Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
Schon als ich noch ein Kind war, ist mir aufgefallen, dass Instant-Kakao, wenn man ihn anrührte, nie die tolle, schokoladenbrauen Farbe hatte, die auf der Packung gezeigt wird, sondern ein unansehnliches, helles Graubraun aufwies.
Das ist aber kein Einzelfall: Speziell Fertiggerichte sehen auf den Abbildungen auf der Verpackung aus wie vom Sternekoch persönlich angerichtet. Was dann aber in der Aluschale vor sich hin schmurgelt, hat leider meist wenig Appetitanregendes an sich.
Ein Berliner Fotograf und Künstler namens Samuel Müller hat zu diesem Phänomen einen Bildband gestaltet: Von mehr als 100 Fertiggerichten stellte er die verführerische Ansicht auf der Verpackung der weit weniger ästhetischen Realität gegenüber. Bei Spiegel Online gibt es übrigens ein paar Kostproben aus dem Buch.
Da man dort aber offensichtlich zwar mit der Geschichte über den Künstler Pageviews erzielen, ihm jedoch keine Käufer für sein Werk zuführen will - Vielleicht, weil's Werbekundschaft vergrätzen könnte? - hier die Daten zum Bestellen des Buches:
Samuel Müller
Werbung gegen Realität
Eichborn Verlag
ISBN-10: 3847900129
ISBN-13: 978-3847900122
Ich hätte natürlich auch einen Link auf Amazon setzen können, was ich aber bewusst nicht getan habe. Der richtige Buchhandel muss auch leben und beschafft Euch ein Buch genauso schnell und ums gleiche Geld wie Amazon.
Und wenn Euch nach dem Anschauen der Bilder der Appetit auf Schnellfraß aus der Aluschale vergangen ist, könnt Ihr bei auf dem Blog Abenteuer Kochen meines Freundes Isi nachgucken, wie man sich selbst was richtig Leckeres zusammenköchelt. Und wenn ihr schließlich für Eure Küche dann auch noch Zutaten aus dem eigenen Garten verwendet, wisst Ihr wirklich, was ihr auf den Tisch bekommt. Das macht zwar ein wenig Arbeit, aber auch Spaß, ganz davon abgesehen, dass ihr am Schluss ein richtig leckeres Essen für im Verhältnis recht wenig Geld bekommt. Wer selbst aktiv wird, lebt eben im Endeffekt besser!