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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

24. Oktober 2012 3 24 /10 /Oktober /2012 17:00

Man ist versucht, auf den Kalender zu gucken, ob nicht etwa gerade der 1. April ist: Nachdem sich das Brüsseler Kasperle-Theater gerade erst mit dem unsäglichen Glühbirnenverbot blamiert hat, kommt es jetzt mit einer weiteren Ungeheuerlichkeit daher. EIne Lachnummer, wenn es nicht wieder so traurig wäre: Da wird doch offenbar allen Ernstes geplant die Leistung von Grafikkarten für Computer zu begrenzen!

Gluehlampe Grafikkarte 

Glühlampe und Grafikkarte - was haben sie gemeinsam? Richtig: Alle beide sind sie böse, böse Stromfresser und damit angebliche Klimakiller! 

   Wer angesichts der offensichtlichen und an jeder demokratischen Kontrolle vorbei durchgezogenen Verkaufsförderung für gesundheitschädliche und überteuerte Leuchtmittel, die sich Glühlampenverbot nennt, dachte, dass es dümmer nimmer geht, wird nun eines Besseren belehrt. Offenbar kennt die Regulierungswut der Demokratieaushebler und Leutebevormunder in Brüssel absolut keine (Schmerz-)Grenzen: Natürlich aus Gründen des Klimaschutzes (was denn sonst?) sollen in Zukunft Grafikkarten weniger Strom verbrauchen. Und dazu soll die Leistung per Ukas aus Brüssel begrenzt werden.

  Ein Hinweis auf einen Artikel zu diesem Thema im Newsteil einer Website für Freiberufler flatterte mir heute per eMail auf die Konsole. Ich habe die Quelle verfolgt und auch tatsächlich den Originalbericht bei WinFuture gefunden. Allerdings kann ich mir diesmal zumindest auf den ersten Blick nicht recht vorstellen, welche Lobby hier bedient werden soll. Angeblich machen sich nämlich die Grafikkartenhersteller auch selbst Sorgen aufgrund des neuesten Schildbürgerstreichs der Europa-Hampelmänner.

  Betroffen von der neuen Schnapsidee sind zu allem Überfluss nicht nur zukünftige heiße Eisen, was aufgrund der doch noch recht happigen Preise für HighEnd-Grafikkarten nur einen kleinen Teil der Computeranwender betreffen würde. Die derzeitigen Modelle liegen hingegen noch innerhalb der Grenzwerte, über die geredet wird. In dem Artikel auf WinFuture wird aber auch befürchtet, dass preisgünstigere Modelle betroffen sein könnten, die aufgrund älterer Technologie wenig energieeffizient sind.

Steckt doch eine Lobby dahinter? 

    Wenn es so ist, wäre sogar vorstellbar, wer hinter den Plänen steckt: Die Grafikkartenhersteller selbst, auch wenn sie jetzt (zum Schein?) wehklagen und lamentieren: Derzeit sind recht ordentliche Grafikkarten zu passablen Preisen zu bekommen, was ja durchaus bedeuten kann, dass die Hersteller nicht mehr allzuviel daran verdienen. Möglicherweise haben die nun bereits eine stromsparende Technik im Ärmel, die aber wesentlich teurer ist, als die der derzeitigen "Mittelklasse-"Grafikkarten und daher bei den Käufern solcher Hardware keine Chance hätte - ähnlich wie es bei den "Energiespar-"Lampen war. Würde man nun aber preisgünstige aber wenig energieeffiziente Karten unter dem Vorwand des Klimaschutzes per Gesetz vom Markt verdrängen, wären die Anwender gezwungen, die teurere aber (angeblich) energiesparende Technik zu kaufen. Ganz genauso wie das Glühbirnenverbot ja bewirken soll, dass die Leute die teuren Giftbirnen anstelle der preisgünstigen aber für die Hersteller weniger profitablen Glühlampen kaufen müssen.      

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17. Juli 2012 2 17 /07 /Juli /2012 14:04

In meinem Artikel vom Sonntag über die Schnüffelei von Facebook in fremder Leute Kommunikation äußerte ich die Vermutung, dass so etwas gesetzeswidrig sei. Offenbar stehe ich mit dieser Ansicht nicht alleine, denn auch der SPON-Kommentator Sacha Lobo titelt heute: "Facebook kollidiert mit dem Grundgesetz".

Leider, leider sind wir ja schon gewohnt, dass der Datenschutz mit Füßen getreten wird, aber man muss sich das doch einmal überlegen: Da kommt so eine Firma aus den USA daher und schnüffelt einfach in der Kommunikation von den Leuten herum. Das Schlimme dabei ist, das in solchen Fällen nicht sofort Polizei und Staatsanwaltschaft von sich aus einschreiten, aber dass die andere Dinge zu schützen haben als Rechte und Sicherheit der Bürger, habe ich ja bereits am Rande eines anderen Artikels beleuchtet.

 

 

 

 

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15. Juli 2012 7 15 /07 /Juli /2012 13:03

Wie man von der DTS (Deutsche Textservice Nachrichtenagentur) erfährt, ist eine weitere Facebook-Sauerei ans Licht gekommen: Der Datenkrake spioniert in den Chatprotokollen seiner User herum. Die dabei verwendete Software durchsucht die Chatprotokolle nach bestimmten Schlüsselwörtern und schlägt (unter bestimmten Umständen) Alarm, wenn diese vorkommen. 

   Angeblich geschieht das Ganze natürlich nuuuuuur, um Straftaten zu verhindern, zu unser aller Bestem also: Das Raster nach dem die Chatprotikolle ausgeschnüffelt werden, soll auf Chatsessions beruhen, die sexuellen Übergriffen vorausgegangen sind. Auf diese Weise, so wird behauptet, habe man schon einen Mann fassen können, der auf Facebook mit einem 13jährigen Mädchen über Sex geredet hatte und sich mit ihr dann treffen wollte.

   Ganz abgesehen davon, dass eine solche Überwachung - die offenbar auch im deutschen Facebook stattfindet - sicherlich gesetzeswidrig ist, kann die dafür verwendete Technik, natürlich verwendet werden, um alles mögliche aufzuspüren - beispielsweise auch politisch unliebsame Diskussionen, wen nso etwas nicht bereits schon gemacht wird. Man kann also nur strengstens davor warnen, irgendwelche Dinge auf Facebook zu bekakeln, die niemanden etwas angehen. Im Prinzip gilt das aber für jegliche elektronische Kommunikation, auch für das Telefon.

   Die Beruhigungspille, dass die Überwachung nur unter bestimmten Umständen greift, etwa bei einem entsprechenden Altersunterschied, sollte bei näherm Hinsehen noch bedenklicher stimmen: Diese Aussage zeigt nämlich, dass Facebook nicht nur überwacht, was geredet wird, sondern auch, was für Leute mit was für Leuten reden.

   Interessant ist übrigens auch, dass die Überwachung mit dem Schutz vor Sexualstraftaten bemäntelt wird. Das kennen wir ja auch schon von Zensursulas geplanten Netzsperren: Wer Bedenken dagegen äußert, kann auf diese Weise leicht als (potentieller) Sittenstrolch hingestellt werden.

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27. Juni 2012 3 27 /06 /Juni /2012 12:07

Heimlich still und leise hat Facebook die Daten geändert, die in unseren Profil angezeigt werden: Statt der richtigen eMail-Addy wird dort jetzt standardmäßig die Facebook-eMail angezeigt, die keinen Menschen interessiert und die kein Mensch benutzt.

Vermutlich ist das auch der Grund für diese unverschämte Eigenmächtigkeit: Offenbar wollen sie uns zwingen, ihren komischen Maildienst zu verwenden.

Mir fällt das jedenfalls nicht im Traum ein. Was geht facebook meine eMail an? Die haben da nichts dirn herumzuschnüffeln. Also habe ich das gemacht, was jeder tun sollte: Ich habe den Facebook-Fuzzie virtuell auf die Finger geklopft und wieder meine richtige eMail-Addy eingestellt. Wie man das macht, steht z.B. hier

 

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26. Mai 2011 4 26 /05 /Mai /2011 08:37

Dass Google fleißig Daten über uns sammelt, ist eine altbekannte Tatsache. Man wird sich also kaum wundern, wenn man über Google Ads "merkwürdig passende" Internet-Inserate zu sehen bekommt. Neuerdings habe ich jedoch den Verdacht, dass auch Opera ähnliches betreibt, zumindest, wenn man seine Lesezeichen mit Opera Link synchronisiert.

   Kurz nachdem ich dieses an sich recht nützliche - nichtsdestotrotz aber auch datenschützerisch bedenkliche - Tool installiert hatte, recherchierte ich wiedereinmal zu diesem unsäglichen Glühlampenverbot, speziell nach möglichen Quellen, aus denen man gute, alte Glühbirnen derzeit noch und hoffentlich auch in Zukunft beziehen kann. Dabei kam ich auch auf die Seite eines bestimmten Leuchtenhandels, welcher das war, tut hier nichts zur Sache.

   Interessant war jedoch, dass anschließend einige Zeit lang mit penetranter Regelmäßigkeit ausgerechnet die Werbung genau dieses Leuchtenhandels auf allen möglichen ganz unterschiedlichen Seiten, die Werbebanner schalten, gezeigt wurde. Google kann ich hier nicht gut verdächtigen, denn seine Spionage habe ich ausgebremst indem ich ihn nicht direkt, sondern über den Anonymisierer Scroogle benutze.

   Das gleiche passierte mir dieser Tage, als ich im Netz nach Swimmingpools recherchierte: Anschließend kam mit auffallender Konstanz die Werbung für das Pool-Programm eines ganz bestimmten Versandhändlers. Natürlich sind diese zwei wenn auch auffallenden Beispiele kein wirklicher Beweis, aber immerhin doch ein deutlicher Hinweis. Und schließlich sollte auch jedem Surfer klar sein, dass er über seinen Internetzugang auf alle möglichen Arten ausspioniert wird.

Nicht nur bei Opera 

   Es ist absolut kein Problem, in ein beliebiges Programm eine Funktion einzubauen, die nachhause telefoniert und ihrem Herrchen alle möglichen Daten übermittelt. Sei es, um uns mit gezielter Werbung zu bombardieren oder gar, um uns wirklich auszuschnüffeln. Das fällt nur auf, wenn es sich um ein Programm handelt, das an sich nicht auf das Internet zuzugreifen braucht und man mit einer Firewall die Netzzugriffe seiner einzelnen Programme kontrolliert.

   Wenn es sich aber um Software handelt, die im Rahmen ihrer normalen Funktion aufs Netz zugreift, wird die Kontrolle für den Normalanwender schon praktisch unmöglich. Und welche Software benutzt das Internet heute nicht und sei es auch nur, um nach Updates zu sehen?

   Besonders verdächtig sind dabei Programme, die in Form eines Startcenters oder ähnlichem ständig präsent sein wollen, auch wenn man sie gar nicht benutzt. Wohl das erste Programm, das mir in dieser Hinsicht auffiel war vor jahren schon der Real Player: Sein Startcenter hatte keinerlei erkannbaren Nutzen für den Anwender, konnte also nur dafür gedacht sein, Daten an den Hersteller zu übermitteln.

Eine saublöde Angewohnheit 

   Auch Firefox hat mich vor Jahren beispielsweise ziemlich vergrätzt, als dessen Macher einen zwingen wollten, diese bescheuerte Google Bar - wer errinnert sich noch? ;-) - zu installieren, indem sie den Download der sauberen Version erheblich erschwerten. Heute ist das schon lange kein Thema mehr, da Browser ja heut bereits standardmäßig eine Google-Suchfunktion haben - und wohl auch noch wer weiß was für Hintertürchen zum Vater aller Datenkraken.

  Doof ist jedoch auch eine Angewohnheit, die man bei manchen Leuten sieht: Es gibt tatsächlich Zeitgenossen, die Adressen, die sie bereits kennen, anstatt in die Adresszeile ihres Browsers ins Eingabefeld von Google tippen. Damit kennt Google dann jede Seite, die ein solches Blauauge besucht, nicht nur die, die er durch Googlen gefunden hat.

  Man sieht an solchem Verhalten auch, dass die meisten Leute offenbar gar kein Bewusstsein für die Datenschutzproblematik besitzen. Betrachtet man nun noch die steigende Netzkriminalität, wird kalr, dass ich mit meinem Spruch gar nicht so fallsch liege, der besagt, dass ein Normalbürger mit Internetzugang mit einem Baby vergleichbar ist, dem man eine Rasierklinge zum Spielen gegeben hat.

  Man verstehe mich nicht falsch: ich halte das Internet für eine feine Sache und benutze es täglich, vor allem auch beruflich. Gefährliche Dinge und auch gefährliche Spielzeuge gehören zum Leben, ob es nun Küchenmesser, Autos, Jagdgewehre oder eben Computer und Netze sind. Aber man sollte sich damit auskennen, wenn man sie benutzt.

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7. Dezember 2010 2 07 /12 /Dezember /2010 11:31

"Alter Falter! - Noch ein Blog, das die Welt nicht braucht. Und umgekehrt." Unter diesem Titel gibt Bloggerkollege Stefan Manske aus Duisburg mehr oder weniger regelmäßig allerlei bunt Gemischtes von sich.
   "Alter Falter!" enthält launige Kommentare aber auch interessante Infos zum Zeitgeschehen, besonders auch zu Dingen die im Netz passieren und das Netz betreffen. Besonders zu empfehlen sind Stefans Tipps und Tricks zu Computer und Netzen, die sich zum großen Teil auch mit Multimedia befassen.   

   Mag ja sein, dass die Welt das alles tatsächlich nicht braucht, aber ein Besuch lohnt sich allemal. Mir jedenfalls gefällt es. Deswegen ist mir Stefans Blog "Alter Falter" nicht nur diese Meldung wert, sondern auch einen dauerhaften Platz in meiner Blogroll. Weiter so, Stefan!

 

Und hier gehts zu "Alter Falter!"

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8. November 2010 1 08 /11 /November /2010 18:57

Der Sommer hat sich nun verabschiedet und mit dem Winter kommt auch die Zeit, in der man sich vermehrt auch drinnen beschäftigt. Da wird dann auch der Computer wieder interessant, der nicht nur ein universelles Arbeitsmittel, sondern auch ein vielseitiges Spielzeug für Kreative ist. Eine Möglichkeit, die Grafikmöglichkeiten eines modernen Computers zu nutzen, ist der Bau von dreidimensionalen Szenen mit Hilfe geeigneter Software.
    Bereits vor einiger Zeit habe ich hier auf meinem Blog kurz die 3D-Software Blender vorgestellt., ein Open Source Programm, das man kostenlos herunterladen und benutzen darf. Seitdem habe ich mich nicht nur weiter in Blender eingearbeitet, sondern mich auch noch mit weiteren 3D-Programmen befasst, vor allem mit Bryce und dem DAZ Studio. Von beiden Programmen gibt es beim Anbieter DAZ3D kostenlose Versionen, mit denen man einiges anfangen kann.

Bryce

   Bryce dient zum Modellieren von Landschaften in 3D. Hier sind neben dem Gestalten der Landschaftsform und dem Ausstatten mit Details wie Bäumen und Steinen auch Beleuchtung und Wettereffekte möglich. Außerdem kann aus so genannten Primitives, also geometrischen Grundkörpern, auch einfache Gebäude und ähnliches gestalten. Zur weiteren Ausstattung von Szenen kann man auch Modelle im Wavefront-Object-Format laden.zwerg mit axt guckt von berg ueber flusstalEine mit Bryce erstellte Landschaft (Klick aufs Bild führt zu einer größeren Version)

Außerdem sollte auch der direkte Einbau von Szenen funktionieren, die an mit dem DAZ Studio gebaut hat. Dazu kann man das Studio aus Bryce heraus starten. Wenn man dort dann eine Szene baut sollte sich diese bei der Rückkehr zu Bryce mitnehmen lassen. Das funktionierte bei Bryce 5.5 auch ganz gut. Bei Bryce 7 hingegen stehen zumindest bei mir die Figuren dann aber immer splitternackt und glatzköpfig in der virtuellen Gegend herum. :-(

  Trotzdem muss man deswegen nicht verzweifeln: Man kann die Szenen, die man im DAZ-Studio macht, auch als Wavefront-Object-Dateien speichern und dann wie andere Modelle, die in diesem Format vorliegen, mit der entsprechenden Funktion in Bryce 7 importieren.

DAZ Studio

   Das DAZ Studio dient zum Bau von Szenen mit Menschen, menschenähnlichen Wesen wie Zwergen, Orks und Elfen sowie Tieren. Hier können Accessoires wie Kleidung, Schmuck und Waffen, aber auch Requisiten und Kulissen zugeladen werden.

ork beobachtet auf waldlichtung in einem teich badende zwer

Der lüsterne Ork und die Zwergin, die er heimlich beim Baden im Wald beoachtet, sind mit dem DAZ-Studio erstellt, die Landschaft mit Bryce (Klick aufs Bild führt zu einer größeren Version)

   Der Trick von DAZ besteht darin, dass zwar das Studio kostenlos heruntergeladen werden kann, ein Teil der Figuren bzw. deren Variationen und vor allem der Accessoires und der Kleidung jedoch Geld kosten. Es gibt allerdings auch immer wieder einige kostenlose Modelle und vor allem die Grundversionen der Figuren können umsonst heruntergeladen werden. 
Wenn man ein bisschen sucht, finden sich im Web jedoch auch noch an anderen Orten Materialien, die man für Szenen im DAZ Studio verwenden und kostenlos herunterladen kann.

Blender

   Außerdem lassen sich vor allem Requisiten und Kulissen wie Waffen, Möbel, Wände und dergleichen sehr gut selbst mit 3D-Programmen wie Blender erstellen und Texturieren. Neben dem Bau von dreidimensionalen Körpern und deren Bemalung bietet Blender auch die Möglichkeit, diese mit „Bones“ also Knochen zu versehen, mit deren Hilfe man sie für Stilllife-Szenen, aber auch für Animationen bewegen kann.

In Blender gebautes und texturiertes Modell einer Feile

Eine in Blender gebaute und mit diesem und PaintShopPro texturierte Feile. Leider sind bei dieser Bildgröße die Holzmaserung des Hefts und der Feilenhieb nicht zu erkennen.

   Im Prinzip lassen sich komplette Szenen mit selbstgebauten Figuren allein mit Blender realisieren und sogar zu Trickfilmen animieren, wie die beiden Beispiel „Elephants Dream“ und „Big Buck Bunny“ eindrucksvoll zeigen. Sogar über eine Game Engine verfügt Belnder, so das man ihn auch zur Spieleprogrammierung benutzen kann! Die Möglichkeiten sind dann fast grenzenlos, erfordern jedoch viel Einarbeitung und Kleinarbeit.

Software sinnvoll kombinieren

   Leichter tut man sich, wenn man für Landschaften Bryce verwendet und für Figuren das DAZ Studio. Die Charaktere für dieses sind bereits mit Knochen versehen und können relativ leicht in die verschiedensten Posen gebracht werden. Es gibt verschiedene männliche und weibliche Grundmodelle, die in unterschiedlichen Versionen und Abarten daherkommen und zum Beispiel Victoria, Michael oder Hiro heißen.

   Teilweise lassen sie sich auch im Aussehen verändern. Sehr variabel ist die Michael-4-Version „The Freak“, eine Bodybuilder-Figur aus der ich sowohl den Ork als auch den Zwerg in der Schmiedeszene gebastelt habe. Hier lassen sich mit zusätzlichen „Morphs“, die man sich herunterladen und gewissermaßen in die Figur einbauen kann, weitgehende Veränderung des Aussehens bewerkstelligen.

ork beim zwerg in der schmiede

Diese Szene aus einer zwergischen Schmiede habe ich im DAZ-Studio gebaut. Die Gegenstände habe ich teilweise im Netz zum Kostenlosen Dowload gefunden, die meisten jedoch wie die Esse, den Amboss und die Schraubstöcke mit Blender gebaut (Klick aufs Bild führt zu einer größeren Version)

    Leider habe ich noch keine derart variable Frauenfigur gefunden, so dass ich mit Zwergen- und Orkfrauen noch meine Probleme habe. Es gibt eine Victoria-3-Version aus der sich recht ansehnliche Orkfrauen machen lassen, aber die hat ihre Tücken: Sie wurde für die 1er Versionen des Studios gebaut, lässt sich zwar auch in die 3er laden, kann da aber für erheblichen Ärger sorgen: Mir ist es mehrfach passiert, dass sich mühevoll erstellte Szenen nicht wieder laden ließen oder nach dem Laden ganz einfach die gute Victoria nicht mehr da wahr. Da kommt Freude auf!

   Überhaupt weisen sowohl Bryce als auch das Studio einige üble Macken auf, die ich nicht verschweigen will, auch wenn man geshenkten Gäulen nicht zu tief in die Mäuler schauen sollte: Dass vor allem das Studio beim Abspeichern auch nur ein wenig komplexer Szenen unglaublich lange braucht, ist noch das wenigste. Es kann zum Beispiel passieren, dass Bryce eine komplexere Szene nicht mehr speichern kann und mit einer Speichermangel-Fehlermeldung abbricht. Das ist mir passiert, wenn ich Studio-Figuren mit vielen Ausrüstunsgteilen eingebaut hatte. Vermeiden lässt sich das, wenn man darauf achtet, dass die Arbeitsansicht beim Abspeichern im Drahtmodell-Modus und nicht im schattierten OpenGL-Modus ist. Ob das immer hilft, weiß ich allerdings nicht.

   Wenn man sich an die Macken gewöhnt hat, lassen sich jedoch sowohl Dryce als auch das DAZ Studio recht gut einsetzen und mit Blender hatte ich bisher in dieser Hinsicht eigentlich noch gar keine Probleme.Ein Beispiel für die Kombination aller drei Programme ist die Flusslandschaft im Bild oben: Die Landschaft habe ich mit Bryce erstellt, der Zwerg im Vordergrund stammt aus dem DAZ Studio. Sein Wams, die Axt und die Stiefel sowie die kleinen Häuschen am Flussufer und der Turm im Mittelgrund sind mit Blender gebaut worden.

   Meine Texturen bastele ich vor allem mit dem preisgünstigen aber guten PaintShopPro, wobei es die uralte Version 5 immer noch für mich tut. GIMP müsste hier aber auch gehen. Auf jeden Fall verwende ich dieses Programm, wenn ich den fertigen Bildern das Aussehen von Cartoons oder Ölgemälden geben will.

   Leider lassen sich hier auf Overblog nur kleine Bilder einbauen; daher habe ich sie hier mit Links versehen, die zu größeren Versionen der Bilder führen. Noch ein paar weitere Bilder - vor allem auch in Zukunft - gibt es auf meinem Fantasy-Blog. Viel Spaß beim Anschauen und Ausprobieren!

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18. August 2010 3 18 /08 /August /2010 10:46

Es gibt eine Reihe von Angewohnheiten, die nerven. Im Netz ist das nicht anders als im richtigen Leben. Ein Beispiel für üblen Netz-Nerv sind ToFu-eMails. ToFu hat außer der ulkigen Namensgleichheit eigentlich nichts mit dem japanischen Sojaquark Tofu zu tun - höchstens, dass manche weder das eine noch das andere mögen.

   "ToFu" steht für "Text oben - Fullquote unten". Damit ist gemeint, dass in der Antwort auf eine eMail deren Text unter dem der Antwortet vollständig zitiert wird. Das passiert offenbar, weil in einem gängigen eMail-"Programm", das die Leute nutzen, die es nicht besser verstehen (und das sind offenbar die meisten) beim Beantworten einer eMail der Cursor vor den zitierten Text der zu beantwortenden Mail gesetzt wird.

Ohne Nachdenken geht es halt schief 

   Der Netznormalo tippt dann, ohne sich weiter Gedanken zu machen, einfach wild drauf los und klickt schließlich auf "Absenden". Jetzt geht der komplette Text der ursprünglichen Mail wieder mit zu deren Absender. Wenn der auch wieder antwortet und von der gleichen Zunft ist, wie sein Partner, steht in dessen Mail dann außer der Antwort der Text seiner ursprünglichen Mail und der der Antwort seines Gegenübers. Mit jedem weiteren Wechsel wächst so der Datenschrott unter der Unterschrift des jeweiligen Absenders, welcher keinerlei relevante Informationen Informationen enthält. Wenn jetzt zwei Leute per eMail ein Thema länger auswalzen, kann man sich leicht vorstellen, dass der Datenschutt unter dem eigentlichen Inhalt jeder Mail schnell die Ausmaße eines Spiegel-Artikels erreicht. Dieser Datenschrott sorgt nicht nur für unnötige Netzlast, sondern müllt auch die Festplatten beider Teilnehmer unnötig voll.

   Übrigens ist die ToFu-Plage ein gutes Beispiel dafür, wie wenig Gedanken sich die meisten Leute über das machen, was sie tun, wie wenig sie hinterfragen. Das ist nicht nur beim Computern&Netzen so, sondern auch in anderen Bereichen, zum Beispiel auch beim Umgang mit Geld, was natürlich für allerlei Abzocke genutzt wird, der man nicht auf den Leim geht, wenn man auch nur ein Bisschen nachdenkt. Das ist aber eine andere Geschichte, zeigt aber, nicht zuletzt, dass Dirk Gently mit seienr These hat, dass alles mit allem zusammen hänge... ;-)  

Wie man richtig zitiert

   Zurück zum Thema: Der Ausdruck ToFu stammt aus dem Usenet, dem Forumsdienst des Internets, der so ähnlich zu handhaben ist wie man das von WebForen kennt. Die einzelnen Postings dort gleichen im Aufbau in etwa eMails, nur dass sie eben nicht an einen einzelnen Empfänger gehen, sondern vom Usenet-Server des Providers in der angegebenen Gruppe abgelegt, gegebenenfalls dem passenden Thread zugeordnet und weltweit an die anderen Usenet-Server verteilt wird.

   Die Bedienung des Newsreader gleicht ebenfalls der eines eMail-Programmes. Daher lassen sich die Regeln für das Zitieren im Usenet auch sinnvoll auf den eMail-Verkehr übertragen. Wie zitiert man nun aber richtig?

   Die erste Regel lautet, das man nur die Passagen zitiert, auf die man sich bezieht und auch nur so viel davon, wie nötig ist, damit der andere weiß, auf was man sich bezieht. Angenommen Hans schreibt Franz eine Mail, in der er ihn zu einer Fete einlädt und bittet um Zu- oder Absage:

 


Hi, Franz!

 

Es ist ja schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal eine Fete geschmissen habe. War ja ein tolles Fest, kannst Du Dich erinnern? Mittlerweile haben meine Eltern sich wieder einigermaßen beruhigt, die erste Rate für die neuen Möbel haben sie bereits bezahlt und die Flecken auf dem Teppich und den Tapeten sieht man schon fast nicht mehr. Eine neue Katze haben wir auch.

Deswegen habe ich meine Eltern überreden können, dass ich wieder eine Party steigen lassen kann. Daher lade ich dich am 35. Mai um 17.00 zu mir nach Hause ein. Bring bitte etwas zu trinken mit, eine Pulle Jacky wäre ok. Wenn Du willst kannst Du ja auch Deine Freundin Tanja mitbringen.

Gib bitte Bescheid, ob Du kommst.

 

Bis dahin ein schönes Wochenende!

 

Grüße

Hans


 

Wenn Franz die Mail beantwortet, sehen die Zitate laut der ersten Regel beispielsweise so aus:

 


Am 29.05. 2010, schreibseltest Du mir:

 

> Eine neue Katze haben wir auch.

 

> Daher lade ich dich am 35. Mai um 17.00 zu mir nach Hause ein. 

 

> Bring bitte etwas zu trinken mit, 

 

> eine Pulle Jacky wäre ok.

 

> Deine Freundin Tanja mitbringen.

 

> Bis dahin ein schönes Wochenende!


 Die zweite Regel besagt nun, dass man zwischen einem Zitat und der zugehörigen Antwort eine Zeile frei lässt sowie zwischen der Antwort und dem nächsten Zitat deren zwei. Das ist dann eigentlich auch schon alles. Die Antwort von Franz könnte demnach so aussehen:

 


Hi, Hans!

Am 29.05. 2010, schreibseltest Du mir:

 

> Eine neue Katze haben wir auch.

 

Oh, cool! Soll ich wieder die Grillkohle mitbringen?

 

 

> Daher lade ich dich am 35. Mai um 17.00 zu mir nach Hause ein. 

 

Klasse! geht in Ordnung!

 

> Bring bitte etwas zu trinken mit, 

 

Mache ich

 

 

> eine Pulle Jacky wäre ok.

 

Kann es auch Jim Beam sein? Ich bin derzeit etwas klamm mit Kohle...

 

 

>Deine Freundin Tanja mitbringen.

 

Darf es auch Yvonne sein? Tanja hat Schluss gemacht seitdem ich diesen Ausschlag habe. Yvonne stellt sich aber auch nicht an...

 

 

> Bis dahin ein schönes Wochenende!

 

Dir auch!

Grüße


   Auf diese Weise weiß Hans genau, auf welche seiner Fragen sich die jeweiligen Antworten seines Freundes beziehen, ohne dass die Mail unnötig anschwillt. Außerdem ist auf diese Weise jede Mail nicht nur schneller lesbar, sondern auch schneller zu beantworten, da man nicht selbst wieder hinschreiben muss, auf was man sich bezieht.

   Es braucht lediglich ein klein wenig Hirnschmalz und den guten Willen, sich diese beiden einfachen Regeln klarzumachen und, dass die Zitierfunktion den Zweck hat, das man sich Schreibarbeit spart.

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2. Juni 2010 3 02 /06 /Juni /2010 21:33

Nach den ersten beiden Teilen dieser Serie weißt Du, wie man den Audio Master als Karaoke-Maschine benutzen und seine Songs auch aufnehmen kann. Das ist zwar einerseits bereits die halbe Miete aber andererseits eben auch erst diese. Genauso wichtig ist nämlich auch die eigentliche Studioarbeit, das Abmischen und Mastern der Aufnahme.  

   Wenn Du weißt, wie man mit dem Audio Master abmischt und mastert, kannst Du auch eigene Songs aus selbst gemachten Midispuren und Audio-Takes aufnehmen und bearbeiten. Und schließlich möchtest Du aus der fertigen Aufnahme wohl auch ein MP3 machen, damit Du sie auf dem MP3-Player mitnehmen oder auch ins Netz stellen kannst. Beim Veröffentlichen musst Du jedoch vorsichtig sein: Wenn Du einen Song komplett selbst geschrieben hast, ist das kein Problem, denn Dir gehören alle Rechte daran, genauso auch, wenn Du ein Volkslied verwendest und (sicherheitshalber) das Kodieren als MIDI-File selbst erledigst. Bei fremden Songs wird es gefährlich: Du verwendest dabei ja geistiges Eigentum Anderer und das kann erheblichen Ärger bringen. Also Finger weg vom Veröffentlichen von Karaoke-Aufnahmen, auch wenn sie noch so toll klingen!

Abmischen und Mastern

    Wenn Du, wie ich es Dir empfohlen habe, Kopfhörer benutzt und damit Deinen Gesang ohne irgendetwas anderes auf der Audiospur hast, kannst Du die Aufnahme abmischen. Mit den Schiebereglern für die einzelnen Spuren im Mixerfenster, kannst Du diese lauter und leiser stellen. Du kannst sie auch mit der grünen Schaltfläche links unten neben dem Schieberegler ein- und ausschalten sowie mit der Solo-Schaltfläche für sich allein anhören. Ganz unten befindet sich der Pan-Regler, mit dem Du die Stereo-Position der jeweiligen Stimme einstellen kannst (mehr links, mehr rechts, in der Mitte...)

   Ein ganz besonderes Bonbon dabei ist, dass Du auf diese Weise auch die Karaoke-Dateien oft vorhandene Midispur mit der Melodie des Gesanges (oft ist ihr als Sound auch noch ein penetrantes Gedudel zugeordnet) ausblenden kannst, die beim Singen dazu dient, Dich zu führen. Ist dieses Gedudel nämlich in der fertigen Aufnahme noch vorhanden, erkennt jeder Eingeweihte sofort, dass es sich um eine Karaoke-Aufnahme handelt und auf jeden Fall verschandelt sie das ganze Stück. Probiere einfach aus, welche der Midispuren diese Stimme enthält und schalte sie ganz ab.

   Du kannst Dein komplettes Stück auch abspeichern. Dazu wählst Du „Save Sequence“ aus dem File-Menü und klickst Dich mit dem erscheinenden Datei-Dialog zum gewünschten Ordner. Beim ersten Abspeichern wirst Du außer nach dem Dateinamen auch nach einem Ordnernamen für das Stück gefragt, den der Audiomaster speichert einen ganzen Satz von Dateien für eine Sequenz, die er in einem Ordner zusammenfasst.

quatzmastern

Beim Mastern muss "Waveausgang Mix" im Audio-Input-Dialog als Quelle für den Toneingang ausgewählt sein

 

   Wenn Dir die Einstellungen gefallen, kannst Du die Master-Spur erzeugen. Das funktioniert im Prinzip genauso wie das Aufnehmen des Gesangs: Du wählst ein Spur aus, auf die Du den abgemischten Song aufnehmen willst und schalltest beide Kanäle ein, falls das Ganze Stereo werden soll. Wichtig ist, dass Du nun in der Windows-Lautstärkeregelung den Waveausg.-Mix als Soundeingang an Stelle des Mikrophons für die Aufnahme einstellst. Dann wird alles das, was die Soundkarte auf ihren Ausgang, also auf Boxen oder Kopfhörer, leitet, wieder als Eingang verwendet – sprich: Das was Du als Ergebnis Deiner Abmischerei hörst, wird aufgenommen. Mit dem Lautstärkeregler für Waveausg.-Mix kannst Du Deine Master-Spur aussteuern. Lass dazu Dein Stück zunächst mit der Abspiel-Schaltfläche laufen ohne aufzunehmen. Dabei stellst Du den Lautstärkeregler so ein, dass die Pegelanzeige an Deiner Masterspur nicht ständig ins Rote ausschlägt.

   Wenn der Pegel eingestellt ist, kannst Du die Master-Spur erzeugen. Setze den Abspielcursor wieder an den Anfang Deines Stücks und klicke am Sequenzer auf die Aufnahme-Schaltfläche. Wenn das Stück durchgelaufen ist, klickst Du die Stopp-Taste an und beantwortest „Keep this recording?“ mit dem Yes-Button. Setzt Du nun noch den Abspielcursor an den Anfang des Stückes und schaltest Deine Masterspur auf Solo, dann kannst Du Dir die abgemischte Version Deines Songs anhören.

Ein Mp3 machen

    Wenn Dir das Stück gefällt, kannst Du es auch als Mp3 abspeichern. Wenn nicht, löschst Du die Masterspur einfach und machst eine neue, solange, bis Dir da Ergebnis gefällt. Natürlich kannst Du auf diese Weise auch eine Gesangs- oder sonstige Audiospur neu aufnehmen, wenn sie Dir nicht zusagt.

quartzmp3Der Dialog zum Exportieren einer Audiospur (normalerweise der Masterspur) als MP3

 

   Um ein Mp3-File zu machen, wählst Du zunächst Deine Masterspur mit einem Mausklick aus. Dann gehst Du in das File-Menü und wählst dort Export – Audio. Nun erscheint ein Datei-Dialog, mit dem Du Dich zu dem Ordner klickst, in dem Du Deine Arbeit abspeichern möchtest. Gib jetzt noch einen Namen dafür ein und wähle im Dropdownmenü für den Dateityp „Quartz Mpeg Layer 3“, dann kannst Du auf „Speichern“ klicken und die Erstellung des Mp3-Files beginnt. Nach einer kurzen Zeit erscheint noch ein Dialog, in den Du einige Angaben zum Stück machen und die Kompressionsqualität wählen kannst.

   Egal, ob Du hier etwas eingibst bzw. die vorgegebene Kompression veränderst oder nicht, kannst Du auf „OK“ klicken und die Verarbeitung beginnt. Das kann je nach Länge Deines Stückes und Leistung Deines Computers ein wenig dauern. Am Ende befindet sich jedoch das Mp3-File mit Deiner Musike auf Deiner Platte. Du kannst es mit jedem Abspielprogramm, welches Mp3s wiedergibt, abspielen und natürlich auch auf Deinen Mp3-Player übertragen und mitnehmen.

Weitere Möglichkeiten mit Quartz

    Wenn Du auf die beschriebene Art und Weise Deine erste „Studioaufnahme“ gemacht hat, bist Du mit den wichtigsten Funktion des Quartz Audio Masters vertraut und kannst sie auch für andere Zwecke einsetzen.

   Ich habe zum Beispiel damit meine Erzählung „Ein Zwerg räumt auf“ als Podcast aufgenommen und ein bisschen mit selbstgemachter Musik „garniert“. Das Ergebnis kannst Du Dir bei Podspot anhören.

   Du musst zum Beispiel nicht unbedingt vorgefertigte Midi-Dateien verwenden, sondern kannst sie mit einem Midi-Codierprogramm auch selbst machen. Du kannst so beispielsweise Bass- und Schlagzeugpart eines Songs als Midi-Datei codieren, zwei Gitarren und den Gesang aufnehmen un das ganze auf die verbleibende vierte Spur mastern. Falls es übrigens Probleme gibt und eine Spur beim Mastern nicht funktionieren will, was bei mir manchmal vorkommt, verschiebe einen der Audioparts dorthin und mastere auf die so freigewordene Spur.

Einige nützliche Werkzeuge

    Für eigene Aufnahmen ist es ganz nützlich, wenn man noch ein paar weitere Werkzeuge des Audio Masters kennt: Wenn Du mit der rechten Maustaste auf eine der Spuren klickst, macht ein kleines Tooltip auf, mit dem Du einige Werkzeuge auswählen kannst.

     Standardmäßig ist das Auswahlwerkzeug, der Pfeil, eingeschaltet. Außerdem gibt es unter anderem die Schere (Scissors) und den Stift (Pen), die beide recht nützlich sind. Mit der Schere kannst Du Audio und Mid-Blöcke trennen, indem Du einfach an die Stelle klickst, an der Du trennen willst. Es ist ein bisschen fummelig, die jeweils richtige Stelle zu treffen. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, kannst Du den Vorgang auch mit Strg-Z rückgängig machen und dann wiederholen.

quartzwerkzeuge

Die Werkzeuge zum Bearbeiten der Spuren

 

   Mit dem Pen (Stift) kannst Du auf der Platte befindliche Teile von Stücken einfügen. Wenn Du Dein Take abgespeichert hast, sind die einzelnen Midi- und Audioblöcke als separate Dateien vorhanden, deswegen auch die Frage nach einem Namen für ein Verzeichnis beim Abspeichern, in welchem Du nun diese „Einzelteile“ findest und mit dem Pen einfügen kannst. Du kannst auf diese Weise zum Beispiel eine Phrase oder ein Riff nur einmal aufnehmen und mehrfach in einem Stück verwenden.

   Ebenfalls interessant ist das Glue-Tool, der Kleber. Damit kannst Audio- und Midiblöcke zusammenkleben. Es gibt noch mehr Werkzeuge, aber die wirst Du am Anfang noch nicht brauchen.

Ein Beispiel für eine Aufnahme

    Die vier Audiospuren von Quartz Audio Master sind ein bisschen wenig, aber für solche kleinen Sachen kommt man damit zurecht. Ich habe bei der Aufnahme meiner Erzählung „Ein Zwerg räumt auf“ als Podcast zunächst den Text aufgesprochen. Du kannst dabei, wenn es sich um längere Texte handelt, durchaus auch mehre Abschnitte machen, so wie ich es auch getan habe und zwar habe ich vor allem an den Zwischenüberschriften unterbrochen, so dass ich später hier jeweils eine kleine musikalische Überleitung einbauen konnte.

   Anschließend habe ich die zwei Stimmen des Gitarrenstücks nacheinander aufgenommen, miteinander abgemischt und eine Art „Zwischenmasterspur“ daraus gemacht. Anschließend habe ich die Blöcke auf der Vorlesespur an den Stellen mit den Zwischenüberschriften auseinandergerückt, und dort auf einer anderen Spur mit dem Pen die „Zwischenmasterspur“ mit dem Gitarrenstückchen eingefügt und zwar so, dass sie sich mit den Vorleseblöcken überlappte. Wenn Du das Stift-Werkzeug verwendest, kannst Du damit nämlich einen Part aus dem Verzeichnis (dem Ordner) holen, der beim Abspeichern des Stückes angelegt wurde und, wenn Du willst, auch mehrfach, an beliebigen Stellen im Stück einfügen.

   Beim endgültigen Mastern habe ich die beiden Spuren mit den einzelnen Gitarrenstimmen dann nicht mehr benutzt, sondern immer kurz vor dem Ende eines Vorleseblockes mit dem zugehörigen Lautstärkeregler die komplette Musik auf der „Zwischenmasterspur“ auf- und nach Beginn des nächsten Blocks wieder abgeblendet.

   Das, was ich Dir hier verraten habe, ist zwar noch lange nicht alles, was man mit dem Quartz Audio Master machen kann, aber für die ersten Experimente mit dem eigenen Tonstudio auf dem Schreibtisch sollte es reichen. Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

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29. Mai 2010 6 29 /05 /Mai /2010 16:55

Dass Google aktuell einer der größten, wenn nicht gar der größte Datenkrake ist, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Hat es aber wohl doch nicht oder es wird ignoriert, denn alle Welt sucht weiter mit Google und gibt dabei ohne es zu wissen oder wissen zu wollen teilweise Intimstes preis. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, Google zu nutzen, ohne dass die datensammelwütige Suchmaschine etwas über einen erfährt und die heißt Scroogle.

scroogle01 

Die Startseite von Scroogle

 

   Viele Leute sind aber offensichtlich auch nicht in der Lage, sich vorzustellen, was man aus einer Handvoll (scheinbar) nicht sensibler Daten machen kann, wenn man sie in hinterlistiger Weise verknüpft. Daher vermeide ich es zum Beispiel auch, den gängigen Spruch "Google ist Dein Freund" zu verwenden, wenn ich jemandem empfehle, etwas im Netz zu suchen. Google ist nämlich keineswegs ein Freund, sondern erinnert mich eher an den Guten Onkel, der die kleine Kinder mit Bonbons lockt um ihnen dann das Höschen auszuziehen.

   Das Dumme dabei ist aber, dass man Google schlecht boykottieren kann, da er leider, leider de facto der Schlüssel zum Web schlechthin ist. Knitze Surfer setzen sich jetzt aber nicht auf ihre fünf Buchstaben und greinen über die pöse, pöse (Netz-)Welt, sondern benutzen ihr Hirn und die altbewährte Philosophie des Kreativen Missbrauchs aka Hacker-Mentalität.

   In diesem Falle braucht man sogar noch nicht einmal selbst kreativ und missbräuchlich zu werden, denn das haben bereits schlaue IT-Freaks gemacht, indem sie eine Proxy-Website eingerichtet haben, mit der man bei Google suchen kann, ohne dass Google weiß, wer da sucht:

Scroogle Scraper

  Man gibt beim Scroogle Scraper ganz einfach seine Suchphrase ein, genau so wie man es direkt bei Google auch machen würde. Der einzige kleine Wermutstropfen ist, dass man hier nur nach Websites suchen kann, die speziellen Suchen nach Videos, Bildern und so weiter sind hier (noch) nicht implementiert.

scroogle02

Es gibt auch eine Suchmaske für Seiten auf Deutsch

 

Natürlich sollte man sich bei der Benutzung von Proxies immer auch klar sein, dass zumindest am Eingang des Systems doch immer die Informationen aufschlagen, die man nicht preisgeben möchte - und sie noch um ein Merkmal erweitert sind: Nämlich um die Information, dass es sich mit guter Wahrscheinlichkeit um Informationen handelt, von denen der Bezogene nicht möchte, dass sie bekannt werden.

   Hier bleibt also nur die Hoffnung, dass der Betreiber eines Proxies nicht selbst unlautere Absichten verfolgt. Man sollte sich also immer ansehen, wer einen Proxy betreibt, ein gesundes Misstrauen bewahren und sich überlegen, was man tut.

   Scroogle ist in der Szene bekannt und man weiß, dass hinter dem Dienst der Google-Kritiker Daniel Brandt steckt, der auch die Google-Watch Website betreibt. Natürlich könnte dahinter auch wieder ein Verschwörung stecken ;-) aber man müsst schon ziemlich paranoid sein, um das zu glauben. Letzte Sicherheit gibt es nicht und daher suche ich persönlich lieber mit Scroogle.

 

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