Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
Jeder Gärtner weiß, es gibt Nutzpflanzenarten, die werden etwas und es gibt welche, aus denen wird einfach nichts. Teilweise hängt das von Klima, vom Boden oder sonstigen örtlichen Verhältnissen ab, teilweise vom gärtnerischen Geschick bzw. der Aufmerksamkeit, die man seinem Gemüse widmet.
Jetzt geht es im Garten wieder so richtig los
Ich gärtnere jetzt seit sechs Jahren und so langsam kristallisieren sich einige Dinge heraus. Natürlich sind das meine persönlichen Erfahrungen, die sich nicht so ohne weiteres übertragen lassen, daher nenne ich auch die wichtigsten Randbedingungen.
Mein Garten liegt an einem Südhang in Aalen gegenüber dem Albtrauf des Albuchs, wo das Klima mittelmäßig warm ist, also etwas wärmer als oben auf der Alb aber doch kälter als im unteren Remstal oder am Neckar. Aalen ist so eine Art Schönwetterloch: Es ist verhältnismäßig trocken, es gibt sehr wenig Nebel und Gewitter ziehen gerne vorbei.
Der Boden besteht aus Wellland-Lehm, das ist wohl „Abrieb“ von der Alb. Als ich vor sechs Jahren begann, war alles der pure Lehm. Mittlerweile habe ich den Boden mit viel Kompost, etwas Mist und stellenweise ein wenig Sand verbessert. Ich verwende keinen Kunstdünger und auch keine Schädlingsbekämpfungsmittel bis auf Ferramol gegen die Schnecken.
Leider liegen einige meiner Beete auf der Nordseite des Hauses und damit in der Mittagszeit großenteils im Schatten. Zwei meiner besten Beete bestehen seit dem letzten Jahr aus einem sehr sandigen Humus, der nach einer Baumaßnahme von der Baufirma angefahren wurde. Eigentlich kein so toller Boden, aber speziell ich war recht froh über den Sand, da er sich ja ohne weiteres mit Kompost aufbessern ließ und letztes Jahr bereits ganz gute Ergebnisse geliefert hat.
Ich muss wohl unbedingt einen Haufen Sand in meinen Boden einarbeiten. Stickstoffgehalt scheint OK zu sein, denn es wachsen überall Brennnesseln. Das liegt wohl an dem Grasschnitt im Kompost, für den ich bei den Nachbarn schon als dankbarer Abnehmer bekannt bin. Daher mache ich zur Zeit auch keine Brennnesseljauche mehr.
Es scheint ein paar einigermaßen idiotensichere Pflanzen zu geben, die man wohl jedem Anfänger empfehlen kann: Abgesehen von den Sachen, die sowieso von selbst wachsen wie Bärlauch, Pfefferminze und Co., dürften Bohnen, Tomaten, Kohlrabi und Salate, eventuell auch Gurken und Pfefferoni durchaus dankbare Objekte für die ersten gärtnerischen Versuche sein. Zudem sind das Gemüse, die man in der Küche und auf dem Vespertisch sehr gut gebrauchen kann.