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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

9. Dezember 2008 2 09 /12 /Dezember /2008 18:49

Holz ist speziell auch für Heimwerker ein wichtiger Werkstoff. Nicht nur das am Bau und bei der Inneneinrichtung von Häusern sehr viel Holz verwendet wird, es ist auch mit vergleichsweise preiswerten Werkzeugen und Handmaschinen recht gut zu bearbeiten. Außerdem bietet die Arbeit mit Holz ein recht schnelles Erfolgserlebnis, zumindest im Vergleich etwa mit Metall. Einfache Holzkonstruktionen lassen sich mit Meterstab, Bleistift, Säge, Hammer und ein paar Nägeln erstellen und sind so ein idealer Einstieg.
 
Mit dem Können wächst der Werkzeugkasten und der "Maschinenpark"; man kann sich Stufe um Stufe zu anspruchsvolleren und schließlich vielleicht sogar wirklich anspruchsvollen Arbeiten wie luxioriösen Innenasubauten oder repräsentativen Möbeln empor arbeiten. Jeder Selbstversorger sollte etwas - oder auch etwas mehr - über Holz und seine Bearbeitung wissen. Am Anfang steht die Kenntnis des Werkstoffes und daher soll hier ein wenig darüber gesagt gewerden, wie Holz entsteht.

 

Aufbau und Entstehung des Holzes

 

Der Aufbau eines Stammes oder starken Astes: Das Kambium ist die Schicht des Holzquerschnittes,
welche Zellen erzeugen kann und damit für das Wachstum des Baumes sorgt

Holz kann man nicht „machen“ wie man Stahl oder Kunststoff herstellt. Es wächst praktisch von alleine im Wald. Dafür braucht es auch viele Jahre, ja mitunter sogar Jahrhunderte, bis es die Stärke erreicht hat, die wir benötigen um daraus Balken, Bretter und Kanthölzer inbrauchbaren Abmessungen zu schneiden.

Holz besteht aus Zellulosefasern, die mit einer Art „Klebstoff“ dem Lignin verklebt sind.Ein Ast oder Baumstamm besteht aus der Rinde oder Borke, dem Kambium und dem Holz.Das Kambium ist der eigentliche lebende Teil des Holzes, die Wachstumsschicht. Es bildetnach außen Borkenzellen, nach innen Holzzellen. Das Wachstum des Holzes ist von derWitterung abhängig, in Gegenden mit jahreszeitlichem Wechsel bilden sich daher Jahresringe.
Bast und Splintholz (jüngeres Holz) enthalten die Leitungsbahnen für den Stofftransport. Das ältere Holz lagert Stoffe ein, die es dunkel färben, es verkernt, wird zu Kernholz.

 

Produktion von Holz

Holz gewinnt man durch Fällen von Bäumen. Bei uns werden die für die Holzgewinnung bestimmten Bäume in forstlichen Betrieben gezogen. Die Forstwirtschaft wird nachhaltig betrieben: Das bedeutet, dass dem Wald nur soviel Holz entnommen wird, wie nachwächst. Früher pflanzte man die Bäume, heutzutage geht man mehr und mehr dazu über, die Bäume „sich selbst pflanzen“ zu lassen. Das bezeichnet der Forstmann als Naturverjüngung. Das Stammholz aus dem Wald wird im Sägewerk zu Schnittholz verarbeitet: Dielen, Balken, Bretter, Latten usw.


Ökosystem Wald
Der Wald ist eine Lebensgemeinschaft von vielerlei Pflanzen und Tieren, die miteinander und voneinander leben. Außer als Holzlieferant hat der Wald auch Bedeutung als Wasserspeicher, Luftreiniger und Sauerstofflieferant. Forstwirtschaft bedeutet, dass der Mensch versucht, das Ökosystem Wald so zu beeinflussen, dass es diejenigen Hölzer liefert, die er haben möchte und das möglichst schnell und in großen Mengen. Greift der Mensch dabei zu stark ein, funktioniert das Ökosystem nicht mehr richtig: Vor allem die Fichtenmonokulturen der Vergangenheit warfen viele Probleme auf, so dass man heute zum naturnahen Waldbau übergeht. Fichtenwälder sind in den meisten Lagen unserer Heimat nicht bodenständig. Der von Natur aus auf den in Deutschland vorhandenen Böden unter den gegebenen Klimabedingungen stockende Wald ist der Buchenmischwald. In ihm überwiegt die Buche, sie ist aber mit anderen Baumarten, Laub- und Nadelhölzern untermischt. Welche Arten das sind, hängt
von den Besonderheiten der einzelnen Standorte ab.

 

Der Wald ist nicht nur der Holzlieferant schlechthin und auch weit mehr als nur ein stimmungsvoller Ort, an dem wir uns gerne aufhalten: Er ist ein wichtiges Ökosystem, welches uns außer mit Holz, Pilzen, Beeren und Wild auch mit Sauerstoff versorgt, Wasservorräte enthält, die Luft reinigt und Lärm abschirmt. Er gibt vielen Tieren und Pflanzten ein Zuhause und im Hochgebirge schützt er sogar die Ansiedlungen der Menschen vor Lawinen, Erdrutsch und
Steinschlag

 

Beim naturnahen Waldbau werden nicht alle Bäume auf einmal gefällt und der so entstandene Kahlschlag mit jungen Bäumen bepflanzt, wie das früher üblich war, sondern man lässt den Wald quasi von alleine wachsen und entnimmt nur einzelne Bäume. Da wo man einen Baum gefällt hat, entsteht eine Lücke im Blätterdach, die es kleineren Bäumen ermöglicht zum Licht zu wachsen, welche bisher im Schatten des nun entfernten reifen Baumes
gestanden sind. Gleichzeitig entwickeln sich durch Aufschlag, Anflug und Verschleppung von Samen durch Tiere neue Bäume – die sogenannte Naturverjüngung.

Als Aufschlag bezeichnet man Jungwuchs der durch schwere Samen entstanden ist, die nur herabgefallen wie etwa bei Eichen und Buchen. Als Anflug bezeichnet man Jungwuchs aus flugfähigen Samen wie das z.B. bei der Fichte der Fall ist. Die naturnahe Waldwirtschaft ist nicht nur ökologisch vorteilhaft, sondern auch wirtschaftlicher. Durch die heutigen hohen Lohnkosten ist der konventionelle Waldbau sehr teuer geworden, so dass private Forstbetriebe oft nur mit Hilfe des naturnahen Waldbaues noch existieren können.
Der Eingriff des Menschen beschränkt sich im Naturnahen Waldbau darauf, reife Bäume zu entnehmen, erwünschte Holzarten in gewissem Umfange zu fördern und weniger erwünschte etwas zurückzudrängen. Dadurch entsteht ein dem natürlichen Wald sehr ähnliches Ökosystem, welches nicht nur biologisch stabil ist, sondern auch eine große Anzahl von Tier- und Pflanzenarten beherbergt, von denen nicht wenige beim konventionellen Waldbau stark bedroht sind.

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Kommentare

Jens 04/13/2010 16:55


Sehr schöne und gut verständliche Beschreibung. Ist Ihnen wirklich gut gelungen!

Schade das es wohl nie nur ausschließlich nachhaltig bewirtschaftete Forstwirtschaft geben wird - die Hoffnung sollte man ja bekanntlich nicht aufgeben aber bei den meisten Entscheidern steht der
Profit dann wohl doch weit über einem ökologisch gesundem Verständnis. :/


mars 03/02/2010 18:03


toller artikel, sehr ausführlich. ich kann mich noch an den biounterricht erinnern, wo das auch so erklärt wurde. ist aber schon lange her. daher danke für die auffrischung :-)


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