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Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört

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Uralt, aber hochaktuell...

... ist dieses Gedicht von Heinrich Heine:

Erinnerung aus Krähwinkels Schreckenstagen

Wir Bürgermeister und Senat,
Wir haben folgendes Mandat
Stadtväterlichst an alle Klassen
Der treuen Bürgerschaft erlassen.

Ausländer, Fremde, sind es meist,
Die unter uns gesät den Geist
Der Rebellion. Dergleichen Sünder,
Gottlob! sind selten Landeskinder.

Auch Gottesleugner sind es meist;
Wer sich von seinem Gotte reißt,
Wird endlich auch abtrünnig werden
Von seinen irdischen Behörden.

Der Obrigkeit gehorchen, ist
Die erste Pflicht für Jud und Christ.
Es schließe jeder seine Bude
Sobald es dunkelt, Christ und Jude.

Wo ihrer drei beisammen stehn,
Da soll man auseinander gehn.
Des Nachts soll niemand auf den Gassen
Sich ohne Leuchte sehen lassen.

Es liefre seine Waffen aus
Ein jeder in dem Gildenhaus;
Auch Munition von jeder Sorte
Wird deponiert am selben Orte.

Wer auf der Straße räsoniert,
Wird unverzüglich füsiliert;
Das Räsonieren durch Gebärden
Soll gleichfalls hart bestrafet werden.

Vertrauet Eurem Magistrat,
Der fromm und liebend schützt den Staat
Durch huldreich hochwohlweises Walten;
Euch ziemt es, stets das Maul zu halten.

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B
<br /> In der Tat, treffend und aktuell - vor allem in Zeiten schwarzer Bundespolitik. "Wir nehmen es den Armen und geben es den Reichen!" scheint mir das derzeitige Motto der deutschen Obrigkeit. So<br /> ziemt es sich natürlich "das Maul zu halten", zumindest für diejenigen, die sich nicht wehren können. Denn Waffen und Munition hat ihnen ein listiger Peter Hartz schon vor langer Zeit abgenommen.<br /> Wehe den Entwaffneten, die räsonierend beieinander stehen und sich des Nachts auf der Straße erwischen lassen, von den Schergen Nottinghams. Ihnen wird dann auch noch das Letzte genommen, zumindest<br /> materiell. Die menschliche Würde hat ihnen unsere Gesellschaft schon vor langer Zeit geraubt.<br /> <br /> <br />
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