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Seit einigen Jahrzehnten haben sie bei uns schon als Neozoen, als Neubürger im Tierreich Fuß gefasst: Der Waschbär und der auch als Marderhund bezeichnete Enok. Mittlerweile sind sie bereits alltäglich geworden und werden auch fleißig bejagt.
Wie der Deutsche Jagdschutzverband mitteilt, kamen im Jagdjahr 08/09 in Deutschland mit 54 000 Waschbären um die Hälfte mehr zur Strecke als im Vorjahr. Bei den Marderhunden ist die Strecke zwar um 5000 auf 30 000 eingebrochen, jedoch liegt das wohl daran, dass es hier Seuchenzüge gab. Vermutlich wird der Enok jedoch, wenn diese überwunden sind, seine Karriere fortsetzen.
Sowohl der Waschbär als auch der Enok oder Marderhund sind als Neubürger nicht ganz unproblematisch. Aufgrund ihres Nahrungsspektrums und der Art ihres Nahrungserwerbs können beide im Prinzip boden- und höhlenbrütende Vögel gefähden, unter denen es ja auch einige bedrohte Arten gibt. Da Rocky Waschbär und Iwan Iwanowitsch Enok, so wie Reineke Fuchs auch, bei uns keine natürlichen Fressfeinde haben, ist es kein Fehler, wenn die Waidmänner und -frauen ein wachsames Auge auf sie haben und lieber einmal mehr den Finger krumm machen. Allerdings sollte dann auch der Pelz verwertet werden, so wie es im nachhaltigen Waidwerk guter Brauch ist. Schließlich ist ein flottes Waschbär-Mützerl nach Art von Trapper Jim eine schicke Sache, die bei uns lange nicht jeder hat!