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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

18. April 2011 1 18 /04 /April /2011 19:21

Spiegel Online ist ja nicht gerade als aufmüpfige Publikation bekannt, aber ab und zu findet sich dort doch auch Kritisches. Gerade habe ich dort wieder einmal etwas über die offiziell als "Energiesparlampen" beschönigten Giftbirnen entdeckt, die man uns anstelle der guten, alten Glühlampe Edisonscher Bauweise aufzwingen möchte.

Der NDR hat, so SPON, solche Lampen in einem zertifizierten Labor testen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass sie nicht nur beim Zerbrechen hochgiftiges Quecksilber freisetzen, sondern auch im normalen Betrieb giftige Gase absondern, darunter krebserregende Stoffe.

  Das Umweltbundesamt, mit den Ergebnissen der Tests konfrontiert, wiegelt ab. Es würden, so liest man, zwar Stoffe emittiert, bei denen krebserregendes Potential nicht ausgeschlossen werden könne, jedoch nur in geringen Mengen, so dass keine Gesundheitsgefährdung bestünde. Einer der Stoffe, Styrol wirkt jedoch fruchtschädigend, ein zweiter, Phenol ist stark ätzend und wurde von Nazi-Ärzten bei Menschenversuchen für tödliche Injektionen benutzt. Der dritte schließlich, Naphtalin, wurde früher in Mottenkugeln verwendet.

  Interessant ist an der Sache auch, dass krebserregende Stoffe ansonsten - zum Beispiel als Bestandteile von Tabakrauch - unter allen Umständen vermieden werden müssen, da es für sie keine Grenzwerte gibt, unterhalb derer sie unbednklich wären.

  Außerdem weist der SPON-Artikel auf einen weiteren Artikel hin, der sich mit der "Energiesparlampe" befasst: Schon Anfang des Jahres hatte die ARD  auf ihrer Website über alle möglichen anderen tollen Eigenschaften der Giftbirnen berichtet: Unter anderem erzeugen die Dinger 20 mal soviel Elektrosmog, wie bei Computermonitoren erlaubt ist. 

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14. Januar 2011 5 14 /01 /Januar /2011 16:50

Über weiße Weihnachten durften wir uns dieses Mal ja freuen, aber mittlerweile ist die Pracht bei uns erst einmal  wieder dahin. Bei Regen und Temperaturen von um die 10°C könnte man sich derzeit fragen, ob jetzt schon der Frühling im Anmarsch sei.

Glockenturm des Mahnmals Koniferengarten Schillerh-Kopie-1Der Glockenturm des Mahnmals auf der Schillerhöhe hier in Aalen, der so schön verschneit meine diesjährigen Neujahrsgrüße zierte, sieht derzeit wieder einmal so aus. Aber das muss nicht unbedingt so bleiben...

 

   Während bei der "Rekordkälte" im Dezember schon wieder die zweifelnden Stimmen bezüglich der obrigkeitlich propagierten Klimaerwärmung zu hören waren, könnten die derzeitigen laue Temperaturen die Aktien der Klima-Gläubigen steigen lassen. Natürlich haben einzelne Kalt- oder Warmperioden im Verlaufe eines Sommers oder Winters kaum eine Aussagekraft im Hinblick auf das Klima und das "Winterchaos" im letzten Monat war ebenfalls mehr Medien-Hype als sonst etwas. Schnee ist im Winter etwas ganz normales und wirklich kalt war es auch noch nicht.

   Allerdings kann man den vorwiegend weißen Advent und die weißen Weihnachten durchaus als Wintereinbruch verbuchen. Das bedeutet, dass nach der Bauernregel "Wenn bis Dreikönig kommt kein Winter, kommt auch keiner mehr dahinter" doch schon einmal weiterhin mit Schnee und Kälte gerechnet werden und der Winter nicht als wieder einmal ausgefallen betrachtet werden kann wie das 2006/2007 der Fall war.  Jetzt kann man auf den Fabian und Sebastian am 20. Januar gucken an dem ja bekanntlich nicht nur Baum und Tag zu wachsen, sondern auch der rechte Winter anfängt.

   Zwei Tage später, am 22., ist dann Vinzenz, zu dem es ebenfalls einen interessanten Spruch gibt: "Am heiligen Vizenzius kommt neuer Frost oder es ist mit dem Winter Schluss." Und die Langzeitprognose meldet tatsächlich für Mitte bis Ende nächster Woche wieder kältere Temperaturen, wenn auch nicht den ganz strengen Frost.

   Da jedoch Wetterprognosen, die mehr als drei Tage voraus reichen, recht unsicher sind, ist der zurückkehrende Winter natürlich noch nicht amtlich. Wir werden abwarten müssen, was tatsächlich bis in etwa einer Woche passiert. Ich würde einem neuerlichen Wintereinbruch jedoch eine gute Chance geben, da Schnee und Frost ja bereits da waren und so ihre Chancen für diesen Winter gewahrt haben.

   Wenn ich mich ganz weit aus dem Fenster lehne und eine längere Prognose wage, möchte ich fast sagen, dass der beizeiten gekommene Winter wohl auch beizeiten gehen wird. Mehr darüber können wir um Mariae Lichtmess, also Anfang Februar sagen: "Wenn's an Mariae Lichtmess stürmt und schneit, dann ist der Frühling nicht mehr weit." Wobei ich mich dabei keineswegs an den Schnee klammern möchte, sondern den Spruch eher allgemein auf turbulentes Wetter beziehe. Es gibt nämlich, wie ich jetzt erfahren habe, auch eine Version die lautet: "Wenn's an Mariae Lichtmess stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt." Die bestätigt, das, was ich mir schon länger gedacht habe, nämlich, dass es bei der Lichtmess-Regel gar nicht auf den Schnee ankommt, sondern mehr auf den Sturm. Man muss bei Bauernregeln auch immer beachten, dass es nicht auf den jeweils genannten Tag ankommt, sondern auf den Zeitraum um dieses Datum, also bei "Dreikönig" etwa "Anfang Januar" gemeint ist, "Ende Juni" mit "Siebenschläfer"  und "Ende Januar, Anfang Februar" bei "Mariae Lichtmess". Oft sind Bauernregeln ja auch auf größere Zeiträume gemünzt wie auf den "Oktober mild und fein" oder den kühlen und nassen Mai.  Auch sollte man sie ruhig auch einmal im Zusammenhang betrachten: Wenn bis Dreikönig kein Winter gekommen ist, kommt eben keiner mehr und kann dann eben auch an Fabian-Sebastian nicht so richtig anfangen. Die Links im Text führen übrigens zu einigen Artikeln zum Thema Wetter und Klima, die ich bei Suite101 veröffentlicht habe und die noch ein paar Informationen mehr enthalten.

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5. Januar 2011 3 05 /01 /Januar /2011 12:24

Im letzten Jagdjahr – also von April 2009 bis März 2010 wurden laut Mitteilung des Deutschen Jagdschutzverbandes bei uns in Deutschland um etwa ein Drittel weniger Wildschweine erlegt als im Jagdjahr zuvor. Das bedeutet aber weder, dass etwa die Jäger faul oder gar zu tierlieb geworden wären, noch, dass etwa das Wildschwein bei uns nun vom Aussterben bedroht wäre.

schwarzwild_maerz06_030.jpg Ein recht ordentlicher Keiler: Wildschweine gibt es in Deutschland schon immer, aber erst in den letzten Jahrzehnten sind sie wieder ein häufiges Wild geworden

 

Streckenzahlen: Anhaltspunkt für die Beurteilung der Bestandsentwicklung

   Streckenzahlen, also die Anzahlen der jeweils in einem bestimmten Zeitraum erlegten Tiere, geben gewisse Anhaltspunkte für die Schätzung der Bestandsgröße, vor allem aber ihrer Entwicklung. Könnte man davon ausgehen, dass die Jäger immer gleich fleißig jagen und dabei immer gleich schlau vorgehen, müssten sich die Streckenzahlen proportional zu den Beständen entwickeln. Das ist in der Praxis jedoch nicht unbedingt der Fall. Man kann sich leicht vorstellen, dass bei geringen Beständen und daher geringen Erfolgschancen die Lust an der Jagd sinkt und bei großen Beständen und daher besseren Chancen auf Waidmannsheil sich jeden Abend mehr Jäger entschließen, auf den Ansitz zu gehen. Außerdem machen besonders beim Wildschwein, das teure Schäden verursacht bei großen Beständen und entsprechend hohen Schäden die Jagdpächter mehr Jagddruck in dem sie öfter zu gemeinsamen Ansitzen und Drückjagden einladen als wenn es beim Schwarzwild sehr ruhig ist. Zu solchen Jagden kommen dann natürlich auch Jäger die sonst keine Schweine schießen, weil sie in ihrem eigenen Revier keine haben.

   Es ist also anzunehmen, dass die Strecken die Bestandsentwicklungen ein wenig überzeichnet wiedergeben. Außerdem spielen natürlich auch andere Faktoren eine gewisse Rolle: Wenn günstiges Wetter für die Jagd herrscht, wird sicherlich mehr und erfolgreicher gejagt als bei ungünstigem Wetter. Insgesamt kann man jedoch aus der Streckenentwicklung durchaus recht zutreffende Aussagen über die Bestandsentwicklung machen.

   Auf jeden Fall zeigen anhaltend hohe Streckenzahlen an, dass es von der entsprechenden Wildart einen großen Bestand geben muss und nicht etwa, dass man dabei wäre, diese Wildart auszurotten wie manche meinen. Wenn man über längere Zeit jedes Jahr gleichviel schießen kann, zeigt das an, dass man nur die „Zinsen“ seines Bestandes abschöpft und das „Kapital“ nicht angreift. Würde man das nämlich tun, also durch das Schießen den Bestand verringern, könnte man auf die Länge immer weniger erlegen – und zum Schluss fast gar nichts mehr, wenn man den Bestand soweit gesenkt hat, dass man „nichts mehr sieht“. Durch Jagd ganz ausrotten kann man nämlich bis auf wenige Ausnahmen keine Tierart: Je mehr der Bestand sinkt, umso geringer wird auch die Chance auf Waidmannsheil. Irgendwann wird es so schwer, ein Stück zu erwischen, dass sich Abschuss und Nachwuchs die Waage halten.

Das Beutetier reguliert den Jäger

   Wenn der Jäger nun ein Beutegreifer ist, geht natürlich seine Bestand durch Nahrungsmangel ebenfalls zurück, bis er sich mit dem seiner Beute die Waage hält. In gewisser Weise gilt das auch für menschliche Jäger, denn die verlieren die Lust am Jagen, wenn der Erfolg zu gering wird, hängen Schießeisen und Jägerhut an den Nagel oder gehen woanders auf die Jagd. Tatsächlich ist es so, dass das Beutetier den Jäger reguliert und nicht umgekehrt wie viele Laien meinen.

   Beim Wildschwein ist es nun so, dass dessen Bestände auch ohne Jagd stark schwanken können. Daran, dass es beim Schwarzwild jedesmal viel Nachwuchs gibt, sieht man, dass der einzelne Frischling von Natur aus eine geringe Überlebenschance hat. Eine große Anzahl Nachkommen bei einer Tierart, ist ja die Strategie der Natur gegen eine hohe artspezifische „Kindersterblichkeit“. Arten, deren Nachwuchs eine größere Chance hat, bis zur Fortpflanzung zu kommen, haben entsprechend weniger Junge. Eine Rehgeiß etwa hat gute Chancen, ihre meist zwei Kitze durchzubringen, wenn man sie ihr nicht wegschießt.

schwarzwild_maerz06_002.jpg

Wildschweine werden auf Bildern zwar gerne, so wie hier auch, in winterlicher Umgebung gezeigt, sind aber eher Wärme liebende Tiere

 

   Je größer die Sterblichkeit des Nachwuchses und je größer daher die Anzahl der Jungen, die geboren werden ist, umso stärker reagieren die Bestände einer Tierart auf Umweltbedingungen. Wenn diese, wie das für das Wildschwein in der letzten Zeit oft der Fall war, gut sind, kann es passieren, dass in einem Jahr kaum Frischlinge eingehen. In diesem Fall hat man dann auf im Jahr drauf sehr viele Überläufer, also Schweine „im Teenageralter“. Sind die Bedingungen in einem Jahr schlecht, kann es aber auch passieren, dass fast alle Frischlinge umkommen. Dann fällt praktisch ein ganzer Jahrgang aus. Da Wildschweine nun in freier Wildbahn nicht übermäßig alt werden, besteht ein Bestand im Wesentlichen aus nur wenigen Jahrgängen, so dass ein einzelner, extrem schwacher oder sehr starker Jahrgang sich deutlich auf die Bestandsgröße auswirken kann.

   Anders ist das bei Wildarten, die wenig Junge werfen, bei denen diese aber sehr gute Chancen haben, erwachsen zu werden: Auch in extrem günstigen Jahren können natürlich nicht mehr Junge überleben als überhaupt gesetzt wurden. Umgekehrt kommen die Jungen auch in schlechten Jahren mit guter Wahrscheinlichkeit durch, eben auch aus diesem Grund benötigt eine solche Art ja nur wenige Nachkommen, um erhalten zu bleiben.

wildschweine im zeitigen fruehjahr im wald

Wildschweine suchen ihre Nahrung großenteils im Boden. Wenn im Spätwinter und zeitigem Frühjahr herumliegende Bucheln und Eicheln aufgebraucht sind, der Boden aber noch gefroren, ist Schmalhans Küchenmeister im Hause Schwarzkittel

 

   Dieser Sachverhalt spiegelt sich übrigens auch in den Zeiten wieder, zu denen kluge Jäger Eingriffe zur Bestandsregulierung vornehmen: Will man seine Rehe dezimieren, kann man schon im Herbst starke weibliche Kitze schießen, die den Winter mit hoher Wahrscheinlichkeit überleben würden und hat nebenbei eine gute Ausbeute an Wildbret als Lohn für seine Hegebemühungen. Wer um diese Zeit nicht genug erwischt, kann zwar im Frühjahr mit dem Aufgang der Bockjagd auch Schmalrehe schießen, Das ist aber eigentlich nur ein Notnagel, denn mit dem Wildbret wird es dann nicht so weit her sein.

Ein kräftiger, gesunder Frischling hingegen, den man im Herbst schießt, erhöht die Überlebenschance der anderen, weil er als Konkurrent um die Nahrung ausfällt und wird sich kaum auf den Frühjahrsbestand auswirken. Schießt man gar ein schwaches, kränkliches Exemplar, nimmt man höchstwahrscheinlich lediglich dessen Tod im Winter oder zeitigen Frühjahr vorweg. Das Pulver und Blei für die Dezimierung wäre zumindest theoretisch also im Frühjahr besser angelegt, wenn man damit den überlebenden Rest des Nachwuchses noch weiter ausdünnt. Tatsächlich darf man Frischlinge und Überläufer auch das ganze Jahr schießen, so dass man bei Bestandsregulierungen im Frühjahr nicht mit dem Jagdgesetz in Konflikt gerät.

     In der Praxis sind Wildschweine allerdings schwer zu bekommen, so dass man Frischlinge und Überläufer - soweit sie nicht schon selbst Nachwuchs führen und daher unter dem Schutz des Jagdgesetzes stehen - am besten grundsätzlich schießt, wenn sie einem vor die Büchse kommen.

     Hier liegt übrigens auch der Grund dafür, dass mehr männliche als weibliche Wildschweine geschossen werden, obwohl das Gegenteil sinnvoll wäre, da man ja dezimieren will: Wenn man aus einer Gruppe gleichgroßer Wildschweine eines herausschießt, kann man sich relativ sicher sein, keine führende Bache zu erwischen. Das wird daher auch oft gemacht und auf der Strecke liegt dann ein Überläuferkeiler, denn bei den Rotten gleichgroßer Sauen handelt es sich um solche. Die werden mit der Geschlechstreife von der mütterlichen Rotte verjagt und bilden dann "Jugendbanden", bis sie als richtige erwachsene Keiler jeweils ihre eigenen Wege gehen. Die Überläuferbachen hingegen bleiben bei der Rotte ihrer Mütter, so das diese immer aus verschieden großen Schweinen, nämlich Überläufer- und alten Bachen sowie Frischlingen bestehen.

Folge der Arterhaltungs-Strategie: Starke oder schwache Schwankungen

   Je nachdem, welcher Strategie eine Art nun folgt, wird ihr Bestand also unterschiedlich um einen gedachten Mittelwert schwanken: stärker bei Arten, die viele Junge mit geringen Überlebenschancen haben, weniger stark bei solchen, die wenig Junge mit dafür recht hohen Überlebenschancen bringen.

     Eine Rolle spielt dabei natürlich auch die durchschnittliche Lebenserwartung: Ein extremes Beispiel etwa wären Mäuse, die rein biologisch kaum älter werden können als zwei Jahre. Da in Freiheit kaum ein Tier an Altersschwäche stirbt, bestehen Mäusepopulationen logischerweise größtenteils aus Tieren eines Jahrganges. Wenn die Bedingungen schlecht sind, gibt es daher sehr schnell nur noch wenig Mäuse. Gleichzeitig können sich Mäuse aber unter guten Bedingungen quasi explosionsartig vermehren, so dass sich „gute“ und „schlechte“ Mäusejahre noch stärker unterscheiden können als gute und schlechte Wildschweinjahre.

     Insgesamt lässt sich also sagen, dass Bestände von Tierarten, die bei der Arterhaltung auf die Anzahl der Jungen und nicht auf die Überlebenschancen des einzelnen setzen, leichter (scheinbar) zusammenbrechen können, sich aber auch schneller wieder erholen. Gefährlich wird es erst, wenn eine bestimmte Mindestpopulation unterschritten wird. Das passiert aber, wie bereits erwähnt, kaum jemals durch die Jagd. Wenn Populationen einer bestimmten Art verschwinden oder bedroht sind, liegt das in aller Regel daran, dass der jeweilige Lebensraum durch den Menschen zum Nachteil der jeweiligen Art verändert wurde.

Umwelteinflüsse

     Umgekehrt kann der Mensch natürlich auch Lebensräume so verändern, dass dies Vorteile für eine Art bringt. Genau das hat man beim Wildschwein „versehentlich“ getan. Durch die heute übliche intensive und ertragreiche Landwirtschaft, besonders durch die großen Maisäcker, hat sich die Nahrungsbasis für das Schwarzwild stark verbreitert. Auf ein gutes Nahrungsangebot reagiert aber praktisch jede Art mit Vermehrung, solange die anderen Bedingungen passen. Und für das Wildschwein passen sie meistens.

wildschweine beim brechen ueberlauefer und frischlinge

Wildschweine haben relativ viel Nachwuchs, weil die Natur hier recht viel Ausfälle einkalkuliert. Sind die Bedingungen günstig, so dass viele Frischlinge überleben, können die Bestände daher schnell kräftig anwachsen

 

     Es ist nun so, dass zwar der einzelne Frischling recht schlechte Karten im Spiel um das Überleben hat, das Wildschwein als Art aber ein wahrer Überlebenskünstler ist. Das sieht man schon daran, wo heutzutage überall Schwarzwild auftaucht und sich auch halten kann. Außer Nahrungsmangel hat das Schwarze Schwein nur einen wirklichen Feind und das ist die Kälte. Es kommt fast überall zurecht, so lange es genug zu fressen hat und es nicht zu kalt ist. Ein strenger Winter jedoch kann auch eine große und kerngesunde, ansonsten stark wachsende Population erheblich einbrechen lassen.

   Das war zum Beispiel im strengen Winter 2005/2006 der Fall. Ein deutlicher Beleg dafür, dass es tatsächlich die Kälte war, welche die Schwarzwildbestände einbrechen ließ, fand sich damals im Südschwarzwald: Da dieser sehr steil zur Oberrheinischen Tiefebene abfällt, gibt es hier kurze Rettungswege in tiefere und damit mildere Lagen. Tatsächlich litten seinerzeit die Schwarzwildbestände dort kaum oder gar nicht, weil das Schwarzwild der Kälte ausweichen konnte.

   Insgesamt lässt sich also sagen, dass der Streckenrückgang beim Schwarzwild wenig Bedeutung hat, sieht man einmal davon ab, dass man natürlich weniger oft Waidmannsheil aufs Schwarze Schein hat und seltener leckeren Wildschweinbraten essen kann, wenn weniger Schwarzwild auf der Strecke liegt. Weder kann hinsichtlich des Schwarzwildproblems in der Landwirtschaft Entwarnung gegeben werden noch braucht man gar zu fürchten, dass uns unser urigstes und bodenständigstes Wildtier, das Wildschwein ausstirbt.

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20. September 2010 1 20 /09 /September /2010 12:17

Mit dem Herbst kommt auch die Pilzzeit. Wenn die echten Kenner auch das ganze Jahr Pilze finden, so geht es doch so richtig erst im August los und zieht sich bis weit in den Spätherbst hinein.

   Leider hat man bei den Pilzen heute in meinem Gäu nicht mehr so viel Glück, wie man den Berichten älterer Pilzfreunde zufolge früher hatte. Alte Hasen aus der Zunft der hiesigen Pilzjäger führen das oft weniger auf irgendwelche Umweltveränderungen zurück, sondern ganz einfach darauf, dass heute bei uns mehr Leute Pilze sammeln als früher. Sie denken dabei vor allem an die Russlanddeutschen, die offenbar gerne in die Pilze gehen. Schwaben tun das nämlich komischerweise eher selten; als Pilzfreund kann es einem auch passieren, dass man bei uns gefragt wird "Sag amol, bisch du a Flechtling, dass d' en d'Pilz gaschd?" (Sag mal, bist du ein Flüchtling, dass du in die Pilze gehst?). Gemeint sind damit natürlich die Heimatvertriebenen, die in den Jahren nach dem Krieg hierzulande in die Pilze gingen, weil sie es schon zuhause getan hatten.

Fliegenpilz005.jpg

Schön, aber nicht essbar: Neben dem tödlich giftigen Amanitin (das auch im Knollenblätterpilz ist) enthält der Fliegenpilz das haluzinogene Muskarin. Update 21.09.10: Wie ich gerade herausgefunden habe, ist das Rauschgift im Fliegenpilz nicht Muscarin, sondern  Muscimol, das im menschlichen Organismus aus der enthaltenen Ibotensäure entsteht. Die anderen Gifte sind nicht genau erforscht, aber schädigen mit Sicherheit die Leber. Der Name rührt daher möglicherweise gar nicht davon her, dass man damit Fliegen vergiftete, sondern davon, dass er Träume vom Fliegen verursachen kann (zum Beispiel den Ritt auf dem Besen zum Blocksberg, wenn Hexen ihn als Bestandteil ihrer Hexensalben verwendeten)
 

   Pilze sammeln ist etwas tolles, aber nicht ungefährlich. Wer sich nicht wirklich gut auskennt, sollte daher nicht alleine gehen bzw. nur die Pilze nehmen, die er wirklich ganz genau kennt. Dazu gehört auch, dass man die leider sehr oft vorhandenen giftigen "Doppelgänger" der jeweiligen Speisepilze kennt und sicher unterscheiden kann.

   Wer nur gelegentlich Pilze sammelt, wird die Kenntnisse leider kaum erlangen, die man benötigt, um ganz auf eigene Faust auf Pilzjagd zu gehen. Das bedeutet aber nicht, dass er ganz auf diesen Spaß verzichten muss: Es gibt, leider zwar offenbar in letzter Zeit zumindest bei uns nicht mehr so häufig, geführte Pilzexkursionen. Zum Beispiel bieten Volkshochschulen öfter so etwas an.

  Hierbei besteht in aller Regel die Möglichkeit, seine Beute vom Leiter der Exkurison durchsehen zu lassen. Damit ist auch der pilzkundlich wenig Beschlagene so gut wie möglich auf der sicheren Seite. Außerdem lernt man dabei auch etwas. Das ist auch für diejenigen wertvoll, die ernsthaft in die Pilzkunde einsteigen wollen: Lehrmeister sind hier nämlich sehr rar, weil Pilzexperten meist eher ungern "Lehrlinge" mit nehmen. Und zwar ganz einfach deswegen, weil sie dabei ja ihre in den allermeisten Fällen eifersüchtig gehüteten "Jagdgründe" verraten müssten.

  Noch weiter will ich mich für diesmal hier nicht über das Thema verbreiten, denn ich habe ja bereits letztes Jahr hier einiges darüber geschrieben. Das Schöne an einem Blog ist ja, dass die Artikel stehen bleiben und man sie jederzeit wieder nachlesen kann. Und das Thema Pilze ist ja eines, bei dem die meisten Fakten nicht oder nicht so schnell veralten, so dass, was ich letztes Jahr unter dem Titel "Leckeres aus dem Herbstwald" darüber geschrieben habe, natürlich auch heute noch seine Gültigkeit hat.

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21. Juli 2010 3 21 /07 /Juli /2010 14:37

 In den Medien kann man ja derzeit überall Meldungen finden, die sich mit dem Comeback des Klimawandels befassen. Außer den Behauptungen, dass schon soundsoviel Monate hintereinander mit ihren Temperaturen über irgendwelchen Durchschnitten gelegen seinen, wird viel über den heißen und trockenen Juli geredet, der angeblich ein Rekordmonat werden soll. kuehlermai

So sah es bei uns noch vor ein paar Wochen aus: Ist der Mai recht kühl und nass...

 

  Ich weiß nicht, wo der angeblich so extrem heiße Sommer derzeit stattfinden soll, aber hier bei mir im Dornenschlehengäu tut er es jedenfalls nicht. Natürlich war es hier auch einige Zeit recht heiß, aber was bitte erwartet man vom Juli? Derzeit ist es mit der Hitze bereits schon nicht mehr so weit her: Als ich am Montagabend mit einem Jagdfreund in dessen Garten einen von ihm erlegten Bock totgetrunken habe, wurde es gegen Mitternacht recht kühl und auf dem Heimweg hätte ich die Heizung im Auto angemacht, wenn es nicht nur eine kurze Fahrt gewesen wäre. Und zu Beginn der Fußballweltmeisterschaft gab es beim Public Viewing in einem Biergarten hier noch Wolldecken, die man sich ausleihen konnte.

  Auch von der berichteten extremen Trockenheit ist hier nichts zu bemerken: Ich habe für meinen Garten dieses Jahr noch keinen einzigen Tropfen Leitungswasser benötigt, obwohl ich mit drei, höchstens vier Litern Regentonnenvolumen pro Quadratmeter Beetfläche nur Wasser für ein- bis zweimal richtig Gießen zwischen den Regenfällen habe. Ok, da mag das Hacken eine Rolle spielen und natürlich das Mulchen, das ich auf den Beeten einsetze, für die der geschnorrte Grasschnitt von den Nachbarn reicht.

 reiferweizen

... füllt`s dem Bauer Scheun' und Fass! Ein schöner Sommer ist nach einem kalten, verregneten Frühjahr eine typische Erscheinung

 

      Auf jeden Fall ist dieser Sommer mit dem von 2003 nicht zu vergleichen, auch wenn er in den Medien hochgekocht wird. Damals wurde es bei uns nach den bereits sehr heißen ersten  Maitagen und den Eisheiligen, die ihrem Namen alle Ehre machten, ab Mitte Mai tatsächlich extrem heiß und trocken. Meine Regentonnen blieben leer und das gemähte Gras auf den Wiesen wuchs einfach nicht mehr nach.

  Diese Jahr hingegen haben wir derzeit einen normalen Sommer, wie es ihn auch früher schon gab: nach einem nassen und kalten April und Mai wie wir sie dieses Jahr hatten, kommt nach alter Erfahrung eben ein schöner Sommer. Und zu einem solchen gehört eben auch ein heißer und trockener Juli. Wo also ist das Problem?

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16. Juli 2010 5 16 /07 /Juli /2010 06:52

Jetzt ist der Klimawandel schuld daran, dass die Leute in der Bahn vor Hitze umkippen. Angeblich seien die Klimaanlagen für die tollen HighTech-Züge nur für Temperaturen bis 35° konzipiert, weil es früher angeblich keine so heißen Sommer gab.

 Zuerst las ich es auf mmnews.de, aber auch in den "Qualitätsmedien" ist die Meldung zu finden, zum Beispiel bei der Frankfurter Rundschau und im Kölner Stadt-Anzeiger. Wenn ich so etwas lese, frage ich mich, für wie blöd man die Leute eigentlich hält. Zwar mag ein technisch unbedarfter Mensch so ein Gelaber glauben, aber es sollte den Leuten, die so etwas verbreiten, doch klar sein, dass sie sich zum Gespött derjenigen machen, die ein wenig etwas von Technik verstehen.

 Immerhin wird über die angebliche oder tatsächliche Klimaerwärmung ja nicht erst seit gestern lamentiert. Und selbst wenn ein Teil der Züge bereits in den 80ern konzipiert wurde, hätte man bei all dem Gejammere über Rekordhitzen, das ja schon Jahre zu hören ist, mittlerweile nachrüsten können.

 Übrigens sind Klimaanlagen in Zügen sowieso Blödsinn: Unnötige Energiefresser, die man gar nicht wirklich braucht. Fenster, die sich öffnen lassen, funktionieren auch bei Temperaturen über 35° C und sind wesentlich billiger. Sogar billiger als Klimanlagen, bei denen man sich die Wartung spart, um den Sharholer Value zu erhöhen, weil man ums Verrecken an die Börse will.  

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2. Mai 2010 7 02 /05 /Mai /2010 12:19

 

Die Adepten und Gläubigen der Klima-Ablass-Religion hatten ja große Hoffnungen in den Klimagipfel gesetzt, der Ende letzten Jahres in Kopenhagen stattfand. Bereits das, was anschließend über den Verlauf herausgelassen wurde, war für Klima-Gewinnler und sonstige Treibhaus-Hysteriker wenig ermutigend. Jetzt jedoch kam es noch besser.

 

   Dass der Klimagipfel im Dezember gescheitert ist, war ja klar, auch wenn es anschließend jede Menge schönfärberische Reden gab, die das verschleiern sollten. Jetzt ist aber auch noch herausgekommen, was dort tatsächlich abging: Nicht nur, dass US-Präsident Obama einmal mehr Hoffnungen enttäuschte, die Gutmenschen aller Länder in ihn gesetzt hatten, auch die Schwellenländer Indien und China wollten sich auf nichts einlassen und düpierten Merkel und Sarkozy.

 windkraft001_blog.jpg

 Unabhängig vom angeblich menschengemachten Klimawandel ist die Nutzung regenerativer Energiequellen unabdingbar   

  Das ganze Außmaß der Zerwürfnisse soll nun durch eine Tonaufnahme zutage gekommen sein, welche angeblich durch ein "technisches Versehen" entstanden ist. Warum ich das Ganze jedoch eigentlich interessant finde, ist der Umstand, dass das sonst eher für Political Correctness bekannte Mainstream -Medium Spiegel die Tonaufnahme vorliegen haben will und die Geschichte veröffentlicht hat.

Ein wenig weiter gedacht...

   In letzter Zeit findet man übrigens relativ häufig klimaskeptische Veröffentlichungen in politisch korrekten Mainstream-Medien, vom Pseudo-Intelligenzblatt Spiegel bis hin zum Unterschichtfernsehen. Deswegen ist die Vermutung nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Klimareligion gekippt werden soll. Denkbar wäre, dass das geschehen soll, weil sie zu viele unerwünschte Nebenwirkungen hat. Der von der Klimahysterie erheblich geförderte Trend zu Erneuerbaren Energien gräbt beispielsweise den Energiemultis das Wasser ab, weil er die Gewinnung von Strom auf die Ebene der regionalen Mitttelspannungsnetze, der lokalen Niederspannungsnetze und sogar bis zu den einzelnen Haushalten herunterbringt. Da ist kein Platz mehr für Energiemultis mit ihrer großräumigen Verteilung von an wenigen Punkten erzeugtem Strom über Hoch- und Höchstspannungsnetze.

 

   Genau aus diesem Grund - und natürlich auch, weil sich die fossilen Energiequellen erschöpfen - sollten wir die Nutzung regenerativer Energien weiter vorantreiben. Also, um auf lange Sicht nicht nur bezahlbaren Strom zu bekommen, sondern auch von globalisierter Energie-Abzocke unabhängig zu sein. Erneuerbare Energien vor der Haustüre sind ein wichtiger Teil der Regionalisierung. Regionalisierung aber ist das Gebot der Stunde, denn Regionalisierung ist nichts anderes als die Umsetzung des Selbstversorgungs-Gedankens im größeren Rahmen von Kommune, Kreis und Region.

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25. April 2010 7 25 /04 /April /2010 20:39

In letzter Zeit beschäftige ich mich in den Postings hier auf meinem Blog schwerpunktmäßig mit Wirtschaft und Geld. Dadurch kommen leider allerhand wichtige Themen ein wenig zu kurz, die mir auch sehr am Herzen liegen.

 

Natürlich sind Dinge wie Natur und Garten gerade in dieser Jahreszeit wichtig und viele wollen darüber lesen. Deswegen will ich euch drei Artikel nicht vorenthalten, die ich heute auf suite101.de veröffentlicht habe und die in diesen Themenkreis gehören:

 

Die Brennnessel, ein ganz besonderes Kraut

Unkraut gibt es nicht

Der Einstieg in den Hobby-Gartenbau

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und natürlich werde ich mich auch hier wieder mehr mit den üblichen Gegenständen beschäftigen. Zur Zeit treibt mich aber die Thematik umlaufgesichertes Geld, Wirtschaft und Zinsproblematik um und ich finde, dass es derzeit wichtig ist, darüber zu schreiben. 

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28. Januar 2010 4 28 /01 /Januar /2010 10:13

"Wann wird's mal wieder richtig Winter?" hätte man in den späten 80ern und den 90ern singen können und auch die "Winter" 2006/2007 und 2007/2008 hätten genauso wie der Sommer 2003 als Belege für die Klimaerwärmung durchgehen können. Derzeit schneit`s bei uns aber mal wieder und gestern war es ordentlich kalt.

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Winterlicher Blick aus dem Fenster meines Arbeitszimmers

Aus dem derzeitigen, ganz normalen Winterwetter machen die Medien natürlich wieder ein "Schneechaos" und eher unbedarfte Zeitgenossen sehen darin und in dem ungewöhnlich frühen und heftigen Wintereinbruch, den es bereits im vergangenen Herbst in Teilen der USA gab, einen "Beweis" dafür, dass die Klimaerwärmung Humbug ist. Beides ist jedoch Quatsch, denn "unnormales" Wetter ist etwas ganz Normales, unabhängig davon, ob das Weltklima gerade eher wärmer oder eher kälter ist, unabhängig auch davon, ob der Trend augenblicklich zum Einen oder zum Anderen geht.

Tatsache ist jedoch, dass wir von etwa Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts bis etwa zum Jahr 2000 eine Periode eher milderer Winter gehabt haben, was sich mit der Annahme einer Klimaerwärmung für diese Zeit decken würde, zu der auch schon der ebenfalls recht heiße Sommer 1983 gehört haben mag. Bis etwa 1980 galt jedoch das Schlagwort der kommenden "Neuen Eiszeit", denn, darf man den Wetterfröschen und Klimaforschern glauben, hatte sich das Klima bis dahin eher abgekühlt und zwar so etwa seit 1950. Das deckt sich übrigens auch mit den Beobachtungen, die man hinsichtlich der Ausdehnung des Wüstengürtels unserer alten Erde gemacht hat: Wie sich so mancher noch erinnern wird, wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Zunahme der Wüsten beklagt, während sich in der Zeit der Klimaerwärmung dann herausstellte, dass die Fläche der Wüsten auf einmal nicht mehr zu- sondern abnahm. Offenbar sorgt wärmeres Klima weltweit für mehr Niederschläge und kälteres für weniger, so dass die Ausdehnung der Wüsten mit der globalen Durchschnittstemperatur zusammenhängt.

Wo ist die globale Erwärmung geblieben?

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In den Seitenstraßen von Wohngebieten ist Winterausrüstung durchaus sinnvoll und wer einen Allradantrieb hat. freut sich

Wie nun so langsam durchsickert, ist es übrigens die letzten 10 Jahre global gar nicht mehr wärmer geworden. Sieht man von den beiden genannten mehr oder weniger ausgefallenen Wintern ab, haben wir seit diesem Zeitraum auch wieder ganz gewöhnliche Winter, wobei 2004/2005 und 2005/2006 recht knackige Vertreter waren. Derzeit erinnert mich das Wetter stark an das der 60er und 70er Jahre: Ganz "normale" Sommer und Winter. Dass die Medien daraus Chaos-Winter machen, liegt zum Teil wohl daran, dass man derzeit offenbar immer kapitalere Säue durchs mediale Dorf treiben muss um noch irgendwelche Hunde hinter ihren Öfen hervor zu locken. Zum anderen ist offenbar tatsächlich so einiges zusammengebrochen, weil ganz einfach die Infrastrukturen, die noch vor 30, 40 Jahren diesem Bisschen Schnee und Eis zuverlässig begegnen konnten, kaputt gespart worden sind.

Selbstverständlich spielt dabei auch der Umstand eine Rolle, das man heute Güter auf der Straße transportiert, wo sie, auch dank betriebswirtschaflich sinnvoller Ausnutzung des Reifenprofils der LKWs, beim ersten bisschen Schnee im Graben landen. Auch die Bahn hatte ihre Probleme, obwohl sie solche bei diesem Bisschen Winter vom System her nicht haben müsste: Wenn man fast alle Leute rausgeschmissen hat, ist eben niemand mehr da, der die Anlagen so pflegt, dass sie nicht gleich bei Schnee und Eis versagen und auch niemand, der bei den trotzdem auftretenden Problemen schnell für Abhilfe sorgt.

Hat der Klimaschwindel etwa ausgedient?

Was in letzter Zeit übrigens auffällt, ist, dass immer mehr Zweifel an der menschengemachten Klimaerwärmung auch über die Mainstream-Medien durchsickern. Das ist hochinteressant. Optimisten könnten darin ein Anzeichen dafür sehen, dass die Berichterstattung alternativer Medien im Netz hier Wirkung zeigt. Ich halte es auch für denkbar, dass der Klimaschwindel peu a peu sterben soll, da er ein Stück weit nach hinten losgegangen ist: Es wurde mit den ganzen Klima-Quacksalbereien zwar durchaus ordentlich verdient (auf unsere, also Steuerzahlers und Vebrauchers Kosten, versteht sich) aber ein Effekt des Klima-Ablasses ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders: Der enorme Vorschub, denn die Regenerativen Energien durch ihn bekommen haben.

Wind-, Wasser-, Solar- und Bioenergie sind nämlich äußerst üble Dinge für große Energiekonzerne. Sie dezentralisieren die Strom- und Kraftstofferzeugung und nehmen diese dadurch den großen Konzernen aus den Händen. Deswegen sind sie ja auch so wichtig, auch wenn der Klima-Hype eine Riesenschwindel ist. Und selbstverständlich auch deswegen, weil wir ja zumindest derzeit noch davon ausgehen müssen, dass die Vorräte an Erdöl und Erdgas sehr begrenzt sind.

 

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16. Dezember 2009 3 16 /12 /Dezember /2009 12:25

Seit einigen Jahrzehnten haben sie bei uns schon als Neozoen, als Neubürger im Tierreich Fuß gefasst: Der Waschbär und der auch als Marderhund bezeichnete Enok. Mittlerweile sind sie bereits alltäglich geworden und werden auch fleißig bejagt.

Wie der Deutsche Jagdschutzverband mitteilt, kamen im Jagdjahr 08/09 in Deutschland mit 54 000 Waschbären um die Hälfte mehr zur Strecke als im Vorjahr. Bei den Marderhunden ist die Strecke zwar um 5000 auf 30 000 eingebrochen, jedoch liegt das wohl daran, dass es hier Seuchenzüge gab. Vermutlich wird der Enok jedoch, wenn diese überwunden sind, seine Karriere fortsetzen.

Sowohl der Waschbär als auch der Enok oder Marderhund sind als Neubürger nicht ganz unproblematisch. Aufgrund ihres Nahrungsspektrums und der Art ihres Nahrungserwerbs können beide im Prinzip boden- und höhlenbrütende Vögel gefähden, unter denen es ja auch einige bedrohte Arten gibt. Da Rocky Waschbär und Iwan Iwanowitsch Enok, so wie Reineke Fuchs auch, bei uns keine natürlichen Fressfeinde haben, ist es kein Fehler, wenn die Waidmänner und -frauen ein wachsames Auge auf sie haben und lieber einmal mehr den Finger krumm machen. Allerdings sollte dann auch der Pelz verwertet werden, so wie es im nachhaltigen Waidwerk guter Brauch ist. Schließlich ist ein flottes Waschbär-Mützerl nach Art von Trapper Jim eine schicke Sache, die bei uns lange nicht jeder hat!  

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