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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

23. Oktober 2013 3 23 /10 /Oktober /2013 16:03

Bereits seit Jahren fragte ich mich, warum man bei Nachtfahrten immer wieder einäugige Autos sieht. Mittlerweile kenne ich den Grund für dieses Phänomen, denn ich weiß jetzt, was Xenon-Lampen kosten und auch, dass man sie besser nicht selbst auswechselt, selbst wenn man sich die bei heutigen Autos zum Lampenwechsel nötige Schrauberei zutraut.

  Xenonlamp

Xenon-Lampe: Bei genauem Hinsehen mehr Nach- als Vorteile (Foto: PD von Michiglaser, Wikipedia) 

Fragwürdige Technik

Schon als diese Autolichttechnik vor roundabout 20 Jahren aufkam, fiel mir auf, wie unangenehm ihr Licht ist. Und das ist nicht nur eine subjektive Empfindung meinerseits, wie man an den zugehörigen Vorschriften sieht: Xenon-Scheinwerfer müssen zum einen mit einer Scheinwerferwaschanlage ausgerüstet sein, damit das sehr stark blendende Xenon-Licht nicht durch Schmutz auf dem Scheinwerferglas in die Augen anderer Verkehrsteilnehmer gestreut wird. Zum anderen muss eine automatische Leuchtweitenregulierung vorhanden sein – ebenfalls um Blendungen zu vermeiden. Schon das wirft die Frage auf, ob das tolle Xenon-Licht tatsächlich der Verkehrssicherheit oder eher nur dem Profit dienlich ist.

Ärger bei der HU vorprogrammiert  

Sowohl Leuchtweitenregulierungen als auch Scheinwerferwaschanlagen gehören nun jedoch nicht nur zu den ersten Gadgets, die den Geist aufgeben, wenn ein Auto in die Jahre kommt, sondern auch zu denen die nicht einfach und billig repariert werden können, weil in aller Regel teure Ersatzteile nötig sind. Früher wahr das nicht schlimm, denn der TÜV fragte nicht danach, ob diese Dinge funktionieren.
Damit ist aber heute vorbei: Auch bei Autos mit herkömmliche Beleuchtung muss seit einiger Zeit z.B. eine vorhandene Leuchtweitenregulierung auch funktionieren, wenn das Auto eine geklebt bekommen soll. Und bei Autos mit Xenon-Scheinwerfer müssen eben sowohl die automatische Leuchtweitenregulierung, als auch die Scheinwerferwaschanlage sowieso eingebaut sein und dann selbstverständlich auch funktionieren.

EU-Augenwischerei

Mittlerweile gibt es übrigens eine EU-Vorschrift, dass die Scheinwerferlampen ohne Werkzeug von einem Laien zu wechseln sein müssen. Allerdings ist dies auch wieder zu einem großen Teil Humbug, denn es gilt nicht für Autos mit Xenon-Licht, weil es wegen wegen der Hochspannung sowieso nicht von Laien gemacht werden soll, und auch nicht für solche mit LED-Scheinwerfern, weil die angeblich nicht kaputtgehen.

800px-Bilux

H4-Biluxlampe: Zuverlässiges, preisgünstiges und vom Fahrer leicht zu wechselndes Leuchtmittel (Foto: PD von Ulfbastel, WIkipedia)

Dem Verbraucher das Geld aus der Tasche gezogen

Beim Xenon-Licht haben wir nun also ein typisches Beispiel dafür, wie man mit nutzloser – und sogar gefährlicher – Technik dem Autofahrer das Geld aus der Tasche zieht. Und das auch noch auf Kosten der Verkehrssicherheit: Wenn ein H4-Birnchen ausfällt, fährt man in den nächsten Feld- oder Waldweg bzw. auf den nächsten Autobahn-Parkplatz und wechselt es mit ein paar Handgriffen aus. Selbst wenn man keine Ersatzlampen dabei hat – was man sollte, zumal die Lampen ja nicht besonders teuer sind – muss nur bis zur nächsten geöffneten Tankstelle einäugig gefahren werden. Wie das bei Autos mit Xenon-Licht oft abläuft, sieht man an den eingangs erwähnten Einaugen, die einem überall begegnen. Das sind klare Argumente für das herkömmliche H4-Licht.  
Wie lange es nun noch Autos mit ganz gewöhnlichem H4-Licht gibt, sei nun aber dahingestellt. Auf jeden Fall aber gilt zumindest vorerst: Finger weg von Autos mit Xenon-Licht!

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Published by Fokko - in Auto
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Kommentare

Elektriker 07/13/2014 12:03

Ja, von Xenon Licht kann man nur abraten. Aber von den alten, lichtschwachen Halogenfunzeln mit oft kurzer Lebensdauer genauso. Beides ist längst veraltet.

Als bei meinem letzten fossilen Auto, einem Audi A4 Avant TDI, nach 2 Jahren das erste H7 Leuchtmittel defekt war, dachte ich so superhelle H7er von Phillips/Osram wären toll. Mit den Erfolg, dass
die Scheinwerfer deutlich heller waren, aber sie nur 4 Monate gehalten haben. Dann wieder normale H7er rein, auch nach einem Jahr wieder defekt. Letztlich bin ich dann zu Osram Longlife gekommen,
dunkel aber langlebig. Jetzt muß man dazu sagen, dass die Leuchtmittel da nicht einfach mal in 5 Minuten getauscht sind, sondern zuvor Teile abgebaut werden müssen und sogar der Scheinwerfer nach
Vorne ein Stück herausgezogen werden muss.

Die LED Schweinwerfer von meinem Elektroauto Nissan Leaf Tekna sind jetzt wirklich toll. Hell wie der lichte Tag, super energieeffizient und müssen in der Regel nie getauscht werden.

Fazit: Weg mit dem alten Halogen und Xenon Geraffel!

Kiat Gorina 10/25/2013 11:15

Ganz meine Meinung! XENON-Lampen haben nur Nachteile :-((

Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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