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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

27. Dezember 2008 6 27 /12 /Dezember /2008 14:44

Das Nageln ist an sich eine uralte Technik der Holzverbindung. Da Nägel früher jedoch teuer waren, weil man sie einzeln schmieden musste, wurden Nagelungen oft vermieden und durch andere Holzverbindungen wie Keile oder Dübel ersetzt. Seitdem Nägel jedoch billig geworden sind, weil man sie maschinell herstellt, ist ihre Anwendung zu einer der häufigsten Holzverbindungstechniken geworden.

 

Wie Nägel aussehen, weiß jeder. Um sie richtig ins Holz zu bekommen, so dass sie auch halten, muss man ein paar einfache Regeln beachten

(Dieses Bild basiert auf dem Bild Nails.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist W. J. Pilsak)

 

Nagel. Hammer, Säge...

 Richtig zu nageln ist eines der ersten Dinge, die man lernen sollte, wenn man anfängt, sich mit Holz zu befassen. Das Nageln ist die typische Verbindgsart , nicht nur für Hochsitze und andere Jagdeinrichtungen, sondern auch für eher grobe Holzkonstruktionen in Haus und Garten: robuste Regale für Keller und Garage, Schuppen und Dachkonstruktionen, Gestelle, Gerüste, Betonschalungen und dergleichen mehr. In diesem Bereich kommt man mit Hammer, Säge, Beißzange und gegebenenfalls einem Nageleisen bereits recht weit;  ein ideales Betätigungsfeld also, wenn man mit der Holzbearbeitung anfangen will. Die genannten Werkzeuge sind nicht fuchtbar teuer, wenn nicht gar sowieso bereits im Haushalt vorhanden.

 

Was sich der Laie unter einem Hammer schlechthin vorstellt, ist ein Schlosserhammer (Bild: Klebeband, Public Domain)

 

 Zum Nageln gehört natürlich ein Hammer. Im Haushalt vorhandene Hämmer sind meistens Schlosserhämmer. Ein Schlosserhammer ist das, was man sich gemeinhin unter einem Hammer vorstellt: Einer, dessen Hammerkopf mit Bahn und Finne an ein schmales Haus mit steilem Dach erinnert und dem man daher die Abstammung vom Faustkeil des Steinzeitmenschen noch deutlich ansieht. Als Bahn bezeichnet man übrigens die  flache Stirnseite des Hammerkopfes, als Finne die andere, zu der hin sich der Hammer zweiseitig verjüngt.

Man kann mit einem solchen Hammer natürlich auch nageln. Schlosserhämmer werden nach dem Gewicht des Kopfes eingeteilt; einer mit 500 g ist ein guter Universalhammer, mit dem sich außer dem Einschlagen von Nägeln auch noch allerhand andere Arbeiten im Haushalt erledigen lassen. Daher wird ein solches Werkzeug sicher in vielen Haushalten herumliegen und für die ersten Nagelversuche genutzt werden. Wenn man zusätzlich noch eine Beißzange zum Herausziehen krumm geschlagener Nägel und eine Säge zum Ablängen der Hölzer besitzt, kann man schon allerhand anfangen. Als Säge eignet sich notfalls ein Fuchschwanz, der auch oft im Haushalt vorhanden ist; für stärkere Hölzer nimmt man eine Spannsäge oder eine Schwedensäge.

Zimmermannshämmer, einer mit hölzernem, einer mit metallenem Stiel, außerdem ein Zimmermannsbeil

 

 Es gibt aber Hammertypen, die speziell für das Nageln ausgelegt sind. Ein typisches Beispiel hierfür ist der Latt- oder Scherhammer, der den meisten unter dem Begriff  "Zimmermannshammer" bekannt ist. Er besitzt statt der Finne des Schlosserhammers einen Schwalbenschwanz zum Nägel heraus Ziehen, der einseitig zu einer Spitze verlängert ist, mit der man z.B. aufgenagelte Bretter oder Latten wieder loshebeln kann. Die andere Seite des Schwalbenschwanzes ist als kleine Schneide ausgeführt, hiermit kann man kleinere Hözchen spalten. An dem Ende mit der Bahn sollte der Latthammer eine kleine Vertiefung in Form eines Nagels aufweisen: Hier hinein kann man einen Nagel legen, wenn man ihn so weit über Kopf einschlagen will, dass man zwar noch mit dem Hammer, aber nicht mehr mit der Hand hinauf langen kann. Manchmal besitzt diese Nagelaufnahme sogar einen klinen Magneten, der den Nagel hält.

 Mit dem Latthammer schlagen Zimmerleute Nägel bis zu einer Läne von 80 oder 100 mm ein. Für größere eignet sich die Rückseite des Beils besser; für ganz große, z.B. Sparrennägel, nimmt man die Axt. Es gibt Latthämmer mit hölzernen Stielen und mit solchen aus Stahlrohr. Mit einem Holzstiel nagelt es sich besser, während der Stahlrohrstiel weniger leicht bricht wenn man Nägel herauszieht oder mit dem Zinken des Hammers angenagelte Hölzer löst, wie das etwa beim Ausschalen von Betonteilen vorkommt oder wenn man Hilfskonstruktionn entfernt. Ich persönliche besitze daher ein Exemplar von jeder Sorte.

 

Hammerführung, Nagellängen und Nagelbild

Typisches Beispiel für eine einfache Holzkonstruktion, die mit Säge und Hammer gebaut wird: Ein kleiner Hochsitz aus rohen Fichtenstangen

 

 Nageln ist  eine typische Verbindungstechnik für langfaserige Weichhölzer wie die Fichte, die auch überwiegend als Konstruktionshölzer, also für zimmermannsmäßige Arbeiten, eingesetzt werden. Hartholz nagelt sich schlecht, erstens weil es dem Eindringen des Nagels einen größeren Widerstand entgegensetzt und zweitens deswegen und eventuell auch aufgrund krürzerer Fasern (z.B. bei Buche) viel leichter reißt. Nagelt man Hartholz trotzdem, empfiehlt sich das Vorbohren der Nagellöcher.

Richtig zu nageln ist nicht besonders schwer, wenn man einige einfache Grundregeln beachtet. Zu allererst kommt es auf die richtige Führung des Hammers an. Bei Laien sieht man oft, dass der Hammer kurz hinter dem Kopf gefast und dann der ganze Arm auf und ab bewegt wird.

 Das ist natürlich falsch. Richtig ist es, denn Hammer die Arbeit tun zu lassen, anstatt sie selbst zu tun. Dazu muss man den Hammer "laufen lassen": Man fasst denn Stiel hinten an und lässt den Hammer ein Drehbewegung aus dem Handgelenk machen. Durch den Stiel wird der Radius vergrößert und so aus einer verhältnismäßig kleinen Bewegung des Handgelenks eine lange und schnelle Bahnbewegung des Hammerkopfs. Da sich die kinetische Energie aus der Masse und dem Quadrat der Geschwindigkeit errechnet, erhält der Hammer so eine hohe Auftreffwucht, ohne dass man sich besonders anstrengen muss.

 Ein alter Schreinertrick gegen das Krummschlagen von Nägeln besteht darin, immer auf den Nagelkopf zu sehen, d.h. mit dem Blick nicht dem Hammerkopf zu folgen. Außerdem muss der Hammer immer in Richtung des Nagelschaftes auftreffen und nie schräg. Es gehört allerdings etwas Übung dazu; selbst Profis schlagen ab und zu mal noch einen Nagel krumm (und beschweren sich dann über den Wind bzw. Zugluft, die das Missgeschick verursacht haben soll).

 Grunsätzlich nagelt man, wenn irgend möglich, immer das schwächere Holz auf das stärkere, also die Latte auf den Rahmenschammenschenkel, das Brett auf das Kantholz usw..Die Nagellänge wählt man dabei so, dass zumindest gut die Hälfte, besser zwei Drittel des Nagels in das untere Holz eindringen.

 Verzapfungen, Dübel und dergleichen halten durch Formschluss. Eine Nagelung hält jedoch, auch wenn es für Laien vielleicht anders aussieht,  durch Kraftschluss( wie eine Verschraubung übrigens auch): Die Nägel drücken die Hölzer zusammen und die Reibung zwischen den Berührungsflächen verhindert das Verrutschen. Deswegen muss der Nagel "ziehen", das heißt, dass er so fest sitzen muss, dass er die Hölzer mit einem gewissen Druck zusammenpresst.

 Wie stark ein Nagel eingeschlagen wird, darüber herscht Uneinigkeit: Viel schlagen ihn so stark ein, dass er "gut zieht", worunter sie verstehen, dass die Oberfläche des Kopfes tiefer liegt als die Holzoberfläche. Andere halten dagegen, dass in diesem Falle die Fasern an der Holzoberfläche eingedrückt und beschädigt werden und schlagen ihn lediglich so tief ein, dass der Kopf mit der Holzoberfläche bündig abschließt.

Einige Dinge, die man beim Nagel beachten sollte...

 Halten tut der Nagel selbst im Holz ebenfalls durch Kraftschluss: Weil er beim Einschlagen Holzfasern verdrängt, üben diese eine Druck auf ihn aus, was ihn im Holz festhält. Eben dieses Verdrängen der Holzfasern führt auch zum Reißen des Holzes beim Nageln. Deswegen stauchen manche Leute die Spitzen der Nägel an. Dadurch verdrängt der Nagel die Holzfasern weniger, sondern trennt sie eher durch. Damit vermindert sich aber auch der Druck auf den Nagel, was auf Kosten des festen Sitzes geht.

 Um das Reißen des Holzes zu vermeiden, hät man mit den Nägeln am besten einen gewissen Abstand zu den Kanten des Holzes, vor allem an der Schmalseite. Wenn es irgend geht, sollte man das Holz hier auch etwas überstehen lassen (Siehe Skizze oben). Nagelt man in Hirnholz, sollte man die Nägel abwechselnd nach beiden Seiten leicht schräg einschlagen, was übrigens auch sonst kein Fehler ist: Die Kräfte auf den Nagel wirken oft senkrecht zur Holzoberfläche, können ihn also nicht so leicht herausziehen, wenn er schräg ist. Sind die Nägel in verschiedene Richtungen schräg, kann auch eine schräg angreifende Kraft niemals in Längsrichtung aller Nägel wirken.

 Ein weiterer Punkt, denn es zu beachten gilt, ist das so genannte Nagelbild: Man schlägt nie zwei Nägel gleichzeitig in die gleiche Faser ein, sondern versetzt sie gegeneinander. Bei zwei sich kreuzenden Hölzern sieht das dann so aus, wie oben in der Skizze.

 Nagelt man gleich starke Hölzer zusammen, z.B. wenn man eine Brettertür oder einen Schalungsschild herstellt, kann man die Nägel auch vernieten: Beispielsweise verwendet man für zöllige (25 mm starke) Bretter 55er Nägel, so dass etwa 5 mm des Nagels auf der Unterseite herausschauen. Diesen Überstand schlägt man dann krumm. Tut man das quer zur Holzfaser, hält es besser, tut man es längs, verschwindet das überstehende Stück besser im Holz.

 Man kann auch noch längere Nägel nehmen, deren Spitze man auf der Unterseite um ein Stückchen Metall, z.B. um die Schneide eines Schraubenziehers, herumklopft und dann  wieder zurück in das Holz treibt, wie das in der Skizze oben dargestellt ist. Bei beiden Methoden braucht man jedoch eine harte Unterlage, damit man beim vernieten des Nagels diesen nicht wieder zurüktreibt und lockert.

 Man sieht, es gibt auch bei einer (scheinbar) einfachen Arbeit wie dem Nageln einiges, was man beachten sollte um wirklich gute Ergenisse zu erzielen  Ein Beispiel dafür, dass Theorie kein Blödsinn ist, sondern ein genaues Verständnis der jeweiligen Vorgänge viel zum Gelingen einer Arbeit beitragen kann.

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26. Dezember 2008 5 26 /12 /Dezember /2008 12:28

Ursprünglich als Universalöl für das Kaiserliche Heer entwickelt, sollte Ballistol nicht nur als Waffenöl und Lederpflegemittel, sondern auch zur Behandlung kleinerer Verletzungen dienen. In den üher 100 Jahren, die es das "Wunderöl" gibt, wurden aber noch viele, viele anderen Anwendungsmöglichkeiten entdeckt. 

Ballistol in der herkömmlichen Flasche und als Spray: Das Spray ist relativ teuer, für bestimmte Anwendungen uejdoch ganz geschickt. Es gibt außerdem noch eine 500ml-Blechflasche, mit der man einiges spart, wenn man Ballistol öfter anwendet.

(Dieses Bild basiert auf dem Bild 2005-28-01-ballistol.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Winfried Mueller RedRooster)

 

Nicht nur im Jägerhaushalt

 Obwohl es bessere Waffenöle geben soll, ist Ballistol für diese Anwendung auch heute noch vor allem bei Jägern beliebt. Möglicherweise liegt das daran, dass es sich eben nicht nur als Waffenöl, sondern für vielerlei andere Zwecke eignet und daher auch nicht nur bei Jägers daheim, sondern ganz allgemein nützlich in Haus. Garten un Werkstatt ist.

 Außer Waffen kann man damit alle möglichen (fein-)mechanischen Dinge ölen, beispielsweise Türschlösser, Angelrollen, bewegliche Möbelbeschläge wie etwa Scharniere und  Schubladenauszüge, Fahrräder, Nähmaschinen, Gartengeräte und dergleichen. Vor allem bei feinen Mechzniken wirkt es sich sehr vorteilhaft aus, dass Ballistol nicht verharzt. Nur von Messing, Bronze und Kupfer sollte man mit dem Wunderöl wegbleiben, denn hier wirkt es leicht korrosiv. Bei Stahl und Eisen jedoch kann Ballistol sogar als Rotschutzmittel eingesetzt werden.

 Auch in der Werkstatt verwende ich Ballistol, vor allem als Schneidöl beim Gewindeschneiden. Wenn man nur gelegentlich mal ein Gewinde z u schneiden hat, lohnt es sich nicht, teures Gewindeschneidöl vorzuhalten. Auch zum Ölen aller Werkzeuge mit beweglichen Teilen kann man natürlich Ballistol verwenden, obwohl ganz normales Maschinenöl es hier eigentlich auch tut.

 Zur Lederpflege eignet sich Ballistol ebenfalls wunderbar: Ich mache damit zum Beispiel meine Bergschuhe wasserabweisend, aber auch auch alle anderen Lederteile, wie Patronenetuis, Rucksackriemen und dergleichen pflegt man damit. Ich besitze einen Schweißriemen und eine Hundeleine aus Rindsleder, welches im neuen Zustand hellgelblich und sehr steif waren. Nachdem ich beide Teile gründlich mit Ballistol imprägniert hatte, wurden sie wunderbar geschmeidig und nahmen einen warmen, braunen Farbton an.

Dieser Schweißriemen samt Halsung wurde satt mit Ballistol imprägniert. Das gibt ihm nicht nur seinen schönen, braunen Farbton, sondern macht ihn auch geschmeidig und widerstandsfähig gegen Nässe.

 

 Ballistol kann auch als Holzpflegemittel und notfalls sogar als Kontaktöl in elektrischen Geräten verwendet werden, da es silikonfrei ist und daher bei Funkenbildung an den Kontakten kein Quarz entsteht. Allerdings sollte man Ballistol in diesem Bereich tatsächlich nur in Notfällen verwenden. Als Holzpflegemittel eignet es sich jedoch wunderbar und empfiehlt sich daher besonders auch für Dinge, die sowohl Holz- als auch Metallteile besitzen, wie Waffen und Messer.

 Als Hausmittel gegen allerhand kleine Molesten des Alltags bei Mensch und Tier  wird Ballistol von alters her ebenfalls gerne verwendet: Es als Wundsalbe für kleine Schnitte, Kratzer oder Hautabschürfungen zu verwenden, war ja einer der urprünglichen Zwecke. Man kann es aber auch als Alternative zu rezeptfreien Ohrentropfen gegen Ohrweh verwenden, Hundepfoten im Winter gegen Wundlaufen in EIs und Schnee schützen, ja mancher nimmt es sogar gegen Magenbeschwerden ein.

 

Grundlage: Eine Art flüssige Vaseline

 Da Ballistol kein Arzneimittel ist, darf der Hersteller diese Art Anwendungen, von denen es sicher noch wesentlich mehr gibt, jedoch nicht empfehlen und hat daher eine Variante von Ballistol entwickelt, das NeoBallistol. Ob das nun aber wirklich etwas anderes ist als die "klassische" Version, sei dahingestellt.

 Die Grundlage von Ballistol ist Weißöl, eine Mischung aus verschiedenen Paraffinölen und daher mit der Vaseline verwandt, die auch längerkettige Moleküle enthält und deswegen fettartig statt ölig ist. Auch für das ganz gewöhnliche Ballistol wird medizinisches, also besonders geeinigtes Weißöl verwendet, aus dem die aromatischen Kohlenwasserstoffe und der Schwefel entfernt wurden, welche in technischem Weißöl enthalten sind.

 Außerdem sind Ölsäure, Alkohole und ätherische Öle enthalten, die wohl nicht nur für die Wirkung, sondern auch für den charakteristschen Geruch verantwortlich sind. Der Geruch von Ballistol ist Geschmackssache: Die einen empfinden ihn als Duft, andere wieder eher unangenehm.

 Fest steht jedoch, dass Ballistol ein Mittel ist, welches vielseitig einsetzbar ist und teilweise sogar erstaunliche Ergebnisse erzielt. Im Selbstversorgerhaushalt, im Rucksack von Jäger und Waldläufer und an Bord von Booten sollte es daher seinen festen Platz haben.

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9. Dezember 2008 2 09 /12 /Dezember /2008 18:49

Holz ist speziell auch für Heimwerker ein wichtiger Werkstoff. Nicht nur das am Bau und bei der Inneneinrichtung von Häusern sehr viel Holz verwendet wird, es ist auch mit vergleichsweise preiswerten Werkzeugen und Handmaschinen recht gut zu bearbeiten. Außerdem bietet die Arbeit mit Holz ein recht schnelles Erfolgserlebnis, zumindest im Vergleich etwa mit Metall. Einfache Holzkonstruktionen lassen sich mit Meterstab, Bleistift, Säge, Hammer und ein paar Nägeln erstellen und sind so ein idealer Einstieg.
 
Mit dem Können wächst der Werkzeugkasten und der "Maschinenpark"; man kann sich Stufe um Stufe zu anspruchsvolleren und schließlich vielleicht sogar wirklich anspruchsvollen Arbeiten wie luxioriösen Innenasubauten oder repräsentativen Möbeln empor arbeiten. Jeder Selbstversorger sollte etwas - oder auch etwas mehr - über Holz und seine Bearbeitung wissen. Am Anfang steht die Kenntnis des Werkstoffes und daher soll hier ein wenig darüber gesagt gewerden, wie Holz entsteht.

 

Aufbau und Entstehung des Holzes

 

Der Aufbau eines Stammes oder starken Astes: Das Kambium ist die Schicht des Holzquerschnittes,
welche Zellen erzeugen kann und damit für das Wachstum des Baumes sorgt

Holz kann man nicht „machen“ wie man Stahl oder Kunststoff herstellt. Es wächst praktisch von alleine im Wald. Dafür braucht es auch viele Jahre, ja mitunter sogar Jahrhunderte, bis es die Stärke erreicht hat, die wir benötigen um daraus Balken, Bretter und Kanthölzer inbrauchbaren Abmessungen zu schneiden.

Holz besteht aus Zellulosefasern, die mit einer Art „Klebstoff“ dem Lignin verklebt sind.Ein Ast oder Baumstamm besteht aus der Rinde oder Borke, dem Kambium und dem Holz.Das Kambium ist der eigentliche lebende Teil des Holzes, die Wachstumsschicht. Es bildetnach außen Borkenzellen, nach innen Holzzellen. Das Wachstum des Holzes ist von derWitterung abhängig, in Gegenden mit jahreszeitlichem Wechsel bilden sich daher Jahresringe.
Bast und Splintholz (jüngeres Holz) enthalten die Leitungsbahnen für den Stofftransport. Das ältere Holz lagert Stoffe ein, die es dunkel färben, es verkernt, wird zu Kernholz.

 

Produktion von Holz

Holz gewinnt man durch Fällen von Bäumen. Bei uns werden die für die Holzgewinnung bestimmten Bäume in forstlichen Betrieben gezogen. Die Forstwirtschaft wird nachhaltig betrieben: Das bedeutet, dass dem Wald nur soviel Holz entnommen wird, wie nachwächst. Früher pflanzte man die Bäume, heutzutage geht man mehr und mehr dazu über, die Bäume „sich selbst pflanzen“ zu lassen. Das bezeichnet der Forstmann als Naturverjüngung. Das Stammholz aus dem Wald wird im Sägewerk zu Schnittholz verarbeitet: Dielen, Balken, Bretter, Latten usw.


Ökosystem Wald
Der Wald ist eine Lebensgemeinschaft von vielerlei Pflanzen und Tieren, die miteinander und voneinander leben. Außer als Holzlieferant hat der Wald auch Bedeutung als Wasserspeicher, Luftreiniger und Sauerstofflieferant. Forstwirtschaft bedeutet, dass der Mensch versucht, das Ökosystem Wald so zu beeinflussen, dass es diejenigen Hölzer liefert, die er haben möchte und das möglichst schnell und in großen Mengen. Greift der Mensch dabei zu stark ein, funktioniert das Ökosystem nicht mehr richtig: Vor allem die Fichtenmonokulturen der Vergangenheit warfen viele Probleme auf, so dass man heute zum naturnahen Waldbau übergeht. Fichtenwälder sind in den meisten Lagen unserer Heimat nicht bodenständig. Der von Natur aus auf den in Deutschland vorhandenen Böden unter den gegebenen Klimabedingungen stockende Wald ist der Buchenmischwald. In ihm überwiegt die Buche, sie ist aber mit anderen Baumarten, Laub- und Nadelhölzern untermischt. Welche Arten das sind, hängt
von den Besonderheiten der einzelnen Standorte ab.

 

Der Wald ist nicht nur der Holzlieferant schlechthin und auch weit mehr als nur ein stimmungsvoller Ort, an dem wir uns gerne aufhalten: Er ist ein wichtiges Ökosystem, welches uns außer mit Holz, Pilzen, Beeren und Wild auch mit Sauerstoff versorgt, Wasservorräte enthält, die Luft reinigt und Lärm abschirmt. Er gibt vielen Tieren und Pflanzten ein Zuhause und im Hochgebirge schützt er sogar die Ansiedlungen der Menschen vor Lawinen, Erdrutsch und
Steinschlag

 

Beim naturnahen Waldbau werden nicht alle Bäume auf einmal gefällt und der so entstandene Kahlschlag mit jungen Bäumen bepflanzt, wie das früher üblich war, sondern man lässt den Wald quasi von alleine wachsen und entnimmt nur einzelne Bäume. Da wo man einen Baum gefällt hat, entsteht eine Lücke im Blätterdach, die es kleineren Bäumen ermöglicht zum Licht zu wachsen, welche bisher im Schatten des nun entfernten reifen Baumes
gestanden sind. Gleichzeitig entwickeln sich durch Aufschlag, Anflug und Verschleppung von Samen durch Tiere neue Bäume – die sogenannte Naturverjüngung.

Als Aufschlag bezeichnet man Jungwuchs der durch schwere Samen entstanden ist, die nur herabgefallen wie etwa bei Eichen und Buchen. Als Anflug bezeichnet man Jungwuchs aus flugfähigen Samen wie das z.B. bei der Fichte der Fall ist. Die naturnahe Waldwirtschaft ist nicht nur ökologisch vorteilhaft, sondern auch wirtschaftlicher. Durch die heutigen hohen Lohnkosten ist der konventionelle Waldbau sehr teuer geworden, so dass private Forstbetriebe oft nur mit Hilfe des naturnahen Waldbaues noch existieren können.
Der Eingriff des Menschen beschränkt sich im Naturnahen Waldbau darauf, reife Bäume zu entnehmen, erwünschte Holzarten in gewissem Umfange zu fördern und weniger erwünschte etwas zurückzudrängen. Dadurch entsteht ein dem natürlichen Wald sehr ähnliches Ökosystem, welches nicht nur biologisch stabil ist, sondern auch eine große Anzahl von Tier- und Pflanzenarten beherbergt, von denen nicht wenige beim konventionellen Waldbau stark bedroht sind.

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4. Dezember 2008 4 04 /12 /Dezember /2008 18:18

Viele elektrische Kleingeräte werden heute duch Akkus mit Strom versorgt. Kleinstaubsauger, Schrauber, drahtlose Telefone und dergleichen Dinge mehr können so auf das meist lästige Kabel verzichten und geben mehr Bewegungsfreiheit.

Allerdings währt die Freude nur so lange, bis die Akkus am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind. Anstatt fleißig zu arbeiten, gibt das frisch geladene Gerät dann beim Druck auf den Schalter nur noch ein müdes Leiern von sich und bleibt nach ein paar trägen Umdrehungen ganz stehen.

Wenn ein neues Akku-Pack als Ersatzteil überhaupt erhältlich ist, wird es in der Regel unverschämt teuer sein. In vielen Fällen ist das betreffende Gerät aber noch lange kein Kandidat für den Elektroschrott. Meist lässt sich das Akku-Pack nämlich öffnen und man sieht, dass das Innenleben aus ganz gewöhnlichen Akkus in einem der gängigen Batterieformate besteht, wie man sie in jedem Elektronikladen oder Elektrogechäft für relativ wenig Geld kaufen kann.

Mit einem ganz gewöhnlichen Lötkolben, Lötzinn und etwas Geschick kann man die vebrauchten Akkus aus- und neugekaufte einlöten. Für einen Bruchteil des Preises eines neuen Akku-Packs hat man damit das alte wieder neuwertig gemacht und das Gerät ist wieder voll verwendbar..  

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Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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