Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Über Diesen Blog

  • : Blog von Volker Wollny
  • Blog von Volker Wollny
  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
  • Kontakt

Profil

  • Fokko
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.

Website:

Im Blog Suchen:

Newsletter abonnieren

Hier geht's zu Fokkos Selbstversorger-Newsletter:
Klicken!

Non-Blog-Sites

Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

14. Oktober 2011 5 14 /10 /Oktober /2011 17:46

Seit vielen Jahren hören wir die gebetsmühlenartige Wiederholung von Phrasen, die besagen, dass wir Wirtschaftswachstum brauchten und das Exportüberschüsse etwas Gutes seien. Tatsächlich kann man aber keinen realwirtschaftlichen Grund dafür finden, dass ein ständiges Wachstum der Wirtschaft erforderlich wäre. Genauso ist eine positive Handelsbilanz, also ein Exportüberschuss, realwirtschaftlich gesehen, nicht nützlich, sondern schädlich.

   Wirtschaftswachstum ist natürlich eine schöne Sache, jedenfalls solange es nicht auf Kosten unserer Lebensgrundlage, nämlich dieses Planeten und seiner Ökologie geht und schon gar nicht auf Kosten von Menschen in anderen Teilen dieser Welt, die für unseren Wohlstand bezahlen müssen. Es ist aber keineswegs notwendig, damit eine Wirtschaft überleben kann – jedenfalls nicht, wenn alles mit rechten Dingen zugeht.

   Exportüberschüsse sind aus realwirtschaftlicher Sicht ebenfalls Blödsinn. Normalerweise exportiert man Dinge, um sich andere Dinge kaufen zu können, die man nicht selbst herstellen kann. Für die selbst erzeugten Waren, die man im Land nicht mehr kaufen kann, weil man sie exportiert hat, sind Importwaren ins Land gekommen. Gleichzeitig hat man das mit Exporten eingenommene Geld wieder für Importe ausgegeben. Am Verhältnis zwischen Geld und Waren im Inland hat sich nichts geändert, Geldwert und Preise bleiben stabil.

   Exportiert man hingegen wertmäßig mehr als man importiert, hat man im Inneren weniger Ware und mehr Geld. Das bedeutet aber steigende Preise, so dass die größere Geldmenge für die kleinere Warenmenge ausgegeben werden muss. Im Endeffekt hat man also Waren im Wert des Exportüberschusses verschenkt und sonst nichts. Auch das gilt immer, wenn alles mit rechten Dingen zugeht.

   Nun ist es aber tatsächlich so, dass wir ohne Wirtschaftswachstum und Exportüberschüsse nicht auskommen. Also geht ganz offensichtlich etwas nicht mit rechten Dingen zu. Um herauszufinden, was das nun ist, was da nicht stimmt, muss man sich klar machen, wie sich unser Geldsystem auf unsere Wirtschaft auswirkt.

Warum Wirtschaftswachstum (scheinbar) notwendig ist

   Ein Geldsystem wie das unsere, bei dem Geld nur durch Kreditaufnahme in Umlauf kommt, funktioniert nur, solange die Wirtschaft wächst und zwar immer um mehr als der durchschnittliche Zinssatz beträgt. Um das zu verstehen muss man den Mechanismus der Geldschöpfung kennen. Wer noch nicht weiß, wie der funktioniert, kann das in diesem Artikel nachlesen.

  Wenn man nun weiß, wie Geld gemacht wird, kann man auch verstehen, warum dazu ständiges Wirtschaftswachstum notwendig ist: Das durch Kredite in Umlauf gekommene Geld verschwindet bei der Rückzahlung und muss erneut ausgeliehen werden, damit Geld im Umlauf ist. Das umlaufende Geld reicht aber nur für die Tilgung der Kredite, also die Rückzahlung der ursprünglich ausgeliehenen Summen. Für den darüber hinaus fälligen Zins ist dann kein Geld mehr vorhanden. Damit der Zins auch noch bezahlt werden kann, muss ständig mehr Geld ausgeliehen werden.

   Da dieser Prozess der immer höheren Verschuldung kontinuierlich abläuft, ist nicht so leicht zu erkennen, wie er funktioniert. Leichter zu verstehen wird das Ganze, wenn man sich den Ablauf nicht kontinuierlich, sondern in einzelne Runden aufgeteilt vorstellt: Am Anfang der ersten Runde kommt eine Menge X an Geld dadurch in Umlauf, dass es als Kredit zu 5% p.a. Zins geschöpft wird. Am Ende der Runde müssen alle Schulden zurückgezahlt werden. Dafür reicht das vorhandene Geld jedoch nicht aus, denn es ist ja nur soviel im Umlauf, wie ursprünglich ausgeliehen wurde, nämlich die Menge X. Die ebenfalls fälligen Zinsen in Höhe von 5% der Menge X können nicht bezahlt werden.

   Damit nun der nächsten Runde wieder genauso viel Geld im Umlauf ist wie in der ersten, muss außer der Summe X noch einmal 5% von X ausgeliehen werden, damit die Zinsen aus der ersten Runden bezahlt werden können und trotzdem wieder die Menge X an Geld im Umlauf ist. Von Runde zu Runde wachsen so die Schulden und können systembedingt niemals vollständig zurückbezahlt werden. Dass dieser Vorgang nun in der Realität kontinuierlich abläuft und nicht in Runden, ändert an der Funktionsweise nichts.

  Damit die Kredite, durch die unser Geld in Umlauf kommt, aber auch abgesichert sind, müssen diejenigen, die sich das Geld ausleihen, „gut“ für die jeweiligen Summen sein, also über so genannte Bonität verfügen. Bonität bedeutet ganz allgemein, dass jemand (voraussichtlich) in einer Lage ist, eine bestimmt Summe, die er sich leiht, auch zurückzuzahlen. Er muss gewisse Sicherheiten zu bieten haben. Das kann ein Sachwert wie ein Haus sein, denn man als Sicherheit einsetzt, aber auch immaterielle Dinge, wie ein gut bezahlter Arbeitsplatz, ein Patent oder eine tragfähig erscheinende Geschäftsidee.

   Diese Dinge, die Banken und Investoren bewegen, Geld zu verleihen, sind aber im Endeffekt auch genau die Dinge, die in der Summe den Wert einer (Volks-)Wirtschaft ausmachen: Ihr Potential, Güter und Dienstleistungen zu erzeugen, also reale Werte zu schöpfen.

   Da nun die Geldsummen, die ausgeliehen werden müssen, ständig größer werden, muss auch die Bonität der Firmen und Privatpersonen, die sich dieses Geld ausleihen ständig größer werden. Und das bedeutet nichts anderes, als das der Wert der gesamten Wirtschaft ständig wachsen muss, damit die Schulden, aus denen die ständig wachsende Geldmenge generiert wird, gedeckt bleiben. Und genau das ist der Grund, aus dem wir ständiges Wirtschaftswachstum brauchen.

   Die Sache mit dem Schuldgeld hat aber noch einen weiteren Haken: Damit das, was die reale Wirtschaft produzieren kann, auch gekauft werden kann, muss immer genug Geld im Umlauf sein. Wenn die Wirtschaft also wächst, müssen nicht nur immer neue Schulden aufgenommen – also Fiat Money, Kreditgeld geschöpft – werden, um die Zinsen zu bezahlen; es muss auch noch zusätzliches Geld geschöpft werden, damit sich die umlaufende Geldmenge vermehrt und die von der wachsenden Wirtschaft zusätzlich produzierten Güter auch gekauft werden können.

  Dummerweise hat in unserem System nun aber, obwohl die gesamte Geldmenge ständig wächst, die umlaufende Geldmenge die Neigung zu schrumpfen. Das kommt daher, dass aus ihr ja ständig der Zins für die Kredite abfließt, durch die überhaupt erst Geld im Umlauf ist.

  Dieser Effekt ist bei einer jungen Währung zunächst sehr gering, vor allem, wenn gleichzeitig auch für die Wirtschaft noch genug Raum zum Wachsen da ist. Das war bei uns nach dem zweiten Weltkrieg der Fall. Je länger die Sache mit der Geldschöpfung durch Schulden läuft um so schwieriger wird es jedoch. Wer schon eine Weile auf der Welt ist, hat sicher beobachtet, dass es schon seit längerer Zeit immer schwieriger wird, Geld zu verdienen. Das liegt ganz einfach daran, dass immer mehr von dem Geld, das einer ausgibt und ein anderer einnimmt nicht wiederum ausgegeben werden kann, sondern für Zinszahlungen verwendet werden muss. Dieser Anteil des Geldes verschwindet auf dem Umlauf, weil er entweder durch die Rückzahlung von Bankkrediten verschwindet oder in die Geldhorte von Anlegern geht, von wo er nur durch erneute Ausleihe wieder in den Umlauf kommen kann.

(Schuld-)Geldmenge und Rezession

   Das System der Geldschöpfung aus Schulden hat noch einen weiteren üblen Haken: Es reagiert sehr sensibel auf Schwankungen des Wirtschaftswachstums. Wenn sich aus irgendeinem Grund die wirtschaftlichen Aussichten eintrüben verschlechtert sich sozusagen die Bonität der ganzen Wirtschaft und es wird nicht mehr so viel Geld verliehen.

  Das lässt sich ohne weiteres auch im Kleinen beobachten: Wenn die gesamtwirtschaftliche Lage schlechter zu werden droht, sind auch die Aussichten einzelner Firmen schlechter, so dass die Banken ihnen weniger Geld leihen. Gleichzeitig werden Arbeitsplätze unsicher, und da Banker natürlich wissen, bei welchen Firmen Arbeitsplätze wackeln, werden sie deren Beschäftigten nicht mehr so leicht und so viel Geld für ein neues Auto oder dergleichen leihen. Wird einer gar arbeitslos, wird er kaum mehr einen Kredit bekommen (oder auch gar keinen aufnehmen wollen) und eine Firma, die Absatzeinbrüche zu verzeichnen hat, wird ebenfalls schlechter dran sein, wenn sie etwas finanziert haben will als ein mit vollen Auftragsbüchern.

  Da aber die die bestehenden Schulden weiter bezahlt werden müssen, verschwindet auch weiterhin Geld aus dem Umlauf. Dieses wird jetzt jedoch nicht mehr vollständig durch neue Kredite ersetzt, da die Bonität der Kreditkunden gesunken ist und weniger Geld verliehen wird. Daher vermindert sich die umlaufende Geldmenge, was nichts anderes bedeutet, als dass es weniger zu verdienen gibt. Dadurch verschlechtern sich die Gewinnaussichten der Firmen und die Aussichten der Privatleute auf Erhalt oder gar Verbesserung ihrer Einkommen.

  Schlechtere Verdienstmöglichkeiten von Firmen und Privatleuten bedeuten jedoch nichts anders als eine Verschlechterung ihrer Bonität, so dass noch weniger Geld verliehen wird und die umlaufende Geldmenge noch weiter schrumpft – und damit wiederum die Verdienstmöglichkeiten und so weiter und so fort...

  Bei einer jungen Währung und viel verbleibenden Raum zum Wirtschaftswachstum wird sich auch dieser Mechanismus noch nicht so stark aus. Daher kommt die Wirtschaft in dieser Phase auch relativ leicht wieder aus der Rezession heraus wenn es durch Dinge wie technische Fortschritte oder dergleichen Impulse gibt, die zunächst zumindest für einen Teil der Wirtschaft bessere Aussichten bedeuten. Die betreffenden Unternehmen haben durch ihre bessere Aussichten wieder eine bessere Bonität, und bekommen wieder eher und mehr Geld geliehen, das dadurch unter die Leute kommt und bessere Verdienstmöglichkeiten und damit auch Bonität für weitere Firmen bedeutet. Das gleiche passiert natürlich auch auf der Ebene der Privatleute: Arbeitsplätze werden sicherer, so dass deren Inhaber sich wieder eher Geld für neue Autos oder Möbel leihen oder gar bauen, Arbeitslose bekommen Jobs und stellen wieder solvente Kreditkunden dar.

  Je länger das System aber bereits läuft, umso tiefer werden solche Rezessionen und um so schwerer werden sie überwunden. Das kann man am Auf und Ab der Wirtschaft in den letzten 40, 50 Jahren sehen, schon allein daran, dass die Arbeitslosigkeit auf die Länge immer weiter gestiegen ist. Dass wir noch nicht ganz abgestürzt sind, liegt im Prinzip nur daran, dass durch den immensen technischen Fortschritt und dadurch, dass wir immer härter schuften, gleichzeitig unsere Produktivität unglaublich gesteigert haben. Und nicht zuletzt auch daran, dass Leute in Asien unseren Konsumkram, also Hightech-Krempel, Klamotten, sogar Möbel und was weiß ich was noch alles für Hungerlöhne zusammennageln.

Die Notwendigkeit von Exportüberschüssen und Globalisierung

   Auch dass wir Exportüberschüsse brauchen lässt sich als Folge des Systems der Geldschöpfung durch Schulden ganz einfach erklären: Die über die Kosten unserer Importe hinausgehenden Exporterlöse können die umlaufende Geldmenge ganz einfach deswegen nicht erhöhen, weil sie komplett für Zinszahlungen benötigt werden.

   Hätten wir keinen Exportüberschuss, wäre das Geld im Umlauf noch knapper. Wir verscherbeln also ständig Ergebnisse unserer Arbeit ins Ausland, nur um damit die Zinsen für das Geld zu bezahlen, dass wir uns leihen müssen, damit wir welches im Umlauf haben und unsere eigenen Güter austauschen können.

  Auch die angeblich notwendige Globalisierung ist nur eine Folge der Geldschöpfung durch Kreditaufnahme. Wenn ein solches System eine gewisse Zeit gelaufen ist, ist im Prinzip die komplette Wirtschaft an Banken und Investoren verpfändet. Das muss nicht einmal ausdrücklich geschehen, sondern passiert eigentlich ganz automatisch bei jeder Kreditaufnahme: Wenn ein Banker jemandem, sagen wir, einen Konsumentenkredit oder auch eine Kontoüberziehung von 5000 Eurillos gewährt, ohne formell eine Sicherheit zu verlangen, tut er das, weil er weiß, dass er sich dieses Geld im Ernstfall recht leicht auf dem Wege der Lohnpfändung zurückholen kann. Damit hat der Kreditnehmer also, ohne das ausdrücklich zu sagen, im Prinzip seine Arbeitskraft verpfändet.

  Etwas, das bereits verpfändet ist, kann man nicht noch einmal verpfänden. Wenn ein Land aufgrund seiner Geldschöpfung durch Kredite also komplett verpfändet ist, können die Banker und Investoren dort also kein Geld mehr aus Schulden erzeugen.

   Da dies mittlerweile praktisch in der ganzen Alten und Neuen Welt der Fall ist, muss nun die Dritte Welt herhalten. Man erzeugt Geld, indem man armen Ländern Kredite auf Werte gibt, die sie besitzen, aber aufgrund ihrer Armut nicht selbst nutzen können. Für das so entstandene Geld verkauft man ihnen irgendwelchen Krempel. Dann lässt man sie irgendwelches Zeug produzieren, für dass man ihnen möglichst wenig bezahlt, damit man möglichst viel davon für die Zinsen bekommt, die einem das Land bezahlen muss. Gleichzeitig hat man dann auch noch billige Produkte, mit denen man die Schuldsklaven in den Industrieländern bei Laune halten kann.

  Mit diesem Mechanismus kann man unterentwickelte Länder uferlos ausbeuten. Man muss lediglich aufpassen, dass diese Länder nie ihre Schulden los werden. Wenn sie nämlich keinen Schuldendienst in Devisen (sprich: US-Dollars) mehr zu leisten hätten, wäen sie auch nicht mehr gezwungen, ihre ganzes realwirtschaftliches Potential auf die Produktion von Gütern zu verwenden, die sie gegen diese Devisen zu einem diktierten und natürlich viel zu niedrigen Preis verkaufen müssen. Dann könnten sie ihre Arbeitskraft und ihre Ressourcen nämlich dazu verwenden, eine Wirtschaft aufzubauen, die ihre eigenen Bedürfnisse erfüllt – und eventuell sogar selbst am Weltmarkt als ernstzunehmender Spieler aufzutreten. Dass deswegen bestimmte Leute den immer wieder geforderten Schuldenschnitt oder den kompletten Schuldenerlass für Drittweltländer fürchten wie der Leibhaftige das Weihwasser, braucht daher auch nicht zu verwundern.

   Ein Beispiel für diese Methode ist Burkina Faso: Dieses arme afrikanische Land ist gezwungen, Baumwolle, Baumwolle und noch einmal Baumwolle anzubauen und zu einem Spottpreis zu verkaufen, um die Zinsen für seine Auslandsschulden zu bezahlen. Daher können die Leute dort keine vielseitige Wirtschaft aufbauen, die ihre eigenen Bedürfnisse deckt und bleiben daher arm wie Kirchenmäuse.

   Mit meinem bekannt losen Mundwerk bin ich in Versuchung, Globalisierung folgender Maßen zu definieren: Vor 150 Jahren hat man ohne Globalisierung in Afrika Neger geklaut um sie zuhause für sich arbeiten zu lassen, heute hat man mit der Globalisierung ganz Afrika geklaut und lässt die Neger dort für sich arbeiten...

 

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentare

Stefan Mann 09/09/2014 16:45

Die wirtschaftliche Entwicklung ist maßgeblich für das Wohlbefinden der gesamten Menschheit. In wirtschaftlich starken Zeiten wird es der Bevölkerung wesentlich besser gehen als in Zeiten einer
Depression. Es gibt unzählige Faktoren, welche auf die Wirtschaft Einfluss haben – Leitzinsen, Inflation, Deflation, Bevölkerungsentwicklung, technischer Fortschritt … Mit der Kenntnis über die
wirtschaftliche Entwicklung lässt sich auf Profit machen (Börsen). Durch eine ganze Anzahl von wirtschaftlichen Indikatoren kann man die wirtschaftliche Entwicklung frühzeitig erkennen. Jeder ist
von der Wirtschaft betroffen, umso wichtiger ist es frühzeitig über die wirtschaftliche Situation Bescheid zu wissen. Ein wirtschaftliches Grundverständnis soll von jedermann mitgebracht werden.
Die Leitzinsen, Inflationserwartungen, Bankenprobleme oder das Wirtschaftswachstum betreffen im Endeffekt alle!

Jürgen Kremser 11/14/2011 09:08


Aus: http://gruenguertel.kremser.info/?page_id=2148

14.11.2011

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8866-bdi-exportrueckgang-in-q4

Kommentar Nr. 13:

Es wird mit aller Macht das bisherige Finanzsystem am Leben gehalten, wobei rücksichtslos alle noch bestehenden Werte, wie etwa die Kaufkraft des Geldes, verheizt werden.

Blöderweise ist das nur ein Aufschub und keine Lösung. Vor allen Dingen geht es darum, dass die Großen sich so positionieren, daß die kleinen Schlafschafe rasiert werden können.

An einem dramatischen Wohlstandverlust führt leider kein Weg vorbei. Darum sollte sich jeder auf Selbstversorgung einrichten und dementsprechend Vorsorge treffen.


Milchugo 10/19/2011 11:56


Liest man sich eine Artikel so durch, kommt man schnell zu dem Schluss, dass eigentlich schon alles komplett im Eimer ist - aber das ist ja noch nicht wirklich der Fall. Wie siehst du denn die
zukünftige Entwicklung? Wird das alles irgendwann zusammenkrachen und wir alle dürfen die Scherben wieder zusammenkleben oder ist es hier noch möglich, die Kurve zu erwischen?


Fokko 10/20/2011 00:24



Gute Frage! Tatsächlich muss man hier zwischen Finanzsystem und Realwirtschaft unterscheiden: Das Finanzsystem ist im Eimer und wird irgendwann eher früher als später zusammenbrechen. Die
Realwirstchaft hingegen ist im Großen und Ganzen voll funktionsfähig, sieht man einmal von solchen Dingen wie ein paar aus Geldmangel schlecht gewarteten oder veralteten Maschinen und Anlagen ab.


Das Problem besteht lediglich darin, dass aufgrund des systembedingt immer knapper werdenden Geldes die Güter nicht fließen können und daher die Kapazität unserer Realwirtschaft (Maschinen,
Anlagen, Arbeitskräfte, Knowhow, Ideen...) zum Teil brachliegt.


Ein gründlicher Finanzcrash mit einem folgenden Neustart des Währungssystems würde daher die Wirstschaft, eventuell nach einigen Anlaufschwierigkeiten, sehr schnell wieder zum Brummen
bringen.   



admin 10/15/2011 14:39


Das ist eine hervorragende Zusammenfassung mit vielen Details. Leider haben wir in der Schule nicht gelernt, was Geld wirklich ist. Schon oft habe ich mir die Frage gestellt, warum man wirklich
Wachstum braucht und warum kein ausgeglichenes Ergebnis reicht. Erst heute im Rahmen der Finanzkrise ist es mir klargeworden und letztlich endet es immer nach 100 Jahren in einer Währungsreform,
wann auch immer diese kommen wird, hoffentlich haben wir noch viel Zeit bis dahin, obwohl es bekannte Mahner wie Gerald Celent gibt, die den Crash schon in diesem Monat prognostizieren:
http://www.survivalscout.de/2011/10/05/gerald-celente-prognostiziert-crash-irgendwann-diesen-monat/


Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

Vergleichen hilft Sparen!