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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

9. Mai 2011 1 09 /05 /Mai /2011 09:55

Als mein Freun Isi, im Netz auch unter dem Namen Beni Shangul bekannt, die Arbeit an seinem Blog "Abenteuer Kochen" einstellte, erklärte er das damit, dass er viele Dinge zu sagen habe, die einfach nicht unter das Lebel "Kochen" passen. Er versprach, mit einem neuen Blog unter einem erweiterten Titel wieder zu kommen, welches dann Raum für alles die Dinge haben würde, die nicht auf seihn Koch-Blog passten.

 Jetzt hat Isi sein Versprechen eingelöst und ist mit seinem neuen Blog "Abenteuer Leben" ans Netz gekommen. Isi ist wie ich Christ, aber obwohl wir verschiedene Gemeinsamkeiten haben, doch auch wieder anders gestrickt als ich. Schon vor vielen Jahren haben wir festgestellt, dass wir uns wohl aus genau diesem Grund so gut verstehen. Daher denke ich, dass die Dinge, über die er schreibt, eine gute Ergänzung zu meinen Gedanken sind. Guckt doch einfach einmal rein, was er alles zu sagen hat!  

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2. Mai 2011 1 02 /05 /Mai /2011 10:51

  Sicherlich kann man den von den USA gemeldeten Tod von Osama bin Laden als Nachricht des heutigen Tages bezeichnen. In den USA gehen die Wogen der Volksbegeisterung angeblich hoch. Ein Schelm natürlich, der Schlechtes dabei denkt, dass von der Leiche des meistgesuchtesten Mannes der Welt nur ein undeutliches Foto existiert und der Körper, wie ebenfalls gemeldet wurde, heimlich, still und leise auf See bestattet worden sein soll. Und natürlich wäre es auch subversiv, darauf hinzuweisen, dass die Erlegung von Osama bin Laden - der ja von vielen bereits für schon seit längerer Zeit tot gehalten wurde - ausgerechnet zu einem Zeitpunkt kommt, an dem den USA das Wasser bis zum Hals steht und ein solcher "Erfolg" mehr als nur willkommen ist. Natürlich werden auch schon einmal Racheakte befürchtet, was sicherlich Grund sein wird, die Sicherungsmaßnahmen gegen Terroranschläge zu verstärken.

Lustig in diesem Zusammenhang ist ein recht peinlicher Verschreibsler der einem Redakteur von Spiegel Online unterlaufen ist. Er verwechselte das "s" auf seiner Tastatur mit dem "b" und schrieb: "Obama verantwortlich für Tod tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt." Natürlich wurde das schnell ausgebessert, aber der Spiegel meldete diesen Fehler kurz darauf im Live-Ticker - zusammen mit dem Hinweis, dass Regierungssprecher Steffen Seibert das gleiche zuvor auf Twitter passiert ist. Ebenfalls ein Schelm ist, wer nun mutmasst, dass dieses Schuldeingeständnis für den, der es geschrieben hat, eine willkommene Gelegenheit war, diesen Satz noch einmal zu bringen....

 

 

 

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23. April 2011 6 23 /04 /April /2011 18:12

Blumenstrauss

Wenn man beim Bibellesen aufmerksam ist und ein wenig mitdenkt, findet man immer wieder einmal interessante Kleinigkeiten. Diesmal war es ein Detail der Ostergeschichte im Markusevangelium, das ich interessant fand: In Kapitel 16,3 steht dort, dass die Frauen, die am Ostermorgen zu Jesu Grab gingen, noch gar nicht wussten, wer ihnen den Stein vor dem Eingang fortwälzen sollte.

   Ich weiß nicht, wie oft über dieses Detail hinweggelesen wird, dabei enthält es bei genauem Hinsehen eine kleine, ermutigende Botschaft: Da sind diese Frauen also einfach einmal losgezogen um den Leichnam Jesu zu salben, obwohl sie doch noch gar nicht wussten, wie sie überhaupt in das Grab gelangen sollten. Oder anders betrachtet: Sie haben ihr Vorhaben einfach einmal angepackt und darauf vertraut, dass sich für diese eine Schwierigkeit eine Lösung finden wird. Nun kann es ja einerseits sein, dass man bei einem Projekt tatsächlich eine Schwierigkeit doch nicht meistern kann und aufgeben muss, aber auf der anderen Seite ist auch etwas anderes ganz klar: Wenn man sich von vorausgesehenen echten oder vermeintlichen Schwierigkeiten davon abhalten lässt, etwas anzupacken, wird man ganz sicher gar nichts erreichen.

   Und was passiert den Frauen am Ostermorgen: Nicht nur, dass der Stein vor dem Eingang fortgewälzt ist, in der Folge stellt sich auch heraus, dass Jesus auferstanden ist. Nicht nur, dass das kleine Problem der Frauen gelöst wurde, die ganze Geschichte wendet sich zum Guten.

   Lasst uns also auch dieses kleine Detail der Ostergeschichte aus dem diesjährigen Osterfest mitnehmen und an den Stein vor dem Grab denken, wenn wir uns überlegen, ob wir etwas anpacken wollen, bei dem noch nicht jedes kleine Detail vorab gelöst ist. Man sieht in der Regel mehr, wenn man bereits ein Stück des Weges gegangen ist und manche vorausgesehene Schwierigkeit ist dann gar keine mehr. Und manchmal kommt es sogar noch viel besser als man je zu hoffen gewagt hat.

 In diesem Sinne: Frohe Ostern!

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9. April 2011 6 09 /04 /April /2011 09:01

Wenn man sich aus anderen Quellen als den Mainstream-Medien informiert, sich abweichende Meinungen bildet und diese auch mal äußert, kann es sein, dass man zu hören bekommt, man würde das glauben, was man glauben will. Das mag ja schon sein. Nur wirft es folgende Frage auf:

Ist es nicht immer noch besser, das zu glauben, was man selbst glauben will, anstatt das zu glauben, von dem andere wollen, dass man es glaubt?  

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2. April 2011 6 02 /04 /April /2011 10:46

Wie einige meiner Leser sicher wissen, schreibe ich auch immer wieder bei Suite 101. Gestern habe ich dort einmal wieder zwei Artikel veröffentlicht.Einer befasst sich mit der Frage, was das oft als Totschlagargument benutzte Prädikat "wissenschaftlich erwiesen" eigentlich bedeutet. Der andere setzt sich mit den Ungereimtheiten in der von vielen Menschen als die absolute Wahrheit angesehenen Evolutionstheorie auseinander, die mittlerweile nicht nur von den so genannten Kreationisten, sondern auch von Anhängern des Intelligent-Design-Gedankens thematisiert werden.

Update 30.0411: Der erwähnte Artikel über die Ungereimtheiten der herrschenden Vorstellung über Entstehung und Entwicklung unserer Welt - also der Evolutionstheorie - wurde von dem zuständigen Redakteur mit recht fadenscheinigen Begründungen deaktiviert und der Link auf die Startseite von suite101 umgelenkt. Da ich gegen diese Zensur nichts ausrichten kann und auch keine Lust habe, mich dumm herumzustreiten, habe ich den Artikel einfach hier auf meinem Blog eingestellt und den Link oben entsprechend angepasst.   

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27. März 2011 7 27 /03 /März /2011 22:46

Schön, dass wir hier in Württemberg dem Franz Joseph Strauß für Arme, Stefan Mappus, heute gehörig in die Suppe gespuckt haben. Schön, dass das den Filz ein wenig durcheinanderbringt, weil mit Ministern und Ministerpräsident jetzt auch Ministerialbeamte ausgewechselt werden, was natürlich alte Seilschaften zerstört. Schön, dass auch mal wir im Ländle "denen da oben" gezeigt haben, dass wir auch noch da sind. 

   Dauerhaft wird sich ja wohl kaum etwas ändern, denn auch an den neuen Köpfen werden offene Ohren für das Zaubersprüchlein "Es soll ihr Schade nicht sein..." angewachsen sein. Da braucht man sich bei unseren etablierten Parteien und unserem scheindemokratischen System nicht der geringsten Illusion hinzugeben.

   Immerhin jedoch ein Achtungserfolg - und vielleicht ja auch ein Wendepunkt: Mit Wahlen allein wird es zwar nicht zu schaffen sein, aber wenn sich die Kultur des Wutbürgers weiterentwickelt und das auf die Straße gehen für die eigenen Belange Schule macht, könnte sich mit der Zeit doch etwas bewegen.

  Ein Armutszeugnis jedoch ist die "Rekord-Wahlbeteiligung", wie Spiegel Online sie genannt hat, von 66%. Das muss man sich einmal sinnig geben: Ein volles Drittel der "mündigen Bürger" interessiert es eine feuchten Furz, was "die da oben" machen. Anstatt wenigstens einmal in vier Jahren Flagge zu zeigen, blieben diese Leute lieber auf ihren Är...en daheim vor dem Verblödungskasten beim Prollglotz von Bertelskirch und Co.

  Armes Deutschland, armes Württemberg! Graf Eberhard würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er das wüsste.

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8. März 2011 2 08 /03 /März /2011 16:59

Der Meisterdetektiv aus der Baker Street 221b gehört nicht nur zu den bekanntesten literarischen Gestalten, sondern ist auch der Held unzähliger Filme aus verschiedenen Ländern einschließlich Russland. Guy Ritchies Interpretation des Themas ist jedoch weit mehr als nur irgendein weiterer Sherlock-Holmes-Film, sondern zeigt den Meisterdetektiv in einer ganz neuen Weise.

   Manchmal kommt mein Sohn und möchte einen „Kinoabend“ machen, was bedeutet, das man sich einen Film aus der Videothek holt, im Familienkreis ansieht und dazu Popcorn und dergleichen futtert. Am letzten Samstag war es wieder einmal so weit und auf dem Programm stand Sherlock Holmes.

     Der Meisterdetektiv ist für mich ein guter, alter Bekannter, denn vor Jahren hatte ich einmal eine Phase, in der ich alle seine Abenteuer, so weit ich sie auf Englisch bekommen konnte, las. Übrigens sehr zu empfehlen, denn nur in der jeweiligen Originalsprache ist Literatur wirklich echt – und Sherlock Holms eben „so richtig englisch“. An den Film ging ich jedoch nicht ganz unskeptisch heran, da ich gar nicht wusste, was das für einer war und „das Übliche“ erwartete.

     Doch bereits in den ersten Szenen bemerkte ich, dass hier jemand in einer ganz neuen Weise an die Figur des Sherlock Holmes herangegangen ist. Dabei ist die eigentliche Handlung des Filmes nicht das Entscheidende, denn die ist eine typische Sherlock-Holmes-Geschichte, in welcher der Meisterdetektiv üble Bösewichte mit Hilfe der „Deduktion“ (etwa das gleiche wie Nick Knattertons „Kombiniere“) ermittelt und zur Strecke bringt.

   Toll an Guy Ritchies relativ neuer Verfilmung ist zunächst die Sichtweise der beiden Hauptfiguren. Holmes, dessen Schwäche für Rauschgifte in den literatischen Vorlagen eher nur angedeutet wird, wird als eine Art Lebemann und Abenteurer dargestellt, der eifersüchtig auf die Braut seines Freundes Watson ist und sich deswegen bei einem gemeinsamen Abendessen sogar recht unmöglich benimmt. Diese Facette des Meisterdetektives steckt übrigens tatsächlich bereits in Sir Arthur Conan Doyles Vorlage und wurde bereits an einer ganz anderen Stelle herausgearbeitet: Bei der Serie über den seltsamen Arzt Dr. House, der Krankheiten mit Hilfe detektivischer Methoden diagnostiziert und seinem Freund Dr. Wilson, deren Namen nicht von ungefähr ähnlich klingen wie Holmes und Watson. Das aber nur am Rande, weil die entsprechenden Szenen mit Watson und Holmes an die mit Dr. House und Dr.Wilson erinnern.

   Holmes Eifersucht zieht sich auf tragikkomische Weise durch den Film, denn es soll der letzte Fall sein, den die beiden gemeinsam lösen, da Watson bei Holmes ausziehen und heiraten will. Wie Gregory House setzt der ebenfalls offenbar latent schwule Detektiv seinem Freund mit allerhand Gemeinheiten zu.

   Die im Film erzählte Geschichte beginnt dort, wo sie eigentlich enden sollte: Holmes und Watson machen einen gewissen Lord Blackwood dingfest, der hinter einer Serie von Ritualmorden steckt. Er wird zum Tode verurteilt, gehängt und von Dr. Watson für tot erklärt, der bei der Hinrichtung als Arzt fungiert, um seinen letzten Fall mit Sherlock Holmes bis zum Ende zu begleiten. Kurz darauf steigt der Bösewicht jedoch aus seinem Grab und setzt sein schändliches Treiben fort. Dr. Watsons Reputation als Arzt steht auf dem Spiel und daher bleibt ihm nichts anderes übrig, als erst einmal weiter mit Sherlock Holmes zusammen zu arbeiten.

   Offenbar mit Hilfe schwarzer Magie tötet Lord Blackwood weiter Personen und es stellt sich heraus, dass er nach der Herrschaft über das britische Empire strebt: Ein Mitglied einer einflussreichen Loge, deren Vorsitz der böse Lord an sich reißt, stellt sich ihm entgegen und geht in Flammen auf, als er auf ihn schießt. Blackwoods eigener Vater, ebenfalls Logenmitglied, der seinen unehelichen Sohn stoppen will, ertrinkt ohne erkennbare Ursache in der Badewanne.

   Die Jagd nach Lord Blackwood führt Sherlock Holmes und Dr. Watson durch die Slums und Industriegegenden des viktorianischen London, das in hinreißender Weise mit echten und digital erzeugten Kulissen in Szene gesetzt wurde. Es gibt herrliche Action-Szenen, bei den sich Sherlock Holmes als gefährlicher Straßenkämpfer entpuppt, der seine Gegner mit äußerstes Brutalität blitzschnell außer Gefecht setzen kann. Eine dieser Schlägereien, bei der Sherlock Holmes und Dr. Watson gegen ein wahres Monstrum von einem Mann kämpfen müssen, endet in einer Werfthalle. In ihrem Verlauf läuft ein halbfertiges Schiff vorzeitig vom Stapel und versinkt in der Themse.

   Mit in den Fall verwickelt ist Sherlock Holmes Gegenspielerin, die Meisterverbrecherin Irene Adler, für die er genauso ein Faible hat wie sie für ihn. Sie bittet Holmes um Hilfe, trickst ihn dann aus und wird dann aber von ihm in einer der fulminanten Action Szenen vor einer automatischen Bandsäge in einem Schlachthaus gerettet, von der Lord Blackwood sie zersägen lassen wollte. Schließlich hilft sie Sherlock Holmes und Dr. Watson dabei, zu verhindern, dass der üble Lord Blackwood mit Hilfe einer ausgeklügelten Höllenmaschine beide Häuser des Parlaments bis auf diejenigen Leute, vergiftet die mit ihm im Bunde sind.

     „Sherlock Holmes“ von Guy Ritchie führt die Zuschauer in die Abgründe des viktorianischen London und zeigt die dunklen Seiten der „guten alten Zeit“, Okkultismus, Schmutz und Verdorbenheit in opulenten Bildern, das mechanistische Weltbild der damaligen Zeit – zu dem auch Sherlok Holmes' detektivische Methode der „Deduktion“ gehört – mit seiner Wissenschafts- und Technikgläubigkeit genauso wie das äußeres Erscheinungsbild des fin de siecle mit Krinolinen, Vatermördern, Gaslicht und Pferdekutschen. Das ganze würzt Guy Ritchie auch noch mit einer kräftigen Prise Komik. Alles in allem solide Unterhaltung, vielleicht kein „großer“ Film, aber auf jeden Fall ein guter, auf keinen Fall ein primitiver und schließlich einer, den anzusehen mir wirklich Spaß gemacht hat und den ich gerne weiterempfehle.

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4. März 2011 5 04 /03 /März /2011 11:54

Was beim unsäglichen Glühlampenverbot leider noch nicht wirklich stattfand, ist jetzt bei der zwangsweisen Einführung von „Bio-Sprit“ passiert: Die Leute zeigen der Politik, wo es lang geht. Ob jetzt E10 eine tolle Sache ist oder nicht sei hier einmal dahingestellt – interessant an der Sache ist nämlich auch, dass sie zeigt, wie ein Boykott beschaffen sein muss, damit erfolgreich sein kann.

   Über die „Einsparung“ von CO2 durch den neuen „Bio-Kraftstoff“ E10 brauchen wir nicht zu reden, denn mittlerweile weiß ja bereits der Dümmste – oder müsste es wenigstens wissen – dass der so genannte Treibhauseffekt und die angeblich von Menschen gemachte Klimaerwärmung ein großer Humbug sind. Trotzdem ist es – wie ich ja auch immer wieder betone – sinnvoll, regenerative Energiequellen zu nutzen und von den fossilen Energieträgern weg zu kommen. Zum Einen sollten wir bisher besser noch davon ausgehen, dass die Vorräte an Erdgas und Erdöl begrenzt sind; zum Anderen lassen sich regenerative Energiequellen sehr gut regional, lokal und sogar auf der Ebene des einzelne Haushaltes nutzen. Das macht unabhängig von Konzernen und anderen Ländern und ist daher unbedingt zu begrüßen.

Taugt der „Bio-Kraftstoff“ E10 etwas?

   Allerdings ist die Einführung des Bio-Kraftstoffes E10 im günstigeren Falle zu einem Schildbürgerstreich geraten, im ungünstigeren sogar das, wofür viele sie halten: ein gescheiterter weiterer Versuch, die Menschen mit Hilfe der Klima-Ablass-Religion abzuzocken. Eine unsägliche Sache ist es schon einmal, von möglichen Schäden am Motor zu schwafeln, dann aber nicht klipp und klar sagen zu können, welche Autos den neuen „Bio-Kraftstoff“ E10 vertragen und welche nicht.

   Übrigens ist diese Information nicht Sache der Hersteller, sondern die der Mineralöl-Firmen. Und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Sie verkaufen diesen „Bio-Kraftstoff“ E10, müssen also dafür haftbar zu machen sein, wenn der irgendetwas kaputt macht. Etwas anderes ist dem Verbraucher nicht zuzumuten, wenn man will, dass er die Plempe kauft.

 niva.jpg

Leider habe ich meinen guten, alten Lada Niva nicht mehr. Den hätte ich auf jeden Fall mit E10 betrieben...

 

   Ob jetzt dieser „Bio-Kraftstoff“ E10 dem Zerknalltreibling wehe tut, wage ich einmal zu bezweifeln: Alkohol ist ein Lösungsmittel, klar, und kann daher Kunststoffe angreifen. Allerdings ist Benzin ebenfalls ein Lösungsmittel und kann Kunststoffe ebenfalls angreifen. Tatsache ist auch, dass es vor über 40 Jahren schon Aral Super mit Alkohol gab und nichts zu hören war, dass dieses den Motoren geschadet hätte. Behauptet wurde von Aral jedenfalls sogar, dass der „Schuss“ im Sprit dem Motor gut täte.

   Waren die damals im Kraftstoffsystem verbauten Kunststoffe und Alu-Legierungen besser gegen Alkohol beständig als die heutigen? Wenn ja: Dann sollten sich die Autobauer auf gut Schwäbisch gesagt „en dr Rauch henka lau“ (in den Rauch hängen lassen). Übrigens werden in anderen Ländern teilweise sehr viel höhere Alkoholgehalte auch in älteren Autos gefahren und es ist kaum vorstellbar, dass Autohersteller schon vor Jahren beim gleichen Auto unterschiedliche Materialien für die verschiedenen Exportländer verbaut haben.

   Über ökologischen Sinn oder Unsinn im Zusammenhang mit dem „Bio-Kraftstoff“ E10 möchte ich mich nicht weiter verbreiten, denn dazu müsste man die gesamte Energiebilanz von Alkohol und Benzin von der Gewinnung über die Aufarbeitung bis zum Transport betrachten. Was allerdings für den „Bio-Kraftstoff“ E10 spricht, ist die einfache Tatsache, dass er zu 10% nicht aus Erdöl ist und daher zu eben diesen 10% aus einem Rohstoff besteht, den man überall und somit auch bei uns gewinnen kann.

Lohnt es sich, den „Bio-Kraftstoff“ E10 zu tanken?

   So man sich nun nicht fürchtet, dem geliebten Automobil diesen “Bio-Kraftstoff“ E10 zuzumuten, stellt sich die einfache Frage, ob es sich lohnt, diesen Alcopop zu tanken. Dazu ist neben einem Versuch ein wenig Rechnerei notwendig: Mit dem Versuch stellt man fest, ob und wieviel „Bio-Kraftstoff“ E10 man gegenüber dem unbesoffenen Pistensaft mehr braucht. Falls ja, rechnet man sich aus, ob diese größere Menge „Bio-Krafstoff“ E10 immer noch weniger kostet, als die kleinere Menge des teureren anderen Sprits. So einfach kann das Leben sein.

   Übrigens warb Aral seinerzeit für sein Super mit Alkohol unter Anderem auch mit „mehr Kilometern“. Ob damit jetzt die gefahren Kilometer pro Tankfüllung oder die Lebensdauer der Maschine gemeint waren weiß ich nicht. Allerdings war damals von „sauberer Verbrennung“ die Rede, was darauf hinweist, dass mit „mehr Kilometer“ (auch) der Verbrauch gemeint war.

   Tatsache ist nun, dass Alkohol weniger Energie pro Liter enthält als Benzin, was theoretisch zunächst einen höheren Verbrauch verursacht. Wenn Autos seinerzeit tatsächlich mit dem alkoholhaltigen Sprit weiter fuhren als mit dem herkömmlichen, wird das an der saubereren Verbrennung gelegen haben, welche den geringeren Energiegehalt ausgeglichen hat. Es ist nun denkbar, dass dies heute nicht mehr der Fall ist, weil die heutigen computergesteuerten Einspritzer so schon wesentlich sauberer verbrennen (sollten) als die damaligen Vergaseraggregate. Dann bringt der Alkohol keine Einsparung mehr durch bessere Verbrennung und der geringere Energiegehalt des „Bio-Kraftstoffes“ E10 schlägt voll auf den Verbrauch durch.

Was der Boykott beim „Bio-Kraftstoff“ E10 mit Selbstversorgung zu tun hat

   Die missglückte Einführung des „Bio-Kraftstoffes“ E10 ist ein gutes Beispiel für einen funktionierenden Boykott, der Politik und Konzerne sehr schnell in die Knie zwingen kann. Es gibt nämlich zwei Arten von Boykotts. Die einen verursachen den Boykottierern zunächst Nachteile. Ein Beispiel dafür wäre ein Streik: Die Streikenden müssen Einkommenseinbußen hinnehmen, bringen ihren Arbeitsplatz in Gefahr und gehen mancherorts sogar Risiken für Leib und Leben ein.

   Auch der Bankenboykott vom 7. Dezember letzten Jahres war so etwas: Das Abheben seines ganzen Geldes von der Bank wäre zumindest ein Unannehmlichkeit gewesen – abgesehen von dem Risiko, dass man mit viel Bargeld in der Tasche auf der Straße eingeht. Daher hat leider kaum jemand an der Aktion teilgenommen. Schade, denn wenn mehr Leute mitgemacht hätten, wären die Banken tatsächlich in ernste Schwierigkeiten gekommen.

     Die zweite und bessere Art des Boykotts ist die, bei der das entsprechende Verhalten dem einzelnen keine Nach- sondern (zumindest vermeintliche) Vorteile bringt. Das war der Fall, als uns dieser Tage der „Bio-Kraftstoff“ E10 aufgezwungen werden sollte: Die Leute glaubten zumindest, dass es besser für ihre Autos sei, Super Plus und nicht den „Bio-Kraftstoff“ E10 zu tanken und so machten viele Menschen mit. Aus Sicht des Einzelnen war mit dem Boykott auf jeden Fall ein Vorteil verbunden, unabhängig, ob viele oder wenige mitmachten. Und daher machten eben viele mit und trafen die Ölkonzerne empfindlich wie man am derzeit herrschenden Geschrei merkt. Obwohl das Ganze keine koordinierte und geplante Aktion war, traf sie die Konzerne an ihrer empfindlichen Stelle: beim Geld nämlich.

   Genauso funktioniert die Selbstversorgung in allen ihren Variationen. Ob man nun sein Auto selbst repariert, Nahrungsmittel im eigenen Garten erzeugt oder sein Haus in Eigenarbeit baut: Immer umgeht man auf jeden Fall die Abzocke, die wirksam wird, wenn man für Geld arbeitet und mit Geld kauft. Man hebelt elegant Steuern, Unternehmensgewinnen und vor allem auch den Zins aus, der mittlerweile im Durchschnitt schätzungsweise 40% aller Preise ausmacht. Machen es viele Leute so, bringt die Selbstversorgerei das herrschende System in ernste Schwierigkeiten, den auch sie trifft es an seiner empfindlichen Stelle, nämlich beim Geld. Bleibt man Einer von Wenigen, schadet man zwar nicht dem System, hat aber immer noch selbst erhebliche Vorteile.

   Bei näherm Hinsehen war es auch im Vorfeld des unsäglichen Glühlampenverbotes so. Gegen das schließlich tatsächliche erfolgte lächerliche Verbot der guten alten Glühbirne zeigt sich zwar leider (noch) sehr wenig Widerstand. Dass es aber zu diesem geradezu schildbürgerhaften Verbot samt seinen unglaublich dämlichen Begründungen mit Eisbärenbabies und dergleichen kam, war die Folge eines stillen Boykotts. Außer ein paar Trotteln wollte nämlich niemand die als „Energiesparlampen“ beschönigten, teuren und schädlichen Giftbirnen in seinem Wohnzimmer haben. Und zwar aus handfesten persönlichen Gründen, nicht um des Großen Ganzen willen: Einesteils glaubte man (großenteils zu Recht) nicht daran, dass man mit dem „Energiespar“-Giftmüll billiger weg kam, andernteils wollte man in seiner guten Stube ein vernünftiges Licht und keine Nasszellenbeleuchtung. Da der Verbraucher so den Abzockversuch der Industrie gnadenlos unterlief, musste ein Gesetz her, mit dem man die Leute zwingen konnte, sich selbst zu schaden.

   Leider liegen die Dinge beim „Bio-Kraftstoff“ E10 etwas anders: Ich freue mich zwar diebisch, dass sich Ölkonzerne und Regierige offenbar deftig auf die Schuhe gepinkelt haben. Allerdings ist es schade, dass das ausgerechnet beim „Bio-Kraftstoff“ E10 passierte, der wie ich bereits erläutert habe, im Grunde eine gute Sache ist, auch wenn das Attribut „Bio“ hier doch ein wenig überzogen ist.

    Ich persönlich habe im Augenblick zwar kein eigenes Auto und will mit denen meiner Familienmitglieder nicht experimentieren. Wenn ich mir aber wieder eines kaufe, werde ich Versuche mit dem „Bio-Kraftstoff“ E10 anstellen und dabei bleiben, wenn er sich als tatsächlich preisgünstiger erweist. Ich halte es – böswillig wie ich nun einmal bin – nicht für unmöglich, dass das Ganze eine noch größere Verarsche ist, als es derzeit den Anschein hat: Wie wenn die Ablehnung des „Bio-Kraftstoffs“ E10 durch die Verbraucher eingeplant war und die Einführung ein Trick, uns noch mehr Geld fürs Benzin abzunehmen, indem wir unsere mit Normalbenzin zufriedenen Autos mit Super Plus betanken müssen? ich befürchte nämlich, dass, wenn die Kapazitäten für den "Biokraftstoff E10" tatsächlich zurückgefahren oder das Zeug komplett wieder abgeschaftfft wird, keineswegs das gewöhnliche Super zurückkommt und alle das unverschämt teure Super Plus tanken müssen. Dann wäre wiederum derjenige der Schlaue, der den Alkfraß an Schläuchen und Leitungen nicht fürchtet und doch den billigeren „Bio-Kraftstoff“ E10 tankt - falls er weiterhin verkauft wird.

   Möglicherweise ist hier jedoch auch nur ein allzu gieriger Abzockversuch in die Hose gegangen: 90%, so dachte man wohl, zahlen für den "Bio-Kraftstoff" E10 das, was sie vorher für das alte Super bezahlt haben. Die 10%, deren Karre den Alcopop angeblich nicht verträgt (plus einigen besonders Vorsichtigen), kaufen das sauteure Super Plus - oder sogar ein neues Auto - und werden kräftig abgezockt. Der Ärger der Mineralölindustrie rührt dann womöglich daher, dass sie gar nicht viel von dem überteuerten Super Plus herbringen können, wie sie jetzt verkaufen könnten. Denn eines ist ja auf jeden Fall klar: Den "Bio-Kraftstoff" E10 zu boykottieren ist ein teurer Spaß...     

 

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30. Januar 2011 7 30 /01 /Januar /2011 12:24

Vor einer Woche erschoss in Plochingen am Neckar im Großraum Stuttgart eine Frau ihren Mann mit ihrer Pistole, vermutlich aus Angst um ihre Kinder. Als Sportschützin war sie legal im Besitz dieser Waffe. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für Menschen, die Patentlösungen wollen und nur zu gerne bereit sind, den Sack zu schlagen, wenn sie sich an den Esel nicht herantrauen.

   Ein besonders erbärmliches Stück Journalismus hat sich in diesem Zusammenhang die Internet-Postille „Spiegel Online“ geleistet, welche niveaumäßig auch sonst einer bekannten, von geistigen Kleinverbrauchern zur Meinungsbildung herangezogenen überregionalen Tageszeitung immer ähnlicher wird. Bereits gleich am Anfang des Elaborates wird klar, dass die Autorin, eine gewisse Julia Jüttner, offenbar keine Ahnung hat, wo Plochingen liegt und wie es dort aussieht, wenn sie die kleine, aber selbständige Industriestadt im Ballungsraum am mittleren Neckar als „ländlichen Vorort von Stuttgart“ bezeichnet. Genauso könnte man auch in Castrop-Rauxel einen ländlichen Vorort von Essen sehen.

   Das jedoch nur am Rande. Die Darstellung der Frau, dass sie ihre Kinder vor Gewalt schützen wollte, wird gleich im ersten Satz in Frage gestellt: „Wollte Sabine W. nur ihre Kinder schützen?“ Zum einen sieht man förmlich das Wort „wirklich“ zwischen dem Namen der Frau und dem Wörtchen „nur“. Andererseits klingt der Satz aber auch nach Unzurechnungsfähigkeit und tierischem Instinkt, etwa wie wenn ein Hund jemanden gebissen hat, weil er „nur seine Menschen verteidigen wollte“.

Einer hat es ja schon immer gewusst

   Interessant wird es, wenn man erfährt, dass der Bruder des Erschossenen einer von den sattsam bekannten Leuten ist, die „es ja schon immer gewusst“ haben. Er, so sagt er, sei von Anfang an dagegen gewesen, dass Thomas W. und seine Frau zuhause „Waffen horteten“. Genannt wird übrigens auch die Stückzahl, die das unglaubliche Waffendepot der Eheleute W. ausmachte: Ganze vier Sportpistolen für zwei Schützen. Ob ein Journalist eine solche Aussage eines aufgeregten Betroffenen zitiert, sollte er sich überlegen. Wenn er sie wie Julia Jüttner oder der eventuelle Kollege, der ihren Bericht redigiert und druckfertig gemacht hat, sich zu Eigen macht und sogar für einen Zwischentitel verwendet („Im Keller hortete das Ehepaar W. vier Sportpistolen“), gehörte das in die Rubrik „unfreiwilliger Humor“, wenn es nicht eine so traurige Sache wäre.

   Der ob des immensen Waffenlagers von vier Pistolen im brüderlichen Hause so besorgte Mensch diente sich dann bereits am Tage nach der grausigen Bestätigung seiner schlimmsten Befürchtungen einem gewissen Hardy Schober an. Den kennt zwar niemand, aber als Vorsitzender der Bürgerinitiative „Aktionsbündnis Winnenden“ versucht er immer noch, mithilfe der traurigen Geschehnisse vom März 2009 von sich reden zu machen: Er möchte seine und die psychischen Probleme seiner Adepten vom Staat gelöst haben – natürlich in Form eines umfassenden Verbotes von Waffen in Bürgerhand.

   Das Interessante daran ist, dass sowohl Hardy Schober als auch der schlaue und vorauswissende Bruder von Thomas W. als Bewohner des Großraum Stuttgarts die psychosozialen Verhältnisse dort eigentlich kennen sollte, auf die ich seinerzeit in meinem Artikel zu der Schulschießerei von Winnenden ausführlich eingegangen bin. Dass sich die dortigen, durch die Dauerkrise der letzten Jahr noch verschärften Probleme nicht mit einem Schusswaffenverbot lösen lassen, sollte jedem klar sein, der einen IQ größer als 50 besitzt.

   Allerdings ist es nur zu verständlich, dass man sich nicht gerne mit den eigentlichen komplexen Problemen auseinandersetzt, wenn man eine griffigen Sündenbock zur Hand hat, wie es das (bei uns ja sowieso in unerträglichem Maße eingeschränkte) Recht des Bürgers auf Waffenbesitz darstellt. Und dass dies einem Staatsapparat in den Kram passt, der zunehmend Grund zur Annahme hat, dass ihm die eigenen Bürger womöglich demnächst ans Hemd gehen und bereits paranoid reagiert, wie man im Herbst in Stuttgart gesehen hat, nimmt nicht Wunders. Genauso wenig, wie man darüber staunen müsste, dass systemtreue Medien mit in diese Kerbe hauen.

Eine alter Trick lässt grüßen

   Übrigens lässt sich hier wieder eine probate Vorgehensweise erkennen, die bereits vor über 80 Jahren ein gewisser Adolf Hitler in seinem bekannten Standardwerk für Demagogen „Mein Kampf“ denjenigen empfahl, die unter Ausnutzung demokratischer Strukturen an die Macht gelangen wollen: Man nehme einige wenige der vielen komplexen Probleme, breche sie auf mundgerecht verkürzte Darstellungen herunter und entwickle Patentlösungen dafür. Die kleide man in einfache Schlagworte, die man ständig wiederholt.

   So in etwa empfahl es der zu Landsberg in Festungshaft brummende „Böhmische Gefreite“ bereits in den Zwanzigern. Als man ihn wieder laufen ließ, bewies er die Funktionsfähigkeit seiner theoretischen Überlegungen – mit den bekannten furchtbaren Folgen für Millionen von Menschen. Natürlich gibt das keiner zu, aber genau nach diesem Muster wird das Volk auch heute noch verdummt: Und eine obrigkeitstreue Presse hilft mit Artikeln wie dem der ehren werten Julia Jüttner nach Kräften mit.

Kollektive Schusswaffen-Phobie

   Bislang ist es nur eine Hypothese, basiert jedoch auf den Aussagen der Frau und den Verlautbarungen der Polizei nach auch auf einigen Indizien: Sabine W. erschoss ihren Mann, um ihre Kinder zu schützen. Nun ist zu untersuchen, inwiefern das stimmt und ob aus ihrer Sicht in dieser Lage andere Abhilfe nicht möglich war.

   Denkbar, dass Sabine W. überzogen reagiert hat. Vielleicht ist ihr Mann nur vergleichsweise „harmlos“ ausgerastet und sie war übernervös, geriet in Panik reagierte unangemessen. In diesem Falle wäre sie nicht geeignet, eine Schusswaffe zu besitzen. Das hätten die Schutzmechanismen unseres Waffenrechtes verhindern müssen – sie hätten in diesem Falle also versagt. Das will aber nichts heißen, denn jeder Schutzmechanismus kann einmal versagen. Auch wenn das so selten geschieht, wie in diesem Falle: Die Straftaten gegen das Leben, die in Deutschland mit legal besessenen Schusswaffen begangen werden, sind statistisch praktisch irrelevant. Es kommt niemand auf die Idee, Autos oder Flugzeuge zu verbieten, wenn es Tote gegeben hat, weil Sicherheitssysteme versagten. Wenn aber alle heilige Zeit jemand mit einer legal besessenen Schusswaffe erschossenen wird, kriechen sofort die Waffen-in-Bürgerhand-sind-böse-Schreier aus ihren Löchern und fordern weitere Einschränkungen des bei uns sowieso schon kaum noch vorhandenen natürlichen Recht des Bürgers auf Waffenbesitz.

Ein neuer, alter Bekannter

   Im besagten Artikel auf SPON taucht übrigens ein Name auf, den man wohl eher weniger kennt, wenn man Jäger oder Sportschütze ist. Mir jedoch ist er beileibe nicht unbekannt, da ich bei dem von der Sache in Winnenden angefachten Medienrummel doppelt betroffen war: Nicht nur als Jäger und Verfechter des Bürgerrechtes auf Waffenbesitz, sondern auch als freier Mensch, der sich hin und wieder erlaubt, ein böses, böses süchtig machendes Killerspiel zu spielen, nämlich World of Warcraft.

   Damals machte einer von sich reden, nach dem bis dahin kein Hahn gekräht hatte: Ein gewisser Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Dieser Zeitgenosse erregte seinerzeit unter anderem dadurch Aufsehen, dass er sich zu einer Behauptung verstieg, die das Computerspiel World of Warcraft assotiativ in die Nähe des gefährlichen Rauschgiftes Kokain brachte. Eine Aussage, die ihn sowohl fachlich als auch pädagogisch für jeden einigermaßen denkenden Menschen ins absolute Aus katapultierte – falls ein solcher ihn je auch nur im entferntesten Ernst genommen hätte.

   Dieser Mensch wird nun auch von Julia Jüttner in ihrem SPON-Artikel zitiert. Und zwar mit einer uns legalen Waffenbesitzer nur allzu bekannten Plattheit, nämlich der von den vielen Waffen und den vielen erschossenen Leuten in den USA. Wenn ein besorgter Gutmensch, bei dem der Eifer, mit dem er für ein Anliegen eintritt, seine diesbezügliche Sachkenntnis bei Weitem übersteigt, dieses Scheinargument auf der selbstgebastelten Homepage oder in irgendwelchen obskuren Webforen aufs Tapet bringt, kann man Verständnis haben.

   Von einem einschlägigen Wissenschaftler sollte man jedoch annehmen, dass er in der Lage ist, derartige scheinbare Zusammenhänge kritisch zu beleuchten. Ich will jetzt hier nicht zum x-sten Male beleuchten, warum die Zahlenspielerei mit Waffenbesitzern und Schusswaffentoten in den USA eine halbe Wahrheit ist, die ja bekanntlich meist eine ganze Lüge darstellt. Und auch nur kurz an die Schweiz erinnern, die de facto eine mindestens ebenso hohe Schusswaffendichte aufweist wie die USA und gleichzeitig die gleiche niedrige Mordrate wie die Niederlande, wo fast niemand ein Schießeisen hat.

   Ein böswillig denkender Mensch könnte nun den Eindruck haben, dass dieser Mann mit aller Gewalt von sich reden machen und auch wieder dabei sein will, obwohl im Plochinger Fall weit und breit kein Killerspiel zusehen ist. Es geht mir primär jedoch um etwas anderes: Seinerzeit las ich in Foren, in denen sich Computerspieler dagegen wehrten, als potentielle Massenmörder diffamiert und in ihrer Medienfreiheit beschnitten zu werden, den üblichen Dummlall über die bösen, bösen Schusswaffen. Und ich müsste meine Waidgenossen und Schützenbrüder sehr schlecht kennen, wen nicht an Jägestammtischen und in Schützenhäusern weidlich gegen die bösen, bösen Killerspiele gewettert worden wäre.

   Es ist tatsächlich interessant, was man so mitbekommt, wenn man vielseitig ist und dann öfter mal zwischen allen Stühlen sitzt, weil man gleichzeitig mehr als einer von irgendwelchen Gruppen angehört, die sich nicht leiden können. Ich bin Jäger, war früher Reiter und habe heute noch zwei dem Pferdebazillus verfallene Damen im Hause. Muss ich sagen, dass ich das Geschimpfe der Jäger über die Reiter genauso kenne, wie das Gegenstück? Ich habe einen Fischereischein und diverse Bootsführerscheine...

   Das Schlimme dabei: Wo zwei sich streiten gibt es zumeist einen hämisch lachenden Dritten. In diesem Zusammenhang ist es der Moloch der regulierungswütigen und verbotsgeilen Bürokratur und der Profitgeier, die hinter ihr steckt. Während die Reiter und Jäger, die Bootsfahrer und die Angler sich gegenseitig zerfleischen, die einen lachen wenn das Rauchen verboten wird, die anderen wenn Drachenflieger mehr Krankenkassenbeitrag bezahlen sollen, die dritten, wenn Leute, die ihre Kinder mit ihrem Auto fahren lassen mehr für die Kfz-Haftpflicht bezahlen müssen und noch wieder andere, wenn Kommunisten nicht Lehrer werden dürfen, kann derjenige, der etwas weiter denkt, schon die langen Gesichter aller sehen, wenn sie alle als aus der Landschaft geschützte, bis aufs Blut ausgesogene, ihrer Informations- und Meinungsfreiheit beraubte Zombies dasitzen.

Sind Kinder eigentlich nichts wert?

   Zurück zu Sabine W., die möglicherweise überreagiert und einen übergesetzlichen Notstand überzogen haben könnte. Dabei ist aber folgendes zu bedenken: Gewalt gegen Kinder ist absolut inakzeptabel. Darüber gibt es keine Diskussion. Und wenn ein erwachsener Mann ein zweijähriges Kind mit Gewalt gegen eine Glasscheibe drückt, ist das noch einmal etwas ganz anderes als eine gegenüber einem Kind ausgerutschte Hand, obwohl schon die im Grunde einen Menschen disqualifiziert.

   Der Schutzinstinkt einer Mutter ist nun aber eine Art Urgewalt und das ist normalerweise auch gut so. Ich persönlich kenne eine Frau, die, ohne nur eine Sekunde nachzudenken, im November ihrem Kind hinterher gesprungen ist, das ins eiskalte Wasser gefallen war. Ob das Kind überlebt hätte, wenn die Frau nicht so gehandelt und sich selbst dabei in Lebensgefahr gebracht hätte, ist fraglich. Schutz bedarf oft schneller Reaktionen. Hier Abwägen und Nachdenken zu fordern, wie das bei Gericht gerne im Nachhinein getan wird, ist genau genommen unbillig.

   Auch das muss in Rechnung gezogen werden: Es gibt Dinge, mit denen spielt man ganz einfach nicht. Der Schutztrieb einer Frau im Bezug auf ihre Kinder gehört dazu. Offenbar hat Thomas W. das übersehen, was man ihm vielleicht in unserer der Natur entfremdeten Welt der stromlinienförmig normierten Menschen noch nicht einmal zum Vorwurf machen kann. Dann müsste man sagen: Eine tragische Verkettung von unglücklichen Umständen hat zu einem vermeintlichen übergesetzlichen Notstand geführt. Auch die Frage, ob nicht ein bloßes Bedrohen mit der Waffe zum Abwenden der Gefahr für Leib und Leben der Kinder ausreichend gewesen wäre, ist unter diesem Aspekt zu sehen.

   Unbeschadet der Frage, ob die Reaktion von Sabine W. angemessen war: Fakt ist, dass Thomas W. nach den bisherigen Erkenntnissen zunächst eindeutig Täter war und dann – vielleicht – auch Opfer wurde. Es ist in den letzten Jahrzehnten jedoch bei Gericht und vor allem auch in den Medien offenbar Mode geworden, diesen Umstand regelmäßig zu vergessen, wenn jemand einen anderen verletzt oder getötet hat, um sich und/oder Andere zu schützen.

   Bisher ist noch nicht bekannt geworden, was genau alles den tödlichen Schüssen unmittelbar und über einen längeren Zeitraum vorausgegangen war. Wir wissen nicht, ob das Verhalten des Mannes, für das er am Sonntag mit seinem Leben bezahlte, nicht der Endpunkt eines langen Martyriums einer Mutter und ihrer Kinder war. Ob nicht gar Drohungen und Taten vorausgegangen waren, Umstände bestanden, welche die Mutter ernsthaft für das Leben ihre Kinder fürchten ließen. Dass die Familie nach außen hin unauffällig war, hat hier gar nichts zu besagen, denn man muss, wie Reinhard Mey es schon vor Jahren in einem seiner Lieder tat, bei jeder schönen Fassade auch die Frage stellen, wie es „bei Hempels unterm Bett“ aussieht.

Auch ohne Sachkenntnis schrei(b)t sich's gut

   Unter diesem Blickwinkel kann man einem Hardy Schober und anderen von den Geschehnissen in Winnenden direkt betroffenen Menschen nur eine starke Blicktrübung aufgrund selbst erlittenen Leides zugute halten, wenn eine Behauptung wie diese aufgestellt wird: „Wenn unsere Forderungen akzeptiert worden wären, wäre die Tat in Plochingen vermutlich nicht geschehen.“ Wenn ein Journalist jedoch eine solche Aussage kommentarlos kolportiert und nicht als Meinung einer bestimmten Person oder Gruppe kennzeichnet, disqualifiziert er sich selbst. Man könnte nämlich mit der gleichen Berechtigung auch sagen: „Wenn solchen dümmlichen Forderungen von Gutmenschen entsprochen worden wäre, wären jetzt wahrscheinlich fünf Kinder tot und möglicherweise auch noch ihre Mutter.“

   Umgekehrt wird also ein mindestens ebenso schöner Schuh daraus, abgesehen davon, dass es sich eindeutig um eine von Kriminologen bekanntlich ganz allgemein als nicht verhinderbar angesehene, so genannte Beziehungstat handelt. Anders ausgedrückt: Wäre keine Pistole zur Hand gewesen, hätte die Frau ein Küchenmesser oder einen Kerzenleuchter erwischt um für ihre Kinder die Sicherheit herzustellen. Man muss der Journalistin also vorwerfen, dass sie über etwas geschrieben hat, über das sie weder Hintergrundwissen besitzt, noch sorgfältig recherchiert hat – oder aber, was noch schlimmer wäre, Dinge wider besseres Wissen geschrieben hat.

Eine Mutter wird vorverurteilt

   Auch an Ausgewogenheit mangelt es nicht nur Julia Jüttner, sondern auch den ganzen anderen Journailleuren in diesem Fall. Die andere Seite der Medaille kommt nämlich in der Berichterstattung überhaupt nicht vor: Wie, wenn sich im Verfahren herausstellt, dass Sabine W. vollkommen rechtmäßig gehandelt und auf die im vorliegenden Fall einzig mögliche Art und Weise mit ihrer Waffe das Leben ihrer Kinder gerettet hat? Und zwar um den Preis, sich selbst unglücklich gemacht zu haben, denn wer möchte damit leben, seinen ehemals wahrscheinlich sogar geliebten Ehemann und Vater seiner Kinder erschossen zu haben, auch wenn der sich zu einem totalen Monster entwickelt hatte?

   Mit einem für die Berichterstattung in diesem und ähnlichen Fällen leider nur zu typischen Artikel, wie ihn Julia Jüttner hier abgeliefert hat, wird Sabine W. eindeutig vorverurteilt. Das hat mit Journalismus nichts mehr zu tun, auch wenn es durchaus im Sinne des Verdummungs- und Bevormundungsapparates ist, dessen sich die unheilige Allianz aus Staats- und Wirtschaftsmacht heutzutage bedient. Die fünffache Mutter aus Plochingen hat sowieso nur eine geringe Chance auf gerechte Würdigung ihrer Tat, denn sie hat getan, was dieser Staat nicht toleriert: Sie ist selbstverantwortlich mit Gewalt gegen eine Bedrohung vorgegangen. Diese kleine Chance wird ihr durch eine solche Vorverurteilung in den Medien noch weiter erheblich geschmälert. Und selbst wenn Sabine W. je trotz allem freigesprochen und ihr bescheinigt wird, dass sie gehandelt hat wie sie handeln musste, wird – und darauf wette ich meinen Jägerhut gegen ein Papiermützchen von McDonalds – davon nicht viel in den Medien zu hören sein.

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1. Januar 2011 6 01 /01 /Januar /2011 00:01

Dieses und jenes brachte uns das Jahr 2010. Natürlich den langsam schon üblichen Ärger mit steigenden Energiepreisen und leider auch keine wirklichen Besserungen für die Leute, die diese Gesellschaft abgehängt hat: 5 Euro mehr für Hartz-4-Empfänger, die als Faulenzer und Drückeberger diffamiert werden, in Wirklichkeit aber zum allergrößten Teil bereit wären zu arbeiten, wenn man sie nur ließe - und sich, wie ich aus meiner Tätigkeit in der Arbeitslosenqualifizierung weiß, in vielen Fällen nach Jobs zu Bedingungen die Finger abschlecken, für die man früher jeden Arbeitegeber ausgelacht hätte.

Glockenturm des Mahnmals Koniferengarten Schillerhoehe Aale 

    Besonders schlimm ist auch, dass ein Großteil von uns die Hartz-4-(V)Erhöh(n)ung auch noch vollkommen in Ordnung findet. Dazu gehört nämlich schon eine gewaltige Portion Ignoranz: Der größte Teil der Leute, die auf diese Weise auf ALG-II-Empfänger herabsehen, können praktisch über Nacht selbst in diese Lage geraten.

    Ob der beschworene Aufschwung tatsächlich einer wird und ob gar ein neues "Wirtschaftswunder" von 10 oder 15 Jahren Dauer stattfindet, wird sich zeigen müssen. Denkbar wäre das durchaus - aber vor allem unter der Voraussetzung, dass eine Währungsreform mit Haircut stattfindet oder eine vergleichbare Entschuldungsaktion durchgeführt wird.

Nicht jammern - positiv denken! 

   So könnte man weiter lamentieren, aber das führt zu nichts. Es gibt immer Perspektiven und Weltverbesserung fängt mit der Verbesserung der eigenen Welt an: Selbermachen bremst die Abzocke aus, die zwischen der für Lohn geleisteten Arbeit und einer mit diesem Lohn bezahlten Ware oder Dienstleistung 80 oder 90% der Wertschöpfung abgreift. Selber denken bläst das Hirn frei und führt nach dem ersten Schock des Durchblicks zu neuen  Sichtweisen und Wegen. Sich selber zu informieren und nicht nur vorgekautes kritiklos zu schlucken, ist der Einstieg ins eigenständige Denken.

   Obwohl Eigenständigkeit und Kreativität von der kapitalgesteuerten hohen Obrigkeit nach Kräften bekämpft werden, sind die Möglichkeiten für Individualisten, schlaue Leute und Lebenskünstler so gut wie nie. Das liegt vor allem - und das muss auch ein Technikskeptiker wie ich zugeben - an der modernen Technik. Das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle, denn es gibt uns Zugriff auf Informationen in einem Maße, das früher undenkbar war: Wo gibt es noch Glühlampen zu kaufen, damit man die unsägliche eurokratische Verkaufshilfe für die angeblich umweltfreundlichen, höhnisch als Energiesparlampen bezeichneten Giftbirnen elegant ausbremsen kann? Was steckt hinter der angeblich menschengemachten Klimaerwärmung? Wie funktioniert ein Stirling-Motor und wie kann man sich einen bauen? Was ist Permakultur und was bringt diese Wirtschaftsweise für meinen Garten? Wo ist der nächste Tauschring? Wie funktioniert umlaufgesichertes Geld?

Goldene Zeiten für Bastelfreaks 

   Die Antworten auf diese Fragen und noch auf ungezählte andere liegen im Internet lediglich ein paar Mausklicks und Tatstatureingaben entfernt. Oft sogar multimedial: Bei YouTube beispielsweise wimmelt es von Videoanleitungen zu den tollsten Dingen, von Tutorials zu toller Open-Source-Software wie etwa Blender bis zu Bauberichten und - anleitungen zu Schmiedeessen und Holzvergasern. Natürlich möchte man mit Zensurgesetzen gegen freie Informationen vorgehen, aber im Internet erfährt man auch, wie man Sperrungen von Websites umgeht.

   Bezugsquellen für eher abseitige Dinge sind für Individualisten und Selbstversorger ebenfalls wichtige Informationen: Wo bekommt man Eratzteile für uralte Maschinen und Fahrzeuge? Wo bestimmte Materialien wie zum Beispiel Feldbahnschienen oder Schmiedekohle? Wo ein bestimmtes, längst vergriffenes Buch? Einen Amboss? Schmiedezangen? Und, und, und...

  Die Liste solcher Dinge ließe sich fast beliebig verlängern. Aber nicht nur mit dem Internet hilft die moderne Technik dem Individualisten: Hightech-Artikel sind billig geworden und lassen sich oft herrlich missbrauchen. Dinge, von denen man vor Jahren noch nicht einmal träumen konnte, findet man im Elektronikschrott oder bekommt sie gebraucht zu Spottpreisen nachgeworfen. Ob man ein Mobiltelefon zur drahtlosen Überwachungskamera umfunktionieren oder mit einem PC etwas steuern will - etwas angejahrte Digitalelektronik bekommt man billig und sie ist für viele Zwecke noch immer leistungsfähig genug.

Die Umstände nutzen

  Ehrlich gesagt wünsche ich mir ja im Grunde auch ein Stück weit die 70er Jahre zurück. Aber dann doch auch wieder nicht wirklich: Wenn man ein wenig schlau ist, kann man mit den Möglichkeiten unserer modernen Zeit die Probleme eben dieser Zeit auch lösen. Und es gibt Gegenbewegungen zu den Entwicklungen, die uns belasten: Der unsägliche Apparat der EU ist innerlich verfault und wird hoffentlich bald auseinanderbrechen. Die Globalisierung, die unseren Wohlstand frisst, hat ihre Gegenbewegung in Form der Regionalisierung. Diese findet unter anderem auch bei der Energieversorgung statt: Windkraft und Biogas bringen Arbeitsplätze aufs flache Land und halten Wirtschaftskraft in der Region. Mit den regenerativen Energien haben sich die Macher der Klima-Religion quasi selbst auf die Schuhe gepinkelt und das ist gut so.

  Alles in allem kann es natürlich nicht so weitergehen wie bisher. Aber es wird weitergehen. Die Sache mit Stuttgart 21 zum Beispiel zeigt, dass es langsam auch "ganz gewöhnlichen Leuten" reicht. 2010 hat uns das schöne Wort "Wutbürger" gebracht. Kanalisieren wir diese Wut in Kreativität!

  Sicherlich wird 2011 ein spannendes Jahr. Aber nicht nur zum Zugucken, nicht nur zum passiven Verfolgen der Ereignisse, sondern auch zum Mit- und Selbermachen! Sehen wir die Möglichkleiten, die wir in unserem ganz persönlichen Bereich haben. Ob wir mit dem Selbstanbau von Gemüse beginnen, mit der Do-it-yourself-Autoreparatur oder dem Bau einer Windkraftanlage fürs Wochenendhaus, spielt keine Rolle. Nur selbst etwas machen, das sollten wir unbedingt!

 

  In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eines frohes Neujahrsfest, noch ein paar geruhsame Tage und dann ein erfolg- und erkenntnisreiches Jahr 2011!     

 

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Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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