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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

25. Februar 2009 3 25 /02 /Februar /2009 11:55

Holz ist ein äußerst vielseiter Werkstoff. Das liegt vor allem auch daran, dass es sehr viele verschiedenene Baumarten mit teilweise sehr unterschiedlichen Eigenschaften gibt. Daher gibt es auch für fast jeden Zweck eine passende Holzart.


Grobeinteilungen der Baumarten:

  • Laubhölzer – Nadelhölzer
  • Harthölzer - Weichhölzer
  • Kernholzbäume – Reifholzbäume

Laub- und Nadelhölzer

Laubgehölze unterscheiden sich von Nadelgehölzen äußerlich vor allem durch das Aussehen der Blätter. Die Blätter der Nadelhölzer haben, wie der Name sagt, die Form von Nadeln. Der wirklich wichtige Unterschied besteht aber darin, dass Nadelgehölze die Spaltöffnungen ihrer Blätter resp. Nadeln verschließen und damit die Verdunstung von Wasser hemmen können. Bei niedrigen Temperaturen funktioniert der Wassertransport durch Kapillarwirkung nicht mehr, wobei jedoch weiter verdunstet wird. Dadurch würde der Baum austrocknen, wenn er nicht die Verdunstung verhindern könnte indem er die Spaltöffnungen verschließt. Nadelgehölze kommen daher sowohl mit kaltem als auch mit heißem, trockenen Klima zurecht (Pinien, Zedern).

 

Eine Tanne und zwar tatsächlich eine Tanne: Das, was die meisten Leute als „Tanne“ bezeichnen ,ist nämlich in Wirklichkeit keine Tanne, sondern eine Fichte, genauer gesagt, die sogenannte gemeine Fichte. Wenn unsere Fichte zwar im Deutschen umgangssprachlich auch als Rottanne bezeichnet wird, gehört sie nicht zur biologischen Gattung abies, den wirklichen Tannen, sondern zur Gattung picea, den Fichten. Eines der wichtigsten Merkmal der Tannen sieht man auf diesem Bild: Ihre Zapfen stehen im Gegensatz zu denen der Fichte, welche hängen. Die Zapfen der Tannen fallen auch nicht im ganzen herab wie Fichtenzapfen, sondern zerlegen sich am Baum, wenn der Samen reif ist.

Da Laubgehölze die Verdunstung nicht so gut durch Schließen der Spaltöffnungen in den Blättern unterbinden können, müssen sie diese im Herbst abwerfen. Dass dies mit dem Wasserhaushalt zusammenhängt, kann man daran sehen, dass der Zeitpunkt des Laubfalls im Herbst nicht nur von der Temperatur, sondern auch von der Feuchtigkeit abhängt: In trockenen Jahren verfärben sich die Blätter früher und fallen auch früher ab. Das Verfärben der Blätter kommt daher, dass der Baum den wertvollen grünen Blattfarbstoff, das Chlorophyll aus den Blättern abzieht, bevor er sie abstößt. Dadurch kommen andere, in den Blättern vorhandene Farbstoffe zum Tragen, das Karotin und das Xanthophyll. Das Chlorophyll ist der wichtigste Stoff der grünen Pflanzen, es wird für die Photosynthese benötigt, bei der die Pflanze aus dem Kohlendioxid der Luft Zucker und Sauerstoff erzeugt und somit die Lebensgrundlage für alle anderen Lebewesen schafft.

Es gibt bei uns auch einen Nadelbaum, der im Herbst die Nadeln abwirft, die Lärche. Das hat aber nichts mit dem Wasserhaushalt zu tun, sondern soll die Angriffsfläche für die Schneelast im Winter verringern und somit Schneebruch vermeiden. 

Tannen und Fichten kann man auch an den Nadeln unterscheiden: Beim Fichtenzweig (links) stehen die Nadeln rundherum wie bei einer Flaschenbürste. Bei der Tanne hingegen stehen Sie in zwei gegenüberliegenden Reihen. Fichtennadeln sind vierkantig, man kann sie zwischen Daumen und Zeigefinger rollen, Tannennadeln hingegen sind flach, so dass man sie nicht rollen kann. Schließlich und endlich sitzen die Tannennadeln jeweils auf einem kleinen Kissen, welches man sieht, wenn man eine Nadel ausreißt. Es sieht aus wie ein kleiner Taler. Bei der Fichte fehlt dieses Kissen, reißt man hier eine Nadel aus, dann bleibt daran ein Zipfel Rinde hängen, der aussieht wie ein Fähnchen. Davon leitet sich die Eselsbrücke zum Unterscheiden von Fichten und Tannen ab: Fichte – Fähnchen, Tanne – Taler

Nadelhölzer sind eher langfaserig, weich und gut zu bearbeiten. Teilweise sind sie nicht sehr beständig gegen Witterungseinflüsse und Feuchtigkeit. Einige Nadelhölzer, z.B. Kiefer und Lärche dagegen sind jedoch recht beständig gegen Feuchtigkeit, so dass man sie im Wasserbau- und für Boote verwenden kann. Aufgrund ihrer Struktur und ihres günstigen Preises werden Nadelhölzer – vor allem Fichte und Tanne – vor allem als Bauholz eingesetzt.

Laubhölzer sind kurzfaseriger, zum Teil sehr hart und werden für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt.

 

Hart- und Weichhölzer

Weil das bekannteste Nadelholz, die Fichte, ein Weichholz ist und die bekanntesten Laubhölzer Eiche und Buche zu den Harthölzern zählen, könnte der Eindruck entstehen, dass Laubhölzer immer Harthölzer seien. Dem ist aber nicht so. Es gibt eine ganze reihe Weichlaubhölzer. Dazu zählen zum Beispiel die Linde, die Birke, die Weide und die Pappel. Ihre technologischen Eigenschaften überzeugen nicht besonders, aber manche von Ihnen haben ein hübsche Oberfläche, so dass sie sich als Furnierhölzer eignen. Pappel und Birke verwendet man auch für billiges Sperrholz; Lindenholz ist der typische Werkstoff für Holzschnitzer. Die weichen Nadelhölzer Tanne und Fichte hingegen weisen soviel Festigkeit auf, dass sie sich gut als Bauholz eignen.

 

Kern- und Reifholzbäume

Bei bestimmten Bäumen sieht man keinen deutlichen Unterschied zwischen Splint- und Kernholz. Solche Bäume bezeichnet man als Reifholzbäume. Fichte und Tanne etwa sind solche Reifholzbäume. Allerdings sind beileibe nicht alle Nadelbäume auch Reifholzbäume. Kiefer und Lärche sind Kernholzbäume; ihr Holz ist auch deutlich haltbarer als das von Fichte und Tanne..Sturmerprobte Heidekiefer auf der Frankenhöhe: Werden Kiefern in ihrer Jugend von Weidetieren verbissen, können Sie Formen entwickeln, die denen von Laubbäumen gleichen. Im Forst gehegt und gepflegt jedoch bilden sie lange Schäfte, die sich vorzüglich zur Herstellung von Schnittholz eignen

 

Einige gerne verwendete Baumarten

Nadelhölzer

Fichte: „Brotbaum“ des Forstwirtes, raschwüchsig, daher kurze Umtriebszeiten. Verwendung als Konstruktionsholz, im Innenausbau, für Kisten, aber auch für einfache Möbel. Reifholzbaum. Problematik: Des relativ guten Ertrages wegen viel auch auf ungeeigneten Standorten angebaut. Fichtenmonokulturen sind ökologisch arm (Rohhumus, Lichtarmut), bieten dem Wild wenig Äsung, so dass sie nur als Einstände genutzt werden können und das Wild zum Äsen austritt. Tellerwurzler, daher empfindlich gegen Windwurf (Wiebke, Lothar)

Tanne: In den technischen Eigenschaften vergleichbar mit Fichte, kann vor allem am Geruch unterschieden werden. Früher, zur Zeit der hölzernen Großsegler waren lange, geradschäftige Tannen aus dem Schwarzwald begehrt um daraus Masten herzustellen. Die Schäden an den Schwarzwaldtannen waren mit die ersten, von denen man in den Medien im Zusammenhang mit den unter dem Schlagwort „Waldsterben“ bekannt gewordenen neuartigen Waldschäden erfuhr.


Douglasie: Kernholzbaum, auch bekannt als Oregon Pine, Konstruktionsholz, auch für Schiffbau und Parkett. Stammt aus Nordamerika. Raschwüchsiger als Fichte, daher seit dem 19. Jahrhundert auch in Europa angebaut
.
Masten und Spieren (Rundhölzer) auf seegehenden Schiffen sind bei schwerem Wetter hohen Belastungen ausgesetzt. Oregon Pine (Douglasie) ist ein exzellenter Werkstoff dafür. Früher bauten holländische und andere Werften ihre Masten oft aus Schwarzwaldtannen. In beiden Fällen wird die langfaserige Struktur der Nadelhölzer ausgenutzt, die es ermöglicht, daraus schlanke Bauteile zu fertigen

Kiefer: Bei uns vor allem gemeine oder Waldkiefer (Pinus sylvestris) vorkommend, Arve oder Zirbelkiefer mittlerweile selten, daher unter Naturschutz. Kernholzbaum, mäßig witterungsbeständig. Verwendung: Konstruktionsholz, Möbel, Innenausbau. Kiefernholzfronten dunkeln zu einem angenehm warmen Farbton nach, wobei die Maserung in dekorativer Weise hervortritt. Besonders schön gemasert ist die Zirbelkiefer. Pinus sylvestris stockt vor allem auf sandigem Boden.
Das bei uns hauptsächlich erzeugte Holz ist zweifellos die Fichte. Es werden jedoch auch einige Arten von Laubhölzern in recht großem Umfange angebaut, vor allem die Buche, aber auch die Eiche hat eine gewisse Bedeutung, vor allem weil ihr Holz wertvoll ist. Der Nachteil ist die lange Untriebszeit der Eiche; es dauert bis 300 Jahren und mehr, bis starkes Eichenholz gewachsen ist. Im Bild lagern Eichenstämme neben der allgegenwärtigen Fichte auf dem Gelände einer Sägmühle im Schwäbischen Wald.

Lärche: Kernholzbaum, ähnlich Kiefer aber auch unter Wasser haltbar, deswegen auch als Schiffbauholz einsetzbar. Eignet sich als Konstruktionsholz und der schönen Maserung wegen auch gut zum Innensausbau und für Möbel.


Laubhölzer

Buche: Unser häufigstes Laubholz, da die natürliche Vegetation bei uns vor allem aus Buchenwald besteht. Kernholzbaum, ziemlich hartes Holz, aber gut bearbeitbar, eignet sich für Möbel, Spielzeug und dergleichen. Buche findet man z.B. gerne bei Möbeln für Kindergärten, weil es hell und freundlich wirkt und recht robust ist.

Eiche: Kernholzbaum, hartes und festes Holz, schlecht zu hobeln, weil grobfaserig, ansonsten gut zu bearbeiten. Splintholz minderwertig, Kernholz sehr witterungsbeständig. Holz für wertvolle Möbel, Schiffbau, Wasserbau, repräsentativen Innenausbau.


Esche: Kernholzbaum, zähhartes, elastisches Holz. Gut bearbeitbar, geeignet für Werkzeugstiele, Sportgeräte, Flugzeugbau, früher auch in der Wagnerei. Das Kernholz der Esche ähnelt in der Maserung dem Olivenholz und wird daher als Oliv-Esche bezeichnet.


Kirsche: Kernholzbaum, weich, gut zu bearbeiten. Nicht witterungsbeständig, daher nur für Möbel und Innenausbau geeignet. Schöne, warme Färbung, wenn es durch Lichteinwirkung nachdunkelt. Kirschbaum-Wurzelholz ist ein wunderbar gemasertes Furnierholz für hochwertige Möbel.

Aus Nadelhölzern lassen sich einfache, aber nichtsdestotrotz geschmackvolle Möbel anfertigen. Dieses antike Vertiko war ursprünglich mit einer dunklen Dickschichtlasur versehen um eine Edelholzoberfläche vorzutäuschen. Als man diese entfernte, kamen die Struktur und die Farbe des verwendeten Fichtenholzes zum Vorschein, was das ganze Möbelstück freundlicher wirken und aus einem ursprünglich eher billigen Artikel zu einem hübschen Einrichtungsgegenstand von zeitloser Schönheit werden ließ.

Edel- und Tropenhölzer

Mahagoni: Eines der bekanntesten Tropenhölzer, rötlich braun, hart, schwach giftig. Es stammt aus Kuba sowie vom Festland Mittel- und Südamerikas. Mahagoni ist keine einzelne Art, sondern ein Sammelbegriff für eine Reihe von Tropenhölzern mit ähnlichem Aussehen und ähnlichen Eigenschaften. Da seine Gewinnung oft in Form von Raubbau am tropischen Regenwald betrieben wird, ist es in Verruf geraten und wird aus ökologischen Gründen daher von manchen Holzhandlungen nicht mehr geführt. Mahagoni wird im Bootsbau, für repräsentative Möbel und im gehobenen Innenausbau verwendet.

Teak: Früher auch als indische Eiche bezeichnet. Teakholz ist durch seinen Gehalt an öligen Stoffen gewissermaßen von Hause aus mit einem natürlichen Holzschutz versehen. Daher kann man es ohne weiteres unbehandelt im Freien einsetzen. Teak lässt sich in Plantagen anbauen, was in Burma auch gemacht wird. Holz von dort wurde also nach dem Nachhaltigkeitsprinzip erzeugt und seine Verwendung daher ökologisch unbedenklich. Ein wichtiges Einsatzgebiet des Teakholzes ist der Schiffs- und Bootsbau, es dürfte das beste Schiffbauholz überhaupt sein. Teak ist aber sehr teuer, so dass großenteils nur hochbeanspruchte Teile wie Decks und Scheuerleisten aus Teak angefertigt werden. Teak ist aber auch als Material für Wohnmöbel und als Furnierholz beliebt, ferner wird es aufgrund seiner Säurebeständigkeit für Laboreinrichtungen und in chemischen Fabriken verwendet.

Pockholz: Hartes, schweres und feinstrukturiertes Tropenholz aus Mittel- und Südamerika von grünlich-schwarzer Farbe. Es ist hoch beanspruchbar und wird deshalb oft für Maschinenteile z.B. Lagerfutter für Schiffsschraubenwellen verwendet, aber auch für abriebsbeanspruchte Teile in der Takelage von traditionellen Segelschiffen. Pockholz besitzt überdies eine Reihe von Inhaltsstoffen, die medizinisch verwendet werden.


Mahagoni wird oft als Bootsbauholz eingesetzt. Die Abbildung zeigt eine kleine Segelyacht vom Typ Patricia vor Stralsund, die Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts aus Mahogoni-Bootsbausperrholz in Knickspantbauweise auf der Minn-Werft in Wasserburg am Bodensee gebaut wurde

Palisander: Schweres, festes Holz, stammt aus Indien sowie Mittel- und Südamerika („Rio-Palisander“). Das Splintholz wird oft entfernt, das Kernholz ist meist violettbraun mit einer dunklen Streifung und lebhafter Maserung. Palisander ist gut zu bearbeiten und wird für hochwertige Möbel sowie als Furnierholz verwendet.

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