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Monday, 21. april 2014 1 21 /04 /Apr. /2014 00:00

Jeder kennt das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Andersen. Man wird ja auch unwillkürlich daran erinnert, wenn man all diese Dinge liest und hört, die von Politikern und etablierten Medien derart in einem Brustton der Überzeugung vorgetragen werden, dass man sich in der Tat fragt, ob diese Leute nicht womöglich tatsächlich glauben, was sie da daher reden.

Aber woran sieht man eigentlich, dass es sich bei dieser Story um ein Märchen handelt, ja unbedingt handeln muss? Nun, die Antwort ist einfach...

Die Geschichte ist ja – zumindest in ihren groben Zügen – allgemein bekannt: Es geht um zwei Ganoven, die dem Kaiser angeblich wunderschöne Kleider weben und nähen, die allerdings niemand sehen könne, „der für sein Amtes nicht tauge oder unverzeihlich dumm“ sei. Tatsächlich scheint das ganze auch zu funktionieren, denn, als der Kaiser sich vermeintlich in seinen neuen Kleidern, tatsächlich jedoch pudelnackt dem Folge präsentiert, will natürlich keiner zugeben, dass er ganz offensichtlich entweder für sein Amt nichts taugt oder aber unverzeihlich dumm ist.

Wie und warum das Ganze dann ausgeht ist vielleicht weniger bekannt: Schließlich sagt ein Kind „Aber er hat ja gar nichts an!“ und tatsächlich geht es zumindest dem Volk dann auf, dass der Kaiser nackend ist und auch der Kaiser selbst bemerkt den Betrug, als das ganze Volk ruft: "Aber er hat ja gar nichts an!"

Und genau daran sehen wir, dass es sich um eine erfundene Geschichte handeln muss: Wenn in der Realität nicht nur ein, sondern sogar eine ganze Anzahl Kinder schreit, dass der Kaiser nackt ist, nehmen das weder Politik noch die etablierten Medien war. Allenfalls, wenn dann doch zu viele Kinder schreien, als dass man es noch ignorieren könnte, finden sich servile Mainstream-Journalisten, welche die Welt darüber informieren, dass tatsächlich einige Kinder behaupten, dass der Kaiser nackt sei und dass die Frage sei, was wohl bei diesen Kindern schief gelaufen ist – so wie zum Beispiel hier auf Spiegel Online.

Denn selbstverständlich habe der Kaiser Kleider an, nur – und das sei ja auch allgemein bekannt – könnten diese von denjenigen nicht gesehen werden, welche für ihre Ämter nicht taugen oder unverzeihlich dumm sind.

 

 

von Fokko
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Sunday, 20. april 2014 7 20 /04 /Apr. /2014 21:50

Nicht jeder, den es aufs Wasser hinaus zieht, verfügt über die nötige Daumenbreite für eine Yacht. Aber auch mit einer Jolle kann man jede Menge Spaß haben - und vor allem das Segeln besser lernen als auf einem großen Schiff. Mehr über das Segeln mit kleinen Booten steht in einem Artikel, den ich neulich für meine Segelrevue geschrieben habe.

von Fokko - veröffentlicht in: Wassersport und Seefahrt - Community: Multi-Themen Blogs
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Saturday, 19. april 2014 6 19 /04 /Apr. /2014 20:58

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Naja, in den letzten Monaten hatte ich kaum Zeit, auch mal was für mein Blog zu schreiben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich mittlerweile sechs kleine Online-Magazine zu den Themen Zigarren, Autos und Boote zur betreuen habe. Wer will kann mal reinschauen:

Cigarrenjournal

Automobilrevue

Segelrevue

Das Bootsmagazin

Yacht Journal

Yachtcharter Journal

Wer will, kann ja mal reinschauen. In der Automobilrevue stehen eher weniger Beiträge von mior selbst, das ich dort gut mit Pressemitteilungen und Agenturmeldungen versorgt bin. In den anderen Magazinen sieht es da nicht so üppig aus, da sind dann mehr eigen Artikel drin.

Auf jeden Fall wünsche ich allen ein frohes und erholsames Osterfest! 

von Fokko - veröffentlicht in: Allgemeines - Community: Multi-Themen Blogs
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Saturday, 29. march 2014 6 29 /03 /März /2014 19:53

Heute nacht werden ja wieder einmal die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Und natürlich wird wieder darüber gebarmt, wie böse doch die Somemrzeit sei.

Was mich betrifft: ich mag sie immer noch - die Sommerzeit. Ob sie nun Energie spart oder - was wahrscheinlicher ist - nicht, ist mir egal. Ich schätze die zusätzliche Stunde Tageslicht, die wir durch sie bekommen und die wir sonst am Morgen verpennen würden.

Ich will mich hier jetzt nicht ein weiteres Mal über die Sommerzeit auslassen, daher nur soviel: Wer nach nunmehr 35 Jahren Sommerzeit immer noch nicht weiß, ob er die Uhr vor- oder zurückstellen soll und warum, kann das in meinem Beitrag dazu von vor zwei Jahren nachlesen.

Ansonsten: Viel Spaß mit der gewonnenen Stunde Tageslicht!

 

von Fokko - veröffentlicht in: Natur & Umwelt - Community: Multi-Themen Blogs
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Monday, 24. march 2014 1 24 /03 /März /2014 10:16

So blöd das heute klingen mag: Ich baue auf die gesetzliche RV.

Warum? Ganz einfach: Egal, ob eine Altersvorsorge Generationenvertrag heißt oder auf Kapitalansammlung basiert, ist sie in letzter Konsequenz immer das erstere: Die Rentner-Generation kann nur an dem teilhaben, was die berufstätige Generation realwirtschaftlich erzeugt.

Anders ausgedrückt: Wenn es keine Rente aus der RV gibt, weil niemand mehr da ist, der RV-Beiträge einzahlt, ist auch niemand mehr da, der etwas herstellt, was man mit dem Geld aus einer kapitalbasierten Altersvorsorge kaufen könnte.

Wenn nun, was wir ja hoffen wollen, auch in einigen Jahrzehnten noch produziert wir, wird man auch wieder einen Modus haben, mit dem man die Rentnergeneration teilhaben lässt. Sehr wahrscheinlich wird es so oder so auf eine längere Lebensarbeitszeit hinauslaufen, aber dafür werden wir ja auch älter als frühere Generationen.

Außerdem zeigt die Vergangenheit, dass die Ansprüche aus der gesetzlichen RV auch Kriege und Währungsreformen überlebt haben: Der jetzt so langsam ausgestorbenen Generation der Leute, die bereits vor dem Krieg in die staatliche RV eingezahlt hatten, ging es im Alter recht gut – aber wo sind die Ersparnisse und Geldwert-Anlagen, welche bis 1948 in RM bestanden haben?

Man sollte sich auch ruhig einmal ausrechnen, was ein heutiger Rentner, der z. B. 1100.- Euro Rente erhält, in eine private Altersvorsorge hätte stecken müssen, um einen solchen monatlichen Betrag zu bekommen - und zwar nach Abzug des Geldes, das er im Topf lassen muss, um die Inflation auszugleichen.

Das geht übrigens ganz einfach mit dem guten, alten Dreisatz. Nehmen wir an das Geld ist zu 5% angelegt und 2% sollen als Ausgleich für die Inflation drin bleiben. Dann entsprechen die 12 * 1100.- € = 13200,. € pro Jahre 3% des notwendigen Kapitals:

3% entsprechen                              13200.- €
1% entspricht 13200.- € : 3 =              4400.- €
100% entsprechen 4400.- € * 100 = 440000.- €

Aus meiner Zeit als Finanzberater weiß ich nun, dass man als ca. 30jähriger in eine KLV mit Endalter 60 ca. 0,3% des Nennwertes monatlich für eine KLV bezahlt:

100% entsprechen                    440000.- €
1% entspricht 440000.- € : 100 =    4400.- €
0,3% entsprechen 4400.- € * 0,3 = 1320.- €

Selbst wenn wir – wieder jeglicher Vernunft - damit rechnen, dass mit Überschussbeteiligungen nach 30 Jahren die doppelte Nennsumme ausgezahlt wird, hätte also der gute Mann 660.- Euro, zu DM-Zeiten also 1320.- DM im Monat für seine Altersvorsorge ausgeben müssen.

Natürlich hat er in die staatliche RV länger als 30 Jahre eingezahlt. Aber selbst wenn er mit Beginn seiner Lehrzeit, also etwa 15 Jahre früher, die erste seinem damaligen Einkommen entsprechende kleine KLV abgeschlossen hätte, hätte er für seine Altersvorsorge jeden Monat soviel ausgegeben, dass der Bau eines Hauses wie es ja viele Menschen mit heute 1100.- € monatlicher Rente besitzen kaum möglich gewesen wäre und er heute von seine Kapitalerträgen auch noch Miete bezahlen müsste.

von Fokko - veröffentlicht in: Wirtschaft und Geld - Community: Multi-Themen Blogs
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Tuesday, 7. january 2014 2 07 /01 /Jan. /2014 16:24

Sieht man einmal von den mehr oder weniger schneesicheren Lagen im Hoch- und höheren Mittelgebirge ab, hat der diesjährige Winter bisher noch nicht viel abgeliefert. War das nun bereits alles, oder kommt da etwa noch ein dickes Ende nach?

     Januar und Februar sind bekanntlich die "richtig kalten" Monate. Eine Bauernregel sagt auch: "An Fabian-Sebastian (20. Januar) da geht der rechte Winter an!" Allerdings muss man solche Regeln immer im Kontext mit anderen und natürlich der Physik sehen: Dieses Jahr wird sich nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach eine andere Regel bewahrheiten: "Wenn bis Dreikönig kommt kein Winter, so kommt auch keiner mehr dahinter."

schwarzwild_maerz06_030.jpg

So richtig saukalt wird es diesen Winter wohl nicht mehr werden, jedenfalls nicht für längere Zeit...

 

     Diese Regel ist ganz einfach aus physikalischen Gründen plausibel: Bereits seit der Sonnwende werden bei uns die Tage länger und die Sonne steigt immer höher. Daher verschiebt sich das Verhältnis zwischen Abkühlung bei Nacht und Erwärmung bei Tag jetzt kontinuierlich zugunsten der Aufwärmung und zwar immer schneller. Der Winter wird sozusagen vor und um die Sonnenwende herum gemacht und kommt dann im neuen Jahr zur Entfaltung. Wenn nun die Kälte nicht bereits um oder gar vor der Sonnenwende "vorgelegt" hat, kann es nicht mehr wirklich kalt werden, sprich: Der Winter, der bis Dreikönig nicht gekommen ist, kommt auch danach nicht mehr.

     Genauso wird auch meist aus einem Winter nichts, der zu früh kommt: "Wenn's Eis vor Martina a Gooß trait, hat d'r Wentr verlammat" sagt man bei uns, also: "Wenn das Eis vor Martini (11. November) ein Gans trägt, hat der Winter verlammt", hat "verkalbt", ist also eine Fehlgeburt. Typische Winter dieser Art gab es 1988 auf 1989, 1992 auf 1993 und 1999 auf 2000, wobei diese allerdings in der sowieso "winterlosen" Periode von den späten 80ern bis zur Jahrtausendwende lag. 2012 auf 2013, als es bereits im Oktor schon einmal Winter wurde, kam allerdings auch danach noch allerhand.   

     Die Dreikönigsregel, die dieses Jahr zu greifen scheint,  bedeutet jedoch nicht etwa, dass es nicht doch noch Fröste und Schnee, ja sogar viel Schnee geben kann. Auch ein Winter, der - gegen Feierabend werden die Faulen ja bekanntlich fleißig - sich im März nicht recht verabschieden will, ist noch drin, genauso ein kurzes aber heftiges Schnee-Intermezzo wie wir es im Februar 1988 erlebt haben - oder auch mehrere davon. Die lang anhaltende, strenge Kälte, wie wird sie beispielsweise Anfang 2005 und Anfang 2006 erlebt haben, wir jedoch kaum noch kommen.

    2005 hat der Winter ja erst gegen Mitte Februar noch einmal so richtig zugeschlagen und ist dann auch lange geblieben. Wer sich daran erinnert, weiß aber vielleicht auch noch, dass es damals schon vor Weihnachten und dann wieder zwischen den Jahren so richtig kalt war. 2005 auf 2006, als der Winter wieder bis weit in den März hinein nicht aufgeben wollte, war es nach Kälte und Tauwetter bereits um Weihnachten endgültig Winter geworden und wir hatten hier im Dornenschlehengäu über viele Wochen durchgehende Schneelage. Dieser Winter wird vermutlich so einer wie der 2006 auf 2007, nämlich gar keiner.

   Von 2006/2007 bis 2013/2014 sind es übrigens zufällig sieben Jahre und das könnte Wasser auf die Mühle der Anhänger des "Hundertjährigen" geben. Der geht ja davon aus, dass sich das Wetter alle sieben Jahre wiederholt. Die heißen Sommer 1976 und 1983 wären auch ein Indiz dafür, aber es lassen sich auch leicht Gegensbeispiele finden: Zum Beispiel hätten dann auch 1990, 1997 und 2004 heiße Sommer werden müssen. Tatsächlich war aber 2003 ein extrem heißer Sommer, der also deutlich aus dem Siebenjahresraster des Hundertjährigen fiel. Auch die lang anhaltende Kälte Anfang 2005 und 2006 hat sich 2012 und 2013 nicht wiederholt.          

von Fokko - veröffentlicht in: Natur & Umwelt - Community: Multi-Themen Blogs
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Wednesday, 1. january 2014 3 01 /01 /Jan. /2014 00:00

Winter

Ich hoffe Ihr seid alle gut reingekommen. Ich persönlich feiere den Jahreswechsel zwar auch und halte Rückschau darauf, was ich im alten Jahr alles erreicht habe. Neue Pläne mache ich jedoch nicht am Datum fest, sondern packe sie an, wenn es Zeit dafür ist.

Für die Leute in den Bundesländern, in denen der 6. Januar kein Feiertag ist, beginnt ja leider in den meisten Fällen am zweiten Januar bereits wieder der Ernst des Lebens. Viele von uns hier  in Felix Wurttembergia und noch dem einen oder anderen sonstigen Bundesland haben hingegen zum Glück noch ein paar freie Tage vor uns.

Auf jeden Fall wünsche ich allen einen guten Start in das neue Jahr und dass die Dinge besser werden, die besser werden sollen.     

 

von Fokko
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Monday, 30. december 2013 1 30 /12 /Dez. /2013 09:08

... der Krise. Als physisches Geld in unseren Geldbeuteln erschien der Teuro Anfang 2002. Zuvor existierte er aber bereits drei Jahre als Buchgeld und wird daher an Neujahr 15 Jahre alt. Aller Schönrederei zum Trotz kann jeder selbst feststellen, was ihm diese Jahre gebracht haben, wenn er guckt, was er heute und seinerzeit verdient bzw. verdient hat und was er sich dafür kaufen kann bzw. konnte.

   Und da sieht es für die Masse der Menschen düster aus. Und selbst wenn es ein kleines Plus beim Lebensstandard gegeben hat, entspricht der Zuwachs der Einkommen nicht dem, was wir für die Steigerung unserer Produktivität in diesem Zeitraum bekommen müssten. Wenn wir die Entwicklung unseres Lebensstandards im Vergleich zu der unserer Produktivität über einen noch längeren Zeitraum betrachten, wird das noch deutlicher: In den 70er Jahren gab es außer in wirklichen Massenfertigungen wie dem Automobilbau noch kaum Automatisierung. Trotzdem haben wir heute wenig mehr als damals: Was wir tatsächlich damals nicht hatten und heute haben, ist bei näherem Hinsehen lediglich billiger elektronischer Schund aus Ostasien, der sich aufgrund von Billiglöhnen und fortgeschrittener Halbleitertechnik für Spottpreise herstellen lässt. Und während ein Haushalt, auch einer mit Kindern, in den Siebzigern noch von Papis Lohntüte allein leben konnte, ist es heute selbst mit zwei Einkommen so knapp, dass viele Leute auf Kinder verzichten.

   Noch schlimmer: Früher konnten sich auch gering Qualifizierte (vulgo: Hilfsarbeiter) trotz Kindern oft sogar den Bau oder Kauf eines Hauses leisten, wenn beide Eltern arbeiteten. Heute ist das selbst für gut verdienende Fachkräfte schwierig. Ungelernte können heute an so etwas kaum denken. Wenn sie überhaupt Arbeit haben, verdienen sie Hungerlöhne bei Sklavenvermietern und sonstigen Gradgrinds.

Wie kommt das?  

   Wie ich hier schon früher gezeigt habe, liegen unsere wirtschaftlichen Probleme jedoch nur zu einem gewissen Teil am Euro und daran dass man unser sauer verdientes Geld denjenigen in den Rachen wirft, die den wirtschaftlich schwächeren Euro-Ländern mehr geliehen haben, als sie zurückzahlen können. Im Prinzip war auch schon die gute, alte D-Mark krank, denn auch sie war Fiat-Money, welches nur mit Kreditaufnahme geschöpft wurde.

   Eine Rückkehr zur DM allein hilft nicht wirklich weiter, die Währungsreform wird mit einem Haircut verbunden sein müssen, wenn sich die wirtschaftliche Lage bessern soll. Dass dies passiert, wird immer wahrscheinlicher, auch wenn es anders aussieht, weil WR und HC schon vor Jahren vorhergesagt wuden, aber immer noch nicht stattgefunden haben. Tatsächlich lässt sich nicht sagen, wie lange und mit was für Tricks sich das an sich unabwendbare Ende unseres Währungssystem noch hinauszögern lässt.

Was tut der Selbstversorger im Neuen Jahr? 

    Auch wenn der große Knall vielleicht noch zehn oder gar mehr Jahre auf sich warten lässt, kann derzeit nur davor gewarnt werden, in Geldwerte zu investieren: Lebensversicherungen, offene Fonds, Sparguthaben und dergleichen können mit einem Federstrich wertlos werden - nicht nur bei einer Währungsreform mit Haircut, sondern auch durch "Gläubigerbeteiligung" bei der "Rettung" von Staaten und Banken.

   Edelmetalle, von bestimmten Leuten seit Jahren angepriesen, sind wohl kaum der Weisheit letzter Schluss. Was seit dem Knick im Goldpreis auf den einschlägigen Seiten zu lesen steht, klingt nicht viel anders als die Endsiegparolen der Euro-Retter. Allenfalls kann man, wenn man wirklich Geld übrig hat, sich ein wenig Gold hinlegen, um auf jeden Fall im Rahmen des Notwendigsten flüssig zu sein. Aber selbstverständlich nicht im Banksafe, denn da kommt man im Ernstfall wahrscheinlich nicht dran.

   Am besten ist wie immer die Investition in produktives Sachvermögen: Acker- und Gartenland, Maschinen, Werkzeuge und dergleichen helfen immer weiter, egal wie es um das Geld steht. Alles, was hilft, Arbeit direkt in nutzbare Güter zu verwandeln, bewirkt ein Stückchen Unabhängikeit von der Wirtschaftslage.

Neues bei der Energiegewinnung aus Sonnenkraft 

   Am besten gewinnt man natürlich auch seine Energie selbst. Photovoltaik ist zwar nicht der Weisheit letzter Schluss und ich bin in der Tat nicht als großer Freund dieser Technik bekannt. Allerdings ist es unbestritten die Technik, die einfach zu installieren und zu betreiben ist und praktisch überall funktioniert, wenn man nicht gerade im Schatten eines Mammutgebäudes oder in einem engen Hochgebirgstal wohnt. Ein paar Solarmodule lassen sich auch auf einem kleinen Grundstück, notfalls sogar auf dem Balkon einer Etagenwohnung unterbringen. Wenn die Trends anhalten, werden steigende Energiepreise und immer preisgünstigere Photovoltaik wohl in Zukunft auch diese Technik unabhängig von staatlicher Förderung interessant machen.

   Wer gerne tüftelt, dengelt, schraubt und schweißt, kann sich auch mit Biomasse befassen. Neben Dingen wie Sterlingmotoren, Holz- und Biogas könnte eine weitere Technik interessant werden, die ebenfalls letzendlich die Sonne nutzt: Die Erzeugung von Öl mit Hilfe von Grünalgen. Ich selbst weiß noch nicht viel darüber, vor allem nicht, wie das Verhältnis von Aufwand und Wirkung ist, will die Sache jedoch im Auge behalten.

   Interessant ist diese Technik vor allem deswegen, weil es einerseits kein Hightech ist und andererseits die Energie in Form des gewonnenen Öls gespeichert werden kann. Das sind Vorteile gegenüber der Photovoltaik; der Nachteil besteht darin, dass die Technik Arbeit macht: Wie man im verlinkten Film sieht, muss man die Algen ja immer wieder ernten und zu Öl weiterverarbeiten.

   Das gilt allerdings auch für das Gemüse aus dem Garten genauso wie auch für das selbst geworbene Brennholz. Von nichts kommt nichts und der Selbstversorger-Gedanke besteht ja darin, eigene Arbeit direkt in nutzbare Werte umzuwandeln. Das hebelt nicht nur die Abzocke auf dem Weg "Arbeiten für Lohn - Kaufen mit Geld" aus, sondern macht zudem unabhängig von der Wirtschaftslage.

   Auch 2014 wird es sich lohnen, selbst zu denken und selbst Hand anzulegen. Wer schlau ist, gibt von dem Geld, das er verdient, möglichst wenig für Vebrauchsgüter aus und mehr für Dinge, mit denen man Verbrauchsgüter selbst erzeugen kann. Wer seinen Hintern hoch bekommt und sich statt eines Fisches eine Angel kauft, wird nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen satt.

  In diesem Sinne wünsche ich Euch allen

            ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr!

Euer Fokko                  

von Fokko - veröffentlicht in: Allgemeines - Community: Multi-Themen Blogs
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