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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

6. Oktober 2013 7 06 /10 /Oktober /2013 11:48

Es ist gut, dass das Internet alternative Medien ermöglicht, die ohne Kontrolle durch die Geldsäcke abweichende Meinungen, Ansichten und Informationen verbreiten können. Sehr gut ist es auch, dass dadurch unter anderem jedermann die Möglichkeit hat, sich über Gegenmeinungen zur neuen Weltreligion "Klimaschutz" zu informieren. Leider ist es nun aber so, dass im Zusammenhang mit dem an sich sehr guten Klimaskeptizismus auch blind auf die Nutzung von regenerativen Energiequellen eingedroschen wird.   

Selbstverständlich ist die menschengemachte Globale Erwärmung kompletter Humbug, Volksverarsche und Abzocke. Darüber sollte man eigentlich gar nicht mehr diskutieren müssen. Die Nutzung regenerativer Energien hingegen ist eine ganz andere Baustelle. Dass sie durch den Klimaschwindel promotet wird, ist lediglich Glück im Unglück, ändert aber aber gar keinen Fall etwas daran, dass sie eine sehr gute Sache ist.

Ob nun die Erdöl- und -gasrerserven entsprechend der Lomonossow-Theorie schnell zu Ende gehen oder sich wieder auffüllen, wie die Anhänger der abiotischen Theorie glauben, spielt zunächst überhaupt keine Rolle, ganz abgesehen davon, dass wir vorerst besser noch vom ungünstigeren Szenario ausgehen sollten, um auf der sicheren Seite zu sein. Fakt ist aber vor allem, dass wir in die Deutschland weder viel Erdöl noch viel Erdgas haben und unsere Steinkohlevorkommen sehr tief liegen und im Gegensatz zu den beiden anderen definitiv endlich sind.

Daher sind regenerative Energiequellen unsere einzige Möglichkeit, uns von der Ölpreis-Abzocke zu befreien und energiemäßig autark zu werden. Weil regenerative Energiequellen praktisch überall nutzbar sind, ermöglichen sie es, Energie dezentral zu erzeugen. Das dient wiederum der Regionalisierung und befreit Kommunen, Unternehmen und Privathaushalte aus dem Würgegriff der Energiemultis.

Leider ist es nun aber so, dass die Energiemultis die regenerativen Energiequellen auch für sich entdeckt haben. Nachdem sie zunächst in Schockstarre gefallen waren, da sie ihre Felle davon schwimmen sahen, wenn überall die Energie in der Nähe der Vebrbraucher gewonnen würde, sind sie nun auf den Trichter gekommen, dass sich regenerative Energiequellen auch zentral nutzen lassen und sie so weiterhin mit ihrem Stromnetz die Leute abzocken können. Den nötigen Umbau sollen wir, die Steuerzahler und Energiekunden ihnen bezahlen. Das ist im Wesentlichen der Inhalt von Muttis Energiewende, die in Wirklichkeit gar nichts mit Fukushima zu tun hat, sondern damit, dass die Energieriesen mittlerweile ein Konzept entwickelt hatten, nach dem sie auch unter den neuen Gegenheiten mehr oder weniger da Monopol auf die Stromversorgung  behalten können. 

Was bekämpft werden muss, ist also nicht die Nutzung von regenerativen Energiequellen an sich, sondern deren Vereinnahmung und zentralisierte Nutzung durch die Energiekonzerne. 

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21. September 2013 6 21 /09 /September /2013 12:38

Derzeit wird aufgrund der morgigen Bundestagswahl wiedereinmal allerhand über eine mögliche Währungsreform gemunkelt: Diese würde noch dieses Jahr kommen, da man sie solange hinausgezögert habe, bis der Machterhalt der alten Regierungseilschaft in trockenen Tüchern sei, oder eine neue Regierung die WR zu verantworten habe.

Sicher ist eine Währungsreform über kurz oder lang unumgänglich. Wann genau sie jedoch nicht mehr zu vermeiden sein wird, weiß niemand – und wenn sie tatsächlich bereits geplant ist, wissen das auch nur wenige. Immerhin ist sie aber jederzeit möglich und man sollte sich nicht mehr auf Geldwert verlassen. Was aber genau passiert bei einer Währungsreform mit Haircut?

Allerhand Schwarzmalerei 

Verschieden Publikationen im Netz malen hier üble Bilder an die Wand – typischerweise mit dem Ziel, den Leuten Gold zu verkaufen. Hier werden schon auch einmal Chaos und Zusammenbruch, Hunger und Bürgerkrieg beschworen. Nicht alle Publikationen gehen so weit, viele beschränken sich darauf, die finanziellen Folgen zu untersuchen. Aber auch hier liest man viel Quatsch: So zum Beispiel wird in den „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ unter einem reißerischen Titel behauptet, dass Schulden bei einer Währungsreform, zunehmen würden. Begründet wird dies damit, dass bei der WR von 1948 Schulden im Verhältnis 10 : 100, Vermögen jedoch im Verhältnis 6,5 : 100 abgewertet wurden. So wurden beispielsweise aus einem Guthaben von 10000 Reichsmark eines von 650 DM, aus einer Schuld von 10000 Reichmark jedoch eine in Höhe von 1000 DM. Daraus schließt nun der Autor:

"So aber stiegen die Verbindlichkeiten real um 53,85 Prozent."

  Das klingt zwar plausibel und stimmt rechnerisch, ist aber trotzdem lupenreiner Quatsch. Warum? Weil man den Nominalwert der Schulden nach einer WR nicht im Zusammenhang mit dem Nominalwert der Guthaben sehen darf. So wie das hier gerechnet wird, stellt sich das nur für Leute dar, die sowohl Guthaben als auch Schulden haben. Wer etwa 10000 Euro Schulden und gleichzeitig auch 10000 Euro Guthaben hat, hätte nach einer WR mit den Faktoren von 1948 650 Mark Guthaben und 1000 Mark Schulden, wäre also von seinem ausgeglichenen Saldo um 350 Mark ins Minus gerutscht. 

Tatsächlich muss man die nach einer WR verbliebenden Schulden aber jeweils mit dem Einkommen vergleichen, das ein Schuldner nach der WR erzielen kann. Daher muss hier auf jeden Fall auch der Umstellungsfaktor der Löhne und Gehälter berücksichtigt werden, der 1948 1:1 betrug. Bei einem Einkommen, welches zu Guthaben und Schulden passt, wäre der Schaden aus dem genannten Beispiel also verschmerzbar.

Da nun aber eine WR nicht aus Jux und Dollerei gemacht wird, sondern Belastungen von der Realwirtschaft nehmen soll, kommt ein weiterer Faktor hinzu, der allerdings im Vorfeld nicht genau beziffert werden kann: Die Einkommensentwicklung nach der WR. Wenn die Währungsreform die gewünschte Wirkung zeigt, wird sich die Wirtschaft besser entwickeln und vor allem können von Schuldenlasten befreite Betriebe wieder besser bezahlen, der entschuldete Staat kann wieder mehr Geld unter die Leute bringen, was wiederum mehr Geschäft für Unternehmen bedeutet und damit mehr Einnahmen. Das bewirkt nicht nur höhere Löhne, sondern auch zusätzliche Jobs.

Gewinner...

Gucken wir uns das einmal an einem Beispiel an und zwar mit den Faktoren von 1948 und zwar anhand eines Hartzis, der auch noch mit 20 000 Euro hoffnungslos verschuldet ist und zum Zeitpunkt der WR 100 Euro auf seinem Konto hat:

Mit dem Umstellungsfaktor 6,5 : 100 (so war es ja 1948) schrumpft sein Bankguthaben natürlich auf traurige 6,50 DM zusammen, für die er sich bei der vermuteten Umstellung der Preise per 1:1 dann gerade mal noch ein Schachtel Kippen kaufen kann.

Das bedeutet für ihn dann eine Durststrecke bis zum nächsten "Zahltag", an dem er dann statt ca. 400 Euro eben 400 DM erhält, für die er sich wahrscheinlich dann wieder das kaufen kann, was er sich vorher für die 400 Euro kaufen konnte.

Allerdings gilt das nur wenn es wider Erwarten hier keine Schonbeträge gibt. Andernfalls fällt die Durststrecke weg, denn seine armseligen 100 Euro fallen dann garantiert darunter und werden zu 100 DM.

  Seine Schulden werden jedoch mit dem Faktor 10:100 abgewertet, so dass aus seinen 20 000 Euro 2000 DM werden. Damit sind diese so geschrumpft, dass es für ihn sogar im Bereich des Möglichen liegt sie zu bezahlen. Wenn unser Hartzi nun jedoch nicht zu den Arbeitslosen gehört, die aufgrund von Krankheit, Behinderung oder fehlender Qualifikation auch bei einer sich wieder verbessernden Wirtschaftslage unvermittelbar bleiben werden, wird er nach einer Währungsreform vermutlich wieder einen Job finden und aus der Armutsfalle entkommen.

Aber selbst im anderen Falle gibt es für ihn Hoffnung: Wenn öffentliche Hand und Wirtschaft entschuldet sind, wird auch wieder mehr Geld für Soziales da sein. Das bedeutet dann neben einer eventuellen Aufstockung von Transferleistungen auch mehr Geld für Qualifizierungen, Arbeitsplätze für Behinderte, staatlich geförderte Arbeit und eventuell sogar wieder ein paar mehr Hilfsarbeiterjobs vorhanden sein wird.

  Ähnlich wird es arbeitenden Leuten gehen, die von der Hand in den Mund leben: Schlimmstenfalls verlieren sie ein kleines Guthaben und etwas Bargeld, dafür verringern sich eventuelle Schulden. Am Einkommen ändert sich zunächst gar nichts, aber langfristig gibt es gute Hoffnung auf eine positive Entwicklung aufgrund der wesentlich verbesserten Lage der Unternehmen.

… und Verlierer  

Dumm dastehen werden allerdings alle Besserverdienenden, die Vermögen in Geldwert besitzen, denn deren Kohle schnurrt auf ca. 1/15 des vorigen Betrages ein. Allerdings sind die nicht zu bedauern, denn durch ihre Sparerei haben sie sich - das muss man einmal sagen - sozialschädlich verhalten. Geld ist nämlich nicht zum Horten da, sondern zum Ausgeben und wer weiß, wie unser Geldsystem funktioniert, kann nachvollziehen, dass die Sparer einen beträchtlichen Teil der Verantwortung für die derzeitige allgemeine Überschuldung und exorbitante Belastung durch Zins tragen.

    Etwas weniger dumm aus der Wäsche schauen werden vermutlich diejenigen, die ihr Vermögen in Form von Gold retten wollten. Sie verlieren zwar nicht durch den Umtausch ihres Geldes, aber es ist damit zu rechnen, dass, wenn nach einer WR die Wirtschaft wieder anspringt, das ganze Gold auf den Markt geworfen wird, um Bares für Investitionen zu haben und daher der Goldpreis fällt. Ob und um wie viel die Goldbesitzer besser dastehen werden als die Besitzer von Geldvermögen hängt davon ab, um wie viel der Goldpreis nach der WR fallen wird. Ungeschoren werden Sie sie wohl nicht davon gekommen, aber so viel wie die Geldbesitzer werden sie vermutlich auch nicht verlieren.

  Und was ist mit den Immobilienbesitzern? Glaubt man den Websites, die Gold verkaufen, wird es denen fürchterlich ergehen: Ein Lastenausgleichsgesetz wie nach dem Krieg dräue ihnen, mit dessen Hilfe diejenigen entschädigt werden sollen, welche bei der WR Geldvermögen verloren haben. Das würde bedeuten, dass Immobilienbesitzer eine Abgabe leisten und dafür zwangsweise einen Kredit auf ihr Eigentum aufnehmen müssten.

 Der Lastenausgleich nach dem Kriege jedoch diente zwar zum Teil in der Tat auch der Entschädigung der so genannten Altsparer, also derjenigen, die durch die WR von 1948 Geld verloren hatten. Zum großen Teil jedoch wurden damit Heimatvertriebene entschädigt, welche durch das Verbrechen der Vertreibung Immobilien verloren hatten. Derartige Verluste würde es diesmal jedoch nicht geben; so würden also die Belastungen – wenn überhaupt ein Lastenausgleich stattfinden würde – geringer ausfallen als seinerzeit.

Was also tun?

Was also soll man tun, wenn man ein paar Kröten übrig hat und nicht um sie geprellt werden will? Die Antwort ist einfach: In wertbeständige Dinge investieren, am besten in produktive. Wer eine Anschaffung plant, etwa neue Möbel, sollte sie tätigen. Aber bitte nicht in Schund, der schneller verreckt als das Geld. Anstehende Renovierungen am Haus durchzuführen, wäre auch keine schlechte Idee. Natürlich können es auch Dinge sein, die das Herz erfreuen wie etwa ein neues Jagdgewehr, hochwertige Bekleidung, Sportgeräte und dergleichen.

  Noch besser jedoch sind produktive Dinge – wenn das Geld reicht, können das auch Garten- oder Ackerland oder ein Stück Wald sein. Ausrüstungen zur Energiegewinnung aus regenerativen Quellen, eine eigene Zisterne oder ein Brunnen, Gerätschaften für Garten, Acker und Wald sowie zur Verarbeitung selbst gewonnener Nahrungsmittel und sonstiger Rohstoffe gehören auch hier her: Traktor, Holzsäge, Holzspalter, Mostpresse, Backofen für Brot, Werkzeuge, Drehbank, Fräsmaschine, Hebebühne – echte Selbstversorger wissen immer noch etwas, was sie gebrauchen können. Diese Dinge helfen weiter und das ganz besonders, wenn es denn tatsächlich zu den von den Goldverkäufern beschworenen, jedoch unwahrscheinlichen Verwerfungen kommen sollte. Produktive Sachwerte sind dann nämlich allemal wertvoller als Gold. Wer skrupellos genug ist und mehr Nahrungsmittel produziert als er selbst benötigt, wird letzteres dann noch obendrein bekommen: Wenn er nämlich seine Überschüsse gegen Gold eintauscht. Dass dieses dann, auch wenn wieder normale Verhältnisse eintreten, weniger wert sein wird als derzeit, braucht ihn nicht zu kümmern, denn es war ja nicht sein Geld, mit dem das Gold einmal gekauft wurde.   

Sehr sinnvoll ist aber auch die Investition in Wissen und Können: Wer sich also weiterbilden möchte sollte sich schnellsten zu den Kursen seiner Wahl anmelden. Und am besten gleich bei der Anmeldung bezahlen, denn dann hat er Anspruch auf die Leistung, auch wenn die bezahlte Gebühr nach der WR nichts mehr wert ist. Auf jeden Fall aber überdauern Wissen und Können jede Krise und können zum Teil auch während einer Krise das Überleben sichern.

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15. September 2013 7 15 /09 /September /2013 08:53

Politikverdrossenheit ist eines der für unsere Zeit bezeichnenden Phänomena. Die auffälligste Folge dieser Politikverdrossenheit ist die geringe Wahlbeteiligung, die seit Jahren bundesweit bei Wahlen auf allen Ebenen zu beobachten ist. Das nimmt zwar nicht wunders, aber dennoch ist Nichtwählen pure Dummheit!

Das Argument "Die sind doch eh' alle gleich und machen Politik zugunsten der Geldsäcke!" ist nur allzu verständlich. Leider ist es tatsächlich so, dass in unserem Land nicht wir, das Volk, von dem laut Grundgesetz alle Macht ausgehen soll, das Sagen haben, sondern schlicht und einfach das Geld. Und daher hat sich auch 1998, als wir die Birne samt seinen "Christdemokraten" und seiner fünften Kolonne, den angeblich freien Demokraten, in die Wüste geschickt haben, überhaupt nichts geändert.

Den eigenen Willen erklären

Wenn nun jemand die Lust am Wählengehen verloren hat, kann ich ihn durchaus verstehen. Er sollte sich dabei aber bewusst sein, dass er damit auch eine Willenserklärung abgibt. Der Verzicht auf eine Stimmabgabe bedeutet nämlich nichts anderes, als das man sagt: "Mir ist das recht, was die anderen wählen."

Natürlich wird man - von den Piraten und der AfD mal abgesehen, denen man bei der Bundestagswahl eine gewissen Chance auf 5% zugestehen kann - vordergründig nichts bewegen, wenn man ein der kleinen Parteien wählt. Dennoch hat man damit eine klare Ansage gemacht, indem man erklärt hat, dass man keine von den etablierten Parteien haben will.

Den Etablierten in die Suppe spucken

Man hört immer wieder einmal die Bemerkung, dass die Regierung aufgrund der vielen Nichtwähler nicht mehr von der Mehrheit der Wahlberechtigten legitimiert sei. Das ist zwar ein Stück weit richtig, aber man kann hier leider jederzeit dagegen halten, dass unsere Regierigen die Mehrheit der abgegebenen Wählerstimmen hinter sich haben. Und genau genommen sogar die Stimmen der Nichtwähler – denn wer sich seiner Stimme enthält, der erklärt damit eben implizit, dass er mit dem zufrieden ist, was die anderen entscheiden. Wer also nicht wählen geht, hat kein Recht, sich zu beklagen, denn er hat in letzter Konsequenz ja genau diejenigen gewählt, die dran gekommen sind.

  Würden die Nichtwähler nun jedoch, anstatt ihre Stimme zu verschenken, sie irgendwelchen kleinen Parteien geben, würde das de jure zwar nichts verändern, denn an der Regierungsbildung nehmen nur Parteien teil, welche die 5%-Hürde schaffen. Allerdings würde sich insofern etwas ändern, dass die Partei oder Koalition, die es geschafft hat, nun nicht mehr nur gegen die Mehrheit der Wahlberechtigten regieren, was sich ja wie gezeigt leicht weg argumentieren lässt. Vielmehr würde die Regierung jetzt tatsächlich gegen die Mehrheit der abgegeben Wählerstimmen regieren, was immerhin ein beträchtliches moralisches Gewicht hätte und was man den Regierigen jederzeit aufs Butterbrot schmieren könnte.

Einen Versuch ist es allemal wert

Spaßwählen ist also bereits allemal besser als nicht zu wählen. Ganz abgesehen davon, dass auch kleine Parteien es hin und wieder schaffen wie man an den Piraten gesehen hat – und auch an den Grünen, die ja auch einmal als kleine, neue Partei angefangen haben. Letztere allerdings zeigen auch, dass das Wählen kleiner Parteien gewisse Risiken birgt, denn wenn sie erst einmal mitmischen dürfen, werden sie ganz schnell Teil des Filzes der Etablierten. Ich selbst gehörte zu den Grünen-Wählern der ersten Stunde und blieb Ihnen im Grunde treu bis sie 2001 mit der Zustimmung zum Angriffskrieg gegen Afghanistan eines ihrer entscheidenden Ideale verrieten – und zwar ganz allein zum Zwecke des Erhaltes der Regierungsbeteiligung. Seither habe ich sie nur noch ein einziges Mal gewählt. Und zwar bei der Landtagswahl 2011, weil ich sehen wollte, wie sie sich rausreden, wenn Stuttgart 21 doch gebaut wird.

Die bessere Art „Leckt mich am Arsch!“ zu sagen

Für Spaßwähler gibt es diesmal noch ein besonderes Bonbon: Außer den „echten“ kleinen Parteien gibt es diesmal nämlich noch eine zusätzliche Möglichkeit, wählen zu gehen, ohne den Etablierten seine Stimme zu geben: Die Satire-Partei „Die Partei“. Wer sie belächelt oder den Kopf über sie schüttelt, hat nicht kapiert, was ihre Existenz bedeutet: Nämlich die Möglichkeit „Leckt mich doch am Arsch zu sagen!“, ohne das man eine Partei wählen muss, die dann vielleicht doch den Sprung zu den Etablierten schafft und sich dann wie die Grünen als Mogelpackung erweist.

So gesehen ist das Wählen der Partei „Die Partei“ die bessere Möglichkeit, nicht zu wählen. Sollte „Die Partei“ es jedoch wider Erwarten dennoch schaffen in den Bundestag einzuziehen, wäre das zumindest eine Riesengaudi und ein schallende Ohrfeige für die Etablierten, genaugenommen sogar für das ganze System der Scheindemokratie.

Also: Am nächsten Sonntag unbedingt wählen gehen – und wenn es nur zum Spaß ist!

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15. August 2013 4 15 /08 /August /2013 11:57

  Über Facebook erhielt ich von Katja Triebel einen Link auf einen DWJ-Artikel, in dem den etablierten Parteien und den Piraten (weil denen wohl auch eine reelle Chance auf Einzug in den Reichstag gegeben wird) Fragen zu ihrer Einstellung zum Waffenrecht gestellt wurden. Besonders ins Auge fiel mir sofort eine Aussage der Grünen:

"Wenn keine schussbereite Waffe mit Munition mehr im Haus ist, kann sie auch nicht missbraucht werden. Waffen oder Munition könnten bei den Schützenvereinen gelagert werden. "  

  Zum Einen wird hier einmal wieder das Faktum, dass mit legal besessenen Schusswaffen nur eine verschwindend kleine Anzahl von Straftaten gegen Leben und Gesundheit begangen wird, vollkommen ignoriert. Unter diese an sich schon wenige Missbrauchsfälle fallen übrigens auch Straftaten mit Dienstwaffen und ein großer Teil sind Beziehungstaten die nach der gängigen Meinung von Kriminologen nicht verhinderbar sind.

Zum Anderen stellt sich die Frage, wo wir Jäger dann unsere Mun aufbewahren sollen. Sollen wir beim Abbaumen die Patronen etwa auf dem Hochsitz lassen, damit sie nicht zuhause zusammen mit der Waffe aufbewahrt werden?

  Die Stoßrichtung dieser Grünen-Wahnidee ist klar: Auch demjenigen unbescholtenen Bürger, der noch das im Grunde jedem freien Menschen zustehende Recht hat, Waffen zu besitzen, soll die Möglichkeit genommen werden, sich im V-Fall mit seiner Waffe seiner Haut zu wehren. Denn natürlich trifft eine solche Regelung nur Legalwaffenbesitzer, den Kriminelle werden sich kaum daran halten.   

Schlimmer wird es aber, wenn man einen Schritt weiterdenkt: Die ordungsgemäße Aufbewahrung der registrierten Waffen kann durch (allerdings auch bereits grundrechtswidrige) unangemeldete Hausbesuche behördlicher Schergen mittels blosser Kontrolle des Waffenschranks überprüft werden. Um jedoch festzustellen, ob jemand tatsächlich nicht doch Mun zuhause hat, wäre eine gründliche Hausdurchsuchung notwendig.

  Ist das Recht der Behörden, eine solche anlasslose Hausdurchsuchung jederzeit bei jedem Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis durchzuführen, also der nächste Schritt, den die Grünen im Auge haben? Oder haben Fatima Kuhauge & Konsorten bloß mal wieder nix gedacht? Schön wär's...

 

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13. Juni 2013 4 13 /06 /Juni /2013 08:33

Neulich schockte Mami Magenta (aka Drosselkom) ja die Netzwelt mit ihrer Ankündigung, ihre Netzzugänge nach Durchsatz einer bestimmten Menge Daten für den Rest des Abrechnungszeitraums auf Tröpfeltempo zu drosseln. Das würde uns sozusagen in die Prä-Flatrat-Steinzeit zurückwerfen, als das Internet bei uns nicht auf die Beine kam, weil man aus Kostengründen quasi die Minuten zählen musste, die man on line war.

Gerade habe ich eine interessante Erkenntnis eine Telekom.Managers aufgeschnappt. Die Telekom hat ja bei Ihrem grotesken Vorhaben, Ihren Kunden bei Erreichen eines bestimmten Datenvolumens, den Netzzugang zu drosseln, jetzt ein wenig zurück gerudert. Sie will aber immer noch nicht ganz auf diese lächerliche Bremse verzichten und ein gewisser Michael Hagspihl, seines Zeichens Geschäftsführer Marketing der Telekom Deutschland, begründet dies mit der tiefschürfenden Erkenntnis: „Immer höhere Bandbreiten lassen sich nicht mit immer niedrigeren Preisen finanzieren.“

Das klingt zwar plausibel, wobei es jedoch für den IT-Sektor schon seit 30 und mehr Jahren typisch ist, dass es immer mehr Leistung für immer weniger Geld gibt. Bei der Behandlung der eigenen Arbeitnehmer fällt der Telekom - wie so ziemlich allen Unternehmen - dieser kluger Spruch, dass es nicht immer mehr Leistung für immer weniger Geld geben kann, aber offenbar nicht ein.

Und warum ich diese Bremse lächerlich finde? Ganz einfach: Ein schneller Internetzugang für wenig Geld ist heute unerlässlich. Gerade die IT-Branche ist es ja, die uns Clouds und IT-Outsourcing andrehen möchte. Und wenn man komplexe Anwendungen über das Netz betreiben soll, dann benötigt man einen schnellen Netzzugang. Kostet der jedoch zuviel, wird man eben auf die schöne neue Cloud-Welt verzichten und die Anbieter von Produkten zu Cloud-Computing und IT-Outsourcing schauen mit dem Ofenrohr ins Gebirge. Das werden die sich aber nicht gefallen lassen und den Telekomikern auf die gierigen Finger klopfen - wenn sie es nicht schon getan haben und das teilweise Einknicken Mami Magentas bereits die Folge ist.

Apropos Cloud und IT-Outsourcing, das ja die Zukunft sein soll: Wenn man es sich genau überlegt, ist es der größte Blödsinn. Daten sind heute oft so ziemlich das wichtigste im Unternehmen. Und dieses Kapital soll man fremden Leuten anvertrauen? Oder seine privaten Daten, die intime Erkenntnisse über einen Menschen zu gewinnen erlauben? Was mit Daten passiert, die man bei irgendwelchen Unternehmen lässt, haben wir ja jetzt beim Auffliegen der PRISM-Schnüffelei der amerikanischen Schlapphüte gesehen.

Update 13.06.13: Stephschie hat dazu Interessantes in einem Kommentar (Danke, Stephschie) angemerkt. Klickt dazu unter dem Artikel auf den Link "Kommentar".                

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9. Mai 2013 4 09 /05 /Mai /2013 19:33

Megan Rice ist eine amerikanische Nonne und 83 Jahre alt. Um ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen, ist sie zusammen mit zwei anderen Leuten in eine amerikanische Uran-Anlage eingedrungen und hat sie mit Bibelsprüchen besprüht. Das ist eine tolle Sache, Hut ab vor dem alten Mädchen!

megan rice 400.-Kopie-1 

 

  The bad news is: Allerdings versteht Uncle Sam bei so etwas keinen Spaß, wie auf allen sinkenden Schiffen liegen in den USA bei den Machthabern die Nerven blank. Bis zu 20 Jahre Knast drohen der guten Frau für ihre mutige Tat. Mehr darüber steht in einem Artikel bei SPON.

    Meine Bitte: Es darf nicht sein, dass Megan Rice den Rest Ihres Lebens hinter Gittern vebringt! Vebreitet die Geschichte und die Forderung "Freiheit für Megan Rice!" über Eure Blogs, Eure Facebook-Seiten, über Foren und wo sonst überall die Möglichkeit habt, Euch zu äußern, natürlich auch im richtigen Leben. Ihr dürft gerne das Banner hier verwenden - oder auch selbst ein schöneres basteln... ;-) Wenn Ihr das hier nehmt, ladet es am besten oben aus dem Seitenkopf herunter, denn dort ist es nicht durch die Verkleinerung von Overblog verhunzt worden. 

  Auf jeden Fall wäre es Klasse, wenn wir dazu beitragen könnten, dass Megan Rice nicht in den Knast muss. Macht also nicht die Augen zu, sondern Euren Mund auf, denn dafür ist das Netz da!  

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6. Mai 2013 1 06 /05 /Mai /2013 15:10

Heutzutage scheint es ja Mode zu sein, nicht an einen Gott zu glauben. Daher wird es einem immer wieder passieren, dass man von Atheisten (oder solchen, die es vorgeben, welche zu sein) belächelt und für dumm gehalten wird, wenn man an einen Gott glaubt. Ich persönlich halte Atheisten für dumm, ja sogar lächerlich dumm, weil sie ganz offenbar nicht in der Lage sind, konsequent und logisch zu denken.


  Warum? Ganz einfach: In einem System mit einem oder mehreren Göttern, gibt es eine Instanz, die kompetent und berechtigt ist, ethische Regeln festzulegen. Für einen Atheisten gibt es keine solche Instanz. Wenn es keinen Gott und damit keine Instanz für ethische Regeln gibt, ist genau das ethisch, was einem selbst Vorteile bringt. Andere Menschen sind dann bestenfalls nützliche Idioten, die man benutzt, um selbst gut zu leben. Menschlichkeit? Nächstenliebe? Rücksichtnahme? Humbug! Man lese den Seewolf von Jack London, dann weiß man, was ich meine.

Ethik? Was bitte ist das denn?
    Komischerweise höre ich aber ausgerechnet auch immer Atheisten von Ethik schwafeln und vor allem auch ethisches Verhalten einzufordern. Viele Jagdgegner und Veganer zum Beispiel sind Atheisten (bzw. solche, die behaupten es zu sein), weil Sie behaupten, dass Tiere nicht weniger wert sind, als Menschen, da die Sonderstellung des Menschen über den Tieren lediglich von Religionen behaupten würde. Wenn man dann fragt, wieso man dann als ebenfalls ganz normales Teil der Ursuppe nicht auch wie alle anderen ganz normal am großen Frisst-Du-mich-nicht-fress-ich-Dich-halt-Spiel teilnehmen darf, kommt irgend ein Gelalle von wegen besonderer Verantwortung des Menchen weil ethisch höherstehend.... Widersinnig, weil ja der Mensch doch in ihren Augen auch nichts anderes ist, als irgendein Viech.

     Der Knackpunkt: Für einen Atheisten gibt es keinen vernünftigen Grund, auf irgendwen Rücksicht zu nehmen, der seinen persönlichen Zielen nicht dienlich ist. Tut er es doch, gibt es dafür nur eine einzige Erklärung: Angst und Schwäche. Mit seinem Wohlverhalten bettelt er sozusagen die anderen an, ihn doch bittebittebittebitteschöööön auch anständig zu behandeln. Oder vielleicht auch doch - was weiß denn ich, ich bin ja kein Seelenklempner - die unterschwellige Angst vor dem Satan und seinem Bratspieß...

    Jedenfalls ist ein Atheist, der nicht knallhart und gnadenlos seinen eigenen Vorteil verfolgt unglaubwürdig. Und weil die meisten Atheisten das nicht erkennen, nicht durch Nachdenken darauf kommen, sind sie offenbar dumm.

Konsequent zu Ende gedacht...
    Ein weiterer Punkt, der zeigt, dass Atheisten dumm sind, ist der, dass ein Atheist typischerweise nichts von La Place weiß oder zumindest nicht verstanden hat, was dessen Aussage, dass für Gott in seinem System mit der großen Gleichung, die alle Parameter enthält, kein Platz ist, für den einzelnen bedeutet: Wenn es tatsächlich nichts hinter bzw. über der reinen Materie gibt - eine notwendige Annahme für den Atheismus - ist der gesamte Lauf der Welt eine reine Abfolge von Ursachen und Wirkungen. Das geht bis ins kleinste und bis zu solchen Sachen wie Gefühlen, die dann ja lediglich chemische Reaktionen sind.

   Sprich: Es gibt keinen freien Willen, Man kannst nichts, aber auch gar nichts dagegen machen, was geschieht, auch nichts gegen das, was man selber tun wird. Alles was geschieht ist vorbestimmt, hängt von der ursprünglichen Konstellation der Dinge am Anfang ab. Drastisch ausgedrückt hängt die Frage, ob man sich in eine Frau verliebt oder sie uninteressant findet, ob man in zehn Minuten eine Axt nimmt und seine Familie niedermetzelt oder mit ihr Eis essen gehst, von der Konzentration irgendwelcher Stoffe im Organismus ab, also letztendlich davon, was man in letzter Zeit gegessen und wann man das letzte Mal geschissen hat, ab.

  Klasse was? Das ist die Realität, der man als konsequent und folgerichtig denkender Atheist ins Auge zu sehen und sie zu akzeptieren hat. Und man kann sich noch nicht einmal darüber beschweren, denn es gibt niemanden, der dafür verantwortlich ist...

Lieber naiv als verzweifelt
    Genau das habe ich vor etwa 30 Jahren - übrigens ohne etwas von La Place zu wissen - als Atheist bzw. einer, der ein solcher sein wollte, überlegt. Ich weiß sogar noch in etwa, wo das war, so sehr hat mich das Ergebnis dieses Gedankenganges geschockt

  Es mag ja nun durchaus sein, dass es so ist - ihc kann das Gegenteil nicht beweisen. Ich persönlich ziehe es aber vor, an einen freien Willen zu glauben. Dann muss ich aber auch Dinge zulassen, die über de reinen Materie stehen und damit Geistiges und im Endeffekt irgendeine höhere Macht- also einen Gott im weitesten Sinne. Wenn ich mich dabei irre, habe ich keinen Nachteil: Wenn es tatsächlich so ist, dass für mich nach meinem Tod alles aus ist, spielt es keine Rolle mehr, wenn ich mich geirrt habe. Hingegen habe ich jetzt den Vorteil, Hoffnung zu haben und muss nicht aus den oben geannten Gründen verzweifeln. Meinetwegen sollen mich die Atheisten doch für blöd halten, ich ziehe es vor, zu glauben.

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19. März 2013 2 19 /03 /März /2013 16:14

    In Rheinland-Pfalz droht eine neue Landesjagdverordnung, welche das Schalenwild mehr oder weniger zu Ungeziefer degradiert und die Predatoren einseitig schützt. Wer sich sowas ausdenkt, kann nicht ganz richtig im Kopf sein. Aber das sind wir von unseren "Volksvertetern" ja mittlerweile gewöhnt. Wichtig ist, dass Ihr die Petition gegen dieses Machwerk, diesen Auswuchs übelster "Öko-Jägerei" a la "Nur ein totes Reh ist ein gutes Reh" unverzüglich zeichnet, vielleicht kann man das ja noch abschmettern.

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18. März 2013 1 18 /03 /März /2013 09:51

Wikipedia, besser soltte man sagen "Zensipedia", wurde einmal als Online-Lexikon von allen für alle geschaffen. Jeder sollte mit seinen persönlichen Kennnissen dazu beitragen können, möglichst viel vom Wissen der Menschheit zusammenzutragen und jedermann kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Ein schöner Anspruch. Leider wurde nicht daraus. Wikipedia - besser sollte man sagen: Zensipedia - wird heute von einem auserwählten Zirkel sendungsbewuster Gutmenschen im Sinne der politischen Korrektheit überwacht und den allgemein herrschenden Sprachregelungen angepasst. Wer genau hinsah, konnte vor einiger Zeit sogar noch feststellen, dass es bei bestimmten Artikeln zu brisanten Themen für Normalsterbliche nicht möglich war, Änderungen anzubringen. Das waren in der Regel Artikel mit Themen, zu denen es eine offizielle, typischerweise fragwürdige Lehrmeinung gibt, aber auch einige Menschen mit einer andern, oft sehr gut belegbaren Sichtweise.

Ich habe gerade mal nachgeguckt, mittlerweile scheint es diese Sicherung gegen Meinungsabweichler nicht mehr zu geben. Nach wie vor verschwinden jedoch Änderungen und Textpassagen, die nicht ins gewünschte Bild passen. So wurde zum Beispiel im Artikel "Kleinwaffenaktionsprogramm der Vereinten Nationen" eine lange Passage mit gut belegbaren, plausiblen Fakten zum privaten Waffenbesitz und zu Handgun Bans ersatzlos gestrichen, wie man an diesem Versionenvergleich sehen kann. Übrigens kann jeder, der Lust und Zeit hat, solche Zensurmaßnamen über die Versionsgeschichte der jeweiligen Artikel nachvollziehen, denn so transparent ist die Zensipedia dann doch wieder.

 

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18. Februar 2013 1 18 /02 /Februar /2013 16:18

"So bald ein neu' Gesetz ersonnen, wird auch der neu' Betrug begonnen", lautet ein alter Spruch. Er gilt im übertragenen Sinne auch für Sicherheitsmaßnahmen im digitalen Bereich, denn kaum hat sich da jemand etwas ausgedacht, gibt es auch schon einen Hack dafür. So kann man beispielsweise auch ohne weiteres YouTubeVideos gucken, welche die GEMA für unser Land hat sperren lassen.

savefromnetcom startseiteNicht nur bei für Deutschland gesperrten Videos auf YouTube ist savefrom.net nützlich...

   Ärgerlich, ärgerlich: Da will man mal kurz in irgendeinen Song aus seiner Jugendzeit oder sonst was reinhören und findet ihn auch tatsächlich bei YouTube. Dann jedoch kommt die Enttäuschung: "Leider ist dieses Video, das Musik von SME beinhaltet, in Deutschland nicht verfügbar, da die GEMA die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat." Fast noch ärgerlicher ist es, wenn es einem gar nicht um die Musik ging, sondern um Informationen, die das Video enthält und die man nun nicht bekommt, weil der Macher es zufällig mit irgendwelcher Musik unterlegt hat, für welche die GEMA YouTube keine Erlaubnis erteilt hat.

   Allerdings ist Abhilfe hier jetzt wirklich watscheneinfach: Man setzt einfach ein "ss" vor den Domainnamen "youtube.com". Dann gelangt man nämlich nicht direkt zu YouTube, sondern auf die Seite savefrom.net, mit der man nicht nur gesperrte Youtube-Videos ansehen, sondern sie und auch Inhalte von verschiedenen anderen Seiten downloaden kann. Es gibt übrigens auch Videos wie dieses auf YouTube, in dem die Benutzung von savefrom.net erläutert wird.

   Außerdem gibt es bei savefrom.net das Tool "savefrom.net helper" als Browser-Erweiterung für gängige Browser wie Opera und Firefox, mit dem man YouTube-Videos und auch Dinge von anderen Websites auf einfache Weise herunterladen kann. Was dieses Tool allerdings womöglich sonst noch macht, ob es Euch etwa ausspioniert, weiß ich allerdings nicht.       

Saugen ohne Abmahnung 

   Auf jeden Fall aber ist das Downloaden von Musikvideos von YouTube und das Herausziehen der Tonspur, um an ein mp3 des jeweiligen Songs zu gelangen, weniger gefährlich als der Download von Tauschbörsen. Das Speichern von urheberrechtlich geschützten Inhalten, die nicht zum Speichern sondern nur zum life Ansehen bzw. anhören gedacht sind, ist zwar ebenfalls zumindest strittig, wenn nicht gar verboten, aber man kann es genauso wenig nachweisen, wie das Mitschneiden vom (Web-)Radio. Bei Tauschbörsen hingegen stellt Ihr die gesaugten Inhalte gleichzeitig auch wieder zum Download zur Verfügung, was nicht nur ein eindeutiger Verstoß gegen das Urheberrecht ist, sondern auch nachgewiesen werden kann.

       Es gibt mittlerweile Spezialfirmen, die im Auftrag von Abmahn-Anwälten Auf die Jagd nach IP-Adressen von Tauschbörsen-Teilnehmern gehen. Mit den gefundenen Adressen gehen die Anwälte dann zum Gericht und lassen den jeweiligen Zugangsprovider zwingen, Name und Adresse des Teilnehmers herauszugeben, der die IP zumfraglichen Zeitpunkt hatte. Dann kommt eine Abmahnung mit saftiger Abmahngebühr und in der Regel auch einer gepfefferten Schadenersatzforderung, gegen die man derzeit wenig Chancen hat, bei Gericht Recht zu bekommen. Wenn Ihr also schon saugen müsst, anstatt Eure Musik zu kaufen, dann nehmt den legalen oder zumindest nicht nachweisbaren Weg. indem ihr (Web-)Radiosendungen mitschneidet oder YouTube-Videos downloadet und die Tonspur rauszieht.         

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