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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

23. November 2013 6 23 /11 /November /2013 11:46

Mittlerweile ist bei uns die installierte Leistung an Kraftwerken, die Strom aus regenerativen Quellen gewinnen, so hoch, dass die Regenerativen einen spürbaren Beitrag zur gesamten Stromversorgung leisten. Vor diesem Hintergrund sollte auch mehr und mehr Skeptikern klar werden, dass eine Vollversorgung mit Energie aus regenerativen Quellen schon lange keine Utopie mehr ist.

winterabend

Auch bei 100% Regenerativen müssen die Lichter nicht ausgehen

Je näher nun das Ziel „100% Regenerative“ rückt, um so wichtiger wird es, sich Gedanken darüber zu machen, wie man mit 100% Regenerativen auch 100% Versorgung erreicht. Tatsächlich sind ein Energiemanagement mit fossilen Energieträgern und ein solches mit regenerativen Quellen zwei verschiedene Paar Stiefel. Daher wird mit der Umstellung auf Öko-Energie eine neue, komplexere Denkweise beim Sicherstellen der Versorgung notwendig.

Grund-, Mittel- und Spitzenlast

Das derzeitige Modell für die Planung der Energieversorgung kennt Grund-, Mittel- und Spitzenlast und Kraftwerke, die zur Deckung dieser Arten von Energiebedarf benutzt werden. Die Grundlast ist der Strombedarf, der praktisch immer vorhanden ist. Grundlastkraftwerke müssen sich nicht besonders gut regeln lassen. Man kann dafür Kraftwerke verwenden, die bei hohen Fixkosten geringe variable, also Kosten pro erzeugter kWh verursachen. Solche Kraftwerke arbeiten am wirtschaftlichsten, wenn sie ständig mit ihrer größten dauerhaft möglichen Leistung betrieben werden, da so die hohen Fixkosten am besten ausgenutzt werden. Typische Grundlastkraftwerke sind Braunkohle- und Laufwasserkraftwerke. Sie lassen sich zwar auch regeln – Wasserkraftwerke sogar sehr gut – sollten jedoch aus Gründen der hohen Fixkosten und bei Laufwasserkraftwerken auch, weil der Wasserstand meist gleichmäßig gehalten werden soll, möglichst gleichmäßig ausgelastet werden.

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Konventionelle Kraftwerke können Energie quasi nach Wunsch liefern (Foto:  Michael Wegner / pixelio.de)

Mittellastkraftwerke müssen etwas besser zu regeln sein. Sie werden vor allem dazu genutzt, die höheren Strombedarfe im Tagesgang zu decken. Dieser weist Zeiten auf, zu denen vorhersehbar mehr Strom benötigt wird, zum Beispiel zu den Zeiten wenn in Fabriken hauptsächlich gearbeitet wird oder beim Dunkelwerden, wenn überall die Lichter angehen. Steinkohlekraftwerke sind hier vor allem zu nennen, denn sie sind im billiger als Braunkohlekraftwerke, verursachen aber höhere Brennstoffkosten. Daher eignen sie sich dafür, nur zu bestimmten Zeiten benutzt zu werden, zu denen man dann die etwas höheren Kosten der kWh akzeptiert.
Spitzenlastkraftwerke schließlich sollen schnell anspringen und auch schnell wieder herunter zu regeln sein. Man verwendet sie, um auf Bedarfsspitzen zu reagieren, die nur kurz dauern und wenig vorhersehbar sind. Wenn hier nun die kWh auch etwas teuer ist, macht das nicht viel aus, denn man braucht sie ja verhältnismäßig selten. Für die Aufgaben von Spitzenlastkraftwerken kann man beispielsweise Gaskraftwerke einsetzen.

Normalerweise stehen die Brennstoffe für konventionelle Kraftwerke immer zur Verfügung. Daher können sie auch zu jeder Zeit Strom in dem Rahmen liefern, für den sie ausgelegt wurden. Das Stromanagement beschränkt sich deswegen hier darauf, vorausgeplant (Mittellast) oder ad hoc (Spitzenlast) auf den jeweiligen Strombedarf zu reagieren.

Das Problem der Volatilität

  Anders bei der Stromgewinnung aus Regenerativen: Hier kommt zum schwankenden Bedarf noch ein schwankendes Angebot hinzu. Wind und Sonne sind so genannte volatile (flüchtige) Energiequellen. Man kann von ihnen nicht erwarten, dass sie immer dann verfügbar sind, wenn man sie benötigt. Diesen Aspekt muss man ganz besonders berücksichtigen, wenn man eine 100%ige Versorgung aus regenerativen Quellen plant. Und ohne sie wird es kaum gehen, denn vor allem die Windkraft stellt ein riesiges Potential dar, welches auch noch zu sehr geringen Kosten genutzt werden kann. Auch die Sonnenenergie hat ein immenses Potential, dabei jedoch den Nachteil, das sie sehr teuer und vor allem mit Halbleitern genutzt wird, die industriell und mit Umweltbelastungen hergestellt werden. Hier sollte man auf jeden Fall den Umweg über die Solarthermie nicht vernachlässigen, also auch an Solar-Stirlingmotoren und solarbetriebenen Dampfkraftwerken forschen.

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Mit Windkraft kann man im Prinzip genug Strom erzeugen - nur eben nicht immer genau dann, wenn man ihn gerade braucht

Ein guter Mix

Nun sind nicht alle regenerativen Energiequellen volatil. Biomasse kann wie fossile Brennstoffe auch, vorgehalten und zum gewünschten Zeitpunkt verstromt werden. Besonders Biogas kann sehr flexibel sein. Zwar lässt sich der Gärprozess nicht schnell regeln, aber das entstehende Gas kann gut gespeichert und dann verstromt werden, wenn Strom gebraucht wird.

Mithilfe der Kombination von volatilen Quellen und Biomasse lassen sich flexible „Energieparks“ aufbauen: Bis zu einem gewissen Grad ergänzen sich bereits Wind und Sonne. Wenn die Sonne nicht scheint ist es öfter windig und umgekehrt. Allerdings gibt es auch Bewölkung ohne Wind genauso wie sonniges und gleichzeitig windiges Wetter.

Es bietet sich zum Beispiel an, Sonnen und Windkraftwerke mit Biogasanlagen zu koppeln. Solange Sonne und Wind genug Strom liefern, wird das gleichzeitig erzeugte Biogas in einem Gasbehälter gespeichert. Sowohl Solarzellen und Solar-Stirlingmotoren als auch Biogasmotoren lassen sich gut regeln. Wenn die Kapazität aller drei Kraftwerke und die des Gasbehälters aufeinander abgestimmt sind, kann ein ein solches Verbundkraftwerk praktisch zu jeder Zeit zwischen Null und der Höchstleistung flexibel in Anspruch genommen werden. Zumindest im kleinzelligen, dezentralen Stil – und genau so sollte Stromerzeugung aus regenerativen Quellen ja auch stattfinden – kann man so eine sehr einfache bedarfsgeführte Stromversorgung bauen, ohne an Grund-, Mittel- und Spitzenlast zu denken.

Stromspeicherung mit Windgas

Schade ist es bei einer solchen Anlage, dass Wind- und Sonnenenergie ungenutzt bleiben, wenn aus ihnen zusammen mehr Strom gewonnen werden kann,als im Augenblick benötigt wird. Um diesen Nachteil zu beseitigen, benötigt man eine Möglichkeit, überschüssigen Strom zu speichern.

Auch diese Möglichkeit ist in Sicht: Mit Hilfe der Elektrolyse und des Sabatier-Prozesses lässt sich mit Strom Methan herstellen, aus dem auch Erdgas besteht. Dazu benötigt man noch CO2, das jedoch im Biogas vorhanden ist, welches nichts anderes darstellt, als eine Mischung aus Methan und CO2. 
Man muss das CO2 noch nicht einmal vom Methan trennen, sondern kann das Biogas direkt in den Sabatierprozess einbringen. Aus dem enthaltenen CO2 und dem zugeführten Wasserstoff entstehen Wasser und Methan. Wenn man das Wasser und gegebenenfalls noch ein paar sonstige Verunreinigungen abscheidet, hat man praktisch reines Methan, was wie gesagt das gleiche ist wie Erdgas.

Ist die Anlage nun so ausgelegt, dass mehr Methan erzeugt wird, als in wind- und sonnenarmen Zeiten für die Stromerzeugung benötigt wird, kann man den Überschuss anderweitig verwenden. Man kann ihn in das Erdgasnetz einspeisen, wo genügend Speicherkapazität vorhanden ist bzw. mit verhältnismäßig einfachen, längst beherrschten und bewährten Techniken zusätzlich geschaffen werden kann. Man kann ihn aber auch zum Autofahren verwenden, wobei Erdgasautos samt Betankungstechnologie im Gegensatz zu elektrischen bereit heute alltagstauglich sind. Eine solche Anlage auf genossenschaftlicher Basis betrieben könnte ein ganzes Dorf mit Strom, Heizwärme und Kraftstoff für Autos versorgen.

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Biogas kann auch gespeichert und bei Bedarf verstromt werden, daher ist es bereits jetzt eine gute Ergänzung zur Windkraft. Bigaskraftwerke können aber auch CO2 liefern, welches man zur Erzeugung von ebenfalls speicherbarem Methan mittels überschüssigem Wind- oder Sonnenstrom benötigt. (Foto: Wilhelmine Wulff / pixelio.de)  

Problem Wirkungsgrad der Windgaserzeugung

Ein Kritikpunkt an der Windgaserzeugung ist der verhältnismäßig geringe Wirkungsgrad von etwa 60%. Das hört sich zunächst nicht so gut an. Jedoch sollte man dabei bedenken, dass Windkraft an sich schon sehr billig ist und dass man bei Erzeugung von Strom mit konventioneller Technik immer auch den Energiebedarf für die Beschaffung, also Gewinnung, Transport und ggf. Aufbereitung, in die Betrachtung des Wirkungsgrades einbeziehen muss.

Dazu kommt, dass man mithilfe von Windgas praktisch jegliches Windaufkommen „mitnehmen“ kann. Man darf wohl davon ausgehen, dass bei einer Vollversorgung mit Strom aus regenerativen Quellen soviel Windkraft im Energiemix sein wird, dass es Zeiten mit mehr Windstrom gibt, als man braucht. Diesen sonst zu 100% „verschenkten“ Windstrom kann man mit Windgas dann wenigsten zum Teil nutzen.

Problem Kohlendioxid-Mangel

  Von Skeptikern der  Windgaserzeugung wird auch die Frage gestellt, wo das viele Kohlendioxid für die Methanisierung des Elektrolyse-Wasserstoffs herkommen soll. Sollte das CO2 für den Sabatier-Prozess jedoch knapp werden, gäbe es noch die Möglichkeit, das im Abgas der Biogasmotoren enthaltene wiederzuverwenden. Das ginge vermutlich besonders gut, wenn man anstelle von Luft den Sauerstoff aus der Elektrolyse für den Betrieb der Motoren nehmen würde. Ein zusätzlicher Vorteil dabei wäre, dass so auch keine Stickoxide entstehen würden.

Soweit das aus Windstrom erzeugte Methan wieder verstromt wird, kann ein kompletter Kreislauf stattfinden: Wasserstoff aus der Elektrolyse plus CO2 ergibt Methan und Wasser. Dieses ergibt beim Verbrennen im Gasmotor mit dem Sauerstoff aus der Elektrolyse weiteres Wasser und außerdem Kohlendioxid, also wiederum die Stoffe, die man für die Elektrolyse und den Sabatier-Prozess braucht.

  Somit wäre eine reine Wind- oder Sonnenstromanlage mit Speicherung des überschüssigen Stroms mithilfe von Windgas möglich, die außer für eine Erstbefüllung und zum Ausgleich von Verlusten kein CO2, benötigt, sofern alles erzeugte Gas wieder verstromt wird. In dem Maße, in dem die Anlage jedoch auch Gas nach außen liefern soll, benötigt sie auch Kohlendioxid.

  Ist eine Biogasanlage mit im Verbund, fällt im Gärprozess und beim Verstromen auch CO2 an. Hier könnte also in dem Maße auch Windgas nach außen geliefert werden, wie Kohlendioxid bei der Biogasherstellung und -verstromung entsteht. Wenn Windgas ohne eine an die Anlage zu dessen Erzeugung gekoppelte Biogasanlage erzeugt werden soll, kann dies aber auch auf jeden Fall überall dort geschehen, wo bei (industriellen) Prozessen Kohlendioxid entsteht – beispielsweise bei der Herstellung von Alkohol durch Gärung. Außerdem ließe sich sicher auch das CO2 aus Kompostieranlagen nutzen, wobei dies allerdings schade wäre, weil eigentlich alles, was zum Kompostieren geeignet ist, auch zu Biogasherstellung taugt.

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20. November 2013 3 20 /11 /November /2013 20:02

Tomasz Adamkiewicz aus der polnischen Stadt Lodz hat sich einen alten Straßenbahnwagen restauriert und darf damit sogar auf dem Schienenetz der dortigen Straßenbahn fahren. Auch Gäste können an seinem Vergnügen teilhaben und dabei auch etwas über die Stadt erfahren: Zusammen mit einem Fremdenführer bietet der Privat-Straßenbahner Stadtrundfahrten an. Wer Schienenfahrzeuge liebt oder ganz einfach eine Staftrundfahrt ohne Stau machen möchte, sollte sich diese Attraktion nicht entgehen lassen, wenn er einmal nach Lodz kommt.

Und hier gibt es schon einmal ein Video dazu     

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17. November 2013 7 17 /11 /November /2013 00:28

Im ersten Teil dieser Artikelserie ging es um Digitalkameras im Allgemein und um digitale Kompaktkameras im besonderen. Wie mit einfachen konventionellen Kameras auch, kann man mit Ihnen die meisten fotografischen Aufgaben lösen – oft sogar mit verblüffend guten Ergebnissen. Doch bei bestimmten Aufgaben stoßen kleine, idiotensichere Kameras an ihre Grenzen. Will man diese überschreiten, benötigt man aufwendigere Kameras, die mehr Kontrolle über das Bild bieten, jedoch auch höhere Ansprüch an den Bediener stellen.

 

Digitale Spiegelreflex-Systemkameras (DSLR)

Ein großer Nachteil der kompakten Digitalkameras – und für Handykameras gilt das noch mehr – sind die kleine Optik und der kleine Bildsensor. Dadurch wird das Bild sozusagen aus wesentlich weniger Licht gemacht als bei einem großen Sensor und einer großen Optik. Das bewirkt nun, dass das Signal des Sensors kräftig verstärkt werden muss, wobei Rauschen entsteht. Das setzt den fotografischen Möglichkeiten natürlich gewisse Grenzen – woran es auch nichts ändert, dass es heute kompakte und Handykameras mit gewaltigen Megapixel-Zahlen gibt. Im Gegenteil: Die Bildqualität sinkt sogar, wenn man zu viele Pixel auf den Sensor packt.,weil dann das Signal jedes Pixels schwächer wird. Und dann muss es entsprechend stärker verstärkt werden, wobei dann dummerweise das qualitätsmindernde Bildrauschen entsteht.

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Eine Digitale Spiegelreflexkamera bietet mehr Kontrolle über die Aufnahme und damit mehr gestalterische Möglichkeiten... (Bild: Bärbel Wollny)

Digitale Spiegelreflexkameras haben größere Objektive und größere Sensoren. Es gibt so genannte Vollformatsensoren, die das Kleinbildformat 24x36 mm aufweisen (und sogar noch größere). Allerdings sind Kameras mit so großen Sensoren leider immer noch recht teuer. Ein recht guter Kompromiss ist das APS-C-Format von Canon, das zwischen einem Drittel und halb so groß ist wie das Kleinbildformat. Kameras in diesem und dem ähnlichen DX-Format sind mittlerweile erschwinglich und machen sehr ordentliche Bilder.

  Ein großer Vorteil der DSLR-Systemkameras ist, dass man nicht nur wie bei den kompakten alle Einstellungen von einem Programm ausführen lassen, sondern auch alles von Hand einstellen kann. Außerdem sind die Möglichkeiten des „programmierten“ Fotografierens vielseitiger und man kann natürlich auch Zwischenlösungen zwischen dem automatisierten und dem manuellen Einstellen wählen. Die wichtigste der Möglichkeiten jedoch ist die, alles von Hand einstellen zu können: Diese Möglichkeit ist das, was eine Kamera zu einem mächtigen künstlerischen Werkzeug macht.

Ich persönlich zum Beispiel habe früher vor allem mit Kameras fotografiert, die zur von mir gewählten Blende automatisch die richtige Belichtungszeit auswählen konnten und habe diesen Modus viel genutzt. Im Prinzip reichte mir aber aber auch der eingebaute Belichtungsmesser meiner Icarex, bei der ein Zeigerchen anzeigte, wenn die Kombination aus Blende und Verschlusszeit o.k. War. Mit der Blende legt man nämlich in Verbindung mit der Entfernungseinstellung fest, welche Bereich im Bild scharf sein soll: etwa nur das Gesicht bei einem Portrait oder auch alles von vorn bis hinten, wenn es eine Landschaftsaufnahme bis zum Horizont werden soll, bei der auch im Vordergrund noch etwas zu sehen ist.

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... wie zum Beispiel selektive Schärfe...

Wie man es gelernt hat, so treibt man es meist weiter und daher benutze ich auch bei meiner Canon EOS700D die Zeitautomatik, bei der ich wie in den Days of Old die Blende selbst vorwählen und die Belichtungszeit von der Kamera ermitteln lassen kann. Außerdem freunde ich mich derzeit mit dem Autofokus an, auch wenn mich der bisher noch nicht immer zufriedenstellt. Aber ich denke mal, dass ich hinter die Feinheiten noch kommen werde. Wenn es jedoch darum geht, ganz gezielt bestimmte Bereiche scharf abzubilden, dann ist das manuelle Scharfstellen der sichere Weg.

  Ein wichtiger Vorteil der digitalen Fotografie besteht darin, dass man seine Aufnahmen sofort sehen kann. Man kann sogar einen Laptop mitschleppen, auf dem man die entsprechende Software installiert hat und noch am Tatort gucken, was sich aus den Aufnahmen machen lässt - wenn man sich etwa nicht sicher ist, ob die bislang geschossenen Aufnahmen das sind, was man haben wollte. Das erspart nicht nur eine weitere Fahrt an die Location, wenn die Bilder mal nichts geworden sind. Man kann auch die Lösungen, die einem zu den erkannten Fehlern einfallen, umsetzen bevor man sie vergisst und sehen, ob sie tatsächlich Lösungen sind.

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... oder Beeinflussung der Belichtung

Außerdem kann man mit einer Digitalkamera ohne Rücksicht auf Kosten jedes mal praktisch beliebig viele Aufnahmen machen. Eines, vielleicht sogar das wichtigste Geheimnis der Profifotografen besteht nämlich darin, dass sie viele, viele Aufnahmen machen. Ich meine, einmal gelesen zu haben, dass früher für die typischen Fotoreportagen im Stern mit sechs Bildern 60 Kleinbildfilme oder mehr verschossen wurden. Heutzutage kosten die Speicherkarten, auf die man so viele Bilder bringt wie auf 60 Kleinbildfilme, nicht mehr oder gar weniger, als damals die entsprechend hochwertigen Filme kosteten – und man kann sie obendrein immer wieder verwenden.

Das RAW-Bildformat

Was mir persönlich ebenfalls gut gefällt ist, dass man gewissermaßen für jedes Bild einen anderen Film verwenden kann. Wollte man früher auf unterschiedlichem Material fotografieren, etwa Schwarz-Weiß und Farbe oder mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten, musste man entweder eine Kamera mit Filmkassetten haben, wie vor allem bei Mittelformatkameras üblich, oder man musste mehre Kameragehäuse besitzen, die mit den verschiedenen Filmen geladen wurden, die zur Anwendung kommen sollten.

Die Empfindlichkeit kann man beim digitalen Fotografieren vorher an der Kamera einstellen und die Farbwiedergabe hinterher beim so genannten Entwickeln der Bilder. Von digitalen Spiegelreflexkameras kann man sich die Bilder nämlich nicht nur, wie bei den kompakten Knipsen als JPEG liefern lassen, sondern auch im RAW-Format. Das ist ein Dateiformat, welches ganz einfach alles enthält, was die Kamera „gesehen“ hat. Mit einer entsprechenden Software werden diese RAW-Bilder dann – so sagt man tatsächlich - „entwickelt“, dass heißt, man legt fest, was aus den darin enthaltenen Farbdaten gemacht gemacht wird, welche die Kamera geliefert hat und speichert das Ergebnis in einem der bekannten Formate.

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Im RAW-Format auf den Computer übertragene digitale Fotos können nachträglich noch stark beeinflusst werden

Das hört sich komplizierter an, als es ist. Ein einfaches Programm dafür wird mit der Kamera geliefert. Wenn man die RAW-Dateien der Bilder damit ansieht, werden sie „on the fly“ nach einer Art Standardverfahren entwickelt, so dass man in aller Regel so bereits ansehnliche Bilder bekommt. Die kann man dann ganz einfach so abspeichern und erhält JPEGs, TIFFs oder PNGs, die man weiter verwendet. Wer Lust dazu hat und sich in die Geheimnisse der Entwicklung von RAW-Dateien einarbeiten möchte, kann aber auch noch an verschiedenen Schräubchen drehen und die Bilder modifizieren. Dazu kann man dann auch aufwändigere Software verwenden, die aber noch nicht einmal etwas kosten muss: Es gibt hierfür das Open-Source-Programm RawTherapee, welches auch recht hohe Ansprüche an die Möglichkeiten einer solchen Software erfüllt.

Beim Entwickeln einer RAW-Datei mit einem Programm wird diese selbst nicht verändert, sondern lediglich die Veränderungen gespeichert, die man vornimmt, das so genannte Rezept. Man kann daher für ein Bild auch mehrere Rezepte erstellen und dann dasjenige zum Erzeugen einer Bilddatei verwenden, welches einem am besten gefällt. Oder man erzeugt unterschiedliche Bilder ein- und derselben RAW-Datei. Außerdem kann man ein für eine RAW-Datei erstelltes Rezept auch für andere RAW-Dateien verwenden. Das macht zum Beispiel Sinn und spart Arbeit, wenn man eine Reihe von Aufnahmen unter den gleichen Bedingungen geschossen hat und daher auf die gleiche Art und Weise modifizieren will.

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Mit RawTherapee werden von den RAW-Dateien "Abzüge" in gängigen Bildformaten gemacht

Bei der digitalen Fotografie kann man außerdem im Nachhinein auch Verzeichnungen modifizieren, die durch die Perspektive entstehen. Das auffälligste Beispiel dafür sind die so genannten stürzenden Linien bei Gebäuden. Früher musste man die beim Vergrößern ausgleichen bzw. man verwendete spezielle Kameras, bei denen sich allerhand verschieben und schwenken lässt und die natürlich teuer sind und sich nur für ausgesprochene Architekturfotografen lohnen. Heute haben gute Bildbearbeitungsprogramme Funktionen, mit denen man Verzeichnungen entfernen kann – und natürlich auch absichtlich einbauen, wenn das als Effekt gewünscht wird.

Das Display

Wie einfache, kompakte Digitalkameras auch, verfügen DSLR-Kameras über Displays, auf denen man sich nicht nur die Einstellungen und die bereits geschossenen Bilder anzeigen lassen kann, sondern auch den Blick durch die Linse. Meist kann man das Display sogar ausklappen und schwenken. Dann muss man die Kamera nicht unbedingt auf Augenhöhe haben, um das Motiv aufzufassen, sondern kann zum Beispiel eine Rockband über die Köpfe der Konzertbesucher hinweg fotografieren, oder einen Pilz, ohne dass man sich dabei auf den Bauch zu legen braucht.

Bei einer DSLR ist das Display natürlich größer als bei einer kompakten Digitalkamera und wenn man hineinzoomt kann man recht gut die Schärfe einer geschossenen Aufnahme beurteilen. Und wenn man auch im Life-Modus, also wenn man mit dem Display durch das Objektiv guckt, entsprechend weit hineinzoomen kann, eignet sich das Display überdies sehr gut zum Scharfstellen. Allerdings eher nur dann, wenn man statische Motive vom Stativ aus fotografiert. Wenn man nämlich so weit hineinzoomt, dass man die Schärfe wirklich beurteilen kann, sieht man natürlich nur einen kleine Ausschnitt des Bildes.

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10. November 2013 7 10 /11 /November /2013 09:37

Ich habe mir unlängst eine digitale Spiegelreflexkamera zugelegt, um endlich einmal wieder ordentlich fotografieren zu können. Nachdem ich in den 90ern des letzten Jahrhunderts viel Erfahrung mit konventionellen Spiegelreflexkameras, vor allem im Kleinbild- aber auch ein wenig im Mittelformat gesammelt hatte, war ich in den letzten Jahren mit einer kompakten Digitalkamera zu Gange, mit der auch die meisten meiner Fotos für dieses Blog entstanden sind. Nachdem ich nun wieder alle Möglichkeiten einer Sytemkamera zur Verfügung habe, entdecke ich gerade viel Altes neu und lerne außerdem allerhand Neues hinzu. Diese Artikelserie soll nun denjenigen, die in die digtale Fotografie einsteigen möchten, ein paar grundlegende Informationen geben. Im ersten Teil geht es um die Kompakten, die heute praktisch für jedermann bezahlbar sind.     

Herbstnebel

Auch mit einer kompakten Digitalkamera lassen sich recht ansprechende Bilder machen

Vor über 20 Jahren benötigte ich beruflich eine Kamera, um Bildschirmfotos zu machen. Ich legte mir meine erste gebrauchte Spiegelreflex zu und weil ich die nun halt einmal hatte, fing ich das Fotografieren auch gleich richtig an, las Andreas Feininger, Ansel Adams und andere und versuchte deren Lehren nicht nur in die Praxis, sondern auch in gute Bilder, umzusetzen . Ich fing dann auch an, nebenher als freier Mitarbeiter für eine Lokalzeitung zu schreiben und zu fotografieren sowie in Wort und Bild für Fachzeitschriften zu arbeiten.

Die bösen Digitalkameras

Mit der Zeit kamen dann aber Digitalkameras auf den Markt, mit denen man Fotos machen konnte, die sich qualitativ für den Abdruck in farbigen Zeitschriften eigneten. Allerdings waren diese Teile damals noch schweineteuer. Das waren analoge Profikameras vorher zwar auch, aber man brauchte ja nicht unbedingt eine neue. Beim Kleinbildformat war im Laufe von vielen Jahren lediglich das Filmmaterial immer besser geworden, sonst hatte sich nichts geändert – sieht man einmal von denjenigen automatischen, elektronischen und computerisierten Funktionen ab, die es gegen Ende des letzten Jahrhunderts auch bei analogen Kameras schon gab.

Und da Kameras, die einmal recht teuer gewesen waren, so wie z.B. alte Jagdgewehre ebenfalls, auch nach vielen Jahren noch einwandfrei funktionieren, konnte man sich für recht kleines Geld eine ältere vollmechanische Kamera und ältere Objektive zulegen. Aber auch neuere, recht gute Kameras waren gebraucht relativ preisgünstig zu haben. Ebenfalls ähnlich wie bei Waffen, waren auch die Technik der mechanischen Kameras einschließlich der Optik schon seit vielen Jahren so gut, dass man auch mit alten Kameras auf aktuellem Filmmaterial hochwertige Bilder hinbekam und sogar heute noch hinbekommt.

Kodak CX6330

Diese Kodak CX6330 leistete mir jahrelang treue Dienste. Leider funktioniert sie mittlerweile nicht mehr...
 

Dummerweise war man mit analogen Fotos zumindest bei Zeitungen und Zeitschriften aber im neuen Jahrhundert nicht mehr konkurrenzfähig, nachdem sich bei den Profis die digitalen Kameras durchgesetzt hatten. Die waren zwar in der Anschaffung teuer, aber die hohen Kosten für die Filme, die das Fotografieren früher teuer gemacht hatten, entfielen. Für mich waren die Preise für brauchbare digitale Spiegelreflexkameras damals jedoch noch jenseits der Möglichkeiten, vor allem auch, weil ich mit dem Fotografieren nie soviel Geld gemacht habe, dass sich eine Ausrüstung im fünfstelligen Bereich gelohnt hätte. Und so schwanden meine fotografischen Ambitionen dann um die Jahrhundertwende zunächst.

Kompakte Digitalkameras für Jedermann

Vor zehn Jahren lagen dann aber einfache, kompakte digitale Sucherkameras im bezahlbaren Bereich. Mittlerweile brauchte ich Bilder auch hauptsächlich fürs Web und die 3,3 Megapixel meiner Kodak CX 6330 für 199.- Euro (als Auslaufmodell) waren dafür und sogar auch für den Abdruck in Tageszeitungen ausreichend.

Auch für den Hausgebrauch tut es eine solche Kamera allemal, zumal es heute derartige Kameras mit wesentlich mehr Auflösung für wesentlich weniger Geld gibt. Allerdings sollte man sich hier nicht von hohen Auflösungen blenden lassen; warum, davon wird noch die Rede sein. Bereits die 3,3 Megapixel reichten für „Abzüge“, also Ausdrücke auf Fotodruckpapier in dem Größenbereich, in dem auch die Abzüge lagen, die man sich typischerweise von den Aufnahmen aus den früher verbreiteten „Idioten-Leicas“, den kompakten Kleinbildkameras und sonstigen Knipser-Kameras machen ließ.

Blumenkohl

Sachaufnahmen fürs Web, aber auch für den Abdruck bis zu einem bestimmten Format...

So eine Kamera ist tatsächlich etwas für jedermann. Sie ist im Prinzip genauso idiotensicher wie es die kompakten konventionellen Idioten-Leicas mit und ohne Autofokus waren. Den alten analogen haben viele der digitalen Kompakten jedoch voraus, dass sie einen optischen Zoom besitzen, der vom Weitwinkel bis in den Telebereich reicht. Die analoge Variante war typischerweise mit einem 35mm-Objektiv ausgerüstet. Ein 35mm-Objektiv ist im Bezug auf das Kleinbildformat 24x36 mm ein leichtes Weitwinkel, welches das Scharfstellen erleichtert. Dafür verzeichnet es stark, wenn man nahe ans Motiv herangeht.

  Daher haben wohl unzählige Mütter und Omas mit solchen Kameras ihre Kinder bzw. Enkel verunstaltet: Da man mit einem Weitwinkel ein recht großes Bildfeld hat, muss man sehr nahe herangehen, wenn man ein Kindergesicht einigermaßen bildfüllend haben möchte, wobei dann die Verzeichnung gnadenlos zuschlägt. Wenn man dann noch, weil man zu faul ist, in die Hocke zu gehen und sich damit mit dem kleinen Fotomodell auf Augenhöhe zu begeben und gar noch von vorne blitzt, sieht das hübscheste und gescheiteste Kind aus wie eine Abbildung aus einem Lehrbuch für Kinderpsychatrie.

Zoomen und Teleaufnahmen 

  Mit den Zoom-Objektiven der modernen digitalen Kompakten kann man, wie sich das bei Portraits gehört, in den Telebereich gehen, um den notwendigen Abstand halten zu können. Begibt man sich dann noch in die Hocke oder kniet sich hin und lässt den Blitz weg, kann man ohne weiteres mit einer solchen Kamera hübsche Kinderbilder machen. Von vorne blitzen sollte man Menschen, insbesondere Kinder nämlich niemals, nie und nimmernicht, denn die glatten und noch mit wenigen Konturen ausgestatteten Kindergesichter sehen dann aus wie Hefeknödel. Allenfalls die markanten, faltigen Gesichter alter Menschen kann man manchmal von vorne blitzen und trotzdem aussagekräftige Portraits erhalten.

Gartenwerkzeug

... klappten auch mit meiner 3,3-Megappixel-Kompakten recht gut
 

Von der Zoomfunktion hat übrigens nur der optische Teil einen Wert. Der oft vorhandene „digitale Zoom“ ist reine Blendung des Kunden. Er macht nicht anderes als ein Bildbearbeitungsprogramm beim Vergrößern von Ausschnitten: Das Bild wird zwar größer, enthält dadurch aber nicht mehr Informationen.

  Und noch ein Wort zum Autofokus von kleinen Digitalkameras: Auch der von hochwertigeren Kameras versagt in bestimmten Situationen. Auf den von kompakten Knipsen kann sich überhaupt nicht verlassen. Bei den konventionellen Idioten-Leicas fiel dies wohl deswegen nicht auf, weil man bei einem 35mm-Objektiv an einer Kleinbildkamera überhaupt kaum scharfstellen muss. Bei den kompakten Digitalen hingegen ist genaues Scharfstellen jedoch vor allem dann erforderlich, wenn man im Telebereich arbeitet. Dass dies offensichtlich nicht so richtig klappt, ist mir zuerst aufgefallen, weil meine Kodak immer wieder unscharfe Bilder lieferte. Dann sah ich es auch bei Fotos von Besitzern anderer Modelle. Mal klappt es, mal nicht. Daher sollte man grundsätzlich immer mehrere Aufnahmen machen, um wenigstens eine scharfe zu bekommen.

Alles in allem kann man jedoch mit einer digitalen Kompaktkamera, genauso wie mit einer einfachen konventionellen Kamera den größten Teil der fotografischen Aufgaben lösen. Es sind im Grunde eigentlich nur einige spezielle Aufgabenbereiche, für die man eine aufwändige Kamera braucht. Ein zusätzlicher Vorteil der digitalen Kompakten ist, dass sie ein Display besitzen. Das ist nicht nur geschickt, um sich damit seine Bilder sofort ansehen zu können, sondern es ermöglicht es, wie bei einer Spiegelreflex beim Auffassen des Motives durch die Linse zu sehen, was z.B. auch recht nahe Nahaufnahmen mit einem solchen Gerät ermöglicht. Trotzdem sollte eine solche Kamera aber auch einen Sucher besitzen, denn, wie bei einem Computerbildschirm auch, sieht man auf einem Kameradisplay nichts, wenn die Sonne darauf scheint. Außerdem sollte man sich nicht von den großen Megapixelzahlen blenden lassen, denn die können wie bereits erwähnt die Bildqualität sogar verschlechtern anstatt sie zu verbessern.

Eine kompakte Digitalkamera ist also buchstäblich etwas für jedermann. Sie ist heute für kleines Geld zu haben und einfach zu bedienen. Zum Knipsen auf Ausflügen, Veranstaltungen und Festen taugt sie genauso, wie zum spontane Fotografieren von irgend etwas, das fotografiert werden will. Bilder fürs Web kann man mit ihr allemal machen, sogar welche zum Abdrucken in nicht zu großem Format. Sie passt bequem in die Jackentasche und ins Handschuhfach. Und gerade an letzterem Ort kann sie sehr nützlich sein – zur Beweissicherung bei einem Unfall.

Soweit der erste Teil. Im Teil II geht es um digitale Spiegelreflexkameras

 

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2. November 2013 6 02 /11 /November /2013 09:16

Mittlerweile beschäftige ich mich, nachdem ich mir jetzt endlich eine vernünftige Digitale Spiegelreflex zugelegt habe, außer mit 3D-Grafik auch wieder einmal verstärkt mit Fotografie. Bei beidem kommt auch dann und wann etwas heraus, das sich als Desktop eignet.

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Passend zur Saison: Ein Herbstlaub-Desktop

Für diese Bilder habe ich mir eine Pinnwand bei Pinterest eingerichtet, wo man sich diese Dinger ansehen und kostenlos runterladen kann. Bis jetzt sind es erst ein paar im Format 1920 x 1080, aber ich hoffe doch sehr, dass es mit der Zeit mehr werden.

Schaut einfach immer mal wieder rein, irgendwann wird sicherlich auch etwas für Euren Desktop dabei sein:

Fokkos Desktops bei Pinterest 

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30. Oktober 2013 3 30 /10 /Oktober /2013 09:01

 

Nun ist es schon wieder weit über ein Jahr, dass nicht einmal vier Kilo Hund zu uns kamen, um die Nachfolge unseres guten, alten Alfons anzutreten, der auf uns jetzt wohl an der Regenbogenbrücke wartet. László ist mittlerweile etwa eineinhalb Jahre alt und mittlerwile wohl auch so ziemlich ausgewachsen, sieht man einmal davon ab, dass er wie viele junge Hunde noch recht schlaksig ist. Was das Haar betrifft hat er sich, wie eigentlich auch schon am Anfang zu sehen war, eindeutig in Richtung Drahthaar-Vizsla entwickelt - mit einem stattlichen Bart, den er im Ansatz auch schon hatte, als er noch drei Kilo und einige Hundert Gramm wog.

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Aus Kindern werden Leute und aus Welpen Hunde - so sieht László heute aus

 

Obwohl er mit seiner Größe an der unteren Grenze liegt, benimmt sich der Láci Bácsi wie es sich für einen echten Magyar Vizsla gehört: Er ist freundlich, gescheit, gelehrig und vor allem sensibel, anhänglich und verschmust. Aber andererseits auch ein echter Kopfhund, dem man schon auch einmal zeigen muss, wo welcher Hammer hängt.

  Nach dem unser guter, alter Alfons aus praktisch perfekten Verhältnissen kam, war ich skeptisch, ob aus einem Welpen, der früh seine Mutter verloren hat, etwas werden könne. Meine Befürchtungen haben sich jedoch Gott sei Dank nicht bewahrheitet. Tatsächlich ist László ein Bombenhund geworden, den alle lieben und den keiner im Hause mehr missen möchte.    

 

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29. Oktober 2013 2 29 /10 /Oktober /2013 09:13

Ich gebe es zu: Auch ich habe das Märchen von den Autobatterien geglaubt, die nur wenige Jahre halten würden. Tatsächlich aber ist die Lebensdauer der Akkus wesentlich höher und wird von Händlern und Werkstätten grob fahrlässig, wenn nicht sogar vorsätzlich verkürzt.

Allerdings brauche ich mich darüber hier nicht weiter zu verbreiten, denn es reicht, auf die Quelle meiner neuen Weisheit zu verlinken, die Website der Welt:

Der große Nepp mit den anfälligen Autobatterien

Schön, das auch in den Qualitätsmedien hin und wieder etwas bauchbares zu lesen steht.

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24. Oktober 2013 4 24 /10 /Oktober /2013 14:07

Dieses Wochenende ist es wieder so weit: Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt. Das bedeutet, dass wir am Sonntagmorgen eine Stunde länger im Blett bleiben können und es an Montag dann deutlich heller ist, wenn wir aufstehen.

Es gibt ja auch ein Menge Kritik an der Sache, aber ich habe das durch die Sommerzeit gewissermaßen allgemein angeordnete frühere Aufstehen auch diesmal wieder gut überstanden.Ein bisschen lächerlich finde ich es schon, wenn da wieder einige Leute - sogar Ärzte - rumjammern, dass deise herz und Kreislauf nicht gut tun könnte. Man muss sich nämlich einmal sinnig geben, was diese Aussage letztendlich bedeutet: Es soll ungesund sein, wenn man sommertags eine Stunde früher aufsteht....

Was man eventuell tatsächlich hinterfragen sollte, ist dass die Sommerzeit zwar mit der Frühlingstagundnachtgleiche beginnt, aber mehr als einen Monat über die herbsttagundnachtgleiche hinaus beibehalten wird. Da wird es dann gegen Ende morgens doch recht spät hell. Naja, wirklich ausgemacht hat es mir noch nichts, auch nicht in Jahren, in den ich um diese Zeit so früh aufsteh musste, dass es aufgrund der Sommerzeit noch dunkel war, Wie immer habe ich es aber auch dieses Jahre wieder als angenehm empfunden, dass man abends ein Stunde länger Tageslicht hatte. Und jetzt freue ich mich darauf, dass es nun erst einmal wieder ein Stunde früher hell wird. Dafür kommen halt am Abend dann die blaue Stunde und die Dunbkelheit entsprechend früher. Aber auch das ist schön, denn nun ist ja bald auch wieder Samhain oder Haloween mit Rübengeistern und Kürbissen.  

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23. Oktober 2013 3 23 /10 /Oktober /2013 16:03

Bereits seit Jahren fragte ich mich, warum man bei Nachtfahrten immer wieder einäugige Autos sieht. Mittlerweile kenne ich den Grund für dieses Phänomen, denn ich weiß jetzt, was Xenon-Lampen kosten und auch, dass man sie besser nicht selbst auswechselt, selbst wenn man sich die bei heutigen Autos zum Lampenwechsel nötige Schrauberei zutraut.

  Xenonlamp

Xenon-Lampe: Bei genauem Hinsehen mehr Nach- als Vorteile (Foto: PD von Michiglaser, Wikipedia) 

Fragwürdige Technik

Schon als diese Autolichttechnik vor roundabout 20 Jahren aufkam, fiel mir auf, wie unangenehm ihr Licht ist. Und das ist nicht nur eine subjektive Empfindung meinerseits, wie man an den zugehörigen Vorschriften sieht: Xenon-Scheinwerfer müssen zum einen mit einer Scheinwerferwaschanlage ausgerüstet sein, damit das sehr stark blendende Xenon-Licht nicht durch Schmutz auf dem Scheinwerferglas in die Augen anderer Verkehrsteilnehmer gestreut wird. Zum anderen muss eine automatische Leuchtweitenregulierung vorhanden sein – ebenfalls um Blendungen zu vermeiden. Schon das wirft die Frage auf, ob das tolle Xenon-Licht tatsächlich der Verkehrssicherheit oder eher nur dem Profit dienlich ist.

Ärger bei der HU vorprogrammiert  

Sowohl Leuchtweitenregulierungen als auch Scheinwerferwaschanlagen gehören nun jedoch nicht nur zu den ersten Gadgets, die den Geist aufgeben, wenn ein Auto in die Jahre kommt, sondern auch zu denen die nicht einfach und billig repariert werden können, weil in aller Regel teure Ersatzteile nötig sind. Früher wahr das nicht schlimm, denn der TÜV fragte nicht danach, ob diese Dinge funktionieren.
Damit ist aber heute vorbei: Auch bei Autos mit herkömmliche Beleuchtung muss seit einiger Zeit z.B. eine vorhandene Leuchtweitenregulierung auch funktionieren, wenn das Auto eine geklebt bekommen soll. Und bei Autos mit Xenon-Scheinwerfer müssen eben sowohl die automatische Leuchtweitenregulierung, als auch die Scheinwerferwaschanlage sowieso eingebaut sein und dann selbstverständlich auch funktionieren.

EU-Augenwischerei

Mittlerweile gibt es übrigens eine EU-Vorschrift, dass die Scheinwerferlampen ohne Werkzeug von einem Laien zu wechseln sein müssen. Allerdings ist dies auch wieder zu einem großen Teil Humbug, denn es gilt nicht für Autos mit Xenon-Licht, weil es wegen wegen der Hochspannung sowieso nicht von Laien gemacht werden soll, und auch nicht für solche mit LED-Scheinwerfern, weil die angeblich nicht kaputtgehen.

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H4-Biluxlampe: Zuverlässiges, preisgünstiges und vom Fahrer leicht zu wechselndes Leuchtmittel (Foto: PD von Ulfbastel, WIkipedia)

Dem Verbraucher das Geld aus der Tasche gezogen

Beim Xenon-Licht haben wir nun also ein typisches Beispiel dafür, wie man mit nutzloser – und sogar gefährlicher – Technik dem Autofahrer das Geld aus der Tasche zieht. Und das auch noch auf Kosten der Verkehrssicherheit: Wenn ein H4-Birnchen ausfällt, fährt man in den nächsten Feld- oder Waldweg bzw. auf den nächsten Autobahn-Parkplatz und wechselt es mit ein paar Handgriffen aus. Selbst wenn man keine Ersatzlampen dabei hat – was man sollte, zumal die Lampen ja nicht besonders teuer sind – muss nur bis zur nächsten geöffneten Tankstelle einäugig gefahren werden. Wie das bei Autos mit Xenon-Licht oft abläuft, sieht man an den eingangs erwähnten Einaugen, die einem überall begegnen. Das sind klare Argumente für das herkömmliche H4-Licht.  
Wie lange es nun noch Autos mit ganz gewöhnlichem H4-Licht gibt, sei nun aber dahingestellt. Auf jeden Fall aber gilt zumindest vorerst: Finger weg von Autos mit Xenon-Licht!

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Published by Fokko - in Auto
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21. Oktober 2013 1 21 /10 /Oktober /2013 11:16

Moderne Autos besitzen ein System aus unter Umständen ganz schön vielen digitalen Steuergeräten, also gewissermaßen ein eigenes Computernetzwerk. Wenn man so will, "denken" Autos heute - "denken" natürlich nur in Anführungszeichen, so wie das bei anderen Computern und computergesteuerten Dingen auch der Fall ist.

Für viele Reparaturen ist es notwendig oder zumindest hilfreich, auf dieses System zugreifen zu können, also sich sozusagen von dem jeweiligen Auto erzählen zu lassen, was es "denkt". Jeder einigermaßen technisch interessierte Autofahrer, sollte daher ungefähr wissen, um was es bei den beiden Schlagworten "OBD" und "CAN" geht, zumal man über die genormte OBD-Schnittstelle mit recht preisgünstiger Hard- und Software immerhin die emissionsrelevanten Daten der Motorsteuerung auslesen kann.

Unlängst habe ich im Online-Magazin "Automobil-Revue", welches ich als Redakteur betreue, einen Artikel darüber geschrieben. Daher wäre es unsinnig, da Thema hier noch einmal breitzuwalzen und ich verlinke einfach dorthin:

Was Sie über OBD und CAN wissen sollten 

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