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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

27. Mai 2009 3 27 /05 /Mai /2009 14:41

Jeder Gärtner weiß, es gibt Nutzpflanzenarten, die werden etwas und es gibt welche, aus denen wird einfach nichts. Teilweise hängt das von Klima, vom Boden oder sonstigen örtlichen Verhältnissen ab, teilweise vom gärtnerischen Geschick bzw. der Aufmerksamkeit, die man seinem Gemüse widmet.

Jetzt geht es im Garten wieder so richtig los

Ich gärtnere jetzt seit sechs Jahren und so langsam kristallisieren sich einige Dinge heraus. Natürlich sind das meine persönlichen Erfahrungen, die sich nicht so ohne weiteres übertragen lassen, daher nenne ich auch die wichtigsten Randbedingungen.

Verhältnisse in meinem Garten

Mein Garten liegt an einem Südhang in Aalen gegenüber dem Albtrauf des Albuchs, wo das Klima mittelmäßig warm ist, also etwas wärmer als oben auf der Alb aber doch kälter als im unteren Remstal oder am Neckar. Aalen ist so eine Art Schönwetterloch: Es ist verhältnismäßig trocken, es gibt sehr wenig Nebel und Gewitter ziehen gerne vorbei.

Der Boden besteht aus Wellland-Lehm, das ist wohl „Abrieb“ von der Alb. Als ich vor sechs Jahren begann, war alles der pure Lehm. Mittlerweile habe ich den Boden mit viel Kompost, etwas Mist und stellenweise ein wenig Sand verbessert. Ich verwende keinen Kunstdünger und auch keine Schädlingsbekämpfungsmittel bis auf Ferramol gegen die Schnecken.

Leider liegen einige meiner Beete auf der Nordseite des Hauses und damit in der Mittagszeit großenteils im Schatten. Zwei meiner besten Beete bestehen seit dem letzten Jahr aus einem sehr sandigen Humus, der nach einer Baumaßnahme von der Baufirma angefahren wurde. Eigentlich kein so toller Boden, aber speziell ich war recht froh über den Sand, da er sich ja ohne weiteres mit Kompost aufbessern ließ und letztes Jahr bereits ganz gute Ergebnisse geliefert hat.

Einige Erfahrungen im einzelnen:

  • Petersilie: ging im ersten Jahr auf dem puren Lehm super, seitdem der Boden besser ist, gar nicht mehr.
  • Pflück- und Schnittsalate: Werden eigentlich immer etwas trotz vieler Schnecken
  • Ackersalat: Auch OK. Mache ich aber nicht mehr, weil niemand Lust hat ihn zu putzen.
  • Tomaten: Wenn das Wetter mitspielte, war ich sowohl am Anfang auf dem puren Lehm schon, als auch jetzt auf dem besseren Boden immer zufrieden
  • Gurken: In der Regel recht gut.
  • Kürbis: Wächst sowieso überall, brachte sowohl i ersten Jahre auf dem Lehmboden als auch später auf dem Komposthaufen einigermaßen ansehnliche Ergebnisse, die Namen „Großer Gelber Zentner“ und „Atlantic Giant“ machten ihre Namen allerdings nicht wirklich Ehre.  
  • Pfefferoni: Werden immer etwas, allerdings nur in Kästen und Töpfen, da sie auf dem Boden sofort von den Schnecken kahl gefressen wurden. Wie das auf meinem Boden aussehen würde, weiß ich daher nicht, da ich die Pflanzgefäße immer mit gekaufter Erde befülle. Ich baue die ganz gewöhnlichen, grünen, rot abreifenden an, deren Samen man unter dem Namen "De Cayenne" kaufen kann.
  • Milde Paprika: Reift immer spät und bringt nur kleine Früchte. Zu kleine Gefäße?
  • Tabak: Wurde wohl nicht reif, jedenfalls schmeckte er schaudersam, offenbar doch zu kühles Klima.
  • Grünkohl: Ging eigentlich immer einigermaßen.
  • Kohlrabi: Sowohl weiße als auch blaue recht OK.
  • Rettiche: Meine Sorgenkinder. Nichtmal Radieschen werden was. Wachsen immer nach oben, statt nach unten, nicht einmal der ansonsten als problemlos geltende Ostergruß wird so richtig etwas. Liegt wohl am Lehm. Ein Nachbar hat hingegen immer die tollsten Exemplare. Der hat seinen Boden wohl mit sehr viel Sand aufgebessert und bearbeitet ihn schon 50 Jahre.
  • Blumenkohl: Auch so eine Pleite. Noch nie wirklich was geworden. Ic hbelibe aber dran, denn in Blumenkohl kann ich sitzen.
  • Bohnen: Sowohl Busch- als auch Stangenbohnen OK. Ich muss sie jedoch immer in Schalen vorziehen, da bei direkter Saat die Kerne offenbar immer irgendwelche Liebhaber finden.
  • Liebstöckel: Eine Staude, die schon immer da ist, wächst wie blöd.
  • Zitronenmelisse: Taucht nach einmaliger Kultur ganz von alleine an allen möglichen und unmöglichen Stellen auf.
  • Pfefferminze: Hab ich in ein kleines Beet mit U-Steinen an der Mauer eingesperrt, sonst wäre sie wohl schon fast die einzige Pflanzenart in der ganzen Siedlung.
  • Bärlauch: Wächst hinten bei meiner Stink-Ecke wo Kompost und bei Bedarf Brennesseljauche produziert werden. Braucht man sich nicht darum zu kümmern, ist immer von selbst da.
  • Weißkohl: Naja.
  • Rotkohl: Naja.

Fazit für mich

Ich muss wohl unbedingt einen Haufen Sand in meinen Boden einarbeiten. Stickstoffgehalt scheint OK zu sein, denn es wachsen überall Brennnesseln. Das liegt wohl an dem Grasschnitt im Kompost, für den ich bei den Nachbarn schon als dankbarer Abnehmer bekannt bin. Daher mache ich zur Zeit auch keine Brennnesseljauche mehr.

Fazit allgemein

Es scheint ein paar einigermaßen idiotensichere Pflanzen zu geben, die man wohl jedem Anfänger empfehlen kann: Abgesehen von den Sachen, die sowieso von selbst wachsen wie Bärlauch, Pfefferminze und Co., dürften Bohnen, Tomaten, Kohlrabi und Salate, eventuell auch Gurken und Pfefferoni durchaus dankbare Objekte für die ersten gärtnerischen Versuche sein. Zudem sind das Gemüse, die man in der Küche und auf dem Vespertisch sehr gut gebrauchen kann.

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Published by Fokko - in Garten
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