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In der Schweiz, genauer im Wallis, hat am Mittwochabend einer drei Leute erschossen. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für Waffengegner, da in der Schweiz ja ein immer noch verhältnismäßig liberales Waffenrecht besteht. Bei näherem Hinsehen sieht die Sache jedoch etwas anders aus als unbedarfte MSM-Konsumenten aufgrund z.B. der Focus-Berichterstattung denken werden.
Der Focus hat über diesen Vorfall bereits gestern berichtet und dem Text ein Video hinzugefügt. Interessant dabei ist vor allem, wie Reuters, der Urheber des Videos desinformiert: Von einem Sturmgewehr ist da die Rede, mit dem der Mann geschossen haben soll, dass viele Schweizer ein solches zu Hause aufbewahren würden, und dass mit diesen Waffen immer wieder Blutbäder angerichtet würden.
Die Tatsachen sehen anders aus: Die Schweiz hat trotz (oder aufgrund?) immer noch verhältnismäßig liberaler Waffengesetze weniger Morde pro 100.000 Einwohner als wir, der Todesschütze durfte wegen Auffälligkeit gar keine Waffen mehr besitzen und was er verwendet hat, war kein Sturmgewehr, sondern ein Karabiner und eine Flinte, beide illegal beschafft. Sowohl auf der Website vom Blick, als auch aiuf dem Newsportal 20min.ch kann man das nachlesen.
Soviel zur Berichterstattung in den "Qualitätsmedien": Die Videoschusterer von Reuters sollten erst einmal die Tatsachen recherchieren, bevor sie losbrabbeln und die Leute von Focus sich genauer ansehen, was sie auf ihre Wevbsite stellen. Als Journalist ist man zumindest moralisch dafür verantwortlich, was man mit seinen Berichten bewirkt und sollte sich lieber bedeckt halten, ehe man irgendwelchen Sch...dreck kolportiert. Das, was Focus und Reuters hier abgeliefert haben, macht den Eindruck, als habe es den Hauptzweck, mithilfe bewusst verdrehter Tatsachen gegen den privaten, legalen Waffenbesitz zu hetzen und nicht nur den von schlampigem Lokus-Journalismus.