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Die Ernte ist größtenteils eingebracht und das Gartenjahr neigt sich dem Ende und damit auch schon wieder seinem Neubeginn zu. Jetzt wird es Zeit, diejenigen Beete umzugraben, zu schoren, wie wir im Schwabenland sagen, die nicht mit Dingen für den Winter bestellt sind, wie etwa Ackersalat, Grünkohl oder Winterrettich. Damit steigt man genau genommen schon wieder in das neue Gartenjahr ein, was die leidige Arbeit mit Vorfreude auf das nächste Frühjahr ein wenig versüßen kann.
Durch das Umgraben wird der Boden nicht nur gelockert, sondern auch stärker dem winterlichen Frost ausgesetzt. Wenn das Wasser in den Schollen gefriert, sprengt es die Erdteilchen auseinander und sorgt für eine feine, krümelige Struktur des Bodens, die so genannte Frostgare. In einem Garten, der schon „läuft“, wird es kaum nötig sein, tiefer als einen Spatenstich tief umzugraben, Holländern oder Rigolen ist eher etwas für komplette Neuanlagen.
Wenn man Mist einbringen will, ist jetzt die richtige Zeit dafür. Der hat dann nämlichen noch Zeit zu verrotten bevor der Dauerfrost einsetzt. Man breitet ihn einfach vor dem Umgraben auf den Beeten aus. Dadurch wird er schon einmal grob eingearbeitet, das feine Vermischen geschieht dann beim Hacken und rechen im Frühjahr. Auf die gleiche Weise kann man in noch zu schweren Boden Sand einarbeiten, auch wenn dieser natürlich nicht verrotten, sondern sich lediglich gut unter mischen muss.
Der Nachteil des Umgrabens, das sei nicht verschwiegen, besteht darin, dass man das ganze Bodenleben durcheinander bringt. Man kann sich also auch überlegen, ob es nicht ausreicht, den Boden, anstatt ihn mit dem Spaten zu wenden, einfach nur mit der Grabgabel aufzulockern. Ganz fein ist derjenige heraus, dessen Boden im Sinne einer Permakultur bereits so lebendig geworden ist, dass er sich gewissermaßen selbst umgräbt. Hier wäre jeder Eingriff nur von Schaden. Tja, mit der Natur geht es eben immer leichter als gegen sie...