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  • : Blog von Volker Wollny
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  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
Theodor-Veiel-Str. 17
70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

5. September 2009 6 05 /09 /September /2009 20:38

Geiz, die typische Tugend der Schwaben, gilt ja seit einigen Jahren auch im Rest von Deutschland als geil. Daher sind die knitzen Spartechniken diese Stammes heute zu etwas geworden, das jeden interessiert. Ein typisches Beispiel ist der Fabrikverkauf, der in Schwaben schon lange Tradition hat.

Freude am günstigen Einkauf

Eine der größten Freuden, die ein echter Schwabe haben kann, ist es, wenn er etwas "genschtig" also günstig erwerben kann. Dem trägt ein erklecklicher Teil der im fleißigen Schwabenland ansässigen namhaften Firmen schon lange Rechnung. Selbst Nobelmarken, wie Boss in Metzingen etwa, besitzen einen Fabrikverkauf - oder wie es heute so schön heißt, einen "Factory Outlet".

Ich vermute mal, dass es auch früher bereits Fabrikverkäufe in anderen Gegenden Deutschland gegeben hat und sie auch gerne genutzt wurden. Die Schwaben haben wohl lediglich früher als andere einen Kult aus dem günstigen Einkauf direkt beim Hersteller gemacht. Auf jeden Fall ist aber der Factory Outlet heute für alle zum Thema geworden. Stellenweise gibt es sogar richtige Zentren, wo in einem Laden die Waren aus mehreren örtlichen Betrieben günstig zu haben sind.

Billiger Ramsch ohne Gewährleistung?

Es ist nun nicht so, dass in Fabrikverkäufen nur Restposten und/oder Stücke mit Fehlern oder solche aus zweiter Wahl verkauft werden. Auch wenn die Hersteller nichts zu verschenken haben, macht der Fabrikverkauf für sie Sinn. Sie wollen ganz einfach einen gewissen Preis für ihre Ware und es ist ihnen egal, ob sie diesen mit dem Verkauf an Händler oder Endkunden erzielen. Daher findet man auch jede Menge Fabrikverkäufe, die reguläre Ware ohne jegliche Mängel anbieten.

Was also eingespart wird, ist schlicht und einfach die Spanne, welche die verschiedenen Händler haben, die ansonsten zwischen Fabriktor und Ladentisch ihren Reibach machen. Und die ist offenbar in vielen Fällen erheblich, denn man spart beim Fabrikverkauf durchaus schon mal bis zu siebzig Prozent des Ladenpreises ein. Es lohnt sich also, den Handel im Regen stehen und mit dem Ofenrohr ins Gebirge schauen zu lassen.

Und die Gewährleistung? Nun, das BGB (Bürgerliche Gesetzbuch) sagt, dass jede Verkäufer einer Sache für diese zu gewährleisten hat. Ausschließen können dieses Recht allenfalls Privatpersonen und auch die nur, wenn sie ausdrücklich darauf hinweisen. Bei gewerblichen Verkäufern hingegen gilt die Gewährleistung in jedem Falle.

Der Nachteil ist lediglich, dass man im Reklamationsfall mit einem Artikel aus dem Fabrikverkauf eventuell weit fahren muss oder Scherereien mit Versand und Scheibkram hat. Einen Artikel, den man an seinem Wohnort im Laden gekauft hat, kann man hingegen auch dort wieder auf den Ladentisch knallen, wenn es Anstände damit gibt.

Sparen um jeden Preis?

Was man auch bedenken sollte ist der Aufwand, der  in Form von Fahrtkosten und Zeit ensteht, wenn man zu einem weiter entfernten Fabrikverkauf fährt. Das lohnt sich nur, wenn man tatsächlich vorhat, Waren in einem entsprechend hohen Wert einzukaufen, dass die Ersparnis auch die Fahrtkosten deckt. Was man natürlich auch tun kann, ist den Besuch eines oder mehrerer Fabrikverkäufe mit einem Ausflug in die jeweilige Gegend zu koppeln. Gerade im Schwabenland gibt es in den Gegenden mit Fabrikverkäufen auch lohnende Ausflugsziele.

Dann sollte man aber aufpassen, dass man nicht wie - wie hieß er doch gleich? Klaus? - aus der SWR3-Sketchreihe "Binnich billich drangekommen" alles mögliche unnütze Zeugs kauft, nur weil es eben billig ist. Das ist natürlich das Gegenteil von Sparen und es hat auch seinen Grund, warum diese Sketche nicht im Schwabenland, sondern im Kohlenpott spielen: Einem echten Schwaben passiert so etwas eben nicht... ;-)

 

Websites mit Listen von Fabrikverkäufen

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2. September 2009 3 02 /09 /September /2009 10:42

An modernen Autos, so heißt es, könne man nichts mehr selbst machen, da alles „elektronisch“ sei und wenn so ein Fahrzeug einmal stehen bliebe, könne nur eine Werkstatt helfen. Das ist so nicht ganz richtig, denn ansonsten würden ja die Gelben Engel nach und nach arbeitslos. Trotz Elektronik kann der versierte Schrauber auch heute noch einiges selbst machen und vor allem wenn das Fahrzeug stehen bleibt oder nicht mehr anspringen will, kann man sich durchaus in vielen Fällen noch selbst helfen und in weiteren die Störung so weit eingrenzen, dass man einen klareren Reparaturauftrag an die Werkstatt geben kann.

Zündung oder Kraftstoffsystem?

Wenn ein Auto stehen bleibt oder nicht mehr anspringen will, stellt sich bei einem Ottomotor als erste und grundlegende Frage die, ob es an der Zündung oder Kraftstoffsystem liegt. Wenn man schon ein Weile georgelt hat und es am Auspuff nach Benzin riecht, ist das ein Indiz dafür, dass es an der Zündung liegt. Man sollte dies aber nicht gezielt tun, da unverbrannter Kraftstoff den Kat ruiniert. Leider kann man das – im Gegensatz zu früher – heutzutage bei der AU feststellen, so dass man auf den an sich sinnlosen Kat achten muss, denn der Austausch ist teuer und mit kaputtem Kat gibt es keine AU-Plakette.

Mit einer (herausgeschraubten) Zündkerze, die man auf den Motor legt, testet man, ob ein Zündfunken da ist

 

Also stellt man besser fest, ob ein Zündfunken vorhanden ist: Eine Zündkerze herausschrauben, wieder in den Stecker stecken und an eine Stelle legen, wo das Gewinde der Zündkerze metallischen Kontakt zur Fahrzeugmasse hat. Wenn man eine Ersatzkerze zur Hand hat, kann man diese verwenden und sich das Herausschrauben sparen. Schlaue Kfz-Meister von den Gelben Engeln haben zu diesem Zweck übrigens immer eine Zündkerze in der Tasche.  
Dann macht man einen Startversuch und beobachtet, ob an der Kerze ein Zündfunken überspringt. Dabei darf man jedoch Zündkabel oder Stecker auf keinen Fall mit der Hand halten! Während Stromschläge von der Zündung früher einmal unangenehm aber harmlos waren, sind sie bei modernen Autozündanlagen lebensgefährlich!

Tücken der Zündung

Springt ein schöner, satt blauer Zündfunke über, deutet dies zwar stark auf eine intakte Zündanlage hin, beweist aber dennoch nichts: Es kann durchaus sein, dass der Zündfunke unter diesen „Testbedingungen“ zwar überspringt, es aber nicht zum richtigen Zeitpunkt tut oder unter den Druckverhältnissen im Zylinderkopf ausbleibt oder zu schwach ist. 

Denkbar ist so etwas unter anderem, wenn Isolierungen an der Zündanlage marode geworden sind, Das ist vor allem dann nicht unwahscheinlich, wenn das Auto typischerweise bei Nässe nicht anspringt, sich bei trockenem Wetter jedoch starten lässt. In solchen Fällen kann ein Blick bei laufendem Motor im Schatten oder noch besser im Dunkeln unter die Motorhaube helfen: Risse in der Isolierung von Zündkabeln , der Verteilerkappe etc. verraten sich dabei oft durch blaue Funken.

Es ist auch ein Fall denkbar, bei dem die Zündung vollkommen intakt ist, beim oben beschriebenen Test auch ein satter, blauer Zündfunke kommt, der Motor aber trotzdem nicht läuft. Das kann nämlich passieren, wenn man dass Masseband zwischen Motorblock und Karosserie kaputt ist und man die Zündkerze beim Testen nicht auf den Motorblock, sondern auf ein Karosserieteil gelegt hat. Zumindest ist das der Fall, wenn die Aufhängung des Motors so gut isoliert, dass das Masseband tatsächlich nötig ist. An der Karosse hat die Kerze Masse und kann funken, im eingebauten Zustand jedoch nicht. Deswegen sollte man die Kerze beim Testen auch immer auf den Motorblock legen.

Ansaugtrakt und Luftzuführungsschlauch: Wenn man letzteren löst, kann man Starthilfespray einsprühen, um zu sehen, ob die Zündanlage funktioniert

 

Die Gegenprobe

Wie bereits erwähnt, sagt ein beim „Trockentest“ überspringender Zündfunke noch nicht alles aus. Es gibt aber eine Gegenprobe, die Klarheit verschafft: Wenn man die Verbindung zwischen Luftfilter und Ansaugtrakt löst, kann man dort Starhilfespray hinein sprühen, während der Motor gestartet wird. Springt er jetzt kurz an, ist dies der Unschuldsbeweis für die Zündung. Die weitere Fehlersuche muss sich nun also auf die Kraftstoffanlage richten.

Springt er nicht an, kann man davon ausgehen, dass das Problem bei der Zündanlage zu suchen ist. Beide Möglichkeiten will ich demnächst hier auf dem Blog behandeln. 

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Published by Fokko - in Auto
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14. August 2009 5 14 /08 /August /2009 13:33
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Menschen die sich mit Selbstversorgung befassen, sind meist nicht nur Selbermacher, sondern auch Sparfüchse und Gebrauchtkäufer. Aber auch bei anderen Menschen, die nicht zu viel Geld ausgeben wollen, liegt der Gebrauchtkauf im Trend, genauso, wie der Verkauf an Stelle des Wegwerfens von Dingen die man nicht mehr benötigt. Wer gebrauchte Dinge kauft und verkauft, ist in aller Regel ein Kleinanzeigenleser, weiß die Vorteile eines guten und vor allem kostenlosen Kleinanzeigenmarktes zu schätzen und sollte sich daher einmal Stadtlist ansehen.

Will man etwas gebraucht kaufen, hat man verschiedene Möglichkeiten: Zunächst einmal gibt es eine ganze Menge Dinge, die man nicht nur neu, sondern auch gebraucht bei Fachhändlern kaufen kann, ein ganz typisches Beispiel sind Autos und Motorräder, die aber beim Händler schon aufgrund der Umsatzsteuer deutlich teurer sind als beim Kauf von Privat. Eine andere Möglichkeit sind (Online-)Auktionen, die aber den Nachteil haben, dass dabei meist der Preis stark in die Höhe getrieben wird. Der schlaue Gebrauchtkäufer weiß daher den Wert von Kleinanzeigen zu schätzen: Hier kann man den Verkäufer direkt kontaktieren, aufsuchen, eventuell noch über den Preis verhandeln und – wenn man sich einig wird – die gesuchte Ware sofort bekommen.

Kleinanzeigen sollten kostenlos sein

Ein guter Kleinanzeigenmarkt sollte kostenlose Kleinanzeigen bieten. Das hat nicht nur für den Verkäufer den Vorteil, dass er keine Gebühr zu bezahlen braucht, sondern nutzt auch dem Käufer: Er findet dort auch Dinge, die wenig kosten oder verschenkt werden und bei den teureren Artikeln eine größere Auswahl. Kostenpflichtige Anzeigen hingegen gibt man weit wenige gerne auf und wenn, dann naturgemäß beim Verkauf von Dingen, die deutlich mehr kosten als die Anzeige. Wo jedoch kostenlose Kleinanzeigen geboten werden, wird man alles finden: Von den zu verschenkenden Umzugskartons oder Kinderfahrzeugen bis zu Jahreswagen und Häusern, denn warum sollte man viel Geld für einen Makler ausgeben, wenn man auch in Kleinanzeigen Immobilien anbieten kann? Besonders pfiffig ist die Immobilienkarte von Stadtlist, mit der man Immobilien regional suchen und sich die Standorte mit Google Maps anzeigen lassen kann.

Kontakte knüpfen

Ganz wichtig sind dabei aber auch die Anzeigen, die keine Verkäufe sondern Kontakte zum Ziel haben. Wer jemanden zum Schachspielen sucht oder einen Stammtisch gründen will, gibt wesentlich eher eine kostenlose Anzeige auf, als dass er viel Geld dafür ausgibt. Das gleiche gilt für Mitfahrgelegenheiten, Segeltörns, Ausfahrten mit dem Motorrad und, und, und...

Stadtlist ist nicht nur eine Website, auf der man kostenlose Kleinanzeigen aufgeben kann, sondern viel mehr: Es ist ein ganze Community mit vielen Features wie Profil, Routenplaner und sogar einer Textverarbeitung, bei der es vor allem auch Foren zu einer ganzen Reihe von Themen gibt. Man kann auf Stadtlist also z.B. nicht nur ein gebrauchtes Motorrad finden und nach Leuten für gemeinsame Ausfahrten inserieren, sondern auch noch mit Gleichgesinnten über das Hobby diskutieren und Erfahrungen austauschen.

Kostenlos gewerblich inserieren

Bei Stadtlist kann man nicht nur privat umsonst inserieren, sondern man kann sogar kostenlose gewerbliche Anzeigen schalten. Das ist besonders interessant, wenn man ein kleines Gewerbe, eventuell sogar nur nebenberuflich, betreibt: Wer Nachhilfe gibt, Gartenarbeiten erledigt, Computer repariert oder etwas ähnliches tut, kann meist nicht viel Geld für teure Werbung ausgeben. Aber auch größere Firmen erreichen mit einer kostenlosen gewerblichen Anzeige viele potentielle Kunden oder finden neue Mitarbeiter den selbstverständlich sind bei Stadtlist auch kostenlose Stellenanzeigen möglich.

Ein Blick in die Anzeigen von Stadtlist lohnt sich also immer. Und wenn man selbst kostenlos Inserate aufgeben sowie die vielen Features nutzen möchte, kann man sich schnell, problem- und kostenlos einen Account einrichten.

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14. August 2009 5 14 /08 /August /2009 11:21

Jeder kennt wohl meinen Wahlspruch: "Ein gesparter Pfennig ist ein verdienter Pfennig - und zwar ein steuerfrei verdienter!" Ist das nun tatsächlich so, oder sitzt Fokko hier einer Selbsttäuschung auf?

In der Tat wurde dieser Spruch - den ich in allerhand Foren sowie im Usenet - in meiner Signatur verwende, schon kritisch kommentiert: Eine Leserin meinte dazu, dass dies so nicht stimmen würde, denn den gesparten Pfennig habe sie ja bereits versteuert.

Genau hingesehen

Das klingt logisch, ist aber nicht so. Ein kleines Gedankenexperiment zeigt, dass gespartes Geld tatsächlich steuerfrei verdientes Geld ist:

Wenn ich z.B. beim Kauf einer Sache 10 € sparen kann, habe ich anschließend noch 10 € mehr in meinem Portemonnaie, als in dem Falle wenn ich sie nicht eingespart hätte. Das ist genau das gleiche,als wenn ich irgendwo für eine Arbeit 10 € erhalten hätte.

Nur müsste ich das Geld im letzteren Falle streng genommen versteuern, im ersten Falle eben nicht. Oder anders herum betrachtet: Um durch Arbeit 10 € mehr im Geldbeutel zu haben, muss man brutto 15 oder gar 20 € mehr verdienen. Um aber durch eine Einsparung 10 € mehr in der Tasche zu haben, muss man lediglich diese 10 € einsparen und keinen Cent mehr.

Bei Firmen ist das anders...

Versteuern muss man gespartes Geld lediglich im geschäftlichen Bereich: Wer an seinen Geschäftsausgaben etwas einsparen kann, erhöht damit natürlich sein Geschäftsergebnis, also seinen Gewinn. Und den muss er versteuern. Wenn ein Unternehmer also z.B. 10 000 € bei seine Kosten einspart, wird sein Gewinn am Ende des Jahres um diese 10 000 € höher sein als ohne dieses Einsparung und er zahlt entsprechend mehr Steuern.

... als beim Privatverbraucher

Private Ausgaben interessieren das Finanzamt hingegen nicht und eben auch nicht, ob man dabei etwas gespart - also de facto verdient - hat. Nehmen wir als eines der krassesten Beispiele die "Muskelhypothek" beim Bau eines Hauses: Wenn man hier z.B. 50 000 € durch Eigenleistung einspart, hat man mit dieser Arbeit tatsächlich 50 000 € steuerfrei verdient. Hätte man diese Eigenleistung nicht erbracht, hätte man brutto sicherlich 80 oder gar 100 000 € mehr verdienen müssen, um mit dem davon verbleibenden Netto die entsprechenden Arbeiten bezahlen zu können.

Besonders interessant für Hartz-IV-Empfänger   

Ganz besonders interessant ist der gesparte Pfennig aber auch für Hartz-IV-Empfänger: Die zahlen zwar keine Steuern, aber müssen ja jeden Cent, den sie nebenbei verdienen beim Arme-Leute-Amt, will sagen: bei der ArGe angeben und bekommen ihr Arme-Leute-Geld (ALG) entsprechend gekürzt, wenn sie mehr als 100 € im Monat nebenbei verdienen.

Das gilt aber glücklicherweise nur für im eigentlichen Sinne verdientes Geld, nicht für gespartes. Das Amt will nicht wissen, ob ein ALG-II-Empfänger 10 € gespart hat, weil er ein Gerät repariert hat, anstatt es neu zu kaufen, obwohl diese Ersparnis für den Betreffenden genauso 10 € mehr im Portemonnaie bedeutet, wie wenn er irgendwo für 10 € gearbeitet hätte. Hier müsste man meinen Spruch dann dahingehend abwandeln, dass ein gesparter Pfennig ein legal am Hartz-IV-Amt vorbeiverdienter Pfennig ist.

 

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14. August 2009 5 14 /08 /August /2009 10:20

Windkraft gehört zu den saubersten Energiequellen überhaupt. Während die großen Rotoren in Norddeutschland schon lange zum Landschaftsbild gehören, war die Nutzung dieser kostenlosen Energiequelle im Binnenland lange problematisch. Mit neuen Technologien sind heute aber wirtschaftlich arbeitende Windkraftwerke auch bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten möglich, so dass in den letzten Jahren auch auf der Ostalb mehrere Windparks entstanden, z.B. in Aalen-Waldhausen.

Auch auf der Ostalb wir, wie hier bei Aalen-Waldhausen, seit einigen Jahren Strom aus Wind gemacht

Ganz neu ist der Standort Ostalb für Windkraftanlagen aber nicht. Schon längere Zeit führt die Universität Stuttgart hier Tests mit Windkraftanlagen durch. Ein Hauptproblem dabei, wissen die schwäbischen Windfachleute, ist die gegenüber der Norddeutschen Tiefebene wesentlich größere Bodenrauhigkeit: Unsere großen Waldflächen bremsen den Wind in Bodennähe stärker ab als die Wiesen und Felder in Norddeutschland. Diesem Problem konnte man früher nur mit höheren Masten und wegen der auch insgesamt geringeren Windgeschwindigkeit größer dimensionierten Rotoren begegnen. Das aber verursachte höhere Baukosten und senkte damit die Rentabilität der Anlagen.

Mittlerweile aber kann man diese Standortnachteile erheblich abmildern. Außer mit größeren Nabenhöhen, also höheren Masten, erhöht erheblich verbesserte Technik den Wirkungsgrad moderner Windräder: So hat etwa die moderne Strömungsforschung den Weg zu effizienteren Profilen für die Rotorblätter gewiesen, die überdies verdreht und damit der jeweils herrschenden Windgeschwindigkeit angepasst werden können. Auch bei der Steuerung der Windräder hat sich einiges getan. Mit moderner Computertechnik lassen sich eine ganze Reihe von Faktoren der augenblicklichen Windsituation erfassen, auswerten und in Verstellbewegungen umsetzen mit der die Anlage auf Veränderungen reagiert. „Heutzutage,“ verrät ein Windkraft-Fachmann, „geht so gar die Lufttemperatur in die Erfassung des Betriebszustandes der Anlage ein.“

Windkraft rechnet sich heute auch im Binnenland

Mit moderner Rotorbauweise und effizienten Steuerungen lassen sich nicht nur schon sehr kleine Windgeschwindigkeiten nutzen, sondern auch recht hohe. Moderne Windenergieanlagen müssen erst abgeschaltet werden, wenn bereits ein ausgewachsener Sturm wehrt. Ulrich Viert vom Förderverein Wind- und Wasserkraft Ostalb kann zur Nutzbarkeit des Windes konkrete Zahlen nennen: „Ab einer Windgeschwindigkeit von 3 m/s können moderne Anlagen Strom liefern, ihre Nennleistung erreichen sie ab etwa 12 m/s und erst über etwa 30 m/s, also 100 km/h ist Schluss.“

Natürlich können Windkraftanlagen im Binnenland nicht die gleiche Leistung erzielen wie an der Küste. Was sie leisten ist aber dennoch beachtlich: „Man kann davon ausgehen,“ so Ulrich Viert, „dass die Windräder bei uns etwa zwei Drittel der Leistung erbringen können, welche die an der Küste liefern.“ Damit ist offenbar durchaus ein wirtschaftlicher Betrieb möglich, denn bei den Windrädern im Land handelt es sich nämlich keineswegs nur um Versuchsanlagen von Forschungseinrichtungen oder Imageprojekte von großen Energieversorgern. Typischerweise werden die Windparks von Unternehmen gebaut und betrieben, die hier das Geld von privaten Investoren anlegen. „Und die“, so Ulrich Viert, „wollen schließlich Geld verdienen.“

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30. Juli 2009 4 30 /07 /Juli /2009 18:36
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Mit Cargopoly, der Dienstleistungsplattform für den Logistiksektor können auch Privatleute professionelle Transportdienstleistungen nutzen. Die Plattform stellt die Verbindung zwischen Fuhrunternehmern und Kunden her und bietet Privatkunden nicht nur komfortablen Paketversand, sondern auch den Transport sperriger Güter sowie passende Transportversicherungen an.

Speditionsdienstleistungen für alle

Wer schon einmal bei eBay größere Gegenstände ersteigert hat kennt das Problem: Paketdienste wie die Post und Ihre Konkurrenten können nur Frachtstücke bis zu einer bestimmten Größe und einem bestimmten Gewicht transportieren. Gegenstände, die zu groß und/oder zu schwer sind, als das sie eine Person tragen kann, kann man auch nicht als Paket versenden.

Wie also bekommt man die bei eBay ersteigerte oder aus einer Kleinanzeige im Netz gekaufte Waschmaschine, den Amboss oder das feudale Ledersofa nach Hause? Profis versenden solche Güter mithilfe von Speditionen und Fuhrunternehmen. Als Privatmann weiß man aber nicht, wie man mit einer Spedition arbeitet und diese wiederum ist nicht auf Privatkunden eingerichtet.

Cargopoly löst diese Problem mit seinem Service CargoMarket, einer Plattform, auf der Frachten angeboten und gesucht werden können. Wenn man etwas zu versenden hat, gibt man seinen Transportwunsch einfach auf komfortable Weise menügeführt ein und erhält die passenden Angebote, aus denen man dann das beste wählt. Dabei sind sogar Spezialtransporte, wie etwa Bootstransporte möglich.

Komfortabler Paketversand

Cargopoly kann aber mehr als eine ganz gewöhnliche Frachtenbörse und hilft auch bei Gütern weiter, die man als Paket verschicken kann. Die Plattform kann nämlich auch als Alternative zum herkömmlichen Paketdienst verwendet werden. Durch Bündelung der Fracht von vielen Kunden wird Marktmacht erzeugt und dadurch günstige Preis erzielt. Ein weiterer Vorteil für den Benutzer ist, dass er seine Sendung bei CargoParcel online in Auftrag geben kann und einen Tür-zu-Tür-Service bekommt.

Transportversicherung

Beim Versenden von Waren kann immer einmal etwas schiefgehen und etwa beschädigt werden. Will man den Schaden ersetzt bekommen, hat man meist Scherereien und Aufwand. Das kann man mit CargoPolice, einem Service aus dem Modul Cargocare von Cargopoly vermeiden. CargoPolice ist die erste und bislang einzige paketdienstunabhängige Transportversicherung für Pakete. Sie ersetzt den tatsächlichen Paketwert und man hat bei solchen Schäden immer nur einen Anlaufpunkt und einen Ansprechpartner für eine schnelle und bequeme Abwicklung des Schadensfalls.

Drei Dienstleistungen, die für Selbermacher, Schnäppchenjäger und Preisvergleicher immer wieder hilfreich sind. Ebenfalls interessant sind die Angebote von Cargopoly auch für alle sonstigen Versender, da die Transportdienstleistungen natürlich auch Geschäftskunden zur Verfügung stehen.

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30. Juli 2009 4 30 /07 /Juli /2009 18:34

Es wird viel über Solarenergie und Windstrom geredet. Biogasanlagen sind weniger im Gespräch und wenn, dann schon fast eher negativ, weil die von Energiebauern betriebene Biogasgewinnung im großen Stil bereits schon wieder ökologische Probleme aufwirft. Trotzdem ist Biogas ein wichtiger Teilbereich der Erneuerbaren Energien und man sollte ein wenig darüber Bescheid wissen.

Solarstrom und Solarthermie sind Techniken, die jeder private Hausbesitzer nutzen kann und die daher auch ein große Rolle bei Niedrig-, Null- und Plusenergiehäusern spielen. Im privaten Rahmen Windkraft zu nutzen ist schon etwas weniger naheliegend, doch wird sich das wohl auch ändern: Mittlerweile kommen auch kleine Windkraftwerke auf den Markt, die nicht übermäßig aufwendig sind und elektrische Leistungen in der Größenordnung von ein bis fünf Kilowatt erzeugen.

Eher etwas für größere Anlagen...

Biogas für den Hausgebrauch gibt es aber praktisch nicht. Das liegt wohl vor allem daran, dass Privathaushalte in aller Regel nicht genug Bioabfälle erzeugen, um ein eigenes Biogaskraftwerk zu versorgen. Vielleicht wäre für jemanden mit einem sehr großen, sehr intensiv genutzten Garten eine sehr kleine Biogasanlage praktikabel und eine Alternative zum Kompost, aber das wäre wohl schon eine Ausnahme.

Biogas wäre aber zum Beispiel für Gärtnereien als Alternative zum herkömmlichen Kompost interessant, wobei hier hinzukommt, dass das Biogas nicht unbedingt verstromt werden muss, sondern auch direkt zum Heizen der Gewächshäuser denen könnte. Ebenfalls interessant sind Biogasanlagen auf der Ebene von Kommunen und Landkreisen, da hier eine Menge an Biomasse in Form von Biomüll, Grünschnitt und anderen Gartenabfällen anfällt. Leider hat man hier bereits vor Jahren auf die Kompostierung gesetzt, die jedoch eine eklatante Energieverschwendung darstellt.

... aber trotzdem für jedermann interessant

Insgesamt sollte man sich als Bürger daher durchaus auch ein wenig für Biogas interessieren, vor allem auch, weil es wie Erdgas aus Methan besteht und daher Erdgasgeräte und -infrastruktur auch mit Biogas genutzt werden können. Daher werden Investitionen und Innovationen im Erdgasbereich, wie etwa Brennstoffzellen, die damit arbeiten, keineswegs wertlos, wenn das Erdgas ausgeht.

Informationen rund um das Thema Biogas bieten vor allem Firmenseiten, andere Informationen sind gar nicht so leicht zu finden. Daher habe ich hier ein paar Links zusammengetragen:

  • Die Seite Biogas.org, die vom Fachverband Biogas betrieben wird, wird im Moment leider überarbeitet. News sind jedoch vorhanden und der Rest wird ja auch wieder online gehen.
  • Internationales Biogas- und Bioenergie-Kompetenzzentrum: Auch hier gibt es News und Basiswissen. Nett gemacht.
  • Der Biogasbereich von bio-energie.de, einer Seite der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.: Hier findet man ebenfalls interessante Informationen zum Thema.
  • Die Arge Biogas ist eine Arbeitsgemeinschaft von österreichischen Energiebauern. Ihre Seite auf der Website des österreichischen Naturschutzbundes richtet sich wohl eher an Bauern, ist aber trotzdem für jedermann interessant. Unter anderem findet man dort auch etwas über Biogas als Treibstoff.
  • Der Biogasbereich auf der Website der Arge Kompost & Biogas, einer weiteren österreichischen Organisation


Insgesamt gibt es im Netz also doch einiges an Material, um sich in die Materie einlesen zu können. Viel Spaß beim Schmökern! 

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30. Juli 2009 4 30 /07 /Juli /2009 12:45
[Trigami-Review]

ExtraFilm.de macht aus Urlaubs-, Familien- oder Erinnerungsfotos ganz besondere Fotobücher. Man kann sein Fotobuch für jeden Anlass mit einer komfortablen Software selbst gestalten und anschließend online bestellen. Und bei der Sommeraktion, die noch bis zum 31. 10. 2009 läuft, bekommt man sein digitales Fotobuch auch noch besonders günstig.

Handliche Digitalkameras haben die Pocket-Kamera mit herkömmlichen Film bereits großenteils verdrängt. Man geht auch nicht mehr mit dem Film zum Fotoservice, wartet auf die Entwicklung und ärgert sich dann über die Ausgabe für die Abzüge die einem nicht gefallen. Heute sieht man sich die Bilder gleich nach dem Fotografieren auf dem Computer an und bestellt im Internet nur die Abzüge, die einem gefallen.

Herkömmliche Fotoalben haben ausgedient

Warum sollte man diese Abzüge aber dann nach alter Väter Sitte von Hand in ein Fotoalbum einkleben? Auch dafür gibt es bereits eine digitale Lösung. Bei ExtraFilm.de kann man neben anderen pfiffigen Fotoprodukten auch ganz besondere Fotobücher selbst gestalten und herstellen lassen.

 

Eine komfortable Software

Das Gestalten und Bestellen bei ExtraFilm.de geht ganz einfach: Zunächst lädt man sich die Gestaltungssoftware ExtraFilm Designer von der Website herunter und installiert sie. Das geht ganz einfach und schnell.

Anschließend kann es sofort losgehen: Mit dem Designer kann man unter einer ganzen Reihe verschiedener Designs für das eigene Fotobuch wählen und das gewählte grundlegende Design noch weiter verfeinern. Die Fotos, die in das Buch sollen, kann man nicht nur komfortabel auswählen, sondern auch noch bearbeiten: ExtraFilm Designer stellt einige nützliche Funktionen zur Verfügung, mit denen man die Bilder anpassen und klein Fehler beseitigen kann.

Je nach Bedarf und Geschmack kann man die Fotos drehen und/oder zuschneiden, den Kontrast verbessern, rote Augen entfernen und, wenn man will, auch nostalgische Schwarzweißfotos daraus machen, die man sogar im altmodischen Sepia-Farbton einfärben soll. Wenn man es ganz bequem will, kann man sich das Foto sogar mit der Autokorrektur vollautomatisch optimieren lassen.

Wenn alles fertig ist, kann man die Bestellung abschicken, das Buch herstellen lassen und bekommt dann mit der Post sein ganz persönliches Fotobuch.

Weitere Produkte

Außer den Fotobüchern gibt es bei ExtraFilm.de auch jede Menge andere individuelle Fotoprodukte und Fotogeschenke. Ein Mousepad mit Foto, eine Foto-Tasse oder ein anderes Geschenk mit dem Bild des Beschenkten sind wunderbare, individuelle Geschenke, die viel Freude machen. Und selbstverständlich gibt es außerdem auch die ganz normalen Online-Fotolabor-Dienste, so dass sich ein Besuch auf der Website von ExtraFilm auf jeden Fall lohnt.

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26. Juli 2009 7 26 /07 /Juli /2009 16:55

Ein ehemaliger Ordnungsamtsleiter erschießt sich, „Experten“ schlagen Amok-Alarmknöpfe in Schulen vor und eine – zum Glück leicht zu umgehende - Internet-Zensur wurde tatsächlich eingeführt. Nur ein paar Dinge, die in den letzten Wochen passiert sind und ein bezeichnendes Licht auf die Lächerlichkeit unseres Staatswesens werfen. 

Des Kaisers neue Kleider

Wer kennt es nicht, Hans Christian Andersens Märchen von des Kaisers neuen Kleidern? Die konnten angeblich nur Leute sehen, die ihres Amtes würdig und nicht dumm waren. In Wirklichkeit gab es sie gar nicht, aber wer das feststellte, hielt seinen Mund, um nicht als dumm und unfähig dazustehen.

Denn gleichen Mechanismus nutzte Zensursula von der Leyenhaftigkeit, als sie die Internetzensur als angebliche Maßnahme gegen Kinderpornographie einführte. Gefickt eingeschädelt: Wer den Braten roch und gegen die Zensur protestierte, sollte als Kinderpornokonsument dastehen.

Der Unterschied zwischen Märchen und Realität: In der Geschichte von Andersen krähte ein Kind los, dass der Kaiser ja nackend sei und der ganze Betrug flog auf. In der realen Entsprechung der Geschichte krähten viele Kinder – nämlich die ganze „Generation Internet“ – aber die meisten zogen es vor, des Kaisers neue Kleider weiterhin zu sehen und ein paar komplette Ignoranten sammelten sogar Unterschriften für die Zensur. Das ist der Unterschied zwischen Märchen und Realität.

Was bitte tut ein Ordnungsamtsleiter mit einer Schusswaffe?

Der ehemalige Leiter des Ordnungsamtes in Crailsheim hat sich also das Leben genommen. An sich nichts besonderes, denn so mancher tut das, wenn er keinen Ausweg mehr sieht, weil heraus zu kommen droht, wer und was er wirklich ist. Wer aber genau hinsieht muss stutzig werden: Der gute Mann hat sich nämlich erschossen.

Das stelle man sich einmal vor: Dieser Bursche setzte in seinem Job Tag für Tag den Behördenkonsens „So wenig Waffen im Volk wie möglich“ um und verweigerte dabei sicherlich auch mehr als einmal die Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis oder entzog eine solche. Und daheim hatte er offensichtlich selber ein Schießeisen. Ob legal oder illegal wissen wir nicht – und auch nicht, ob es vielleicht gar eine der Kurzwaffen war, die aus dem Panzerschrank seiner Behörde entwendet wurden.

Diese Geschichte hat aber auch noch einen anderen Aspekt: Wie im Zusammenhang mit dem Waffenklau herauskam, wurden die – legal besessenen – Waffen, die eingeschüchterte und verdummte Bürger auf den Aufruf der Kommunalpolitiker hin abgeliefert hatten, teilweise gar nicht zerstört, sondern – verkauft. Auch das muss man sich in aller Ruhe zu Gemüte führen: Die hohe Obrigkeit ruft das unmündige Volk auf, Waffen abzuliefern, da diese bei eben diesem unmündigen Volk nicht gut aufgehoben sind. Es gibt dann auch tatsächlich einige Hammel, die so blauäugig sind und tatsächlich Waffen abgeben. Und zwar in dem Glauben, dass diese vernichtet würden und somit kein Unheil mehr anrichten könnten. Und was tut die hohe Obrigkeit? Sie verscherbelt diese Waffen, womit diese natürlich genau da sind, wo der frühere Besitzer, weil er einsah, was die hohe Obrigkeit ihn lehrte, die Schießeisen nicht mehr haben wollte: In den Händen des unmündigen Volkes.

So etwas nennt man Volksverarsche. Allerdings ist den so Betrogenen meiner Ansicht nach recht geschehen: Wer sich so verarschen lässt, der gehört auch verarscht denn das Leben bestraft den, der sich verarschen lässt.

Knöpfe gegen Amokläufe

„Wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründ' ich einen Arbeitskreis“, heißt ein geflügeltes Wort, das man der Generation Jung – Dynamisch – Erfolglos in den Mund legt. Entsprechend handelten unter dem Eindruck von Winnenden auch unsere Obrigen und riefen den "Expertenkreis Amok" ins Leben. Böse Zungen mögen behaupten, dass dies nun wiederum so ein Gremium von Laberköpfen sei, dessen einziger Zweck darin bestünde, den Eindruck zu erwecken, es werde etwas getan.

Allerdings strafte die Realität die Querulanten Lügen. Das Gremium kreißte und das Gremium gebar eine grandiose Idee: Geht es nach dem Willen der wackeren Leutchen, die sich dort Gedanken um die Sicherheit unserer Kinder machen, soll es fürderhin in unseren Schulen so etwas wie Knöpfe geben, auf die man drücken kann, wenn ein ausgetickter Schulbub Eisenwaren mitgebracht hat und nun damit fuchtelt. Dann rücken schwarze Männer in erheblicher Anzahl an und entschärfen den Fuchtler damit er niemandem Aua macht.

Das ist interessant und für mich auch erstaunlich. Eine einfache Lösung für ein Problem, das ich viel tiefgründiger sah. Ich hätte da ein bisschen weiter gedacht: Hinter dem Schlagwort „Amok“ versteckt man lediglich geschickt den wahren Sachverhalt, der zu Taten wie der von Winnenden führt. Ein Amok ist nämlich etwas ganz anderes.

Erweiterter Selbstmord

Für eine solche Tat wie die von Winnenden kennt die Kriminologie hingegen einen anderen Fachausdruck, der im Fall Tim Kretschmer in den Medien sorgfältig vermieden wurde: Erweiterter Selbstmord. Umbringen tut sich, wie wir bereits weiter oben am ehemaligen Ordnungsamtsleiter von Crailsheim gesehen haben, jemand, der nicht mehr weiter weiß. Und genau das steckt auch hinter den so genannten Amokläufen und School Shootings.

Der eine oder andere, dem das Leben übel mitgespielt hat, macht seinen Abgang, wie Tim aus Winnenden, mit einer großen Show und einigen weiteren Toten. Die meisten jedoch schlucken im stillen Kämmerlein Tabletten, springen von einer Brücke oder hängen sich irgendwo auf, was weiter kein großes Aufsehen macht. Auch wenn Winnenden einen großen Medienrummel verursacht hat, gehört es in die Kategorie „Selbstmorde von Kindern und Jugendlichen“. Und davon gibt es nicht wenige.

Und warum bringen sich die Kids um? Und warum typischerweise solche, die nicht dumm sind? The sad truth is: Weil sie sehen, was läuft und mit dieser Welt nicht klarkommen. Weil von ihnen nur gefordert und ihnen nichts geboten wird, was irgendwelchen Sinn hat. Frage nicht, was die Wirtschaft für dich tun, kann, sondern frage, was du für die Wirtschaft tun kannst. Weil bescheuerte Eltern meinen, ihren Kindern etwas Gutes zu tun, wenn sie sie auch noch zwingen, sich um jeden Preis dem System anzupassen und dadurch den Druck unerträglich werden lassen.

Das System will man natürlich nicht ändern. Schließlich läuft alles gut für diejenigen, die sagen wie es zu laufen hat. Und da montiert man eben Amok-Alarmknöpfe in Schulen, verteufelt „Killerspiele“ und lässt den Bürger Waffen abliefern, die man dann verkauft oder sich aus dem Behördentresor klauen lässt.

Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre...

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18. Juli 2009 6 18 /07 /Juli /2009 17:51
Hund und Katze dürften wohl des Deutschen liebste Haustiere sein. Aber welches eignet sich für wen? Und: kann man vielleicht auch beide zusammen halten?

Der Hund ist, soviel man weiß, das älteste Haustier des Menschen. Genau weiß das keiner, aber man vermutet, dass bereits in der Steinzeit der Mensch verwaiste Wolfswelpen aufnahm und groß zog. Möglicherweise folgten auch Wölfe dem Menschen, lebten von den Abfällen in der Nähe seines Lagers und schlossen irgendwann „Freundschaft“ mit ihm.

Der Wolf wurde zum Hund domestiziert und zu einem wichtigen Helfer, aber auch zum Freund des Menschen: Zunächst als treuer Gehilfe bei der Jagd, dann als Beschützer von Haus, Hof und Viehbestand, aber auch als Helfer beim Viehhüten. Heute wird er oft nur um seiner selbst willen gehalten, als Gefährte von allein lebenden Menschen genauso wie als vierbeiniges Mitglied von Familien.

Fürs Zusammenleben mit dem Menschen programmiert: Der Hund

Der Hund ist gewissermaßen genetisch kompatibel zum Wolf, das bedeutet, dass sie gemeinsam fruchtbare Nachkommen haben können. Sein wissenschaftlicher Name lautet canis lupus familiaris, was ihn als Unterart von canis lupus, dem Wolf, ausweist.

Unser treuester Freund...

Während der Domestikation hat er viel von seinem ursprünglichen Verhalten und seinen Fähigkeiten verloren, dafür aber die Fähigkeit gewonnen, mit dem Menschen zusammenzuleben. Diese Fähigkeit beruht auf dem hochentwickelten Sozialverhalten des Wolfes und wer einmal verstanden hat, wie ein Hund grundsätzlich tickt, wird wenig Probleme mit ihm haben. Dem Wolf hat der Hund das Bellen voraus, mit dem er dem Menschen eine ganze Menge sagen kann und das der spanische Philosoph José Ortega y Gasset sogar als ersten Ansatz zur Entwicklung einer Sprache ansah.

Da der Hund eine enge Bindung zu seinem oder seinen Menschen eingeht, sollte er nicht oft und über längere Zeit alleine seine. Für einen einzelnen, berufstätigen Menschen ist es also problematisch, einen Hund zu haben. Außerdem muss er mehrmals am Tag nach draußen, davon wenigstens einmal in Form eines längeren Spazierganges, bei dem der Hund auch Gelegenheit hat, frei zu laufen und seine Umgebung zu erkunden.

Ein Hund schläft übrigens neben dem Bett seines Menschen und nicht irgendwo alleine. Und schon gar nicht draußen in einem Zwinger. Ein Hund ist ein Familienmitglied und ein solches wohnt nicht in einem Käfig vor der Tür. Einen Welpen sollte man genau genommen mit ins Bett nehmen, denn schließlich hat man ihn im Grunde widernatürlich von seiner Mutter und seinen Geschwistern fort geschleppt und muss ihm die daher fehlende Nestwärme ersetzen.

Wer einen Hund haben möchte, sollte außerdem bereit sein, sich mit ihm zu beschäftigen. Ein Hund langweilt sich, wenn er keine Arbeit – etwa als Jagdhund – hat. Dann muss man mit ihm Spiele spielen, die seine Fähigkeiten fordern und übrigens auch dem Menschen gut tun, weil sie ihm Bewegung verschaffen. Der Hundesport bietet hier viele Möglichkeiten. Ein Hund eignet sich sehr gut für eine Familie, auch wenn zu ihr noch sehr kleine Kinder gehören. Man sollte nur Kinder nie mit Hunden allein lassen.

Auf höflicher Distanz: Die Katze

Ganz anders als der Hund ist die Katze. Sie pflegt zum Menschen eine eher distanzierte Bekanntschaft oder bleibt doch zumindest sehr auf ihre eigene Persönlichkeit bedacht. Auch wenn sie durchaus einen Menschen „lieben“ kann und sich dann und wann gerne Vertraulichkeiten gefallen lässt, entscheidet sie doch selbst, wann das angebracht ist. Ansonsten macht sie ihren Job, den Mäusefang, eigenverantwortlich, um dessentwillen sie wohl auch in den Kornspeichern des alten Ägypten zu einem der tierischen Helfer des Menschen geworden ist.

... und sie kann auch nett sein, hat aber ihren eigenen Kopf

Katzen sind zwar eher Einzelgänger, pflegen aber doch gewisse soziale Kontakte. Deswegen sollte man keine einzelne Katze als Wohnungskatze halten, vor allem nicht, wenn man sie viel alleine lassen muss. Wenn die Katze Freigang hat, brauchen hingegen lediglich Futter und Wasser bereit zustehen und ungehindertes Kommen und Gehen möglich sein. Genau genommen ist das Halten einer Katze als Wohnungskatze Tierquälerei, auch wenn immer wieder anderes behauptet wird. Eine Katze hat ein verhältnismäßig großes Streifgebiet, in dem sie sich frei bewegen möchte und dafür ist die tollste katzengerechte Wohnung eben kein Ersatz.

Da eine Katze ihre eigenen Wege geht, eignet sie sich auch sehr gut für berufstätige Singles oder Paare. Allerdings kann es bei einer Katze durchaus einmal vorkommen, dass sei sich ein neues Zuhause sucht, wohingegen es bei Hunden äußerst selten ist, dass sie sich einen neuen Herrn zulegen. Auch bei bei einem Umzug bleibt die Katze nicht selten im alten Haus oder kehrt dorthin zurück, da Katzen oft mehr an er Umgebung als an den Menschen hängen.

Die Psychologie von Katzen stellt übrigens der Schriftsteller Akif Pirinci sehr schön in seinen unbedingt lesenswerten Katzenkrimis dar. Sie sind zudem mit sehr interessanten Anmerkungen zu verschiedenen Sachverhalten rund um die Katze versehen und unbedingte Pflichtlektüre für alle Katzenfreunde.

Zusammenleben wie Hund und Katze

Wenn zwei Menschen in ständigem Streit leben, sagt man, sie lebten zusammen wie Hund und Katz'. Das ist ein sehr oberflächlicher Vergleich, denn Hunde und Katzen können sehr wohl friedlich zusammenleben, wenn nicht ein dummer Mensch den Hund darauf abgerichtet hat, Katzen zu töten. Nicht immer schließen sie enge Freundschaft, was aber doch gar nicht so selten vorkommt; meist jedoch respektieren sie sich gegenseitig.

"Die darf das!"

Es wird immer gesagt, es sei leichter, einen Hund in einen „Katzenhaushalt“ einzuführen als umgekehrt. Das ist so nicht ganz richtig, denn auch eine Katze, vor allem eine junge, kann man gut ihn ein Haus bringen, in dem bereits ein Hund wohnt. Man muss dabei lediglich ein wenig vorsichtig sein, vor allem, wenn es sich bei dem Hund um einen Rüden handelt.

Der Rüde hält das neu angekommene Katzenkind nämlich ganz offensichtlich für einen Hundewelpen, der ihm von der Mutter zur weiteren Erziehung überantwortet worden ist. Deswegen wird er versuchen, ihn in der Art zu testen, wie er das bei seinen Hundekindern macht: Er schubst sie mit er Pfote in der Gegend umher und wirft sie eventuell sogar in die Luft. Das geschieht, um den Fluchtreflex zu testen. Funktioniert der, entzieht sich der Welpe ganz einfach der Behandlung. Andernfalls wir er eben zu Tode gespielt, was einem Katzenkind auch passieren kann, weil es ja nicht weiß, wie es sich als vermeintlicher Hundewelpe zu verhalten hat.

Was heißt hier "wie Hund und Katz`?

Das ist jedoch kein größeres Problem, man muss nur in den ersten Tagen aufpassen, wenn es sich um einen so zutraulichen Katzenwelpen handelt, dass er nicht aus reiner Scheu auf Distanz geht und so diese Situation überhaupt vermeidet. Diese Phase geht jedoch schnell vorbei und auch die Missverständnisse aufgrund unterschiedlicher Körpersprache könne oft so weit überwunden werden, dass Hund und Katze dicke Freunde werden. Auf jeden Fall aber können sie friedliche nebeneinander her leben.

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