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Einfache Gemüsebeet-Einfassung mit Dachlatten

Wenn man einen Gemüsegarten anlegt oder auf Vordermann bringt, wird man ihn in der einen oder anderen Weise in Beete aufteilen. Eine Möglichkeit, die zu tun, besteht darin, die Beete mit Dachlatten einzufassen, eine einfache und relativ preisgünstige Lösung.

 

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Nicht unbedingt schön, aber einfach, praktisch und kostengünstig: Beeteinfassung aus Dachlatten

  

   Wichtig beim Anlegen von Gemüsebeeten ist, dass die gesamte Fläche gut erreichbar ist und auch ohne Betreten des Beetes keine Verrenkungen nötig sind um daran zu arbeiten. Das bedeutet natürlich, das die einzelnen Beete nicht zu breit sein dr ürfen. Die genaue Breite richtet sich natürlich nach den Körpermaßen des Gärtners, sie sollte so sein, dass man am Beetrand kniend die Mitte des Beetes noch einigermaßen bequem erreichen kann.

   Beim Einteilen der Beete gibt es verschieden Möglichkeiten. Die einfachste davon ist, einfach zunächst die ganze Fläche vorzubereiten und dann an den gedachten Beetgrenzen durch Hin- und Herlaufen Trampelpfade zu markieren. Manche Leute legen stattdessen auch einfach Trittsteine in einem „strategischen Raster“ aus, so dass sie überall hin gelangen können ohne etwas zu zertrampeln.

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So legt man die Ecken an

 

   Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Beete einzufassen. Manche tun das mit richtigen Randsteinen oder gekauften Einfassungen. Ich persönlich bevorzuge Dachlatten, die ich hochkant aufeinander lege und mit Pflöcken in Position halte. 

   Dazu benötigt man wenig Werkzeug, im einfachsten Fall kommt man mit einer Säge, einem Beil und einem Hackstock aus. Die Längen der Latten legt man fest, indem man sie neben das Beet legt, die Sägestelle mit dem Daumen markiert und diesen als Führung zum Ansägen verwendet. Man kann natürlich auch einen Bleistift zum Markieren nehmen.

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Mit einer Beet-Einfassung aus Dachlatten kann man auch auf abschüssigen Untergrund waagerechte Beete anlegen

 

   Die Pflöcke macht man ebenfalls aus Dachlatten; wenn man bereits ein paar lange Latten zugesägt hat, kann man die Reststücke nehmen, die keine ganzen Latten für die Einfassung mehr ergeben. Wenn man von anderen Projekten Dachlattenreste oder ähnliche Hölzer (zum Beispiel Rahmenschenkel 40x40) übrig hat, kann man natürlich auch diese verwenden.

   Die Pflöcke spitzt man mit dem Beil auf dem Hackstock an und treibt sie mit der Rückseite des Beils ein – oder wenn das zu schwer geht, mit einem großen Hammer. Man schlägt sie etwa so tief ein, wie die Einfassung hoch ist, mindestens jedoch gute 10 cm. Man sollte die Pflöcke auch nicht zu weit über die Einfassung hinaus stehen lassen, sonst besteht die Gefahr, dass man daran hängenbleibt. Ein Dachlattenbreite Überstand ist jedoch in Ordnung, man kann dann bei Bedarf noch um eine Lage Dachlatten erhöhen, ohne neue Pflöcke einschlagen zu müssen.

   Der Nachteil dieser Einfassung ist natürlich, dass sie mit der Zeit verrottet. Als erstes geben die Pflöcke auf und müssen ausgewechselt werden. Das ist aber oft gar kein so großer Beinbruch: Wenn man ein fleißiger Kompostierer ist und wie ich, auch organische Abfälle von den Nachbarn schnorrt (die sie sonst der Gartenabfallabfuhr mitgeben), sind die Beete nämlich in der Zwischenzeit auch in die Höhe gewachsen. Man mach die neuen Pflöcke dann entsprechend länger und legt eine weitere Lage Latten auf. Die Überreste der ausgedienten Latten und Pflöcke werden einfach grob zerkleinert und wandern – natürlich – in den Kompost.

   Die Wege, welche zwischen den so eingefassten Beeten entstehen, kann man mit Rindenmulch auslegen. Im folgenden Frühjahr ist dieser Mulch dann bereits fast zu Humus geworden und wandert auf den Kompost. Ich zum Beispiel werfe ihn als letzte Schicht auf den umgesetzten Komposthaufen vom Vorjahr und pflanze dort hinein meine Kürbisse.

Update 6.5. 2013: Also von dem vorjährigen Rindenmulch im Kompost bin ich mittlerweile nicht mehr überzeugt. Vor allem Rindenmulch von Nadelbäumen ist sauer, was sich schlussendlich auf den pH-Wert des Bodens auswirkt, auf den ihr den Kompost nachher ausbringt.Und ein zu saurer Boden bringt natürlich bei den meisten Pflanzen geringere Erträge. Außerdem soll Rindenmulch auch Stickstoff binden. Wenn Ihr also nicht sändig kalken wollt, behandelt den verrotteten Rindenmulch gesondert und nehmt ihn eher für Eure Beerensträucher. Heidelbeeren mögen es sehr sauer, wobei aber auch gewarnt wird, dass Rindenmulch auch hier zu viel Stickstoff binden würde. Auch andere Beeren mögen es tendenziell sauer, so dass ihr den gebrauchten Rindenmulch unter die Sträucher werfen könnt; man liest auh öfter die Empfehlung beim Neuanpflanzen von Himbeeren den Boden mit Rindenmulch abzudecken.

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R
<br /> Wie lange halten denn die Pfloecke und die Dachlatten bei dir? Ich schaetze mal, mehr als drei Jahre duerften die nicht durchhalten. Wird auf Dauer doch teurer als Rasenkanten, wie wir sie<br /> benutzen. Sieht aber natuerlicher aus, das gebe ich zu.<br /> <br /> Gruss RR<br /> <br /> <br />
Antworten
F
<br /> <br /> So drei Jahre könnte hinkommen, die oberen Latten wohl auch etwas länger. Apropos Rasenkanten: Möglicherweise billiger, aber doch Kunststoff. Die Stärke von meiner Einfassung dürfte vor allem bei<br /> höheren Beeten liegen, wenn Rasenkanten zu niedrig sind.<br /> <br /> <br /> Vor allen Dingen aber sind sie auch leicht zu verlegen und leicht zu entfernen: Man könnte sie zum Beispiel vor dem Umgraben im Herbst entfernen, alles ohne Rücksicht auf Beetgrenzen<br /> durcharbeiten, im Frühjahr fräsen und erst dann wieder neu einteilen und einfassen.     <br /> <br /> <br /> <br />