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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

19. Dezember 2009 6 19 /12 /Dezember /2009 09:51

Wann ist das alte Gartenjahr aus? Wann fängt das neue an? Endet das Gartenjahr mit dem Umgraben im Herbst und beginnt es mit den winterlichen Planungen für die Bepflanzung neu? Eigentlich, so meine ich, könnte man auch sagen, dass das Umgraben bereits zum neuen Gartenjahr gehört, weil man damit ja schon die erste Vorbereitung für die Bepflanzung im Frühjahr trifft.

schneekuchen

Im Winter ruht die Natur großenteils, aber unter dem Schnee ist gewissermaßen schon der Frühling versteckt. Und der Gärtner trifft auch schon so langsam seine Vorbereitungen... 

Altes Gartenjahr - Neues Gartenjahr... In jedem Falle sind das philosophische Gedanken, menschliche daher und somit der Natur ziemlich egal. Bei ihr gibt es zwar selbstverständlich einen Jahreszyklus, aber keinen Grenzpunkt, der scharf festlegt, wann das alte Jahr endet und das neue beginnt. Jahresbeginn, Jahresende, das sind nämlich lediglich menschliche Einteilungen; wir neigen zu so etwas, versuchen die Dinge in starre Regeln und Rahmen zu fassen. Die Natur jedoch steht über solchen Kleinlichkeiten und lässt alles fließen, lacht herzlich über unsere allzumenschliche Regelungswut.

So wie in der Natur bereits im Herbst Ding geschehen, die schon auf das neue Frühjahr hinweisen, so erledigt man eben auch im Garten zur Herbstzeit Arbeiten, die sich im Frühjahr auswirken werden. Und das hört auch im Winter nicht gänzlich auf.

Wer seinen Garten streng nach alter Väter Sitte bewirtschaftet, der wird nun vielleicht bereits anfangen, die Bepflanzung für das kommende Jahr zu planen um später dann auch rechtzeitig die Samen bestellen zu können. Möglicherweise wird er das sogar auf dem Papier tun und daher den Plan vom abgelaufenen Jahr noch einmal zur Hand nehmen um zu sehen, was wo gestanden hat, um die neue Bepflanzung festzulegen: Da wo "Stickstoffmacher" wie etwa Bohnen gestanden sind, werden sich im neuen Gartenjahr Starkzehrer wie Kohl wohlfühlen, da wo in den letzten Jahren dem Boden nur immer Stickstoff entnommen worden ist, sollten wohl endlich einmal wieder Leguminosen hin. Eine gewisser Rolle spielt auch, was neben was kommt, denn nicht alle Pflanzen vertragen sich miteinander und nicht alle Beete eignen sich von den Bedingungen her für alle Pflanzen.

So langsam wird man auch daran denken, was man im Hause vorziehen muss, denn nicht alle Pflanzen lassen sich bei uns ins Freiland säen. Außerdem kann man mit der Anzucht im Haus und einer eventuellen Zwischenstation im Frühbeet oder im Gewächshäuschen am Beginn der Vegetationsperiode bereits mit etwas größeren Pflänzchen anstatt mit Samen starten und so wertvolle Wachstumszeit gewinnen.

Meine Peperoni sähe ich seit Jahren bereits traditionell am Altjahrabend also an Silvester nachmittags. Ich habe letztes Jahr hier darüber berichtete und in der Garten-Newsgroup, wo ich den Artikel hin verlinkte, von einigen Leuten erheblichen Gegenwind erhalten. Der Erfolg hat mir jedoch wieder einmal recht gegeben, wie ich einige Monate später hier stolz berichten konnte.

Eine typische Arbeit für den Winter ist auch der Obstbaumschnitt. Im Prinzip kann man ihn das ganze Jahr vornehmen aber im Winter sind Bäume und Sträucher einfach übersichtlicher. Manche argumentieren auch damit, dass die Gehölze dann nicht im Saft stehen und daher nicht bluten. Dagegen argumentieren andere, dass sich aus diesem Grunde auch die Wunden nicht so schnell wieder schließen könnten, was das Eindringen von Krankheiten begünstigen würde. Die meisten Leute schneiden im Winter alle Gehölze bis auf die Kirschen. Die bluten gerade beim winterlichen Schnitt und so bekommen sie ihre neue Frisur im Juni nach der Ernte. Die wichtigsten Grundsätze des Obstbaumschnittes habe ich übrigens letztes Jahr hier veröffentlicht, wer sie nachlesen möchte kann das natürlich tun, denn sie sind immer noch da. Und natürlich gelten sie auch für Ziergehölze, auch wenn ich als schnöder Nutzgärtner nur imm vom Obstbaumschnitt zu rede.

 

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23. Oktober 2009 5 23 /10 /Oktober /2009 10:28

 Die Ernte ist größtenteils eingebracht und das Gartenjahr neigt sich dem Ende und damit auch schon wieder seinem Neubeginn zu. Jetzt wird es Zeit, diejenigen Beete umzugraben, zu schoren, wie wir im Schwabenland sagen, die nicht mit Dingen für den Winter bestellt sind, wie etwa Ackersalat, Grünkohl oder Winterrettich. Damit steigt man genau genommen schon wieder in das neue Gartenjahr ein, was die leidige Arbeit mit Vorfreude auf das nächste Frühjahr ein wenig versüßen kann.

 Durch das Umgraben wird der Boden nicht nur gelockert, sondern auch stärker dem winterlichen Frost ausgesetzt. Wenn das Wasser in den Schollen gefriert, sprengt es die Erdteilchen auseinander und sorgt für eine feine, krümelige Struktur des Bodens, die so genannte Frostgare. In einem Garten, der schon „läuft“, wird es kaum nötig sein, tiefer als einen Spatenstich tief umzugraben, Holländern oder Rigolen ist eher etwas für komplette Neuanlagen.

   Wenn man Mist einbringen will, ist jetzt die richtige Zeit dafür. Der hat dann nämlichen noch Zeit zu verrotten bevor der Dauerfrost einsetzt. Man breitet ihn einfach vor dem Umgraben auf den Beeten aus. Dadurch wird er schon einmal grob eingearbeitet, das feine Vermischen geschieht dann beim Hacken und rechen im Frühjahr. Auf die gleiche Weise kann man in noch zu schweren Boden Sand einarbeiten, auch wenn dieser natürlich nicht verrotten, sondern sich lediglich gut unter mischen muss.

 Der Nachteil des Umgrabens, das sei nicht verschwiegen, besteht darin, dass man das ganze Bodenleben durcheinander bringt. Man kann sich also auch überlegen, ob es nicht ausreicht, den Boden, anstatt ihn mit dem Spaten zu wenden, einfach nur mit der Grabgabel aufzulockern. Ganz fein ist derjenige heraus, dessen Boden im Sinne einer Permakultur bereits so lebendig geworden ist, dass er sich gewissermaßen selbst umgräbt. Hier wäre jeder Eingriff nur von Schaden. Tja, mit der Natur geht es eben immer leichter als gegen sie...

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27. Juni 2009 6 27 /06 /Juni /2009 17:47

Im Dezember habe ich hier einen Artikel eingestellt, in dem ich empfahl, Pfefferoni bereits Ende Dezember/Anfang Januar zu säen. Natürlich habe ich mich auch selbst an meinen eigenen Ratschlag gehalten und am Silvesternachmittag meine Samen in die Erde einer Pikierschale gebracht. Jetzt werden erste Erfolge sichtbar.

Der erste reife Peppi!

Als ich damals den Artikel mit diesem Ratschlag in einem Posting in der Newsgroup de.rec.garten verlinkt hatte, bekam ich von einigen Leuten heftigen Gegenwind: Zu früh, zu dunkel... Ein Zeitgenosse, der mir dort bereits früher mit einer etwas seltsamen Denke aufgefallen war, unterstellte mir gar pauschal, meine Paprikapflänzchen mit Chemie zu dopen.

Wie dem auch sei, meine Pflanzen haben sich zu meiner Zufriedenheit entwickelt, nach dem Vereinzeln gab es kaum mehr Ausfälle und als ich sie nach den Eisheiligen ins Freie setzte, hatten einige bereits begonnen, zu fruktifizieren.

Nachdem ich es nicht erwarten konnte und mich auch schon einmal an den noch grünen Früchten vergriffen habe, habe ich heute die erste reife, rote Schote entdeckt – es geht jetzt also los mit der Ernte. Außerdem hängen auch jede Menge noch grüne Früchte an den Pflanzen, so dass ich mir die nächsten Wochen wohl keine Sorgen über die Beschickung meines abendlichen Vesper-Tisches mit Peppis machen muss.

Ich denke also mal, der Erfolg gibt mir recht und ich werde dabei bleiben, meine Pfefferoni an Silvester zu säen. Immerhin bin ich recht früh dran, vor allem wenn man bedenkt, dass Aalen zwar nicht auf der Alb oder dem Härtsfeld liegt, aber doch allemal „einen Kittel kälter“ ist als das untere Remstal oder die Gegend um Stuttgart.

Ein wenig schade ist nur, dass Pfefferonisträucher bei mir keine Chance haben, wenn ich sie in ein Beet setze. Offenbar munden die Blätter dieser Pflanze den spanischen Wegschnecken ganz besonders, die ich hier haufenweise habe: Wenn ich so ein Pflänzchen setze, ist es typischerweise bereits am nächsten Morgen erheblich beschädigt und in kurzer Zeit sämtlicher Blätter beraubt. Das einzige, was einigermaßen hilft, ist, die Pflanzen in Kästen zu ziehen, die möglichst hoch oben stehen.

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17. Juni 2009 3 17 /06 /Juni /2009 08:12
Eines der Probleme, mit dem ich in meinem Garten zu tun habe, sind die Schnecken. Nicht die Weinbergschnecken, die man notfalls für Schädigung des Gartens bezahlen lassen könnte, indem man sie verspeist, sondern die bekannt perfide Spanische Wegschnecke.

Spanische Wegschnecken beim Sex: Den betreiben sie offenbar mit gutem Erfolg, denn an diesen Tieren herrscht kein Mangel (Foto: Zollernalb)

Ich bin nicht der einzige Gärtner, der mit diesen Tierchen ein Problem hat. Das Thema ist wohl ein Dauerbrenner unter Gärtnern, denn es ist offenbar fast kein Kraut gegen den Migranten aus dem Süden gewachsen.

Etwas, das hilft, scheinen Laufenten zu sein; doch leider ist das keine Lösung, wenn man in einem Wohngebiet lebt. Hier ist die Haltung von Nutztieren nicht erlaubt und die Laufenten fallen eben, genauso wie Hühner, in diese Kategorie.

Ich persönlich habe es bereits mit dem von manchen als schieres Wundermittel gepriesenen Ferramol probiert. Das Eisen-III-Phosphat in diesem Schneckenkorn soll die Schnecken austrocknen und so töten ohne giftig für andere Tiere zu sein. Das Mittel brachte bei mir kurzfristig erstaunlich viel, für einige Zeit war mein Garten tatsächlich schneckenfrei. Doch mittlerweile hilft auch das nicht mehr.

Ein dauerhaft wirksames Mittel ist, die Tiere konsequent abends nach Einbruch der Dunkelheit einzeln abzusammeln und zu töten, indem man sie mit einer Schere durchschneidet. Das ist aber eine mühselige und zeitraubende Geschichte und daher für viele kaum machbar. Gift kommt für mich auch nicht in Frage, denn das hat in meinem einigermaßen ökologisch bewirtschafteten Garten nichts zu suchen.

Hilfe scheint jetzt von ein paar französischen Schülern zu kommen. In einem Werkkurs für schlechte Schüler erfanden die Kids aus einem Problemviertel eine offenbar funktionierende, umweltfreundliche Falle. Die Schnecken werden durch ein Loch in einen Behälter gelockt, in dem sie dann vergiftet werden. Das scheint mir tolerabel, da das Gift nur in der Falle ist. Vor allem können keine Igel die am Gift verendeten Schnecken fressen, was für mich das größte Problem bei Gifteinsatz darstellt.

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27. Mai 2009 3 27 /05 /Mai /2009 14:41

Jeder Gärtner weiß, es gibt Nutzpflanzenarten, die werden etwas und es gibt welche, aus denen wird einfach nichts. Teilweise hängt das von Klima, vom Boden oder sonstigen örtlichen Verhältnissen ab, teilweise vom gärtnerischen Geschick bzw. der Aufmerksamkeit, die man seinem Gemüse widmet.

Jetzt geht es im Garten wieder so richtig los

Ich gärtnere jetzt seit sechs Jahren und so langsam kristallisieren sich einige Dinge heraus. Natürlich sind das meine persönlichen Erfahrungen, die sich nicht so ohne weiteres übertragen lassen, daher nenne ich auch die wichtigsten Randbedingungen.

Verhältnisse in meinem Garten

Mein Garten liegt an einem Südhang in Aalen gegenüber dem Albtrauf des Albuchs, wo das Klima mittelmäßig warm ist, also etwas wärmer als oben auf der Alb aber doch kälter als im unteren Remstal oder am Neckar. Aalen ist so eine Art Schönwetterloch: Es ist verhältnismäßig trocken, es gibt sehr wenig Nebel und Gewitter ziehen gerne vorbei.

Der Boden besteht aus Wellland-Lehm, das ist wohl „Abrieb“ von der Alb. Als ich vor sechs Jahren begann, war alles der pure Lehm. Mittlerweile habe ich den Boden mit viel Kompost, etwas Mist und stellenweise ein wenig Sand verbessert. Ich verwende keinen Kunstdünger und auch keine Schädlingsbekämpfungsmittel bis auf Ferramol gegen die Schnecken.

Leider liegen einige meiner Beete auf der Nordseite des Hauses und damit in der Mittagszeit großenteils im Schatten. Zwei meiner besten Beete bestehen seit dem letzten Jahr aus einem sehr sandigen Humus, der nach einer Baumaßnahme von der Baufirma angefahren wurde. Eigentlich kein so toller Boden, aber speziell ich war recht froh über den Sand, da er sich ja ohne weiteres mit Kompost aufbessern ließ und letztes Jahr bereits ganz gute Ergebnisse geliefert hat.

Einige Erfahrungen im einzelnen:

  • Petersilie: ging im ersten Jahr auf dem puren Lehm super, seitdem der Boden besser ist, gar nicht mehr.
  • Pflück- und Schnittsalate: Werden eigentlich immer etwas trotz vieler Schnecken
  • Ackersalat: Auch OK. Mache ich aber nicht mehr, weil niemand Lust hat ihn zu putzen.
  • Tomaten: Wenn das Wetter mitspielte, war ich sowohl am Anfang auf dem puren Lehm schon, als auch jetzt auf dem besseren Boden immer zufrieden
  • Gurken: In der Regel recht gut.
  • Kürbis: Wächst sowieso überall, brachte sowohl i ersten Jahre auf dem Lehmboden als auch später auf dem Komposthaufen einigermaßen ansehnliche Ergebnisse, die Namen „Großer Gelber Zentner“ und „Atlantic Giant“ machten ihre Namen allerdings nicht wirklich Ehre.  
  • Pfefferoni: Werden immer etwas, allerdings nur in Kästen und Töpfen, da sie auf dem Boden sofort von den Schnecken kahl gefressen wurden. Wie das auf meinem Boden aussehen würde, weiß ich daher nicht, da ich die Pflanzgefäße immer mit gekaufter Erde befülle. Ich baue die ganz gewöhnlichen, grünen, rot abreifenden an, deren Samen man unter dem Namen "De Cayenne" kaufen kann.
  • Milde Paprika: Reift immer spät und bringt nur kleine Früchte. Zu kleine Gefäße?
  • Tabak: Wurde wohl nicht reif, jedenfalls schmeckte er schaudersam, offenbar doch zu kühles Klima.
  • Grünkohl: Ging eigentlich immer einigermaßen.
  • Kohlrabi: Sowohl weiße als auch blaue recht OK.
  • Rettiche: Meine Sorgenkinder. Nichtmal Radieschen werden was. Wachsen immer nach oben, statt nach unten, nicht einmal der ansonsten als problemlos geltende Ostergruß wird so richtig etwas. Liegt wohl am Lehm. Ein Nachbar hat hingegen immer die tollsten Exemplare. Der hat seinen Boden wohl mit sehr viel Sand aufgebessert und bearbeitet ihn schon 50 Jahre.
  • Blumenkohl: Auch so eine Pleite. Noch nie wirklich was geworden. Ic hbelibe aber dran, denn in Blumenkohl kann ich sitzen.
  • Bohnen: Sowohl Busch- als auch Stangenbohnen OK. Ich muss sie jedoch immer in Schalen vorziehen, da bei direkter Saat die Kerne offenbar immer irgendwelche Liebhaber finden.
  • Liebstöckel: Eine Staude, die schon immer da ist, wächst wie blöd.
  • Zitronenmelisse: Taucht nach einmaliger Kultur ganz von alleine an allen möglichen und unmöglichen Stellen auf.
  • Pfefferminze: Hab ich in ein kleines Beet mit U-Steinen an der Mauer eingesperrt, sonst wäre sie wohl schon fast die einzige Pflanzenart in der ganzen Siedlung.
  • Bärlauch: Wächst hinten bei meiner Stink-Ecke wo Kompost und bei Bedarf Brennesseljauche produziert werden. Braucht man sich nicht darum zu kümmern, ist immer von selbst da.
  • Weißkohl: Naja.
  • Rotkohl: Naja.

Fazit für mich

Ich muss wohl unbedingt einen Haufen Sand in meinen Boden einarbeiten. Stickstoffgehalt scheint OK zu sein, denn es wachsen überall Brennnesseln. Das liegt wohl an dem Grasschnitt im Kompost, für den ich bei den Nachbarn schon als dankbarer Abnehmer bekannt bin. Daher mache ich zur Zeit auch keine Brennnesseljauche mehr.

Fazit allgemein

Es scheint ein paar einigermaßen idiotensichere Pflanzen zu geben, die man wohl jedem Anfänger empfehlen kann: Abgesehen von den Sachen, die sowieso von selbst wachsen wie Bärlauch, Pfefferminze und Co., dürften Bohnen, Tomaten, Kohlrabi und Salate, eventuell auch Gurken und Pfefferoni durchaus dankbare Objekte für die ersten gärtnerischen Versuche sein. Zudem sind das Gemüse, die man in der Küche und auf dem Vespertisch sehr gut gebrauchen kann.

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11. Mai 2009 1 11 /05 /Mai /2009 20:03

Heute, am 11. Mai, haben wir Mamertus und damit den ersten der Eisheiligen oder Eismänner. Er macht seinem Namen alles andere als Ehre, worüber jedoch wohl kaum ein Gärtner ernstlich böse sein wird. Darf man dem Wetterbericht Glauben schenken, werden wir von seinen noch folgenden Kollegen ebenfalls angenehm enttäuscht sein.

Tomaten und Paprika

Das bedeutet - immer vorausgesetzt, der Wetterbericht behält recht -  dass ich wohl am Samstag beginnen werde meinen Tomaten- und Paprikapflanzen hinaus ins Freiland zu setzen. Ich mache das in zwei Stufen: Heute habe ich erst einmal einen Teil in mein (kaltes) Gewächshäuschen gebracht, damit sie sich akklimatisieren können und nicht direkt aus dem Haus ins Freiland kommen.

Wenn alles gut geht, wandern diese Pflanzen dann am Samstag ins Freiland und der Rest, der jetzt noch innen wartet, ins Gewächshaus, von wo er dann irgendwann nächste Woche ebenfalls ganz nach draußen umziehen wird. Beim derzeitigen Wetter ist das nicht ganz so heikel, da es bei dieser feuchten Wärme nachts nicht sehr abkühlt. Wenn es jedoch um diese Zeit klar ist, kann es nachts noch empfindlich abkühlen und der Zwischenschritt über da Gewächshaus ist unbedingt zu empfehlen.Auch sollte man nicht alle Pflanzen gleichezeitig umziehen lassen, denn wenn mit dem Wetter doch noch etwa schief geht hat man so eine Reserve

Kompost

Wer jetzt neu mit dem Gärtnern anfängt, der sollte sich gleich auch einen Komposthaufen anlegen. Wer schon länger dabei ist, aber noch keinen hat, sollte es unbedingt auch tun. Ein Garten ohne Kompost ist einfach kein richtiger Garten. Wer seine Gartenabfälle nach außen entsorgt, wirft seinen Mutterboden weg und muss ihn dann vom Kompostwerk für teures Geld zurückkaufen.

Im Prinzip kann man einen Komposthaufen zu jeder Jahreszeit beginnen. Im Winter fängt er halt nicht gleich an zu leben wie im Sommer, aber wenn man den Entschluss gefasst hat, sollte man ihn auch gleich umsetzen. Andernfalls wirft man noch unnötig lange organische Abfälle in die Bio-Tonne und verschenkt somit wertvolles Material und im Endeffekt Humus.

Wie man ohne großen Aufwand, aber mit guten Ergebnissen eine zweistufige Kompostproduktion betreiben kann, habe ich in meinem Artikel Kompostieren im Hobbygarten beschrieben, der am Donnerstag bei Suite101 erschienen ist.

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10. Mai 2009 7 10 /05 /Mai /2009 13:44

Wetterlostage und Bauernregeln gehörten früher zum volkstümlichen Wissen. Das ist nicht verwunderlich, denn bis ins 19. Jahrundert lebte ja der größte Teil der Deutschen auf dem Lande. Viele der unzähligen Daten und Sprüche sind heute nur noch noch volks- und heimatkundlich interessierten Menschen bekannt. Die Eisheiligen jedoch wird auch heute noch so ziemlich jeder Hobbygärtner kennen.

Nach den Eisheiligen kann's im Garten so richtig losgehen...

Zumindest in unserer Gegend bezeichnet man die als Eisheilige die fünf Tage vom 11. bis zum 15. Mai, welche die Namen der heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius,  Bonifatius und Sophie tragen. Je nach Gegend können es aber auch ein oder zwei "Eismänner" oder "gestrenge Herren" weniger sein.

Hobbygärtner richten sich insofern nach den Eisheiligen, als dass sie keine wärmebedüftigen Pflanzen ins Freiland setzen bevor sie nicht vorbei sind. Bohnen etwa sät man gerne am 9. Mai, damit sie erst nach dem 15., der Kalten Sophie, ihre Köpfchen aus dem schützenden Erdreich strecken und mit den im Haus vorgezogenen Tomaten und Paprikapflanzen wartet man ebenfalls diesen Tag ab, bevor man sie in den Garten bringt.

Der Glaube, dass nach mildem Frühlings- oder gar Frühsommerwetter ausgerechnet und genau diese Tage noch einmal kalt werden, ist natürlich falsch. Auch wenn im Jahre 2003 es nach geradezu hochsommerlichen Wetter genau vom 11. bis zum 15. Mai noch einmal empfindlich kalt war und dann der extrem heiße und trockene Sommer einsetzte, an den sich wohl jeder noch erinnert.

Was aber tatsächlich dran ist an der Geschichte, ist, dass man bis Mitte Mai mit Nachtfrösten rechenen muss, auch wenn es vorher bereits sehr warm war. Sie müssen zwar nicht kommen, aber man ist einigermaßen auf der sicheren Seite wenn man mit den kälteempfindlichen Gemüsearten so lange wartet.

Natürlich kann sich kühles Wetter auch noch ein paar Tage über den 15. Mai hinausziehen, dann wartet man eben noch ein bisschen länger mit dem Auspflanzen. War man aber naseweis, wie das manche Gärtner zum Beispiel im erwähnten, extrem warmen ersten Maidrittel 2003 waren, kann es ein böses Erwachen geben: In den Gärten solcher voreiliger Leute sah man damals jede Menge mit Folie, Müll- und gelben Säcken notdürftig vor der unverhofft zurückgekehrten Kälte geschützte Tomatenpflanzen.

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5. Mai 2009 2 05 /05 /Mai /2009 09:41

Um den neunten Mai etwa sät man traditionell die Bohnen und zwar sowohl Stangen- als auch Buschbohnen. Das kommt daher, dass Bohnen frostempfindlich sind und um diese Zeit gesät, ihre Köpfchen erst nach den Eisheiligen aus dem Boden strecken, wenn es (hoffentlich) keine Fröste mehr gibt.

Dass Bohne nahrhaft und lecker sind, wusste wohl auch Annibale Carracci, als er seinen "Bohnenesser" malte.Die verschiedenen Bohnensorten sind auch dankbare, pflegeleichte Pflanzen für unseren Garten. Allerdings bedarf es oft eines kleinen Tricks um den Keimerfolg sicherzustellen

 Da Bohnen zwar ein relativ teures Gemüse sind, andererseits aber auch recht einfach anzubauen, sind sie ein dankbares Objekt für den Hobbygärtner. Allerdings gibt es dies und das, was man bei ihrem Anbau beachten sollte, damit die Bohnenzucht auch ein voller Erfolg wird.

Sag mir, wo die Bohnen sind...

 Problematisch bei den Bohnen ist vor allem, dass die Kerne sehr nahrhaft sind. Nachdem man sie in den Boden gesteckt hat, finden sie offenbar häufig noch bevor sie die Chance hatten, zu keimen, irgendwelche Liebhaber. Der frustrierte Hobbygärtner wartet dann vergeblich auf die Spitzen der Keimlinge und bis er die Hoffnung aufgibt und zur Nachsaat schreitet, ist wertwolle Vegetationszeit vergangen. Aber auch beim zweiten Mal ist der Erfolg nicht garantiert und möglicherweise hat so mancher die Bohnenproduktion so schon wieder aufgegeben, bevor sie noch angefangen hatte, weil er immer nur Kerne in den Boden steckte, jedoch nie eine Pflanze zu Gesicht bekommt.

Abhilfe: In Pikierschalen vorziehen

 Dagegen gibt es aber ein einfaches Mittel: Man sät die Bohnenkerne nicht direkt ins Beet aus, sondern zieht sich die Pflänzchen in Pikierschalen im sicheren Gewächshaus an. Dabei kann man einerseits dann sogar etwas früher sähen und nach den Eisheiligen bereits mit etwas größeren Pflänzchen ins Freie gehen, andererseits aber auch notfalls noch etwas warten, wenn es nach dem 15. Mai noch nicht gleich so recht warm werden will.

Um den Platz gut auszunutzen, setzt man immer mehrere Pflanzen, so ca. 9 bis 12,  rund um eine Stange. Als Stangen für Stangenbohnen kann man angespitze Dachlatten oder sonstige lange, dünne Hölzer verwenden, die man senkrecht in den Boden steckt oder schräg in Form von "Dächern" oder "Indianerzelten" zuammenstellt.

Die Abstände der Stangen zueinander sollten etwa 60 cm bertagen. Buschbohnen setzt oder säht man entweder in Horsten zu etwa sechs Pflanzen in Abständen von 40..50 cm oder in Reihen mit ca. 40 cm Abstand alle 5..8 cm. Das gilt für das Pflanzen genauso wie für die Saat. Egal ob man nun in die Pikierschale oder direkt in Beet säht, darf man die Samen nicht zu tief legen, nur etwa 2 cm, denn Bohnen "wollen die Glocken läuten hören".

Feindliche Schwestern

 Wenn man sowohl Busch- als auch Stangenbohnen pflanzen möchte, sollte man dies aber auf keinen Fall auf dem gleichen Beet tun. Die beiden Schwestern vertragen sich nämlich absolut nicht. Gut hingegen kommen beide Bohnenarten mit Tomaten aus. Es bietet sich daher an, unter dem Gerüst mit den Stangenbohnen Strauchtomaten zu pflanzen und die Buschbohnen zwischen die hohen Tomatenpflanzen zu setzen.

 

Update 25.05.09: Wie man mir mittlerweile gesagt hat, ist es nicht wirklich so, dass sich Stangen- und Buschbohnen nicht leiden könnten. Trotzdem sollte man sie nicht zusammen pflanzen, da man dann ja keine Mischkultur mit ihren Vorteilen hat und statt dessen die Nachteile einer Monokultur.  

 Sind die Bohnen erst einmal aus dem Boden, wachsen sie wie wild. Es ist nicht von ungefähr ausgerechnet eine Bohnenpflanze gewesen, an der Münchhausen angeblich zum Mond hinauf geklettert ist. Auch der Ertrag kann sich sehen lassen. von ein paar Quadratmetern Bohnen kann man einige Male leckere Bohnengerichte auf den Tisch bringen.

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19. Februar 2009 4 19 /02 /Februar /2009 20:50
Während bis vor kurzem noch das Gärtnern als spießig und etwas für alte Leute angesehen wurde, scheint es jetzt auf einmal trendy zu werden. Das hat Bloggerkollege Ralf aus Aachen herausgefunden.

Uns gefällt der Garten ja schon immer - aber jetzt liegt er auch wieder im Trend!

Wie Ralf berichtet gab es dieses Jahr auf der Konsummesse Ambiente ein besonders großes Angebot an Dingen, die mit dem Garten zu tun haben. Die Unternehmen haben nämlich entdeckt, dass sich die Menschen neuerdings wieder verstärkt für den Garten interessieren.

Vor dem Hintergrund der Sinnleere der "offiziellen" Freizeitangebote und dem ständigen, realen Kaufkraftverlust breiter Bevölkerungsschichten braucht man sich nicht zu wundern, wenn es immer mehr Leuten zu dumm wird und sie ganz einfach mal wieder etwas selbst in die Hand nehmen wollen. Für uns Selbstversorger ist das natürlich nichts neues; aber auch als Individualist freut man sich ja, wenn die eigene Ansicht auf einmal im Trend liegt.

Und übrigens: Ralfs Blog "Neulich im Garten" ist sehr zu empfehlen, gerade für Selbstversorger. Er befasst sich nämlich schwerpunktmäßig mit dem Nutzgarten. Also unbedingt reingucken!   


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2. Februar 2009 1 02 /02 /Februar /2009 17:54

Der Februar gehört oft noch komplett zum Winter und kann vor allem auch noch sehr kalt sein. Manchmal ist der Winter ja auch erst  Ende Januar so richtig gekommen: "An Fabian-Sebastian(20.01.), da fängt der rechte Winter an!" heißt es nicht umsonst. Trotzdem markiert dieser Monat für viele Gartenfreunde schon wieder den Beginn der neuen Gartensaison. Und in der Tat, es gibt einige Arbeiten, die man jetzt bereits in Angriff nehmen kann.

 Für viele Gartenfreunde kommt mit dem Februar bereits der Beginn der neuen Saison: Wenn auch noch nichts wächst, gibt es doch draußen und drinnen allerhand Vorbereitungsarbeiten, wie etwa das Vorziehen von Pflanzen

Nachsitzen für Faulpelze

 Wer im Herbst faul war, hat um diese Zeit eventuell noch einmal die Chance das Umgraben von Beeten nachzuholen, wenn er Glück hat und der Boden in einer warmen Phase tief genug auftaut. Mit noch etwas mehr Glück wird es auch noch einmal so kalt, dass die Schollen wieder richtig durchfrieren und der Gartenboden des säumigen Faulpelzes doch noch zu seiner Frostgare kommt. Auch düngen kann man jetzt notfalls noch, wenn man es im Herbst versäumt hat.

 

Kompost

 Aber das ist keine eigentliche Februar-Arbeit, sondern nachgeholte aus dem Herbst. Ein typische Arbeit für den Spätwinter und das zeitige Frühjahr ist - neben dem Planen der Bepflanzung (so man das tut und sich nicht später spontan entscheidet) - das Umsetzen des Komposthaufens. Ich persönlich gehe dabei folgendermaßen vor: In meinem Garten stehen zwei Komposthaufen, von denen einer aus dem letzten und der andere aus dem vorletzten Jahr stammt. Dem vom vorletzten Jahr geht es jetzt an den Kragen, sobald er einigermaßen aufgetaut ist. Er wird auseinander gerissen und durch ein Wurfsieb geschaufelt. Dann wird der vom letzen Jahr, an seine Stelle umgesetzt, wobei ich alle die Dinge hinzufüge, die aus dem vom vorletzten Jahr stammen und im Sieb hängen geblieben sind.

 An der Stelle des vorjährigen Komposthaufens fange ich dann an, den neuen aufzusetzen. Wenn man jetzt seinen Weihnachtsbaum "schlachtet", kann man die Zweige als Belüftung gleich unten in den neuen Kompost legen, zusammen mit dem Gehölzschnitt, der ja bei den meisten auch um diese Zeit anfällt. Wie man Obstbäume schneidet, steht übrigens in einem früheren Blogeintrag.

Zwei Komposthaufen, einer, der aktuell beschickt wird und ein vorjähriger, der richtig durchrottet, sorgen für gut ausgereiften Kompost

Gehölze

Außerdem kann man jetzt Baumstämme von loser Rinde und Bork befreien und diese verbrennen oder vergraben um die Bäume von Parasiten zu befreien. Auch Stammanstriche zum Schutz gegen Sonnenbrand werden jetzt vorgenommen. Wer später im Frühling Bäume veredeln will, sollte spätestens jetzt die Reiser dazu schneiden und kühl aufbewahren. Auch für Neupflanzungen von Gehölzen ist jetzt die richtige Zeit.

Vorziehen von Gemüse

 Hat man seine Peperoni bereit Ende Dezember oder Anfang Januar gesät, ist es jetzt wahrscheinlich Zeit, sie zu vereinzeln. Auch verschiedene andere Gemüsesorten kann man jetzt schon im Haus vorziehen, vor allem robuste, mit denen man bereits Ende Februar, Anfang März ins Freiland kann. Viele sehen aber auch Mariä Lichtmess als den traditionellen Termin zum Säen von Tomaten an. Dabei geht man im Prinzip genaus vor, wie ich es im Artikel über das Säen von Peperoni beschrieben habe; Auch über das Vereinzeln der Peperoni (gilt auch für die Tomaten) kann man dort einiges nachlesen. Dort steht auch, wie man mit diese vereinzelt, was ja wie gesagt um diese Zeit erfolgt und später auch bei den Tomaten dran ist.

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