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Um den neunten Mai etwa sät man traditionell die Bohnen und zwar sowohl Stangen- als auch Buschbohnen. Das kommt daher, dass Bohnen frostempfindlich sind und um diese Zeit gesät, ihre Köpfchen erst nach den Eisheiligen aus dem Boden strecken, wenn es (hoffentlich) keine Fröste mehr gibt.
Dass Bohne nahrhaft und lecker sind, wusste wohl auch Annibale Carracci, als er seinen "Bohnenesser" malte.Die verschiedenen Bohnensorten sind auch dankbare, pflegeleichte Pflanzen für unseren Garten. Allerdings bedarf es oft eines kleinen Tricks um den Keimerfolg sicherzustellen
Da Bohnen zwar ein relativ teures Gemüse sind, andererseits aber auch recht einfach anzubauen, sind sie ein dankbares Objekt für den Hobbygärtner. Allerdings gibt es dies und das, was man bei ihrem Anbau beachten sollte, damit die Bohnenzucht auch ein voller Erfolg wird.
Problematisch bei den Bohnen ist vor allem, dass die Kerne sehr nahrhaft sind. Nachdem man sie in den Boden gesteckt hat, finden sie offenbar häufig noch bevor sie die Chance hatten, zu keimen, irgendwelche Liebhaber. Der frustrierte Hobbygärtner wartet dann vergeblich auf die Spitzen der Keimlinge und bis er die Hoffnung aufgibt und zur Nachsaat schreitet, ist wertwolle Vegetationszeit vergangen. Aber auch beim zweiten Mal ist der Erfolg nicht garantiert und möglicherweise hat so mancher die Bohnenproduktion so schon wieder aufgegeben, bevor sie noch angefangen hatte, weil er immer nur Kerne in den Boden steckte, jedoch nie eine Pflanze zu Gesicht bekommt.
Dagegen gibt es aber ein einfaches Mittel: Man sät die Bohnenkerne nicht direkt ins Beet aus, sondern zieht sich die Pflänzchen in Pikierschalen im sicheren Gewächshaus an. Dabei kann man einerseits dann sogar etwas früher sähen und nach den Eisheiligen bereits mit etwas größeren Pflänzchen ins Freie gehen, andererseits aber auch notfalls noch etwas warten, wenn es nach dem 15. Mai noch nicht gleich so recht warm werden will.
Um den Platz gut auszunutzen, setzt man immer mehrere Pflanzen, so ca. 9 bis 12, rund um eine Stange. Als Stangen für Stangenbohnen kann man angespitze Dachlatten oder sonstige lange, dünne Hölzer verwenden, die man senkrecht in den Boden steckt oder schräg in Form von "Dächern" oder "Indianerzelten" zuammenstellt.
Die Abstände der Stangen zueinander sollten etwa 60 cm bertagen. Buschbohnen setzt oder säht man entweder in Horsten zu etwa sechs Pflanzen in Abständen von 40..50 cm oder in Reihen mit ca. 40 cm Abstand alle 5..8 cm. Das gilt für das Pflanzen genauso wie für die Saat. Egal ob man nun in die Pikierschale oder direkt in Beet säht, darf man die Samen nicht zu tief legen, nur etwa 2 cm, denn Bohnen "wollen die Glocken läuten hören".
Wenn man sowohl Busch- als auch Stangenbohnen pflanzen möchte, sollte man dies aber auf keinen Fall auf dem gleichen Beet tun. Die beiden Schwestern vertragen sich nämlich absolut nicht. Gut hingegen kommen beide Bohnenarten mit Tomaten aus. Es bietet sich daher an, unter dem Gerüst mit den Stangenbohnen Strauchtomaten zu pflanzen und die Buschbohnen zwischen die hohen Tomatenpflanzen zu setzen.
Update 25.05.09: Wie man mir mittlerweile gesagt hat, ist es nicht wirklich so, dass sich Stangen- und Buschbohnen nicht leiden könnten. Trotzdem sollte man sie nicht zusammen pflanzen, da man dann ja keine Mischkultur mit ihren Vorteilen hat und statt dessen die Nachteile einer Monokultur.
Sind die Bohnen erst einmal aus dem Boden, wachsen sie wie wild. Es ist nicht von ungefähr ausgerechnet eine Bohnenpflanze gewesen, an der Münchhausen angeblich zum Mond hinauf geklettert ist. Auch der Ertrag kann sich sehen lassen. von ein paar Quadratmetern Bohnen kann man einige Male leckere Bohnengerichte auf den Tisch bringen.