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Wie man derzeit vielerorten hört und liest wünscht sich mittlerweile eine deutliche Mehrheit der Deutschen die DM zurück. Im Netz kursieren neuerdings auch Spekulationen über eine heimlich bereits vorbereitete und demnächst zu erwartende Währungsreform zu einer DM 2.0 und einen Haircut, also knallharte Verluste für Besitzer von Anlagen in Geldwert, der mit der Einführung einer NDM (Neue Deutsche Mark) verbunden sein soll.
Kommt womöglich, die gute, alte D-Mark wieder?
Bislang konnte man die hartnäckigen Prophezeiungen eines Austritts aus dem Euro und die Währungsreform zu einer DM 2.0 erst für das Himmelfahrts- dann für das Pfingstwochende noch als Verschwörungstheoretisiererei und/oder als Marketing-Trick einer gewissen Gold-Website abtun. Natürlich bin auch ich gegen den Euro, würde eine Währungsreform hin zur D-Mark zwonull begrüßen. Tatsächlich vermute ich, dass es einen Euro-Crash und einen Haircut geben wird. Im privaten Kreis spreche ich darüber bereits seit Tagen, wollte mich hier auf meinem Blog jedoch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.
Mittlerweile jedoch scheint das Thema "salonfähig" geworden zu sein. Das Portal der Wirtschaftswoche, einem Ableger des Handelsblatts(!), titelt derzeit: "Warum die Rückkehr zur D-Mark nicht unmöglich ist".
"Da haut's Dir's Blech weg!" möchte ich da auf gut Neuschwäbisch mit Mike Linkohr sagen, dem Assistenten von Komissar Häberle aus Manfred Bomms hinreißenden Regional-Krimis. Natürlich könnte man aus dem Auftauchen solcher Artikel in den MSM (Mainstream Media) nun schließen, dass das Melkvolk damit tatsächlich auf das für die meisten bisher Undenkbare vorbereitet werden soll.
In der Tat muss jedem klar sein, dass mit dem derzeit herrschenden Finanz- und Geldsystem die Wirtschaft natürlich immer nur eine gewisse Zeit läuft, bis sie sich durch Überschuldung festgefressen hat, wie der Trecker mit dem immer schwergängigeren Belastungsanhänger beim Tractor Pulling. Dann braucht es einen Crash mit Währungsreform und Haircut, der dafür sorgt dass die Gelder wieder fließen.
Ein solcher Crash mit Haircut kostet zwar die Großanleger nominell eine Menge Geld. Aber dabei ist Zweierlei zu bedenken: Zum einen ist der bei genauem Hinsehen Euro in Wirklichkeit schon lange nicht mehr das wert, was er offiziell wert ist. Dass man im täglichen Wirtschaftsleben trotzdem eher deflationäre Tendenzen beobachtet, liegt daran, dass das Geld durch seinen immer schnelleren Fluss dorthin, wo schon viel davon ist, natürlich als Tauschmittel im Wirtschaftskreislauf fehlt. Den riesigen Mengen angelegten Geldes jedoch stehen gar keine Sachwerte mehr gegenüber - sprich: Man kann gar nicht soviel kaufen, wie man mit diesem vielen Geld kaufen könnte.
Zum anderen haben Großanleger genau aus diesem Grunde ja auch so gut wie möglich in Sachwerte investiert. Und die bleiben natürlich von einem Haircut im Zusammenhang mit einer DM 2.0 oder einer sonstigen Währungsreform unberührt. Der Dumme dabei ist - wer auch sonst? - der Kleinanleger, dem man - genau aus diesem Grunde natürlich - keine Sach- sondern Geldwertanlagen von der Kapitallebensversicherung über Bundesschätzchen bis hin zum Offenen Immobilienfonds angedreht hat. Der Deutsche Michel, der treuherzig sein Geld für`s Alter gespart hat wie es ihm die hohe Obrigkeit empfahl, steht also mit leeren Händen und tränenden Augen vor dem blanken Nichts und schaut mit dem Ofenrohr ins Gebirge.
Das Ganze bedeutet nun wiederum zweierlei: Auch wenn Banken und sonstigen Finanzieuren die Rasur an ihren Zahlen angeblich wehe tun wird und sie deswegen bei einer Währungsreform zu einer DM 2.0 oder sonstwohin auch lauthals jammern werden, werden sie die (scheinbar) schmerzhafte Operation mit heimlichen Grinsen erdulden. Wenn die Wirtschaft nämlich durch Überschuldung festgefressen ist, kann natürlich auch die Finanzwelt sie nicht mehr melken. Der Haircut sorgt dafür, dass die Wirtschaft wieder läuft, die Kohle wieder fließt - und natürlich auch wieder in altbewährter Art und Weise nach oben fällt.
Und damit wären wir beim zweiten Aspekt: Natürlich geht es nach dem Haircut mit oder ohne NDM (Neue Deutsche Mark) aka DM 2.0 genauso weiter wie vorher. Es wurde ja nichts am System geändert, es wird weiterhin Zins und Zinseszins und Fiat Money geben. Daher wird auch der nächste Crash so sicher kommen wie der Sepp bei der Mizzi. Und er wird wesentlich weniger lange auf sich warten lassen als derjenige, der jetzt kommt. Das liegt ganz einfach daran, dass aus realwirtschaftlichen Gründen nicht mehr soviel Wachstum möglich ist wie in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg.
Was also sollte der geplagte Bürger tun? Nun, dass Selbstversorgung in Boom, Flaute und auch beim Crash funktioniert, ist klar. Es steht zu hoffen, das nach einer Währungsreform zur DM 2.0 alias NDM (Neu Deutsche Mark) oder auch zu einem Nord- und einem Süd-Euro wie ebenfalls schon vermutet und einem radikalen Haicut wieder "etwas geht". Sprich: Man wird wieder ordentlich Geld verdienen können.
Wer jedoch schlau ist, der wird wissen, dass dies natürlich auch wieder nicht ewig währt. Es wird also angesagt sein, sich mit dem Geld, das man dann (hoffentlich) wieder verdienen kann, Sachwerte zu schaffen. Und zwar solche, die Naturalien liefern: Nahrung, Kleidung, Energie. Wer so zu einem Stückchen Ackerland, einem Wäldchen und einer wohlgefüllten Werkzeugkiste kommt, der wird auch dem nächsten Crash mit Haircut gelassen entgegen sehen.
Und wenn dann doch irgendwann ein neues, vernünftiges Geldsystem kommt? Auch dann steht der Selbstversorger gut da, denn es hindert ihn ja keiner, an Handel und Wandel teilzunehmen, wenn es sich lohnt...