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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

17. November 2013 7 17 /11 /November /2013 00:28

Im ersten Teil dieser Artikelserie ging es um Digitalkameras im Allgemein und um digitale Kompaktkameras im besonderen. Wie mit einfachen konventionellen Kameras auch, kann man mit Ihnen die meisten fotografischen Aufgaben lösen – oft sogar mit verblüffend guten Ergebnissen. Doch bei bestimmten Aufgaben stoßen kleine, idiotensichere Kameras an ihre Grenzen. Will man diese überschreiten, benötigt man aufwendigere Kameras, die mehr Kontrolle über das Bild bieten, jedoch auch höhere Ansprüch an den Bediener stellen.

 

Digitale Spiegelreflex-Systemkameras (DSLR)

Ein großer Nachteil der kompakten Digitalkameras – und für Handykameras gilt das noch mehr – sind die kleine Optik und der kleine Bildsensor. Dadurch wird das Bild sozusagen aus wesentlich weniger Licht gemacht als bei einem großen Sensor und einer großen Optik. Das bewirkt nun, dass das Signal des Sensors kräftig verstärkt werden muss, wobei Rauschen entsteht. Das setzt den fotografischen Möglichkeiten natürlich gewisse Grenzen – woran es auch nichts ändert, dass es heute kompakte und Handykameras mit gewaltigen Megapixel-Zahlen gibt. Im Gegenteil: Die Bildqualität sinkt sogar, wenn man zu viele Pixel auf den Sensor packt.,weil dann das Signal jedes Pixels schwächer wird. Und dann muss es entsprechend stärker verstärkt werden, wobei dann dummerweise das qualitätsmindernde Bildrauschen entsteht.

DLSR

Eine Digitale Spiegelreflexkamera bietet mehr Kontrolle über die Aufnahme und damit mehr gestalterische Möglichkeiten... (Bild: Bärbel Wollny)

Digitale Spiegelreflexkameras haben größere Objektive und größere Sensoren. Es gibt so genannte Vollformatsensoren, die das Kleinbildformat 24x36 mm aufweisen (und sogar noch größere). Allerdings sind Kameras mit so großen Sensoren leider immer noch recht teuer. Ein recht guter Kompromiss ist das APS-C-Format von Canon, das zwischen einem Drittel und halb so groß ist wie das Kleinbildformat. Kameras in diesem und dem ähnlichen DX-Format sind mittlerweile erschwinglich und machen sehr ordentliche Bilder.

  Ein großer Vorteil der DSLR-Systemkameras ist, dass man nicht nur wie bei den kompakten alle Einstellungen von einem Programm ausführen lassen, sondern auch alles von Hand einstellen kann. Außerdem sind die Möglichkeiten des „programmierten“ Fotografierens vielseitiger und man kann natürlich auch Zwischenlösungen zwischen dem automatisierten und dem manuellen Einstellen wählen. Die wichtigste der Möglichkeiten jedoch ist die, alles von Hand einstellen zu können: Diese Möglichkeit ist das, was eine Kamera zu einem mächtigen künstlerischen Werkzeug macht.

Ich persönlich zum Beispiel habe früher vor allem mit Kameras fotografiert, die zur von mir gewählten Blende automatisch die richtige Belichtungszeit auswählen konnten und habe diesen Modus viel genutzt. Im Prinzip reichte mir aber aber auch der eingebaute Belichtungsmesser meiner Icarex, bei der ein Zeigerchen anzeigte, wenn die Kombination aus Blende und Verschlusszeit o.k. War. Mit der Blende legt man nämlich in Verbindung mit der Entfernungseinstellung fest, welche Bereich im Bild scharf sein soll: etwa nur das Gesicht bei einem Portrait oder auch alles von vorn bis hinten, wenn es eine Landschaftsaufnahme bis zum Horizont werden soll, bei der auch im Vordergrund noch etwas zu sehen ist.

Damtier0001 400

... wie zum Beispiel selektive Schärfe...

Wie man es gelernt hat, so treibt man es meist weiter und daher benutze ich auch bei meiner Canon EOS700D die Zeitautomatik, bei der ich wie in den Days of Old die Blende selbst vorwählen und die Belichtungszeit von der Kamera ermitteln lassen kann. Außerdem freunde ich mich derzeit mit dem Autofokus an, auch wenn mich der bisher noch nicht immer zufriedenstellt. Aber ich denke mal, dass ich hinter die Feinheiten noch kommen werde. Wenn es jedoch darum geht, ganz gezielt bestimmte Bereiche scharf abzubilden, dann ist das manuelle Scharfstellen der sichere Weg.

  Ein wichtiger Vorteil der digitalen Fotografie besteht darin, dass man seine Aufnahmen sofort sehen kann. Man kann sogar einen Laptop mitschleppen, auf dem man die entsprechende Software installiert hat und noch am Tatort gucken, was sich aus den Aufnahmen machen lässt - wenn man sich etwa nicht sicher ist, ob die bislang geschossenen Aufnahmen das sind, was man haben wollte. Das erspart nicht nur eine weitere Fahrt an die Location, wenn die Bilder mal nichts geworden sind. Man kann auch die Lösungen, die einem zu den erkannten Fehlern einfallen, umsetzen bevor man sie vergisst und sehen, ob sie tatsächlich Lösungen sind.

 Damtier0002 400

... oder Beeinflussung der Belichtung

Außerdem kann man mit einer Digitalkamera ohne Rücksicht auf Kosten jedes mal praktisch beliebig viele Aufnahmen machen. Eines, vielleicht sogar das wichtigste Geheimnis der Profifotografen besteht nämlich darin, dass sie viele, viele Aufnahmen machen. Ich meine, einmal gelesen zu haben, dass früher für die typischen Fotoreportagen im Stern mit sechs Bildern 60 Kleinbildfilme oder mehr verschossen wurden. Heutzutage kosten die Speicherkarten, auf die man so viele Bilder bringt wie auf 60 Kleinbildfilme, nicht mehr oder gar weniger, als damals die entsprechend hochwertigen Filme kosteten – und man kann sie obendrein immer wieder verwenden.

Das RAW-Bildformat

Was mir persönlich ebenfalls gut gefällt ist, dass man gewissermaßen für jedes Bild einen anderen Film verwenden kann. Wollte man früher auf unterschiedlichem Material fotografieren, etwa Schwarz-Weiß und Farbe oder mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten, musste man entweder eine Kamera mit Filmkassetten haben, wie vor allem bei Mittelformatkameras üblich, oder man musste mehre Kameragehäuse besitzen, die mit den verschiedenen Filmen geladen wurden, die zur Anwendung kommen sollten.

Die Empfindlichkeit kann man beim digitalen Fotografieren vorher an der Kamera einstellen und die Farbwiedergabe hinterher beim so genannten Entwickeln der Bilder. Von digitalen Spiegelreflexkameras kann man sich die Bilder nämlich nicht nur, wie bei den kompakten Knipsen als JPEG liefern lassen, sondern auch im RAW-Format. Das ist ein Dateiformat, welches ganz einfach alles enthält, was die Kamera „gesehen“ hat. Mit einer entsprechenden Software werden diese RAW-Bilder dann – so sagt man tatsächlich - „entwickelt“, dass heißt, man legt fest, was aus den darin enthaltenen Farbdaten gemacht gemacht wird, welche die Kamera geliefert hat und speichert das Ergebnis in einem der bekannten Formate.

Steinkitz 0001 400

Im RAW-Format auf den Computer übertragene digitale Fotos können nachträglich noch stark beeinflusst werden

Das hört sich komplizierter an, als es ist. Ein einfaches Programm dafür wird mit der Kamera geliefert. Wenn man die RAW-Dateien der Bilder damit ansieht, werden sie „on the fly“ nach einer Art Standardverfahren entwickelt, so dass man in aller Regel so bereits ansehnliche Bilder bekommt. Die kann man dann ganz einfach so abspeichern und erhält JPEGs, TIFFs oder PNGs, die man weiter verwendet. Wer Lust dazu hat und sich in die Geheimnisse der Entwicklung von RAW-Dateien einarbeiten möchte, kann aber auch noch an verschiedenen Schräubchen drehen und die Bilder modifizieren. Dazu kann man dann auch aufwändigere Software verwenden, die aber noch nicht einmal etwas kosten muss: Es gibt hierfür das Open-Source-Programm RawTherapee, welches auch recht hohe Ansprüche an die Möglichkeiten einer solchen Software erfüllt.

Beim Entwickeln einer RAW-Datei mit einem Programm wird diese selbst nicht verändert, sondern lediglich die Veränderungen gespeichert, die man vornimmt, das so genannte Rezept. Man kann daher für ein Bild auch mehrere Rezepte erstellen und dann dasjenige zum Erzeugen einer Bilddatei verwenden, welches einem am besten gefällt. Oder man erzeugt unterschiedliche Bilder ein- und derselben RAW-Datei. Außerdem kann man ein für eine RAW-Datei erstelltes Rezept auch für andere RAW-Dateien verwenden. Das macht zum Beispiel Sinn und spart Arbeit, wenn man eine Reihe von Aufnahmen unter den gleichen Bedingungen geschossen hat und daher auf die gleiche Art und Weise modifizieren will.

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Mit RawTherapee werden von den RAW-Dateien "Abzüge" in gängigen Bildformaten gemacht

Bei der digitalen Fotografie kann man außerdem im Nachhinein auch Verzeichnungen modifizieren, die durch die Perspektive entstehen. Das auffälligste Beispiel dafür sind die so genannten stürzenden Linien bei Gebäuden. Früher musste man die beim Vergrößern ausgleichen bzw. man verwendete spezielle Kameras, bei denen sich allerhand verschieben und schwenken lässt und die natürlich teuer sind und sich nur für ausgesprochene Architekturfotografen lohnen. Heute haben gute Bildbearbeitungsprogramme Funktionen, mit denen man Verzeichnungen entfernen kann – und natürlich auch absichtlich einbauen, wenn das als Effekt gewünscht wird.

Das Display

Wie einfache, kompakte Digitalkameras auch, verfügen DSLR-Kameras über Displays, auf denen man sich nicht nur die Einstellungen und die bereits geschossenen Bilder anzeigen lassen kann, sondern auch den Blick durch die Linse. Meist kann man das Display sogar ausklappen und schwenken. Dann muss man die Kamera nicht unbedingt auf Augenhöhe haben, um das Motiv aufzufassen, sondern kann zum Beispiel eine Rockband über die Köpfe der Konzertbesucher hinweg fotografieren, oder einen Pilz, ohne dass man sich dabei auf den Bauch zu legen braucht.

Bei einer DSLR ist das Display natürlich größer als bei einer kompakten Digitalkamera und wenn man hineinzoomt kann man recht gut die Schärfe einer geschossenen Aufnahme beurteilen. Und wenn man auch im Life-Modus, also wenn man mit dem Display durch das Objektiv guckt, entsprechend weit hineinzoomen kann, eignet sich das Display überdies sehr gut zum Scharfstellen. Allerdings eher nur dann, wenn man statische Motive vom Stativ aus fotografiert. Wenn man nämlich so weit hineinzoomt, dass man die Schärfe wirklich beurteilen kann, sieht man natürlich nur einen kleine Ausschnitt des Bildes.

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Kommentare

kritisch-konstruktiv 11/24/2013 22:41

Auch den Artikel finde ich grunsätzlich gut.

Hier muss ich dich aber rügen, dass du Bridge-Kameras nicht erwähnt hast.
Diese haben ein festes, aber hochwertiges Objektiv mit einem normalerweise sehr breiten Zoombereich.

Sie sind Kompaktkameras punkte Bildqualität überlegen und sind eine einfachere und konstengünstigere Alternative zu Spiegelreflex-Kameras.

Fokko 11/25/2013 12:15



"Hier muss ich dich aber rügen, dass du Bridge-Kameras nicht erwähnt hast."


LOL Nicht so voreilig, nicht so voreilig... Warteden dritten Teil der Artikelserie ab...


 



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