Zwei Tote hat es heute vormittag bei einer Schießerei in Landshut gegeben. Im dortigen Landgericht hat ein 60jähr. Mann laut Polizeiangaben zwei Menschen getötet und zwei weitere schwer verletzt.

Blick auf Landshut: Dort erschoss heute im Landgericht ein 60jähr. Mann seine Schwägerin und sich selbst. (Bildquelle: Wikimedia)
Die Bluttat ereignete sich während eines Gerichtstermins, bei dem es um einen Erbschaftsstreit ging. Mit einem Revolver der Marke Smith & Wesson soll der Täter seine Schwägerin und später sich selbst erschossen haben.
Bereits jetzt schlägt die Tat hohe Wellen und scheint ein gefundenes Fressen für Politik und Medien zu sein: Obwohl außer dem Täter nur ein Opfer zu beklagen ist, wird bereits überall von einem "Amoklauf" geschrieben und der bayerische Ministerpräsident Seehofer tönte: "Das ist wiederum eine unbegreifbare Tat" und bekräftigte, dass im bayerischen Kabinett nach Ostern über eine Verschärfung der Waffenkontrolle beraten werde: "Mir erscheint nach allen Informationen, die wir in den letzten Wochen gesammelt haben, die Kontrolle des Waffenrechts als ein Schwachpunk..."
Seehofer kann sich sicher sein, dass er vom populistischen Standpunkt das richtige gesagt hat. Doch wie sieht es mit den Fakten aus?
Welche Informationen will Seehofer über die Tat in Landshut bereits gesammelt haben, bei der noch nicht einmal bekannt ist, ob die verwendete Waffe aus legalem Privatbesitz stammte?
Und gehören zu Seehofers "gesammelten Informationen" auch welche über die
Bluttat von Hornsen, die mit einer illegal beschafften Waffe begangen wurde - und die in den Medien und bei der Politik (deswegen?) kaum Beachtung fand?