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Es ist zwar nicht mehr ganz neu, aber dennoch der Erwähnung wert: Der Obdachlose, der sich durch das Sammeln von Einwegdosen und -flaschen ein Wohnmobil - und damit wieder ein Dach über dem Kopf - verdient hat. Für mich ein Beispiel dafür, dass ein Leben abseits der etablierten Strukturen durchaus möglich ist - und man noch nicht einmal schlecht dabei fahren muss.
Trotz Studium und zwei akadmeischen Abschlüssen ist Eduard Lüning nach einer zerbrochenen Beziehung und längerer Krankheit seit 1995 arbeitslos. Vor einigen Jahren kam er auf den Dreh mit dem Leergutsammeln und macht seither sein Geld damit. 60 Euro, so heißt es, macht er am Tag etwa mit den leeren Dosen und Flaschen, das ist weit mehr, als ein Hartz-4-Empfänger bekommt.
Letzten Sommer stieg er ganz groß ein und sammelte auf Musikfestivals das weggeworfene Leergut. Ergebnis: Mit 30 Sammeltagen verdiente er 13 000 Euro, die er in ein gebrauchtes Wohnmobil investierte. Seitdem hat er wieder ein Dach über dem Kopf und ist mit sich und der Welt einigermaßen zufrieden: Er muss niemanden anbetteln und kommt mit dem Geld aus, das er an gewöhnlichen Tagen in der Stadt verdient.
Auch nächsten Sommer will Eduard Lüning wieder auf den Festivals unterwegs sein und Leergut sammeln. Und ein neues Ziel hat er auch schon: Ein eigenes kleines Segelboot mit Hilfsmotor. Ich gönne es ihm von Herzen!
Und übrigens: Bevor ich jeden Tag zu einem Job mit Hungerlohn gehe, den man mit Hartz 4 aufstocken muss, damit es zum "Leben" reicht, würde auch ich Flaschen sammeln gehen.