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In Bayern hat es eine Minderheit militanter Nichtraucher gestern geschafft, ein noch weiter gehendes Rauchverbot durchzusetzen, als es im Verbots... äh, Freistaat sowieso schon herrscht. Allerdings sind die nun betroffenen Raucher selbst schuld, denn wer bei Wahlen und Volksentscheiden nicht hingeht, hat von vorne herein verloren und sich hinterher nicht zu beklagen: Wer gestern den Kopf in den Sand gesteckt hat, knirscht eben heute mit den Zähnen.
„Vox populi – vox dei“, zu Deutsch: "Volkes Stimme – Gottes Stimme“ heißt ein geflügeltes Wort, welches heutzutage wohl öfter ironisch als ernsthaft gebraucht wird und dann eher klingt wie „vox populi – vox Rindvieh“. Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass es zwar eine eindeutige Mehrheit der abgegebenen Stimmen war, die Bayern jetzt die gesetzlich verordnete größtmögliche Intoleranz beschert hat, keineswegs jedoch die Mehrheit der Wahlberechtigten. 61% von 37,7% sind eben nur knappe 24% damit nicht einmal ein Viertel der Wahlberechtigten.
Ich vermute einmal, dass der größere Teil dieser „Demokraten“ kaum jemals eine derjenigen Kneipen aufsucht, in denen sie jetzt das Rauchen auch noch haben verbieten lassen. Und vom Rest wird ein erheblicher Teil sein Votum bitter bereuen, wenn spätestens im Herbst das nächste Kneipensterben in Bayern einsetzen wird. Vielleicht wird man dann auch Nichtraucher in den illegalen Raucherkneipen sehen, die zweifellos entstehen werden, weil mit legalen Kneipen nichts mehr zu verdienen sein wird.
Interessant ist auch, sich diesen „Volksentscheid“ in Bayern im Lichte der Überlegung anzusehen, dass man Demokratie und Toleranz in letzter Konsequenz daran erkennt, wie mit Minderheiten umgegangen wird: Es ist ja tatsächlich so, dass die Raucher bei uns heutzutage eine Minderheit darstellen, die mit der bisherigen Regelung bereits gewaltig zurückstecken musste. Dass nun nach einer für die Mehrheit, die Nichtraucher, objektiv tragbaren Regelung, mit der die Raucher gerade noch so leben konnten, nachgetreten wurde, zeigt überdeutlich, worum es den „Nichtraucherschützern“ tatsächlich geht: Darum, aus der Geborgenheit, die daraus resultiert, zur Mehrheit zu gehören, die Minderheit zu gängeln und zu schikanieren. Nichts anderes.
Spätestens damit haben die „engagierten Nichtaucher“ gezeigt, was sie tatsächlich sind. Es hat sich also 65 Jahre nach dem Ende des 1000jährigen Reiches nichts geändert, auf jeden Fall nicht in Bayern, von wo aus ja Adolfus Schicklgruber et. al. auch die Ochsentour nach Berlin an die Macht und letztendlich zur Zerstörung Europas begannen.
Das kommt wohl nicht von ungefähr: Auch den Nazis waren Raucher ja ein Dorn im Auge und sie stellten den Tabakgenuss als Gewohnheit von Untermenschen und eines Ariers nicht würdig dar. Adolf Hitler, selbst Exraucher, soll einmal gesagt haben, dass er nicht geworden wäre, was er war, wenn er nicht irgendwann in seiner Wiener Zeit seine Zigaretten in die Donau geworfen hätte.
Ein bizarrer Gedanke: Wenn dieser Spruch ernst zu nehmen wäre, wären die Millionen Opfer des Nazi-Regimes letztendlich zurückzuführen auf die Entscheidung eines Ritters von der traurigen Gestalt, der bis dahin ein Loser war, das Rauchen aufzugeben. Und gleichzeitig den ersten Schritt zur Weltherrschaft machte, indem er seine Kippen von irgendeiner Donaubrücke warf.
Rauchverbote sind im Grunde nichts anderes als Gängelung des Bürgers durch den Staat. Damit dies nicht so augenfällig wird, werden diese schwerwiegenden Eingriffe in Persönlichkeits- und Hausrechte mit der angeblichen Gefährlichkeit des so genannten Passivrauchens begründet.
Diese Gefährlichkeit konnte jedoch bis heute nicht nachgewiesen werden. Allerdings weiß das so gut wie niemand, weil die Schädlichkeit des Umgebungstabakrauches praktisch in allen Mainstream-Medien als erwiesen hingestellt wird und noch niemals hinterfragt wurde. Sie ist in der Tat jedoch noch viel weniger wissenschaftlich als die veralteten Ansichten, dass Spinat viel Eisen enthalte, zuviel Flüssigkeit schädlich für das Herz sei und Masturbation bei Knaben zu Rückenmarksschwindsucht führe. Für diese Thesen gab es nämlich zu ihren Zeiten zumindest vermeintliche wissenschaftliche Belege.
Der „wissenschaftliche Nachweis“, dass Passivrauch schädlich sei, hingegen beruht auf einer statistischen Signifikanz, mit welcher der Verfechter einer Theorie in allen anderen Bereichen der Wissenschaft noch nicht einmal ausgelacht werden, sondern lediglich Kopfschütteln und mitleidige bis peinlich berührte Blicke ernten würde.
Die mit dem Euphemismus „Nichtraucherschutz“ bemäntelte Hatz auf Raucher befindet sich jedoch auch in dieser Hinsicht in guter Gesellschaft: Auch die Rassentheorie, mit der man vor dem ersten Weltkrieg die Kolonialisierung "primitiver" Völker und einige Jahrzehnte später noch weit schlimmeres rechtfertigte, beanspruchte für sich, wissenschaftlich zu sein. Und natürlich: Es herrscht sich besser, wenn man die Mehrheit der Bevölkerung auf eine Minderheit hetzt. Vor allem, wenn man als Politikerkaste nichts zuwege bringt, als die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden zu lassen.