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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

30. Dezember 2013 1 30 /12 /Dezember /2013 09:08

... der Krise. Als physisches Geld in unseren Geldbeuteln erschien der Teuro Anfang 2002. Zuvor existierte er aber bereits drei Jahre als Buchgeld und wird daher an Neujahr 15 Jahre alt. Aller Schönrederei zum Trotz kann jeder selbst feststellen, was ihm diese Jahre gebracht haben, wenn er guckt, was er heute und seinerzeit verdient bzw. verdient hat und was er sich dafür kaufen kann bzw. konnte.

   Und da sieht es für die Masse der Menschen düster aus. Und selbst wenn es ein kleines Plus beim Lebensstandard gegeben hat, entspricht der Zuwachs der Einkommen nicht dem, was wir für die Steigerung unserer Produktivität in diesem Zeitraum bekommen müssten. Wenn wir die Entwicklung unseres Lebensstandards im Vergleich zu der unserer Produktivität über einen noch längeren Zeitraum betrachten, wird das noch deutlicher: In den 70er Jahren gab es außer in wirklichen Massenfertigungen wie dem Automobilbau noch kaum Automatisierung. Trotzdem haben wir heute wenig mehr als damals: Was wir tatsächlich damals nicht hatten und heute haben, ist bei näherem Hinsehen lediglich billiger elektronischer Schund aus Ostasien, der sich aufgrund von Billiglöhnen und fortgeschrittener Halbleitertechnik für Spottpreise herstellen lässt. Und während ein Haushalt, auch einer mit Kindern, in den Siebzigern noch von Papis Lohntüte allein leben konnte, ist es heute selbst mit zwei Einkommen so knapp, dass viele Leute auf Kinder verzichten.

   Noch schlimmer: Früher konnten sich auch gering Qualifizierte (vulgo: Hilfsarbeiter) trotz Kindern oft sogar den Bau oder Kauf eines Hauses leisten, wenn beide Eltern arbeiteten. Heute ist das selbst für gut verdienende Fachkräfte schwierig. Ungelernte können heute an so etwas kaum denken. Wenn sie überhaupt Arbeit haben, verdienen sie Hungerlöhne bei Sklavenvermietern und sonstigen Gradgrinds.

Wie kommt das?  

   Wie ich hier schon früher gezeigt habe, liegen unsere wirtschaftlichen Probleme jedoch nur zu einem gewissen Teil am Euro und daran dass man unser sauer verdientes Geld denjenigen in den Rachen wirft, die den wirtschaftlich schwächeren Euro-Ländern mehr geliehen haben, als sie zurückzahlen können. Im Prinzip war auch schon die gute, alte D-Mark krank, denn auch sie war Fiat-Money, welches nur mit Kreditaufnahme geschöpft wurde.

   Eine Rückkehr zur DM allein hilft nicht wirklich weiter, die Währungsreform wird mit einem Haircut verbunden sein müssen, wenn sich die wirtschaftliche Lage bessern soll. Dass dies passiert, wird immer wahrscheinlicher, auch wenn es anders aussieht, weil WR und HC schon vor Jahren vorhergesagt wuden, aber immer noch nicht stattgefunden haben. Tatsächlich lässt sich nicht sagen, wie lange und mit was für Tricks sich das an sich unabwendbare Ende unseres Währungssystem noch hinauszögern lässt.

Was tut der Selbstversorger im Neuen Jahr? 

    Auch wenn der große Knall vielleicht noch zehn oder gar mehr Jahre auf sich warten lässt, kann derzeit nur davor gewarnt werden, in Geldwerte zu investieren: Lebensversicherungen, offene Fonds, Sparguthaben und dergleichen können mit einem Federstrich wertlos werden - nicht nur bei einer Währungsreform mit Haircut, sondern auch durch "Gläubigerbeteiligung" bei der "Rettung" von Staaten und Banken.

   Edelmetalle, von bestimmten Leuten seit Jahren angepriesen, sind wohl kaum der Weisheit letzter Schluss. Was seit dem Knick im Goldpreis auf den einschlägigen Seiten zu lesen steht, klingt nicht viel anders als die Endsiegparolen der Euro-Retter. Allenfalls kann man, wenn man wirklich Geld übrig hat, sich ein wenig Gold hinlegen, um auf jeden Fall im Rahmen des Notwendigsten flüssig zu sein. Aber selbstverständlich nicht im Banksafe, denn da kommt man im Ernstfall wahrscheinlich nicht dran.

   Am besten ist wie immer die Investition in produktives Sachvermögen: Acker- und Gartenland, Maschinen, Werkzeuge und dergleichen helfen immer weiter, egal wie es um das Geld steht. Alles, was hilft, Arbeit direkt in nutzbare Güter zu verwandeln, bewirkt ein Stückchen Unabhängikeit von der Wirtschaftslage.

Neues bei der Energiegewinnung aus Sonnenkraft 

   Am besten gewinnt man natürlich auch seine Energie selbst. Photovoltaik ist zwar nicht der Weisheit letzter Schluss und ich bin in der Tat nicht als großer Freund dieser Technik bekannt. Allerdings ist es unbestritten die Technik, die einfach zu installieren und zu betreiben ist und praktisch überall funktioniert, wenn man nicht gerade im Schatten eines Mammutgebäudes oder in einem engen Hochgebirgstal wohnt. Ein paar Solarmodule lassen sich auch auf einem kleinen Grundstück, notfalls sogar auf dem Balkon einer Etagenwohnung unterbringen. Wenn die Trends anhalten, werden steigende Energiepreise und immer preisgünstigere Photovoltaik wohl in Zukunft auch diese Technik unabhängig von staatlicher Förderung interessant machen.

   Wer gerne tüftelt, dengelt, schraubt und schweißt, kann sich auch mit Biomasse befassen. Neben Dingen wie Sterlingmotoren, Holz- und Biogas könnte eine weitere Technik interessant werden, die ebenfalls letzendlich die Sonne nutzt: Die Erzeugung von Öl mit Hilfe von Grünalgen. Ich selbst weiß noch nicht viel darüber, vor allem nicht, wie das Verhältnis von Aufwand und Wirkung ist, will die Sache jedoch im Auge behalten.

   Interessant ist diese Technik vor allem deswegen, weil es einerseits kein Hightech ist und andererseits die Energie in Form des gewonnenen Öls gespeichert werden kann. Das sind Vorteile gegenüber der Photovoltaik; der Nachteil besteht darin, dass die Technik Arbeit macht: Wie man im verlinkten Film sieht, muss man die Algen ja immer wieder ernten und zu Öl weiterverarbeiten.

   Das gilt allerdings auch für das Gemüse aus dem Garten genauso wie auch für das selbst geworbene Brennholz. Von nichts kommt nichts und der Selbstversorger-Gedanke besteht ja darin, eigene Arbeit direkt in nutzbare Werte umzuwandeln. Das hebelt nicht nur die Abzocke auf dem Weg "Arbeiten für Lohn - Kaufen mit Geld" aus, sondern macht zudem unabhängig von der Wirtschaftslage.

   Auch 2014 wird es sich lohnen, selbst zu denken und selbst Hand anzulegen. Wer schlau ist, gibt von dem Geld, das er verdient, möglichst wenig für Vebrauchsgüter aus und mehr für Dinge, mit denen man Verbrauchsgüter selbst erzeugen kann. Wer seinen Hintern hoch bekommt und sich statt eines Fisches eine Angel kauft, wird nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen satt.

  In diesem Sinne wünsche ich Euch allen

            ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr!

Euer Fokko                  

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Kommentare

brandubh 01/25/2014 02:24

Was hat denn der Euro damit zu tun, dass die Löhne sinken?
Die Löhne sinken seit der Wende und diese Tatsache hat mit dem Euro ungefähr soviel zu tun wie das Wetter mit erneuten Wahl Merkels zur Kanzlerin.
Schon mal was von Politik gehört? Sozialpolitik? Wirtschaftspolitik? Neoliberalismus?

Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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