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Spiegel Online ist ja nicht gerade als aufmüpfige Publikation bekannt, aber ab und zu findet sich dort doch auch Kritisches. Gerade habe ich dort wieder einmal etwas über die offiziell als "Energiesparlampen" beschönigten Giftbirnen entdeckt, die man uns anstelle der guten, alten Glühlampe Edisonscher Bauweise aufzwingen möchte.
Der NDR hat, so SPON, solche Lampen in einem zertifizierten Labor testen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass sie nicht nur beim Zerbrechen hochgiftiges Quecksilber freisetzen, sondern auch im normalen Betrieb giftige Gase absondern, darunter krebserregende Stoffe.
Das Umweltbundesamt, mit den Ergebnissen der Tests konfrontiert, wiegelt ab. Es würden, so liest man, zwar Stoffe emittiert, bei denen krebserregendes Potential nicht ausgeschlossen werden könne, jedoch nur in geringen Mengen, so dass keine Gesundheitsgefährdung bestünde. Einer der Stoffe, Styrol wirkt jedoch fruchtschädigend, ein zweiter, Phenol ist stark ätzend und wurde von Nazi-Ärzten bei Menschenversuchen für tödliche Injektionen benutzt. Der dritte schließlich, Naphtalin, wurde früher in Mottenkugeln verwendet.
Interessant ist an der Sache auch, dass krebserregende Stoffe ansonsten - zum Beispiel als Bestandteile von Tabakrauch - unter allen Umständen vermieden werden müssen, da es für sie keine Grenzwerte gibt, unterhalb derer sie unbednklich wären.
Außerdem weist der SPON-Artikel auf einen weiteren Artikel hin, der sich mit der "Energiesparlampe" befasst: Schon Anfang des Jahres hatte die ARD auf ihrer Website über alle möglichen anderen tollen Eigenschaften der Giftbirnen berichtet: Unter anderem erzeugen die Dinger 20 mal soviel Elektrosmog, wie bei Computermonitoren erlaubt ist.