durchnässung nichts passiert - weil es an eine uralte Geschichte aus dem Struwelpeter erinnert, mit der man früher die Kinder dazu erziehen wollte, beim Gehen danin zu gucken, wo man seine Füße hinsetzt: die vom Hans-Guck-in-die-Luft nämlich.  

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13. Dezember 2013 5 13 /12 /Dezember /2013 10:20

Eine Prinzessin namens Dornröschen

Schlief hinter 'ner Hecke in einem Schlösschen.

Doch nach einhundert Jahren

Kam ein Prinz gefahren,

Der weckte sie mit ein paar st... -rammen Küsschen!

 

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11. Dezember 2013 3 11 /12 /Dezember /2013 09:28

Der eine oder andere von uns nicht mehr ganz jungen, so genannten Best Agers erinnert sich wohl noch an die Single "Las Vegas", mit der Roberto Blanco 1971 herauskam. An deren Rückseite, den Titel "In Urugay"  musste ich heute spontan denken. Dort gab es in einem Traum des Protagonisten mehr Mädchen als Männer, nur zwei bis drei Stunden Arbeit am Tag und Vino, der so gut wie kein Geld kostet.

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Der gute, alte Hanf: In Uruguay wird jetzt der Eigenbau einer gewissen Anzahl von Pflanzen legal möglich sein (Foto:  PeterFranz / pixelio.de)

Warum mir gerade dieser Schlager eingefallen ist? Weil ausgerechnet in Uruguay jetzt bald zwar nicht der Vino, aber das Gunja (für unsere Verhältnisse) so gut wie kein Geld kosten soll: Nämlich einen Dollar  pro Gramm. Das Land hat nämlich wie auf SPON zu lesen steht, zwar mit einigen Einschränkungen und unter strenger staatlicher Aufsicht, aber immerhin, Anbau und Besitz von Cannabis erlaubt und auch einen staatlich kontrollierten Handel damit!

Jetzt wollen wir hoffen, dass sich dieses Gesetzt bewährt und dann auch bei uns endlich einmal das idiotische Hanfverbot abgeschafft wird und die blödsinnige Gleichsetzung von Cannabis mit wirklich gefährlichen Drogen wie Heroin und Kokain aufhört.       

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9. Dezember 2013 1 09 /12 /Dezember /2013 09:49

Na, Klasse! Wir haben einen neuen "persönlichen" Rekord aufgestellt und zwar im Exportieren. Im Oktober hatten wir dieses Jahr bereits für 99,1 Milliarden Euro exportiert wie man auf Spiegel Online nachlesen kann. Die schlechte Nachricht dabei ist, dass wir zwar auch mehr importiert haben, aber immer noch um 17,9 Milliarden Euro weniger als wir ins Ausland verkauft haben.

Wer weiß, dass und warum ein Exportüberschuss alles andere als gut für den einfachen, arbeitenden Menschen ist, dem ist natürlich klar, dass dies auch wieder so ein Aufschwung ist, der nicht bei den Werktätigen ankommt. Der Grund dafür ist einfach, obwohl in kaum einer kennt: Das Geld, welches unsere Wirtschaft im Export einnimmt und nicht im Import wieder ausgibt, geht - wie man hier genauer nachlesen kann -für Schuldendienste drauf, landet also bei der Finanzindustrie.

Steintraeger

Der Steinträger - „Bis fünf Treppen schleppt man die Steene, aber wohnen tun wir immer im Keller.” 

Und was macht die Finanzindustrie damit? Nun, im Endeffekt gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Soweit es nicht in irgendwelchen Finanzkasinos zirkuliert und Zockereien ermöglicht, verleihen die Banken es an diejenigen, welche das kaufen, was wir exportieren, so dass es zunächst bei unseren Unternehmen und dann als Zinszahlungen wieder bei den Banken landet.

    So oder so haben wir nichts davon und es geht uns wie dem oben abgebildeten Steinträger von Heinrich Zille: Wir produzieren Dinge in einem bestimmten Wert für den Export, können aber nicht im gleichen Wert importierte Güter konsumieren. Bei einem Exportüberschuss von knapp 18 Milliarden Euro und gut 40 Millionen Beschäftigten, sind das im Schnitt an die 450 Euro pro Nase, um die wir in letzter Konsquenz in den ersten zehn Monaten des Jahres geprellt worden sind. Das sind immerhin durchschnittlich 45 Euro pro Monat, die so mancher recht gut gebrauchen könnte.

Dies ist aber nur ein Teil des Geldes, welches von den Unternehmen für erzeugte Werte eingenommen wurde, aber nicht in Form von Löhnen ausgezahlt werden kann, weil es für Zinszahlungen benötigt wird. Insgesamt, so schätzt man, stecken in unseren Preisen mindesten 30%, heute wohl eher 40% Aufwendungen für Zins.

Das bedeutet: Ohne Zinsbelastung könnte jeder Euro, den man ausgibt, jederzeit wieder vollständig aus dem Kreislauf zurück verdient werden. Beim herrschenden Schuldenstand jedoch gehen davon 40 ct als Zinsen an die Kreditgeber, bei denen die einzelnen Unternehmen in der Produktionskette der gekauften Ware verschuldet sind. Man kann also von einem Euro nur 60 ct direkt zurück verdienen und die restlichen 40 ct erst dann, wenn sie wieder ausgeliehen werden - wobei sie natürlich weitere Zinsbelastungen erzeugen.     

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7. Dezember 2013 6 07 /12 /Dezember /2013 14:16

Im ersten Teil dieser kleinen Artikelserie ging es um Allgemeines und kompakte Digitalkameras. Im zweiten Teil waren Digitale Spiegelreflex-Systemkameras dran sowie das RAW-Bildformat, welches die Möglichkeit bietet, bei den von der Kamera gelieferten Bildern noch recht ausgiebig an einigen Schräubchen zu drehen. Heute, im dritten Teil ist die Weiterverwendung von aus Analog-Zeiten vorhandenen Objektiven Thema. Außerdem will ich auch noch ein paar Worte über Bridge-Kameras loswerden.   

Vorhandene Objektive weiterverwenden

Wer wie ich früher ernsthaft analog fotografiert hat und daher eine umfangreiche Ausrüstung – vor allem Objektive – besitzt, fragt sich natürlich, ob er seine alten Schätze nunmehr komplett vergessen kann. Auch ich fragte mich und die Verkäufer in Elektronikfachmärkten dies, bekam aber auch von letzteren keine vernünftige Antwort. Vielleicht hätte ich ja doch einem gewöhnlichen Fotogeschäft vertrauen und meine DSLR dort kaufen sollen? Jedenfalls ging ich davon aus, dass DLSR-Kameras ja zu einem großen Teil auch elektronische Geräte sind und man sie da kaufen kann, wo man auch Computer und anderen elektrischen und elektronischen Kram bekommt.

T2

Ein Adapterring von T"-Gewinde auf Canon-EOS-Bajonett

Allerdings bin ich nicht dahin gegangen, woran man jetzt wo als erstes und zweites denk, denn schließlich bin ich nicht blöd und finde Geiz zwar auch geil, jedoch nur bis zu einem gewissen Maße. Ich wählte einen regionalen Fachmarkt, der Mitglied in einem bekannten Verbund für Elektro- und Elektronikfachhändler ist und kaufte mir meine DSLR dort. Und zwar mit einer gewissen Hoffnung, wobei ich aber als Worst-Case-Scenario annahm, keines meiner alten Objektive weiter verwenden zu können, da dem Anschein nach keiner der sonst so trefflichen Berater auch nur wusste (oder wissen wollte?), was ein T2-Adapter ist. Daher leistete ich mir zu dem Set, welches außer dem Kameragehäuse ein 18-55er Zoom enthielt, auch gleich noch ein 55-250er. Mit diesem beiden Objektiven decke ich schon einmal den allergrößten Teil der fotografischen Aufgaben ab, die sich mir stellen und habe dabei den ganzen automatischen Kram zur Verfügung, den so eine neuzeitliche DSLR zu bieten hat.

Langer Otto

Tele-Brutal: Mein Langer Otto, das 500er-Beroflex an der Canon EOS 700D entspricht einem 800er an einer Kleinbildkamera

 

Ich weiß jetzt nicht, ob ich im Fotoladen meines persönlichen geringsten Misstrauens bessere Auskünfte erhalten hätte, schließlich wollen auch solche Leute lieber Objektive als Adapter verkaufen. Im Netz fand ich jedoch schnell und für kleines Geld den Adapter, den ich für das Objektiv benötige, welches ich am wenigsten hätte missen möchten: Einen T2 für meinen altbewährten „langen Otto“, mein 500er-Tele, welches an einer Kamera mit APS-C-Sensor sogar in etwa einem 800er-Rohr entspricht.

Dann ergoogelte ich, dass es mindestens einen herkömmlichen deutschen Fotoladen gibt, der die verschiedensten Adapter führt und zudem auch noch einen Webshop hat. Der Vorteil: Man kann bequem über das Netz bestellen, aber auch kurz anrufen, wenn man sich nicht sicher ist, ob ein gefundener Artikel das ist, was man braucht. So ging es mir nämlich mit dem Adapter für meine Objektive mit dem alten Minolta-Bajonett. Das konnte jedoch telefonisch geklärt werden und da mir dieser famose Laden auch noch einen Adapter für Objektive mit M42-Anschluss liefern konnte, kann ich an meiner DLSR jetzt alle Objektive verwenden, die hier noch aus analogen Zeiten vorhanden sind. Und natürlich auch wiederum im Prinzip alles das machen, was ich mit meiner alten analogen Ausrüstung auch machen kann.

Brennweiten bei Objektiven von Kleinbildkameras an DLSR-Kameras

  Wenn man ein Kamera mit einem Bildsensor hat, der kleiner als das Vollformat hat, verlängert sich die effektive Brennweite, genauer gesagt, der Abbildungsfaktor umgekehrt proportional zur Bilddiagonalen. Ob und wieviel eine Objektiv vergrößert (Tele) oder verkleinert (Weitwinkel) hängt davon ab, ob seine Brennweite größer oder kleiner ist als die Bilddiagonale des Aufnahmeformats. Ein Objektiv, dessen Brennweite der Bilddiagonalen entspricht, bezeichnet man im Bezug auf dieses Format als Normalobjektiv.

Idiotenzoom

Mein Minolta 28-70er, das jetzt mit dem APS-C-Sensor von Canon den Bereich von der Normal- bis zur Portraitbrennweite abdeckt

Beim Kleinbildformat 24 x 36 mm wären das laut dem guten, alten Phytagoras theoretisch ca. 43 mm. In der Praxis wird aber das 50-mm-Obketiv bei der Kleinbildkamera als Normalobjektiv bezeichnet, obwohl es eigentlich bereits ein leichtes Tele ist. Beim Mittelformat beträgt die Diagonale knappe 85 mm. Hier wird das 80-mm-Objektiv als Normalobjektiv angesehen, obwohl es auf dieses Format bezogen ein minimales Weitwinkel ist.

Das APS-C-Format von Canon mitt 22.2 x 14.8 mm, die Bildiagonale beträgt also 26,7 mm. Da die des Kleinbildformats mit ca. 43 mm gut 1,6 mal größer ist, entspricht ein 50-mm-Obkjektiv am also in etwa einem 80er an der Kleinbildkamera.

  Das Kleinbildformat war lange Zeit sozusagen das Maß aller Dinge, daher haben die meisten Fotografen eine gewisse Vorstellung davon, wie „stark“ ein Tele oder ein Weitwinkel einer bestimmten Brennweite ist. Bei den speziell für Kameras mit einem Sensor, der kleiner als 24 x 36 mm ist, angebotenen Objektiven wird daher typischerweise das so genannte Kleinbild-Äquivalent angegeben. Das ist die Brennweite, die man an einer Kleinbildkamera verwenden müsste, um den gleichen Abbildungsfaktor, also Tele- oder Weitwinkeleffekt zu erreichen. Ein nach Kleinbildäquivalent 255er Tele für den APS-C-Sensor einer Canon EOS 700 D hat also zum Beispiel eine echte Brennweite von ca. 160 mm umgekehrt hat ein echtes 50er Objektiv ein  Kleinbildäquivalent von ca 80mm bezogen auf den APS-C-Sensor von Canon. 

Bridge Kameras

Zwischen den Kompakten und den DSLR-Systemkameras liegen die Bridge-Kameras. Sie sind gewissermaßen ein Mittelding zwischen beiden. Mit den Systemkameras haben Sie die größere Kontrolle über die Einstellungen und den Spiegel gemeinsam und mit den Kompakten das fest eingebaute Objektiv, welches hier aber wesentlich besser ist.

Schneider Kreuznach

Mit einem Adapter von M42 auf Canon-EOS-Bajonett kann auch dieses antike 130er Schätzchen von Schneider Kreuznach wieder zu Ehren gelangen

 

  Zu den Zeiten als ich analog zu fotografieren begann, galten Festbrennweiten als den Zoomobjektiven von der optischen Qualität her überlegen. Zoomobjektive, die gar vom Weitwinkel in den Telebereich reichten, waren unter Profis und solchen, die es sein wollten, sogar durchaus verpönt. Allerdings benutzte ich nichtsdestotrotz bei meiner Arbeit für die Lokalpresse oft ein 28 – 70 mm an meiner Kleinbild-Spiegelreflex, damit ich auf Veranstaltungen keine Fototasche oder gar einen Koffer mit mir herumschleppen musste. Besonders auch auf Rock- und Blueskonzerten bewährte sich dieses Objektiv: Auf 50 mm gestellt war es richtig für Fotos von der ganzen Bühne. 70 mm war zwar für Portraits zu kurz, aber ausreichend für Halbtotalen von einzelnen Musikern und im Weitwinkelbereich konnte man durch Kippen der Kamera und Fotografieren schräg von unten richtig schön Dynamik in die Bilder der Band auf der Bühne bringen. Übrigens habe ich dieses Objektiv auch schon an meiner DLSR erprobt. Mit einem APS-C-Sensor entspricht es etwa einem 45-112 mm Zoom, deckt also gut den Bereich von der Normal- bis zur Portraitbrennweite ab.

Heute scheinen Weitwinkel-Tele-Zoomobjektive durchaus „gesellschaftsfähig“ geworden zu sein und auch vor Profiaugen Gnade zu finden. Der in der Digitalfoto-Szene bekannte Maler, Fotograf und Bildbearbeiter Pavel Kaplun zum Beispiel verwendet zumindest in seinen Videotutorials öfter mal auch eine Bridgekamera mit einem solchen Zoom, welche vom Weitwinkel- in den Telebereich reicht. Übrigens lohnt es sich auch sonst, sich die Videos von Pavel Kaplun anzusehen. Außer denen, die er auf seiner Website verkauft, gibt es auch einiges von ihm für lau auf YouTube. Digitale Fotografie ist allgemein eines der Themen, zu denen YouTube allerhand hergibt.

Ich selbst besitze noch keine Bridegekamera. Nach dem, was ich jedoch bisher darüber herausgefunden habe, scheinen sie jedoch durchaus ihre Berechtigung zu haben: Wer über das reine Knipsen hinaus gehen, aber doch nicht gleich ein „ernsthafter“ Amateur oder gar Profi werden will, sollte sich durchaus einmal die eine oder andere Kamera dieser Klasse ansehen.

Bridge-Kameras bieten bereits allerhand Möglichkeiten, die über die Features von kompakten Digitalen hinausgehen. Trotzdem sind sie recht bezahlbar. Ich denke, dass ich mir über Kurz oder Lang auch so etwa kaufen werde. Es gibt viele Dinge, für die man nicht unbedingt eine Systemkamera braucht und da ist die Bridgekamera sicherlich ein gute Ergänzung.

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5. Dezember 2013 4 05 /12 /Dezember /2013 11:18

Im Schwabenland lebte einst ein Gorilla

Der rauchte ganz keck Sensimilla

Doch nach dem Joint

Sprach er: "Mein Freund,

Jetz muss i erscht amol tschilla!"

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1. Dezember 2013 7 01 /12 /Dezember /2013 06:20

Mit „Nachsuche“ legt das Ehepaar Jaques und Roswitha Kuhn einen Krimi vom Lande vor, der sich aus der Masse der in den letzten Jahren Mode gewordenen „Landschaftskrimis“ deutlich hervorhebt. Ein bodenständiger Schweizer Dorfpolizist wird auf einmal mit einem Mordfall konfrontiert, den er mit Witz, gesundem Menschenverstand, intimen Kenntnissen der lokalen Verhältnisse sowie der Hilfe seiner Familie und des Hundes seines Schwippschwagers löst.  

 Nachsuche

  Früher Morgen im Tösstal im Kanton Zürich. Dorfpolizist Noldi schlummert noch selig neben seiner Frau Meret, als das Telefon geht. Ein Autofahrer ist dran, der im nahe gelegenen Neubrunnertal ein Reh angefahren hat und eine polizeiliche Bestätigung für die Versicherung benötigt. Noldi ist ein wenig empört, dass der Autofahrer nur an den Ersatz seines Schadens denkt und überhaupt nicht daran, dass das offensichtlich verletzt geflüchtete Reh nachgesucht und erlöst werden muss. Aber er ist auch erleichtert und ein wenig schadenfroh, dass er die Sache delegieren kann: Zuständig ist der Jäger Hans, der mit mit Betti, der Schwester seiner Frau verheiratet ist. Den verständigt Arnold Oberholzer – so heißt Noldi mit vollem Namen - telefonisch und schläft zufrieden weiter.

Doch Noldis wiedergefundene Ruhe ist nicht von langer Dauer. Als Hans den Unfallort gefunden hat, macht er sich mit seinem Bayerischen Gebirgsschweißhund Bayj daran, das Reh nachzusuchen. Im Wald am steilen Hang des Neubrunnertals findet das Gespann jedoch zunächst nicht das Reh, sondern erst ein Negligee und dann eine Leiche: Eine etwas dickliche und nicht besonders ansehnliche Frau mittleren Alters liegt da, die nur mit einem weiteren Stück Reizwäsche bekleidet ist, einem neckischen Unterhöschen.

Allerhand seltsame Leute

Bei Noldis vorgesetzter Dienststelle, der Polizei in Winterthur hat man keine Zeit für den Fall, bei dem gar nicht sicher ist, ob es sich überhaupt um einen Mord handelt oder um einen Unfall: Die Tote war nämlich zuckerkrank und ist wie sich herausstellt an einer Überdosis Insulin gestorben. Rätselhaft ist lediglich, wie sie fast nackt in den Wald gekommen ist. Die Ermittlungen bleiben daher an Noldi hängen, dem der Fall eigentlich eine Nummer zu groß ist.

Den ersten entscheidenden Hinweis finden Pauli, der 11jährige jüngste Sohn von Noldi und Bayj der Schweißhund. Die beiden sind dicke Freunde. Der Bub darf den Hund seines Onkels ausführen und gemeinsam untersuchen die beiden den Tatort noch einmal. Pauli misstraut nämlich der Sorgfalt der Kollegen seines Vaters von der Spurensicherung. Tatsächlich entdecken der Bub und der Hund etwas, anhand dessen Noldi die Identität der Toten klären kann.

Diese erste Spur führt den Polizisten zu Leuten aus dem Umfeld des nicht unvermögenden, aber einsamen Opfers namens Berti Walter, zwischen denen es teilweise interessante Querverbindungen gibt: Einen Automechaniker mit einer wunderschönen Frau, die ein Geheimnis hat, welches ihr Mann auf keinen Fall erfahren darf. Ein Notar, der kurzzeitig ein Verhältnis mit der Toten hatte, ihr Arzt, ein Architekt und weitere Leute. Auch der Autofahrer, der das Reh angefahren hat, ist eine halbseidene Type: Der Landmaschinenvertreter hat, obwohl verheiratet, unter falschen Namen ein Verhältnis nach dem anderen. Auch mit dem Mordopfer war er liiert, mittlerweile jedoch treibt er es mit ihrer Freundin.

Mal ein ganz anderer Polizist

Schon bald wird man Noldi, den Dorfpolizisten ins Herz schließen: Er hat keinerlei Ähnlichkeit mit den kaputten Typen, die man heute oft als (Anti-)Helden in Krimis trifft, sondern ist ein geradliniger Bauernbub, mittlerweile im besten Alter, der es faustdick hinter den Ohren hat. Er stammt von einem Hof in der Gegend, den er eigentlich hätte erben sollen. Der bodenständiger, glücklich verheiratete Vater von vier Kindern, der gerade auch das erste Mal Opa geworden ist, hat den Betrieb jedoch seinerzeit seiner Schwester überlassen, weil er lieber Polizist als Bauer sein wollte. Auf dem Einmann-Polizeiposten der Gemeinde nimmt er seinen Platz in einer noch recht intakten Dorfgemeinschaft ein, mit dem er so zufrieden ist, dass er auf eine weitere Karriere gerne verzichtet hat und in seinem geliebten Tösstal geblieben ist. Trotzdem ist er auch dienstlich kein Eigenbrötler, sondern kommt prima mit seinen Kollegen in Winterthur aus.

Noldi bespricht seine Gedankengänge oft mit seiner Frau, die ihm auch immer wieder weiterhelfen kann. Selbst nach all den Ehejahren knistert es durchaus noch zwischen den beiden und auch außerhalb des Betts verstehen sie sich prima. Außerdem kennt Noldi als Teil der eng verflochtenen ländlichen Gemeinschaft die Gegend in und auswendig, was ihm bei seinen Nachforschungen zugute kommt.

Außer auf dem Schießstand fällt in der ganzen Geschichte kein einziger Schuss, auch wenn wie Noldi einmal anmerkt, jeder Schweizer schießen kann. Auch sonst verzichtet die Geschichte praktisch vollständig auf Gewalt, die wie man merkt, keine notwendige Voraussetzung für Spannung ist. Nachdem man schon eine ganze Weile vor Schluss gedacht hat, zu wissen, wer der Mörder oder die Mörderin ist und nachdem schließlich der Fall für Noldis Vorgesetzten Hans Beer bereits abgeschlossen ist, findet Noldi doch noch heraus, wer die dickliche Berti wirklich umgebracht hat und warum.

Gut zu lesen

„Nachsuche“ ist außer bei Rückblenden in die Vergangenheit durchweg im Präsenz und in einem flüssigen Erzählton geschrieben. Durch die gewissen Besonderheiten, die Ausdrucksweise und bestimmte Wendungen des Schweizer Hochdeutschen, meint man fast, jemand mit einem Schweizer Akzent erzählen zu hören. Und damit liegt man durchaus richtig, denn ganz genauso entstehen die Texte des Ehepaars Jaques und Roswitha Kuhn, die selbst in der Gegend leben, in der ihre Krimis spielen. Jaques erzählt die Geschichte, die sich die beiden vorher bei Wanderungen in der Umgebung gemeinsam ausgedacht haben und Roswitha schreibt sie auf. Dann wird der Text diskutiert und gemeinsam daran gefeilt.

Weil „Nachsuche“ ein Buch ist, in dem man sich von der ersten bis zur letzten Seite wohlfühlt, eignet es sich auch ganz besonders gut für behagliche Lesestunden während der nun bald kommenden Feiertage und der ruhigen Zeit zwischen den Jahren. Das absolut empfehlenswerte Buch macht Lust auf mehr vom Ehepaar Kuhn. Wie die beiden verraten haben, ist der nächste Krimi mit dem Dorfpolizisten Noldi auch bereits in Arbeit und wer „Nachsuche“ gelesen hat, wird ihn kaum erwarten können.

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