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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

25. März 2012 7 25 /03 /März /2012 11:12

Heute nacht haben wir wieder unsere Uhren eine Stunde vor- und damit auf Sommerzeit umgestellt. Schon im Vorfeld gab es wieder das übliche Gebarme, wie blöd das sei, was das für einen Stress erzeuge, den Biorythmus störe und was weiß ich noch alles. Mir persönlich gefällt die Sommerzeit, da es im Sommer ganz natürlich ist, früher aufzustehen. Allerdings wissen offenbar selbst nach über 30 Jahren Sommerzeit, immer noch nicht alle, ob sie ihre Uhren vor oder zurück stellen müssen. Dabei ist das ganz einfach.  

 Sommerzeit Spass im Freien SteinheimerHeide

Die Sommerzeit spart zwar keine Energie, bringt uns aber eine Stunde mehr Tageslicht am Abend, die es oft erst lohnend macht, unter der Woche abends noch etwas im Freien zu unternehmen.

   Warum ich die Sommerzeit gut finde, obwohl sie keine Energie einspart, darüber will ich mich nicht schon wieder verbreiten, denn darüber habe ich mich bereits in zwei Artikeln im Frühjahr und im Herbst 2010 ausgelassen. Was ich aber übrigens komisch finde ist, dass sich einerseits viele Leute darüber aufregen, dass die Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit ihren (Bio-)Rhytmus durcheinander bringt, andererseits sich Menschen aber massivem Jetlag aussetzen, wenn sie im Winter in warme Länder reisen und dabei Zeitsprüngen von mehreren Stunden ausgesetzt sind - ganz abgesehen davon, was der abrupte Wechsel zwischen mitteleuropäischem Winterwetter und Tropenhitze mit dem Kreislauf und sonstigen Körperfunktionen anstellt.

   Ein großes Problem scheint es für viele Leute zu sein, zu wissen, ob sie die Uhr vor oder zurück stellen müssen. Jetzt habe ich gelesen, dass es dafür mittlerweile sogar Eselbsbrücken gibt. Ich bin ja bekanntlich ein Fan von Eselsbrücken, aber hier braucht man wirklich keine. Jedenfalls nicht, wenn man kapiert hat, was die Sommerzeit bewirken soll - nämlich die bessere Ausnutzung des Tageslichts: Im Sommer wird es so früh hell, dass es schon lange heller Tag ist, wenn wir normalerweise noch schlafen. Steht man nun eine Stunde früher auf, gewinnt man daher eine Stunde Tageslicht. Damit man nun nicht alle Arbeits- und Geschäftszeiten, Fahrpläne und sonstige Uhrzeiten entsprechend ändern muss, stellt man stattdessen einfach die Uhr eine Stunde vor. Und im Herbst stellt man sie dann wieder um diese Stunde zurück. So simpel ist das.

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1. November 2011 2 01 /11 /November /2011 11:12

Der November ist der Totenmonat. Schon Ende Oktober machen die Gärtner Überstunden, um den vielen Grabschmuck herzustellen, den die Leute für Allerheiligen bestellen. Die Bäume werden kahl, es wird kälter, dunkler und der Nebel tut ein übriges dazu, die Stimmung düster werden zu lassen.

Kahler Baum Feldkreuz Bank im Herbst 

   Auch diese Zeit gehört zum Jahreslauf, auch wenn die Geschäftswelt versucht sie auszublenden und, kaum dass die Sommerferien vorbei sind, anfängt Weihnachtskram zu verkaufen. Ich mochte den Herbst und den Nebel übrigens schon als Kind. Die Welt um uns herum wird klein, überschaubar und heimelig, wenn wir bei Nebel aus dem Fenster sehen oder spazierengehen.

   Die Natur geht schlafen, die letzten Blätter fallen von den Bäumen. Natürlich sieht alles ein wenig traurig aus, so kahl und grau. Dazu passen besinnliche Gedanken, auch solche an den Tod, an Menschen, die einmal waren und nicht mehr sind und auch daran, das wir einmal nicht mehr sein werden.

     Vieles Einzelne stirbt, aber das große Ganze geht lediglich schlafen. Der Schnee, der hoffentlich bald kommt, ist kein Leichentuch, sondern eine warme Bettdecke für alles, was darunter dem nächsten Frühling entgegen schläft. Schon Ende November kommt aber bei näherem Hinsehen mit dem ersten Adventssonntag, der bereits auf Weihnachten, auf die Sonnwende und damit auf das neue Frühjahr weist, der erste kleine Hinweis darauf, dass Herbst und Winter, genausowenig wie der Tod, etwas endgültiges sind.

     Aber erst müssen wir durch durch den Totenmonat. Wer versucht, sich da drum herum zu mogeln und sich den düsteren Tagen nicht stellen will, nimmt sich auch ein Stück weit die Freude am Advent und an Weihnachten.

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31. August 2011 3 31 /08 /August /2011 12:31

 

Ab dem 1. September sollen ja jetzt auch noch die 60-W-Glühbirnen aus dem Handel verschwinden und damit die letzten dieser Leuchtmittel, die einigermaßen Licht geben. Nächstes Jahr kommt soll dann der endgültige Todesstoß kommen: Es dürfen dann nur noch Glühlampen für Spezialanwendungen verkauft werden. Thomas edison gluehbirne

Geniale Dinge sind meistens einfach. Die Glühlampe ist so zweckmäßig, dass man sie mit Gesetzen auszurotten versucht, da sie dem Reibach mit den angeblich umweltfreundlichen "Energiesparlampen" im Wege steht.

 

   Das ist ja sattsam bekannt, aber eine weitere Nachricht ist neu: Just zu diesem Zeitpunkt erhöht Osram die Preise für seine als "Energiesparlampen" euphemisierten Giftbirnen um bis zu 25%. Die vorgeschützte lächerliche Begründung: Gestiegene Rohstoffkosten.

   Offenbar halten die Geldgeier bei den großen Konzernen uns schon für total verblödet und absolut klimagläubig, da sie sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, denn Zweck der Übung "Glühlampenverbot" wenigstens ein kleines Bisschen besser zu verschleiern. Oder es ist purer Zynismus, der von der Überzeugung getragen wird, dass der kleine Mann schnon lange nicht mehr aufmuckt, weil er meint "gegen die da oben ja eh' nichts machen zu können".

   Wenn jetzt die Verbraucherverbände weiterhin politisch korrekt diese Giftbirnen als Ei des Columbus anpreisen, geraten sie natürlich noch stärker in den Verdacht, dass sie nicht wirklich das Wohl der Verbraucher im Auge haben, sondern lediglich getarnte Werbeinstrumente der Industrie sind. Und wer als Verbraucher jetzt noch glaubt, dass das Glühlampenverbot zu seinem und dem Wohl seiner Nachkommen ersonnen wurde, zeigt damit, dass er genauso schlichten Gemütes ist, wie seine Melker ihn einschätzen.

Kinderarbeit im 19ten Jahrhundert

Kinderarbeit im 19. Jahrhundert in Deutschland. In vielen Ländern, in denen Komsumgüter wie "Energiesparlampen" hergestellt werden, ist es auch heute noch ganz normal, dass sich Kinder unter unvorstellbaren Arbeitsbedingungen und sogar auch unter akuter Lebensgefahr bei der Arbeit mit Quecksilber und anderen Giften ihre Gesundheit ruinieren.

 

   Übrigens: Wenn gestiegene Rohstoffkosten schnell einmal eine Preiserhöhung von 25% notwendig machen können, zeigt dies, dass die Materialkosten des jeweiligen Produktes recht hoch im Verhältnis zu den Lohnkosten sein müssen. Umgekehrt müssen daher die Lohnkosten recht niedrig sein. Dabei stellt sich dann die weitere Frage, wie das denn sein kann, da die Arbeitskosten doch aufgrund unverschämt hoher Löhne, Sozialleistungen und Kosten für Arbeitsschutz doch viel zu hoch sein sollen?

   Ein Schelm natürlich, wer daraus schließt, dass unser schönen "Energiesparlampen" an Orten produziert würden, wo Hungerlöhne bezahlt werden, Arbeitsschutz sowie soziale Absicherung Fremdwörter sind und die Lohnkosten durch Kinderarbeit noch weiter gesenkt werden können. So etwas tun unsere verantwortungsbewussten Großunternehmen mit ihrem tollen sozialen Gewissen doch nicht, oder?

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19. August 2011 5 19 /08 /August /2011 15:05

  

Die meisten Leute bezeichnen sie – zumindest, wenn sie im Garten auftauchen – als "Unkraut" und tun ihnen damit Unrecht: Wildkräuter sind wichtige Bestandteile unserer Ökosystem, meistens hübsch anzuschauen und in vielen Fällen sogar zu einem oder gar mehreren Zwecken zu gebrauchen. Und nicht nur krautige Pflanzen, sondern auch viele Gehölze liefern Dinge, die man für allerhand Zwecke verwenden kann.

Wegwarte ZichorieDie Wegwarte ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern man kann aus ihrer Wurzel auch Ersatzkaffee machen

 

   Viele heimische Kräuter sind Heilpflanzen und haben, wie etwa das Johanniskraut oder Weißdorn, sogar recht beachtliche und zum Teil sogar wissenschaftlich nachgewiesene Wirkungen. Das ist der Pharmaindustrie ein gewaltiger Dorn im Auge und daher wird immer wieder probiert, den Gebrauch von Heilpflanzen mit Gesetzen einzuschränken.

   Über den Gebrauch von Heilpflanzen bei schweren Erkrankungen durch Heilpraktiker und Alternativmediziner soll hier nicht weiter diskutiert werden. Es gibt hochwirksame Heilpflanzen, die gleichzeitig gefährliche Giftpflanzen sind, die nur von wirklich Sachkundigen eingesetzt werden dürfen und nicht in Laienhände gehören. Das sollte jedem klar sein.

   Fest steht aber auch, dass bei vielen Alltagswehwehchen, leichten Erkrankungen Hausmittel und Kräuter gute Dienste leisten. Nicht zuletzt, weil sie in der Regel kaum oder gar keine Nebenwirkungen haben. Kamillentee bei Magenbeschwerden, Schafgarbe für kleine Verletzungen oder Dörrzwetschgen als mildes Abführmittel für Kinder sind ungefährlich, aber dennoch in vielen Fällen hilfreich.

Lecker, nahrhaft und nützlich

   Aber nicht nur bei Unpässlichkeiten und leichten Erkrankungen leisten Kräuter gute Dienste: Bei Kräutertees etwa ist man wohl geneigt, an die Heilwirkungen zu denken, jedoch sind viele Kräutertees auch ganz einfach lecker. Vom Pfefferminztee etwa, der, so sagt man,  sogar die Kreativität fördern soll, wollen wir gar nicht reden, weil ihn jeder kennt.

Schafgarbe

Die Schafgarbe heißt auch Soldatenkraut, weil sie sich zum Behandeln von kleinen Verletzungen eignet.

 

   Die Zitronenmelisse ist wohl etwas weniger bekannt, gibt aber einen schmackhaften kalten Tee für heiße Tage. Haltbar ist sie zwar nicht, aber wenn man sie im Garten hat, steht sie in der warmen Jahreszeit ja jederzeit frisch zur Verfügung. Brombeerblätter hingegen gibt es das ganze Jahr, sie ergeben ebenfalls einen leckeren Tee und auch die ganz frischen Triebe an Fichtenzweigen kann man zur Teezubereitung verwenden. Praktisch allen Kräutertees werden aber auch Heil- oder zumindest gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben.

Loewenzahn Pusteblume

Auch der Löwenzahn ist weit mehr als nur ein "Unkraut"...

 

   Wildfrüchte, vor allem Beeren sind ebenfalls Leckereien aus der Natur: Wilde Himbeeren etwa sind zwar kleiner als die kultivierten Sorten, dafür aber weitaus schmackhafter. Ebereschen- und Holunderbeeren lassen sich zu Marmeladen und Säften verarbeiten. Aus Hagebutten und Schlehen lässt sich (wie aus praktisch allen Früchten) Wein machen; man kann die Früchte aber auch mit Schnaps ansetzen um einen leckeren Likör zu erhalten.

   Auch als Gewürze eignen sich manche Wildkräuter: Wilder Thymian, den man auf Trockenrasen findet ist ein Beispiel, ein weiteres der Bärlauch, der ja in den letzten Jahren recht beliebt geworden ist. So manche Wildkräuter lassen sich auch als Gemüse oder Salat essen: Unter anderem Sauerampfer, Brennnessel, Löwenzahn und sogar der bei Gärtnern sehr unbeliebte Giersch.

     Dass manche Wildpflanzen sogar gefährliche Rauschgifte liefern, soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, auch wenn man davon besser die Finger lässt: Tollkirsche, Bilsenkraut und einige andere Pflanzen wurden in alten Zeiten zu kultischen Zwecken verwendet, etwa als Bestandteile von Hexensalben. Vor Nachtschattengewächsen wie eben diesen beiden, muss gewarnt werden, denn sie sind starke Halluzinogene, die sich vor LSD oder Mescalin nicht zu verstecken brauchen. Experimente damit können leicht in der Psychatrie enden, oder mit schwersten Verletzungen, weil man glaubte fliegen zu können oder dergleichen, ganz abgesehen davon, dass Überdosierungen tödlich sein können. Also: Finger weg! 

„Technische“ Anwendungen

   Wenn man spitzfindig ist, könnte man den Gebrauch von Holz als Werkstoff, Brennmaterial oder zur Papierherstellung ebenfalls unter der Rubrik „Nutzung von Wildpflanzen“ einordnen, wobei von Gehölzen weit mehr als nur das starke Holz genutzt werden kann. Früher nutzte man nicht nur Bäume, sondern auch Sträucher sowie Halbbäume und zwar nicht nur als Reisig und Brennholz: Weidenruten werden ja heute noch zum Korbflechten genommen, aber früher nahm man auch Haselstecken für Zäune und dergleichen. Ein kräftiger Hasel- oder Schwarzdornast ergibt auch heute noch einen prima Wander- oder Bergstock. Blätter dienten als Einstreu im Stall und als Viehfutter, aber auch als Füllmaterial für die „Matratze“ im Bett, denn außer den bekannten Strohsäcken gab es auch mit Laub gefüllte Säcke als Unterlage für die Nachtruhe. Stroh- und Laubsäcke sind übrigens hygienischer als jede Matratze, denn die Füllung wird regelmäßig ausgetauscht und den Sack selbst kann man in die Kochwäsche geben.

Feldflur Wiese Hecken Wald Streuobstwiese

Wald und Feld liefern dem, der sich auskennt, unglaublich viele Pflanzen, die sich zu den verschiedensten Zwecken verwenden lassen.

 

   Nicht nur aus Besenginster lassen sich wie der Name schon sagt, Besen machen, sondern auch aus Birkenzweigen. Grobe Schneebesen kann man aus Schwarzdorn-, also Schlehenzweigen herstellen wie mir einmal ein älterer Ungarndeutscher verriet, den ich bei einem Reviergang traf, als er sich just zu diesem Zweck solche Zweige schnitt. Das ist übrigens genauso wie Blumenpflücken, Beerensammeln und so weiter erlaubt, denn die Entnahme solcher Dinge in haushaltsüblichen Mengen ist Bestandteil des Betretungsrechtes, das jedermann in Wald und Feld zusteht soweit man dabei nichts beschädigt.

   Die von Unwissenden als übles „Unkraut“ angesehene Brennnessel dient zu weit mehr als nur zum Essen und Tee kochen: Brennnesselbrühe und Brennnesseljauche verwendet man im Garten und aus den Fasern der lassen sich sogar Textilien herstellen, die wie Hanfstoffe sehr fein und trotzdem haltbar sein können. Auch zu Schnüren und Netzen fanden die Fasern der Brennnessel früher Verwendung. Heute gehört die Herstellung von Schnüren aus diesen Fasern zu den fortgeschrittenen Survival-Künsten.

Spannendes Feld zum Entdecken und Experimentieren

   Aus Wildpflanzen lassen sich also die tollsten Dinge machen – und das auch noch in aller Regel mit einfachen Mitteln. Bastler kommen genauso auf ihre Kosten wie Hobbyköche und Leute, die gesund leben und schön sein wollen. Manches ist eine Spielerei wie zum Beispiel das Weidenpfeifchen, das man am Badesee oder beim Picknick schnitzt, manches hat sogar praktischen Nutzen, wie zum Beispiel der selbst gemachte Besen.

  Warum nicht einen Sichtschutz aus gepaltenen Haselruten selbst flechten, anstatt eine billige, chemisch imprägnierte Flechtwand im Baumarkt zu kaufen? Warum nicht für den Bauerngarten einen stilechten Zaun, ebenfalls aus Haselruten, bauen?

    Brennnesselspinat schmeckt köstlich, ist nahrhaft und gesund. Löwenzahnsalat ist für den, der ihn nicht gewohnt ist, etwas streng im Geschmack, dafür knackig und vitaminreich. Giersch passt wie wiederum auch die Brennnessel gut in Rührrei oder Kräuterreis.  

   Auch im Garten sollte man die Wildpflanzen ruhig zulassen. Viele kann man im Kräutergarten gezielt anpflanzen, andere kommen von ganz allein. So mancher, der „Unkraut“ vertilgt, hat gar keine Ahnung, was für wertvolle Pflanzen er vernichtet. Zum Glück gibt es viele wertvolle Pflanzen im Überfluss: Zitronenmelisse, Pfefferminze und Bärlauch habe ich jedes Jahr wieder, ohne das ich mich darum zu kümmern brauche – Löwenzahn und Brennnesseln sowieso. Im Rasen schadet Spitzwegerich genauso wenig wie Rotklee oder Gänseblümchen. Natürlich muss man die Wildpflanzen nicht zwischen dem Gemüse haben, aber wenn man sie dort sowieso entfernt, kann man sie auch nutzen, anstatt sie direkt auf den Kompost zu werfen.

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16. August 2011 2 16 /08 /August /2011 15:05

Mittlerweile ist es auch mit den Pilzen wieder losgegangen. Pilze sind eine tolle Bereicherung des Speisezettels, aber nicht ungefährlich. Ein paar Tipps und Sicherheitshinweise für Einsteiger habe ich hier bereits vor zwei Jahren veröffentlicht, so das ich mich nicht zu wiederholen brauche:

Leckeres aus dem Herbstwald

Für Anfänger und Gelegenheits-Pilzsammler: Pilzführungen

Meinen wichtigstigsten Tipp gebe ich aber auch dieses Jahr: Wer sich (noch) nicht wirklich gut auskennt, aber trotzdem selbst gesammelte Pilze genießen möchte, sollte an sachkundigen Pilzführungen teilnehmen. Zum einen bekommt man dort Pilze gezeigt, die man noch nicht kennt und sonst hätte stehen lassen müssen, zum anderen kann man sein Sammelgut kontrollieren lassen und so die Gefahr einer Vergiftung, so weit menschenmöglich, ausschließen.

Fliegenpilz005.jpg

Den kennt wohl jeder, aber leider kann man ihn nicht essen...

Auf diese Weise kann man also auch lediglich "ab und zu in die Pilze gehen" ohne sich umfangreiches Wissen aneignen zu müssen bzw. bereits in der Anfangsphase auch die Pilze nutzen die man noch nicht sicher genug kennt, um sie eigenverantwortlich zu sammeln. Die paar Euronen, welche für die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung zu entrichten sind, sind wirklich sinnvoll angelegt: Man lernt etwas, trifft Leute, ist an der frischen Luft und hat am Schluss fast immer genug essbare Pilze für eine leckere und angstfreie Mahlzeit im Korb.          

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1. August 2011 1 01 /08 /August /2011 09:38

Die Brennnessel ist eine Pflanze, die mir lieb und wert ist, da sie sich sehr vielseitig verwenden lässt wie man ja nicht zuletzt auch auf meinem Blog hier sehen kann: Brennnesseljauche, Kräuterreis mit Giersch und Brennnesseln sowie Rührrei mit Brennnesseln und Giersch waren hier ja bereits Thema.

   Auf YouTube habe ich unlängst einen interessanten Film über diese Pflanze entdeckt, den ich nur empfehlen kann. Wie es aussieht, ist er wohl ursprünglich bei Arte gekommen, da er wie dort üblich in Deutsch und Französisch ist.  Nachdem die gezeigten Beispiel alle aus Frankreich stammen, wird es wohl auch ein französischer Beirtag sein. Macht aber nichts, denn alles, was die Franzosen mit der Brennnessel machen, können wir natürlich auch tun.

   Besonders interessant fand ich, dass der Gesetzgeber in Frankreich - kein Witz! - Brennnesseljauche verboten und sogar die Weitergabe von Informationen über ihre Herstellung unter Strafe gestellt hat. Die Franzosen lassen sich das aber nicht gefallen und wehren sich mit allerhand Aktionen. Es kann natürlich an der selektiven Wahrnehmung durch den Film liegen, aber ich hatte auch den Eindruck, dass die Anwendung von Brennnesseljauche in Frankreich verbreiteter ist als bei uns. Vielleicht wird sie ja deshalb von der agrochemischen Industrie dort stärker als Bedrohung fürs Geschäft mit Gartengift wahrgenommen?   

Alles in allem ein gut gemachter, informativer Film, dem man jedem nur empfehlen kann, der sich für die Brennnessel interessiert:

 Die Brennnessel bei YouTube

 

 

 

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8. Juni 2011 3 08 /06 /Juni /2011 11:22

Man hört immer wieder, dass in den USA zumindest im Bible Belt Schulkinder anstatt über Darwins Evolutionstheorie etwas über die Lehre der Kreationisten lernen würden. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es in der amerikanischen Wissenschaftszene offenbar nicht besonders ratsam, sich mit den Ungereimtheiten der Darwinschen Erklärung der Entstehung unsere Flora und Fauna zu befassen: Der Film "Expelled - Intelligenz streng verboten" zeigt was Wissenschaftlern im "Land of the Free" passieren kann, wenn sie in ihren Publikationen oder Vorlesungen die Idee des Intelligent Design auch nur erwähnen. Ein Film, den man sich unbeingt ansehen sollte.

Wer sich mit den Zweifeln an der gängigen Vorstellung über das die Entstehung unserer Welt noch nicht befasst hat, dem sei der Film "Die Evolutionslüge" empfohlen, die Aufzeichnung eines Gesprächs mit Hans-Joachim Zillmer, einem Bauingenieur, der sich mit naturgeschichtlichen Phänomena befasst, die nicht in unsere gängigen Vorstellungen darüber passen wollen.

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15. Mai 2011 7 15 /05 /Mai /2011 12:27

Irreduktibel komplexe Systeme gibt es in der Technik, aber auch in der Natur. Hier geben sie Evolutionsforschern einige Rätsel auf. Diesen Artikel hatte ich wie "Schöpfung oder Evolution?" ursprünglich auf Suite 101 veröffentlich, wo er jedoch vom zuständigen Redakteur ebenso wie dieser deaktiviert. Daher veröffentliche ich ihn ganz einfach ebenfalls hier, wo ich (noch) nicht zensiert werde.

     Irreduktibel komplex heißen Systeme, von denen man keine einzige Komponente entfernen kann, ohne dass sie ihre Funktion verlieren. Im allerstrengsten Sinne sind es solche Systeme, die durch Entfernung einer Komponente komplett sinnlos werden. Ein Beispiel für ein irreduktibel komplexes System, welches aus der Welt der Technik stammt, ist die gängige Form der Mausefalle. Jeder, der ein klein wenig technisches Verständnis hat, erkennt, dass man von einer solchen simplen Maschine kein einziges Teil entfernen darf, wenn man nicht will, dass sie ihre Funktionsfähigkeit einbüßt.

    Jeder Fertigungstechniker wird bestrebt sein, ein Gerät, dass er in Serie herstellen soll, zu einem irreduktibel komplexen System zu machen: In dem Moment, wenn man keines der Teile eines Gerätes oder einer Maschine weglassen kann, hat man die geringstmögliche Zahl der Teile gefunden und damit höchstwahrscheinlich die Variante, die sich am kostengünstigsten herstellen lässt. Mit anderen Worten: Wenn etwas auf ein irreduktibel komplexes System reduziert wurde, besitzt es kein einziges überflüssiges Teil mehr.

Die Perfektion der Mausefalle

    Betrachtet man eine handelsübliche Mausefalle näher, wird klar, dass es sich dabei um eine in einer gewissen Hinsicht perfekte Maschine handelt, nämlich in dem Sinne, dass keines ihrer Teile überflüssig ist. Weder das Kläppchen mit dem Köder, die Achse auf der es gelagert ist, noch das Grundbrett, noch der Bügel, die Feder, die Stange, welche die Feder gespannt hält noch die Öse am Köderkläppchen, in welche man sie einhakt kann man wegnehmen, ohne dass die Mausefalle ihre Funktionsfähigkeit verliert. Das Einzige, über das man diskutieren könnte, wären die kleinen Krampen, die als Lager für den Bügel dienen, die man vielleicht durch an das Grundbrett angearbeitete Lagerböcke ersetzen könnte. Diese müsste man aber streng genommen dann doch wieder als eigenständige Funktionselemente sehen, so wie eigentlich auch die Bohrungen im Grundbrett, durch welche die Achse des Köderkläppchens führt, als Lager und somit als funktionelle Komponenten angesehen werden könnten.

 

Mausefalle

Was hat eine Mausefalle gemeinsam mit...

   Umgekehrt kann man jedoch die Achse und die Öse des Köderkläppchens auch als Formelemente desselben auffassen so wie man ihre und die Lager des Bügels als zur Grundplatte gehörig betrachten kann. Das vereinfacht die Betrachtung und man erhält mit Grundbrett, Köderkläppchen, Bügel, Feder und Haltestängchen fünf Elemente einer Mausefalle, von denen man keines entfernen darf, wenn die Mausefalle ihre Funktionsfähigkeit behalten soll. Mit anderen Worten: Die Mausefalle ist irreduktibel komplex.

Wie entstehen irreduktibel komplexe Systeme?

   Mindestens genauso interessant wie sich den Kopf über die strukturell-konstruktiven Feinheiten bei der Betrachtung der Funktionselemente einer Mausefalle zu zerbrechen ist jedoch eine andere Überlegung: Es wurde ja festgestellt, dass man von einer existierenden Mausefalle kein einziges Teil entfernen darf, ohne dass sie ihre wichtigste Eigenschaft verliert, die auch ihren Sinn und Zweck ausmacht: Mäuse fangen zu können. Das impliziert jedoch, dass diese Teile sämtlich vorhanden sein müssen, wenn man eine Mausfalle machen will.

   Tatsächlich entsteht eine Mausefalle, indem ihre Einzelteile angefertigt und dann montiert werden. Und derjenige, der sie erfunden hat, musste sich natürlich diese Teile und ihre Anordnung ausdenken. Diese banale Beispiel zeigt einen wichtigen Sachverhalt im Bezug auf irreduktibel komplexe Systeme auf: Damit ein solches System entstehen kann, müssen sämtliche Einzelteile existieren und zusammengefügt werden.

Irreduktibel komplexe Systeme in der Natur

   Auch in der Natur gibt es irreduktibel komplexe Systeme und zwar auf verschiedenen Ebenen bis hinunter zu Einzelteilen von Zellen. Gerade hier, auf der molekularen Ebene finden sich einige hochinteressante Beispiele wie etwa der rotierende Flagellumantrieb, den manche Bakterien besitzen. Er funktioniert wie ein Elektromotor und besitzt buchstäblich Stator, Rotor, eine Welle und Lager. Aufgrund elektrischer Kräfte dreht sich der Rotor dieses „Nanomotors“. Seine Welle versetzt das Flagellum in Rotation, wodurch dieses wie eine Schiffsschraube wirkt und für Vortrieb sorgt.

Molekularmotorle01

... diesem Flagellum-Antrieb, den man bei Bakterien finden kann? Ganz einfach: Beide sind irreduktibel komplexe Systeme

 

  Dieser kleine Motor sieht in der Tat aus, als wenn er nicht nur konstruiert, sondern auch noch von einem Ingenieur für Produktionstechnik auf einfache und kostengünstige Fertigung optimiert worden wäre: Er besitzt kein einziges überflüssiges Teil.

Ein Rätsel der Evolution

   Nach der Evolutionstheorie entstehen Neuerungen und Modifikationen an lebenden Organismen durch Zufall und haben Bestand, wenn sie einen Vorteil beim Überleben bringen. Eine Veränderung, die keinen Vorteil bringt, wird in der Regel ausgemerzt, weil sie meist einen Nachteil bedeutet.

   Das wiederum bedeutet jedoch, dass alle Teile des Flagellum-Antriebs und der genetische Plan, nach dem sie zusammengesetzt werden, gleichzeitig entstanden sein müssen. Nur alle Teile gemeinsam und in der richtigen Anordnung „montiert“ ergeben einen funktionsfähigen Schraubenantrieb. Da nun Evolutionstheorien in der Tradition von Darwin intelligentes Design, also eine schöpferische Kraft hinter der Entwicklung unserer Welt, von vorne herein ausschließen, geben solche irreduktibel komplexe Systeme der Wissenschaft Rätsel auf.

   Würde nur ein Teil dieses irreduktibel komplexen Systems fehlen, wäre es sinnlos und somit unnötiger Ballast. Dieser jedoch würde die Überlebensfähigkeit verschlechtern anstatt sie zu verbessern. Nach den bisher für gültig gehaltenen Regeln der Evolution müsste ein Bakterium mit einem unvollständigen Flagellum-Antrieb wieder verschwinden. Da es aber unzweifelhaft existiert, muss es auch irgendwie entstanden sein. Man darf also gespannt sein, ob und wie sich die Entstehung solcher Systeme - die in der Natur durchaus nicht selten sind - eines Tages erklären lässt, ohne den seit Darwin gültigen prinzipiellen Ansatz aufzugeben, dass sich unser Universum ohne Annahme einer schöpferischen Kraft zufällig entwickelt hat.

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14. Mai 2011 6 14 /05 /Mai /2011 12:04

Ich weiß ja nicht, ob das in anderen Städten auch so üblich ist, aber bei uns hat die Stadtgärtnerei im Frühjahr eine bemerkenswerte Aktivät entwickelt, deren Sinn sich mir nicht so ganz erschließen will: Mitarbeiter zogen mit Kettensägen und ähnlichen Instrumenten los, um allerhand Gehölze zu verstümmeln, zum Beispiel auch am Sauerbach, der wie viele Bäche von heckenartigen Gehölzen begleitet wird.

 

Kahlschlag am BachFlurfrevel am Bach auf behördliche Anordnung: Solche Maßnahmen kosten Geld und sind eher schädlich als nützlich.

 

   Ich bin ja selbst Baumwart bzw. wie sich das heute nennt "Fachwart für Obst und Gartenbau" und weiß daher, dass man Obstgehölze um des Ertrages und Ziergehölze um des Ausssehens willen zurechtschneidet. Ich weiß auch, dass man Bäume an Straßen öfter einmal fällt oder ihrer Äste beraubt, um angeblich die Verkehrssicherheit zu erhöhen. In meiner Heimatstadt Heidenheim habe ich es zweimal erlebt, dass Bäume mit derartigen Begründungen gefällt wurden - und jedesmal gab es kurz darauf Straßenbaumaßnahmen, denen diese Bäume im Wege gestanden wären. Nicht schön, die Bürger im Vorfeld so anzulügen, aber immerhin nachvollziehbar.

Hat die Stadt zuviel Geld?

    Was ich nun aber nicht nachvollziehen kann, ist dass man in Zeiten knapper Kassenlage (so knapp, dass Kinder in der Schule mit zehn Jahre  alten Schulbüchern arbeiten müssen und öffentliche Wege nicht mehr sauber gehalten werden können) in meiner Wahlheimat Aalen/Württ. Geld dafür hat, Gehölze weitab begangener Wege "auszulichten" (im Klartext: zu verstümmeln). Ich bin mit der Natur vertraut und ich weiß, dass eine Feldhecke nicht stirbt, wenn man sie auf den Stock setzt, also ratzekahl abschneidet, aber die Wurzeln im Boden lässt. Allerdings ist dies außer aus Gründen einer etwas fragwürdigen Vorstellung von Optik überhaupt nicht notwendig - sprich: ein alter Zopf und allenfalls etwas für Leute, die nichts besseres zu tun haben. Wenn auch unsere Landschaft schon lange keine Natur- sondern eine Kulturlandschaft ist, die sich nicht selbst regeln, sind doch Feldhecken und ähnliche Strukturen gewissermaßen kleine Naturinseln, die für sich alleine und ohne menschlichen Eingriff funktionieren. Schließlich bilden sie sich ja auch ganz von alleine, ohne dass man etwas dazu tun muss.

  Wie bereits gesagt, bringt man eine Feldhecke durch dümmliches Stutzen nicht um. Allerdings kann sie in der Zeit, bis sie nachgewachsen ist, ihre ökologischen Aufgaben nur eingeschränkt erfüllen. Im Klartext: Man beschädigt damit Nistplätze für Vögel, beschneidet den Lebensraum für alle möglichen weiteren Tier- und Pflanzenarten und vermindert die Funktion der Hecke als Schall-, Wind- und Sonnenschutz. Das ist vor allem an Wasserläufen bedenklich, da die Gehölze hier ja Bestandteil von besonders wertvollen Feuchtbiotopen sind - unweit von der oben abgebildeten Stelle konnte ich sogar einmal einen Eisvogel beobachten. Und nicht zuletzt sieht es bescheiden aus und beschädigt damit das Landschaftsbild.

Und was ist mit dem CO2? 

  Wie man weiß bin ich ja kein Adept der Klimareligion. Kommunale Politiker und Beamte müssen es wie alle öffentlichen Handaufhalter aber per Dienstauftrag sein, denn so wollen es die Dogmatiker in Berlin und Brüssel. Unter dem Paradigma des Treibhauseffektes ist nun aber auch das Entfernen von Gehölzen klimaschädlich: Wie jedes Kind weiß, entsteht Pflanzenmasse aus dem C02 der Luft, bindet dieses also. Je mehr Holz da ist, umso mehr neues Holz ensteht wie jeder Forstwirt weiß und umso mehr CO2 wird gebunden, welches dann nicht mehr als böses, böses Treibhausgas das Klima ruinieren kann. Wenn man nun also Gehölze abschneidet, erhöht man logischerweise den CO2-Gehalt der Luft und tötet damit womöglich mehr Eisbären als mit dem Gebrauch von Glühlampen anstatt von Giftbirnen, Verzeihung, Energiesparlampen.

  Das aber nur am Rande. Der eigentliche Punkt ist, dass das Zusammenschnippeln von Gehölzen wie zum Beispiel am Sauerbach, wo ich manchmal mit meinem Hund Spazieren gehe, unnütze Geldverschwendung und eher schädlich als nützlich ist. Warum man es tut, kann ich nur vermuten: Man muss wohl die kommunalen Arbeiter beschäftigen, möchte sich aber deren Gemaule nicht anhören, wenn man sie zum Dreckaufklauben schickt, was sinnvoller wäre. 

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30. April 2011 6 30 /04 /April /2011 09:50

Vordergründig gilt bei uns die Evolution als „wissenschaftlich erwiesene" Tatsache, obwohl es berechtigte wissenschaftliche Zweifel daran gibt.

Anders als zum Beispiel in den USA werden Evolutionsskeptizismus und Kreationismus in der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland bislang praktisch vollständig ausgeblendet. Darwins Theorie – an der übrigens sogar er selbst zweifelte – wird im Biologieunterricht zum Beispiel so dargestellt, als wenn sie auf so sicheren Füßen stünde wie etwa Newtons Überlegungen zur Schwerkraft. Auch populärwissenschaftliche Publikationen behandeln die Evolution in aller Regel quasi als Tatsache.

Wissenschaft und Wissenschaftsgläubigkeit

Die meisten Menschen leben in dem Irrglauben, dass es „wissenschaftlich erwiesene“ Tatsachen gibt. In Wirklichkeit jedoch ist gerade das Zweifeln an offenkundig Selbstverständlichem das eigentliche Wesen der Wissenschaft. Bei näherem Hinsehen sind es tatsächlich auch oft ausgerechnet Wissenschaftler, die der Ansicht sind, dass sich unsere heutige Welt nicht aus dem Nichts entwickelt haben kann, sondern von so etwas wie einem Schöpfergott geschaffen worden sein muss.

Das Problem des Kreationismus besteht weniger darin, dass etwa die Evolutionstheorie wissenschaftlich „wasserdicht“ wäre, sondern darin, dass die Annahme einer höheren Macht, eines Gottes sich schlecht mit unserer Auffassung von Wissenschaft verträgt. Die wissenschaftliche Tradition der Aufklärung verlangt mehr oder weniger, dass für alle Phänomena unserer Welt „natürliche“ Erklärungen gefunden werden, ein Gott darf nicht denknotwendig sein.

Zweifel an der Evolutionstheorie

Wer glaubt, dass sich ernsthafte Kreationisten lediglich auf die Bibel oder andere religiöse Quellen stützen, irrt sich gewaltig. Was in der Bibel steht, muss geglaubt werden, als Grundlage für naturwissenschaftliche Beweise eignet es sich nicht. Selbstverständlich kann man sich ein auf Glauben beruhendes Weltbild schaffen und damit sein Leben gelingen lassen. Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Evolutionszweifeln und Kreationismus muss jedoch von wissenschaftlich stichhaltigen Fakten ausgehen.

Tatsächlich ist bei näherem Hinsehen die Schöpfungsgeschichte auch nicht abenteuerlicher als die Evolutionstheorie. Das berühmte Missing Link, das fehlende Bindeglied zwischen dem Menschen und seinen affenartigen mutmaßlichen Vorfahren ist nicht das einzige seiner Art: An den entscheidenden Stellen von angenommenen Entwicklungen fehlen immer wieder Zwischenformen, welche zeigen, wie „Neuentwicklungen“ der Natur entstanden sind. Im Biologieunterricht in der Schule wird zum Beispiel ganz nonchalant gelehrt, dass die Scheren eines Hummers das umgebildete vorderste der vier Gliedmaßenpaare darstellen, die bei Krebs- und Spinnenartigen vorhanden sind. Ganz genauso verhält es sich bei den Flügeln der Fledermäuse. In beiden Fällen wartet man bisher jedoch noch auf die Entdeckung fossiler oder noch lebender Tiere, welche die Zwischenstufen darstellen, die es ja gegeben haben muss. Noch spannender wird es übrigens bei jenem Frosch, dessen Weibchen seinen Magen für die Dauer der Brut gewissermaßen zur Gebärmutter zweckentfremdet.

Ungereimtheiten der Evolutionstheorie

Eine langsame Entwicklung beispielsweise einer Vordergliedmaße zu einem Flügel über Zwischenstufen ist aber auch aus einem anderen Grund sehr fragwürdig: Es müsste jede Menge Generationen von Tieren gegeben haben, bei denen die Vordergliedmaßen bereits keine Beine, aber auch noch keine Flügel waren. Solche Gliedmaßen hätten die betreffenden Tiere aber jedoch behindert anstatt ihnen einen Vorteil beim Überleben zu geben. Schließlich ist die Evolution ja definitionsgemäß das „Survival of the Fittest“, das Überleben des Tüchtigsten. Ein Tier mit Vordergliedmaßen, die nicht mehr zum Laufen oder Greifen, aber auch noch nicht zum Fliegen taugen, kann diesen Anspruch schwerlich erfüllen.

Dass die Umbildung vom Vorderbein zum Flügel schlagartig durch eine Mutation stattgefunden hat, ist jedoch ebenfalls nicht gut denkbar: Eine Mutation ist Folge eines Kopierfehlers und es ist sehr unwahrscheinlich, das durch einen solchen etwas sinnvolles entsteht. Mutationen von höheren Lebewesen, die durchaus vorkommen sind praktisch immer Wesen mit Fehlbildungen.

Dazu kommt, dass einzelne Gene in der Regel für verschiedene Dinge „zuständig“ sind, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Aus diesem Grunde gehen auch die Versuche, mit Hilfe eines als Merle-Faktor bekannten Defektgens bläuliche Hunde zu züchten: Neben dem erwünschten blaugrauen Fell weisen die bedauernswerten Produkte derartiger züchterischer Versuche hochgradige angeborene Seh- und Hörschäden auf.

Tatsächlich gibt es unbestreitbar Evolutionsmechanismen: Man kann immer und überall Tiere beobachten, die sich an bestimmte Umweltbedingen angepasst sind und sich von Artgenossen oder nahen Verwandten aus anderen Lebensräumen unterscheiden: Die gegenüber von Wölfen aus warmen Gegenden deutlich massigeren Polarwölfe, die auch ein an ihre Lebensbedingungen angepasstes Fell besitzen, Schimpansen, die je nach Angebot des jeweiligen Lebensraum pflanzliche oder tierische Nahrung aufnehmen, Schwimmhäute bei bestimmten Hunderassen und vieles mehr.

Auch die Zurückentwicklung eines fünfzehigen Fußes zu einem zwei- oder einzehigen Fuß eines Huftieres ist nachvollziehbar und ohne weiteres als wahrscheinlich anzusehen. Die Umbildung zu ganz neuen Dingen wie den Flügeln der Fledermäuse, den Scheren von Hummern und anderen Krebsen oder die Verwandlung einer Schuppe in eine Feder sind hingegen wesentlich unwahrscheinlicher, schon daher, da nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik alles zur Unordnung strebt und Ordnung nur durch den Einsatz von Energie erzeugt werden kann.

Ungereimtheiten in der Erdgeschichte

Auch in der Erdgeschichte gibt es Dinge, die bei näherem Hinsehen recht hanebüchen sind. Es wurden beispielsweise laut dem Autor Hans-Joachim Zillmer schon fossile Baumstämme gefunden, die vertikal durch die Gesteinsschichten von vielen Jahrtausenden Erdgeschichte ragten. Schwer vorstellbar, dass ein toter Baum stehenbleibt, bis er im Staub der Äonen versunken ist. Die vor Darwin übliche Erklärung, dass Gesteinsschichtungen und -formationen durch gewaltige Naturkatastrophen entstanden seien, ist hier schon plausibler.

Ohne sich als Kreationist zu outen, bezweifelt Zillmer das etablierte Bild der Erdgeschichte. Er führt Paradoxien an, wie Saurierspuren, die mit menschlichen Fußabdrücken in ein und derselben geologischen Schicht und zeigt wie zum Beispiel neue Bachläufe bei Naturkatastrophen innerhalb von wenigen Stunden entstehen und dann genauso aussehen, wie solche,die sich im Laufe von Jahrmillionen entwickelt haben sollen.

Zillmer ist nicht der Einzige, der das etablierte Bild der Erdgeschichte sehr skeptisch betrachtet. Wissenschaftler geben in der Regel auf Nachfragen zögerlich oder bereitwillig zu, dass die Evolutionstheorie eben lediglich eine Theorie ist und durchaus hinterfragt werden kann - was gegen allen Mainstream heute auch zunehmend geschieht. Genau das ist ja auch das Wesen der Wissenschaft und daher besteht das eigentliche Problem mit ihr darin, dass sie von Menschen, die nicht viel von Wissensschaft verstehen, für „bewiesen“ gehalten wird.

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