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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

10. Dezember 2010 5 10 /12 /Dezember /2010 18:44

Nachdem bereits letztes Jahr im Vorfeld des Verbotes der 100W-Glühbirnen so einiges an Unmut und handfesten Argumenten gegen die Abschaffung der Glühbirne zu hören war, wendet sich mittlerweile auch der Verbraucherschutz massiv gegen diesen unglaublichen Blödsinn. Konkret gefordert wird eine Aussetzung des Verbotes bis geeignete alternative Leuchtmittel zur Verfügung stehen. Grund genug, sich dieses Verbot und seine Auswirkungen noch einmal genauer anzusehen.

    Wenn auch, wie jetzt auch mehr und mehr bei der breiten Masse bekannt wird, Treibhauseffekt und menschengemachter Klimawandel sich als bloße Phantome erwiesen haben, sind Energiesparen und noch viel mehr die Nutzung regenerativer Energien eine sehr sinnvolle Sache. Sie machen uns unabhängig von fossilen Energieträgern, deren Vorräte nach unserem heutigen Wissen immer noch als endlich angesehen werden müssen. Dass, obwohl noch reichlich Kohle vorhanden ist, auch noch unser Kohlebergbau von der Politik vollends abgewürgt wird, ist nur ein weiterer Schritt in die praktisch totale Abhängigkeit von importierten Energieträgern.

Energiesparen ergänzt Regenerative Energien

Die einzige Alternative ist die Nutzung heimischer Energien. Das sind neben unseren restlichen Kohlevorräten, deren Nutzung ja politisch verhindert wird, sowie vernachlässigbaren Mengen an Erdöl und Erdgas praktisch nur die regenerativen Energiequellen. Sie haben jedoch den Vorteil, praktisch überall zur Verfügung zu stehen und sich auch in kleinem Maßstab nutzen zu lassen.

    Energieeinsparung ergänzt diese Möglichkeiten in idealer Weise: Je weniger Energie benötigt wird, um so größer wird der Anteil des Gesamtbedarfs, der auf den Ebenen der einzelnen Haushalte, der Kommunen und regional erzeugt werden kann. Dass Regionalisierung hier auch mithilft, weil sie nicht nur regionale Energiegewinnung aus regenerativen Ressourcen fördert, sondern sinnlose Transporte vermeidet, die ja auch Energie verbrauchen, sei dabei nur am Rande erwähnt.

Energie sparen? Ja, bitte – aber nicht um jeden Preis!

   Unsere Verbraucherschützer führen gegen das Glühlampenverbot vor allem Argumente ins Feld, die mit Umwelt und Gesundheit zu tun haben, vor allem mit dem hoch giftigen Quecksilber, das in den angeblichen Energiesparlampen enthalten ist. Weder ist dessen sachgemäße Entsorgung sichergestellt, noch gibt es einen wirksamen Schutz gegen die Belastung von Wohnräumen mit dem extrem gesundheitsgefährdenden flüssigen Schwermetall, die auftritt, wenn eine solche Lampe einmal zerbricht, was ja vor allem auch in Haushalten mit Kindern schnell passiert ist.
   Wenn sich der Verbraucherschutz auch auf den Aspekt der Quecksilbervergiftung beim Verbraucher und die Umweltgefashren bei uns konzentriert, ist er lange nicht das einzige, was gegen die angeblich umweltfreundlichen Giftbirnen spricht: Das dafür verwendete Quecksilber gefährdet nicht nur uns, sondern vor allem auch die Leute, die diesen Schund herstellen. Preisgünstige „Energiesparlampen“ kommen nämlich aus Billiglohnländern, wo man es mit dem Arbeits- und Umweltschutz bekanntlich nicht so genau nimmt und schon auch einmal Kinder beschäftigt. Im Klartext: Damit wir angeblich Eisbären retten, soll in Ostasien die Umwelt versaut und Kinder mit Quecksilber vergiftet werden.

Wird überhaupt nennenswert Energie wird durch das Glühlampenverbot eingespart?

   Die Argumentation gegen die Glühlampe Goebel- und Edisonscher Machart setzt an dem Faktum an, dass sie einen Wirkungsgrad von nur 5% hat, also 95% der zugeführten elektrischen Energie in Wärme und lediglich 5% in Licht verwandelt. Das klingt gigantisch, ist aber so für sich allein hingestellt lediglich ein halbe Wahrheit und damit bekanntlich eine ganze Lüge. Ebenso wie die Behauptung, dass durch den Ersatz von Glühlampen durch „Energiesparlampen“ weltweit 1/3 des für Beleuchtungszwecke benötigten Stroms eingespart werden könne.

   Unredlich sind diese Aussagen nicht, weil sie etwa falsch wären, sondern darin, dass ihre tatsächliche Bedeutung nicht erklärt wird: Was spielt der weltweite Stromverbrauch für eine Rolle, wenn in Europa Strom gespart werden soll? Natürlich wird er nur deswegen herangezogen, da in weniger entwickelten Ländern auch heute noch mehr Glühlampen verwendet werden, als in Europa.

   Bei uns werden – besonders da, wo das Licht täglich sehr lange brennt wie in Werkstätten, Geschäften und Büros – ja schon lange zu einem sehr großen Teil gar keine herkömmlichen Glühlampen mehr verwendet, wie sie jetzt verboten werden, was die angeblich erzielbare Einsparung natürlich bereits erheblich gegenüber dem weltweiten Durchschnitt mindern dürfte. Überhaupt spielt der Strombedarf für Beleuchtungszwecke bei uns schon lange keine so große Rolle mehr, wie zu Kaisers Zeiten und noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als das „elektrisch Licht“ in Privathaushalten noch die Hauptanwendung für Netzstrom war. Denn meisten Strom brauchen wir heute nicht für Licht, sondern für die vielen elektrischen und elektronischen Geräte, die uns das Leben erleichtern und Spaß bringen.

Was bedeutet der geringe Wirkungsgrad der Glühlampe in der Praxis?

   Hinterfragen muss man auch die unkommentierte Aussage über den geringen Wirkungsgrad der Glühlampe: Nicht dass sie an sich falsch wäre, aber für den praktischen Einsatz von Leuchtmitteln im privaten Haushalt hat der geringe Wirkungsgrad der Glühlampe kaum Bedeutung.

   Zu diesem Schluss führt die simple Frage, wann man daheim das Licht brennen hat: Natürlich, wenn es draußen dunkel ist. In der warmen Jahreszeit ist das aber täglich nur ein recht kurzer Zeitraum, vor allem auch durch die Sommerzeit, deren ursprüngliches Ziel ja auch die Einsparung von Strom für Beleuchtung war, nämlich zu Kaisers Zeiten, als die Beleuchtung noch die Hauptanwendung der Elektrizität war – und ein hoher Kostenfaktor im Privathaushalt.

   Wirklich lange brennen haben wir das Licht jedoch dann, wenn die Tage kurz sind. Und das ist in der Heizperiode der Fall. Dann ist der Teil des Stroms, den die Glühbirne in Wärme anstatt in Licht verwandelt aber keinesfalls vergeudet. Er hilft vielmehr beim Heizen mit und zwar keineswegs vernachlässigbar: Wenn in einem Raum, der 1 KW Heizleistung benötigt, das Licht von zwei 100W-Glühlampen erwünscht oder gefordert ist, liefert deren Abwärme 190 Watt, also 19% der benötigten Heizleistung!

   Nun ist das Heizen mit Strom zwar das teuerste Heizen, aber das ist die Privatsache jedes Einzelnen. Wäre das Heizen mit Strom jedoch auch erheblich umweltschädlicher als das mit Kohle, Gas der Öl, hätten vor den Glühbirnen erst einmal alle elektrischen Heizgeräte verboten werden müssen.

   Stellt man sich nun einmal vor, der soeben gedachte Haushalt würde von einem Wasserkraftwerk mit Strom versorgt, aber mit Öl oder Kohle heizen, steigt der von den Personen in diesem Raum bei ihrem Aufenthalt verursachte CO2-Ausstoß rechnerisch um fast ein Viertel, wenn man die zwei 100W-Glühlampen durch „Energiesparlampen“ ersetzt. Ein Extremfall? In der Tat, aber wenn man bedenkt, dass etwa in der Schweiz ein Großteil des Stroms aus Wasserkraft erzeugt wird, gar kein so abwegiger.

   Man sieht also: Von den erhofften Energieeinsparung und dem eingesparten CO2-Ausstoß durch das Glühlampenverbot bleibt bei näherem Hinsehen und ein paar einfachen logischen Überlegungen so gut wie nichts übrig. Auf jeden Fall nichts, was die erheblichen Nachteile der „Energiesparlampen“ auch nur im Entferntesten aufheben könnte. Von deren Beeinträchtigungen des Wohlbefindens durch unangenehme Lichtfarbe und die Stroboskopwirkung und den von manchen Medizinern durch diese Wirkungen befürchteten Gesundheitsgefahren bis hin zu Krebs wollen wir hier gar nicht reden, weil es den Umfang dieses Blogbeitrages bei Weitem sprengen würde.

Glühlampenverbot: Blödheit oder Böswilligkeit?

   Bekanntlich soll man positiv denken und keine Böswilligkeit hinter Dingen vermuten, die sich hinreichend mit Dummheit erklären lassen. Gehen wir gutmütiger Weise also einfach einmal davon aus, dass unser Politiker das Glühlampenverbot nicht auf Geheiß von irgendwelchen Lobbyisten ausgekocht haben, die daran interessiert sind, die offensichtlich geringe Akzeptanz der Giftbirnen durch staatlich verordneten Kaufzwang zu kompensieren. Dann jedoch müssen wir den Leuten in den entsprechenden Gremien grandiose Dummheit in geradezu epischen Ausmaßen unterstellen. Die gehört nämlich dazu, nicht selbst auf die paar watscheneinfachen Überlegungen zu kommen, die ich hier angestellt habe, und die Idee, eines solchen Gesetzes bereits im allerfrühesten Stadium in dies Tonne zu treten.

   Das Schlimme ist, dass jede Menge Gutmenschen solchen Stuss wie den mit der angeblichen Klimaschädlichkeit der Glühlampe nicht nur unreflektiert glauben, sondenr auch noch andere diffamieren, die sich nicht so leicht verdummen lassen. So wie das offenbar recht unbedarfte Gutmädel namens Claudi, das auf konsumo.de in einem Beitrag darüber barmt, dass einige Handelsketten zum Glück noch die guten, alten Glühbirnen verkaufen und mitteilt, dass der Deutsche Umweltverband (was immer das auch sein soll) diese bereits denunziert habe.

Update 30.12.10: Einen "Deutschen Umweltverband" gibt es offenbart tatsächlich nicht. Gemeint ist wohl die Deutsche Umwelthilfe, die in dem Beitrag auch genannt wird. Dass diese natürlich die Abzocke mit dem Glühbirnenverbot fördert und böse Abweichler denunziert, wird klar, wenn man bei Wikipedia liest: "Die Deutsche Umwelthilfe finanziert sich aus privaten Spenden – vor allem aus Wirtschaftskreisen...."    

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2. November 2010 2 02 /11 /November /2010 12:44

„Off-shore-Strom aus der Nordsee nach Köln oder Stuttgart zu bringen kostet Geld, das muss von uns allen bezahlt werden,“ meint Günther Oettinger. Eigentlich überrascht das nicht. Jedem, der ein bisschen etwas von regenerativen Energien versteht, sollte ja klar sein, dass der ganze Off-Shore-Hype nur einen Zweck hat: Die Pfründe der Stromriesen auch über das Ende der Stromgewinnung aus fossilen Energieträgern hinaus zu sichern - und zwar mit unserem Geld. 

Diese Kunde von weiterem pekuniären Ungemach, das uns Bürgern im Rahmen des Klima-Ablasskultes dräut, bringt uns nicht nur Michael Mross und seinen mmnews.de. Den könnte man von Seiten der obrigkeits- und mediengläubiger Bürger und ihrer "Qualitätsmedien" als Multi-Verschwörungstheoretiker abtun. Die Seite kann als Quelle der Nachricht jedoch eines dieser Qualitätsmedien, nämlich die "Welt" nennen.

   Energie aus regenerativen Quellen ist per se regional: Die Technologien zur Gewinnung von Strom (bzw. Wärme) aus Sonnenstrahlung, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme sind skalierbar. Das bedeutet, dass entsprechende Anlagen praktisch in praktisch beliebiger Größe gebaut werden können. Außerdem kommen sind die entsprechenden Energieträger überall oder - bei der Wasserkraft -  zumindest an sehr vielen Orten vorhanden.

windkraftanlagen im windpark waldhausen

Windkraft nutzt man am sinnvollsten lokal und regional wie hier im Windpark Waldhausen bei Aalen/Württ. Offshore-Windkraftwerke sollen lediglich dazu dienen, die das Oligopol der großen Stromkonzerne zu erhalten, indem Strom weiterhin von diesen zentral erzeugt und über deren Netze verteilt wird. 


   Neben dem der Unabhängigkeit von endlichen Ressourcen besteht der große Vorteil der Stromgewinnung erneuerbaren Energien daher auch darin, dass sie lokal und regional, ja sogar bis hinunter auf die Ebene einzelner Haushalte und Firmen genutzt werden können. Größere Solarkraftwerke, Windparks und Wasserkraftwerke können auf der Ebene des Mittelspannungsnetzes arbeiten, kleine kommunale, firmeneigene und private Wind- und Sonnenenergieanlagen sogar auf der des Niederspannungsnetzes. Dadurch werden Hoch- und Höchstspannungsnetze weitestgehend überflüssig. Und das bedeutet natürlich das Aus für das Geschäft der Stromriesen, das darin besteht, Strom in großen Mengen zentral zu erzeugen und über Hoch- und Hochspannungsnetze zu verteilen.

Die Pfründe retten 

   Bereits als ich das erste Mal von den Plänen zur Erzeugung von Windstrom in großem Stil auf See erfuhr, hörte ich augenblicklich eine mindestens elefantengroße Nachtigall trappsen: Bei dieser Technologie wird, so wie bei der Stromgewinnung aus Kohle, Öl und Kernbrennstoffen auch, die elektrische Energie wiederum von großen Energieversorgern zentral erzeugt und über deren Leitungsnetze verteilt. Damit wollen diese Unternehmen natürlich nichts anderes erreichen, als ihr Oligopol auf die Stromversorgung zu retten, damit sie weiterhin beim Strom kräftig abzocken können. Besonders hilfreich ist dabei auch, dass man diese Geschäfte im Rahmen des Klima-Ablasskultes der Treibhaus-Sektierer betreiben kann.

Hochspannungsmasten einer Hochspannungsleitung vom Atomkraf

Bei der sinnvollen regionalen Nutzung von regenerativen Energiequellen werden Höchst- und Hochspannungsleitungen überflüssig - das stört natürlich die Energieriesen

 

   Dabei hilft ihnen nun auch Oettinger, in dem er als EU-Kommissar das tut, was er als Ministerpräsident unseres Muschterländles schon getan hat - und was im übrigen offenbar die vornehmste Pflicht aller Politikanten und Regierigen ist: Großen Unternehmen dabei behilflich zu sein, den Bürger nach Strich und Faden abzuzocken.

   "... doch es nahm der Brief nicht wunders, als man las von wem er sei", heißt es in einem uralten Bonifatius-Kiesewetter-Gedicht. Genauso wenig wundert man sich darüber, dass ausgerechnet Günther Oettinger die Energieriesen protegiert: Schon in seinem alten Job als Ministerpräsident stand er einem Bundesland vor, in dem erneuerbare Energien alles andere als hoch im Kurs stehen, wie ich bereits vor längerer Zeit hier berichtet habe. Und das übrigens, obwohl es auch bei uns in Württemberg recht viele hinreichend windhöffige Standorte gibt, wie die leider noch viel zu wenigen Windparks, zum Beispiel bei uns hier auf der Ostalb, zeigen.

   Das Üble an der Sache ist nicht nur, dass diese Geschichte natürlich wieder unser aller Geld kostet. Dieses Geld, welches man aus unseren Taschen in die der Stromriesen abzapft, fehlt uns nämlich und kann nicht in sinnvolle Projekte zur Selbstversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen investiert werden, wie etwa eigene Sonnen- und Windkraftanlagen oder Anteile an Windparks. Und natürlich wird der ganze Offshore-Unfug auch wieder Steuergelder kosten, die dann ebenfalls nicht mehr für die Förderung sinnvoller Projekte zur Verfügung stehen. Und ganz nebenbei können bereits bei wenig mehr als nur flüchtigem Hinsehen als hirnrissig erkennbare und zudem auch noch als Eisbärenrettungs verkaufte Projekte wie Offshore-Winstrom und Desertec auch noch als Alibi dienen: Warum soll man die regionale und private Nutzung fördern, wenn doch bereits im großen Stil Lösungen gefunden werden? 

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29. Juli 2010 4 29 /07 /Juli /2010 00:00

Die bislang größte Windkraftanlage wird derzeit von britischen Ingenieuren geplant. Die Pläne liegen bereits vor. Mehr dazu:

 

Größte Windturbine der Welt

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26. Juli 2010 1 26 /07 /Juli /2010 17:12

Windkraft ist eine der wichtigsten und erfolgreichsten "neuen" Energietechnologien. Ob man nun daran denkt, in einen Windkraft-Fond zu investieren, sich eine Kleinwindanlage aufzustellen oder einfach nur informiert sein will, einen guten EInstige in die Thematik findet man im Netz auf der Seite

 www.windinformation.de

Dort werden die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge zum Thema Windkraftnutzung anschaulich, gut strukturiert und optisch gut gelungen behandelt. EIn Besuch lohnt sich! 

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20. Juli 2010 2 20 /07 /Juli /2010 09:46

Auch wenn Photovoltaik bei uns mit Subventionen gepusht wird, ist die Windernergietechnik die neben der Biomasseverstromung am weitesten entwickeltste und am besten funktionierende Technologie unter den regenerativen Energien. Durch die rasante Entwicklung auf diesem Sektor gibt es auch ständig Neues zu berichten.

  Wer hier also auf dem Laufenden bleiben möchte, kann immer wieder mal auf die folgenden Seiten gucken, wo es aktuelle News zum Thema Windenergie und teilweise auch zu anderen Regenerativen Energien gibt:

Windenergie-News bei news.feed-reader.net

News bei der IG Windkraft (Österreich)

Windkraft-News bei T-Online

www.windenergie-news.de

 

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7. März 2010 7 07 /03 /März /2010 12:46

Bei dem Wort Holzvergaser denkt man sofort an den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit, als Benzin und Diesel knapp waren. Damals erzeugte man aus Kleinholz Gas, das dem alten Stadtgas ähnelte und sich zum Antrieb von Verbrennungsmotoren eignet. Was manchem vielleicht nicht auf den ersten Blick klar ist: Auch die Holzvergasung ist Energieerzeugung aus Biomasse und damit aus einem erneuerbaren Energieträger.

300px-Adler Diplomat 3 GS mit Holzgasgenerator-hinten recht

Holzvergaser an einem Adler Diplomat: Für's Auto ein wenig klobig aber als stationäre Anlage zur Stromerzeugung durchaus auch im kleinen Stil praktikabel (Foto: User Mattes von Wikimedia)

Deswegen ist die Holzvergasung heute wieder interessant geworden und es wird daran geforscht, auch wenn diese Technik medial stark im Schatten von Sonnenenergie, Biogas und Windkraft steht. Bei genauem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass die Holzvergaser-Technik einerseits kleine, handliche Einheiten ermöglicht und daher eher für den "Hausgebrauch" geeignet ist als Biogas und andererseits besser für den Selbstbau geeignet als Solaranlagen, bei denen ja das wichtigste, die Solarzellen, für teures Geld gekauft werden müssen.

Wenn ich auch das Mär vom menschengemachten Klimawandel für einen ausgekochten Humbug halte, bin ich doch sehr für die Nutzung von regenerativen Energiequellen. Als radikaler Demokrat und erklärter Globalisierungs- und EU-Gegner bin ich für alles was die Autarkie auf Haushalts-, kommunaler, regionaler und nationaler Ebene fördert und die Macht der Großkonzerne aushebelt. Alternative Energien tun das im Allgemeinen und gerade auch die Holzvergasertechnik im speziellen bietet, was Herstellung, Reparatur und Wartung der Anlagen angeht, große Chancen für kleine Firmen: Eine Holzvergaseranlage kann im Prinzip jede Schlosserei bauen, warten und reparieren, Geld und Arbeitsplätze bleiben also am Ort bzw. in der Region. Da die Gasgewinnung aus Holz unabhängig von Witterungsbedingungen funktioniert, sind Holzvergaseranlagen genauso wie die Biogastechnik eine hervorragende Ergänzung zu Windkraft und Solarenergie.

Ob der Betrieb eines Autos mit Holzgas billiger kommt als Benzin weiß ich zwar nicht genau, vermute es jedoch. Allerdings ist er mit ziemlich viel Aufwand verbunden und ich denke mal, dass man bei der Zulassung eines solchen Fahrzeuges allerhand behördliche Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommen wird. Da ist altes Frittenöl wohl doch die einfachere Lösung. Wesentlich praktikabler dürfte jedoch der Betrieb einer stationären Holzvergaser-Anlage zur Stromerzeugung sein, die gleichzeitig Warmwasser und Heizwärme erzeugen kann.

Mit einer kleinen Holzvergaseranlage kann man seinen eigenen Strom erzeugen und die Abwärme zum Heizen nutzen. Genau genommen sollte ja kein Brennstoff nur zum Heizen verwendet werden, sondern immer eine Kraft-Wärme-Kopplung stattfinden, da sich die Abwärme von Wärmekraftmaschinen sehr gut zum Heizen eignet. Es ist also unverständlich, dass nicht auch jeder Heizkessel für Gas oder Öl statt des Brenners einen kleinen Verbrennungsmotor besitzt und nebenher Strom erzeugt. Bei den heute üblichen aufwendigen Heizkesseln und den hohen Gesamtkosten einer Zentralheizungsanlage würden ein kleiner Diesel- oder Gasmotor statt des Brenners und ein Generator bei den Kosten wohl nicht so erheblich in Gewicht fallen und sich sehr schnell durch den erzeugten Strom amortisieren.   

Zum Thema Holzvergaser gibt es allerhand im Netz zu finden, aus der Vielzahl der Infos kann ich drei interessante Links empfehlen, die sich als Einstieg für Leute eignen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten:

Themenheft Kleine Holzvergaser - Ein Bericht aus der Praxis mit Tipps zum Selbstbau (pdf)

Holzvergaser von Ottinger Power (auf der Seite gibt's auch Infos zu Biogas)

Ein Opel Kadett mit Holzvergaser + allerhand allgemeine Infos zur Technik

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4. Januar 2010 1 04 /01 /Januar /2010 12:58

Durch die Erwähnung in einem Artikel meines Blogger-Kollegen Carolus Magnus vom Sackstark-Blog, bin ich auf ein interessantes Projekt in der Schweiz gestoßen: Man will im Kanton Glarus einem Wasserkraftwerk eine Art "Nachbrenner" verpassen. Das Projekt heißt Doppelpower und hat zum Ziel, Wasser, das bereits in den Turbinen eines bestehenden Kraftwerks gearbeitet hat, ein weiteres Mal zu nutzen.

Machbar ist das aufgrund der geographischen Lage des Kraftwerks am Anfang einer Flusskurve. Der Gedanke dabei ist, dass das Wasser, wenn es aus der Turbine kommt, immer noch eine gewisse Lageenergie gegenüber dem anderen Ende der Kurve hat. Nun will man den langen Weg um die Kurve mit einem Stollen abschneiden, durch den man das Wasser leitet, welches aus den bereits bestehenden Turbinen kommt.

Dadurch gewinnt man zusätzliche 36 Meter Gefälle und kann zu den 130 GWh des bestehenden Kraftwerks weitere 20 GWh jährlich gewinnen indem man das Wasser am unteren Ende des Stollens wiederum in Turbinen arbeiten lässt. Der somit ohne einen zusätzlichen Staudammbau gewonnene Extra-Strom reicht, um ca. 6000 Haushalte zu versorgen.

Das Projekt wird seit etwa 2007 verfolgt und ist bereits mit einem Preis ausgezeichnet worden. Eine Machbarkeitsstudie existiert ebenfalls und zuletzt war es kurz vor Weihnachten Thema im Glarner Regierungsrat. Da es in der Schweiz - und sicherlich auch anderswo in Gebirgen und Mittelgebirgen - öfter solche geographischen Situationen gibt, kann man Doppelpower durchaus auch als Pilotprojekt für ähnliche Kraftwerks-Optimierungen sehen. Ebenfalls interessant an diesem Gedanken des "Nachbrenners" für ein bestehendes Wasserkraftwerks ist, dass er ein Paradebeispiel dafür ist, dass sich vielerorts lokale, oft gar nicht einmal so kleine zusätzliche regenerative Energiequellen erschließen lassen, die in der Summe einen nicht unerheblichen Beitrag zur Energieversorgung leisten können.

Wenn ich bekanntlich ja auch den Klimaschwindel ganz und gar nicht glaube, bin ich dennoch unbedingt für die Nutzung regenerativer Energiequellen und zwar aus zwei Gründen: Zum einen werden Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft auf diesem Planeten so lange zur Verfügung stehen, wie er für uns bewohnbar ist, sind also dauerhafte Lösungen des Energieproblems. Zum anderen machen die erneuerbaren Energien unabhängig von großen Konzernen und irgendwelchen auswärtigen Mono- oder Oligopolisten. Die Nutzung von regenerativen Energiequellen geschieht auf der Ebene von Haushalten, Gemeinden und Regionen. Dadurch ist sie durch transparente Konsortien in Bürgerhand möglich, was nicht nur demokratisch, sondern auch sozial und nicht zuletzt im Sinne des Selbstversorgergedankens  ist.

Übrigens, auch wenn Umweltschutz in der letzten Zeit durch die verzweifelten Bemühungen der Klima-Ablassprediger, ihre unrichtigen Behauptungen aufrecht zu erhalten, auf den so genannten Klimaschutz reduziert wurde, heißt das nicht, dass die Sorge um um unsere Umwelt unberechtigt wäre. Beim Verbrennen von fossilen Energieträgern entsteht nicht nur CO2, sondern eine ganze Reihe von Stoffen, die unserer Umwelt wirklich nicht zuträglich sind. Auch wenn sie den Planeten nicht gleich unbewohnbar machen, mindern sie doch unsere und die Lebensqualität unserer Mitgeschöpfe unnötig, von den Landschafts- und Lebensraumzerstörung durch die Gewinnung von Kohle- und Erdöl ganz zu schweigen. Auch wenn "Klimaschutz" Humbug ist, die Nutzung regenerativer Energien ist es keineswegs.          

Mehr über den "Nachbrenner" für Wasserkraftwerke steht übrigens auf der Doppelpower-Website.

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14. August 2009 5 14 /08 /August /2009 10:20

Windkraft gehört zu den saubersten Energiequellen überhaupt. Während die großen Rotoren in Norddeutschland schon lange zum Landschaftsbild gehören, war die Nutzung dieser kostenlosen Energiequelle im Binnenland lange problematisch. Mit neuen Technologien sind heute aber wirtschaftlich arbeitende Windkraftwerke auch bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten möglich, so dass in den letzten Jahren auch auf der Ostalb mehrere Windparks entstanden, z.B. in Aalen-Waldhausen.

Auch auf der Ostalb wir, wie hier bei Aalen-Waldhausen, seit einigen Jahren Strom aus Wind gemacht

Ganz neu ist der Standort Ostalb für Windkraftanlagen aber nicht. Schon längere Zeit führt die Universität Stuttgart hier Tests mit Windkraftanlagen durch. Ein Hauptproblem dabei, wissen die schwäbischen Windfachleute, ist die gegenüber der Norddeutschen Tiefebene wesentlich größere Bodenrauhigkeit: Unsere großen Waldflächen bremsen den Wind in Bodennähe stärker ab als die Wiesen und Felder in Norddeutschland. Diesem Problem konnte man früher nur mit höheren Masten und wegen der auch insgesamt geringeren Windgeschwindigkeit größer dimensionierten Rotoren begegnen. Das aber verursachte höhere Baukosten und senkte damit die Rentabilität der Anlagen.

Mittlerweile aber kann man diese Standortnachteile erheblich abmildern. Außer mit größeren Nabenhöhen, also höheren Masten, erhöht erheblich verbesserte Technik den Wirkungsgrad moderner Windräder: So hat etwa die moderne Strömungsforschung den Weg zu effizienteren Profilen für die Rotorblätter gewiesen, die überdies verdreht und damit der jeweils herrschenden Windgeschwindigkeit angepasst werden können. Auch bei der Steuerung der Windräder hat sich einiges getan. Mit moderner Computertechnik lassen sich eine ganze Reihe von Faktoren der augenblicklichen Windsituation erfassen, auswerten und in Verstellbewegungen umsetzen mit der die Anlage auf Veränderungen reagiert. „Heutzutage,“ verrät ein Windkraft-Fachmann, „geht so gar die Lufttemperatur in die Erfassung des Betriebszustandes der Anlage ein.“

Windkraft rechnet sich heute auch im Binnenland

Mit moderner Rotorbauweise und effizienten Steuerungen lassen sich nicht nur schon sehr kleine Windgeschwindigkeiten nutzen, sondern auch recht hohe. Moderne Windenergieanlagen müssen erst abgeschaltet werden, wenn bereits ein ausgewachsener Sturm wehrt. Ulrich Viert vom Förderverein Wind- und Wasserkraft Ostalb kann zur Nutzbarkeit des Windes konkrete Zahlen nennen: „Ab einer Windgeschwindigkeit von 3 m/s können moderne Anlagen Strom liefern, ihre Nennleistung erreichen sie ab etwa 12 m/s und erst über etwa 30 m/s, also 100 km/h ist Schluss.“

Natürlich können Windkraftanlagen im Binnenland nicht die gleiche Leistung erzielen wie an der Küste. Was sie leisten ist aber dennoch beachtlich: „Man kann davon ausgehen,“ so Ulrich Viert, „dass die Windräder bei uns etwa zwei Drittel der Leistung erbringen können, welche die an der Küste liefern.“ Damit ist offenbar durchaus ein wirtschaftlicher Betrieb möglich, denn bei den Windrädern im Land handelt es sich nämlich keineswegs nur um Versuchsanlagen von Forschungseinrichtungen oder Imageprojekte von großen Energieversorgern. Typischerweise werden die Windparks von Unternehmen gebaut und betrieben, die hier das Geld von privaten Investoren anlegen. „Und die“, so Ulrich Viert, „wollen schließlich Geld verdienen.“

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30. Juli 2009 4 30 /07 /Juli /2009 18:34

Es wird viel über Solarenergie und Windstrom geredet. Biogasanlagen sind weniger im Gespräch und wenn, dann schon fast eher negativ, weil die von Energiebauern betriebene Biogasgewinnung im großen Stil bereits schon wieder ökologische Probleme aufwirft. Trotzdem ist Biogas ein wichtiger Teilbereich der Erneuerbaren Energien und man sollte ein wenig darüber Bescheid wissen.

Solarstrom und Solarthermie sind Techniken, die jeder private Hausbesitzer nutzen kann und die daher auch ein große Rolle bei Niedrig-, Null- und Plusenergiehäusern spielen. Im privaten Rahmen Windkraft zu nutzen ist schon etwas weniger naheliegend, doch wird sich das wohl auch ändern: Mittlerweile kommen auch kleine Windkraftwerke auf den Markt, die nicht übermäßig aufwendig sind und elektrische Leistungen in der Größenordnung von ein bis fünf Kilowatt erzeugen.

Eher etwas für größere Anlagen...

Biogas für den Hausgebrauch gibt es aber praktisch nicht. Das liegt wohl vor allem daran, dass Privathaushalte in aller Regel nicht genug Bioabfälle erzeugen, um ein eigenes Biogaskraftwerk zu versorgen. Vielleicht wäre für jemanden mit einem sehr großen, sehr intensiv genutzten Garten eine sehr kleine Biogasanlage praktikabel und eine Alternative zum Kompost, aber das wäre wohl schon eine Ausnahme.

Biogas wäre aber zum Beispiel für Gärtnereien als Alternative zum herkömmlichen Kompost interessant, wobei hier hinzukommt, dass das Biogas nicht unbedingt verstromt werden muss, sondern auch direkt zum Heizen der Gewächshäuser denen könnte. Ebenfalls interessant sind Biogasanlagen auf der Ebene von Kommunen und Landkreisen, da hier eine Menge an Biomasse in Form von Biomüll, Grünschnitt und anderen Gartenabfällen anfällt. Leider hat man hier bereits vor Jahren auf die Kompostierung gesetzt, die jedoch eine eklatante Energieverschwendung darstellt.

... aber trotzdem für jedermann interessant

Insgesamt sollte man sich als Bürger daher durchaus auch ein wenig für Biogas interessieren, vor allem auch, weil es wie Erdgas aus Methan besteht und daher Erdgasgeräte und -infrastruktur auch mit Biogas genutzt werden können. Daher werden Investitionen und Innovationen im Erdgasbereich, wie etwa Brennstoffzellen, die damit arbeiten, keineswegs wertlos, wenn das Erdgas ausgeht.

Informationen rund um das Thema Biogas bieten vor allem Firmenseiten, andere Informationen sind gar nicht so leicht zu finden. Daher habe ich hier ein paar Links zusammengetragen:

  • Die Seite Biogas.org, die vom Fachverband Biogas betrieben wird, wird im Moment leider überarbeitet. News sind jedoch vorhanden und der Rest wird ja auch wieder online gehen.
  • Internationales Biogas- und Bioenergie-Kompetenzzentrum: Auch hier gibt es News und Basiswissen. Nett gemacht.
  • Der Biogasbereich von bio-energie.de, einer Seite der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.: Hier findet man ebenfalls interessante Informationen zum Thema.
  • Die Arge Biogas ist eine Arbeitsgemeinschaft von österreichischen Energiebauern. Ihre Seite auf der Website des österreichischen Naturschutzbundes richtet sich wohl eher an Bauern, ist aber trotzdem für jedermann interessant. Unter anderem findet man dort auch etwas über Biogas als Treibstoff.
  • Der Biogasbereich auf der Website der Arge Kompost & Biogas, einer weiteren österreichischen Organisation


Insgesamt gibt es im Netz also doch einiges an Material, um sich in die Materie einlesen zu können. Viel Spaß beim Schmökern! 

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10. Juni 2009 3 10 /06 /Juni /2009 10:11

Durch einen Kommentar zu meinem Artikel über Mittlere Technologien wurde ich gerade auf das hochinteressante Wiki für Open Source Technologien von Michael Klotsche aufmerksam. Michael sammelt hier technische Ideen und Lösungen, die vor allem auch für Selbstversorger interessant sind.

Das erste, was ich dort entdeckt habe, war eine Lösung für ein Problem, das mich eigentlich schon lange ärgert: Die Energieverschwendung beim Kompostieren. Ich bin ein alter Kompostierer und weiß soviel von Biogas, Thermodynamik und Biologie, dass mir klar ist, dass ein Komposthaufen zwar ein tolle Sache ist, was den ökologischen Kreislauf im Garten betrifft, jedoch im Grunde Energie verschwendet.

Abbau von Biomasse liefert Energie

Sowohl der Kompost als auch eine Biogasanlage tun ja das, was in der Natur in der Humusschicht des Bodens passiert: Sie bauen tote organische Materie ab. Dabei wird zwangsläufig die Energie wieder frei, welche ursprünglich einmal von den Pflanzen ganz am Anang der Nahrungskette aus dem Sonnenlicht gewonnen und zum Aufbau von organischen Verbindungen aus Luft und Wasser gewonnen wurde.

Bei der Biogas-Gewinnung werden nun die organischen, also die Kohlenstoffverbindungen der Biomasse lediglich bis zum Methan wieder heruntergebaut. Dieses Methan kann man dann verbrennen und die Energie nutzen, die das Methan noch mehr hat als das End(und Ausgangs-)produkt Kohlendioxid. Beim Kompost bauen die aeroben Organismen jedoch die organischen Verbindungen gleich bis zum CO2 ab, wobei die ganze Energie der Biomasse ungenutzt als Wärme in die Umgebung abgegeben wird.

Der Biomeiler löst dieses Problem, indem er ganz einfach diese Wärme nutzt, die beim Kompostieren entsteht: Der Kompost wird so groß angelegt, dass es in seinem Inneren ordentlich heiß wird. In der Biomasse liegen Rohrleitungen, durch die Wasser läuft und erwärmt wird. Dieses warme Wasser kann man dann zum Beispiel zum Beheizen von Gewächshäusern verwenden. Diese Technik könnte zum Beispiel in Gärtnereien eine erhebliche Einsparung an Heizenergie ermöglichen. Ein Beispiel für die Anwendung des Biomeilers ist auf der Website der Naturinsel Drachenmühle zu sehen.

Kompostwerke umrüsten

Eine andere Möglichkeit der Biomeiler-Technik ist, wenn auch nicht die Lösung, so doch die Milderung eines anderen Problems: Bei dem Kompostproblem ärgert mich nicht einmal so sehr die Energieverschwendung meines eigenen, kleinen Komposthaufens. Weitaus schlimmer ist es bei den großen Kompostwerken, die es seit einiger Zeit in vielen Städten gibt: Hier wird gnadenlos Energie verschwendet, weil eine Nutzung der Bioabfälle zu Biogasgewinnung problemlos möglich wäre.

Allerdings wird man die Kommunen kaum dazu bekommen, ihre gerade erst errichteten Kompostwerke wieder stillzulegen und durch Biogasanlagen zu ersetzen, zumal es ja vorne und hinten am Geld fehlt, zumindest für sinnvolle Sachen. Was jedoch durchaus leicht mach- und bezahlbar wäre, ist die Nachrüstung bestehender Rotteplatten mit Rohrleitung zur Warmwassererzeugung.

Gerade in der Stadt gibt es Bedarf an Wärme, so dass die Erzeugung aus Kompost hilfreich wäre. Zudem kann man mit Hilfe von Sterlingmotoren aus Wärme auch wieder Bewegungs- und damit elektrische Energie erzeugen. Ein Kompostwerk mit Biomeilern wäre nebenbei ein idealer Wärmelieferant um mit Sterlingmotoren experimentieren zu können.

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