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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

11. Dezember 2008 4 11 /12 /Dezember /2008 18:08

Umweltfreundliche Energiegewinnung verstärkt möglicherweise Artensterben

Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger ist eines der Hauptziele der aktuellen Umweltpolitik. Aus diesem Grunde werden unter anderem Biogasanlagen mit Abnahme- und Preisgarantien für den erzeugten Strom gefördert. Der Anbau von Energiepflanzen speziell für die Biogasgewinnung könnte aber zum Artenschutzproblem werden. 

 

 

Die Biogaserzeugung fördert unter anderem den großflächigen Maisanbau und damit die durch Monokulturen verursachten Öko-Probleme

 Ursprünglich wurden Biogasanlagen vor allem zur Verwertung von organischen Abfällen, vor allem Mist und Gülle eingesetzt. Wie Bruno Krieglstein vom baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium berichtet, ist die Biogas-Technik zwar schon seit Jahrzehnten bekannt und alltagstauglich, wurde aber 
Die Biogaserzeugung fördert unter anderem den großflächigen Maisanbau und damit die durch Monokulturen verursachten Öko-Problemebis vor kurzem nur von einzelnen Landwirten eingesetzt. Der derzeitige Boom bei Biogasanlagen ist, so Krieglstein, vor allem auf die Novellierung des Gesetzes über Erneuerbare Energien (EEG) im Jahr 2004 ausgelöst worden: „Vor allem die für die nächsten zwanzig Jahre garantierte Abnahme für den erzeugten Strom gibt den Bauern Investitionssicherheit und erleichtert die Finanzierung solcher Anlagen durch die Banken.“ 
 So hat sich nach Angaben des Landwirtschaftsministerium die im Land in Form von Biogasanlagen in Baden-Württemberg installierte elektrische Leistung seit 2004 von 22 auf 96 Megawatt mehr als vervierfacht. Die „Energiebauern“ betreiben ihre Anlagen schon lange nicht nur mit Abfallstoffen, sondern auch mit Pflanzenmaterial wie Mais oder Grasschnitt. Grundsätzlich wird dies von Ökologen positiv gesehen, da es sich um erneuerbare Energieträger handelt. Allerdings befürchten Umweltschutzverbände wie der Naturschutzbund NABU und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) auch negative Folgen: Noch mehr Mais-Monokulturen und noch früheren Graschnitt. 
 Matthias Roller von der Heidenheimer Naturschutzbehörde erläutert die ökologischen Zusammenhänge, die hinter den Bedenken der Naturschutzverbände stecken: „Seit dem die Bauern das Gras silieren anstatt Heu zu machen, wird viel früher gemäht, was sich negativ auf die Artenzahl der Pflanzen- und Tierwelt auswirkt, die sich über Jahrhunderte an das Mähen im Juni angepasst hat. Der große Bedarf an Biomasse kann nun dazu führen, dass die Bauern noch früher und noch kürzer mähen als bisher.“ Olaf Tschimpke, der Präsident des NABU, sieht darüber hinaus auch die Gefahr, dass Grünland in Maismonokulturen umgewandelt würden, mit allen negativen Folgen dieser Nutzungsform, sowie das Ansteigen der Pachtpreise und einen daraus folgenden Druck auf Naturschutzflächen. Nicht zuletzt befürchten die Naturschützer aber auch Image-Schäden für nachwachsende Rohstoffe. 
 Bedenken hat auch Dr. Stefan Rösler, Landesvorsitzender des NABU in Baden-Württemberg; beim Naturschutztag des Landwirtschaftsministeriums in Pforzheim arbeitete er nicht nur die Chancen sondern auch die Risiken des Anbaus von erneuerbaren Rohstoffen heraus. Neben den ökologischen Problemen sieht er auch strukturelle: Zum einen könne der Anbau von Energiemais und dergleichen zu Lasten der Nahrungsmittelproduktion gehen, zum anderen drohe die Gefahr, dass Großanlagen gebaut und so die Landwirte als reine Rohstofflieferanten in Abhängigkeit von den Betreibergesellschaften geraten würden. 

 Grundsätzlich aber sehen die Naturschützer die Biogas-Technik durchaus positiv. Für die daraus erwachsenden Probleme liefern sie Lösungsvorschläge: „Um den guten Ruf nachwachsender Rohstoffe in der Öffentlichkeit nicht zu gefährden, muss ihr Anbau naturverträglich erfolgen“, meint der Vorsitzende des DVL , Josef Göppel und fordert zusammen mit Olaf Tschimpke ökologische Mindeststandards für den Anbau erneuerbarer Rohstoffe.

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11. Dezember 2008 4 11 /12 /Dezember /2008 12:10
Zum Schmieden muss das Eisen heiß - oder wie die Metaller untertreibend sagen: warm - gemacht werden. Um die erforderliche Rot- oder sogar Gelbwärme zu erreichen, reicht ein ganz gewöhnliches Feuer nicht aus; daher benötigt man einen besonderen Schmiedeherd oder Ofen, der die erforderlichem Temperaturen erreicht. 

 

Das Kohlenfeuer

 Einer der ersten Brennstoffe, die dem Menschen zur Verfügung standen ist das Holz. Wenn es sich für Wärme- und Kochfeuer auch sehr gut eignet, ist es für Schmiedefeuer nicht das Richtige. Das liegt daran, dass Holz eine ganze Menge verschiedener Stoffe enthält, welche in der Hitze des Feuers in das Eisen eindringen und seine Eigenschaften verschlechtern können.

 

 Ein Schmiedefeuer mit Kohle, so wie Schmiede es seit Urzeiten verwenden

 

 Daher lernte der Mensch schon sehr früh, Holz zu Holzkohle für Verhüttung und Schmieden zu brennen. Holzkohle ist verhältnismäßig reiner Kohlenstoff und daher chemisch sehr gut dafür geeignet, Eisen zu erwärmen, weil der Kohlenstoff dem Eisen nichts tut. Wenn Schmiede übrgigens von Eisen reden, meinen sie damit eigentlich Stahl. 
Stahl ist nichts anderes als Eisen, dass eine gewisse Menge Kohlenstoff enthält. Der Kohlenstoff macht den Stahl härtbar. Enthält Eisen jedoch mehr als etwa 2% Kohlenstoff, wird es spröde und lässt sich nicht mehr schmieden, dafür aber gut gießen. Solches Eisen bezeichnet man als Gusseisen oder Grauguss. Wenn das Eisen aus dem Hochofen kommt, enthält es sogar bis zu 4% Kohlenstoff und ist zunächst zu gar nichts zu gebrauchen. Man muss ihm zunächst im Kupolofen der Gießerei oder im Konverter des Stahlwerks mehr oder weniger Kohlenstoff entziehen, damit es zu Gusseisen bzw. Stahl und damit brauchbar wird. 
 Je nachdem, wie er das Feuer führt, kann ein versierter Schmied den Kohlenstoffgehalt des Eisens in einer Kohlenesse erhöhen oder senken. Ein Schmied berichtet, dass er zum Spaß manchmal eine Packung ganz gewöhnlicher Nägel, die aus recht weichem Eisen bestehen, im Feuer zunächst aufkohlt und dann zu einem Stück Stahl zusammen schmiedet.  Die einfachste Art ein Schmiedefeuer zu betreiben ist die Feuerung mit Holzkohle. 

Amerikanische Hobbyschmiede benutzen sie offenbar auch heute noch gerne, denn bei youtube.com finden sich neben Anleitungsvideos zum Bau von Kohlenessen auch solche zur Herstellung von Holzkohle. Man kann aber auch Grillkohle verwenden, wobei sich aber nach den Aussagen verschiedener Schmiede nicht jede Sorte gut eignet. Mann muss also probieren. Ich persönlich habe recht gute Erfahrung mit Grillkohle gemacht, welche aus gewachsenen Holzkohlestücken besteht. Sogenannte Grillbriketts sind aus Kohlenstaub zusammengepresst und man weiß nie genau, aus was sie eigentlich wirklich bestehen.

 

Eine einfach zu bauende und billige Esse aus Lehm in einem Holzgestell. Durch den vielen Lehm ist der Schmiedeherd auch schwer genug um den Schraubstock an ihm zu befestigen.

 

 Der Vorteil der Holzkohle ist, dass sie wie bereits erwähnt aus recht reinem Kohlenstoff besteht und man daher nicht, wie bei Steinkohle, darauf achten muss, dass das Eisen nicht mit frisch aufgelegter Kohle in Berührung kommt. Außerdem riecht sie beim Verbrennen kaum und wenn, dann nicht anders, als ein Grill, auf dem noch kein Grillgut liegt. Ihr Nachteil besteht darin, dass sie sehr staubig ist, vor allem, wenn man die meist recht grobstückig gelieferte Holzkohlezerkleinert um ein besseres Kohlenbett zu bekommen. Aus diesem Grund werden für Holkohle gerne Seitenwindfeuer empfohlen. Kommt der Schmiedewind nämlich, wie bei den meisten Schmiedeherden, von unten, bekommt man mit der staubigen Holzkohle einen erheblichen Funkenflug. Diese Funken werden dann zu einer Art "Schnee", der für erheblichen Ärger sorgen könnte, wenn er sich auf den geliebten Autos der Nachbarn niederschlägt. Da Seitenwindfeuer aber andere Nachteile haben, ist es besser, wenn man seine Esse mit einer Abzugshaube und einem Kamin versieht, der die Funken fängt. 

 

Selbst gebauter Schmiedeherd aus Eisen: Die Feuerschüssel besteht aus einer alten Bremstrommel

 

 Ich habe es zwar noch nicht genau ausprobiert, habe aber das Gefühl, dass die Feuerung mit Holzkohle etwas teurer kommt als die mit Steinkohle. Wenn es jedoch darum geht, hochwertigen Stahl sicher vor Verunreinigungen durch die Schmeidekohle zu schützen, ist die Holzkohle ideal. Ein weiterer Vorteil dieses Brennstoffes ist, dass man auf seiner Schmiedeesse auch grillen kann, wenn man beim Schmieden kein Chemikalien wie etwa Borax verwendet. Einfach nach dem Schmieden das Gebläse abstellen, einen passenden Grillrost auflegen und schon kann die Party losgehen.

 

Feuerführung

 Steinkohle ist heutzutage bei uns der typische Brennstoff für Schmiedefeuer. Es gibt hier im wesentlichen drei Arten: Schmiedekoks, Anthrazit und Fettnusskohle. Braunkohle eignet sich kaum zum Schmieden und ob es jemand schon einmal mit Eierbriketts probiert hat, weiß ich nicht. Das Problem ist, das Schmiedekohle heutzutage schwierig zu bekommen ist. Am einfachsten bekommt man wohl noch die Fettnuss, welche sich aber auch sehr gut eignet. Es gibt noch einige Brennstoffhändler, die sie im Sortiment haben; man muss eben einfach bei den Lieferanten in der Gegend herumfragen. Es gibt übrigens hier und da noch (Kunst-)Schmiedebetriebe, Landmaschinenwerkstätten haben manchmal noch eine Schmiede und die Garteneisenbahner mit ihren Eisenbahnen zum Draufsitzen betreiben ihre Dampfloks mit Schmiedekohle. Bei diesen Leuten wird man also erfahren können, wo sich in der jeweiligen Gegend noch Schmiedekohle auftreiben lässt.

 

Ein altes Ölfass mit Winkeleisen als Füßen ergibt einen brauchbaren und billigen Unterbau für eine Bremstrommelesse

 

 Betreibt man ein Schmiedefeuer mit Fettnusskohle, gehört dazu ein wenig Wissen und Übung. Da diese Kohle allerhand Stoffe enthält, die dem Eisen abträglich sind, muss man darauf achten, dass das Eisen im Feuer nicht mit frischer Kohle in Berührung kommt. Hat man nicht vom letzten Schmieden angebrannte Kohle zur Verfügung, muss man warten, bis die frische Kohle ausgegast ist, also der Schwefel und andere Verunreinigungen verbrannt sind. Man erkennt das daran, dass das Feuer nicht mehr gelb qualmt. Überhaupt brennt ausgegaste Kohle fast rauchfrei. Wenn man frische Kohle nachlegt, tut man das immer am Rand des Feuers. Dort gast die Kohle aus und wandert nach und nach zum Kern des Feuers, wo das Eisen erhitzt wird. Dazu muss man immer wieder einmal im Feuer herumstochern. Wie das genau geht, kann man nicht recht erklären, man muss es einfach probieren - oder noch besser: einem erfahren Schmied zugucken. Überhaupt sollte man, wo immer man Gelegenheit hat, Schmieden bei der Arbeit zugucken, z.B. auf Mittelaltermärkten oder dergleichen. Gerade auf solchen Veranstaltungen sind die Handwerker da, um ihr Handwerk zu zeigen und viele sind auch gerne bereit, etwas zu erklären. 
 Auch wenn man angebrannte Kohle vom letzten Schmieden zum Anfeuern zur Verfügung hat oder man mit Holzkohle arbeitet, sollte man nicht, sobald das Feuer einigermaßen brennt, mit dem Eisen kommen. Einer alten Schmiedeweisheit zufolge hat nämlich kein kaltes Eisen etwas in einer kalten Esse zu suchen. Erst lässt man die Esse warm werden, dann gibt man das Eisen hinein. 

 Eine Kohlenesse lässt sich sehr leicht selbst bauen, notfalls aus Materialien die nichts oder fast nichts kosten. Die einfachste Esse ist ein Loch in der Erde, in welches man mit einem Rohr von der Seite den Schmeidewind, also Luft, hineinbläst. Der Nachteil dieser Esse ist, das man sich immer nach dem Eisen bücken oder - wie die Schmiede im Altertum oder heute noch in Afrika - gleich auf dem Boden sitzend oder knieend arbeiten muss. 

 

 

Heißluftgeläse aus der Heimwerkerecke eignen sich vorzüglich als Winderzeuger für die Schmiede

 

 Wer in einer Gegend wohnt, in der es Lehmboden gibt, kann z.B. eine Lehmesse in einem aus Holzresten zusammen genagelten Gestell machen, wie sie in der weiter oben zu sehen ist. Die andere Abbildung zeigt einen schon recht vornehmen Schmiedeherd, dessen (irgendwo gefundenes) Gestell aus Vierkantrohren besteht und unter der "Tischplatte" aus einer Blechtafel mit zusätzlichen Rohren verstärkt wurde. Die Feuerschüssel wurde in diese Blechtafel eingelassen und ist nichts weiter als eine alte Bremstrommel. 

 Als Gebläse tut es notfalls ein alter Föhn. Sehr gut bewährt hat sich bei mir ein Heißluftgebläse ("Heißluftföhn"), wie man es in jedem Baumarkt kaufen kann. Ebenfalls gut bewährt hat sich bei mir einer der altmodischen Staubsauger (für 5 € im Second Hand Kaufhaus der Caritas ergattert), bei denen man auch auf der Blasseite einen Schlauch anschließen kann. Mein Exemplar hat nur 600 W, und wird mit einem Dimmer in der Drehzahl geregelt, wobei das Hauptproblem darin besteht, dass man ihn so weit herunter regeln muss, dass er bei Spannungsschwankungen im Stromnetz gerne einmal ganz stehen bleibt. Abhilfe schaft hier ein in die Windleitung eingebauter Kugelhahn und/oder eine Öffnung, aus der ein Teil des Windes entweichen kann, so das man den Motor mit einer höheren und samit stabileren Drehzahl betreiben kann. So ein Staubsauger wäre also durchaus auch in der Lage, mehrere Schmiedefeuer mit dem nötigen Wind zu versorgen. In diesem Falle sollte man aber in jede Zuleitung einen Kugelhahn oder etwas ähnliches einbauen, so das man für jedes Feuer den Wind gesondert regeln kann.

 

Auch ein alter Staubsauger leistet hervorragende Dienste und kann sogar mehrere Feuer mit Wind versorgen

 

 Der Schmiedewind, also die Gebläseluft, gelangt vom Gebläse über eine Leitung, gegebenenfalls mit einem Kugelhahn zur Regulierung der Windmenge, zur Schmiedewindform im Boden der Feuerschüssel. Diese Schmiedwindform kann im einfachsten Fall ein ganz gewöhnliches Loch oder deren mehrere im Boden oder - bei Seitenwindfeuern - in der Wandung der Feuerschüssel sein oder auch die Form einer Düse haben. Manche Schmiedwindformen haben auch eine sogenannte Feuerzunge, das ist eine Art Ventilkegel, der über einen Hebel verstellt werden kann. Zusammen mit einem Regulierhahn in der Windleitung kann in diesem Fall nicht nur die Intensität, sondern auch die Form des Windstromes in der Feuerschüssel geregelt werden. 

 Unter der Feuerschüssel sitzt meist ein Windkasten, denn man sich z.B. aus Blechen zusammen schweißt und mit einem Stutzen zum Anschluss der Windleitung versieht. Er sollte eine verschließbare Öffnung nach unten besitzen, durch die man hineingefallene Kohlenreste, Schlackenstücke und Asche entfernen kann. Als Windkasten kann auch ein Wasserleitungs-T-Stück 2" x 2" x 3/4" verwenden, so wie das in der Abbildung zu sehen ist. die einen der beiden großen Öffnungen wird über einen Flansch mit der Feuerschüssel verbunden und in die kleine Öffnung kommt ein passendes Rohr für die Windzuführung. Die zweite große Öffnung zeigt nach unten, wird mit einem passenden Gewindestopfen verschlossen und kann so leicht zum Entleeren des Windkastens geöffnet werden.

 

Aus einem T-Stück 2" x 2" x 3/4" lässt sich leicht ein gut zu reinigender Windkasten bauen

Das T-Stück 2" x 2" x 3/4" ist ein so genannter Exot und nicht immer leicht zu bekommen. Ersatzweise kann man auch ein T-Stück 2" x 2" x 2" und eine Reduzierung 2" x 3/4" nehmen. Zweizöllige Rohrfittings wird man im Baumarkt wahrscheinlich nicht bekommen, daher kauft man sich solche Dinge auch am besten in einem Laden für Landtechnik oder einem Sanitärfachhandel, was sowieso billiger ist. Landtechnikgeschäfte oder - wo es sowas noch gibt - Eisenwarenläden sind sowieso die besseren Quellen als Baumärkte, welche sehr oft minderwertige Ware anbieten und/oder unverschämt teuer sind. 

 Am besten benutzt man für alle Rohrleitungsteile, die im Betrieb heiß werden, schwarze, also unverzinkte Fittings und Rohre. Leider sind diese bei uns kaum zu bekommen. Wer die Belastung durch das giftige Schwermetall Zink beim Schmieden vermeiden möchte, sollte seine Rohrleitungsteile daher vor dem Zusammenbau solange glühen, bis die Zinkbeschichtung verbrannt ist.

 

Gasschmiedefeuer

 Eine moderne Form der Schmiedeesse ist das Gasschmiedefeuer. Traditionell eingestellte Schmiede mögen einen gewissen "Aber" vor dieser Art der Feuerung haben, da der Schmiede ein Teil von ihrem Flair fehlt, wenn kein "richtiges" Feuer in einer "richtigen" Esse brennt. Andererseits sind die Vorteile eines Gasschmiedeofens erheblich, so dass diese Form der Feuerung sogar mich überzeugt hat.

 

Mein komplett von mir und begnadeten Schweißern bzw. Hartlötern (Danke Erhardt, Danke Benni, Danke Hans!) gebauter Gasschmiedeofen 

 

 Es gibt zwei Formen von Gasschmiedefeuern: Die erste Form, der Gasschmiedeherd,  sieht aus wie eine Kohlenesse, nur dass in der Feuerschüssel anstatt der Kohlestücke Keramikchips liegen. Diese Keramikchips werden von einem Gasbrenner erhitzt, so dass man sie wie das Kohlenbett einer herkömmlichen Esse benutzen kann. Diese Art von Schmiedeherd ist recht teuer. Ich persönlich habe so etwas bisher weder gebaut noch damit gearbeitet, so dass ich über die Vor- und Nachteile nichts sagen kann. 
 Die zweite Form ist ein Schmiedeofen. Das ist ganz einfach ein Brennraum, in den eine Brennerflamme schlägt. So etwas zu bauen, ist nicht ganz so einfach wie der Eigenbau einer Kohlenesse, nichts desto trotz für einen einigermaßen versierten Basteler aber doch durchaus machbar. 

 Der eigentliche Ofen wird aus feuerfestem Material hergestellt oder mit einem solchen ausgekleidet. Es gibt hier eine ganze Reihe von Möglichkeiten: eine ganz einfache und kleine Gasschmiede kann man aus einem der Länge nach durchbohrten Schamottziegel mit einer Querbohrung machen, in die ein handelsüblicher Hartlötbrenner als Wärmequelle gesteckt wird. Eine solche "Microforge" eignet sich natürlich nur für sehr kleine Schmiedstücke, ist aber zumindest eine lustige Spielerei. Für größere Schmiedeöfen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine ganz einfache Lösung besteht darin, den Ofen ganz einfach aus zusammen gelegten Schamottsteinen trocken zu mauern. Man sieht dies hin und wieder bei amerikanischen Schmieden; der Vorteil dieser zugegebenermaßen etwas wackeligen Lösung ist auf jeden Fall, dass man sie nach Form und Größe der Schmiedestücke variieren kann. Von Schmieden in Ecuador wird berichtet, dass sie sogar nur ganz gewöhnliche Backsteine nehmen, da Schamottsteine in diesem Land sehr teuer seien. Die Backsteine haben nur eine begrenzte Lebensdauer und werden daher immer wieder einmal ausgewechselt.

 

Mit Schweißgerät und Drehbank lässt sich ein so professionell aussehender Brenner bauen. Die Regelhülse im Vordergrund wird statt des Gebläseanschlusses aufgesetzt, wenn der Brenner atmosphärisch betrieben werden soll.

 

 Käufliche Gasschmiedeöfen bestehen meist aus einem metallenen Gehäuse, welches mit 
einer feuerfesten Auskleidung aus Mineralwolle und/oder feuerfestem Beton versehen ist. Auch diese Gasöfen sind nicht ganz billig, weswegen man gerne zum Eigenbau greift. Eine beliebte Methode dazu besteht darin, eine alte Propangasflasche mit Öffnungen zu versehen und mit feuerfestem Material auszukleiden. Vor dem Bohren, Sägen oder Flexen an der Flasche muss man diese aber unbeding mit Wasser füllen! Auch eine leere Propangasflasche enthält noch genügend Gas um bei der geringsten Funkenbildung wie eine Bombe zu explodieren! 

 Anstatt einer Gasflasche kann man natürlich auch ein passendes Stück Rohr oder etwas ähnliches mit entsprechend großem Durchmesser verwenden. Ich persönlich bevorzuge Öfen aus Schamottsteinen, die von einem Rahmen aus Winkeleisen zusammengehalten werden, so wie dies in der einen Abbildung auf dieser Seite zu sehen ist.

 

Brenner für Gasschmiedefeuer

 Auch den Brenner für einen Gaschmiedeofen kann man sich selbst bauen. Hat man eine Drehbank und ein Schweißgerät (ggf. nebst gutem Schweißer) zur Verfügung, kann man sich ein vornehmes Modell, wie das nebestehend abgebildete bauen. Dieser Brenner kann sowohl atmosphärisch - also ohne Gebläse - als auch mit einem solchen betrieben werden. Der Bau von atmosphärischen Brennern ist eher eine Glückssache, Gebläsebrenner funktionieren eigentlich immer. Der abgebildete Brenner z.B. arbeitet atmosphärisch zufriedenstellend, mit Gebläse dagegen erstklassig. Um ihn atmosphärisch zu betreiben, nimmt man die Hülse mit dem Gebläse-Anschlussstutzen ab und ersetzt sie durch eine Schiebehülse zur Regelung des Ansaugquerschnittes.

 

Aber auch ohne Drehbank muss man nicht verzweifeln: Dieser Brenner wurde aus Wasserleitungs- und anderen handelsüblichen Teilen zusammengebaut

 Wenn man eine Drehbank benutzen kann, ist man fein raus und kann sich die tollsten Brenner bauen. Wer keinen Zugang zu einer solchen wundersamen Maschine hat, braucht jedoch nicht zu verzweifeln. Man kann nämlich passable Gasbrenner auch aus Wasserleitungsrohrnippeln und -fittings bauen, wie man im Bild weiter unten sieht. Beim Bau dieses Brenners musste lediglich gebohrt, Gewinde geschnitten und hart gelötet werden. Das einzige Problem dabei ist, dass schwarze Rohrfittings und -nippel bei uns gar nicht oder nur schwer zu bekommen sind. Wer also die Belastung durch die Zinkauflage vermeiden will, muss eben die Teile, so wie bei der vorher beschriebenen Windzuleitung für das Kohlefeuer auch, so lange glühen, bis die Verzinkung verbrannt ist. Das sollte dann natürlich bei guter Belüftung, am besten im Freien, geschehen. 
 Für den Düsenstock und den Gasanschluss verwendet man passende Messingteile aus dem Sanitär- und Druckluftbereich. Man wird hier ein wenig herumsuchen und experimentieren müssen, bis man Teile findet, die zusammen passen oder durch Bohren passend gemacht werden können. Ich habe zum Beispiel einmal einen Düsenstock aus einer Anschlusstülle für einen Pressluftschlauch gemacht: An der einen Seite ließ sie sich in ein 

Kupferrohr einlöten, die eigentliche Tülle habe ich abgesägt und in die Öffnung ein Gewinde geschnitten, welches die Düse aufnimmt. An die andere Seite des Kupferrohres habe ich einen Adapter Lötverbindung auf Withworth-Rohrgewinde gelötet und einen Absperrschieber als Regulierventil angeschraubt. Am brennerseitigen Ende des Gasschlauches habe ich dann den Propan-Anschluss (Linksgewinde) durch einen mit Withworth-Rohrgewinde ersetzt. Solche Klimmzüge sind manchmal notwendig, wenn man keine Drehbank zur Verfügung hat.

 

Der Düsenstock des Brenners aus dem Bild weiter oben mit Regulierventil und Schlauchanschluss

 Beim Bau des oben abgebildeten Brenners hatte ich glücklicherweise Zugang zu einer Drehbank und in einem Baumarkt einen Anschlussstutzen mit Propan-Gewinde gefunden. Den Düsenstock wurde aus einem Stück Messing gedreht und mit dem Stutzen hart verlötet. Auf eine Regulierventil habe ich in diesem Falle verzichtet, denn bei einem einzelnen Brenner kann man die Gaszufuhr auch gut mit dem Druckminderer an der Propangasflasche regeln. 
 Als Düsen verwendet man z.B. Kupferdüsen für kleine Siegma-Schweißgeräte, die man im Baumarkt bekommt. Sie verfügen über metrische Gewinde M5 oder M6 mit denen man sie in den Düsenstock einschraubt, in welchen man vorher ein passendes Gewinde geschnitten hat. Bei Bedarf kann man die Schweißdüsen auch aufbohren um die Gaszufuhr zu erhöhen. Man muss dabei aber sehr vorsichtig sein, denn beim Bohren von Kupfer neigen die handelsüblichen, auf Stahl abgestimmten Spiralbohrer dazu, in das Werkstück hineingezogen zu werden. Vor allem dünne Bohrer brechen daher leicht ab. Ich habe deswegen auch schon Düsen einfach größer gebohrt (2,5 mm) und durch Flachklopfen anschließend wieder ein wenig verengt. 

 Detailierte Bauanleitungen für verschiedene Brenner würden den Rahmen dieses Artikels sprengen. Außerdem ist nicht immer gewährleistet, dass man genau die Teile findet, die man für den Nachbau eines bestimmten Brenners benötigt. Es gibt aber jede Menge Beispiele im Netz, so dass man sich da, so wie ich es auch gemacht habe, die notwendigen Informationen zusammmenstoppeln kann. Einige Links zu solchen Seiten finden sich auf der Linkseite.

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Published by Fokko - in Schmieden
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10. Dezember 2008 3 10 /12 /Dezember /2008 17:41

Geiz ist seit einiger Zeit ja bekanntlich geil und das Sparen beim Einkauf gesellschaftsfähig geworden. Was bei Verbrauchsgütern wie Lebens- und Genussmitteln der Einkauf von No-Name-Produkten und bei Discountern  ist, ist bei langlebigeren Produkten gewissermaßen der Gebrauchtkauf. Gerade hochwertige und -preisige Produkte kann man durchaus auf dem Gebrauchtmarkt kaufen, denn zum einen sind sie  - hoffentlich - langlebig und zum anderen doch wiederum oft erstaunlich günstig zu haben. Es gibt sogar Dinge, die mit dem Alter immer besser werden, etwa gute Musikinstrumente. Die wiederum haben allerdings of auch ihren Preis, der schon einmal auch über dem Neupreis liegen kann, so dass es wirklich ein Glücksfall ist, wenn man ein solches Stück wirklich billig erwerben kann. Ansonsten aber gibt es jede Menge Möglichkeiten, auf dem Gebrauchtmarkt Gutes günstig zu ergattern. 

 

Autos

Bei Autos lohnt sich der Gebrauchtkauf allemal und dient - auch wenn ständig etwas anderes behauptet wird - darüber hinaus der Umwelt. Die Herstellung eines neuen Autos kostet soviel Energie und Rohstoffe, dass es die meist nur geringfügige Benzinersparnis und den etwas geringeren Schadstoffausstoß um ein mehrfaches aufwiegt. Da aber sehr viele der Autolobby auf den Leim kriechen und/oder aus Ehrenkäsigkeit einen Neuwagen kaufen, sind gebrauchte Autos recht preisgünstig zu erhalten. Vor allem sind Fahrzeuge mit einer ungünstigen Schadstoffklasse oft so billig zu haben, dass die Ersparnis beim Kauf sowohl die Strafsteuer als auch den - oft nur geringfügig - höheren Spritverbrauch auf Jahre hinaus deckt.

Man hört oft das Argument, dass ältere Autos hohe Reparaturkosten verursachen würden. Damit lügen sich vor allem auch Leute in die Tasche, die sich nur mit Müh' und Not (und einem Kredit) einen Neuwagen leisten können. Tatsächlich aber verursachen gerade Neuwagen recht hohe Werkstattkosten und zwar durch die Inspektionen, die man auch noch in der teuren Markenwerkstatt machen lassen muss, will man die Garantie auf das Fahrzeug nicht verlieren. Ganz fein raus ist aber übrigens der Schrauber, der seine Reparaturen selbst ausführt und zwar, soweit sinnvoll, mit gebrauchten Ersatzteilen. Vor allem eBay ist hier oft eine günstige Quelle, auch wenn man dort andere Sachen oft zu teuer bezahlt. Warum Selbermachen so viel spart, erfährt man im Abschnitt "Wo bleiben die erwirtschafteten Werte?" des Artikels "Selbstversorgung, Teilzeitjob und Steuersparen".

 

(Jagd-)Waffen

Der Gebrauchtkauf lohnt sich typischerweise bei "Anschaffungen fürs Leben", langlebigen Artikeln also, die meist auch nicht so sehr wechselnden Moden unterworfen sind. Ein typisches Beispiel hierfür sind Jagdwaffen. Der durchschnittliche Jäger wird bei einigermaßen sorgsamer Behandlung in seinem ganzen Leben kaum jemals eine Waffe auch nur annähernd abnutzen. Dazu kommt, dass viele Jäger Waffen besitzen, die sie kaum bis so gut wie gar nie führen. Räumen alte Jäger ihre Waffenschränke aus oder kommen Nachlässe zum Verkauf, findet man daher oft Waffen, die zwar schon Jahrzehnte alt sind, von den aber "das Neue noch nicht herunter" ist. Aber selbst wenn das gute Stück die Lieblingswaffe des alten Waidmanns war und Gebrauchspuren von zahllosen Reviergängen in Wind und Wetter aufweist, macht eine hochwertige und einigermaßen gepflegte Jagdwaffe doch in aller Regel durchaus noch mindestens ein zweites Jägerleben mit - und kostet nur den Bruchteil einer neuen.

 

Möbel

Auch Möbel sollten eine Anschaffung fürs Leben sein - und waren es früher auch. Daher gibt es jede Menge alter Möbel, deren beste Jahre noch lange nicht vorbei sind, obwohl sie so alt sind, dass sie als antike Stücke und nicht als unmodern angesehen werden. Zwar sind die Zeiten vorbei, als man antike Möbel für`n Appel und n' Ei auf dem Land oder auf Flohmärkten ergattern konnte, aber Schnäppchen sind dennoch auch heute noch drin.

Selbst wenn man bei einem seriösen professionellen Händler ein aufwendig und originalgetreu restauriertes Stück für einen stolzen Preis kauft, wird man sein Geld meist besser angelegt haben, als wenn man für das gleiche Geld etwas neues kauft, da ein in den alten handwerkliche Techniken aufgearbeitetes Möbel praktisch wieder neuwertig, aber eben haltbarer als moderne Massenware ist.

Aber auch Möbel, die vor hundert und mehr Jahren für einfache Leute gemacht wurden, sind nach den damaligen handwerklichen Standards und oft genug vom Schreiner als Einzelstücke gefertigt. Sowas findet sich schon einmal noch auf Dachböden, vielleicht auch dann und wann in den Möbelhallen und Second Hand Kaufhäusern karitativer Organisationen oder gar im Sperrmüll. Solche einfachen Möbel sind auch leichter zu restaurieren als antike Luxusstücke, so dass hier oft mit wenig Aufwand ein hübsches Stück für die Wohnung  entsteht.

 

Computer

Die Leistung moderner Computer ist so hoch, dass sie im Grunde kein (normaler) Mensch mehr braucht. Die Bedürfnisse des informationselektronischen Normalvebrauchers werden heute bereits von Geräten der letzten oder vorletzten Generation mehr als erfüllt. Wer auf seinem Rechner lediglich Officeanwendungen betreibt und im Internet surft, braucht eigentlich nicht mehr als 50.- € für den Rechner anzulegen und selbst wenn es etwas anspruchsvoller sein soll, tut es doch eine 3-GhZ-Maschine für weniger als 250.- €. Und seitdem es billige Flachbildschrime gibt, bekommt man hochwertige Röhrengeräte nachgeworden.

Eine sehr gute Quelle sind hier spezielle Gebrauchtcomputer-Läden, bei denen oft Geräte aus abgelaufenen Leasingvertägen von Firmen verkauft werden. Hier erhält man in der Regel Markengeräte, die sich in der Qualität doch deutlich von den Kisten unterscheiden, die es in den gängigen Elektronikmärkten für Heimanwender gibt.

Aus dem gleichen Grund sind in solchen Geräten in der Regel bereits Netzwerkkarten eingebaut, wohingegen die Festplattenkapazität aber meist eher mager ausfällt, da in Firmen mit Dateiservern gerabeitet und auf den einzelnen Workstations daher wenig Plattenplatz benötigt wird. Auch sind die eingebauten Grafikkarten auf die in Büros anfallenden Anwendungen zugeschniiten und daher etwas mager. Eine größere Festplatte und ggf. eine leistungstärkere Grafikkarte sollte man daher einkalkulieren.

 

Wo kauft man gebraucht?

Das waren nun nur vier typische Beispiel für Dinge, die man sehr gut gebraucht kaufen kann. Natürlich gibt es viel mehr Dinge, die man sich nicht neu anschaffen muss, so dass es Rahmen eines Blogartikel sprengen würde, sie alle aufzuzählen. Eigentlich gibt es außer Verbrauchsartikeln und typischen Verschleißteilen kaum etwas, was man nicht auch gebraucht kaufen kann.

Eine wichtige Frage ist aber auch: Wo kauft der schlaue Geizhals günstig gebraucht ein? Es gibt hier viele Möglichkeiten, aber welche davon jeweils zu empfehlen ist, hängt nicht zuletzt vom Artikel ab, den man kaufen möchte. Einen Gebrauchtwagen bei einem einschlägigen Händler zu kaufen, kann z.B. nicht unbedingt empfohlen werden. Ein solcher Zeitgenosse macht mit Gebrauchtfahrzeugen sein Geld. Um etwas an einem Fahrzeug zu verdienen, muss er es natürlich teurer verkaufen als ein Privatmann, der seinen Wagen lediglich los werden und noch einige Euros dafür bekommen möchte. Vor allem aber gibt es viele schwarze Schafe unter den Gebrauchtwagenhändlern, so dass man hier nicht nur etwas von Autos, sondern auch von den Tricks dieser Branche verstehen muss, wenn man ein einigermaßen gutes Geschäft machen will.

Computer kann man, wie oben bereits erwähnt, durchaus in Gebrauchtläden kaufen. Das liegt daran, dass diese die Geräte offenbar so spottbillig einkaufen können, dass sie auch bei günstigen Verkaufspreisen noch eine gut Spanne erzielen können.

 

Privatkauf

Kennt man sich einigermaßen mit Autos aus, kann man auch von Privat kaufen. Hier kann man nämlich in aller Regel gnadenlos handeln, was beim Privatkauf aber auch für alle anderen Arten von Waren gilt. Hier sind Kleinanzeigen in den einschlägigen Blättchen und auf entsprechenden Internetseiten eine wahre Fundgrube, teilweise aber auch die Mundpropaganda, wobei man mit Käufen und Verkäufen im Freundeskreis vorsichtig sein sollte. Sehr oft fühlt sich nämlich ein Teil - oder gar beide - übervorteilt, was man einer Freundschaft doch lieber nicht zumuten sollte.

 

Fachgeschäfte

Manche Dinge kann man sehr gut in Fachgeschäften gebraucht kaufen, Dazu gehören z.B. Kameras und Waffen. In diesen Branchen werden offenbar sehr oft hochwertige Geräte bei Neukäufen in Zahlung gegeben, die der Händler dann relativ günstig weitergibt, da sein eigentliches Geschäft im Verkauf von neuer Ware besteht und er auf hohe Margen beim Weiterverkauf von Gebrauchtgeräten nicht angewiesen ist, zumal er mit dem Verkauf eines gebrauchten Gerätes in vielen Branchen auch einen Kunden gewinnen kann, der dann Verbrauchsmaterialien und Zubehör bei ihm kauft: Filme im Falle einer Kamera sind zwar heute im Zeitalter der digitalen Fotografie nicht mehr so aktuell, aber für Gewehre braucht man immer noch Patronen, so dass der Büchsenmacher allemal auf ein Folgeschäft hoffen darf, egal ob er ein neues oder ein gebrauchtes Gewehr verkauft.

 

(On Line) Auktionen

Auktionen, egal ob on line oder life, haben ihre Tücken. Gefragte Artikel gehen hier oft zu teuer weg, da die Bieter gerne in eine Art Kaufrausch geraten und mehr bieten als der Artikel wert ist. Hier kauft man am besten Sachen, die einen selbst zwar interessieren, jedoch die meisten anderen Leute weniger. Ich persönlich habe bei eBay schon manches Schnäppchen gemacht, vor allem bei bestimmten Büchern und bei gebrauchten Erstzteilen für meinen Allradwagen. Grundsätzlich kaufe ich aber nie wirklich teure Dinge bei eBay um das Risiko zu mindern, um den Kaufpreis geprellt zu werden. Auch technische Artikel sind hier ein Problem, da man die nicht vor dem Kauf begutachten kann. Andererseits kann man sehr oft bei Zwangsversteigerungen dies und das günstig mitnehmen, es ist aber wichtig, dass man genau weiß, was man tut.

 

Flohmärkte, Börsen und Antiquariate

Auch Flohmärkte und Börsen können ein Revier für den Schnäppchenjäger sein. Allerdings ist es auch so, das sehr oft und besonders bei bestimmten Artikeln - wie etwa Bauernmöbeln - die Verkäufer ganz genau wissen, was ihre Ware wert ist. Bei anderen Dingen wiederum kann man durchaus Schnäppchen machen: Ich persönlich kaufe auf dem Flohmarkt öfter gebrauchte Werkzeuge (oft auch als Rohstoffquelle zum Schmieden) und Bücher. Letztere sind meist spottbillig, werden aber meist lieblos und unsortiert in Kartons angeboten. Oft lohnt es sich aber dennoch, sich zu bücken und so einen Karton zu durchwühlen.

Es gab bei uns in der Gegend einmal einen alten Mann, der speziell mit Büchern auf Flohmärkte ging. Bei ihm waren sie sehr schön sortiert und übersichtlich in Regalen aufgestellt, so dass man sehr gut suchen konnte. Allerdings wusste der auch, was seine Bücher wert waren und verlangte entsprechende Preise. Trotzdem war er immer noch günstig, so dass man durchaus bei ihm kaufen konnte. Er war eigentlich kein typischer Flohmarkthändler sondern eher schon ein richtiger Antiquar.

Genau das gilt nämlich auch für "richtige" Antiquariate: Gebrauchte Bücher sind hier übersichtlicht sortiert und katalogisiert, aber nicht gerade spottbillig. Trotzdem spart man beim Gebrauchtkauf von Büchern auch hier einiges, ganz abgesehen davon, dass man auch Bücher erhalten kann, die schon viele Jahre vergriffen sind. Durch das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB) ist der Kauf antiquarischer Bücher nun nicht nur sehr bequem geworden, sondern man sucht gleichzeitig in einer Vielzahl von Antiquariaten, ohne das man hunderte von Katalogen durchstöbern muss, was ein Menge Zeit und langweilige Arbeit spart. Wer gerne life in Antiquariaten stöbert, kann ja trotzdem noch das eine oder andere persönlich aufsuchen, vielleicht sogar eines, dass er vorher noch nicht kannte und erst bei ZVAB entdeckt hat?           

 

Second Hand Läden

Bei den Second Hand Läden kann man im wesentlichen zwei Kategorien unterscheiden: Eine davon sind die Gebrauchtwarenläden karitativer Organisationen. Hier gibt es tatsächlich alles zu Spottpreisen, die eher schon einer bloßen Schutzgbühr oder einem Unkostenbeitrag ähneln. Hier können sich selbst wirklich arme Leute mit Einrichtungsgegenständen und Hausrat versorgen. So billig können diese Läden deswegen sein, da sie ihre Artikel umsonst bekommen und lediglich die eigenen Kosten aus dem Verkaufspreis decken müssen. Daher findet man hier hauptsächlich durchaus noch brauchbare Dinge, die man sich aber nicht unbedingt alle in die Wohnung stellen möchte, wenn es nicht gerade erheblich an der Daumenbreite mangelt.

Allerdings können unter den vielen eher unansehnlichen und manchen einigermaßen vorzeigbaren Stücken doch hin und wieder Sahnestückchen sein: Ich fand in einer Möbelhalle einmal eine wirklich hochwertige, zeitlos elegante und sehr gut erhaltene Leder- Eckgarnitur für sage und schreibe 140.- €. Leider war das feudale Stück zu groß für mein Wohnzimmer, sonst hätte ich es sofort erstanden. In der gleichen Möbelhalle fand ich einen zwar etwas veralteten aber stabilen und einwandfrei erhaltenen Bürostuhl eines bekannten Markenherstellers für 10.- €. Bei solchen Preisen handelt man selbst als knallharter Geizhals nicht mehr, zumal man mit dem Geld noch ein gutes Werk tut und neben den Eineurojobbern auch noch die Arbeitsplätze des einen oder anderen Festangestellten finanzieren hilft, der sonst auf dem Arbeitsmarkt vielleicht auch kaum ein Chance hätte.

Auch wer dieses oder jenes Gerät zum Ausschlachten oder Zweckentfremden nach Selbstversorgerart sucht, wird hier oft fündig: De Staubsauger, der den Gasofen meiner Schmiede mit Gebläsewind versorgt stammt z.B. auch aus einem Second Hand Kaufhaus.

Die andere Sorte sind die kommerziellen Second Hand Läden. Neben Ramschverkäufern findet man hier Geschäfte, die sich auf den Handel mit hochwertigen Gebrauchtwaren befassen. Hier kann man z.B. edle Kleidungsstücke wie Lederjacken, edle Tweedjaquetts und ähnliches bekommen. Übrigens braucht man sich mit solchen Kleidungstücken keineswegs zu schämen: Gerade wirklich betuchte Leute tragen ihre hochwertigen Klamotten oft sehr lange, da sie eben sehr lange halten. Eine gewisse "Patina" auf solchen Stücken ist dem gediegenen Eindruck daher durchaus eher zu- als abträglich.

Ähnliches gilt z.B. auch für Jagdwaffen: Wer, wenn er mich nicht näher kennt, will denn wissen, ob ich meinen über vierzig Jahre alten Drilling (natürlich günstig gebraucht erworben) nicht schon Jahrzehnte führe oder er von meinem Vater oder Großvater stammt? Bei der Oberklasse eines bekannten schwäbischen Automobilherstellers lässt sich dieses Phänomen ebenfalls beobachten: Es gibt durchaus betuchte Leute, welche diese Fahrzeuge zwar neu kaufen, jedoch lange über den Modellwechsel hinaus fahren. Mit einem solchen Fahrzeug des zweitneuesten Modells ist man also - obwohl diese schon recht günstig zu haben sind - noch lange kein Paria.  

 

Rechtliches

Grundsätzlich gilt auch beim Gebrauchtkauf die Gewährleistung nach BGB, es sei denn, sie wurde im Falle eines Privatkaufes ausdrücklich ausgeschlossen. Näheres hierzu findet sich im Artikel "Gewährleistung, Garantie und Produkthaftung" hier im Blog. Speziell bei Gebrauchtwagenhändlern muss man in dieser Hinsicht aufpassen: Sie verkaufen oft "im Auftrag", so dass die Gewährleistung dann beim Vorbesitzer einzufordern oder gar ganz ausgeschlossen ist. Wird die Gewährleistung nicht ausdrücklich ausgeschlossen, gilt sie, wie gesagt, auch beim Privatkauf; daher gibt es die Möglichkeit, den Verkäufer im Fall des Falles darauf in Anspruch zu nehmen. Allerdings sollte man dazu entweder eine Kaufvertrag oder einen Zeugen haben. Umgekehrt sollte man natürlich auch, wenn man etwas verkauft, entweder einen Vertrag aufsetzen, der die Gewährleistung ausschließt oder wenigstens einen Zeugen haben, der eine dahingehende mündliche Vereinbarung bestätigen kann. 

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9. Dezember 2008 2 09 /12 /Dezember /2008 18:49

Holz ist speziell auch für Heimwerker ein wichtiger Werkstoff. Nicht nur das am Bau und bei der Inneneinrichtung von Häusern sehr viel Holz verwendet wird, es ist auch mit vergleichsweise preiswerten Werkzeugen und Handmaschinen recht gut zu bearbeiten. Außerdem bietet die Arbeit mit Holz ein recht schnelles Erfolgserlebnis, zumindest im Vergleich etwa mit Metall. Einfache Holzkonstruktionen lassen sich mit Meterstab, Bleistift, Säge, Hammer und ein paar Nägeln erstellen und sind so ein idealer Einstieg.
 
Mit dem Können wächst der Werkzeugkasten und der "Maschinenpark"; man kann sich Stufe um Stufe zu anspruchsvolleren und schließlich vielleicht sogar wirklich anspruchsvollen Arbeiten wie luxioriösen Innenasubauten oder repräsentativen Möbeln empor arbeiten. Jeder Selbstversorger sollte etwas - oder auch etwas mehr - über Holz und seine Bearbeitung wissen. Am Anfang steht die Kenntnis des Werkstoffes und daher soll hier ein wenig darüber gesagt gewerden, wie Holz entsteht.

 

Aufbau und Entstehung des Holzes

 

Der Aufbau eines Stammes oder starken Astes: Das Kambium ist die Schicht des Holzquerschnittes,
welche Zellen erzeugen kann und damit für das Wachstum des Baumes sorgt

Holz kann man nicht „machen“ wie man Stahl oder Kunststoff herstellt. Es wächst praktisch von alleine im Wald. Dafür braucht es auch viele Jahre, ja mitunter sogar Jahrhunderte, bis es die Stärke erreicht hat, die wir benötigen um daraus Balken, Bretter und Kanthölzer inbrauchbaren Abmessungen zu schneiden.

Holz besteht aus Zellulosefasern, die mit einer Art „Klebstoff“ dem Lignin verklebt sind.Ein Ast oder Baumstamm besteht aus der Rinde oder Borke, dem Kambium und dem Holz.Das Kambium ist der eigentliche lebende Teil des Holzes, die Wachstumsschicht. Es bildetnach außen Borkenzellen, nach innen Holzzellen. Das Wachstum des Holzes ist von derWitterung abhängig, in Gegenden mit jahreszeitlichem Wechsel bilden sich daher Jahresringe.
Bast und Splintholz (jüngeres Holz) enthalten die Leitungsbahnen für den Stofftransport. Das ältere Holz lagert Stoffe ein, die es dunkel färben, es verkernt, wird zu Kernholz.

 

Produktion von Holz

Holz gewinnt man durch Fällen von Bäumen. Bei uns werden die für die Holzgewinnung bestimmten Bäume in forstlichen Betrieben gezogen. Die Forstwirtschaft wird nachhaltig betrieben: Das bedeutet, dass dem Wald nur soviel Holz entnommen wird, wie nachwächst. Früher pflanzte man die Bäume, heutzutage geht man mehr und mehr dazu über, die Bäume „sich selbst pflanzen“ zu lassen. Das bezeichnet der Forstmann als Naturverjüngung. Das Stammholz aus dem Wald wird im Sägewerk zu Schnittholz verarbeitet: Dielen, Balken, Bretter, Latten usw.


Ökosystem Wald
Der Wald ist eine Lebensgemeinschaft von vielerlei Pflanzen und Tieren, die miteinander und voneinander leben. Außer als Holzlieferant hat der Wald auch Bedeutung als Wasserspeicher, Luftreiniger und Sauerstofflieferant. Forstwirtschaft bedeutet, dass der Mensch versucht, das Ökosystem Wald so zu beeinflussen, dass es diejenigen Hölzer liefert, die er haben möchte und das möglichst schnell und in großen Mengen. Greift der Mensch dabei zu stark ein, funktioniert das Ökosystem nicht mehr richtig: Vor allem die Fichtenmonokulturen der Vergangenheit warfen viele Probleme auf, so dass man heute zum naturnahen Waldbau übergeht. Fichtenwälder sind in den meisten Lagen unserer Heimat nicht bodenständig. Der von Natur aus auf den in Deutschland vorhandenen Böden unter den gegebenen Klimabedingungen stockende Wald ist der Buchenmischwald. In ihm überwiegt die Buche, sie ist aber mit anderen Baumarten, Laub- und Nadelhölzern untermischt. Welche Arten das sind, hängt
von den Besonderheiten der einzelnen Standorte ab.

 

Der Wald ist nicht nur der Holzlieferant schlechthin und auch weit mehr als nur ein stimmungsvoller Ort, an dem wir uns gerne aufhalten: Er ist ein wichtiges Ökosystem, welches uns außer mit Holz, Pilzen, Beeren und Wild auch mit Sauerstoff versorgt, Wasservorräte enthält, die Luft reinigt und Lärm abschirmt. Er gibt vielen Tieren und Pflanzten ein Zuhause und im Hochgebirge schützt er sogar die Ansiedlungen der Menschen vor Lawinen, Erdrutsch und
Steinschlag

 

Beim naturnahen Waldbau werden nicht alle Bäume auf einmal gefällt und der so entstandene Kahlschlag mit jungen Bäumen bepflanzt, wie das früher üblich war, sondern man lässt den Wald quasi von alleine wachsen und entnimmt nur einzelne Bäume. Da wo man einen Baum gefällt hat, entsteht eine Lücke im Blätterdach, die es kleineren Bäumen ermöglicht zum Licht zu wachsen, welche bisher im Schatten des nun entfernten reifen Baumes
gestanden sind. Gleichzeitig entwickeln sich durch Aufschlag, Anflug und Verschleppung von Samen durch Tiere neue Bäume – die sogenannte Naturverjüngung.

Als Aufschlag bezeichnet man Jungwuchs der durch schwere Samen entstanden ist, die nur herabgefallen wie etwa bei Eichen und Buchen. Als Anflug bezeichnet man Jungwuchs aus flugfähigen Samen wie das z.B. bei der Fichte der Fall ist. Die naturnahe Waldwirtschaft ist nicht nur ökologisch vorteilhaft, sondern auch wirtschaftlicher. Durch die heutigen hohen Lohnkosten ist der konventionelle Waldbau sehr teuer geworden, so dass private Forstbetriebe oft nur mit Hilfe des naturnahen Waldbaues noch existieren können.
Der Eingriff des Menschen beschränkt sich im Naturnahen Waldbau darauf, reife Bäume zu entnehmen, erwünschte Holzarten in gewissem Umfange zu fördern und weniger erwünschte etwas zurückzudrängen. Dadurch entsteht ein dem natürlichen Wald sehr ähnliches Ökosystem, welches nicht nur biologisch stabil ist, sondern auch eine große Anzahl von Tier- und Pflanzenarten beherbergt, von denen nicht wenige beim konventionellen Waldbau stark bedroht sind.

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8. Dezember 2008 1 08 /12 /Dezember /2008 18:54
Samtiges Schwarz wird zu Bläue
Goldene Punkte verblassen im Licht
Schnee knirscht unter Sohlen
Durch die der Frost in die Knochen kriecht 
Des Waldkauzes Ruf lang verstummte
Und der Bussard schwingt sich ins Feld
Aus Kolkrabenschrei und nebliger Bläue
Erwacht eine eisige Welt

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Published by Fokko - in Gedichte
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8. Dezember 2008 1 08 /12 /Dezember /2008 18:18
Waldumbau, Dauerwald, Lothar- und Wiebkeflächen
Es wird ja gerne und viel über unsere Umwelt gejammert. In den Medien lesen, hören und sehen wir praktisch täglich negatives, was den Zustand der Welt um uns herum angeht. 

 So schlecht geht es unserer Umwelt gar nicht: Wald und Wasser sind gesünder als so mancher glaubt...

 

Dabei wird aber regelmäßig übersehen, dass  sich in Sachen Umweltschutz in den letzten 20, 30 Jahren einiges getan hat, viele Maßnahmen sogar bereits gegriffen haben und sich manches bereits verbessert hat. Das liegt wohl daran, dass für Journalisten der Grundsatz “bad news are good news” gilt, weil die Leute eben lieber schreckliche Dinge sehen, hören und lesen wollen als gute Nachrichten. 

Nehmen wir einmal die Wasserqualität unserer Bäche, Flüsse und Seen. Ich hatte mein Boot eine ganze Reihe von Jahren in Ochsenfurt am Main liegen und hielt mich dort auch oft mit meiner Familie auf. Wenn ich den Leute erzählte, dass meine Kinder im Main badeten, sie haben dort übrigens ganz von alleine Schwimmen gelernt, gab es oft entsetzte Gesichter: “Wie kannst Du nur Deine Kinder in diese Dreckbrühe lassen!” 

Ein typisches Beispiel dafür, dass es der Umwelt in der Vorstellung der Menschen oft schlechter geht, als in der Realität: Tatsache ist nämlich, dass man im Main nicht nur Baden kann, sondern es dort auch schon seit Jahren stellenweise sogar wieder Flusskrebse gibt, und dieser Fluss keine Ausnahme ist. Auch dem Rhein geht es schon lange wieder besser, die Fische aus der Elbe kann man wieder essen und der Bodensee etwa hat sowieso erstklassiges Wasser.


Mediale Katastrophen und Realität
Umweltkatastrophen finden vor allem in den Medien statt und wer nur daheim vor der Glotze 
sitzt und nicht hinaus geht, hat ein stark verschobenes Bild von der Realität.  Wer aber, so wie 

ich, oft in Wald und Feld unterwegs ist und dabei seine Augen aufmacht, der wird sehen, dass sich auch manches zum positiven verändert: Neubürger unserer Tier und Pflanzenwelt wie den Waschbären, den Enok oder Marderhund, das indische Springkraut und den Riesenbärenklau mag man ja mit gemischten Gefühlen betrachten oder teilweise gar eher ablehnen; die Zunahme der Waldfläche in unserem Land aber ist z.B. eindeutig eine positive Tendenz, genauso wie der sich vielerorts ganz natürlich entwickelnde neue Wald auf den Wiebke- und Lotharflächen.

 

 Was hier verschneit so reizend aussieht ist in Wirklichkeit ein öder Holzacker: Eine Fichtenmonokultur

 

So bezeichnet man diejenigen Flächen, auf denen die gleichnamigen Stürme Fichtenmonokulturen umgeworfen haben und bei denen dann das Geld fehlte, sie wieder in konventioneller Weise zu bepflanzen. So konnten sich dort diejenigen Pflanzen ansiedeln, die solche Flächen von Natur aus besetzen: Es sind dies zunächst alle möglichen Kräuter, Stauden und Gräser, aber auch Sträucher und Bäume wie die Hasel, der Schwarzdorn, die Weide, der Holunder, die Birke und noch einige andere mehr. 

 

In diesem Altersklassenwald wächst ein wenig Gras auf dem Boden, weil er erst durchforstet wurde. Wenn die Kronen wieder zusammengewachsen sind, wird es hier wieder im wahrsten Sinne des Wortes düster aussehen

 

In ihrem Schutz wachsen dann diejenigen Bäume auf, die den bei uns bodenständigen, natürlichen Mischwald bilden. Das ist vor allem die Buche, die dann je nach den lokalen Boden- und Klimaverhältnissen mit verschiedenen anderen Baumarten die eine oder andere Variante des bei uns von Natur aus üblichen Buchenmischwaldes bildet: Je nach Standort und Kleinklima ist die darin vorherrschende Buche mit verschiedenen anderen Bäumen vergesellschaftet, der Eiche, der Ulme, der Esche, der Erle, der Fichte, der Tanne und vielen anderen mehr. 

Den voll entwickelten Buchenmischwald auf den Wiebke- und Lotharflächen werden wir leider nicht mehr erleben, das dauert zu lange. Aber er wird kommen, genauso, wie die anderen Waldflächen sich ebenfalls in naturnahen Dauerwald verwandeln, da der Trend der Forstwirtschaft wegführt von der Monokultur und dem Altersklassenwald des konventionellen Waldbaus. In der konventionellen Forstwirtschaft pflanzt man Bäume in Reih' und Glied wie auf einem Acker. Weil die Bäume alles gleichzeitig gepflanzt werden, werden sie auch alle gleichzeitig hiebreif und gefällt. So ensteht dann ein Kahlschlag, der wiederum neu bepflanzt wird. 

Die Bäume in einer Waldabteilung sind alle gleich alt und von der gleichen Art. Eine solche Monokultur, vor allem, wenn sie aus Fichten besteht, ist artenarm und ökologisch instabil, anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Deswegen muss hier ständig eingegriffen, das Totholz entfernt und die Borkenkäfer weggefangen werden. Das ist zum einen teuer, zum anderen bietet es doch keine wirkliche Sicherheit dagegen, dass doch einmal irgendwelche Schädlinge oder Krankheiten in großem Stil zuschlagen, also eine Kalamität stattfindet, wie es der Förster nennt.

 

Beginn mit Naturverjüngung: Dieses Altholz wurde aufgelichtet, dass unter den alten Baümen von selbst aus Samen neuer Wald aufwachsen kann

 

Speziell Fichtenmonokulturen haben oft ein so dichtes Kronendach, dass kaum noch Licht bis auf den Boden dringt. Deswegen gibt es hier unter den Bäumen keine Sträucher, keine Kräuter und keine Gräser, ja kaum Pilze wollen hier wachsen. Die heruntergefallenen, toten Nadeln bilden ein dicke, sterile Schicht; sie verrotten sehr schlecht. Und wo es kein Pflanzen gibt, da gibt es auch keine Tiere, man hört kaum einen Vogel singen und so ist die Fichtenmonokultur kein lebendiger Wald, sondern ein öder Holzacker.

 

Artenreicher Mischwald
Ein naturnaher Wirtschaftswald hingegen ist im Prinzip genauso aufgebaut wie unser bodenständiger Urwald. Es gibt dort unterschiedliche Arten von Bäumen genauso wie Bäume verschiedenen Alters. Unter den Kronen der niedrigeren Bäume befindet sich eine Strauchschicht, darunter eine Kraut- und darunter wiederum noch eine Mulch- und Moosschicht auf der auch Pilze gedeihen. Den Untergrund bildet eine lebendige, luftige Humusschicht, in der alle möglichen Lebewesen, das organische Material wieder abbauen, welches ursprünglich in den grünen Pflanzen durch Photosynthese entstanden ist und nach seinem Absterben bzw. seinen Weg durch irgendwelche Nahrungsketten schlussendlich in Form von abgestorbenen Pflanzenteilen und Tierleichen auf dem Waldboden landet. 

Das Ganze bildet nun jede Menge ökologische Nischen für Tiere der unterschiedlichsten Art. Vom Einzeller über Insekten und Vögel bis hin zu größeren Säugetieren wie Reh, Hase und Wildschwein. Ihnen allen bietet ein solcher Wald Lebensraum, Nahrung und Deckung.

 

Hier hat sich in einem Altholz bereits ein "Erdgeschoss" aus jungen Bäumen und Sträuchern gebildet

 

Ein solcher Mischwald ist nicht nur ökologisch stabil, sondern wird auch nicht so leicht vom Sturm umgerissen, da die eher labilen Bäume wie etwa die Fichte von den standfesteren wie der Buche geschützt werden. 

Auch die Funktionen des Waldes für Klima und Wasserhaushalt kann ein solcher Wald besser erfüllen als ein konventioneller. Durch den stockwerkartigen Aufbau wird der Raum wesentlich besser ausgenutzt. Während in einem Altersklassenwald nur immer der Kronenbereich der jeweiligen Bäume produktive Masse, also grüne Pflanzenteile enthält, ist der Dauerwald von unten bis oben vollgestopft damit. Das wirkt sich natürlich auch auf die Produktivität aus. Ein naturnaher Forstwirt achtet deswegen immer darauf, dass er ein gutes Waldbild hat, das heißt das alle Stockwerke des Waldes im richtigen Maße vertreten sind und so der für Blattmasse zur Verfügung stehende Raum optimal ausgenutzt wird. 
Viele Tier- und Pflanzenarten, die im konventionellen Wald kaum noch überleben können, stellen sich in einem Dauerwald ganz von allein wieder ein. Da man hier nicht jedes Stückchen Totholz beseitigen muss, kann man auch schon einmal den einen oder anderen abgestorbenden Baum stehen lassen. Dadurch gibt man auch dem Specht wieder eine Chance, der auf die Baumreste als Nahrungsquelle angewiesen ist: Mit seinem Schnabel pickt er nämlich gerne Würmer und Larven aus dem abgestorbenen Holz. 
Der Eingriff des Menschen beschränkt sich im naturnahen Waldbau darauf, die Zusammensetzung des Waldes im Rahmen der Möglichkeiten des Standortes behutsam in Richtung der von ihm gewünschten Holzarten zu lenken. Die Holzentnahme geschieht durch Einzelstammnutzung, das heißt, es werden immer nur einzelne Stämme, die das richtige Alter erreicht haben, herausgeschlagen. 

Das ist für den Wald nicht anders, als wenn ein alter Baum von selbst stirbt und umfällt. Die Lücke im Kronendach schließt sich durch niedrigere Bäume, die unter dem nun fehlenden gestanden sind und jetzt versuchen, ihren Platz an der Sonne zu ergattern.

 

 Ein ordentlicher Wald soll nicht nur Brennholz liefern, sondern...

 

Während dessen wachsen von ganz unten schon wieder jüngere Bäume nach, um möglichst irgendwann auch ihren Platz an der Sonne zu ergattern. Weil nie der Wald als ganzes umgesägt wird, sondern er sich kontinuierlich durch nachwachsende Bäume verjüngt, spricht man von Dauerwald. Diese Form der Waldwirtschaft ist keineswegs eine neue Erfindung, sowenig wie Vollwertkost von den Hippies erfunden wurde, sondern wird von einigen Großprivatwaldbesitzern schon 100 Jahre und länger betrieben. 
Diese Waldgutbesitzer machen das so, weil sie von ihrem Wald leben, also Gewinn erwirtschaften müssen. Und beim Dauerwald ist das Verhältnis zwischen Arbeitsaufwand und Ertrag eben wesentlich besser als beim konventionellen Waldbau. Dass dieser Wald auch ökologisch wertvoller ist, ist für sie eher ein Nebenprodukt, zeigt aber dennoch, dass man eben in der Regel mehr erreicht, wenn man mit der Natur und nicht gegen sie arbeitet. 

Auch die staatlichen Forstbehörden haben mittlerweile entdeckt, dass der naturnahe Waldbau nicht nur ökologische Vorteile hat, sondern dem konventionellen auch ökonomisch überlegen ist. Daher bauen Sie ihre konventionell bewirtschafteten Wälder zu naturnahen um.

Das geht im Prinzip recht einfach: Anstatt ein hiebreifes Altholz komplett abzuholzen lichtet 

man es lediglich auf, so dass Licht auf den Boden gelangt. Jetzt können dort die Samen 

keimen, die von den alten Bäumen heruntergefallen sind und neuen, jungen Wald bilden, den der Fachmann als Naturverjüngung bezeichnet. Weil aber auf unterschiedlichen Wegen auch Samen anderer Baumarten dort hin gelangen, wächst jetzt praktisch von alleine Mischwald auf. 

 

  ... sondern auch Holz, das im Sägewerk zu Schnittholz verarbeitet werden kann

 

Diese neue Waldgeneration kann der Förster nun durchaus auch beeinflussen: Theoretisch könnte er alle Bäume entfernen, die nicht zu der Art gehören, aus der das Altholz besteht. Dann bekäme er wieder einen konventionellen Wald, nur eben aus Naturverjüngung anstatt aus manueller Anpflanzung. Er kann aber auch nur manche Bäume heraus nehmen, die er partout nicht haben will und/oder andere dazu pflanzen, die aus ökonomischen oder ökologischen Gründen erwünscht sind. So lassen sich praktisch alle möglichen Zwischenstufen zwischen Quasi-Urwald und Altersklassenwald in Monokultur erreichen. 

Da in den Staatswäldern der Waldumbau zum Dauerwald erst vor 10, 15 Jahren begonnen hat, sieht man dort noch nicht alle Waldstockwerke, die ein naturnaher Wald hat. Unter den aufgelichteten Kronendächern der Althölzer findet man aber bereits eine Strauchschicht und Jungwuchs von einigen Metern Höhe. Das ist zwar erst eine Zwischenstufe zum fertigen naturnahen Mischwald, aber bereits ein wunderbares Biotop für viele Tierarten.

Problem Rehwild

Unter anderem fühlen sich Rehe hier besonders wohl, sie finden hier ihre arttypische Nahrung, nämlich Knospen, junge Triebe und dergleichen gehaltvolles mehr. Anders, als in den aten Fichtenmonokulturen, müssen sie nicht mehr gehätschelt und getätschelt werden, sondern vermehren sich ganz von alleine wie die Karnickel. Weder muss man sie im Winter füttern, noch müssen sie im Sommer auf die Wiesen hinaus zum äsen; der heutige Wald bietet ihnen alles was sie zum Leben brauchen. 

Die vielen Rehe aber sind nun ein Problem, denn mit dem Äsen von frischen Knospen und Trieben ramponieren sie so manches junge Bäumchen arg. Die Förster bezeichnen dies als Verbiss und sind nicht sehr erfreut darüber. Ein verbissenes Bäumchen stirbt zwar nicht gleich, aber es entwickelt sich oft zu einer knorrigen Baumgestalt, die zwar interessant aussieht, jedoch lediglich als Brennholz zu gebrauchen ist. 
Der ganze Stolz eines Försters sind aber schöne, gerade Stämme, die ins Sägewerk gehen und nicht nur verheizt werden können. Deswegen dürfen nicht zu viele Rehe im Wald leben. Der Föster bejagt daher die Rehe fleißig und lässt sich dabei sogar noch von Jägern helfen. Damit verbessert er seinen Wald und bringt obendrein hochwertiges, natürlich entstandenes Fleisch auf den Markt, das man dazu noch mit einem besseren Gewissen essen kann, als das von Haustieren.
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7. Dezember 2008 7 07 /12 /Dezember /2008 16:40

Da kommt einer in den Wald, bringt ein Gewehr mit, schießt ein Reh und wird eingesperrt. Ein anderer tut das gleiche, aber der bekommt dafür vom Förster einen Fichtenzweig, den sogenannten Erlegerbruch, welchen er sich an den Hut steckt und stolz

 

Nach einer Staatsjagd überreicht der Forstamtsleiter den erfolgreichen Schützen die Erlegerbrüche. Wie aber kommt man dazu, jagen zu dürfen?

davongeht. Wo ist der Unterschied zwischen den beiden Männern? Ganz einfach, wird man sagen, der eine hat einen Jagdschein und war vom Förster zur Jagd eingeladen, der andere hat unerlaubt gejagt, ist also ein Wilderer und somit ein Straftäter. Aber 
wie bekommt man einen Jagdschein und wie eine Erlaubnis irgendwo zu jagen?
Eigentlich sollte man meinen, dass allgemein bekannt sei, wie man zu einem Jagdschein kommt. Wenn man aber die Propaganda der Jagdgegner liest und hört, gewinnt man einen anderen Eindruck. Die behaupten nämlich immer wieder, dass Jäger eine elitäre Menschengruppe seien, die sich selbst anmaßte, im Wald nach Belieben Tiere töten zu dürfen, andere aber am liebsten daraus verjagen würde. Weiterhin behaupten die Jagdgegner, Jäger würden mit Hilfe eines Nazi-Gesetzes, dem Bundesjagdgesetz, die Landeigentümer enteignen und gegen deren Willen auf deren Grund und Boden jagen. Und obendrein dürften sie noch, was sonst außer der Polizei fast keiner darf: Schwer bewaffnet in der Gegend herumlaufen und sogar schießen!
  Andererseits wird aber so gut wie jeder irgendwelche ganz gewöhnliche Leute kennen, die auf die Jagd gehen, Verwandte, Bekannte, Arbeitskollegen - Leute die nicht besonders reich sind, sondern Beamte, Facharbeiter oder kleine Selbständige, ja sogar Schüler, Studenten und Hausfrauen.... Um die Katze gleich aus dem Sack zu lassen: Jagen ist gar nicht so furchtbar teuer wie viele Menschen glauben. So wie andere ehemalige "Nobelhobbies", z.B. Reiten, Tennis oder Segeln ist es heute auch für Durchschnittsverdiener erschwinglich und keineswegs elitär. Die weitaus meisten Jäger sind ganz gewöhnliche Leute wie du und ich. 
  
Wie also wird nun aus einem ganz gewöhnlichen Menschen ein Jäger?
 Um das zu verstehen, muss man ein klein wenig etwas über unser Jagdrecht wissen und wie es entstanden ist. Und man sollte den Unterschied zwischen Jäger und Förster kennen, der offenbar auch vielen Leuten nicht geläufig ist. Wohl fast jeder Jäger ist im Wald wohl schon einmal einem Spaziergänger begegnet, der sich bei ihm über den Verkauf von Holz erkundigt hat, weil er ihn mit einem Förster verwechselte. Was also ist der Unterschied zwischen Jäger und Förster? Ganz einfach: Der Förster ist ein Beamter, der sich um den Wald zu kümmern hat und zwar vor allem um das Holz. Weil aber der Staat als Grundbesitzer im Staatswald auch das Jagdrecht hat, läßt er es von seinen Förstern ausüben. Deswegen wird von Förstern verlangt, dass sie während ihrer Ausbildung einen Jagdschein machen und im Staatswald die Jagd ausüben, was keineswegs mit dem gelegentlichen Erschießen eines Rehs oder Fuchses getan ist, sondern eine Menge Arbeit macht.
  Der Jäger hingegen ist ein Privatmann, der das Recht in einem bestimmten Gebiet zu jagen von den Grundeigentümern gepachtet hat oder selbst so viel Grund besitzt, dass er darauf jagen kann. Man sagt auch, er sei in dem jeweiligen Gebiet der Jagdausübungsberechtigte. Es kann auch sein, dass ein Jäger gar nicht selbst jagdausübungsberechtigt ist, sondern dass ihm lediglich ein Jagdausübungsberechtigter erlaubt hat, in seiner Jagd umsonst oder gegen eine Gebühr zu jagen.

Jägerausbildung und Jägerprüfung
 Um eine Jägerprüfung machen zu dürfen muss man in der Regel einen vorgeschriebenen Ausbildungskurs besuchen. Solche Kurse werden von kommerziellen Jagdschulen angeboten, aber auch von den Kreisjägervereinigungen. Die Kreisjägervereinigungen sind sozusagen die Clubs der Jäger, sie sind zu Landesjagdverbänden zusammengeschlossen und diese wieder zum DJV, dem deutschen Jagdschutzverband. Die organisierten Jäger sind also nicht direkt im DJV organsiert, sondern sozusagen um zwei Ecken herum. Alternativ zu den DJV-Verbänden und -Kreisjägervereinigungen gibt es noch den Ökologischen Jagdverband (ÖJV). Er versteht sich als Alternative zum DJV und sieht die Jagd etwas anders als dieser. Auch der ÖJV führt Jägerkurse durch, deswegen wird er hier erwähnt.

 

 


Das Jagdliche Schießen ist ein wichtiger Bestandteil der Jägerausbildung. Dabei soll jedoch nicht der Jagderfolg gesteigert, sondern sichergestellt werden, dass der neue Waidmann in der Lage ist, seine Beute schnell und möglichst schmerzlos zu töten

 Früher musste man die Jägerprüfung in dem Bundesland ablegen, in dem man wohnte. Das war ärgerlich für Leute, die in einem Land wohnten, das bei der Jägerprüfung strengere Maßstäbe anlegt, als andere. Manche nahmen aus diesem Grund wohl sogar pro forma für eine Zeit Wohnsitz in einem Land mit leichter Jägerprüfung - jedenfalls werben Jagdschulen, welche ihre Schüler zur Prüfung in "leichten" Bundesländern schicken, damit, dass kein Wohnsitzwechsel mehr notwendig ist. Heute kann man nämlich wenn man will die Jägerprüfung auch in einem anderen als dem Bundesland ablegen, in dem wohnt und vor allem private Jagdschulen nutzen diese Möglichkeit. Sie bieten eine regelrechte Jagdscheintouristik z.B. in das Saarland an, der Jägerkurs wird teilweise komplett mit Hotelunterbringung und Rahmenprogramm für die Ehefrau (falls die nicht auch gleich den Jagdschein macht) und Kinder angeboten. Das ganze geht dann, wenn man die Prüfung im ersten Anlauf schafft, in sechs Wochen über die Bühne.
 Private Jagdschulen machen es den Jagdscheinanwärtern also - so man der Werbung glauben darf - leichter, die Prüfung zu bestehen. Dafür sind sie aber auch wesentlich teurer als die nichtkommerziellen Jägerkurse der Verbände. Außerdem ist die Jägerprüfung auch in den Ländern mit scharfen Prüfungsanforderungen duchaus zu bestehen, bei uns in der KJV Aalen fallen sehr wenige Anwärter durch, was aber vielleicht auch an der guten Ausbildung liegt. Im Zweifelsfalle kann man sich ja auch einmal umhören, wie die Durchfallquoten im eigenen Landkreis sind und dann überlegen, ob man lieber zu einer kommerziellen Jagdschule geht oder zu einem Verbandsjägerkurs.
 Einen sehr großen Vorteil jedoch hat der Jägerkurs bei der örtliche KJV: Man kommt dadurch in die örtliche Szene und hat gute Chancen nach dem Bestehen der Prüfung auch eine Jagdgelegenheit zu bekommen. In der KJV Aalen z.B. ist es üblich, dass der Ausbildungsleiter versucht, die Jungjäger alle unterzubringen und man ist stolz darauf, dass ihm das in aller Regel auch gelingt.
  Was aber läuft nun ab beim Jägerkurs und bei der Prüfung? Die Prüfungsanforderungen sind, wie bereits erwähnt, von Bundesland zu Bundesland verschieden. Deswegen beziehen sich die folgenden Angaben auf das Beispiel Baden-Württemberg, eines der Länder mit eher höheren Prüfungsanforderungen.
  In Baden-Württemberg beginnt der Jägerkurs meist im Herbst und die Jägerprüfung findet im Frühjahr und Frühsommer statt. Als erstes wird die jagdliche Schießprüfung abgenommen, später folgt dann die schriftliche Theorieprüfung. Den Abschluss bildet im Mai oder Juni die mündlich-praktische Prüfung, bei der man allerhand Tierpräparate, jagdliche Gerätschaften, Pflanzen und dergleichen gezeigt bekommt, zu denen man dann Fragen der Prüfer beantworten muss. Vor allem aber auch die Waffenhandhabung wird hier geprüft. Macht man bei dieser einen erheblichen, sicherheitsrelevanten Fehler, hat man die Prüfung nicht bestanden, auch wenn man in allen anderen Teilen noch so gut wahr.
 Ansonsten hat man die Prüfung dann bestanden, wenn man beim Schießen die Anforderunge erfüllt und in der schriftlichen und mündlich- praktischen Prüfung in jedem der vier Teilgebiete mindestens eine Vier erreicht hat. Die Teilgebiete der Prüfung sind die folgenden:

* Tierarten, Wildbiologie, Wildhege und Land- und Waldbau
* Waffenrecht, Waffentechnik und Führung von Jagdwaffen (einschließlich Faustfeuerwaffen)
* Führung von Jagdhunden, Jagdbetrieb, Wildschadensverhütung, Behandlung des erlegten Wildes unter      besonderer Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen und Beurteilung der gesundheitlich  unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als  Lebensmittel
* Jagd-, Tierschutz- sowie Naturschutz- und Landschaftspflegerecht

 Die schriftliche und die mündlich-praktische Prüfung zählen im Verhältnis 5:3 miteinander, was bedeutet, dass einem bei einem entsprechend guten Ergebnis im schriftlichen Teil nichts mehr passieren kann - vorausgesetzt, man baut nicht bei der Waffenhandhandhabung Mist. Allerdings erfährt man nicht, wie man im schriftliche Teil war, so dass man sich in jedem Falle auch gut auf den mündlichen Teil vorbereiten sollte.


Schießen

 Beim jagdlichen Schießen muss man sowohl mit der Flinte, als auch mit der Büchse bestimmte Leistungen erzielen. Mit der Büchse wird je fünf Mal stehend angestrichen aus 100 m auf den stehenden Rehbock und freihändig aus 50 oder 60 m auf den laufenden Keiler geschossen, zwei der Wildscheiben des DJV, die auch für jagdliche Schießsport-Wettkämpfe verwendet werden. Der laufende Keiler bewegt sich tatsächlich, die Scheibe wird von einer Maschine innerhalb von zwei Sekunden über eine sechs Meter breite Schneise gezogen. Beim Keiler zählt alles als Treffer, was im auf der Scheibe ausgewiesenen Trefferfeld liegt, beim Rehbock alles, was mindestens eine Acht ist. Insgesamt muss man bei diesen zehn Schuss fünf Treffer erzielen und zwar auf jede der Scheiben mindestens zwei, also entweder zwei beim Bock und drei beim Keiler oder umgekehrt.
 Mit der Flinte wurden früher acht Traptauben und acht Kipphasen beschossen. Traptauben sind eine Art Aschenbecher, die mit einer Wurfmaschine in die Luft geworfen werden um mit der Flinte darauf zu schießen. Sie steigen vor dem Schützen schräg von ihm fort aus einem Bunker in die Luft, und sind leichter zu treffen als Skeettauben die von der Seite geworfen werden. Für Wettbewerbe im jagdlichen Schießen fliegen die Traptauben in unterschiedlichen, zufälligen Winkeln, bei der Jägerprüfung aber immer gerade aus. Der Kipphase ist eine Hasensilhouette aus Blech, die in 35 m Entfernung vor dem Schützen vorbei fährt. Trifft man sie, fallen eines oder mehrere der drei Teile um. Bei Wettbewerben gibt es für die drei Teile unterschiedliche Punktzahlen, bei der Jägerprüfung ist es egal, welche und wieviele Teile umfallen. Mit den sechzehn Schrotschüssen müssen sechs Treffer erzielt werden, jedoch auch wieder bei jeder Disziplin mindestens zwei, also drei Hasen und drei Tauben, vier Hasen und zwei Tauben oder umgekehrt.

 

 

Ganz so schlimm wie auf diesem Bild wird die "hochnotpeinliche Befragung" bei der mündlich-praktischen Prüfung dann doch nicht: Wenn die Prüfer einen Prüfling lange ausquetschen, dann kaum, um ihn in die Pfanne zu hauen, sondern eher, um aus ihm doch noch etwas herauszuholen, was man so bewerten kann, dass er die Prüfung besteht.

 Mittlerweile wurde aber der Teil mit den Traptauben aus der Prüfung genommen, es genügt nun, wenn der Schießlehrer bestätigt, dass während der Schießprüfung eine bestimmte Anzahl Tauben beschossen wurde.

 

Endspurt zur Prüfung

 In der Regel finden während der Zeit bis zur schriftlichen Prüfung zwei reguläre Kursabende zu ca. zweieinhalb Stunden statt, einige Wochen nach dem Kursbeginn fängt das Schießen an, welches etwa alle zwei Wochen einen Samstag oder Sonntag beansprucht. An Wochenenden ohne Schießen gibt es zusätzliche Kurseinheiten wie Waldbegehungen, Hochsitzbau und Unterweisungen in Waffenhandhabung, die jeweils etwa einen Samstagnachmittag oder Sonntagvormittag ausfüllen, ab und zu kann auch einmal ein zusätzlicher Termin unter der Woche abends anfallen. Dazu kommt dann noch die häusliche Prüfungsvorbereitung allein oder in Arbeitsgruppen, sofern sich solche unter den Kursteilnehmern zusammen finden. Nach Weihnachten werden bei uns in Aalen Prüfungsbögen aus früheren Jahren samt den zugehörigen Musterlösungen ausgegeben, mit denen man dann zu Hause üben kann.
 Die Schießtermine enden logischerweise mit der Schießprüfung, die regulären Kursabende mit der schriftlichen Prüfung. Bis zur mündlich-praktischen Prüfung finden dann noch ein paar Sondertermine statt, vor allem zum gezielten Training für diese letzte Hürde.
  Nach der mündlich-praktischen Prüfung wird jedem Anwärter sein Ergebnis mitgeteilt und wer bestanden hat, bekommt eine Bescheinigung darüber ausgehändigt. Mit dieser, einem polizeilichen Führungszeugnis und einem Nachweis über den Abschluss einer Jagd-Haftpflichtversicherung kann man dann seinen ersten Jagdschein beantragen. Bei der Jungjägerfeier, die kurz darauf stattfindet, hat dann der oder die eine oder andere der frischgebackenen Waidmänner und -frauen bereits das erste Waidmannsheil gehabt, vielleicht sogar noch den Erlegerbruch am Hut und dann natürlich jede Menge zu erzählen - hoffentlich nicht schon das erste Jägerlatein, denn dafür ist es zu diesem Zeitpunkt wohl noch ein bisschen arg früh....

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7. Dezember 2008 7 07 /12 /Dezember /2008 14:36

Weihnachten steht vor der Tür und auch - kurz vorher - die Wintersonnwende und damit der kürzeste Tag und die längste Nacht. Derzeit leben wir also in der dunklen Zeit des Jahres. Dass wir alle jetzt ein wenig träge und schlapp sind, ist eigentlich ganz normal. Der Mensch hält jetzt zwar keinen Winterschlaf, aber doch so etwas wie eine Art Winterruhe. Beim Winterschlaf, wie ihn etwa Igel und Fledermaus halten, werden nicht nur Puls und Atmung, sondern auch die Körpertemperatur herabgesetzt. Andere Säuger, wie Bär und Dachs z.B. halten nur eine Winterruhe, bei der sie zwar Puls- und Atemfrequenz vermindern, nicht jedoch ihre Körpertemperatur. Beide Strategien haben jedoch den gleichen Zweck: sie sollen den Energiebedarf in der Nahrungsarmen Winterzeit vermindern. Die WInterruhe ist eine recht flexible Sache: Gibt es während der Ruhezeit Perioden mit günstiger Witterung, kann sie durchaus unterbrochen werden, in ganz milden Wintern sogar auch ganz ausfallen. Meister Grimbart, der Dachs etwa, kann uns bei milder WItterung durchaus auch einmal an einem Winterabend begegnen.

 

Meister Grimbart, der Dachs, hält eine gewissermaßen flexible Winterruhe, wobei er sich nach der tatsächlichen Witetrung richtet

 

Winterruhe beim Menschen

Wenn die Winterruhe bei uns Menschen auch nicht so ausgeprägt ist, sollten wir doch berücksichtigen, dass sie existiert. Es ist zum Beispiel eine Weisheit unter Verkäufern, dass man im Winter nicht so leicht verkaufen kann wie im Sommer, da die Kunden - und natürlich auch der Verkäufer - dann einfach träger und weniger leicht zu begeistern sind. Auch sonst kann man sich in der Gestaltung des persönlichen Jahreslaufes ein wenig nach der Natur richten. Die meisten Menschen machen ja zwei mal im Jahr Urlaub, im Sommer und über Weihnachten. Dabei halte ich es so, dass für mich der Sommerurlaub die Zeit für die Outdoor-Aktivitäten, für Reisen und Ausflüge ist, die winterlichen freien Tage dagegen eine Periode des Ausruhens, der Besinnlichkeit und der geruhsamen häuslichen Beschäftigungen. Schlimm dran sind dabei aber die Menschen mit Berufen, deren Hauptsaison in dieser Zeit der Wintersonnwende liegt: der Einzelhandel, Bäcker und Metzger beispielsweise haben dann besonders viel zu tun, was sich leider wohl kaum vermeiden lässt.

Aber auch in manchen anderen Berufen sind die Beschäftigten hier stark belastet. Bei Banken gibt es Urlaubssperre und auch andere Menschen, die mit Buchhaltung zu tun haben, müssen jetzt viel arbeiten, weil es die Zeit des Jahresabschlusses ist. Das jedoch wäre vermeidbar, denn es muss nicht unbedingt sein, dass der Bilanzzeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember geht. Viele Firmen haben nämlich in der Tat ein Geschäftsjahr, welches vom 1. Oktober bis zum 30. September geht. Warum richtet sich nicht auch das Finanzamt danach? Man sieht auch hier wieder, dass unser an Profit und Geld orientiertes System wenig Verständnis für die natürlichen Belange des Menschen hat.

 

 Die Tageslänge folgt im Jahreslauf etwa einer Kosinus-Kurve. Nahe den Extrema, den Hoch- und Tiefpunkten, die bei den Sonnwenden liegen, ist die Änderung nur gering, dafür an den Nullstellen, die mit den Tag- und Nachtgleichen zusammenfallen, umso stärker

 

Wenn ich es einrichten kann, gucke ich auch, dass ich im Sommer wie im Winter mit der Sonne aufstehe,denn im Dunkeln aufstehen ist etwas fürchterliches. Leider kann ich das auch nicht immer, denn zeitweise besteht ein großer Teil meines Geschäftes aus Schulungen, zu denen ich Sommers wie Winters gegen 0700 das Haus verlassen muss, wie das ja auch den meisten berufstätigen Menschen geht. Auch hier sieht man, wie wenig die Regeln der sogenannte Zivilisation Rücksicht auf die Natur nehmen.

 

Astronomische Ursachen

Woher kommt aber nun die unterschiedliche Länge der Tage im Laufe des Jahres? Sie entsteht dadurch, dass die Erdachse nicht parallel zur Achse der Erdumlaufbahn um die Sonne steht, sondern zu ihr geneigt ist. Dadurch kreist die Erde schräg um die Sonne, so dass mal die Nord- und mal die Südhalbkugel mehr beschienen werden. Auf derjenigen Halbkugel, die dabei jeweils mehr beschienen Wird, herrscht der Sommer mit seinen längeren Tagen und kürzeren Nächten, auf der anderen der Winter. Die kürzeren und längeren Tage und Nächte bemerkt man, anders als viel andere Naturvorgänge,  gerade auch als in das Zeitraster der Zivilisation eingebundener Städter besonders gut: Da man seinen Tageslauf nach der Uhr und nicht nach der Sonne einrichtet, geht man wintertags im Dunkeln fort und kommt im Dunkeln heim, wohingegen es im Sommer schon bzw. noch lange hell ist, wenn man zur Abreit geht oder heimkommt.

 

 Weil die Bahn der Erde um die Sonne kein wirklicher Kreis, sondern eine Ellipse ist, weicht die wahre Sonnenzeit von der Mittlleren Sonennzeit ab.

 

An Fabian Sebastian...

Weil die Veränderung der Tageslänge aus einer (angenäherten) Kreisbewegung stammt, folgt sie (annähernd) einer Sinus- bzw. Cosinuskurve. Welche von beiden es sein soll, spielt keine Rolle, es hängt lediglich davon ab, an welchem Datum wir den Nullpunkt annehmen, denn beide Kurven sind gleich und lediglich um 90° oder pi/2 verschoben. Entscheidend ist dabei nämlich, dass beide Kurven in den Bereichen ihrer Extrema, dem Minimum und dem Maximum, recht flach verlaufen, bei den Nullstellen aber am steilsten sind. Die Nullstellen liegen an den beiden Tag- und Nachtgleichen, das Minmum bei der Winter- und das Maximum bei der Sommersonnwende.

Aus diesem Grunde ändert sich nun die Tageslänge um die beiden Äquinoktien,  die Tag- und Nachtgleichen, den Frühling- und den Herbstanfang also, herum recht schnell, um die beiden Sonnwenden, denn Sommer- und den Winteranfang dafür recht wenig.Der Volkmund kennt daher auch den Spruch "An Fabian Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an". Fabian Sebatian ist  am 20. Januar und um diese Zeit beginnt nicht nur der Saft in die Bäume zu steigen, sondern die Tageslänge nimmt auch schon so stark zu, dass es auch jemand merkt, der, wie die Menschen früherer Zeiten, nicht nach dem Minutenzeiger, sondern eher nach den Viertelstundenschlägen der Turmuhr lebt. Jetzt, einen knappen Monat nach der Wintersonnwende ist das vorbei, was ich die "Finstere Zeit" nenne, der Zeitraum von je etwa 4 Wochen vor und nach der Wintersonnwende, die gegen Ende November begonnen hat und während der man kaum eine Veränderung der Tagesläne bemerkt.

Ein anderer Spruch beschreibt die zunehmende Verlängerung der Tageslichtdauer ebenfalls treffend: "Weihnachten um ein' Muckenschritt, Neujahr um ein' Hahnentritt, Dreikönig um ein' Hirschensrung, Lichtmess um ein' ganze Stund'". Je mehr es nun dem astronomischen Frühlingsbeginn, der Tag- und Nachtgleiche, entegegengeht, um so schneller wachsen nun die Tage, bis sich die Zunahme nach dem Äquinoktium dann wieder verlangsamt.

 

 Die Abweichung der Mittleren Sonnenzeit von der Wahren Sonnenzeit kann man feststellen, wenn man die Anzeige einer Sonnenuhr mit der einer mechanischen oder elektronischn Uhr vergleicht. (Bild: Analemma, lizensiert nach cc-by -sa)

 

Entsprechend der Finsteren Zeit um Mittwinter gibt es natürlich auch eine Helle Zeit um den Mittsommer, also die Sommersonnwende: Der Zeitruam von Ende Mai bis etwa zum 20. Juli ist die Zeit der langen Tage. Wenn es mal in den August geht, wird dann wiederum deutlich, dass die Tage wieder kürzer werden, was man um den Herbstanfang am stärksten merkt, bis sich die Veränderung dann auch wieder abschwächt und wir wiederum in die Finstere Zeit eintreten.

 

Mogelnde Sonnenuhren?

Es gibt noch ein weiteres, interessantes Phänomen im Zusammenhang mit dem Jahreslauf der Sonne: Ab der Wintersonnwende sollte die Sonne eigentlich anfangen, wieder früher aufzugehen. Allerdings tut sie das ganz und gar nicht; wie ein Blick in den Kalender zeigt, setzt sich der Trend zum späteren Sonnenaufgang erst noch ein paar Tage fort. Insgesamt werden die Tage aber doch bereits länger, denn das was die Sonne morgens versäumt, holt sie brav am Abend nach, wie der Vergleich von Sonnenauf- und -untergangszeiten zeigt.

Das liegt an der sogenannten Zeitgleichung: Da die Bahn der Erde um die Sonne nicht wirklich ein Kreis, sondern eine Ellipse ist, verschiebt sich der wahre Mittag, also der Meridiandurchgang der Sonne - und damit der ganze Tag -  zweimal im Jahr nach vorne und dann wieder nach hinten. Das sieht man sehr gut, wenn man die Anzeige einer Sonnenuhr mit der einer mechanischen oder elektronischen Uhr vergleicht. Jene zeigt nämlich die wahre, diese die mittlere Sonnenzeit an. Diese Abweichung bezeichnet man als Zeitgleichung, sie kann bis zu mehr als 16 Minuten betragen.

 

 

 

 

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6. Dezember 2008 6 06 /12 /Dezember /2008 15:34

Ein gutes Beispiel dafür, dass Selbermachen nicht nu Geld spart, sondern auch bessere Qualität hervorbringt, ist die Butterbrezel. Nicht nur, dass fertig geschmierte Butterbrezeln oft unverschämt teuer sind, sie sind oft auch lieblos und knauserig gemacht. Zum einen wird aus Profitgier mit der Butter gespart, zum anderen wird die Brezel schlampig aufgeschnitten, so dass nur der allerdickste Teil gebuttert werden kann.

 

So schneidet man eine Butterbrezel auf, damit ein möglichst großer Teil gebuttert werden kann

Macht man sich seine Butterbrezel selbst, kann man sie zum einen genauso so dick buttern, wie man sie haben möchte. Zum anderen kann man mit ewas Sorgfalt, Geschick und Präzision die Bretzel so aufschneiden, dass ein möglichst großer Teil gebuttert werden kann.

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6. Dezember 2008 6 06 /12 /Dezember /2008 14:47

Ein wichtiger Aspekte des Selbstversorger-Gedankens liegt darin, möglichst zu vermeiden, dass sich andere an unserer Arbeit bereichern. Genau dies ist nämlich das Ziel des heutigen Abzock-Systems. Auf dem Weg, der zwischen Arbeitsleistung und Konsum liegt, gibt es viele Abzapfstellen, an denen andere etwas vom Ergebnis unserer Arbeit für sich abzweigen, so dass das, was wir uns von unserer Arbeit leisten können, nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Wertes unserer Arbeit darstellt.

 

Wo bleiben die erwirtschafteten Werte?

Zunächst einmal schöpft der Arbeitgeber einen erheblichen Teil des von uns mit unserer Arbeit erwirtschafteten Geldes ab, wobei dieser Teil besonders hoch ist, weil auch der Arbeitgeber - vor allem von seinen Kreditgebern - abgezockt wird und uns deswegen oft gar nicht mehr Lohn bezahlen kann. Von diesem Lohn müssen wir als nächstes einen Haufen Abgaben bezahlen. Schon ein uralter Kalauer weiß: Auch wenn das Bruttoghalt brutal ist, ist das nach Steuern und Abgaben verbleibende Nettoeinkommen bestenfalls noch ganz nett.

Geben wir nun unsere sauer verdienten Taler für Waren und Dienstleistungen aus, kommt die ganze Kette umgekehrt zum Tragen: Im Verkaufspreis der Güter stecken wiederum jede Menge Steuern, Abgaben und Gewinne, so dass beim eigentlichen Erzeuger des jeweiligen Gutes nur noch ein ganz kleiner Teil in Form von Netoolohn ankommt. Macht man sich dies einmal klar, versteht man auch, dass man z.B. etwa zehn Stunden selbst arbeiten muss, um eine Arbeitsstunde eines Handwerkers zu bezahlen, der doch auch nur in etwa den gleichen Stundenlohn hat wie man selbst.

 

 

Die mit herkömmlicher Lohnarbeit geschaffenen Werte kommen dem Werktätigen nur zu einem geringen Teil zugute und...

 

Fremde Nutznießer abkoppeln

Gleichzeitig wird aber auch plausibel, warum man mit dem Selbermachen so viel Geld sparen kann und warum Schwarzarbeit so beliebt ist: Tut man etwas selbst, anstatt es tun zu lassen, spart man nicht nur den reinen Arbeitslohn des Profis, sondern dazu noch den sehr viel größeren Anteil, der von jedem auf die übliche Weise erwirtschafteten Euro an alle möglichen Nutznießer abfließt. Das bewirkt einerseits, dass sich das Selbermachen auch dann noch lohnt, wenn man für  eine Arbeit zwei oder drei mal so lange benötigt wie ein Profi, andererseits, dass man auch dann noch spart, wenn man dem schwarz arbeitenden Profi das doppelte oder dreifache dessen bezahlt, was er netto mit der gleichen Tätigkeit bei seinem Arbeitgeber verdient.

Selbstverständlich soll damit nicht empfohlen werden, selbst schwarz zu arbeiten und Schwarzarbeiter zu beauftragen. Auch wenn dies vor dem beschriebenen Hintergrund nur allzu verständlich ist, sich die Schwarzarbeit selbst mit den mittlerweile angewendeten Mitteln nicht verhindern lässt und sich vielleicht sogar moralisch rechtfertigen ließe: Schwarzarbeit ist illegal und birgt- daher vor allem finanziell - einige Risiken. Eingespartes Geld doppelt und dreifach in Form von Steuernachzahlungen und Geldstrafen wieder zu verlieren oder sogar hinter Gittern zu landen, kann nicht Sinn und Zweck der Selbstversorgung sein. Ich möchte sie daher nicht empfehlen, auch wenn ich keinen Schwarzarbeiter moralisch verurteilen kann: jeder muss selbst wissen, was er tut, ob und in welchem Umfang er schwarz arbeitet und/oder schwarz arbeiten lässt, denn wenn er erwischt wird, trägt er - und leider auch seine Lieben - die Folgen.

Was ich aber guten Gewissens empfehlen kann, ist außer dem Selbermachen die Nachbarschaftshilfe. Zum Beispiel erntet man im Garten oft mehr von einer Obst- oder Gemüsesorte als man selbst essen kann. Warum den Überschuss nicht verschenken und sich dafür vom Überschuss anderer beschenken lassen? Warum nicht dem Nachbar den Computer einrichten, wenn er uns das Schuppendach flickt? Jeder kann oder hat etwas, das andere nicht können oder haben und kann oder hat etwas nicht, das andere können oder haben.

Damit Angebot und Nachfrage hier auch gut zusammen kommen, gibt es Tauschringe. Dadurch, dass hier mehr Anbieter und Nachfrager zusammen kommen, läuft der Austausch wesentlich besser als im oft recht begrenzeten Bekannten- und Nachbarnkreis. Und alles ist ganz legal, man braucht keine Angst haben, dass die Kamera des Detektivs klickt, wenn man auf einem fremden Baugerüst steht.

 

Bargeld braucht man aber trotzdem

Wenn man auch viele Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs selbst produzieren oder über Nachbarschaftshilfe erhalten kann, gibt es doch eine ganze Reihe Dinge, die man doch nur für Geld bekommen kann: Telekom, GEZ, das Wasser- und das E-Werk sowie eine ganze Reiher anderer Lieferanten, nicht zuletzt die Kranken- und Rentenversicherung werden wohl kaum jemals Mitglied im Tauschring sein und Talente (oder wie sonst die jeweilige Verrechnungseinheit heißt) als Bezahlung für ihre Forderungen akzeptieren. Der Bedarf an Bargeld kann durch Selbstversorgung zwar eingeschränkt, leider jedoch nicht ganz vermieden werden.

Ist man also weder Rentner, Privatier oder ALG-Empfänger, wird man nicht umhinkommen, ein wenig für Geld zu arbeiten.

 

 

... im Ernstfall lässt das System ihn sowieso im Regen stehen

 

Ein Teilzeitjob mit Steuerkarte, dessen Entgelt innerhalb der Grenzen des steuerfreien Existenzminimums liegt, ist hier gar keine schlechte Idee, weil man dadurch kranken- und rentenversichert ist.  Bei der Krankenversicherung spielt der Beitrag für die Leistungen ja zum Glück keine Rolle, bei der Rente wird der Anspruch für einen Alleinstehenden, den man mit einem solchen Teilzeiteinkommen erzielt ein eher geringer sein. Besser sieht es da aus, wenn man eine Familie hat, denn mit Frau und Kindern auf der Steuerkarte ist das steuerfreie Existenzminimum so hoch, dass dabei schon merklich Rentenansprüche erworben werden können. Allerdings muss man dafür natürlich auch mehr arbeiten und bei einem geringen Stundenlohn kann die Auschöpfung des Existenzminimums sogar schnell zu einem Vollzeitjob werden. Der Wert einer guten Ausbildung ist auch hier nicht zu leugnen: The more you learn the more you earn - wer anspruchsvollere Arbeit leisten kann, verdient das gleiche Geld in kürzerer Zeit. Leider ist es nun zwar so, dass man einen Teilzeitjob als Akademiker sicherlich weniger leicht findet als eine Teilzeit-Putzstelle.

Ganz unmöglich sollte das aber auch nicht sein: So manche kleinere Firma mag heute eigentlich einen Ingenieur benötigen - aber eben nicht im Umfang einer Vollzeitstelle. Da man sich dort dann aber nicht vorstellen kann, einen Teilzeit-Ingenieur zu finden, wird der Bedarf erst gar nicht öffentlich gemacht. Daher lohnt es sich durchaus, sich bei kleineren Firmen um solchen Tätigkeiten zu bewerben. Das funktioniert übrigens auch mit Vollzeitjobs (und in großen Firmen), man nennt es "Initiativbewerbung". Bei kleinen Firmen empfiehlt es sich übrigens durchaus, sich nicht groß schriftlich zu bewerben, sondern einfach mal in den Laden hinenzumarschieren und nach dem Chef zu fragen. Eine schriftliche Bewerbung kann man ja auf Wunsch immer noch nachreichen. Zeugniskopien, einen Lebenslauf und ein neutrales Bewerbungsschreiben oder ein Bewerberprofil sollte man sowieso dabei haben. Es lohnt sich sogar, derartige Unterlagen immer im Auto zu haben: Es kann jederzeit passieren, dass man aus irgendwelchen anderen Gründen unterwegs ist und zufällig eine Firma entdeckt, die einen interessiert. Dann sollte man da sofort reingeiern und ist natürlih im Vorteil, wenn man seine Unterlagen bei sich hat. Und wie gesagt, diese Tipps funktionieren auch, wenn man eine Vollzeitstelle sucht.

 

Teilzeit für ältere

Besonders interessant wird eine Teilzeitstelle, wenn man bereits einige Jahrzehnte gearbeitet und einen einigemaßen auskömmlichen Rentenanspruch erworben hat. In diesem Alter sind dann oft schon die Kinder aus dem Haus und weg von der Steuerkarte. Arbeiten dann womöglich beide Partner, schlägt das Finanzamt gnadenlos zu, dann steht man steuerlich wieder so da wie als junges, kinderloses Doppelverdienerpärchen, nur dass man wahrscheinlich mehr  verdient und daher einen wesentlich höheren Steuersatz an der Backe hat.

Wenn das Haus abgezahlt und die Kinder mit dem Studium fertig sind, ist auch der Geldbedarf wesentlich geringer als vorher. Wozu sich also noch für das Finanzamt abmühen? Arbeitet man nur noch Teilzeit, hat man die Zeit, viele DInge selbst zu tun, die man sonst teuer bezahlen muss und wird sich mit etwas Geschick, Fantasie und Kreativität finanziell kaum schlechter stehen und obendrein noch Zeit für Dinge übrig haben, die nichts einbringen, aber Spaß machen.

 

Durch Selbermachen hingegen schafft man Werte, die, wie diese selbstgebaute Küche, einem selbst direkt zugute kommen, verwendet seine Zeit sinnvoll und stärkt das eigene Selbstbewusstsein.

 

Umgekehrt kann es aber auch sinnvoll sein, als Rentner noch ein wenig zu arbeiten: Es gibt einen Altersfreibetrag bei der Steuer, Rentenversicherung braucht man keine mehr zu bezahlen - und fast das wichtigste: man kommt ein wenig unter die Leute und verblödet nicht daheim. Außerdem profitiert die Firma von der Erfahrung älterer Menchen, was, Gott sei Dank, so langsam vielen wieder bewusst wird: Jede Firma sollte so einen Opa oder eine Oma haben, der oder die den Laden oder zumindest das Geschäft schon seit Urzeiten kennt und um all die vielen kleinen Tricks und Kniffe weiß, die man als jüngerer Kollege noch nicht herausgefunden hat.

 

Selbständigkeit, Minijob und Co.

Ist der Steuerfreibetrag ausgeschöpft und möchte man aber trotzdem etwas mehr verdienen, lohnt es sich zu überlegen, ob man anstatt die Stundenzahl im Steuerkarten-Job zu erhöhen, nicht lieber einen zusätzlichen Minijob annimmt. Dazu muss aber der Stundenlohn im Minijob so hoch sein, dass man mit der jeweiligen Stundenzahl auch mehr verdient, als der gleiche Zeitaufwand im Steuerkartenjob netto bringen würde. Nicht vergessen darf man dabei aber auch, Zeitaufwand und  Kosten für die Arbeitswege zu berücksichtigen: Im Hauptjob lassen sich zusätzliche Stunden oft oder meist durch längere Tagesarbeitszeit, also ohne zustätzliche Wegezeit und -kosten realisieren, beim Minijob fallen diese in aller Regel zuätzlich an.

Auch eine selbständige Tätigkeit ist eine Möglichkeit, nebenher etwas Geld zu verdienen. Der Vorteil dabei ist, dass hier kein Arbeitgeber an der eigenen Arbeit mitverdient und man in einem gewissen Umfang auch steuerliche Vorteile haben kann. Auf die vielen legalen und illegalen Steuertricks der Selbständigen, von denen manche auch bei Kleinunternehmen funktionieren, soll hier jedoch nicht eingegangen werden, noch viel weniger möchte ich hier zu strafbaren Handlungen aufforden.

Ganz besonders muss ich jedoch davor warnen, ein Geschäft anzufangen, ohne dabei tatsächlich eine Gewinnerzielungsabsicht zu haben, sondern lediglich Steuern zu sparen: Es ist in der Tat verlockend, sich als Pseudo-Unternehmer von den Ausgaben fürs Hobby die Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurückzuholen und  mit den verbleibenden Nettokosten die Einkommensteuer auf das Einkommen aus dem Job zu vermindern. Ist aber auch nach Jahren außer Spesen nix gewesen, also kein Gewinn erzielt, macht das Finanzamt Schluss mit lustig und erkennt die Unternehmereigenschaft ab. In diesem Falle wird dann das Gesicht des Steuerspareres schnell so lang wie die Liste der Steuernachforderungen, die im das Finazanmt dann zustellt.

 

Geld durchs Hobby

Mit einer Liebhaberei lässt sich tatsächlich ein wenig Geld zu vedienen, ohne dass man gleich Unternehmer wird: Geringfügige Einnahmen aus Liebhabereien sind nämlich steuerfrei. Wer mal einen Korb Obst aus dem eigenen Garten, Honig aus der kleinen eigenen Imkerei, Wildbret aus der Jagd oder auch als Fotoamateur mal ein Foto an eine Bildagentur verkauft, braucht dafür keine Steuern zu bezahlen.

 

 

"Geringfügige Einnahmen aus Liebhaberei" ist ein dehnbarer Begriff: Diese Rehe bringen einige Euros in die Jagdkasse und vermindern so die Kosten des Jagdpächters, aber nur , wenn er konsequent bei der Philosophie des kurzen Weges bleibt und sie selbst an den Verbraucher verkauft. Bei einem Wildbrethändler würde er nämlich weit weniger dafür erhalten als beim dirketen Verkauf . So aber kommt der Kunde güstig an ein hochwertiges Nahrungsmittel und der Erzeuger hat am meisten verdient.

 

Ein eigentlicher Verdienst kann damit nicht erzielt werden, eher schon eine Muinderung der Kosten fürs Hobby. Es lohnt sich also kaum, so etwas anzufangen um Geld damit zu verdienen; eher schon ist es eine Möglichkeit, die Kosten für ein Hobby zu mindern, denn wenn die Einnahmen tatsächlich die Ausgaben übersteigen, ist die Sache keine Liebhaberei mehr. Nutzt man diese Möglichkeit, sollte man übrigens sämtliche Belege für die Ausgaben aufheben, für den Fall, dass sich doch einmal das Finanzamt für die Einnahmen aus der Liebhaberei interessiert. Dann sollte man nämlich glaubhaft machen können, dass man tatsächlich mehr ausgegeben als eingenommen hat, wobei man mit den entsprchenden Belegen natürlih auf der sicheren Seite ist.

Eine vielleicht weniger bekannte Möglichkeit, mal einen steuerfreien Euro zu verdienen, ist das sogenannte Übungsleiterprivileg. Darunter versteht man die steuerliche Bestimmung, dass Aufwandsentschädigungen für an sich ehrenamtliche Tätigkeiten als Ausbilder bis zu einer Pauschale von gut 1800.- €  im Jahr steuerfrei sind. Darunter fallen z.B. auch solche Tätigkeiten wie das Abhalten von Kursen bei der Volkshochschule oder eine Dozententätigkeit beim Jägerkurs der Kreisjägervereinigung. Für denjenigen, der Spaß daran hat, sein Wissen weiterzugeben, ist dieses Übungsleiterprivileg also eine gute Möglichkeit, weitere 150.- € im Monat steuerfrei hinzu zu verdienen.

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Laufende Kosten zu hoch?

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