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In den Medien kommt derzeit ja allerhand über die Facebook-Aktien und darüber, dass die Leute, die dieses Papierchen gekauft haben, zumindest vorerst einmal mit Zitronen gehandelt haben. Man braucht sich jedoch nicht darüber zu wundern, dass hier eine Menge Leute auf die Nase gefallen sind, denn solche Börsengänge haben in der Regel vor allem einen Zweck, nämlich den, Dummen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Wer in Deutschland diese Aktie gekauft hat, der darf sich am allerwenigsten beklagen. Genau das gleiche ist nämlich bereits seinerzeit mit der T-Aktie passiert: Erst wurde sie über den grünen Klee gelobt und als tolle Geldanlage angepriesen, dann ging sie in den Keller und ein Großteil der investierten Kohle war futsch. Man konnte sich im Grunde also denken, dass so etwas auch mit der Facebook-Aktie passieren würde.
Ganz abgesehen davon, dass Aktien von Firmen, die im wesentlichen nur aus einer Erfindung oder einem Geschäftsmodell bestehen wie Facebook - bei der Telekom stecken ja wenigsten noch allerhand reale Werten dahinter - hochriskant sind, bestätigt das Facebook-Fiasko nur ein weiteres Mal einige zwar zynisch klingende, aber nichtsdestotrotz zutreffende und beherzigenswerte Regeln:
Bei uns im Schwäbischen gibt es eine Redensart, welche diese Regeln recht gut zusammenfasst: "Mit den Dummen treibt man die Welt um". Dazu passt auch die bekannte 90/10er Regel: 90% der Leute blicken nicht durch und lassen sich zum Vorteil der restlichen 10% ausbeuten.
Wenn man nicht zu den 90% Idioten gehören will, hat man zwei Möglichkeiten: Man kann statt sich abzocken zu lassen, selbst abzocken oder man geht ganz einfach seinen eigenen Weg, lernt selbst zu denken und zockt weder ab noch lässt man sich abzocken.
Mir ist der zweite Weg lieber: Zum einen habe ich dabei das bessere Gewissen, zum anderen sind viele, die meinen zu den Abzockern zu gehören, letztendlich, zwar auf einem minimal höhren Niveau, aber eben doch auch wieder nur Abgezockte.
Update 24.08.12: Wie ich aus dem Komentar von steph.schie erfahren habe, sind speziell bei dieser Geschichte wohl kaum Kleinanleger betroffen. Aber auch wenn in diesem speziellen Fall nicht die breite Masse gemolken wurde, ändert das nichts an den im Artikel angesprochenen Zusammenhängen.