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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

14. Mai 2011 6 14 /05 /Mai /2011 12:04

Ich weiß ja nicht, ob das in anderen Städten auch so üblich ist, aber bei uns hat die Stadtgärtnerei im Frühjahr eine bemerkenswerte Aktivät entwickelt, deren Sinn sich mir nicht so ganz erschließen will: Mitarbeiter zogen mit Kettensägen und ähnlichen Instrumenten los, um allerhand Gehölze zu verstümmeln, zum Beispiel auch am Sauerbach, der wie viele Bäche von heckenartigen Gehölzen begleitet wird.

 

Kahlschlag am BachFlurfrevel am Bach auf behördliche Anordnung: Solche Maßnahmen kosten Geld und sind eher schädlich als nützlich.

 

   Ich bin ja selbst Baumwart bzw. wie sich das heute nennt "Fachwart für Obst und Gartenbau" und weiß daher, dass man Obstgehölze um des Ertrages und Ziergehölze um des Ausssehens willen zurechtschneidet. Ich weiß auch, dass man Bäume an Straßen öfter einmal fällt oder ihrer Äste beraubt, um angeblich die Verkehrssicherheit zu erhöhen. In meiner Heimatstadt Heidenheim habe ich es zweimal erlebt, dass Bäume mit derartigen Begründungen gefällt wurden - und jedesmal gab es kurz darauf Straßenbaumaßnahmen, denen diese Bäume im Wege gestanden wären. Nicht schön, die Bürger im Vorfeld so anzulügen, aber immerhin nachvollziehbar.

Hat die Stadt zuviel Geld?

    Was ich nun aber nicht nachvollziehen kann, ist dass man in Zeiten knapper Kassenlage (so knapp, dass Kinder in der Schule mit zehn Jahre  alten Schulbüchern arbeiten müssen und öffentliche Wege nicht mehr sauber gehalten werden können) in meiner Wahlheimat Aalen/Württ. Geld dafür hat, Gehölze weitab begangener Wege "auszulichten" (im Klartext: zu verstümmeln). Ich bin mit der Natur vertraut und ich weiß, dass eine Feldhecke nicht stirbt, wenn man sie auf den Stock setzt, also ratzekahl abschneidet, aber die Wurzeln im Boden lässt. Allerdings ist dies außer aus Gründen einer etwas fragwürdigen Vorstellung von Optik überhaupt nicht notwendig - sprich: ein alter Zopf und allenfalls etwas für Leute, die nichts besseres zu tun haben. Wenn auch unsere Landschaft schon lange keine Natur- sondern eine Kulturlandschaft ist, die sich nicht selbst regeln, sind doch Feldhecken und ähnliche Strukturen gewissermaßen kleine Naturinseln, die für sich alleine und ohne menschlichen Eingriff funktionieren. Schließlich bilden sie sich ja auch ganz von alleine, ohne dass man etwas dazu tun muss.

  Wie bereits gesagt, bringt man eine Feldhecke durch dümmliches Stutzen nicht um. Allerdings kann sie in der Zeit, bis sie nachgewachsen ist, ihre ökologischen Aufgaben nur eingeschränkt erfüllen. Im Klartext: Man beschädigt damit Nistplätze für Vögel, beschneidet den Lebensraum für alle möglichen weiteren Tier- und Pflanzenarten und vermindert die Funktion der Hecke als Schall-, Wind- und Sonnenschutz. Das ist vor allem an Wasserläufen bedenklich, da die Gehölze hier ja Bestandteil von besonders wertvollen Feuchtbiotopen sind - unweit von der oben abgebildeten Stelle konnte ich sogar einmal einen Eisvogel beobachten. Und nicht zuletzt sieht es bescheiden aus und beschädigt damit das Landschaftsbild.

Und was ist mit dem CO2? 

  Wie man weiß bin ich ja kein Adept der Klimareligion. Kommunale Politiker und Beamte müssen es wie alle öffentlichen Handaufhalter aber per Dienstauftrag sein, denn so wollen es die Dogmatiker in Berlin und Brüssel. Unter dem Paradigma des Treibhauseffektes ist nun aber auch das Entfernen von Gehölzen klimaschädlich: Wie jedes Kind weiß, entsteht Pflanzenmasse aus dem C02 der Luft, bindet dieses also. Je mehr Holz da ist, umso mehr neues Holz ensteht wie jeder Forstwirt weiß und umso mehr CO2 wird gebunden, welches dann nicht mehr als böses, böses Treibhausgas das Klima ruinieren kann. Wenn man nun also Gehölze abschneidet, erhöht man logischerweise den CO2-Gehalt der Luft und tötet damit womöglich mehr Eisbären als mit dem Gebrauch von Glühlampen anstatt von Giftbirnen, Verzeihung, Energiesparlampen.

  Das aber nur am Rande. Der eigentliche Punkt ist, dass das Zusammenschnippeln von Gehölzen wie zum Beispiel am Sauerbach, wo ich manchmal mit meinem Hund Spazieren gehe, unnütze Geldverschwendung und eher schädlich als nützlich ist. Warum man es tut, kann ich nur vermuten: Man muss wohl die kommunalen Arbeiter beschäftigen, möchte sich aber deren Gemaule nicht anhören, wenn man sie zum Dreckaufklauben schickt, was sinnvoller wäre. 

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