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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

14. März 2009 6 14 /03 /März /2009 12:09

Jagdgegner verbreiten eine Menge Stuss über die Natur im allgemeinen und die Jagd im besonderen. Das lässt sich leicht feststellen, wenn man sich ihre Websites und anderen Veröffentlichungen ansieht und ihre Behauptungen prüft. Hier werden im wesentlichen biologische Tatsachen verdreht, unrichtige oder bestenfalls halbwahre Behauptungen aufgestellt und irgendwelche - zum Glück recht selten, aber eben doch dann und wann vorkommende - Jagdunfälle aufgebauscht und (aus Mangel an aktuellen Vorfällen) monate- oder jahrelang durchgekaut.

Ein skandalöses Bild (für Jagdgegner, so genannte Tierrechtler sowie Gutmenschen, die nicht nachgedacht haben und nicht nachdenken wollen): Da hat doch tatsächlich einer ein liebes Bambi umgebracht, weil er es auffressen will - und freut sich auch noch darüber! (Bild: A.B.)

Was wollen Jagdgegner eigentlich?

 Was in Jagdgegnern genau vorgeht kann man im einzelnen nicht sagen, denn psychiatrische Diagnosen lassen sich aus der Ferne kaum stellen. Der allgemeine Eindruck jedoch legt nahe, dass es sich hier z.B. um Menschen handelt, die aufgrund dessen, wie unsere Gesellschaft mit Natur und Kreatur umgeht, einen Schuldkomplex haben und hier etwas zu kompensieren versuchen. Teilweise kommen diese Leute wohl auch nicht damit klar, dass sie selbst einmal sterben müssen und versuchen daher den Tod zu verdrängen.

  Gemeinsam scheint ihnen jedoch auch eine gewisse Weltfremdheit zu sein: Sie sind der Natur und den normalen Lebensvorgängen entfremdet und verkennen, dass in der Natur nicht das Individuum zählt, sondern nur die Art bzw. die Population. Vor allem soweit sie sich mit den Gegnern des privaten Waffenbesitzes decken, spielt wohl auch eine gewisse Lebensangst eine Rolle. Auch wenn sich Waffengegner manchmal anarchistisch geben, so wollen sie doch von einer äußeren Macht, von Regeln und Gesetzen - keiner soll Waffen, große Hunde etc. besitzen dürfen - gesichert werden. Andere sollen ihre Probleme lösen, der Staat soll sie vor allen Risiken beschützen, dafür sind sie bereit, ihre Freiheit aufzugeben - das Gegenteil von mündigen Bürgern eben.

 

Abstreichende Rebhühner im Feld in früheren Zeiten: Eine derartige, kleinräumig und vielfältig strukturierte Feldmark gibt es heutzutage kaum noch. Das ist aber nicht der alleinige Grund für den Rückgang des Niederwildes. Eine sehr große Rolle spielt dabei auch, dass heutzutage ein effizientes Kurzhalten der Beutegreifer auf legalem Wege kaum mehr möglich ist

 Leider wird diese Haltung in unserer derzeitigen Gesellschaft durch Medien und Gesetzeskultur gefördert, weil ängstliche und unselbständige Menschen leicht regierbar und deswegen erwünscht sind. Die starke Verbreitung einer solchen Geisteshaltung ist wohl der Grund dafür, dass sich auch viele Menschen von den Jagdgegnern aufhetzen lassen, die eigentlich mit Veganismus und Antispeziesismus gar nichts am Hut haben, sondern fröhlich und mit gutem Appetit ihr Ei vom Batteriehuhn und ihr Schnitzel aus dem Schweine-Zuchthaus verputzen.

Ein Beispiel: Die Initiative zur Abschaffung der Jagd

 Gemeinsam ist den Jagdgegnern auch der Schmäh vom "Bruder Tier", ganz unabhängig davon, ob es sich im Einzelfalle um einen religiösen Fanatiker handelt oder um einen Atheisten, der in einer auch die Tiere umfassenden Nächstenliebe wohl eine Art Ersatzgott sucht. Jagdgegner verfolgen ihr Ziel mit sektiererischen Eifer auch wenn - oder gerade weil? - die Resonanz in der breiten Öffentlichkeit dann doch eher gering ausfällt. So hat etwa der Heilbronner Jagdgegner und "Biologe" Kurt Eicher schon mit Kleinanzeigen für die Website seiner "Initiative zur Abschaffung der Jagd" geworben um Besucher dorthin zu ziehen.

 Diese Website stellt eine reichhaltige Sammlung von Scheinargumenten und Hirngespinsten der Jagdgegner dar, welche jedoch allesamt nur auf wenige Grundbehauptungen zurückgehen und leicht widerlegbar sind. Das habe ich übrigens auch in Form eines offenen Briefes an Eicher getan, welcher aber nie beantwortet wurde.

 Wenn man genauer hinsieht, wird man übrigens feststellen, dass Kurt Eicher auf seiner Website auch Literatur aus dem Verlag "Das Brennglas" bewirbt, einem Unternehmen, welches dem Dunstkreis der Sekte "Universelles Leben" (UL) um die "Prophetin" Gabriele Wittek zugeordnet wird.

Der Jagdgegner-Glaubenskrieg

 Diese Sekte wiederum ist der Grund dafür, dass Eicher und Konsorten bei ihren (vordergründigen) Gesinnungsgenossen der atheistischen Spielart keinen Blumentopf mehr gewinnen können und diese sie nicht mehr mit der Zange anfassen würden. Der mit massiven Nebelkerzen und großkalibrigen Kotwerfern ausgetragene Jagdgegner-Glaubenskrieg ist zwar schon ein paar Jahre her, war aber sehr ergötzlich. Außerdem sollte man darüber Bescheid wissen, wenn man die Struktur der heutigen Jagdabschaffenwoller-Szene verstehen möchte.

 

So sieht sie leider meist aus, unsere heutige Agrarsteppe: Um nicht auch noch das letzte Niederwild oppurtunistischen Beutegreifern wie dem Fuchs zum Opfer fallen zu lassen, sollten diese wesentlich schärfer bejagt werden...

 Die atheistischen Jagdgegner der Tierrechtsinitiative "Maqi" machten seinerzeit in den UL-gesteuerten Jagdgegnern eine "Gefahr für die Tierrechtsbewegung" aus und unterstellen der Sekte gar Antisemitismus und Nähe zu brauner Esoterik. Offenbar geben die Jagdabschaffenwoller um Eicher kräftig zurück: Laut dem Maqi-Text, soll Kurt Eicher dem bekannten Tierrechtler Achim Stösser vorgehalten haben, dass er vor Jahren eine Frau vergewaltigt habe:

Achim Stösser, der vor Jahren eine Frau vergewaltigt hat, macht sich natürlich als Vordenker für Euch besonders gut. Ich möchte jetzt aber nicht noch mehrZeit an Mitläufer verschwenden!“

Kurt Eicher (Mail an Andreas Hochhaus, 4. August 2002)

Quelle: Universelle Leben - Eine Gefahr für die Tierrechtsbewegung

 

 Eine hübsch strukturierte und artenreiche Kulturlandschaft möchte man schon haben - aber bitteschön ohne Jäger und Schießgewehr!

 Als die Verbindungen von Eicher & Co. zu UL bekannt wurden, sagten einige Tierrechts-Gruppierungen ihre Teilnahme an einem "Symposium zur Abschaffung der Jagd" im August 2003 ab, wie in einem Artikel auf der WebSite von Wild und Hund zu lesen stand, der leider mittlerweile nicht mehr on ist. Aus diesem Text erfuhr man auch, dass der Nabu die Termine zunächst auf seiner Website veröffentlicht hatte, sich aber von der Eicher-Initiative distanzierte als Presseberichte über deren Verflechtung mit UL erschienen

Gleiche Brüder – verschiedene Kappen

 Obwohl sich die Jagdgegner um Kurt Eicher Spinnefeind mit denen aus der grün-alternativ-vegetarisch-veganen Szene sind, gleichen sich doch die Argumente beider Spielarten - oder besser gesagt, das, was diese Leute als Argumente ausgeben. Ein Beispiel für die atheistischen Jagdgegner ist die Tierrechtsorganisation Maqi des bereits erwähnten Achim Stößer, ein anderes war die bekannte Anti-Jagd-Seite, bei der sich kein Hinweis auf den V.i.S.d.P in Form eines Impressums oder etwas ähnlichem finden ließ. Die Domain war auf einen Detlef Arndt aus Hannover registriert. Mittlerweile hat sie sich ein Webanzeigenvermarkter gekrallt und bewirbt darauf – Jagdreisen und dergleichen. Unrühmliches Ende eines hoffnungsvollen Projektes.

 Jägern, die sich schon länger an Diskussionen im Netz beteiligen, ist der Arndt-Detlev kein unbekannter. Er machte sich vor einigen Jahren in Diskussionsforen nach Kräften lächerlich. Ein von ihm selbst eingerichtetes Bulletin Board  zum Thema "Jagd" auf parsimony.de wurde aufgrund von Beschwerden geschlossen: Er hatte systematisch kritische Beiträge aus dem Forum gelöscht. Anschließend gründete er ein neues Forum bei einem anderen Anbieter. Schreibberechtigung konnte man hier nur erhalten, wenn man sich mit der Kopie eines amtlichen Ausweispapieres anmeldete, so dass Arndt kritische Teilnehmer von vorne herein fernhalten konnte.

Ein Grenzgänger?

 Eine Gestalt aus der man nicht recht schlau wird, ist Dag Fromhold, der schon von beiden Fraktionen der Jagdgegner instrumentalisiert wurde. Er scheint ein besonderes Faible für Füchse zu haben und unterhält eine Website zu diesem Thema, auf der er allerhand wahres, aber auch hanebüchenen Schrott über diese Wildart verbreitet. Zum Beispiel behauptet er, dass Füchse von Natur aus gesellig leben würden, dies aufgrund des Jagddrucks aber bei uns heute nicht mehr täten.

 Das ist ein typisches Beispiel für eine Halbwahrheit. Aus Halbwahrheiten - wenn nicht aus komplettem Unsinn - besteht so ziemlich alles, was von Jagdgegnern gerne verbreitet wird. Wie man in Carl Emil Diezels "Erfahrungen aus dem Gebiete der Niederjagd", einem jagdlichen Standardwerk aus dem 19. Jahrhundert nachlesen kann, lebten Füchse schon damals tatsächlich teilweise gesellig. Der derzeitige Jagddruck kann es jedoch nicht sein, der dieses heute verhindert, denn zu Diezels Zeiten wurden - wie man demselben Buch entnehmen kann - Füchse wesentlich schärfer und rücksichtsloser bejagt als heute.

 Im übrigen operiert er, wie alle Jagdgegner, mit Halb- und Unwahrheiten: In seinem Appell für die Anti-Jagd-Demo in Berlin, auf der bereits erwähnten Website von Kurt Eicher behauptet er z.B.: "In einigen Kantonen der Schweiz wurde die Jagd sogar vollständig abgeschafft mit überaus positiven Folgen für Natur, Tiere und Menschen." Richtig ist vielmehr, dass die Jagd lediglich in dem jagdlich völlig unbedeutenden Mini-Kanton Genf abgeschafft wurde, und man dort jetzt „Umweltaufseher“ zur Regulierung einsetzt, die nichts anderes als (mit Steuergeldern) bezahlte Tierabschießer sind. Tja, so sieht sie halt einmal aus, die von den Jagdabschaffenwollern propagierte ach so tierliebe „Welt ohne Jagd“...

 

Mehr zum Thema Jagdgegner erfährt man übrigens in meinem bekannte und beliebten (kostenlosen) EBook Jagdgegnerbehauptungen - Eine Richtigstellung

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Kommentare

Hans-Werner 03/29/2009 12:21

Diesen Beitrag finde ich schon hart!
Leute, die sich gegen das Töten von Wildtieren aus Spass und Eigennutz einsetzen hier als Bekloppte darzustellen.
Ich kenne sehr viele Jäger, die nur saufen, laut brüllen können und denen die Lebensweisen der Wildtiere scheissegal sind!
Vieles an Wild wird gequält, entsorgt und nur aus Beuteneid getötet.
"Jagen ist Wildbretgewinnung und es hat beim Erlegen oft den Schuss nicht gehört." Wer solch eine Behauptung aufstellt sollte sich mal lieber behandeln lassen.
Den Fuchs hier als Artenfeind bekämpfen wollen und bei der Kritik an den Bauern die Hossen voll haben, solche Feiglinge sind es, die Jäger!
Hans-Werner, kein Jagdgegner, sonder Realist durch Beobachtung

Fokko 03/30/2009 10:37



Die üblichen Behauptungen halt, die man überall vonJagdgegnern hört. Nur: Wenn es daran geht, Butter bei die Fische zu geben, Ross und Reiter zu nennen, wird es halt dünne. Und dann müssen
irgendwelche Vorkommnisse jahrelang auf den Websites der Jagdgegner als Belege für die schröcklichen Untaten der Lusstöter herhalten. Oder es wird schonmal aus einem Raub oder einr Bedrohung, be
ider der Täter ein Jagdmesser verwendet hat, eine Jäger-Untat.


Im übrigen ist es immer ratsam, sich nach dem bewährten Grundsatz zu richten: Erst informieren, dann schwadronieren...



Nomadenseele 03/18/2009 13:55

Ich könnte das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, ein Leben zu nehmen. Wobei es dann schon eine Doppelmoral ist, überhaupt Fleisch zu essen, das wächst auch nicht auf dem Feld und den Tieren ging es im Wald allemal besser als den armen Nutztieren.

Gibt es eigentlich auch Wild aus Gehegehaltung, ich denke an die Massen, die man durchaus im Großhandel wie der Selgroß / Metro kaufen kann?

Fokko 03/20/2009 08:15



Na siehst Du, Du bringst ja schon den richtigen Ansatz: Ein Stück Wild, das in die Küche wandert, hat bis zum letzten Moment volle Lebensqualität gehabt und im Idealfall vielleicht noch nicht
einmal den Schuss gehört.


Wo also ist das Problem mit der Jagd?


Wild aus Gehegehaltung? Also, man sieht in letzter Zeit bei uns überall Damhirschgehege. Das ist in meinen Augen Tierquälerei. Ich vermute mal, dass Wild aus dem Supermarkt aus solchen Gehegen
stammt, wenn nicht aus schlimmeren.



Nomadenseele 03/14/2009 21:02

Was in Jagdgegnern genau vorgeht kann man im einzelnen nicht sagen, denn psychiatrische Diagnosen lassen sich aus der Ferne kaum stellen.
----

Die Aussage ist harter Tobak - was geht in einem Menschen vor, der ohne Not und aus Spaß tötet. Das finde ich bei allem Respekt viel fragwürdiger.

Tatsache ist, das Wildtiere große Schäden im Wald verursachen, sei es durch Reiben des Geweihs an Bäumen oder Wildschweine - letztere könnten nach meinen Geschmack auch gerne ausgerottet werden - und mangels natürlichen Gegener bzw. Wölfen der Mensch regulierend eingreifen muß.

Für mich wäre es nichts, irgendein Lebewesen zu töten, schon gar nicht aus Spaß. Bevor man anderen Leuten Therapierungsbedarf unterstellt, sollte man sich erst einmal fragen, was es einem bringt, die Tiere zu töten - das Machtgefühl herr über Leben und Tod zu sein?

Fokko 03/17/2009 22:33



Was es bringt? Befriedigung des Jagdtriebs. Etwas essen, das man selbst erbeutet hat. Wo ist das Problem? Was man essen will, muss man vorher töten.


Außerdem geht es bei de Jagd nicht wirklich um das Töten, das ist nur leider beim Jagen notwendig:


Wir jagen nicht um zu töten, sondern töten um gejagt zu haben. (José Ortega y Gasset)


 



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