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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

3. September 2014 3 03 /09 /September /2014 19:39

Wenn man auf „jungfräulichem“ Boden einen Garten anlegen möchte, steht am Anfang das Umgraben. Nicht umsonst ist dies auch in einem bestehenden Garten eine Herbstarbeit. Daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Boden neu in die gärtnerische Nutzung zu nehmen.

Sommergarten003

 Wenn es nächsten Sommer so aussehen soll, kann man schon jetzt etwas dafür tun

Wer mit dem Gärtnern anfängt und keinen bestehenden Garten übernehmen kann, muss von Grund auf mit der Neuanlage eines Gartens beginnen. Eigenheimbesitzer werden dafür in aller Regel Rasenfläche opfern, die nicht die schlechteste Grundlage ist, um daraus Gartenboden zu machen. Mit Gras bewachsener Boden besitzt in der Regel bereits eine Humusschicht, die man verhältnismäßig leicht zu Gartenboden verbessern kann. Bei anderen Untergründen, wie etwa einer geschotterten Hoffläche, wird man gegebenenfalls die oberste Schicht abtragen und durch angefahrenen Humus ersetzen müssen. Solche Flächen kann man dann, gegebenenfalls nach dem Einarbeiten von Kompost, um den Boden zu verbessern, direkt bepflanzen.

 

Warum man einen Garten im Herbst anlegt

Auf diese Weise kannst Du einen Garten auch im Frühjahr anlegen. Im Prinzip geht das auch beim Umgraben von Rasen, aber es macht mehr Arbeit, als wenn Du bereits im Herbst umgräbst. Es hat nämlich seinen Grund, warum auch in einem bereits bestehenden Garten im Herbst umgegraben wird und nicht erst im Frühjahr: Beim Umgraben entstehen ja zunächst grobe Schollen. Diese muss man dann mit Hacke oder Kreil zerkrümeln. Gräbt man jedoch bereits im Herbst um, übernimmt diese Arbeit über den Winter der Frost. Den Zustand, den ein bereits im Herbst umgegrabener Gartenboden im Frühjahr hat, bezeichnet man als Frostgare. Wenn man auf einem solchen Boden seine Beete herrichtet, braucht man lediglich noch gegebenenfalls Kompost einzuarbeiten, ein wenig mit der Hacke aufzulockern und die Oberfläche mit dem Rechen zu ebnen.

Wenn Du also ein Stück Rasen ab nächstes Jahr als Gartenland bewirtschaften willst, ist es keine schlechte Idee, es bereits jetzt umzugraben. Im bereits bestehenden Garten wird man das meist etwas später tun, weil ein Gärtner mit einem guten Timing um diese Zeit noch Pflanzen auf den Beeten hat, um die Vegetationsperiode voll auszunutzen. Da auf Deinem angehenden Gartenland aber erst nächstes Jahr etwas wachsen wird, kannst Du das Umgraben auch schon im Frühherbst erledigen.

 

Mist und Kompost

Besonders empfiehlt sich das, wenn Du Deinen angehenden Gartenboden gleich mit Mist verbessern willst. Der hat dann bis zum Frost länger Zeit zu verrotten, also gar zu werden. Die meisten Pflanzen vertragen nämlich keinen frischen Mist, da dieser zu scharf ist. Daher solltest Du auch den Mist, den Du eventuell im Frühjahr zum Düngen verwenden willst, bereits jetzt beschaffen und bis dahin in einem Haufen lagern. Mit etwas Glück ist bis zum nächsten Frühjahr daraus ein brauchbarer Kompost geworden.

In der ersten Zeit mangelt es in einem neuen Garten in aller Regel an Kompost. Lege daher auch jetzt schon einen Komposthaufen an und füttere ihn konsequent mit sämtlichem Biomüll, der in Deinem Haushalt anfällt. Wenn Du einen Schnellkomposter verwendest, kannst Du mit etwas Glück bis zum Frühjahr bereits einigen Kompost haben. Wenn Deine Nachbarn Gartenabfälle in die Gartenabfall-Abfuhr geben wollen, scheue Dich nicht, diese zu schnorren. Wer seine Gartenabfälle entsorgen lässt, zeigt, dass er den Stoffkreislauf der Natur nicht verstanden hat. Darin stecken nämlich Mineralien und dergleichen, welche die Pflanzen, von denen die Gartenabfälle stammen, den Gartenboden entzogen haben. Mit anderen Worten: Mit den Gartenabfällen wirft man seinen Mutterboden weg und muss ihn irgendwann für teuer Geld in Form von Kompost vom Kompostwerk zurückkaufen.

Daher gehören Gartenabfälle grundsätzlich in den Kompost, es sei denn, es handelt sich dabei um „infektiöses Material“, wie etwa Schnittgut von kranken Bäumen oder Pflanzen die an irgendwelchen Krankheiten eingegangen sind. Da wir aber auch über die Früchte, die wir ernten, dem Garten Biomasse entnehmen, ist es kein Fehler, alles kompostierbare, dessen Du habhaft werden kannst, in Deinem Garten zu schleppen und zu kompostieren. Gerade in den Anfangszeiten eines neu angelegten Gartens ist dies wichtig, denn ein solcher leidet praktisch immer unter Mangel an Humus. Mehr über Kompost steht in diesem Artikel auf Suite101.

 

Die Technik des Umgrabens

Wie man ein Beet umgräbt weiß wohl jeder: Man fängt in einer Ecke an, hebt mit dem Spaten eine Scholle aus der Erde, dreht sie um, sticht daneben wieder ein und dreht die nächste Scholle um, bis man eine Reihe umgedrehter Schollen quer über das Beet hat. Dann kommt die nächste Reihe dran, dann die nächste, so lange bis das ganze Bild aus lauter umgedrehten Schollen besteht. Wenn Du Mist in Deinen Boden einarbeiten möchtest, streust Du ihn vorher aus, so dass er beim Umdrehen der Schollen mit nach unten gelangt.

Dieses „einen Spatenstich die umgraben“ ist in einem bereits bestehenden Garten in aller Regel vollkommen ausreichend. Notfalls kann man es auch bei der Neuanlage eines Gartens dabei bewenden lassen. Wenn der Boden sehr dicht ist, ist es jedoch für besser, beim Neuanlegen eines Beetes zwei oder gar drei Spatenstiche tief umzugraben, zu holländern oder zur rigolen, wie man sagt. Wie diese beiden Techniken und auch das einfache Umgraben funktionieren, ist in diesem Dokument sehr gut dargestellt. Wenn Du beim Holländern und Rigolen Mist einbringen willst, kannst Du ihn jeweils immer vor der letzten Schicht Erde in Deine Furche geben.

Und wie geht es weiter?

Wenn Du Deinen neu anzulegenden Garten umgegraben und wenn möglich auch schon einen Komposthaufen angelegt hast, kannst Du die Winterabende nutzen, um zu planen, was Du alles anbauen willst. Besorge Dir in der Bücherei ein paar gute Gartenbücher. Mir hat besonders gut „Selbstversorgung aus dem Garten“ von John Seymour gefallen. Das wichtigste, was Du zu Beginn wissen musst, findest Du in meinem kleinen eBook „Gärtnern für Alle“. Und wenn Du Dir ganz schnell einen Überblick verschaffen willst, solltest Du Dir diese Seite ansehen, auf der die allerwichtigsten Informationen für einen angehenden Gärtner kompakt dargestellt sind. Auf der Website sind auch noch Seiten zu anderen Gartenthemen zu finden, so dass sich ein Besuch allemal lohnt.











 

 

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27. Februar 2012 1 27 /02 /Februar /2012 14:11

Kürzlich besorgte ich mit ein schönes Töpfchen Thymian im Terrakotta Pott. Gerade jetzt, wo der Frühling schon deutlich über den Horizont spickelt, freue ich mich um so mehr auf Gerichte, die schon jetzt vom Sommer künden. Und dazu gehören nun mal frische Kräuter, ganz besonders hat es mir eben auch der Thymian angetan.

Doch leider will er nicht so richtig gedeihen.

Die Stängel sind dünn, die Farbe blass und er schießt in den Himmel. Das Aroma ist zwar kräftig, doch die dünnen Triebe reißen ständig, sodass es fast unmöglich ist, die kleinen Blättchen vom Stengel zu zupfen.

Da in diesem Blog anscheinend viele Gartenprofis vertreten sind, stelle ich einfach mal ganz öffentlich die Frage:

Was kann ich tun um den Thymian wieder ins Lot zu bekommen?

 

Das ist ein kleiner Gastbeitrag vom Isi aka Beni Shangul von Abenteuer Kochen. Wer was dazu weiß, kann hier kommentieren oder ihm direkt schreiben.

 

Ich mache gleich mal den Anfang und vermute, dass Isis Thymian "geil" geworden ist. Und zwar könnte das daran liegen, dass er zu dunkel und zu warm steht. So sagte mir jedenfalls ein Gärtner, dem ich ähnliches Ungemach mit den Tomatenpflänzchen berichtete, die ich wintertags am Fenster vorziehe. 

Ich habe auch schon gehört, dass es von zuviel Stickstoff kommen soll. Ich tippe aber eher auf zu warm und zu dunkel, weil das Stöckchen ja fertig gekauft wurde. 

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14. Januar 2012 6 14 /01 /Januar /2012 16:11

Ganz tote Hose ist im Garten nie. Auch im Winter gibt es diese und jenes zu tun. Gerade vorhin war ich zwei Stündchen draußen. Das tut auch gut, weil man so zu etwas mäßig anstrengender Bewegung an der frischen Luft kommt, an der es einem im Winter ja oft mangelt.

   So langsam wird es Zeit, ganz gemächlich aus der Winterruhe aufzutauchen, in die ich mich über den Jahreswechsel gerne begebe. Da kommt so ein bisschen "Herumstieren" - wie das bei uns im Schwabenland heißt - im Garten gerade recht.

   Eigentlich hätten die alten Tomatenpflanzen im Gewächshaus samt den vetrockneten Zaunwinden, die im Sommer dort frecherweise gewachsen waren, ja schon im Herbst ausgerissen gehört. Das habe ich heut nachgeholt und natürlich auch gleich die zugehörigen Tomatenspiralen weggegräumt. Das gleiche gilt für die Kästen mitden längst verblichenen Peperonipflanzen, die ich ebenfalls in den Kompost gekippt habe, nachdem die Sehiorchefin (aka Oma) es wohl schon aufgegeben hatte, darüber zu meckern. Zeit wurde es ja wirklich, denn die am Sylvesternachmittag gesäten neuen Pflänzchen haben mittlerweile großenteils schon gekeimt, so dass die Zeichen der Zeit auch hier schon deutlich ins neue Gartenjahr zeigen.

  Dann habe ich mich über den Weichselkischbaum im Nordosten beim Frühbeet hergemacht. Eigentlich soll man Kirschen ja nicht im Winter schneiden, weil sie dann gerne bluten, sondern im Juni nach der Ernte der Früchte. Trotzdem habe ich es gemacht, weil mir im Vorbeigehen spontan eingefallen ist, wie ich es machen wollte und bekanntlich macht man etwas, das man nicht gleich macht, wenn es einem einfällt, sehr hoft überhaupt nicht mehr. Denn Zwetschgenbaum, den mein Sohn vor einigen Jahren aus einem Wurzelausläufer gezogen hat, hatte ich bereits neulich in der Mache. Darauf, wie man Obstbäume zurechtsäbelt, will ich hier aber nicht weiter eingehen, denn über das Thema Obstbaumschnitt habe ich mich ja bereits in einem meiner ersten Artikel auf diesem Blog ausgelassen.

  Den anfgefallenen Gehölzschnitt habe ich erst gar nicht gehäckselt, sondern lediglich die ganz groben Äste mit dem Fichtenmoped zerkleinert. Die dünneren Zweige will ich beim Neuaufsetzen des Komposts, was ja auch schon wieder in ein paar Wochen anfällt, unten als Belüftung einlegen.

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29. Juni 2011 3 29 /06 /Juni /2011 13:11

„Einmal Hacken erspart dreimal Gießen“, lautet eine alte Gärtnerweisheit und wer mulcht spart sich auch noch Arbeit mit dem Unkrautjäten. Aber auch beim Gießen selbst kommt es auf das "Gewusst wie" an.

    In einem durchwachsenen Sommer, wie es der letzte war, kann man unter Umständen ganz ohne Gießen auskommen, sieht man einmal von Saatbeeten und Beeten mit ganz jungen Pflanzen ab, die auch in der obersten Schicht ständig feucht sein sollten. Auch wenn es etwas weniger regnet, kann man das Kannen schleppen minimieren, wenn man die Feuchtigkeit möglichst lange im Boden hält. Und selbst in schönen Sommern hilft das Haushalten mit der Bodenfeuchte, allein mit den Regenwasservorräten oder wenigsten möglichst wenig teurem Leitungswasser zusätzlich auszukommen.

Junge Gurken und Kohlpflaenzchen mit Unkraut

Normalerweise halten die unerwünschten Wildkräuter mit den Kulturpflänzchen locker mit: Da hilft nur Jäten...

 

Richtig Gießen

   Das Geheimnis beim Gießen ist eigentlich keins, denn es besteht lediglich darin, nicht so oft, dafür aber intensiv zu gießen. Je mehr man auf einmal gießt, desto tiefer dringt das Wasser in den Boden ein. Die Faustregel besagt laut unserem örtlichen Gartenbauberater vom Landratsamt zumindest für unsere Böden, dass ein Liter pro Quadratmeter einen Zentimeter tief eindringt.

     Wenn man nun davon ausgeht, dass die Wurzeln unserer Gemüsepflanzen etwa 20 cm tief reichen, sind 20 Liter/Quadratmeter die richtige Menge. Da sind allerhand Gießkannen zu schleppen; dafür muss man das aber auch nicht jeden Tag machen; etwa einmal die Woche reicht.

rote beete mulchbeet

... oder man mulcht, um die die Wildkräuter auszugebremsen

 

   Ist es längere Zeit trocken, kann man es sich so einpendeln lassen, dass man nicht den ganzen Garten auf einmal gießt, sondern reihum jeden Tag einen Teil, so dass jedes Beet einmal in der Woche begossen wird.

  Gießt man mit der gleichen Menge Wasser hingegen jeden Tag den ganzen Garten, gießt man vor allem die Tropossphäre: Man befeuchtet so lediglich die alleroberste Bodenschicht, aus der das Wasser bald wieder verdunstet. Gießt man seltener und dafür mehr, dringt das Wasser tief ein und hält sich besser im Boden, wo es den Wurzeln der Pflanzen zur Verfügung steht. Man merkt das, wenn man mit dem Finger in ein so gegossenes Beet puhlt, das nach einigen Tagen schon wieder trocken erscheint: Bereits kurz unter Oberfläche stößt man auf feuchte Erde.

Regenwasser speichern

   Man glaubt gar nicht, wieviel Wasser man verschenkt, wenn man kein Regenwassser speichert: Das Dach eines Hauses mit 100 Quadratmetern überbauter Fläche liefert bei einem kräftigen Gewitter mit einer nachfolgenden Regennacht schnell einmal 1000 Liter. Wer also entsprechend viele und große Regentonnen besitzt, kann mit dieser Menge einen 50 Quadratmeter großen Garten einmal gründlich gießen. Da der Garten nach so einem Regen ja eh' schon für ein paar Tage genug Feuchtigkeit hat, braucht man also für die nächsten zwei Wochen kein Leitungswasser und dann kommt vielleicht schon wieder der nächste Regenguss.

Mischkultur Tomaten Buschbohnen

Hat sich in einer gemulchten Mischkultur ersteinmal ein ordentliches Blätterdach gebildet, haben die unerwünschten Wildkräuter auch ohne weiteres Mulchen schlechte Karten und man darf außerdem auf eine schöne Schattengare des Bodens hoffen

 

Hacken

   Wenn man ein Beet richtig gegossen hat - oder wenn es geregnet hat – sollte man es am nächsten Tag, wenn es oberflächlich abgetrocknet ist, einmal durchhacken. Nicht zu tief, sonst beleidigt man die Wurzeln der Pflanzen, es reicht vollkommen, wenn man die oberste Bodenschicht aufbricht.

   Damit zerstört man die Kapillaren, die sich dort gebildet haben, durch welche die Bodenfeuchtigkeit sonst verdunstet, und hält so das Wasser im Boden. Das ist der einfache Grund dafür, dass einmal Hacken wie bereits erwähnt dreimal Gießen erspart.

mulch giersch

Sogar der ansonsten praktisch unbezwingbare Giersch (Geißfuß) lässt sich mit Mulch wenigstens einigermaßen im Zaum halten 

 

   Gleichzeitig unterbindet man mit der regelmäßigen Hackerei den Wachstum von Unkr... pardon, unerwünschten Wildkräutern in einem frühen Stadium. Das erspart zusätzlich das regelrechte Jäten, bei dem man mit der Hacke viel tiefer gehen muss und so leicht die Wurzeln der Kulturpflanzen beleidigt – ganz abgesehen davon, dass das Jäten auch nicht gerade die tollste Arbeit ist.

Mulchen

   Noch mehr Gießen und unerwünschte Wildkräuter erspart man sich mit dem Mulchen. Dabei bedeckt man den Boden zwischen den Pflanzen mit einer Schicht aus recht feinem verrottbarem Material. Grasschnitt etwa eignet sich sehr gut und bringt gleichzeitig allerhand Stickstoff mit.

     Vor allem bei noch kleinen Pflanzen muss man beim Mulchen sorgfälltig arbeiten, damit der Boden zwar gut bedeckt ist, die Pflänzchen aber dennoch schön herausschauen. Die Mühe lohnt sich jedoch, denn man muss noch weniger gießen als beim regelmäßigen Hacken, der Boden unter dem Mulch wird schattengar und unerwünschte Wildkräuter haben auch kaum eine Chance.

   Wenn, vor allem klappt das bei Mischkulturen, die Pflanzen auf dem gemulchten Beet ein geschlossenes Blätterdach gebildet haben, ist das ideal. Jetzt erhält sich die Schattengare auch ohne Mulch und unter den Pflanzen herrscht ein prima Mikroklima.

   Allerdings hat die Sache mit dem Mulch auch einen Haken, der nicht verschwiegen werden soll: Er hilft den Schnecken. Wer wie ich schlimmen Ärger mit der üblen Spanischen Wegschnecke hat, muss gegen den Befall etwas tun. Dass ich in dieser Beziehung dieses Jahr nachlässig war, büße ich jetzt, wie man vielleicht auch beim genauen Hinsehen auf den Fotos erkennen kann.

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16. Juni 2011 4 16 /06 /Juni /2011 10:14

Mein Sohn, der ein überzeugter Antivegetarier ist, bemerkte einmal hämisch, dass Salat in etwa den Nährwert von Papier besitze. Das stimmt tatsächlich, tut dem guten, alten Salat aber dennoch Unrecht. Wer gärtnert sollt ihn ruhig anbauen, denn vor allem auch der Anfänger kommt mit ihm recht schnell und einfach zu ersten Erfolgserlebnissen.

   Natürlich hat Salat etwa denn Nährwert von Papier, denn wie dieses besteht er (abgesehen vom Wasser im frischen Zustand) vor allem aus Zellulose. Genau das ist aber auch einer seiner Vorteile. Schließlich erwarten wir von ihm ja keine Versorgung mit Fett, Kohlehydraten oder Eiweiß, sondern unter anderem, dass er uns mit Ballaststoffen beliefert. Und zu denen gehört nun mal auch die Zellulose.

Salat in der Küche

   Der Begriff „Salat“ bezeichnet keine Pflanzenart, -gattung oder -familie, sondern ist im engeren Sinne eine küchentechnische Klammer für Pflanzen, die man roh mit einem Dressing verzehrt. Es lassen sich aber auch viele Dinge als Salat „zweckentfremden“ und roh oder gekocht ähnlich wie die eigentlichen Salatpflanzen anmachen: Tomatensalat, Gurkensalat, Rettichsalat, Wurstsalat, Krautsalat... Manche solche Salate wie der Reis- oder der Kartoffelsalat spielen die Rolle der Sättigungsbeilage, bringen die Kohlehydrate in die Mahlzeit, andere stellen sogar die Fett- und Eiweißkomponente dar wie Eier- oder Wurstsalat.

   Die eigentlichen Salate jedoch haben den Zweck, der Mahlzeit etwas „Frisches“ zuzufügen. Da wie gesagt auch die Salate im engeren Sinne aus verschiedenen Pflanzenarten gemacht werden, lässt sich über ihre Gehalte wenig allgemeines sagen: In jedem Fall bringen sie jedoch Ballaststoffe und zumindest ein paar Vitamine. In der Zusammenstellung von Gerichten nehmen Salate meist den Part des Gemüses wahr: Zum Schnitzel mit Pommes beispielsweise kann man Erbsen und Möhrchen essen, aber auch einen Kopf- oder Ackersalat. Zu manchen Gerichten hingegen gehört traditionell eher ein gekochtes Gemüse wie das Sauerkraut zu Schweinebraten mit Knödeln, zu anderen eher ein Salat, wie etwa der berühmte grüne Salat „zua de Kässpätzla“.

Salat im Garten

   Auch gärtnerisch kann man die verschiedenen Salatpflanzen nicht alle über einen Kamm scheren. Wie man an ihren wissenschaftlichen Namen sehen kann, stammen sie nicht nur aus der Gattung Lactuta, auch wenn der eine ganz Reihe von Salaten angehört. Neben den Kulturpflanzen finden sich auch einige Wildkräuter, die gute Salate ergeben, etwa Löwenzahn, Sauerampfer oder Brennnessel.

   Der eigentliche Gartensalat (Lactuta sativa) kommt aber in einer ganzen Reihe von Sorten vor, so dass es allein hier schon eine gute Auswahl gibt: „klassischer“ Kopfsalat, Eisbergsalat, Lollo Rosso usw. Diese Salate lassen sich auch recht einfach anbauen und eignen sich gut dazu, dem frischgebackenen Hobbygärtner einige seiner ersten Erfolgserlebnisse zu bringen. Außerdem sind sie relativ schnell erntereif. Man kann sie daher auch nach den ersten Ernten auf freigewordene Flächen pflanzen.

   Gartensalat kann man aus dem Samen ziehen – im Haus bereits im Spätwinter und zeitigen Frühjahr, damit man frühzeitig auspflanzen kann – oder in Form von Pflänzchen kaufen. Den Salat als Pflänzchen zu kaufen, hat den Vorteil, dass man mischen kann und dann zur Erntezeit nicht tagelang jeden Tag den gleichen grünen Salat auf den Tisch bekommt. Wer aus dem Samen zieht, kann sich aber auch mit anderen Gärtnern absprechen und Pflänzchen austauschen.

   Pflück- oder Schnittsalate haben den Vorteil, dass man nicht die ganze Pflanze auf einmal ernten muss. Das kommt dem kleinen Haushalt entgegen und ist auch geschickt, wenn man einmal lediglich ein paar Salatblätter als Garnitur benötigt.

   Das einzige ernsthafte Problem beim Salatanbau ist, dass er nicht nur uns, sondern auch den Schnecken schmeckt. Besonders schlimm ist das, wenn man wie ich unter der spanischen Wegschnecke zu leiden hat. Ansonsten ist der Gartensalat jedoch wie gesagt gerade auch für den Anfänger eine dankbare Sache und einer der schnellsten und einfachsten Wege, etwas selbst gezogenes auf den Tisch zu bringen.

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14. Februar 2011 1 14 /02 /Februar /2011 11:09

Derzeit ist es ja relativ mild und da stellt sich die Frage, ob man nicht schon einmal ein bisschen etwas im Garten tun kann. Natürlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommern und ein paar warme Tage im Februar erst recht keinen Frühling. Allerdings rechne ich nicht mehr mit der ganz großen Kälte und auch nicht mehr mit längerer Schneelage.

Gemuesegarten im Sommer3Bis es im Garten wieder so aussieht, wird es zwar noch ein wenig dauern,aber die Grundlagen dafür, kann man bereits jetzt legen

 

Umgraben

   Was man, wenn der Boden nicht mehr gefroren ist auf jeden Fall tun kann, falls man es im Herbst versäumt hat: Umgraben. Falls je noch Frost kommt, bekommt der Boden dann sogar noch ein wenig Frostgare mit. Auf jedem Fall kann er durch Witterungseinflüsse wenigstens noch ein bisschen zerkrümeln bis es dann ans endgültige Herrichten der Beete mit Hacken und Grunddüngung geht. Das gilt natürlich auch, wenn man sich als angegehender Hobbygärtner jetzt entschließt, mit dem Gärtnern neu zu beginnen. Das wichtigste Grundwissen für den Gemüsegarten-Anfänger steht ja in meinem kleinen eBook "Gärtnern für alle".

Kompost 

   Auch um den Kompost kann man sich jetzt bereits kümmern, wenn er bei diesen Temperaturverhältnissen nicht mehr durchgefroren ist, was ja sonst um diese Zeit gerne noch der Fall ist. Ich jedenfalls habe vor, dieser Tage damit zu beginnen, meinen umzusetzen. Ein wenig allgemeines Grundwissen über den Stickstoff und seine Rolle in der Natur steht in meinem Artikel "Mangelware Stickstoff" hier auf dem Blog und einen Beitrag speziell über das praktische Kompostieren habe ich bei suite101 veröffentlicht. Natürlich wird das Thema auch in "Gärtnern für alle" behandelt.

   Wenn man jetzt übrigens seine Gehölze schneidet oder bereits geschnitten hat, hat man auch gleich die nötigen Zweige für die "luftige Grundlage" des Komposthaufens: Wenn man einen Komposthaufen anlegt, ist es ja kein Fehler, ganz zu unterst eine Schicht aus Zweigen oder etwas ähnliches einzubringen, welche für Belüftung sorgt.

Brennnesseljauche 

   Was ich dieses Jahr auch ein Mal früh probieren möchte, ist das Ansetzen von Brennnesseljauche. Ich habe die letzte "Ernte" vom vergangenen Herbst zum Trocknen aufgehängt und werde es bei den derzeitigen milden Temperaturen wagen, schon einmal anzusetzen. Mehr als schiefgehen kann es nicht. Wenn es jedoch klappt, habe ich bereits bei der Bestellung meiner Beete einen kräftigen natürliche und kostenlosen Stickstoffdünger zur Hand. Mehr über die Brennnesseljauche steht übrigens in einem einschlägigen Artikel hier auf dem Blog. 

Pflänzchen vorziehen 

   Jetzt schon zu pflanzen ist wohl ein zu großes Risiko. In klimatisch ganz besonders begünstigten Gegenden wird man vielleicht so ganz langsam an Frühbeet und Gewächshaus denken können. Was man aber tun kann, ist, in der Hoffnung auf einen zeitigen Saisonbeginn bereits mit dem Vorziehen von Salatpflänzchen und dergleichen im Haus zu beginnen. Wenn man keine teuren Samen kauft, lohnt sich das Risiko allemal, dass man dann mit den Pflänzchen doch nicht so früh hinaus kann ins Freiland. Kommt das Frühjahr jedoch zeitig, wie ich dieses Jahr hoffe, hat man die Chance für einen frühe Ernte (einschließlich mehr Zeit für eine Zweitbestellung der entsprechenden Beete) genutzt. Wer sich noch nicht ganz schlüssig darüber ist, was er anbauen möchte, der kann sich in meinem kleinen Erfahrungsbericht "Was geht im Garten" vielleicht ein paar Anregungen holen.

   An was man, falls man sie nicht wie ich bereits schon lange gesät hat, auf jeden Fall so langsam denken sollte, sind die Peperoni und schon bald dann auch die Tomaten. Übrigens habe ich bereits vor zwei Jahren um diese Zeit ein Artikelchen über den Garten im Februar geschrieben, aus dem man eventuell noch die eine oder andere zusätzliche Information ziehen kann.

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7. Februar 2011 1 07 /02 /Februar /2011 12:03

   Wenn es auch nicht zwingend notwendig ist, Bäume ausgerechnet im Winter zu schneiden, halten es doch die meisten Leute so. Der Vorteil dabei, ist, dass man an seine Arbeit "hinsieht", wenn der Patient seines Blätterkeides entblößt ist. Nur Kirschen schneidet man im Juni, weil sie beim winterlichen Schnitt gerne "bluten".

   Nachdem es im Augenblick gerade etwas wärmer und in vielen Gegenden so wie bei uns auch schneefrei ist, wäre jetzt ein gute Gelegenheit, zum Schnibbeln. Wie man einen Baum schneidet habe bereits ich in einem meiner ersten Beiträge auf diesem Blog beschrieben, so dass ich das hier jetzt nicht zu wiederholen brauche.

   Und das Wetter? Nun: Wenn's an Mariä Lichtmess stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt. Nachdem es zwar nicht genau am 2. Februar, aber doch um diese Zeit (Bauernregeln darf man nie genau auf den Tag festmachen) recht turbulent war, denke ich mal, dass der diesjährige Winter schon bald verspielt haben wird. Sicherlich kann und wird es noch Frost geben, vor allem nachts, aber so ein nicht enden wollender Spätwinter wie anno 05 und 06 steht uns wohl kaum mehr ins Haus. Ich denke mal, dass der Winter programmgemäß im März den Riemen runterschmeißen wird.

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28. Januar 2011 5 28 /01 /Januar /2011 12:52

Nächste Woche am Mittwoch ist Mariae Lichtmess. Dieser Tag, der am 02. Februar begangen wird, hat eine gewisse Bedeutung im Jahreslauf der Natur und im Kirchenjahr.

   Mariä Lichtmess erinnert an die Darstellung Jesu im Tempel 40 Tage nach seiner Geburt. Als erstgeborerener Sohn war Jesus nach dem jüdischen Gesetz Eigentum Gottes und musste durch ein Opfer im Tempel ausgelöst werden. Außerdem musste die Mutter 40 Tage nach der Geburt eines Jungen ein Reinigungsopfer darbringen und damit ihre genauso lange Unreinheit nach der Geburt beenden. Mariä Lichtmess markiert zwar nicht lithurgisch, jedoch zumindest regional im religiösen Volksbrauch das Ende der Weihnachtszeit. Anscheinend lassen manche Leute auch heute noch den Weihnachtsbaum bis zu diesem Datum stehen.

   Mariä Lichtmess ist auch ein so genannter Wetterlostag, also ein Tag für den es eine Bauernregel gibt: "Wenn's an Maria Lichtmess stürmt und schneit, dann ist der Frühling nicht mehr weit"  und "Wenn's an Mariä Lichtmess stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt." Natürlich ist, wie bei allen solchen Regeln nicht der genaue Tag entscheidend sondern der Zeitraum um diesen Tag, hier also die Monatswende Januar/Februar.

   Auch sind an Mariä Lichtmess die Tage bereits deutlich länger geworden, was etwa ab Fabian-Sebastian am 20. Januar aufgefallen ist. "Ab Lichtmess bei Tag ess" heißt die Bauernregel dazu, die besagt, dass der Arbeitstag des Bauern ab dieser Zeit noch bei Tageslicht endete.

   Für viele Leute und auch für mich ist Mariä Lichtmess der traditionelle Termin zum Säen der Tomaten. Manche meinen zwar, dass es jetzt noch zu wenig Licht dafür gäbe, aber ich habe ganz gute Erfahrungen damit gemacht und will es auch dieses Jahr wieder so halten. Allerdings werden meine Tomatenpflanzen tatsächlich gerne lang und dünn, was wie ich mir sagen ließ eventuell tatsächlich auf zuviel Wärme und zuwenig Licht zurücktzuführen ist.

   Für das Problem der langen, dünnen Tomatenpflanzen hat mir ein Verkäufer in einem Gartenmarkt einen Tipp gegeben: Er sagte, man könne solche Pflanzen ruhig köpfen und die abgeschnittenen Oberteile einpflanzen um weitere Tomatenpflanzen zu erhalten. Ich habe es noch nicht ausprobiert, werde es aber eventuell dieses Jahr versuchen. Die Anzucht der Tomatenpflänzchen geht übrigens genauso, wie ich sie bereits für die Peperoni beschrieben habe.  

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18. Dezember 2010 6 18 /12 /Dezember /2010 19:52

Ich sage ja immer, dass das neue Gartenjahr eigentlich nicht im Frühling, sondern im Herbst beginnt, weil das Umgraben und die anschließende Wirkung des Frostes auf die Schollen bereits die Vorbereitung für die nächste Frühjahrsbestellung ist. So gesehen wären wir jetzt ja schon mitten drin im neuen Gartenjahr, aber tatsächlich tut sich draußen natürlich nicht viel. Und trotzdem gibt es ein paar Dinge, die man tun kann, so das man auch außerhalb der Vegetationsperiode den Kontakt zur Materie nicht verliert.

   Allerdings gibt es doch ein paar Dinge, die man im Winter tun kann. Zum Beispiel hat man jetzt eventuell ein wenig Zeit, um sich theoretisch ein wenig weiterzubilden indem man das eine oder andere Gartenbuch liest. Oder man macht sich schlau über Arten und Sorten, die man noch nicht kennt, mit denen man es aber eventuell versuchen will, wenn man herausfindet, dass man ihnen geeignete Bedingungen bieten kann.

 winterliche gaerten zwischen einfamilienhaeusern

Wenn es draußen so aussieht, gibt's für den Gärtner nicht viel zu tun

 

   Leider kann es auch passieren, dass man mit einer neuen Art oder Sorte Pech hat. Wenn das im abgelaufenen Gartenjahr der Fall war, kann man nun nach den Ursachen forschen: Bücher, Gartenseiten im Web und vor allem auch Foren und Gespräche mit anderen Gärtnern. Natürlich sind das auch die Quellen für die anderen Weisheiten, die man sich im Winter aneignen kann.

Planung und Instandsetzung 

    Eine weitere typische Winterarbeit des Gärtners ist die Planung. Ich persönlich, das muss ich gestehen, plane ja nicht vor, sondern überlege mir im Frühling, was ich im Vorjahr auf welchem Beet hatte und was ich jetzt darauf pflanzen will. Das heißt jedoch nicht, dass ich von der Planung abrate. Natürlich kann die Natur die schönste Planung über den Haufen werden. Vor allen Dingen nutzen die schönsten Pläne für die Zweitbestellung von Beeten nichts, wenn der Sommer so toll ist wie der letzte und die Erstbestellungen zu spät reif werden. Wer jedoch plant und seine Planungen auch archiviert, der hat unter anderem den Vorteil, dass er jederzeit nachsehen kann, was vor zwei oder drei Jahren auf einem Beet war. Das kann wichtig werden, wenn man etwas anbauen will, das man länger als ein Jahr nicht auf das selbe Beet setzen soll.

  Aber auch praktisch kann jetzt dies und das tun: Beispielsweise kann man sein Gartengeräte durchsehen, gründlich reinigen und, wo nötig, instand setzen. Zum Beispiel einen Stiel ersetzen, der schon seit drei Jahren mit Isolierband geflickt ist oder endlich mal die Kraftstoffanlage der Motorhacke reinigen.

Anzucht 

  Bald wird es auch schon Zeit für die Anzucht von Pflanzen: Peperoni säe ich immer am Sylvester-Nachmittag. Ich habe dafür schon mal in der Garten-Newsgroup Mecker von anderen Gärtnern bekommen, auch in Bezug auf meine Tomaten, die ich - wie übrigens viele - traditionell an Mariä Lichtmess säe. Einer verdächtigte mich sogar, dass ich meine Pflanzen mit Chemie aufpäppeln würde, was aber nicht stimmt. Schon allein deswegen, weil ich dazu viel zu faul und zu geizig bin.

peppi01.jpg

Wenn man die Peppis beizeiten sät, kann man mit etwas Glück auch schon recht früh ernten 

 

  Das Argument gegen das frühe Ziehen von Tomaten und Paprika im Zimmer ist das geringe Lichtangebot in der Winterszeit. Das mag etwas für sich haben. Andererseits habe ich aber, wenn ich meine Peperoni an Sylvester säe nach den Eisheiligen normalerweise bereits blühende Pflanzen und vereinzelt sogar schon Fruchtansatz. Entsprechend früh kann ich mir dann auch von meinen ersten eigenen scharfen Paprika beim Vesper das Wasser in die Augen treiben lassen.

  Über die Peperoni habe ich bereits vor zwei Jahren einen Artikel geschrieben, auf den ich in der Garten-Newsgroup verlinkte und die erwähnte Schelte bekam. Als ich dann ziemlich früh, nämlich Ende Juni, die erste reife Schote hatte, habe ich hier darüber berichtet und konnte es mir natürlich nicht verkneifen, wieder in der Garten-Newsgroup darauf hinzuweisen. Allerdings war es dort dann aus der Ecke meiner winterlichen Kritiker sehr still...

Baumschnitt

  Auch wer Obstbäume hat, bekommt jetzt etwas zu tun. Den Pflege- und Erziehungsschnitt erledigt man traditionell im Winter. Es ist nicht so, dass das biologische Gründe hätte, wie manche glauben. Zwar wird der Baum im Winter eventuell nicht so leicht von Krankheitserregern befallen, die durch die beim Schnitt entstehenden Verletzungen eindringen können, dafür kann er sie aber auch nicht so gut abheilen wie in der Wuchsperiode. Der Grund dafür, dass man gerne im Winter schneidet ist, dass man besser sieht was man tut, wenn keine Blätter da sind.

  Bäume richtig zu schneiden ist kein Hexenwerk. Es gibt einige wenige Grundregeln, die man beachten muss, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Bereits vor zwei Jahren habe ich hier die Grundlagen des Baumschnitts erläutert und zwar in dem Artikel "Zeit für den Obstbaumschnitt".

  Ein bisschen etwas gibt es für uns Gärtner also auch jetzt zu tun. Und ansonsten können wir einmal ein wenig ausspannen, wie es dem natürlichen Rhythmus der Jahreszeiten entspricht und - wenn wir Ernteüberschüsse eingefroren, eingeweckt, eingelegt oder sonst wie konserviert haben - auch noch ein wenig die Früchte unserer sommerlichen Arbeit genießen.

 

Übrigens: Wer ganz neu mit dem Gärtnern anfangen will, findet die wichtigsten Informationen für den Einstieg in den Gemüseanbau in kompakter Form in meinem eBook "Gärtnern für alle".

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4. November 2010 4 04 /11 /November /2010 17:53

Jetzt im Herbst beginnt ja - wie ich immer sage - eigentlich bereits das neue Gartenjahr und zwar mit dem Umgraben. Wenn die Frostgare den Boden über den Winter so richtig schön krümelig gemacht hat, spart das Arbeit im Frühjahr, wenn man dann die Beete vollends zum Pflanzen bereit macht. Wer Mist einbringen will, sollte das jetzt tun, damit er über den Winter schön verrotten kann, den frischer Mist ist vielen Pflanzen zu scharf.

Buch Gaertnern fuer alle

Alles, was man für den Einstieg in den Gemüseanbau wissen sollte in kompakter Form und zu einem echten Freundschaftspreis von 2,99 EUR als eBook: "Gärtnern für Alle", der neueste Titel in der Edition Fokko

 

   Natürlich ist der Herbst auch der allerbeste Zeitpunkt, wenn man einen Garten neu anlegen oder einen vernachlässigten solchen wieder reaktivieren will. Man kann zwar praktisch das ganze Jahr über mit dem Gärtnern beginnen, denn es gibt immer etwas, mit dem man anfangen kann, aber der Herbst ist doch der ideale Zeitpunkt.

  Deswegen habe ich auch geguckt, dass ich mein neues EBook "Gärtnern für alle - Leichter Einstieg in den Gemüseanbau im Privaten Garten" rechtzeitig fertig bekommen habe. Auf über 70 Seiten erfährt der Anfänger hier in Kürze alles, was er wissen muss um gleich loslegen zu können.

  Die vielen großen und schönen Gartenbücher, die es gibt, will mein Büchlein gar nicht ersetzen. Die sollte man - wie auch ich es getan habe - durchaus lesen und zwar in Ruhe und gemütlich in der Sofaecke. Mein Büchlein will vielmehr ganz am Anfang stehen und demjenigen, der bereits darauf brennt, den ersten Spatenstich zu tun, das notwendige Grundwissen vermitteln, damit er gleich loslegen kann ohne erst dicke Bücher wälzen zu müssen.

 Und hier geht's zum Download von "Gärtnern für Alle"

 

 

 

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