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Ein bisschen spät aber besser spät als garnicht: Eigentlich hätte ein Pfingstgruß spätestens gestern morgen auf dem Blog sein sollen, aber mir ist erst heute morgen beim Bibellesen etwas aufgefallen, das ich hier los werden möchte.
Pfingsten ist mit Weihnachten und dem Karfreitag mit Ostern eines der drei großen Feste im Kirchenjahr. An Weihnachten feiern wir Christi Geburt, am Karfreitag gedenken wir seiner Kreuzigung und an Ostern feiern wir seine Auferstehung. Der Himmelfahrtstag erinnert daran, dass Jesus 40 Tage nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren ist und an Pfingsten wurde der Heilige Geist ausgeschüttet.
Der Heilige Geist ist etwas, was für Außenstehende besonders schwierig zu verstehen ist. Von Christen hört man zuweilen, dass man die Bibel mit dem Heiligen Geist lesen müsse, um sie verstehen. Das ist zumindest ein Aspekt des Heiligen Geistes: Er hilft uns, zu verstehen, was Gott von uns will.
Die Bibel enthält aber auch viele Dinge, die vom menschlichen Denken her leicht zu verstehen und als sinnvoll zu erkennen sind, vor allem auch in den Gesetzen, die das tägliche Leben der Juden regeln: Zum Beispiel das Verbot, Zinsen zu nehmen (5. Mose 23,19) sowie die Erlass- und Halljahre. Die unglaubliche Umverteilung von unten nach oben, die seit Jahren stattfindet, wäre nicht möglich, wenn wie bei den alten Israeliten alle 50 Jahre verkauftes und verpfändetes Eigentum an seine ursprünglichen Besitzer zurückerstattet würde.
Es ist im übrigen auch faszinierend, wie viele Bibelstellen haarscharf zu aktuellen Problemen passen. Gerade heute morgen bin ich, wie bereits erwähnt, wieder einmal auf so etwas gestoßen: Laut meiner Bibellese im Evangelischen Gemeindeblatt für Württemberg war heute der Psalm 81 dran. Als ich ihn gelesen hatte, führte ich mir auch noch den folgenden, den Psalm 82 zu Gemüte und fand darin eine kurze und prägnante Erklärung für die wirtschaftlichen Probleme, die wir derzeit haben:
2Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen? (Sela.) {5 Mose.1,17}
3Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem
Elenden und Dürftigen zum Recht. {Jesaja.1,17}
4Errettet den Geringen und Armen und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt. 5Aber sie lassen sich nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum müssen alle Grundfesten des Landes wanken.
Kann man den Neoliberalismus, den Raubtierkapitalismus und die daraus entstandenen Probleme samt der Tatsache, dass die Bankster und Spekulanten immer noch unbeirrt weiter machen mit ihren Gaunereien, besser charakterisieren? Dass die Kleinen Leute mit Krediten, Zins und Zinseszins um das Ihre betrogen werden, hat letztendlich dafür gesorgt, dass die (vermeintlichen) Grundfesten unserer Wirtschaft, der Euro und das Finanzsystem wanken.
Denkt einmal darüber nach und ich wünsche Euch einstweilen noch einen schönen Pfingstmontag!
Euer
Fokko