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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

19. Dezember 2008 5 19 /12 /Dezember /2008 20:00

Fantasy ist ein Genre, welches derzeit eine recht große Anzahl von Lesern anspricht. Es gibt hier sehr unterschiedliche Richtungen; beileibe nicht alles, was unter diesem Oberbegriff in den Regalen der Buchhandlungen zu finden ist, steht in der direkten Tradition von J.J.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe". Es gibt die unterschiedlichsten Welten, nicht überall sind Zwerge, Orks und Trolle notwendige (Mit-)Akteure, manchmal spielen die Geschichten in unserer Welt und setzen gar auf bekannte Sagen auf, wie bei Marion Zimmer Bradley, dann wieder ist eine hypothetisches Zeitalter unserer Welt der Hintergrund, wie bei den Conan-Geschichten, ein andermal ist es eine komplette alternative Welt, wie die Vergessenen Reiche auf dem Planeten Abeir-Toril, die den Hintergrund der Geschichten um Drizzt Do'Urden, Bruenor Heldenhammer sowie ihre Freunde und Widersacher bildet.

 Etwas ganz besonderes jedoch sind die Scheibenwelt-Romane des englischen Autors Terry Pratchett: Das Ambiente, vor dem diese spielen, entspricht den gängigen Fantasy-Klischees, die Geschichten selbst jedoch halten vor allen Dingen der real existierenden Welt, der Rundwelt, einen satirischen Spiegel vor.

 

Terry Pratchett schreibt Fantasy, die sich äußerlich an den gängigen Klischee orientiert, in Wirklichkeit aber brilliante Satire auf die reale Welt ist (Bild: Artur Machlowski, lizensiert nach GNU FDL)

 

Die Welt

 Die Scheibenwelt besitzt verschiedene Länder und Kontinente, die mit ihren Bewohnern und Kulturen im wesentlichen mit denen unserer Welt korrespondieren. Allerdings sieht sie so aus, wie man sich die Welt in der Antike vorstellte: Eine Scheibe, die auf vier enormen Elefanten ruht, welche ihrerseits auf dem Rücken einer gewaltigen Schildkröte stehen, die sich gemächlich durch das Weltall bewegt. Ein weiterer Unterschied zu unserer Rundwelt besteht darin, dass es dort Magie gibt, welche gewissermaßen als zusätzliche Naturkraft fungiert und als solche auch mit mehr oder weniger brauchbaren Ergebnissen genutzt wird. Im Grunde erklären sich die Besonderheiten der Scheibenwelt, wie z.B. die Existenz einer achten Spektralfarbe, dem Oktarin, oder die Tatsache, dass auch Gegenstände ein Bewusstsein haben können, alle aus dem einfachen Umstand der Anwesenheit von Magie.

 Magie und Zauberei nehmen auf der Scheibenwelt die Stelliung ein, die bei uns Naturwissenschaft und Technik inne haben: Sie lösen die Probleme der Menschen - einschließlich derer, die man ohne sie gar nicht erst hätte. Wo Technik eingesetzt wird, gleicht sie der Technik des Steampunk und/oder ist mit Magie verbunden.

 Ansonsten ist die Scheibenwelt genauso bunt und chaotisch wie die Rundwelt. Erschaffen wurde sie vom "Schöpfer" einem rattengesichtigen Mann, der aber keineswegs derjenige Gott ist, welcher unsere Rundwelt erschaffen hat. Der Schöpfer erschuf die Scheibenwelt ungefähr zu der Zeit, als Gott unsere Welt erschuf. Dabei musste allerdings gespart werden, was man der Scheibenwelt nach Ansicht von Terry Pratchett auch anmerkt. Auf der Scheibenwelt gibt es ein Menge Götter, die allesamt existieren, weil man an sie glaubt.

 

Scheibenwelt-Logik

 Interessanterweise lassen sich auch die skurilsten Vorgänge und Gegebenheiten auf der Scheibenwelt mit stringenter Logik erklären, wenn man die durch die Anwesenheit von Magie verursachten Abweichungen von der herkömmlichen Physik berücksichtigt. Solche Zusammenhänge erklärt Terry Pratchett oft in den für ihn typischen Fußnoten, in denen er überdies auch andere Hintergrundinformationen gibt. Die typische Scheibenwelt-Logik lässt darauf schließen, dass Pratchett recht gut darüber Bescheid weiß, wie Wissenschaft funktioniert. Zum Beispiel ist ganz klar, dass Trolle - zumindest in einer primitiven Weise - denken können, da sie aus Stein und damit aus SIlizium sind. Und dass Silizium denken kann, erkannt man daran, dass es für die Prozessoren unserer Computer verwendet wird. Genauso leicht lässt sich auch das Phänomen erklären, dass Trolle umso dümmer sind, je wärmer es ist: Damit Silizium gut denken kann, muss es kalt sein, wie schließlich jeder weiß, der schon einmal gesehen hat, was passiert, wenn der Prozessor seines Computers zu warm wird.  Ebenfalls vollkommen logisch ist, dass, als der Weihnachtsmann einmal nicht kann, der Tod seinen Job übernehmen muss, da außer jenem eben nur er die Fähigkeit hat, außerhalb der Zeit zu agieren um all die vielen Orte fast gleichzeitig zu besuchen. (abgesehen von bestimmten Mönchen, die ebenfalls in ihrer eigenen Zeit leben können - aber das is teine gan zandere Geschichte.

 Wie in vielen Fantasy-Welten gibt es auch bei Terry Pratchett zusätzliche Dimensionen, die neben der realen Welt - was auch immer das sein mag - existieren, zum Beispiel die Kerkerdimensionen, die so unerfreuliches wie "Dinge mit Tentakeln" enthalten und daher streng abgeschottet bleiben müssen.. Das wiederum ist ein Beispiel für Pratchetts typische, knappe Anspielungen, die trotzdem den Leser über den jeweiligen Sachvejhalt ins Bild setzen. Das geht soweit, dass Pratchett heir und da sogar obszöne Sachverhalte umschreiben kann ohne obszön zu werden. An einer Stelle z.B. geht aus einer Unterhaltung genau hervor, dass ein Indianer "Zwei f...ende Hunde" heißt, ohne dass dies wörtlich gesagt wird.

 

Personen und Orte

Die Romanen der Scheibenwelt lassen sich in etwa nach den Personen einteilen, die in ihnen agieren. So gibt es Romane, die sich mit Oma Wetterwax befassen, einer Hexe aus dem mittelalterlich anmutenden Königreich Lancre in den Spitzhornbergen, wo man Knieweich trinkt, ein übles alkoholisches Gebräu, das einen möderischen Kater hinterlässt. Ein anderer Held ist Rincewind, ein "Zaubberer", der so schlecht ist, dass er noch nichteinmal die Bezeichnung seines Berufes richtig schreiben kann, wie man dem Schild entnehmen kann, das er an seinem Hut trägt. Es gibt auch Romane um den Tod, der eigentlich gar keine so unsympatische Figur ist.

 Die größte Stadt der Scheibenwelt, Ankh-Morpork (das stark an das viktorianische London, aber manchmal vielleicht auch ein wenig an New York oder Los Angeles erinnert), ist unter anderem der Schauplatz von Geschichten um Samuel Mumm und seine Leute. Er ist der Kommandeur der Wache und hat aus dem ehemals verlotterten Haufen eine schlagkräftige Polizeitruppe gemacht. Er muss darauf achten, dass möglichst alle Ethnien, die in Ankh-Morpork leben, auch in der Polizei vertreten sind. Daher trifft man dort Typen wie Karotte Eisengießersohn, denn zwei Meter großen Adoptiv-Zwerg, seine Lebensgefährtin, die Werwöffin Angua und den Troll Detritus, dessen aus einer Belagerungswaffe selbst gebaute Armbrust nicht nur von seinen Gegnern, sondern wegen gewissen Kollateralwirkungen auch von seinen Mitstreitern gefürchtet wird.  Als trockener Alkoholiker, von Selbstzweifeln geplagt, aber doch stets bestrebt, seine Welt zu einem wenigsten etwas besseren Ort zu machen, erinnert Mumm übrigens stark  an einen gewissen Typ Kriminalkommissar, den man in der moderneren Krimiliteratur öfter einmal findet.

  

Terry Pratchett mit seinem Markenzeichen, dem berühmten schwarzen Hut auf der Elf Fantasy Fair in den Niederlanden (Bild: Stefan Servos, lizensiert nach GNU FDL)

 

 Die Scheibenwelt-Enstprechung unseres Fernen Ostens ist das Achatene Reich. Von hier kommt Zweiblum, ein Tourist, der mit Rincewind haarstäubende Abenteuer zu bestehen hat. Es passiert ihm aber nie etwas, da er felsenfest überzeugt ist, "nur Tourist" zu sein und daher mit den jeweiligen Ereignissen nichts zu tun haben kann. Das Land Klatsch entspricht unserem Nahen und Mittleren Osten. Von dort kommt der berühmte klatschianische Kaffee, der "knurd" macht. "Knurd" ist das Gegenteil von betrunken, ein leider unübersetzbares Wortspiel mit "drunk", welches Pratchett wohl aus dem amerikanischen Studentenslang übernommen hat. Eine Erklärung der Herkunft des gleich ausgesprochenen Wortes "Nerd" geht nämlich auf diese Umkehrung von "drunk" zurück, womit Leute bezciehnet wurden, die sich nur für ihr Studienfach und nicht für Frauen und Alkohol interessieren. Nach Pratchett ist "knurd" Sein nicht etwa Nüchternheit, sondern eine Art negativer Rausch, die einen alles übersteigert klar und entsprechend pessimistisch sehen lässt.

 Neben diesen und anderen "Helden" gibt es eine Reihe von Nebenfiguren, die immer mal wieder auftauchen und stellenweise sogar Bedeutung für die eigentliche Story des Romans haben. Da gibt es zum Beispiel Lord Vetinari, den Patrizier von Ankh-Morpork, eine Art regierender Bürgermeister, der autokratisch regiert und sich selbst freimütig als Tyrann (im ursprünglichen Wortsinn) bezeichnet. Er stammt aus der Assassinen(Auftragsmörder)-Gilde und ist immer über alles genauestens orientiert was in der Stadt vorgeht. Er ist zwar absolut skrupellos, aber keineswegs korrupt und wirtschaftet auch nicht in die eigene Tasche, sondern regiert lediglich Ankh-Morpork so, wie es seiner Überzeugungnach regiert werden muss.

 Eine Gestalt, die einem immer wieder begegnet ist Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin-Schnapper, eIn Geschäftsmann, der stets todsichere Geschäftsideen hat und den Rest seiner Zeit damit verbringt, sein Schulden aus eben diesen Geschäftsideen abzuarbeiten. Dazu verkauft er in Ankh-Morpork Würstchen, von denen man lieber nicht wissen will, was darin enthalten ist. Manche Nebenfiguren gehören direkt zum Umfeld der Hauptpersonen, so etwa Lady Sibyl Käsedick, die immens reiche Ehefrau von Sam Mumm. Eine Freundin Oma Wetterwax, ist Nanny Ogg, ebenfalls Hexe von Beruf, aber im Gegensatz zu Esmeralda "Esme" Wetterwax mit einer reichen Nachkommenschaft gesegnet und irdischen Freuden wie Pfeiferauchen, Essen, Bier und (in jüngeren Jahren?) gutem Sex sehr zugetan. Sie besitzt einen absolut bösartigen, alten Kater namens Greebo und ist auf ihre Art genauso fähig in ihrem Job als Hexe wie die eher asketische und perfektionistische Oma Wetterwax. Die Aufgabe der Hexen auf der Scheibenwelt besteht nämlich darin, mit der praktisch angewandten Magie Unbill magischer und nichtmagischr Art von den Menschen fern zu halten

 Die Arbeit der (männlichen) Zauberer ist eher theoretischer Natur. Sie halten sich hauptsächlich in der Unsichtbaren Universität in Ankh-Morpork auf, wo sie magischen Forschungen nachgehen. Die meisten sind aber hauptsächlich dort, weil es für die Professoren fünf warme und reichliche Mahlzeiten am Tag sowie warme Zimmer mit weichen Betten gibt. Die Unsichtbare Universität heißt so, weil sie nur zum Teil sichtbar ist, da sich Teile von ihr in anderen Dimensionen befinden. Besonders magisch ist die Bibliothek, wo es Bücher gibt, die an den Regalen festgekettet sind - und zwar nicht aus Gründen des Diebstahlschutzes, sondern um Gefahren zu vermeiden, die von derartigen Büchern ausgehen. Abgesehen davon, dass solche Bücher Zähne und Klauen aufweisen sowie explodieren können, muss man bei manchen aufpassen, dass man nicht von dem Buch gelesen wird, anstatt das man es liest.

 In der Bibliothek residiert eine der beliebtesten Personen der Scheibenwelt, der Bibliothekar. Er ist derzeit ein Orang Utan. Er war zwar einmal ein Mensch, wurde aber bei einem magischen Unfall verwandelt. Weil ihm das neue Äußere aber gewisse Vorteile bei seiner Arbeit (vier Hände und gute Kletterfähigkeiten sind für Bibliothekare vorteilhaft) und bei Schlägereien in seiner Stammkneipe in den Schatten (den Slums von Ankh-Morpork) bringt, lehnt er es standhaft ab, sich zurück verwandeln zu lassen. Immer wieder spielt der Bibliothekar auch eine Rolle, weil er bestimmte Probleme lösen kann, die eben nur ein Bibliothekar lösen kann: Zum Beispiel weil er Zugang zum B-Raum hat, eine multidimensionalen Raum, über den alle Bibliotheken aller Welten und aller Zeiten des Multiversums miteinander verbunden sind.

 Im Grunde stehen alle Personen, die in den Scheibenwelt-Romanen auftreten zumindest über ein paar Ecken in Verbindung, sei es, dass zwei Personen lediglich beide Rincewind den "Zaubberer" kennen, der in allen möglichen und unmöglichen Ecken der Scheibenwelt herum kommt. Manchmal werden auch Personen erwähnt oder treten kurz auf, die in jeweils anderen Büchern eine größere Rolle spielen.

 

Die chronologische Ordnung der Bücher und ihre Entwicklung

Grundsätzlich hat jeder Scheibenwelt-Roman eine abgeschlossene Handlung. Trotzdem gibt es darin Sequenzen, Gruppen von Büchern, die chronologisch aufeinander folgen und die man daher am besten in der richtigen Reihenfolge liest. Zwischen den einzelnen Sequenzen kann man durchaus hin- und herspringen, was auch für ein wenig zusätzliche Abwechslung sorgt und einen schnelleren Überblick schafft.

 Am Anfang lohnt es sich durchaus, beim Schmökern das Lexikon "Die Scheibenwelt von A-Z" zur Hand zu haben. Darin werden - auf die übliche witzige Art der Fussnoten in den Romanen - viele Sachen erklärt, die zum besseren Verständnis der Gags dienen, zum Beispiel, was ein Selbstwürzer ist und wo der Ort liegt, an dem nie die Sonne scheint.

 Die Scheibenwelt ist so schlüssig aufgebaut, dass sich das Lesevergnügen an den Scheibenwelt-Büchern mit der Anzahl der Bücher steigert, die man liest. Je mehr man nämlich gelesen hat, um so mehr wird man auf der Scheibenwelt heimisch sein und immer mehr Anspielungen und Bezüge immer besser verstehen. Daher ist am Anfang eben auch das erwähnte Lexikon hilfreich, welches man später dann weniger und weniger brauchen wird.

 Was sich auf jeden Fall lohnt, ist, die Bücher in etwa der Reihenfolge zu lesen, in der sie erschienen sind. Es gibt nämlich eine interessante Entwicklung innerhalb der Romane: Am Anfang nimmt Pratchett frisch und frech lediglich ganz allgemein alle möglichen menschlichen Schwächen, die Gesellschaft und ihre Systeme aufs Korn, Bücher wie "Die Farben der Magie" und "Total verhext" etwa gehören hier her. Neben der Verarbeitung klassischer Stoffe, wie Shakespears Sommernachtstraum in "Lords und Ladies" oder Goethes "Faust" in "Eric" nimmt sich Pratchett später auch kulturelle Themen vor, wie etwa den Rock'n Roll in "Rollende Steine" und das Zeitungswesen in "Die volle Wahrheit".

Es kommt aber noch besser: Ohne dass das Lesevergnügen leidet, haben die neueren Scheibenwelt-Romane ernste Hintergründe und zeigen Problematiken unserer realen Welt auf: "Weiberregiment" etwa ist ganz klar ein Antikriegsbuch, "Klonk" befasst sich mit der Multikulti-Problematik und "Ab die Post" mit den Machenschaften großer Konzerne und den Verflechtungen zwischen Wirtschaft und organisierter Kriminalität. Pratchett adaptiert hier reale Sachverhalte so gut auf die phantastischen Gegebenheiten der Scheibenwelt, dass jeder genau weiß, was gemeint ist. Genaugenommen gehört aber auch eines der allerersten Scheibenwelt-Bücher in diese Kategorie: Das "Erbe des Zauberers" nämlich befasst sich im Wesentlichen mit der Gleichberechtigung der Frau.

 Eine gewisse Sonderstellung nimmt der Zyklus "Die Gelehrten der Scheibenwelt" ein. Diese Bücher hat Pratchett zusammen mit zwei Wissenschaftlern geschrieben. Innerhalb einer Rahmenhandlung, erfährt der Leser hier eine Menge darüber, wie Wissenschaft funktioniert und über die Evolutionstheorie.

Englisch oder Deutsch?

Leider gehen bei der Übersetzung ins Deutsche viel Feinheiten des typischen Wortwitzes von Terry Pratchett verloren. Wer gut genug Englisch kann, sollte die Bücher daher am besten im Originaltext lesen. Aber auch wer das nicht kann, wird an der Scheibnewelt seine helle Freude haben, denn trotz der "Übertagungsverluste" bleibt noch allemal genug vom typischen Flair der Scheibenwelt übrig um sie unbedingt lesenswert zu machen.

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Published by Fokko - in Lesen
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15. Dezember 2008 1 15 /12 /Dezember /2008 15:44

Was hat Lesen mit Selbstversorgung zu tun? Ganz klar, würde manch einer sagen: Selbstversorger brauchen eine Menge KnoHow und das findet man vor allem in Büchern, Zeitschriften und natürlich auch im Internet, wobei das letztere heutzutage viele Informationen - auch für Selbstversorger - in Form von Videos liefert. Ich gehe aber noch ein Stückchen weiter: Nicht nur das Lesen von Fachbüchern, sondern auch von Belletristik, also Romanen und dergleichen, passt gut zur Philosophie der Selbstversorgung.

 

Faszination Buch: Eine uralte und einfache "Technologie" - aber trotzdem immer aktuell

 

 Vor vielen Jahren - Computer hießen damals noch "Elektronengehirne" und waren riesige Kästen - las ich einmal in einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift eine Glosse: Sie beschrieb in hochtechnischem Slang eine alternative Methode zur Datenspeicherung und -anzeige für jedermann. Erst am Schluss wurde einem klar, was der Autor meinte, wenn er von zellulosehaltiger Folie sprach, auf der die Informationen mit Hilfe von amorphem Kohlenstoff aufgebracht würden und von einem Klappmechanismus, der die Informationen für den Betrachter wie auf einer Art Bildschirm sichtbar mache. Dann wurde nämlich der Namen dieser famosen Erfindung genannt: "Beweglicher Universeller Computerunabhängiger Heimdatenspeicher", kurz B.U.C.H.

 

Genial einfach - einfach genial

 Und genau das ist ein Buch nämlich in der Tat. Es ist tragbar und braucht keinerlei Energieversorgung, man kann es daher überall hin mitnehmen und benutzen: auf der Jagd, beim Angeln, beim Baden im See, in öffentlichen Verkehrsmitteln und an tausend weiteren Orten. Und überall liefert es uns sowohl alphanumerische als auch grafische Informationen (das ist hochgestochenes Fachchinesisch für "Text und Bilder") oder es unterhält uns ganz einfach. Dabei erfüllt es eine wichtige Anforderung, die man als Selbstversorger an die Dinge stellt, mit denen man umgeht: Es ist einfach, funktionssicher und arbeitet autark. Darüber hinaus können wir beim Lesen auch noch selbst die Geschwindigkeit steuern, mit der die Informationen kommen, beliebig Pausen machen und Passagen wiederholen - ganz ohne auf irgendwelche Knöpfe drücken zu müssen.

 Es gibt aber noch einen weiteren Selbstversorger-Aspekt beim Lesen: Wenn man einen Roman liest, läuft die Handlung im eigenen Kopf als eine Art Film ab. Und man selbst ist Regisseur, Bühnenbildner und Kameramann. So gesehen ist Lesen also durchaus auch kreativ und genau genommen lässt man sich beim Ansehen eines Filmes die kreative Arbeit des bildlichen Ausgestaltens der Handlung - und damit den Spaß daran - vom Filmteam abnehmen.

 Dass wir uns nun nicht falsch verstehen: Auch ich sehe mir gerne mal einen Film an und war zum Beispiel von "Der Herr der Ringe" hellauf begeistert. Das ist unzweifelhaft ganz große Kunst. Das eine schließt das andere ja nicht aus, schließlich kann man ja auch ohne weiteres ein begeisterter Hobbykoch sein und trotzdem gleichzeitig gerne mal in ein gute Restaurant gehen.

 

Vorsicht: Suchtgefahr! ;-)

 Ich selbst gestehe freimütig, nicht nur ein Bibliophiler, sondern eher schon ein Bibliomane zu sein: Wenn es auf's Wochenende oder gar auf Feiertage zu geht, geht es mir  mit dem Lesestoff wie einem Alkoholiker mit dem Alk: Wenn keiner im Haus ist, werden alle Hebel in Bewegung gesetzt um einen möglchst großen Vorrat davon zu beschaffen. Erst, wenn ein möglichst großer Stapel vielversprechender Bücher da ist, kann ich den freien Tagen ruhig entgegensehen.

 Und deswegen werde ich in meinem Blog immer wieder mal das eine oder andere Buch empfehlen sowie diesen und jenen Autor vorstellen. Lesen muss übrigens nicht teuer sein: Man kann Bücher auch gebraucht kaufen (auf dem Flohmarkt oder antiquarisch) oder in der Stadtbücherei ausleihen. Leider verlangen Stadtbibliotheken heutzutage im allgemeinen eine kleine Jahresgebühr, die aber für Familien mit Kindern und Einkommensschwachen manchmal ermäßigt oder ganz erlassen wird.

 

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