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  • : Blog von Volker Wollny
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  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

6. Dezember 2008 6 06 /12 /Dezember /2008 14:47

Ein wichtiger Aspekte des Selbstversorger-Gedankens liegt darin, möglichst zu vermeiden, dass sich andere an unserer Arbeit bereichern. Genau dies ist nämlich das Ziel des heutigen Abzock-Systems. Auf dem Weg, der zwischen Arbeitsleistung und Konsum liegt, gibt es viele Abzapfstellen, an denen andere etwas vom Ergebnis unserer Arbeit für sich abzweigen, so dass das, was wir uns von unserer Arbeit leisten können, nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Wertes unserer Arbeit darstellt.

 

Wo bleiben die erwirtschafteten Werte?

Zunächst einmal schöpft der Arbeitgeber einen erheblichen Teil des von uns mit unserer Arbeit erwirtschafteten Geldes ab, wobei dieser Teil besonders hoch ist, weil auch der Arbeitgeber - vor allem von seinen Kreditgebern - abgezockt wird und uns deswegen oft gar nicht mehr Lohn bezahlen kann. Von diesem Lohn müssen wir als nächstes einen Haufen Abgaben bezahlen. Schon ein uralter Kalauer weiß: Auch wenn das Bruttoghalt brutal ist, ist das nach Steuern und Abgaben verbleibende Nettoeinkommen bestenfalls noch ganz nett.

Geben wir nun unsere sauer verdienten Taler für Waren und Dienstleistungen aus, kommt die ganze Kette umgekehrt zum Tragen: Im Verkaufspreis der Güter stecken wiederum jede Menge Steuern, Abgaben und Gewinne, so dass beim eigentlichen Erzeuger des jeweiligen Gutes nur noch ein ganz kleiner Teil in Form von Netoolohn ankommt. Macht man sich dies einmal klar, versteht man auch, dass man z.B. etwa zehn Stunden selbst arbeiten muss, um eine Arbeitsstunde eines Handwerkers zu bezahlen, der doch auch nur in etwa den gleichen Stundenlohn hat wie man selbst.

 

 

Die mit herkömmlicher Lohnarbeit geschaffenen Werte kommen dem Werktätigen nur zu einem geringen Teil zugute und...

 

Fremde Nutznießer abkoppeln

Gleichzeitig wird aber auch plausibel, warum man mit dem Selbermachen so viel Geld sparen kann und warum Schwarzarbeit so beliebt ist: Tut man etwas selbst, anstatt es tun zu lassen, spart man nicht nur den reinen Arbeitslohn des Profis, sondern dazu noch den sehr viel größeren Anteil, der von jedem auf die übliche Weise erwirtschafteten Euro an alle möglichen Nutznießer abfließt. Das bewirkt einerseits, dass sich das Selbermachen auch dann noch lohnt, wenn man für  eine Arbeit zwei oder drei mal so lange benötigt wie ein Profi, andererseits, dass man auch dann noch spart, wenn man dem schwarz arbeitenden Profi das doppelte oder dreifache dessen bezahlt, was er netto mit der gleichen Tätigkeit bei seinem Arbeitgeber verdient.

Selbstverständlich soll damit nicht empfohlen werden, selbst schwarz zu arbeiten und Schwarzarbeiter zu beauftragen. Auch wenn dies vor dem beschriebenen Hintergrund nur allzu verständlich ist, sich die Schwarzarbeit selbst mit den mittlerweile angewendeten Mitteln nicht verhindern lässt und sich vielleicht sogar moralisch rechtfertigen ließe: Schwarzarbeit ist illegal und birgt- daher vor allem finanziell - einige Risiken. Eingespartes Geld doppelt und dreifach in Form von Steuernachzahlungen und Geldstrafen wieder zu verlieren oder sogar hinter Gittern zu landen, kann nicht Sinn und Zweck der Selbstversorgung sein. Ich möchte sie daher nicht empfehlen, auch wenn ich keinen Schwarzarbeiter moralisch verurteilen kann: jeder muss selbst wissen, was er tut, ob und in welchem Umfang er schwarz arbeitet und/oder schwarz arbeiten lässt, denn wenn er erwischt wird, trägt er - und leider auch seine Lieben - die Folgen.

Was ich aber guten Gewissens empfehlen kann, ist außer dem Selbermachen die Nachbarschaftshilfe. Zum Beispiel erntet man im Garten oft mehr von einer Obst- oder Gemüsesorte als man selbst essen kann. Warum den Überschuss nicht verschenken und sich dafür vom Überschuss anderer beschenken lassen? Warum nicht dem Nachbar den Computer einrichten, wenn er uns das Schuppendach flickt? Jeder kann oder hat etwas, das andere nicht können oder haben und kann oder hat etwas nicht, das andere können oder haben.

Damit Angebot und Nachfrage hier auch gut zusammen kommen, gibt es Tauschringe. Dadurch, dass hier mehr Anbieter und Nachfrager zusammen kommen, läuft der Austausch wesentlich besser als im oft recht begrenzeten Bekannten- und Nachbarnkreis. Und alles ist ganz legal, man braucht keine Angst haben, dass die Kamera des Detektivs klickt, wenn man auf einem fremden Baugerüst steht.

 

Bargeld braucht man aber trotzdem

Wenn man auch viele Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs selbst produzieren oder über Nachbarschaftshilfe erhalten kann, gibt es doch eine ganze Reihe Dinge, die man doch nur für Geld bekommen kann: Telekom, GEZ, das Wasser- und das E-Werk sowie eine ganze Reiher anderer Lieferanten, nicht zuletzt die Kranken- und Rentenversicherung werden wohl kaum jemals Mitglied im Tauschring sein und Talente (oder wie sonst die jeweilige Verrechnungseinheit heißt) als Bezahlung für ihre Forderungen akzeptieren. Der Bedarf an Bargeld kann durch Selbstversorgung zwar eingeschränkt, leider jedoch nicht ganz vermieden werden.

Ist man also weder Rentner, Privatier oder ALG-Empfänger, wird man nicht umhinkommen, ein wenig für Geld zu arbeiten.

 

 

... im Ernstfall lässt das System ihn sowieso im Regen stehen

 

Ein Teilzeitjob mit Steuerkarte, dessen Entgelt innerhalb der Grenzen des steuerfreien Existenzminimums liegt, ist hier gar keine schlechte Idee, weil man dadurch kranken- und rentenversichert ist.  Bei der Krankenversicherung spielt der Beitrag für die Leistungen ja zum Glück keine Rolle, bei der Rente wird der Anspruch für einen Alleinstehenden, den man mit einem solchen Teilzeiteinkommen erzielt ein eher geringer sein. Besser sieht es da aus, wenn man eine Familie hat, denn mit Frau und Kindern auf der Steuerkarte ist das steuerfreie Existenzminimum so hoch, dass dabei schon merklich Rentenansprüche erworben werden können. Allerdings muss man dafür natürlich auch mehr arbeiten und bei einem geringen Stundenlohn kann die Auschöpfung des Existenzminimums sogar schnell zu einem Vollzeitjob werden. Der Wert einer guten Ausbildung ist auch hier nicht zu leugnen: The more you learn the more you earn - wer anspruchsvollere Arbeit leisten kann, verdient das gleiche Geld in kürzerer Zeit. Leider ist es nun zwar so, dass man einen Teilzeitjob als Akademiker sicherlich weniger leicht findet als eine Teilzeit-Putzstelle.

Ganz unmöglich sollte das aber auch nicht sein: So manche kleinere Firma mag heute eigentlich einen Ingenieur benötigen - aber eben nicht im Umfang einer Vollzeitstelle. Da man sich dort dann aber nicht vorstellen kann, einen Teilzeit-Ingenieur zu finden, wird der Bedarf erst gar nicht öffentlich gemacht. Daher lohnt es sich durchaus, sich bei kleineren Firmen um solchen Tätigkeiten zu bewerben. Das funktioniert übrigens auch mit Vollzeitjobs (und in großen Firmen), man nennt es "Initiativbewerbung". Bei kleinen Firmen empfiehlt es sich übrigens durchaus, sich nicht groß schriftlich zu bewerben, sondern einfach mal in den Laden hinenzumarschieren und nach dem Chef zu fragen. Eine schriftliche Bewerbung kann man ja auf Wunsch immer noch nachreichen. Zeugniskopien, einen Lebenslauf und ein neutrales Bewerbungsschreiben oder ein Bewerberprofil sollte man sowieso dabei haben. Es lohnt sich sogar, derartige Unterlagen immer im Auto zu haben: Es kann jederzeit passieren, dass man aus irgendwelchen anderen Gründen unterwegs ist und zufällig eine Firma entdeckt, die einen interessiert. Dann sollte man da sofort reingeiern und ist natürlih im Vorteil, wenn man seine Unterlagen bei sich hat. Und wie gesagt, diese Tipps funktionieren auch, wenn man eine Vollzeitstelle sucht.

 

Teilzeit für ältere

Besonders interessant wird eine Teilzeitstelle, wenn man bereits einige Jahrzehnte gearbeitet und einen einigemaßen auskömmlichen Rentenanspruch erworben hat. In diesem Alter sind dann oft schon die Kinder aus dem Haus und weg von der Steuerkarte. Arbeiten dann womöglich beide Partner, schlägt das Finanzamt gnadenlos zu, dann steht man steuerlich wieder so da wie als junges, kinderloses Doppelverdienerpärchen, nur dass man wahrscheinlich mehr  verdient und daher einen wesentlich höheren Steuersatz an der Backe hat.

Wenn das Haus abgezahlt und die Kinder mit dem Studium fertig sind, ist auch der Geldbedarf wesentlich geringer als vorher. Wozu sich also noch für das Finanzamt abmühen? Arbeitet man nur noch Teilzeit, hat man die Zeit, viele DInge selbst zu tun, die man sonst teuer bezahlen muss und wird sich mit etwas Geschick, Fantasie und Kreativität finanziell kaum schlechter stehen und obendrein noch Zeit für Dinge übrig haben, die nichts einbringen, aber Spaß machen.

 

Durch Selbermachen hingegen schafft man Werte, die, wie diese selbstgebaute Küche, einem selbst direkt zugute kommen, verwendet seine Zeit sinnvoll und stärkt das eigene Selbstbewusstsein.

 

Umgekehrt kann es aber auch sinnvoll sein, als Rentner noch ein wenig zu arbeiten: Es gibt einen Altersfreibetrag bei der Steuer, Rentenversicherung braucht man keine mehr zu bezahlen - und fast das wichtigste: man kommt ein wenig unter die Leute und verblödet nicht daheim. Außerdem profitiert die Firma von der Erfahrung älterer Menchen, was, Gott sei Dank, so langsam vielen wieder bewusst wird: Jede Firma sollte so einen Opa oder eine Oma haben, der oder die den Laden oder zumindest das Geschäft schon seit Urzeiten kennt und um all die vielen kleinen Tricks und Kniffe weiß, die man als jüngerer Kollege noch nicht herausgefunden hat.

 

Selbständigkeit, Minijob und Co.

Ist der Steuerfreibetrag ausgeschöpft und möchte man aber trotzdem etwas mehr verdienen, lohnt es sich zu überlegen, ob man anstatt die Stundenzahl im Steuerkarten-Job zu erhöhen, nicht lieber einen zusätzlichen Minijob annimmt. Dazu muss aber der Stundenlohn im Minijob so hoch sein, dass man mit der jeweiligen Stundenzahl auch mehr verdient, als der gleiche Zeitaufwand im Steuerkartenjob netto bringen würde. Nicht vergessen darf man dabei aber auch, Zeitaufwand und  Kosten für die Arbeitswege zu berücksichtigen: Im Hauptjob lassen sich zusätzliche Stunden oft oder meist durch längere Tagesarbeitszeit, also ohne zustätzliche Wegezeit und -kosten realisieren, beim Minijob fallen diese in aller Regel zuätzlich an.

Auch eine selbständige Tätigkeit ist eine Möglichkeit, nebenher etwas Geld zu verdienen. Der Vorteil dabei ist, dass hier kein Arbeitgeber an der eigenen Arbeit mitverdient und man in einem gewissen Umfang auch steuerliche Vorteile haben kann. Auf die vielen legalen und illegalen Steuertricks der Selbständigen, von denen manche auch bei Kleinunternehmen funktionieren, soll hier jedoch nicht eingegangen werden, noch viel weniger möchte ich hier zu strafbaren Handlungen aufforden.

Ganz besonders muss ich jedoch davor warnen, ein Geschäft anzufangen, ohne dabei tatsächlich eine Gewinnerzielungsabsicht zu haben, sondern lediglich Steuern zu sparen: Es ist in der Tat verlockend, sich als Pseudo-Unternehmer von den Ausgaben fürs Hobby die Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurückzuholen und  mit den verbleibenden Nettokosten die Einkommensteuer auf das Einkommen aus dem Job zu vermindern. Ist aber auch nach Jahren außer Spesen nix gewesen, also kein Gewinn erzielt, macht das Finanzamt Schluss mit lustig und erkennt die Unternehmereigenschaft ab. In diesem Falle wird dann das Gesicht des Steuerspareres schnell so lang wie die Liste der Steuernachforderungen, die im das Finazanmt dann zustellt.

 

Geld durchs Hobby

Mit einer Liebhaberei lässt sich tatsächlich ein wenig Geld zu vedienen, ohne dass man gleich Unternehmer wird: Geringfügige Einnahmen aus Liebhabereien sind nämlich steuerfrei. Wer mal einen Korb Obst aus dem eigenen Garten, Honig aus der kleinen eigenen Imkerei, Wildbret aus der Jagd oder auch als Fotoamateur mal ein Foto an eine Bildagentur verkauft, braucht dafür keine Steuern zu bezahlen.

 

 

"Geringfügige Einnahmen aus Liebhaberei" ist ein dehnbarer Begriff: Diese Rehe bringen einige Euros in die Jagdkasse und vermindern so die Kosten des Jagdpächters, aber nur , wenn er konsequent bei der Philosophie des kurzen Weges bleibt und sie selbst an den Verbraucher verkauft. Bei einem Wildbrethändler würde er nämlich weit weniger dafür erhalten als beim dirketen Verkauf . So aber kommt der Kunde güstig an ein hochwertiges Nahrungsmittel und der Erzeuger hat am meisten verdient.

 

Ein eigentlicher Verdienst kann damit nicht erzielt werden, eher schon eine Muinderung der Kosten fürs Hobby. Es lohnt sich also kaum, so etwas anzufangen um Geld damit zu verdienen; eher schon ist es eine Möglichkeit, die Kosten für ein Hobby zu mindern, denn wenn die Einnahmen tatsächlich die Ausgaben übersteigen, ist die Sache keine Liebhaberei mehr. Nutzt man diese Möglichkeit, sollte man übrigens sämtliche Belege für die Ausgaben aufheben, für den Fall, dass sich doch einmal das Finanzamt für die Einnahmen aus der Liebhaberei interessiert. Dann sollte man nämlich glaubhaft machen können, dass man tatsächlich mehr ausgegeben als eingenommen hat, wobei man mit den entsprchenden Belegen natürlih auf der sicheren Seite ist.

Eine vielleicht weniger bekannte Möglichkeit, mal einen steuerfreien Euro zu verdienen, ist das sogenannte Übungsleiterprivileg. Darunter versteht man die steuerliche Bestimmung, dass Aufwandsentschädigungen für an sich ehrenamtliche Tätigkeiten als Ausbilder bis zu einer Pauschale von gut 1800.- €  im Jahr steuerfrei sind. Darunter fallen z.B. auch solche Tätigkeiten wie das Abhalten von Kursen bei der Volkshochschule oder eine Dozententätigkeit beim Jägerkurs der Kreisjägervereinigung. Für denjenigen, der Spaß daran hat, sein Wissen weiterzugeben, ist dieses Übungsleiterprivileg also eine gute Möglichkeit, weitere 150.- € im Monat steuerfrei hinzu zu verdienen.

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Kommentare

Thilo 09/21/2010 12:40


Guten Tag und herzliche Grüße aus Berlin! Ich suche für eine Geschichte in er B.Z. Berliner Selbstversorger, die zum Beisüiel ein Beet in der Wohung haben und sich auch interviewen und
fotografieren lassen würden.


Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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