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  • : Blog von Volker Wollny
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  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

8. Februar 2015 7 08 /02 /Februar /2015 17:34

Autonom fahrende Autos gehören wie künstliche Intelligenz und das alltagstaugliche Elektroauto zu den Dingen, die, solange ich denken kann, "demnächst kommen werden". Derzeit tut sich jedoch einiges auf dem Gebiet der automatisch fahrenden Autos. Was aber sind die Probleme, welche die Steuerung eines solchen Fahrzeuges bewältigen muss?  

     Schienenfahrzeuge, die autonom fahren, sind technisch schon lange kein Problem mehr und haben den Vorteil, dass bei Fehlfunktionen mit einer ganz einfachen Vollbremsung die Sicherheit auf einfache Weise hergestellt werden kann. Bei einem Straßenfahrzeug hingegen muss eine Vollbremsung intelligent gesteuert werden, damit es nicht ausbricht. Deswegen haben ja Bahnen schon seit undenklichen Zeiten eine Notbremse, die von jedermann zu jeder Zeit betätigt werden kann, Busse hingegen nicht. Automatische Vollbremsung als Strategie zur Herstellung der Sicherheit nach Steuerungsausfall funktioniert auch bei schienenlosen Fahrzeugen, solange sie langsam fahren - das sieht man ein einwandfrei funktionierenden fahrerlosen Transportsystemen in Fabriken.

   Beim autonomen Auto kommt zum Problem des Stillsetzens auch aus höheren Geschwindigkeiten bei Steuerungsfehler noch das der Spurführung und der Reaktion auf Hindernisse hinzu. Funktioniert alles ebenfalls bereits prima - wenn ein Mensch hinter dem Lenkrad sitzt, der in den zwar immer seltener werdenden, aber eben immer noch auftretenden Fällen von Fehlfunktionen eingreift.

Erste alltagstaugliche Anwendungen

   Von dem Ziel, dass man sich in München ins Auto setzt, ein Adresse in Hamburg als Ziel angibt und sich zurücklehnt bis man da ist, sind wir noch weit entfernt, obwohl das Finden von Adressen, auch in weit entfernten Städten, das Anfahren von Grob- und Feinzielen also, mit der heutigen Navitechnik im Prinzip gelöst ist. Auch die Reaktion auf Verkehrssituationen funktioniert bereits recht gut. Bereits vor Jahren bauten italienische Studenten mit einfachen Mitteln - einem normaler PKW und ein oder zwei PCs nebst Videokamera - ein Auto, das seinem Weg alleine fand. Allerdings musste doch immer jemand hinter dem Lenkrad sitzen, um die dann und wann auftretenden Fehler auszugleichen.

   Kurz: Autonomes Fahrne funktioniert, jedoch muss man es überwachen. Dadurch ist es vorest nicht mehr als eine technische Spielerei: "Guck mal, mein Auto fährt von ganz alleine!". Im Schwabenland wurde man zu diesem bisherigen Stand der Technik des autonomen Fahren sagen: "Des isch nix kennt!" (Zu Deutsch: "Das ist nichts gekonnt!")

  Allerdings gibt es Anwendungen bei denen der bisherige Stand der Technik beim autonomen Fahren bereits mit einem echten Alltagsnutzen eingesetzt werden kann. Wenn man  beispielsweise das Einparken automatisiert, nimmt man dem Fahrer nerviges Gekurbele am Lenkrad ab, so dass ihm ein echter Nutzen entsteht, auch wenn er während des automatisierten Einparkvorgangs aufpassen und notfalls eingreifen muss. Auch ein automatischer Stopp, der ausgelöst wird, wenn irgendwelche Ungereimtheiten erkannt werden, ist bei der niedrigen Geschwindigkeit beim Einparken problemlos.

    Das gleiche gilt auch für das automatisierte Nachziehen des Autos in Stop- and Go-Situationen wie etwa im Autobahnstau an einer Baustelle. man sitzt hierbei ja sowieso im Auto und kann notfalls eingreifen, aber wenn das Anfahren und Anhalten automatisch ableife, wäre dies wiederum eine Entlastung von einer nervigen Tätigkeit.

    Auch Müllwagen könnte man ohne größere Probleme automatisiert von einem Haus zum anderen Fahren lassen. Da es auch schon automatische Handhaber für Mülltonnen gibt, müsste der Fahrer während des Mülltonnenleerens lediglich aufpassen und notfalls stoppen und nur noch beim Anfahren des Zielgebietes und auf dem Weg zur Entladungsstelle selbst fahren.

    Auch bei der Postzustellung wären automatisierte Fahrzeuge hilfreich: Der Behälter mit der Post steht im offenen Kofferaum und der Postbote lässt das Fahrzeug z.B. mit einer Fernbedienung jeweils zum nächsten Haus weiterfahren, wenn er die Briefkästen des einen versorgt hat. Interessant wäre hier auch ein Hybrid- oder Elektroauto, welches während des Postzustllens nicht vor sich hin pesten und grummeln würde. Da die Kilometerzahl pro Arbeitstag gering ist und die Fahrten planbar sind, wäre hier ein Elektroantrieb durchaus sinnvoll.

Autonomes Fahren in alten Zeiten

  Allerdings braucht man für autonome Fahrzeuge noch nicht einmal moderne Technik: Pferde, Esel und Ochsen lernen ohne weiteres, mit einem Müll-, Bier- oder Milchwagen an bestimmten Stellen anzuhalten, sowohl auf Zuruf als auch von ganz alleine, wenn die Haltepunkte immer die gleichen sind. Dass man beim Kutschieren - zumindest, wenn nicht starker Verkehr ständige Aufmerksamkeit verlangt - nicht in jeder Sekunde auf den Wetg achten muss, sondern auch mal spazierengucken kann, dürfte sowieso klar sein. Giovanni Guareschi erzählt von den Kieskutschern in der Emilia-Romagna, die oben auf ihren Kiesladungen schlafen konnten, weil ihre Zugtiere den Weg genau kannten und ihn auch ohne menschliche Leitung unbeirrt zurücklegten. Das Tier eines ganz besonders versoffenen Kieskutschers soll sogar selbständig vor jeder Kneipe gehalten haben.

  Wer mit Pferden zu tun hat, weiß, dass diese auch jederzeit zu ihrem Stall zurückfinden. Meine Mutter erzählte mir, was sie selbst noch in ihrer Kindheit und Jugend erlebt hatte: Wenn die Bauern sich im Dorfgasthaus sorichtig betrunken hatten, brauchte der Wirt sie lediglich in ihre Kutschen zu bugsieren. Die Pferde gingen dann selbständig nachhause, wo die Herren dann von Familie oder Gesinde ins Bett verfrachtet werden konnten.

  Der Traum eines jeden Kraftfahrers, der gerne einmal einen hebt. Und es interessant, wieviel menschengerechter die Technik alter Zeiten oft war. Es wird aber wohl noch eine ganze Weile dauern, bis autonome Kraftfahrzeuge solche Dinge auch werden leisten können...               

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Published by Fokko - in Auto
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8. Februar 2015 7 08 /02 /Februar /2015 17:27

Im Herbst wird immer gefragt, wie wohl der kommende Winter werde. Es gibt da ein paar grobe Regeln, die oft zutreffen, wie etwa die vom feuchtwarmen September, dem ein milder und der vom "milden und feinen" Oktober, dem ein strenger Winter folgen soll. Oft jedoch fehlen solche deutlichen Signale und es lässt sich wenig sagen. Ist der Winter aber erst einmal im Gange, kann man zunehmend mehr über seinen weiteren Verlauf sagen.

Winter20142015

Neulich geknipts: Unser Gäu im Winterkleid

 "Wenn bis Dreikönig kommt kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter" scheint zum Beispiel eine Regel zu sein, mit der man ab Weihnachten (mitthilfe der 16-Tage-Voraussage) so langsam abschätzen kann, was aus dem Winter noch werden will. Man kann nach meinem Dafürhalten diesen Spruch nämlich dahingehend verallgemeinern, dass die Wintereinbrüche bis Dreikönig eine Art Vorschau auf den Rest des Winters sind, also nicht nur zeigen ob ein Winter kommt, sonder auch, wie er etwa wird.

  Dieses Jahr etwa hatten wir lediglich einen kleinen Wintereinbruch an Weihnachten, dem der derzeit stattfindende "Miniwinter" entspricht, dessen etwas mehr als nur leichtem Schneefall, von unserern "Qualitätsmedien" auch gleich wieder das Prädikat "Schneechaos" verliehen wurde. Dieser 2014/2015er Winter, als den ich die derzeitige Periode ansehe, kam dann zwar etwas verzögert, aber doch einigermaßen "programmgemäß" nach Fabian-Sebastian, wo bekanntlich der "rechte Winter" anfangen soll. Vielmehr wird da meiner Ansicht nach aber auch nicht kommen.

Und wie sah es in der Vergangenheit aus?

  Der recht knackige Winter 2004/2005 wiederum, der allerdings gegen Mitte Februar und damit recht spät kam, hatte sich mit zwei ordentlichen Vorwarnungen vor Weihnachten und zwischen den Jahren "vorschriftsmäßig" vor Dreikönig angekündigt. Der hinten hinaus ähnlich hartnäckige, jedoch weit früher einegbrochene darauf folgende Winter hatte mit Schnee und Kälte bereits vor Weihnachten begonnen sich aufzubauen. In beiden Fällen jedoch waren eben vor Dreikönig die "verlangten Vorwarnungen" dagewesen. Das gilt auch für 2001/2002, dem ersten "richtigen" Winter, den wir seit den 80ern wieder hier bei uns erlebten.

  Gar zu frühe Warnschüsse des Winters weisen jedoch auf ein Ausfallen desselben hin: "Wenn's Eis voor Martini a Gooß trait, hat d'r Went'r verlammat", heißt es, zu Deutsch: "Wenn das Eis vor Martini eine Gans trägt, hat der Winter verlammt" (analog zu "verkalbt"), ist also sozusagen eine Fehlgeburt. Beispiele dafür waren 1988, 1992 und 1999, als nach Schnee und Frost im November bzw. schon im Oktober praktisch gar kein Winter mehr kam. Ein Gegenbeispiel allerdings war 2012/2013, mit seinem winterlichen Oktober, dem ein  (für unsere Klimaverhältnisse hier am Rande der und auf  der Ostalb) durchaus "richtiger" Winter folgte. Der war ellerdings nach seinem frühen Einbrauch auch gar nicht mehr wirklich gegangen.

Was kommt wohl noch?

   Beispiele dafür, dass gar kein Winter vor Dreikönig bedeutet, dass auch keiner mehr danach kommt, waren etwa der vergangene und der Winter 2006/2007 sowie auch 1987/1988. Wie bereits gesagt, lässt nach dieser Regel auch der diesjährige Winter nicht mehr viel erwarten. Was es allerdings durchaus noch geben kann, sind heftige Schneefälle, deren weiße Pracht aber schnell wieder wegtaut, wie das im Februar 1988 extrem geschehen ist oder leichter, aber hartnäckiger Frost im März, der eine eventuell vorhandene, eklig an- und stellenweise auch schon weggetaute Schneelage eine (vor allem gefühlt) länger Zeit nicht vollständig abtauen lässt wie es das am Ende des einen oder anderen "Nichtwinters" zwischen der zweiten Hälfte der 80er und 2001 das eine oder andere Mal gab.

Insgesamt jedoch ist vom Winter 2014/2015 im Grunde nichts mehr zu erwarten.                    

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14. Dezember 2014 7 14 /12 /Dezember /2014 07:59

Diese Meldung habe ich gerade bekommen, als ich die Hilfe zum NotheWorthy Composer aufrufen wollte:

"Warum kann ich keine Hilfe von diesem Programm erhalten?

Die Hilfe für dieses Programm wurde im Windows-Hilfeformat erstellt. Dieses Format hängt von einem Feature ab, das in dieser Version von Windows nicht enthalten ist. Sie können jedoch ein Programm herunterladen, mit dem Sie die im Windows-Hilfeformat erstellte Hilfe anzeigen können."
 
Toll! Mal wieder echt Microsoft. Das heißt also in etwa: "Die Hilfetexte sind für Windows, aber Windows kann sie halt doch nicht anzeigen."
Geht's noch dümmer? O.K., mein NoteWorthy wurde für eine ältere Version von Windows geschrieben, läuft aber auch auf Win 7. Das nennt man "Abwärtskompatibilität". Warum geht das nicht auch bei den Hilfetexten? 

 

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6. November 2014 4 06 /11 /November /2014 21:31

Ich bin ja sonst kein Freund der politisch korrekten Online-Postille "SPON", aber der Meinungsartikel von Jakob Augstein über den Lokführerstreik und das widerliche Gegeifere dagegen bringt es für mich auf den Punkt: Tatsächlich hat ein Großteil der Werktätigen in diesem Lande eine servile Sklavenmentalität entwickelt, kriecht den Geldsäcken in den Arsch und hetzt auf widerliche Weise gegen diejenigen, die noch das Rückgrat haben, ihre Interessen zu verteidigen.

Leider muss man sagen, dass diese Art Menschen es genaugenommen nicht anders verdient hat, als bis aufs Blut ausgebeutet und mit Brosamen abgespeist zu werden. Wer sich nicht wehrt, lebt bekanntlich verkehrt. Schon Jack London bezeichnete den Streikbrecher als die widerlichste Existenzform, die es gibt.

Leider jedoch macht diese Mentalität eines Großteils der Werktätigen, es dem aufrechten Rest noch schwerer, für sein Rechte einzustehen. :-(

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26. Oktober 2014 7 26 /10 /Oktober /2014 22:46

Heute zufällig im Netz gefundene Weisheit eines unbekannten Dichters:

Immer wieder geht die Sonne auf und nieder.

Immer weicht die Nacht dem Licht.

Alles sieht man einmal wieder,

Nur verborgtes Werkzeug nicht.

Tja, wer hat diese Erfahrung noch nicht gemacht? 

 

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Published by Fokko - in Humor
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23. Oktober 2014 4 23 /10 /Oktober /2014 23:07

Unglaublich, aber wahr: Schon eine kleine Menge Alkohol kann den Jagdschein kosten, wenn man anschließend von seiner Jagdwaffe Gebrauch macht. Zufällig fand ich gerade auf der Nachrichtenseite von T-Online diesen Bericht.

  Tatsächlich verlor ein Waidgenossen seine Zuverlässigkeit, weil er einen Blutalkoholgehalt hatte, mit dem man noch Auto fahren darf. Die Schikanen des Staates gegen uns Jäger und andere Waffenbesitzer nehmen immer groteskere Formen an.

  Die Frage muss erlaubt sein, ob es hier wirklich um die Sicherheit bei der Jagd ging, oder ob eine willkommene Gelegenheit genutzt wurde, im Sinne des so genannten Behördenkonsens "so wenig Waffen wie möglich im Volk" zu handeln und einen weiteren Bürger zu entwaffnen. Widerlich auch die servile Anbiederung des zitierten Sprechers des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, ganz abgesehen davon, dass ein Verband seinen Mitgliedern nichts vorzuschreiben hat.   

  Symptomatisch für die unterwürfige Haltung der „Qualitätsmedien" zur hohen Obrigkeit ist auch die folgende Formulierung in dem verlinkten Artikel: “… weil er betrunken zur Jagd ging.“ Mit 0,47 Promille darf man sogar noch Auto fahren, kann also nicht betrunken sein. Ob sich der systemhörige Schreiberling überlegt hat, was er da zusammengeschrieben hat? Und natürlich ist auch wieder vom „Waffenschein“ die Rede, das übliche Anzeichen dafür, dass der Schreiberling nicht die geringste Ahnung von dem hat, über das er da schreibt.  

  Bevor nun Jagd- und Waffengegner hämisch anfangen zu kichern, sollten sich überlegen, dass der staatliche Wahn, möglichst wenig Waffen in Bürgerhand zuzulassen, nur eine Facette des Trends zum Überwachungs- und Gängelstaat ist. Betroffen sind nicht nur wir, sondern alle Bürger. Auch diejenigen, welche das Vorgehen des Staates bis jetzt noch gutheißen, weil sie ja noch nicht selbst betroffen sind. 

 Wenn die Masse aufwacht – wenn sie das überhaupt jemals tut – wird es zu spät sein.

Update 15.11.14: 

Auf den Kommentar von Berlinger hin habe mir das Urteil auch ergockelt und gesehen, dass hier der Schreiberling von T-Online Blut- und Atemalkoholkonzentration durcheinander gebracht hat, so wie er - nach bestem Brauch der Zeitungsschmierer - von einem Waffenschein faselt, wo es um eine Waffenbesitzkarte geht.

Naja, auch ich muss mich an die eigene Nase fassen: Solche Dinge sollte man immer an der Quelle recherchieren.  

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5. Oktober 2014 7 05 /10 /Oktober /2014 10:10

2011 schafften die Grünen, was ihnen noch kurz zuvor keiner zugetraut hätte: Mit einem erdrutschartigen Wahlsieg hievten Sie einen der ihren auf den Ministerpräsidentensessel in Stuttgart, den seit 1953 kein anderes als immer nur ein tiefschwarzes Gesäß innegehabt hatte. Wie seinerzeit schon befürchtet, wurde daraus ein Problem für die Jagd im Ländle.

Auf der Habenseite muss man den Ex-Turnschuhträgern ja verbuchen, dass sie immerhin die Studiengebühren im Land abgeschafft haben. In dem Punkt jedoch, dem sie Ihren historischen Wahlsieg verdanken, haben sie kläglich versagt. Und zwar schuldhaft.

Bei Stuttgart 21 grandios versagt

Zwar hätte es noch nicht einmal des antidemokratischen Tricks des so genannten Quorums bedurft, um die Volksabstimmung gegen Stuttgart 21 scheitern zu lassen. Der CDU war es mit erheblichem Druck, den sie über kommunale Amtsträger aus ihren Reihen auf autoritätsgläubige Bürger ausüben ließ, gelungen, eine Mehrheit gegen den Stopp der Jahrtausend-Idiotie am Stuttgarter Hauptbahnhof zu mobilisieren. Trotzdem zeigte die Volksabstimmung, dass die durch geplante Immobiliengeschäfte motivierte Zerstörung der Funktionsfähigkeit des Stuttgarter Hauptbahnhofes von einem erheblichen Teil der Bevölkerung abgelehnt wurde.

Hätten Kretschmann und Konsorten den Stopp von Stuttgart 21 ernsthaft gewollt, hätten sie mit Hinweis auf diesen Umstand bewirken können, dass das Projekt „auf den Prüfstand gekommen“ wäre – was in der Realität natürlich einen Stopp auf unbestimmte Zeit und damit die Verhinderung bedeutet hätte. Wie es jedoch mittlerweile auch bei den Grünen schon seit längerer Zeit der Brauch ist, handelten Kretschmann und seine Leute nicht im Interesse der Menschen, die sie gewählt hatten, sondern wie alle Politiker etablierter Parteien im Sinne derer, welche das Geld haben. Wäre der Stopp von Stuttgart 21 im Sinne der Regierung und der Drahtzieher hinter ihnen gewesen, wäre er auf die beschriebene oder ähnliche Art und Weise auch gegen die Volksabstimmung durchgeführt worden.

Schnell noch an der Abschaffung der Jagd weiterbasteln...

Sei es, um sich in der aller Wahrscheinlichkeit nach nur einen Legislaturperiode, die ihnen in Stuttgart zur Verfügung steht, ein Denkmal zu setzen, sei es, um die Scharte mit der nicht stattgefunden habenden Verhinderung von Stuttgart 21 wenigstens zu einem Teil auszuwetzen, auf jeden Fall aber aus Prinzip, basteln die grünen Gutmenschen in der Landeshauptstadt nun an einem ihrer Lieblingsprojekte: der Abschaffung der Jagd.

Natürlich kommen die Grünen nach dem Brauch aller realistischen Jagdabschaffenwoller nicht offen als Jagdgegner, sondern als Jagdkritiker daher. Dazu will man am Jagdgesetz herumpfuschen, weil angeblich die Jagd auf eine zeitgemäße Grundlage gestellt werden müsse. Das ist die übliche Taktik der Jagdabschaffenwoller mit Bezug zur Realität: Ihnen ist klar, dass, anders als von den erklärten Jagdgegnern behauptet, keine Mehrheit in der Bevölkerung für die Abschaffung der Jagd existiert. Daher betreiben Sie eine Salamitaktik, bei der mit Scheinargumenten immer wieder Änderungen am Jagdrecht durchgesetzt werden, die in aller Regel Einschränkungen darstellen, indem etwa Wildarten ganzjährig geschont oder ganz aus dem Jagdrecht genommen werden oder Jagdmethoden erschwert oder ganz verboten werden.

Öko-Förster werden dumm aus der Wäsche schauen

Willfährige Helfer dieser als Jagdkritiker getarnten Jagdgegner sind die Öko-Jäger. Unter ihnen befinden sich jede Menge Förster neuzeitlicher Observanz, welche unter Waldpflege vor allem das gnadenlose Meucheln von Schalenwild verstehen. Sie sind oft auch gegen die Bejagung von Prädatoren und finden hier Berührungsflächen mit den als Jagdkritikern getarnten Jagdabschaffenwollern, die Ihnen wiederum vorerst Zugeständnisse machen, indem an der Bejagung des Schalenwildes vorerst nicht gesägt wird. Die Öko-Förster werden sich aber umschauen, wenn ihre derzeitigen scheinbaren Partner am Ziel ihrer Wünsche angelangt sind: Dann nämlich werden sie Reh- und Rotwild mit der Fliegenklatsche von ihren Bäumen verscheuchen dürfen oder aber – wie allen Ernstes von Jagdabschaffenwollern schon vorgeschlagen – durch Gabe von empfängnisverhütenden Mitteln dezimieren.

Was sagen die harten Fakten? 

Überhaupt ist die Rettung des Waldes bei nur etwas näherem Hinsehen eines der fadenscheinigen Argumente, Jagdrecht ändern zu wollen. Dem geht es nämlich recht gut. Der Löwenanteil des Waldes befindet sich im Besitz von Staat, Körperschaften und Großprivatwaldbesitzern. Das bedeutet, dass dort von Förstern entsprechend der Belange des Waldbaus gejagt wird. Großprivatwaldbesitzer betreiben schon seit langem naturnahen Waldbau und auch der Forstfiskus hat eingesehen, dass dies die überlegene Form der Forstwirtschaft ist und betreibt den Waldumbau hin zum naturnahen Wald.

Die Grünen argumentieren nun, das hohe Schalenwildbestände durch Verbiss den Artenreichtum des Waldes gefährdeten. Dass – zumindest, wenn das Großraubwild fehlt – auch im naturnahen Wald fleißig auf Schalenwild geschossen werden muss, soll nicht abgestritten werden. Das jedoch wird bereits getan und steht durchaus auf dem Grund der bestehenden Jagdgesetze. Im Endeffekt entscheiden schon immer die Waldbesitzer, wie viel in ihr Wald geschossen wird. Wozu also eine Änderung des Jagdgesetzes?

Im Kleinprivatwald wird auch heute noch zumindest teilweise konventioneller Waldbau betrieben. In Fichtenmonokulturen jedoch ist ökologisch sowieso Hopfen und Malz verloren. Ob hier nun das bisschen Rehwild, das sich dort halten kann, ein wenig über den Winter gefüttert wird, spielt keine Rolle. Mit dem Waldumbau im Staatswald und sonstigen vom Staat beförsterten Wäldern entsteht derzeit genügend ökologisch wertvoller Wald, um das Überleben heimischer Arten zu gewährleisten, sofern dies mit der Gestaltung des Waldes erreicht werden kann.

Versehentlich die Maske fallen gelassen

Es war schon immer aufschlussreich, zwischen den Zeilen zu lesen. Zum Beispiel ist es interessant, sich die Bedeutung folgender Aussage einmal genau zu überlegen: "Ich bin der Überzeugung, dass der jetzt vorliegende Gesetzentwurf die notwendigen Fortschritte im Tier- und Naturschutz bringt, praxistauglich umsetzbar und fachlich geboten ist", sagte Forstminister Alexander Bonde (Grüne) und zwar zu dem derzeitigen Entwurf, bei dem man gegenüber dem ursprünglichen gewaltig zurück gerudert hat. Damit gibt er aber implizit zu, vorher Dinge verlangt zu haben, die nicht notwendig waren. Wenn nämlich das jetzt verlangte vollkommen ausreichend ist, bedeutet das, dass der ursprüngliche Entwurf gewaltig überzogen gewesen sein muss - also nicht sachdienliche Regelungen enthalten hat, die natürlich lediglich ideologisch motiviert und als Schikane gegenüber den Jägern gedacht waren - also weitere Salamischeibchen auf dem Weg zur Abschaffung der Jagd.

Gleichzeitig zeigt die Tatsache dass die Bambis streichelnden Gutmenschen mit ihren utopischen Forderungen bereits zurückgewichen sind, dass es sich lohnt, sich auf die Hinterbeine zu stellen. Auch die jetzt noch übrigen Änderungen, die nach dem Willen von Grünen und Sozis um jeden Preis durchgesetzt werden sollen, sind nicht nur unnötig sondern schädlich. Daher bleibt es dabei: Finger weg vom baden-württembergischen Jagdgesetz!

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3. September 2014 3 03 /09 /September /2014 19:39

Wenn man auf „jungfräulichem“ Boden einen Garten anlegen möchte, steht am Anfang das Umgraben. Nicht umsonst ist dies auch in einem bestehenden Garten eine Herbstarbeit. Daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Boden neu in die gärtnerische Nutzung zu nehmen.

Sommergarten003

 Wenn es nächsten Sommer so aussehen soll, kann man schon jetzt etwas dafür tun

Wer mit dem Gärtnern anfängt und keinen bestehenden Garten übernehmen kann, muss von Grund auf mit der Neuanlage eines Gartens beginnen. Eigenheimbesitzer werden dafür in aller Regel Rasenfläche opfern, die nicht die schlechteste Grundlage ist, um daraus Gartenboden zu machen. Mit Gras bewachsener Boden besitzt in der Regel bereits eine Humusschicht, die man verhältnismäßig leicht zu Gartenboden verbessern kann. Bei anderen Untergründen, wie etwa einer geschotterten Hoffläche, wird man gegebenenfalls die oberste Schicht abtragen und durch angefahrenen Humus ersetzen müssen. Solche Flächen kann man dann, gegebenenfalls nach dem Einarbeiten von Kompost, um den Boden zu verbessern, direkt bepflanzen.

 

Warum man einen Garten im Herbst anlegt

Auf diese Weise kannst Du einen Garten auch im Frühjahr anlegen. Im Prinzip geht das auch beim Umgraben von Rasen, aber es macht mehr Arbeit, als wenn Du bereits im Herbst umgräbst. Es hat nämlich seinen Grund, warum auch in einem bereits bestehenden Garten im Herbst umgegraben wird und nicht erst im Frühjahr: Beim Umgraben entstehen ja zunächst grobe Schollen. Diese muss man dann mit Hacke oder Kreil zerkrümeln. Gräbt man jedoch bereits im Herbst um, übernimmt diese Arbeit über den Winter der Frost. Den Zustand, den ein bereits im Herbst umgegrabener Gartenboden im Frühjahr hat, bezeichnet man als Frostgare. Wenn man auf einem solchen Boden seine Beete herrichtet, braucht man lediglich noch gegebenenfalls Kompost einzuarbeiten, ein wenig mit der Hacke aufzulockern und die Oberfläche mit dem Rechen zu ebnen.

Wenn Du also ein Stück Rasen ab nächstes Jahr als Gartenland bewirtschaften willst, ist es keine schlechte Idee, es bereits jetzt umzugraben. Im bereits bestehenden Garten wird man das meist etwas später tun, weil ein Gärtner mit einem guten Timing um diese Zeit noch Pflanzen auf den Beeten hat, um die Vegetationsperiode voll auszunutzen. Da auf Deinem angehenden Gartenland aber erst nächstes Jahr etwas wachsen wird, kannst Du das Umgraben auch schon im Frühherbst erledigen.

 

Mist und Kompost

Besonders empfiehlt sich das, wenn Du Deinen angehenden Gartenboden gleich mit Mist verbessern willst. Der hat dann bis zum Frost länger Zeit zu verrotten, also gar zu werden. Die meisten Pflanzen vertragen nämlich keinen frischen Mist, da dieser zu scharf ist. Daher solltest Du auch den Mist, den Du eventuell im Frühjahr zum Düngen verwenden willst, bereits jetzt beschaffen und bis dahin in einem Haufen lagern. Mit etwas Glück ist bis zum nächsten Frühjahr daraus ein brauchbarer Kompost geworden.

In der ersten Zeit mangelt es in einem neuen Garten in aller Regel an Kompost. Lege daher auch jetzt schon einen Komposthaufen an und füttere ihn konsequent mit sämtlichem Biomüll, der in Deinem Haushalt anfällt. Wenn Du einen Schnellkomposter verwendest, kannst Du mit etwas Glück bis zum Frühjahr bereits einigen Kompost haben. Wenn Deine Nachbarn Gartenabfälle in die Gartenabfall-Abfuhr geben wollen, scheue Dich nicht, diese zu schnorren. Wer seine Gartenabfälle entsorgen lässt, zeigt, dass er den Stoffkreislauf der Natur nicht verstanden hat. Darin stecken nämlich Mineralien und dergleichen, welche die Pflanzen, von denen die Gartenabfälle stammen, den Gartenboden entzogen haben. Mit anderen Worten: Mit den Gartenabfällen wirft man seinen Mutterboden weg und muss ihn irgendwann für teuer Geld in Form von Kompost vom Kompostwerk zurückkaufen.

Daher gehören Gartenabfälle grundsätzlich in den Kompost, es sei denn, es handelt sich dabei um „infektiöses Material“, wie etwa Schnittgut von kranken Bäumen oder Pflanzen die an irgendwelchen Krankheiten eingegangen sind. Da wir aber auch über die Früchte, die wir ernten, dem Garten Biomasse entnehmen, ist es kein Fehler, alles kompostierbare, dessen Du habhaft werden kannst, in Deinem Garten zu schleppen und zu kompostieren. Gerade in den Anfangszeiten eines neu angelegten Gartens ist dies wichtig, denn ein solcher leidet praktisch immer unter Mangel an Humus. Mehr über Kompost steht in diesem Artikel auf Suite101.

 

Die Technik des Umgrabens

Wie man ein Beet umgräbt weiß wohl jeder: Man fängt in einer Ecke an, hebt mit dem Spaten eine Scholle aus der Erde, dreht sie um, sticht daneben wieder ein und dreht die nächste Scholle um, bis man eine Reihe umgedrehter Schollen quer über das Beet hat. Dann kommt die nächste Reihe dran, dann die nächste, so lange bis das ganze Bild aus lauter umgedrehten Schollen besteht. Wenn Du Mist in Deinen Boden einarbeiten möchtest, streust Du ihn vorher aus, so dass er beim Umdrehen der Schollen mit nach unten gelangt.

Dieses „einen Spatenstich die umgraben“ ist in einem bereits bestehenden Garten in aller Regel vollkommen ausreichend. Notfalls kann man es auch bei der Neuanlage eines Gartens dabei bewenden lassen. Wenn der Boden sehr dicht ist, ist es jedoch für besser, beim Neuanlegen eines Beetes zwei oder gar drei Spatenstiche tief umzugraben, zu holländern oder zur rigolen, wie man sagt. Wie diese beiden Techniken und auch das einfache Umgraben funktionieren, ist in diesem Dokument sehr gut dargestellt. Wenn Du beim Holländern und Rigolen Mist einbringen willst, kannst Du ihn jeweils immer vor der letzten Schicht Erde in Deine Furche geben.

Und wie geht es weiter?

Wenn Du Deinen neu anzulegenden Garten umgegraben und wenn möglich auch schon einen Komposthaufen angelegt hast, kannst Du die Winterabende nutzen, um zu planen, was Du alles anbauen willst. Besorge Dir in der Bücherei ein paar gute Gartenbücher. Mir hat besonders gut „Selbstversorgung aus dem Garten“ von John Seymour gefallen. Das wichtigste, was Du zu Beginn wissen musst, findest Du in meinem kleinen eBook „Gärtnern für Alle“. Und wenn Du Dir ganz schnell einen Überblick verschaffen willst, solltest Du Dir diese Seite ansehen, auf der die allerwichtigsten Informationen für einen angehenden Gärtner kompakt dargestellt sind. Auf der Website sind auch noch Seiten zu anderen Gartenthemen zu finden, so dass sich ein Besuch allemal lohnt.











 

 

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Published by Fokko - in Garten
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5. Juli 2014 6 05 /07 /Juli /2014 14:48

Zigarren und Jagen sind Dinge, die echten Männern gefallen. Ich habe darüber ein Artikelchen unter dem Titel "Etwas für Männer: Zigarre und Jagd" in meinem Cigarren-Journal veröffentlicht.

Mir ist natürlich klar, dass nicht jeder Jäger meine Thesen dazu unterstützt. Wer darüber diskutieren will, kann das gerne hier mit der Kommentarfunktion tun. Dass man mir gerne auch widersprechen darf, muss ich hoffentlich nicht extra sagen....

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3. Juli 2014 4 03 /07 /Juli /2014 14:39

Wir Raucher sind ja in Deutschland bereits eine verfolgte Minderheit. Daher war ich erstaunt, dass das in Österreich noch etwas anders ist und habe die betreffende DPA-Geschichte natürlich gleich in meinem Cigarren-Journal veröffentlicht.

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Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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