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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

20. Februar 2010 6 20 /02 /Februar /2010 13:45

 Derzeit herrsche, so kann man in den Medien erfahren, eine Wirtschaftskrise. Sie, so hört man überall, sei verantwortlich für Geldmangel, Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit - kurz: dafür, dass die Bürger (sprich die kleinen Leute, aber nur die) den Gürtel enger schnallen müssten. Komischerweise sind jedoch durch die Vorgänge, die zur Wirtschaftskrise geführt haben, gar keine wirklichen Werte vernichte worden: Es gab keine Missernte, es sind keine Fabriken abgebrannt, es ist niemand arbeitsunfähig geworden, keine Bergwerke abgesoffen. Alle Sachwerte und alles, mit dem Werte erzeugen kann,  ist noch da, aber trotzdem geht auf einmal nichts mehr.  Daher stellt sich derzeit eigentlich jedem die Frage, was eine Wirtschaftskrise nun ist und von was sie eigentlich kommt.


"Tate, mechtest du erklärn mir wos dos is, "prosperity" und "crisis" fragt der kleine Dovidl aus New York seinen Vater, der Börsenbroker an der Wallstreet ist.

  "No," sagt der Vater, "dos mecht sein ganz einfach zu erklärn: prosperity, dos is Champagner, Varietee und leichte Meedchen, crisis, dos  is Dosenbier, Fernsehn und deine Mame".


Was prosperity und crisis, also Aufschwung und Krise eigentlich sind, genauer gesagt, wo sie herkommen, möchte wohl so mancher wissen. Leider gibt uns der uralte jüdische Witz, der mir dazu eingefallen ist und den ich mir nicht verkneifen konnte. auch keine wirkliche Aufklärung, da er nur die Auswirkungen von Aufschwung und Krise erklärt, nicht aber die Mechanismen, die sie entstehen lassen.

  Wirtschaftskrisen werden von den meisten Leuten als quasi gottgegeben hingenommen, genauso wie die Grausamkeiten, die man ihnen damit begründet zufügt. Es ist eben Krise, man kann keine Lohnforderungen stellen, weil der Arbeitgeber selbst nichts hat und man muss ja sowieso froh sein, wenn man in diesen Zeiten noch einen Arbeitsplatz hat. Diese verbreitete Einstellung kommt nicht von ungefähr, sie ist erwünscht und deswegen sagt auch niemand, wo Wirtschaftskrisen tatsächlich herkommen, sondern verschleiert die Tatsachen mit finanztechnischen Fachausdrücken und viele schlauem Geschwätz von Zyklen, gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und dergleichen.

Im Grunde ist es aber ganz einfach zu verstehen, woher eine Wirtschaftskrise kommt - und genau deswegen sagt es auch niemand klar und eindeutig: Wer nämlich versteht, woher eine Wirtschaftskrise kommt, sieht auch ganz klar, was der Fehler an unserem hochgelobten Wirtschaftssystem ist und und kommt dahinter, warum es ihm immer schlechter geht während ganz bestimmte Unternehmen Rekordgewinne machen. Das darf natürlich nicht sein, denn das System braucht gläubige Untertanen, die es akzeptieren, dass nun einmal schlechte Zeiten sind und man ja im Übrigen sowieso keinen Anspruch darauf hat, dass man mit seiner Arbeit genug für ein akzeptables Leben verdienen kann.

Die Rolle(n) des Geldes

Um zu verstehen, wie und warum eine Wirtschaftskrise entsteht, muss man wissen, was Geld ist und was es tut bzw. tun soll - und vor allem auch, was es nicht tun soll.

Geld ist ganz einfach ein Tauschmittel, ein Werkzeug, das den Austausch von Waren und Dienstleistungen erleichtert, nicht mehr und nicht weniger. Es ist aber auch ein Schatzmittel, denn man kann eingenommenes Geld eine Weile aufheben und sich erst später etwas dafür kaufen.

Wie Geld funktioniert 

Stellen wir uns vor, ein Bauer hätte eine schlachtreifes Kalb und ein kaputtes Scheunendach. Der Wert des Kalbes würde etwa dem Aufwand für die Reparatur entsprechen und so hätte der Bauer im Grunde keine Not, sofern der Zimmermann, der ihm das Dach reparieren könnte, gerade ein Kalb gebrauchen könnte.

Ist das jedoch nicht der Fall, wird es schwierig: Der Bauer würde vielleicht zum Schuster gehen, der ein Kalb gebrauchen und ihm dafür ein paar Schuhe geben könnte. Die Schuhe würden vielleicht dem Schmied passen, der bereit wäre eine Axt dafür herzugeben. Diese Axt schließlich könnte der Zimmermann gebrauchen und wäre willens, dafür das Scheunendach unseres Bauern zu reparieren.

Man sieht, dass ohne Geld die zwei simplen Transaktionen, ein Kalb zu verkaufen und eine Dachreparatur in Auftrag zu geben, einen immensen Aufwand kosten würden. Viel Zeit also, die dem Bauern dann bei seiner eigentlichen Tätigkeit, der Landwirtschaft fehlen würde.

Mit Geld wäre die ganze Transaktion wesentlich leichter gegangen: Der Bauer hätte das Kalb dem Schuster verkauft und den Zimmermann mit dem Erlös bezahlt. Dass dann vielleicht auch der Schuster das Geld mit der Anfertigung von Schuhen für den Schmied und der wiederum mit der Axt für den Zimmermann verdient hätte, hätte für den Bauern keine Rolle gespielt, weil er sich darum nicht hätte kümmern müssen.

Mit Geld wäre jedoch noch eine andere Variante der Geschichte möglich: Der Bauer hätte das Kalb auch ohne kaputtes Scheunendach verkaufen und den Erlös zunächst aufheben können, bis vielleicht der Schaden am Dach entstanden oder vielleicht statt dessen der Geburtstag seiner Frau gekommen wäre, zu dem er ihr ein neues Kleid geschenkt hätte.

Was ist Geld wert?

Wenn auch das gedachte Geld des Bauern, vielleicht ein Taler, in unserem Beispiel scheinbar wahlweise ein Kalb, ein paar Schuhe, eine Dachreparatur, eine Axt oder ein Kleid "wert" ist, muss man sich dennoch im Klaren sein, dass Geld keinerlei Eigenwert besitzt. Das klingt für manchen vielleicht etwas komisch, wird aber sofort klar, wenn man sich vorstellt, dass der Bauer sein Kalb für Geld verkauft hätte, dann aber niemand da wäre, der willens und in der Lage ist, ihm etwas für dieses Geld zu verkaufen. Dann wäre das Geld wertlos, den unser Bauer könnte es weder essen, noch damit den kaputten Balken an seinem Scheunendach ersetzen.

Geld hat also keinen eigenen Wert, es ist lediglich ein Hilfsmittel für den Austausch von Waren, es spielt die Rolle eines Tauschmittels. Geld ist, wenn man es genau betrachtet, lediglich eine Art Informationsträger: Es zeigt an, dass sein Besitzer etwas geliefert hat und nun berechtigt ist, etwas in etwa gleichwertiges zu beziehen.

  Das Geld ermöglicht es aber auch, das Erbringen der eigenen Leistung vom Beziehen einer fremden Leistung zeitlich und räumlich zu trennen, gewissermaßen den Wert der eigenen, erbrachten Leistung aufzuheben. In diesem Falle spielt das Geld die Rolle eines Schatzmittels. Allerdings wird es hier bereits problematisch wie wir gleich sehen werden. Aber auch in diesem Falle ist das Geld im Grunde wiederum lediglich ein Informationsträger, der anzeigt, dass sein Besitzer Wert geschaffen hat und jetzt berechtigt ist, welche zu erhalten.

Arbeitet Geld?

Man hört immer wieder, das Geld arbeiten müsse. Stimmt das oder stimmt das nicht? Kann und/oder muss Geld arbeiten? Die Antwort lautet: Ja und Nein. Es kommt nämlich darauf an, was man unter dem Arbeiten des Geldes versteht.

Wenn man Arbeit als "seinen Zweck erfüllen" interpretiert, so wie ein Dynamo arbeitet, wenn er Strom erzeugt und ein Schreiner, wenn er Möbel baut, dann lautet die Antwort: Ja. Geld muss arbeiten indem es seinen Zweck erfüllt. Und der besteht darin, von Hand zu Hand zu gehen und den Austausch von Waren und Dienstleistungen - also Handel und damit letztendlich Wirtschaft - zu ermöglichen.

Versteht man unter Arbeit jedoch das Schaffen von Werten, muss die Antwort lauten: Nein! Geld ist weder ein Stück Boden, auf dem etwas wächst noch eine Kuh, die Milch gibt, noch eine Maschine, die Waren produziert. Da dies aber in aller Regel gemeint ist, wenn man davon spricht, dass Geld arbeite, handelt es sich bei der Behauptung, dass Geld arbeiten können und/oder müsse um eine der größten Lügen der Weltgeschichte: Wo angeblich und scheinbar Geld arbeitet, arbeiten in Wirklichkeit Menschen, die um den Wert ihrer Arbeit betrogen werden.

  Die tatsächliche Arbeit des Geldes, nämlich als Tauschmittel zu fungieren, ist jedoch unerlässlich für eine entwickelte Wirtschaft. Ohne Geld würde es notfalls in einem mittelalterlichen Dorf - wo unsere Geschichte mit dem Bauern, dem Kalb und dem defekten Scheunendach hätte passieren können - mit einem Haufen Bauern und ein paar wenigen Handwerkern klappen. Es kann aber in einer modernen Wirtschaft nicht funktionieren, wo jeder einzelne nur ganz bestimmte Dinge macht, vielleicht auf der einen Seite lediglich eine ganz bestimmte Art von Maschinen für ganz bestimmte Unternehmen herstellt - oder vielleicht sogar nur bestimmte Teile dafür - und auf der anderen Seite eine Vielzahl von Waren und Dienstleistungen für den beruflichen und privaten Gebrauch beziehen will. Hier kann nicht mehr Gut gegen Gut getauscht werden, sondern man benötigt das Geld als Zwischenmittel. Diese "Arbeit" des Geldes ist also unerlässlich.

Geld ist also nicht etwa das Blut, sondern die Nerven der Wirtschaft: Wie bereits gesagt, transportiert es die Information, das jemand in einem bestimmten Umfange geliefert und/oder geleistet hat und daher berechtigt ist, Leistungen und Lieferungen in Anspruch zu nehmen. So wie ein höherer Organismus nicht ohne Nerven existieren kann, kann auch eine entwickelte Wirtschaft nicht ohne Geld stattfinden.

Warum Geld scheinbar arbeiten kann

Dass man Geld scheinbar - oder genauer gesagt mit seiner Hilfe andere Leute - für sich arbeiten lassen kann, hat einen einfachen Grund: Den Zins. Zins ist eine Art Miete für Geld und so wird das Nehmen von Zinsen auch moralisch damit gerechtfertigt, dass der Kreditgeber ja anstatt Geld zu verleihen, etwas dafür kaufen und nutzen oder auch vermieten könne. Das ist zwar vordergründig richtig, doch hat der Zins zwei üble Eigenschaften: Er vermehrt die Geldmenge und er ist ein Anreiz, Geld zu horten und "anzulegen".

Es ist wenigen klar, dass sich Geld durchaus unkontrolliert vermehren kann. Dass das Herstellen von Geld nur dem Staat möglich sei, ist ein böser Irrtum: Jeder der einigermaßen kreditwürdig ist, kann im Prinzip Geld herstellen und zwar dann, wenn er etwas auf Pump kauft und z.B. über eine Bank finanziert Dem Lieferanten wird dann bei der Bank die Kaufsumme gutgeschrieben und kann von ihm ausgegeben werden, genauso, wie wenn der Käufer die Ware mit tatsächlichem Geld bezahlt hätte.

  Geld entsteht also nicht nur auf der Notenpresse der staatlichen Zentralbank, sondern auch durch die so genannte Kreditschöpfung von Banken. Im Grunde kann eine Bank sogar Geld verleihen, das sie gar nicht hat. Außerdem entsteht Geld auch durch Zins. Dass dies geschehen kann, liegt daran, dass ein (heutzutage sogar sehr großer) Teil des umlaufenden Geldes gar nicht in Form von Banknoten und Münzen existieren muss und existiert, sondern lediglich in Form von Guthaben und Forderungen, dem so genannten Buchgeld.

Während der Staat die Menge des physischen Geldes sehr leicht kontrollieren kann, weil er ja entscheidet ob Geld gedruckt und geprägt wird oder nicht, hat er auf die Menge des vorhandenen Buchgeldes sehr, sehr wenig Einfluss. Es gibt dafür zwar Instrumente, doch sind die recht wenig wirksam und wenn es für die Geschäfte der Banken opportun ist, sind diese in der Praxis trotz Mindesteinlagen, Diskont- und Lombardsatz in der Lage, eigentlich beliebig viel Buchgeld zu erzeugen.

  Kurz und gut: Banken können Buchgeld durch Kreditschöpfung und Zins erzeugen. Zins ist sozusagen die Miete für geliehenes Geld und dadurch gleichzeitig der Anreiz, Geld zu verleihen. Wer Geld hat, kann also damit Geld verdienen, indem er es gegen Zins verleiht. Derjenige, der sich das Geld ausleiht, investiert es, arbeitet mit den Investitionen - z.B. Maschinen oder eine Ladeneinrichtung - und verdient dadurch wiederum Geld von dem er - hoffentlich - den Zins und die Tilgung des Kredits bezahlen kann. Für denjenigen, der das Geld verleiht, sieht es also so aus, als ob das Geld arbeiten würde, während es in Wirklichkeit der Kreditnehmer ist, der arbeitet.

Warum sich Geld an wenigen Orten sammelt

Wir erinnern uns: Der Besitz von Geld ist nichts anderes als eine Art Anzeiger dafür, dass jemand irgendwelche Leistungen erbracht, also am großen Kuchen "Sozialprodukt" mit gebacken hat und deswegen berechtigt ist, Leistungen zu beziehen, sich also eine bestimmte Menge vom Kuchen abzuschneiden. Das Geld macht dieses Recht der Teilhabe am Sozialprodukt übertragbar und es daher auch möglich, dieses Teilhaberecht ohne Gegenleistung weiterzugeben, etwa in Form von Renten, Arbeitslosengeld, Taschengeld, Stipendien usw.

  Auch bei der Zinszahlung fließt Geld, ohne dass dabei Waren oder Dienstleistungen bewegt werden. Wer Geld verleiht, erwirbt mit dem Zins also das Recht, sich vom Kuchen  des Sozialproduktes etwas abzuschneiden, ohne dass er an diesem Kuchen mit gebacken hat. Er lebt also auf Kosten anderer. Einkommen ohne Arbeit gibt es schon lange, den auch in der Feudalzeit mussten die Untertanen Abgaben an die Adeligen bezahlen, die also auf Kosten der einfachen Leute lebten.

Im modernen Kapitalismus ist das aber noch etwas anders. Die Feudalherren in alten Zeiten brachten in aller Regel das Geld, das sie ihren Untertanen abknöpften auch schnell wieder unter die Leute, indem sie es für Prunkbauten, Gärten, protzige Feste und auch sonst für einen aufwendigen Lebensstil ausgaben. Daher hatten zwar die einen wenig und die anderen viel, aber weil das Geld floss, lief die Wirtschaft.

Auch in den Anfangszeiten des Kapitalismus war das im Prinzip noch so: Von dem verhältnismäßig Wenigem, was produziert wurde, nahmen die Kapitalisten den Werktätigen zwar viel weg, indem sie wenig Geld für viel Arbeit bezahlten. Sie gaben das Geld aber, ähnlich wie die Feudalherren zuvor, schnell wieder für Dienstboten, Häuser, Pferde und dergleichen aus, so dass der Fluss des Geldes und damit das Funktionieren der Wirtschaft gewährleistet war.

Heutzutage, im modernen Kapitalismus sind viele Unternehmen gar nicht mehr damit beschäftigt, Waren zu produzieren, sondern sie verleihen Geld gegen Zins, sind so genannte Investoren, die ihr Geld damit verdienen, dass sie anderen Leuten Geld leihen, die damit Investitionen für ihre Geschäfte bezahlen. Von dem Geld, das sie dort verdienen, müssen sie dann die Zinsen für ihre Kredite bezahlen.

Der Zins mehrt nun natürlich das Geld der Investoren und Banken, die so noch mehr Geld verleihen und noch mehr Zinsen verdienen können. Dadurch sammelt sich das Geld mehr und mehr bei den Banken und Investoren. Diese haben und verdienen schließlich viel, viel mehr Geld als sie jemals ausgeben können, zumal sie heutzutage ja nicht mehr einem dicken Kapitalisten mit Zigarre und goldener Uhrkette gehören, der sein leistungsloses Einkommen verprasst und damit das Geld wieder unter die Leute bringt, sondern irgendwelche Gesellschaften sind, die ihren Teilhabern möglichst wenig Rendite bezahlen um als Gesellschaft möglichst hohe Gewinne zu erzielen und immer mehr Kapital anzuhäufen.

Eines der großen Probleme dabei ist, dass der Zins für einen Kredit unabhängig davon entsteht, ob mit dem investierten Geld auch etwas produziert werden kann. Auch wenn ein auf Pump finanziertes Geschäft schlecht geht, wird der Zins auf die Kredite fällig; es entsteht Geld, das durch keine Waren gedeckt ist, die von der Firma produziert und in Umlauf gebracht worden wären.

Eine Blase entsteht       

  Ein weiteres Problem sind Spekulationen. Wenn jemand eine Sache billig einkauft, weil sie im Augenblick wenig wert ist, und hofft, dass sie mehr wert wird und er sie teuer verkaufen kann, nennt man das eine Spekulation. Man kann zum Beispiel einem Bauern im Winter seine Weizenernte vom nächsten Sommer abkaufen und dabei hoffen, dass der Weizen dann teurer verkauft werden kann, als man ihn jetzt einkauft. Das nennt man ein Spekulation auf Hausse, auf ein Preishoch. Man kann auch im Winter Weizen verkaufen, den man gar nicht selbst produziert und auch nicht eingekauft hat, aber zur Erntezeit zu liefern verspricht. Das nennt man einen Leerverkauf und man hofft dabei, dass man zur Erntezeit Weizen zu einem billigeren Preis kaufen kann, als man ihn im Winter verkauft hat und an der Differenz verdient. Das nennt man auf Baisse (auf ein Preistief) spekulieren.

Das gleiche funktioniert nicht nur mit allen möglichen Waren, die schwankende Preise haben, sondern auch mit Aktien und mit Währungen. Heutzutage geht man sogar so weit, dass man gar keine wirklichen Waren, ausländisches Geld oder Aktien mehr handelt, sondern Rechte, Waren, Aktien oder Währungen in bestimmten Mengen zu bestimmten Zeitpunkten zu kaufen oder zu verkaufen. Das nennt man Optionshandel und es ist bei  genauem Hinsehen überhaupt kein Handel mehr. sondern nichts weiter als ein Wette auf den Preis eines Gutes zu einem bestimmten Zeitpunkt - also ganz ordinäres Glücksspiel.

Oft werden solche Spekulationen auch gar nicht mit eigenem, sondern mit geliehenem Geld gemacht. Insgesamt entsteht durch diese Art von Geschäften eine ungeheuerliche Menge von Buchgeld, das sich bei Banken und Investoren ansammelt. Da diese aber auch Geld verleihen, kommt Geld in Umlauf, welches zunächst noch für Liquidität in der Wirtschaft sorgt. Allerdings nur zunächst: Das geliehene Geld muss ja mit Zinsen zurückgezahlt werden und so sammelt sich noch mehr Geld aus der Wirtschaft bei Banken und Investoren. Gerät nun ein Kreditnehmer aufgrund schlechter Marktlage in Zahlungsverzug, muss er noch mehr Zinsen bezahlen, die er gar nicht verdient, also auch wieder schuldig bleiben muss. Diese Schulden sind auf der Seite der Kreditgeber aber Forderungen und damit Buchgeld. So entsteht bei den Banken und Investoren eine immer größere Blase aus Buchgeld, das schon lange nicht mehr durch Waren gedeckt ist.

Die Blase platzt

Eine gewisse Zeit lang geht eine solche Geschichte gut. Es herrscht im Grunde bereits schon lange Inflation, da das Geld sich stärker vermehrt als das, was man dafür kaufen kann. Das fällt aber nicht auf, da dieses überschüssige Geld bei den Banken und Investoren ist, die damit nichts nachfragen, sondern immer mehr davon anhäufen. So lange noch Kredite gewährt werden können, läuft eine solche Wirtschaft sogar einigermaßen. Aufgrund der Zinslast können produzierende Unternehmen in solche einem Falle jedoch immer geringere Löhne bezahlen, was im Rahmen von Sparmaßnahmen dann immer wieder zu Entlassungen und damit zu Nachfrageausfällen führt. Es führt aber auch zu tatsächlichen und Quasi-Lohnkürzungen über stagnierende Löhne bei steigenden Preisen, Änderungskündigungen, Übergang von eigenen Beschäftigten zu Leiharbeitskräften. Da die Banken jedoch ungeheure Mengen von Geld haben, können sie in dieser Phase nicht nur Unternehmen, sondern auch den Privatleuten Geld leihen, so dass immer noch eine gewisse Liquidität besteht, auch wenn die Wirtschaft durch zu wenig frei verfügbares Geld bereits merklich gebremst wird.

Man muss jetzt im Kopf haben, dass das Geld der Banken zu einem erheblichen, ja wohl zum überwiegenden Teil aus Forderungen besteht, die nur so lange bares Geld bedeuten, wie man davon ausgehen kann, dass die jeweiligen Schuldner sie auch irgendwann bezahlen können. Brechen nun ein paar große Schuldner, vielleicht sogar nur ein einziger besonders großer, zusammen, sind die Forderungen seiner Gläubiger an ihn nichts mehr wert. Das Buchgeld verschwindet, so wie es aus dem Nichts gekommen ist, auch wieder genau dorthin. Es entsteht nun eine Kettenreaktion, denn auch die Forderungen der Gläubiger der Gläubiger eines zusammengebrochenen Unternehmens an diese Gläubiger sind nichts mehr wert und die der der Gläubiger der Gläubiger der Gläubiger ebenfalls - und so weiter und so weiter.

  Da aber aufgrund dessen, dass die Banken den größten Teil des Geldes schon lange an sich gezogen haben und Liquidität, also Kaufkraft, in der Wirtschaft  nur noch aufgrund der Kredite - natürlich auch weit überwiegend in Form von Buchgeld - vorhanden ist, verschwindet diese Liquidität in dem Moment, wenn die Banken keine Kredite mehr geben können, weil sie selbst aufgrund geplatzter Forderungen weniger Buchgeld besitzen.

Nun fehlt jedem das geliehene Geld, mit dem er sonst bei anderen gekauft hat und der Fluss der Waren und Dienstleistungen stockt, obwohl wie eingangs erwähnt nach wie vor alles noch vorhanden ist, was zur Produktion von Waren und dem Erbringen von Dienstleistungen erforderlich ist. Anders ausgedrückt: Eine Volkswirtschaft, die aufgrund ihre Kapazitäten eigentlich ungeheure Mengen von Gütern produzieren sowie jedem Arbeit und Verdienst geben könnte, ist zur Untätigkeit verurteilt, weil Banken und Investoren durch ihre Geschäfte das eigentlich vollkommen wertlose aber für den Fluss der Güter unerlässliche Geld haben verschwinden lassen.

Und diesen Zustand nennt man Wirtschaftskrise.

Das Mittel, welches der Staat gegen die Wirtschaftskrise anwendet ist haarsträubend: Er schenkt den Banken Geld, ersetzt daher den Banken das schlechte Geld, das sie verloren haben, durch gutes Geld, welches er den Steuerzahler abgenommen hat. Da die Banken damit wieder Kredite geben können, entsteht Liquidität, Waren und Dienstleistungen können wieder fließen - bis zur nächsten Wirtschaftskrise. Würde der Staat das Geld anstatt den Banken, den Unternehmern und Privatleuten geben, würde dies ebenfalls für Liquidität und damit für Konjunktur sorgen, wäre das Problem genauso gelöst. So jedoch müssen die Leute - das muss man sich einmal sinnig geben - sich ihr eigenes Geld von den Banken leihen, damit die Wirtschaft angekurbelt wird!      

Es gäbe übrigens durchaus einfache Möglichkeiten, diese Situation zu ändern. Sie alle aber haben eines gemeinsam: Sie würden die Macht der Banken und Investoren  brechen und ihre Geldquellen versiegen lassen. Und genau deswegen verhindern die eigentlichen Inhaber der Macht, die Banken und Investoren, mit Hilfe ihrer Lakaien, den Politikern, dass man diese Möglichkeiten nutzt.  Und genau deswegen werden uns Banken und Investoren als Lösungen des Problems verkauft, das in Wirklichkeit genau sie selbst sind.

Weitere Gedanken zum Thema finden sich übrigens auch auf der Rheingold-Website  

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13. Februar 2010 6 13 /02 /Februar /2010 18:31
In der Zeit der Weltwirtschaftskrise fand in der Tiroler Stadt Wörgl ein interessantes Experiment mit Geld statt, das so gut glückte, dass es von davon betroffenen Kreisen schleunigst unterbunden wurde: Der Bürgermeister der Stadt führte eine lokale Währung ein und zwar ein regionales Freigeld, das der Gemeinde in einer Zeit allgemeiner Not und allgemeinen Elends einen erheblichen Aufschwung brachte. Banken sahen bereits ihre Felle davon schwimmen und bewirkten, dass den Wörglern ihr lokales Wirtschaftswunder mit der Androhung militärischer Gewalt ausgetrieben wurde.  

Unter Freigeld oder Schwundgeld versteht man Geld, dass mit der Zeit seine Kaufkraft verliert und zwar nicht etwa unbeabsichtigt durch Inflation, sondern gewollt durch eine Art eingebauten Mechanismus: Man muss es entweder nach einer gewissen Zeit umtauschen, wobei ein Wertabschlag entsteht, oder seine Gültigkeit muss durch den Kauf und das Aufkleben von Wertmarken regelmäßig erneuert werden. Diese Art von Geld wurde zum Beispiel von Silvio Gesell, dem Begründer der Freiwirtschaftslehre, empfohlen, ist aber nicht seine Erfindung. Bereits im Mittelalter gab es Geld, das zu bestimmten Terminen „verrufen“ wurde, also verfiel und gegen Abschlag umgetauscht werden musste. Dieses System war zwar nicht als Wirtschaftsförderung gedacht, sondern als genial einfacher Steuereinhebungsmechanismus, doch schreiben ihm einige Leute die wirtschaftliche Blüte des Hochmittelalters zu.

Zins und Spekulation

Die Stadt Wörgl litt 1932 erheblich unter der Weltwirtschaftskrise. Die Situation war im Prinzip die gleiche wie sie es auch heute wieder ist: Durch Spekulationen und Zinsgeschäfte hatten sich erhebliche Mengen von (Buch-)Geld bei Banken und Finanziers angesammelt und waren durch den Börsencrash am Schwarzen Freitag von 1929 vernichtet worden.

Durch den Mechanismus des Zinses vermehrt sich die Geldmenge laufend und sammelt sich bei Leuten, respektive Unternehmen an, deren Geschäft es ist, Geld zu verleihen. Dadurch wird das Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen und gelangt nur wieder durch Kredite in ihn zurück. Das ganze funktioniert so lange ganz gut, wie die Banken verleihen, obwohl der Zins für die Kredite die so finanzierten Unternehmen erheblich belastet und deren Gewinne sowie vor allem auch die Löhne ihrer Mitarbeiter empfindlich schmälert.

In dem Moment jedoch, wenn die Wirtschaftslage schlechter wird und die Banken vorsichtiger mit der Vergabe von Krediten, wird das Geld in der Wirtschaft knapp. Geld ist aber notwendig, um die Waren fließen zu lassen. Auch, wenn es als langfristiger Wertspeicher und vor allem als Mittel zum Erzeugen von neuem Geld missbraucht wird, hat es dennoch seine Funktion als Tauschmittel behalten. Wenn kein Geld vorhanden ist, können Ressourcen wie Waren, Rohstoffe und Arbeitskraft im Überfluss da sein und trotzdem läuft nichts in der Wirtschaft. Wirtschaft funktioniert nämlich nur, wenn die produzierten Waren auch ausgetauscht werden können und genau das geht in einer komplexen Wirtschaft nur mit Geld. Geld ist daher, obwohl es keinerlei Eigenwert hat(!), unerlässlich dafür, das die Wirtschaft läuft.

Bei einem Crash werden nun große Mengen von Geld vernichtet, die vorher lediglich als Posten in den Büchern (also heutzutage in Computerspeichern) von Banken existiert haben und die als Zins- und Spekulationsgewinne buchstäblich aus dem Nichts heraus erschaffen worden waren. Obwohl dieses Geld eigentlich überhaupt nichts wert war, da bei seiner Entstehung ja keine realen Werte erzeugt worden waren, die ihm gegenüber stehen und es decken würden, fehlt es nun im Wirtschaftskreislauf, da die Banken ja keine Kredite vergeben können, wenn sie selbst über keine Guthaben mehr verfügen.

Genau diese Situation haben wir heute und auch 1932 war die Stadt Wörgl damit konfrontiert: Es gab Dinge, die hätten getan werden sollen und Leute, die diese Dinge hätten tun können, Waren, die kauft werden konnten und Leute, die sie gerne gekauft hätten, aber es war kein Geld da, das den Austausch dieser Waren und Dienstleistungen ermöglicht hätte.

Wie man die volkswirtschaftlichen Folgen von Zins und Spekulation umgeht

Der Bürgermeister von Wörgl erkannte diese Situation und wusste auch, wie er Abhilfe schaffen konnte: Wenn kein Geld von außen kam, musste man eben sein eigenes schaffen, dass den Fluss der Waren und Dienstleistungen ermöglichte. Weil er Silvio Gesell gelesen hatte, wusste er auch, um den größten Fehler des herkömmlichen Geldes und schuf eine lokale Währung, die diesen Fehler nicht hatte.

Nach einer gewissen Vorbereitungszeit und klärenden Gesprächen zwischen den Stadtvätern war man soweit: Die Wörgler „Arbeitswertscheine“ wurden zunächst dazu verwendet um öffentliche Ausgaben zu bestreiten. Sie lauteten auf Österreichische Schilling, verloren aber nach vier Monaten ihre Gültigkeit und mussten dann durch Aufkleben einer Wertmarke, die ein Prozent des Nennwertes kostete, wieder aufgefrischt werden. Natürlich konnte man im Gegenzug alle Abgaben an die Gemeinde mit diesem lokalen Geld bezahlen und schnell wurden auch sie von den lokalen Geschäftsleuten als Zahlungsmittel akzeptiert.

Der Verlust, den man erlitt, wenn man solche Arbeitswertgutscheine über den Verfalltag hinaus behielt, war mit einem Prozent des Wertes zwar gering, sorgte jedoch trotzdem dafür, dass jeder zusah, dass er sie schnellstmöglich wieder ausgab. Das schaffte Nachfrage nach lokalen Gütern und Dienstleistungen und sorgte so für Arbeitsmöglichkeiten. In der folgenden Zeit sank daher in Wörgl die Arbeitslosigkeit von 21% auf 15%, während sie im Umland weiterhin anstieg. Außerdem konnten eine Reihe von öffentlichen Projekten wie der Bau einer Skisprungschanze und einer Brücke durchgeführt werden.

Wie das Wunder von Wörgl zerstört wurde

Die plötzliche Prosperität in Wörgl fiel auf und es sprach sich schnell herum, wie sie erreicht worden war. Nachdem sich weitere Gemeinden anschickten, ebenfalls ihre eigenen Währungen zu schaffen, wurde es den Bankstern Himmelangst und sie handelten: Die österreichische Nationalbank berief sich auf ihr alleiniges Recht, Geld herzustellen und verklagte die Stadt Wörgl auf Unterlassung. Tatsächlich wurde nach nur 13 Monaten das Wörgler Lokalgeld gerichtlich verboten und mit der Androhung militärischer Gewalt abgeschafft. Nicht nur der Erfolg des Versuches, sondern auch die Reaktion der etablierten Hochfinanz zeigten jedoch, wie richtig die Überlegungen des damaligen Wörgler Bürgermeisters waren.

Auch heute gibt es hier und dort regionales Geld, auch in Deutschland. Bisher sind die Umsätze, die mit solchen Währungen gemacht werden, noch gering und es gibt keine Proteste von Seiten der Banken. Was nun aber passiert, falls diese regionalen Währungen im weiteren Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung an Bedeutung gewinnen, bleibt abzuwarten.

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11. Februar 2010 4 11 /02 /Februar /2010 18:54

Jemand sucht ein Geburtstagsgeschenk für sein Schwiegermutter. Da er weiß, dass die gute Frau tierlieb ist, sieht er sich in einem Zoogeschäft um. Dabei fällt ihm ein Käfig mit Kanarienvögeln auf, die Step tanzen.

"Toll," denkt sich der Mann, "singende Kanarienvögel sind ja nichts Besonderes, aber welche die Step tanzen..."

Er kauft also die Vögel samt Käfig und schenkt sie seiner Schwiegermutter. Am anderen Tag ruft er an und fragt sie, wie ihr das Geschenk gefallen hat.

"Ganz supi, ich habe mich unheimlich gefreut," meint die Schwiegermutter, "aber, sag mal, kann man die eigentlich nicht dazu bringen, dass sie auch mal damit aufhören?"

"Tja, ich weiß auch nicht. Aber ich werde mal den Zoohändler fragen."

Der Mann ruft also den Zoohändler an und fragt, ob die Kanarienvögel auch aufhören können zu steppen. Daraufhin meint dieser:

"Ach, das habe ich ganz vergessen ihnen zu sagen. Es ist ganz einfach: Sie brauchen lediglich die Teelichter aus dem Käfigboden zu nehmen..."

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Published by Fokko - in Humor
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5. Februar 2010 5 05 /02 /Februar /2010 10:56
[Trigami-Review]

Web-Verzeichnisse als Träger von Anzeigen und gezielte, themenrelevante Anzeigenschaltung sind bewährte Methoden im Web zu werben. Einen interessanten Ansatz, um diese beiden Gedanken zu verbinden, verfolgt die inside eBusiness Solutions GmbH mit ihrem Internetportal beliebtesteWebseite.de. Nach dem die Seite bereits zwei Jahre bestanden hat, wurde sie im Dezember nun für Werbekunden geöffnet.

 Beliebteste Website.de und bwads24.com tun dabei im Prinzip dreierlei: Sie bieten Surfern ein Website-Verzeichnis mit Zusatznutzen, ermöglichen Werbeverantwortlichen die zielgenaue Schaltung von Anzeigen und bieten den Betreibern von Websites die Möglichkeit Geld mit Werbung auf ihren Seiten zu verdienen.

 viventura klein

Das Advertising Network bwads24.com wird von der inside eBusiness Solutions GmbH betrieben, einem Unternehmen der inside Unternehmensgruppe. Inside eBusiness Solutions befasst sich mit eCommerce und B2B sowie B2C Kommunikation. Seit zwölf Jahren im Geschäft, verfügt die Firma über reichhaltige Erfahrung in der Erstellung von Web-Präsentationen, speziel lauch im Bereich des eBusiness.

Zielgenaue Werbung schalten 

bwads24 com advertiser

  Zunächst wird Webmastern in Beliebteste Website.de, so wie mit jedem Verzeichnis, die Möglichkeit geboten, ihre Seiten bekannt und nach Sachgebieten auffindbar zu machen. Weiterhin bietet bwads24.com Werbekunden die Möglichkeit, Werbung auf den Community-Seiten von Beliebteste Website.de sowie vor allem auch auf den angeschlossenen Partnerseiten zu schalten. Der entscheidende Gedanke bei dieser Art von Longtail Onlinemarketing ist, dem Werbeverantwortlichen die Möglichkeit zu bieten, mit bwads24.com Werbung hohe Reichweite sehr zielgruppengenau zu schalten, was durch die feine Gliederung der Interessengruppen innerhalb der Community und die Vielzahl der angeschlossenen Websites erreicht wird. Das ist vor allem für kleine Unternehmen und solche interessant, welche sehr enge Nischen bedienen. Sie können es sich nicht leisten, Werbung zu hohen Kosten nach dem Gießkannenprinzip zu streuen, sondern es sollte möglichst jeder eingesetzte Cent auch Information zu einem potentiellen Kunden tragen.

Bequem und effektiv für den Webmaster

  Diese zielgruppengenaue Platzierung der Anzeigen bringt auch Vorteile für den Webmaster, der seine Webseite vermarkten möchte und bwads24.de Anzeigen auf seinen Seiten schalten lässt: Er muss sich nicht wie bei vielen anderen Affiliate-Anbietern erhebliche Gedanken darüber machen, welche Inserenten ihm die meisten Klicks – und damit den höchsten Verdienst – bieten, sondern kann dies seinem Partner bwads24.com überlassen. Das ist nicht nur bequem, sondern auch effektiv, da er so ohne eigenen Aufwand für Auwahl und Änderungen immer optimal passende Werbung mit dementsprechend guter Wahrscheinlichkeit für Geld bringende Klicks auf seinen Seiten hat.

25 euro werbekampagne

Vorteile für beide Seiten

  Die zielgenaue Platzierung von Werbung bringt Vorteile für beide Seiten: Der Werbetreibende erhält Werbung mit hoher Reichweite und Wirksamkeit zu günstigen Kosten. Trotzdem kann der Webmaster, der Anzeigen schaltet, gut verdienen. Die reichhaltige Auswahl an Werbemitteln für unterschiedliche Werbeformen und die beiden fairen Bezahlmodelle nach Klicks und Impressions, machen das Werben mit bwads24.com und der   inside eBusiness Solutions GmbH flexibel und erfolgreich. Für beide ist die Bedienung von bwads24.com sehr komfortabel und bietet zudem effektive Tools um die Wirksamkeit der Werbung zu analysieren.

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30. Januar 2010 6 30 /01 /Januar /2010 12:40

Ein Ei hart zu kochen ist kein Problem, denn irgendwann ist jedes Ei hart und längeres Kochen macht dann nicht mehr viel aus, denn "hart" ist der Endpunkt des ganzen Prozesses. Schwieriger wird es, wenn man ein weiches Ei möchte, es gilt dann den richtigen Zeitpunkt abzupassen, wenn das Eiweiß bereits hart ist, das Eigelb jedoch noch nicht.

weicheeier01

Sein weiches Ei zum Frühstück liebt so mancher.  Aber wie bekommt man es genau so hin, wie man es haben möchte?

Der physikalisch-chemische Hintergrund des Eierkochens ist der folgende: Eiklar und Eigelb gerinnen bei bestimmten Temperaturen, weil sich die molekulare Struktur des enthaltenen Eiweißes dann so ändert, das es fest wird. Da nun die Wärme des Kochwassers nur von außen auf dass Ei einwirken kann, erwärmt es sich von außen nach innen. Überall da, wo die Gerinnungstemperatur erreicht wird, stockt das flüssige Innere des Eis, es wird also hart. Daher entscheidet die Zeit, die das Ei kocht, darüber, ob es ein weich- oder hartgekochtes Ei wird.

Die Vorgänge beim Eierkochen

Der Knackpunkt beim Kochen eines weichen Eis wie es die meisten mögen - genau genommen müsste es "kernweich" heißen, denn das Eiklar ist dann bereits hart, nur der Dotter noch weich - ist nun also, zu erreichen, dass die Wärme des Kochwassers so weit in das Innere des Eis vordringt, dass das Eiklar bereits vollständig auf Gerinnungstemperatur gelangt ist, der Dotter aber noch nicht.

weicheeier03

Kochen müssen sie, das ist klar. Aber wie lange genau?

Dabei hilft uns ein glücklicher Umstand: Das Eiklar gerinnt bereits bei einer etwas niedrigeren Temperatur, nämlich bei ca. 62°C, als der Dotter, welcher dazu etwa 68°C erreichen muss. Dadurch entsteht ein gewisser Spielraum, eine Art "Karenzzeit" zwischen dem Zeitpunkt, zu dem das Eiklar bereits vollständig geronnen ist, und dem, zu dem das Dotter beginnt, ebenfalls zu gerinnen. Wäre das nicht so, müsste man das Kochen des Eis nach einer seiner Größe und der Stärke seines Eiklars haargenau bemessenen Zeit sehr exakt stoppen. Selbst dann wäre es aber nicht möglich ein Ei zu erhalten, dessen Eiklar komplett hart, dessen Dotter aber noch flüssig ist: Zum einen weiß man nicht genau, wie dick die Eiklarschicht beim jeweiligen Ei ist, das man kochen möchte; zum anderen ist der Dotter ja nicht überall gleich weit von der Schale entfernt.

Dadurch, dass der Dotter zum Gerinnen jedoch etwas wärmer werden muss, entsteht offensichtlich dieser Spielraum, indem das komplette Eiklar schon seine 62°C Gerinnungstemperatur erreicht hat, der Dotter aber noch nirgends auf seine 68°C gelangt ist. Infolgedessen kann man Eier recht gut nach Faustregel und ohne hochpräzise Zeitmessung kochen, zumindest, wenn man sie so mag wie ich: mit festem Eiklar und noch vollständig flüssigem Dotter.

Eine geeignete Vorgehensweise

Nachdem ich mich lange genug über meine regelmäßig trotz exakter Bemessung der Wassermenge komplett hartgekochten Eier aus dem Eierkocher geärgert hatte, begann ich zu experimentieren. Zunächst las mein Frau in ihrer umfangreichen Kochbuch-Bibliothek nach. Hier wurde empfohlen, die Eier mit dem kalten Wasser aufzusetzen, was ich probierte und die dafür angegebene Zeit einhielt. Das Ergebnis: ich musste ein weiteres Mal hartgekochte Eier zum Frühstück essen.

Jetzt platzte mir der Kragen und ich versuchte es auf die Art, wie es schon meine Mutter gemacht hatte, in dem ich die Eier in das bereit kochende Wasser gab. Damit sie dabei nicht kaputtgehen, mache ich das mit einem Suppenlöffel bzw. seit heute, mit einem speziellen Werkzeug. Und damit sie dann auch beim Kochen nicht platzen, pieke ich sie vorher an und zwar am stumpfen Ende, denn dort befindet sich die Luftblase.

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Mit einem solchen Instrument - oder notfalls mit einem ganz gewöhnlichen Esslöffel - bekommt man die Eier unversehrt ins kochende Wasser

Ein erster Versuch mit gut drei Minuten brachte nun zum ersten Mal ein weiches Ei, allerdings war es mir noch zu weich. Gute vier Minuten brachten dann bei Eiern von ca. 65 Gramm aus dem Kühlschrank genau das gewünschte Ergebnis. Nimmt man die drei bis vier Minuten nun als Richtwert, hat man ein Basis, auf der man experimentieren kann, um bei den in anderen Küchen eventuell etwas abweichenden Parametern (z.B. Eier von Zimmertemperatur oder gar "hühnerwarme") die richtige Kochdauer für das persönliche perfekte Frühstücksei zu ermitteln.

Warum das kalte Aufsetzen nicht funktionieren kann

Es wurde bereits gesagt, dass der Prozess des Eierkochens darin besteht, dass sich das Ei von außen nach innen erwärmt und daher nacheinander die verschiedenen Bereiche auf die jeweilige Gerinnungstemperatur kommen. Damit sich dies anhand der Zeit verfolgen lässt und der richtige Punkt gefunden werden kann, an dem man das Kochen beendet, müssen die Startbedingungen möglichst immer gleich, also genau definiert sein.

Das sind sie jedoch nicht, wenn man die Eier kalt aufsetzt. Der Erwärmungsprozess des Eis beginnt dann nämlich irgendwann lange bevor das Wasser kocht und hängt stark von der Menge des Wassers und eventuell sogar von der Leistung der Kochstelle ab. Eine bei dieser Methode gefundene Kochzeit gilt nur für den gleichen Topf und die gleiche Kochstelle.

Gibt man die Eier jedoch in das bereits kochende Wasser, hat man einen sehr exakt definierten Startpunkt, vorausgesetzt, die Menge des Wassers ist im Verhältnis zu den Eiern groß genug, dass es nicht oder allenfalls nur kurz aufhört zu kochen. In diesem Falle hat man nämlich die recht genau definierte Situation, dass die Eier noch ihre "Starttemperatur" und das umgebende Wasser die Siedetemperatur hat.

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28. Januar 2010 4 28 /01 /Januar /2010 10:13

"Wann wird's mal wieder richtig Winter?" hätte man in den späten 80ern und den 90ern singen können und auch die "Winter" 2006/2007 und 2007/2008 hätten genauso wie der Sommer 2003 als Belege für die Klimaerwärmung durchgehen können. Derzeit schneit`s bei uns aber mal wieder und gestern war es ordentlich kalt.

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Winterlicher Blick aus dem Fenster meines Arbeitszimmers

Aus dem derzeitigen, ganz normalen Winterwetter machen die Medien natürlich wieder ein "Schneechaos" und eher unbedarfte Zeitgenossen sehen darin und in dem ungewöhnlich frühen und heftigen Wintereinbruch, den es bereits im vergangenen Herbst in Teilen der USA gab, einen "Beweis" dafür, dass die Klimaerwärmung Humbug ist. Beides ist jedoch Quatsch, denn "unnormales" Wetter ist etwas ganz Normales, unabhängig davon, ob das Weltklima gerade eher wärmer oder eher kälter ist, unabhängig auch davon, ob der Trend augenblicklich zum Einen oder zum Anderen geht.

Tatsache ist jedoch, dass wir von etwa Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts bis etwa zum Jahr 2000 eine Periode eher milderer Winter gehabt haben, was sich mit der Annahme einer Klimaerwärmung für diese Zeit decken würde, zu der auch schon der ebenfalls recht heiße Sommer 1983 gehört haben mag. Bis etwa 1980 galt jedoch das Schlagwort der kommenden "Neuen Eiszeit", denn, darf man den Wetterfröschen und Klimaforschern glauben, hatte sich das Klima bis dahin eher abgekühlt und zwar so etwa seit 1950. Das deckt sich übrigens auch mit den Beobachtungen, die man hinsichtlich der Ausdehnung des Wüstengürtels unserer alten Erde gemacht hat: Wie sich so mancher noch erinnern wird, wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Zunahme der Wüsten beklagt, während sich in der Zeit der Klimaerwärmung dann herausstellte, dass die Fläche der Wüsten auf einmal nicht mehr zu- sondern abnahm. Offenbar sorgt wärmeres Klima weltweit für mehr Niederschläge und kälteres für weniger, so dass die Ausdehnung der Wüsten mit der globalen Durchschnittstemperatur zusammenhängt.

Wo ist die globale Erwärmung geblieben?

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In den Seitenstraßen von Wohngebieten ist Winterausrüstung durchaus sinnvoll und wer einen Allradantrieb hat. freut sich

Wie nun so langsam durchsickert, ist es übrigens die letzten 10 Jahre global gar nicht mehr wärmer geworden. Sieht man von den beiden genannten mehr oder weniger ausgefallenen Wintern ab, haben wir seit diesem Zeitraum auch wieder ganz gewöhnliche Winter, wobei 2004/2005 und 2005/2006 recht knackige Vertreter waren. Derzeit erinnert mich das Wetter stark an das der 60er und 70er Jahre: Ganz "normale" Sommer und Winter. Dass die Medien daraus Chaos-Winter machen, liegt zum Teil wohl daran, dass man derzeit offenbar immer kapitalere Säue durchs mediale Dorf treiben muss um noch irgendwelche Hunde hinter ihren Öfen hervor zu locken. Zum anderen ist offenbar tatsächlich so einiges zusammengebrochen, weil ganz einfach die Infrastrukturen, die noch vor 30, 40 Jahren diesem Bisschen Schnee und Eis zuverlässig begegnen konnten, kaputt gespart worden sind.

Selbstverständlich spielt dabei auch der Umstand eine Rolle, das man heute Güter auf der Straße transportiert, wo sie, auch dank betriebswirtschaflich sinnvoller Ausnutzung des Reifenprofils der LKWs, beim ersten bisschen Schnee im Graben landen. Auch die Bahn hatte ihre Probleme, obwohl sie solche bei diesem Bisschen Winter vom System her nicht haben müsste: Wenn man fast alle Leute rausgeschmissen hat, ist eben niemand mehr da, der die Anlagen so pflegt, dass sie nicht gleich bei Schnee und Eis versagen und auch niemand, der bei den trotzdem auftretenden Problemen schnell für Abhilfe sorgt.

Hat der Klimaschwindel etwa ausgedient?

Was in letzter Zeit übrigens auffällt, ist, dass immer mehr Zweifel an der menschengemachten Klimaerwärmung auch über die Mainstream-Medien durchsickern. Das ist hochinteressant. Optimisten könnten darin ein Anzeichen dafür sehen, dass die Berichterstattung alternativer Medien im Netz hier Wirkung zeigt. Ich halte es auch für denkbar, dass der Klimaschwindel peu a peu sterben soll, da er ein Stück weit nach hinten losgegangen ist: Es wurde mit den ganzen Klima-Quacksalbereien zwar durchaus ordentlich verdient (auf unsere, also Steuerzahlers und Vebrauchers Kosten, versteht sich) aber ein Effekt des Klima-Ablasses ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders: Der enorme Vorschub, denn die Regenerativen Energien durch ihn bekommen haben.

Wind-, Wasser-, Solar- und Bioenergie sind nämlich äußerst üble Dinge für große Energiekonzerne. Sie dezentralisieren die Strom- und Kraftstofferzeugung und nehmen diese dadurch den großen Konzernen aus den Händen. Deswegen sind sie ja auch so wichtig, auch wenn der Klima-Hype eine Riesenschwindel ist. Und selbstverständlich auch deswegen, weil wir ja zumindest derzeit noch davon ausgehen müssen, dass die Vorräte an Erdöl und Erdgas sehr begrenzt sind.

 

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23. Januar 2010 6 23 /01 /Januar /2010 14:07

Derzeit ist ja für uns Gärtner wieder der Gehölzschnitt dran. Im Grunde kann man Bäume und Sträucher zwar das ganze Jahr schneiden, die meisten tun es aber im Winter, denn an unbelaubten Gehölzen sieht man besser, was man macht.

Ein weiteres Argument ist, dass die Bäume, solange sie nicht im Saft stehen, beim Schneiden nicht so sehr bluten.Eine Ausnahme dabei ist die Kirsche, die gerade im Winter zum Bluten neigt und daher nach der Ernte im Juni geschnitten wird.

Ein Argument gegen den Winterschnitt wäre die Überlegung, dass die Bäume zwar im Winter nicht so stark bluten, die beim Schnitt entstehenden Wunden aber dafür nicht so schnell verheilen können wie im Sommer. Nähme man übrigens das Argument mit dem Bluten der Bäume beim Sommerschnitt ganz streng, dürfte man auch jetzt bereits nicht mehr schneiden: An Fabian Sebastian (20. Januar) fängt ja bekanntlich nicht nur der Tag, sondern auch der Baum zu wachsen an. Das bedeutet, dass etwa ab dieser Zeit der Saft zu steigen beginnt und man deswegen ja auch früher an diesem Tag mit dem Holzeinschlag aufhörte.

Wie man einen Obstbaum schneidet, darüber will ich mich jetzt nicht noch einmal verbreiten, denn bereits vor über einem Jahr habe ich darüber hier einen Artikel veröffentlicht, der natürlich nach wie vor aktuell ist:

Zeit für den Obstbaumschnitt

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21. Januar 2010 4 21 /01 /Januar /2010 14:53
„Globalisierung“ ist ein Schlagwort, dass nunmehr bereits seit einigen Jahrzehnten verwendet wird und das, genauso wie „Europa“ bei einfachen Menschen für sich aufstellende Nackenhaare sorgt, weil beide Worte ganz offenbar Synonyme für „sinkende Reallöhne“ und „Sozialabbau“ sind. Im Grunde ist das sogar eine treffende Sichtweise, doch sollte man ein wenig mehr darüber wissen, was Globalisierung ist und was sie mit uns macht.

Die Nase voll von der Globalisierung...

Interessanterweise wird die Globalisierung heute eigentlich kaum noch als positiver Begriff daher, sondern wird als angeblich gegebene Tatsache zur Begründung der angeblichen Notwendigkeit von Sozialabbau, Lohnkürzungen und verlängerten Arbeitszeiten verwendet. Nach außen hin kam die Globalisierung ja zunächst als Zusammenwachsen der Welt zu einem freundlichen Dorf daher, in dem jeder das macht, was er am besten kann, jeder mit jedem redet und jeder jeden besucht. Dass das so nicht ist, geht in der Zwischenzeit immer mehr Leuten auf; es dürfte mehr und mehr klar sein, dass die Globalisierung ein ganz besonders perfide Methode ist, Leute bis zum Äußersten auszubeuten.Dass die Globalisierung außer einigen wenigen großen Unternehmen, vor allem Banken und anderen Finanzjongleuren, niemand etwas gebracht hat, steht mittlerweile fest:

* In den Industrieländern wurde Wohlstand abgebaut und die Lebensqualität verschlechtert
* Entwicklungsländer werden härter denn je ausgebeutet
* In Schwellenländern boomt zwar die Wirtschaft, aber um den Preis äußerster Ausbeutung der Arbeiter

Diese Erkenntnis allein genügt aber nicht, man sollte wissen, wie Globalisierung funktioniert, was sie bewirkt und wie die Erscheinungen, die man beobachten und am eigenen Leibe erfahren kann, in ihr System einzuordnen sind.

Wie funktioniert Globalisierung?

Die Grundlage der Globalisierung sind natürlich die modernen technischen Möglichkeiten, die einen schnellen weltweiten Informations- und Warenaustausch ermöglichen.Dadurch können Konzerne weltweit agieren, dass heißt, einzelne Teile ihrer Wertschöpfungsketten in ganz unterschiedlichen Ländern ansiedeln. Es spielt dabei keine besonders große Rolle, ob die einzelnen Firmen, die Teilaufgaben erledigen, dem jeweiligen Konzern gehören oder ihm auf Gedeih und Verderb ausgelieferte Subunternehmen sind. Entscheidend ist, dass die einzelnen Länder keine vollwertigen Volkswirtschaften mehr haben, sondern zu reinen Rohstoffquellen bzw. spezialisierten Werkbänken verkommen sind.

Soweit Produkte noch mehr oder weniger komplett in einem Land hergestellt werden, sind sie nicht mehr Teil einer breiten Palette an Erzeugnissen, die den größten Teil des inländischen Bedarfs decken, sondern Teil eines sehr schmalen Produktionsprogrammes, welches das jeweilige Land von Export und Import abhängig macht und sie damit der Gnade der „Global Players“, der weltumspannenden Hochfinanz ausliefert. Diese spielt nicht nur eine wichtige Rolle bei diesen Prozessen, sondern steckt letztendlich auch hinter der Globalisierung, die ihr Instrument zur Ausbeutung der Menschen ist.

Dass das so ist, kann man leicht erkennen, wenn man sich ansieht, was in verschiedenen Ländern heute noch hergestellt wird und was nicht (mehr). Ich habe ja bereits vor einigen Tagen hier ja aufgezeigt, dass die Konsumgüterindustrie zum größten Teil aus Deutschland verschwunden ist und welche Folgen das für uns hat.

Die Konsumgüterindustrie ist nun nicht die einzige Industrie, die verschwunden ist: Wenn man sich heute das Ruhrgebiet anschaut, sind es keineswegs nur nostalgische Gefühle, die einen die rauchenden Schlote vermissen lassen, sondern handfeste volkswirtschaftliche Überlegungen. Vor etwa 20 Jahren wurde mit fadenscheinigen Begründungen unsere Schwerindustrie abgewrackt und uns damit erheblicher Schaden zugefügt. Damals wurde das damit begründet, dass Stahl auf dem Weltmarkt billiger zu haben sei als er an Rhein, Ruhr und Saar hergestellt werden konnte. Heute leiden deutsche Unternehmen zeitweise unter der Stahlknappheit und konnten vor einigen Jahren bereits mindestens einmal nicht so loslegen, wie sie es entsprechend des Wirtschaftsklimas hätten tun können.

Im Ganzen gesehen, stellt man also folgendes fest: In Deutschland werden derzeit hauptsächlich Investitionsgüter hergestellt, die aber großenteils exportiert werden müssen, weil es keine inländische Konsumgüterindustrie als Abnehmer für Maschinen, Anlagen und dergleichen mehr gibt. Um diese Dinge zu bauen, muss man jedoch Stahl importieren, genauso wie Konsumgüter importiert werden müssen. Damit sind wir in einem wesentlich höheren Maße von Import und Export abhängig als wir es je waren. Auch elektronische Bauteile, vor allem Chips für Computer stellen wir nicht selbst her und sind dadurch auf diesem, heute so wichtigen Sektor unfrei, genauso, wie wir Öl zu Preisen kaufen müssen, die man uns diktiert.

Eine wichtige Rolle dabei spielen natürlich die hochgelobten ausländischen Investoren, für die man ja unbedingt „günstige Standortbedingungen“ - sprich: Arbeit zum Billigtarif - schaffen musste. Sie steuern mit ihren Investitionen praktisch unsere Wirtschaft und entscheiden, was hier produziert wird und was nicht, wodurch der Umbau der einstmals in einem recht hohen Maße autarken deutschen Volkswirtschaft zu einer spezialisierten Werkbank in den Wertschöpfungsketten global agierender Unternehmen möglich wurde. Und hinter diesen Investoren steckt letztendlich niemand anders als einige wenige globale Finanzunternehmen, die auf diese Weise steuern können, was wo und wie gemacht wird.

Globalisierung ist antidemokratisch

Demokratie funktioniert umso besser, je kleiner die Gruppe ist. Wenn es sich nur um eine Handvoll Menschen handelt, funktioniert in der Tat sogar Anarchie: Wie jeder weiß, braucht es in solchen kleinen Gruppen keinen Boss zu geben und es können gemeinsame Entscheidungen einvernehmlich getroffen werden, was nichts anderes ist als Anarchie.

Je größer eine Gruppe ist, umso schwerer tut sie sich mit der Demokratie. Dass bedeutet, dass ein Staatswesen umso weniger demokratisch ist, je zentralistischer es aufgebaut ist. Umgekehrt kann es umso demokratischer sein, je strukturierter seine Hierarchie, also je föderalistischer es aufgebaut ist. Das wussten bereits die absolutistischen Herrscher der frühen Neuzeit und das wusste Adolf Hitler, der mit seiner Gleichschaltung die als „Kleinstaaterei“ abqualifizierten föderalistischen deutschen Traditionen beseitigte um unumschränkt herrschen zu können. So unappetitlich es klingt: Wer im Rahmen der so genannten Föderalismusdiskussion an die Rechte unserer Bundesländer will, vertritt im Grunde nichts anderes als Nazi-Gedankengut – das aber nur am Rande.

Je mehr Entscheidungen in einem Gemeinwesen „ganz oben“ getroffen werden, um so leichter lässt es sich nicht nur von einem Diktator oder einer Junta regieren, sondern umso leichter haben es auch „Graue Eminenzen“, die Kontrolle darüber auszuüben. Es muss dabei noch nicht einmal mit offener Korruption zugehen, sondern auch ganz legale „Lobbyarbeit“ wird umso einfacher und wirksamer, je mehr Entscheidungen zentral getroffen werden: Bei sämtlichen Dingen, die als Europa(un)recht EU-weit geregelt werden, brauchen die Lobbyisten nicht mehr x nationale Parlamente im Sinne ihrer Klienten zu beeinflussen, sondern es reicht, in Brüssel den Hebel anzusetzen um sämtliche demokratischen Entscheidungen zu umgehen. Denn zur Konzentration der Entscheidungen kommt auch noch, dass in Brüssel sehr, sehr viel noch nicht einmal vom Europaparlament, sondern von Beamten entschieden wird, was es noch leichter macht, hier mit Geld und Macht Einfluss zu nehmen.

Das Gleiche gilt für die UN: Wenn diese auch offiziell (noch) nicht den Status einer Weltregierung hat, ist dennoch vieles, was dort entscheiden wird, de facto mehr oder weniger verbindlich für die Mitgliedsnationen. Die UN ist nämliches keinesfalls die „Quasselbude“,als die man ihren Vorläufer, den Völkerbund gesehen haben mag, sondern ein wirksames Werkzeug global operierender Konzerne zur weltweiten Durchsetzung ihrer Interessen.

Gegenbewegungen zur Globalisierung

Das, was ich bis jetzt hier erzählt habe, klingt gruselig und ist es auch. Es ist aber nicht ausgemacht, dass es so weitergeht, bis wir tatsächlich nur noch willenlose Produktionsroboter sind. Als Christ drängt sich mir zwar auf, hier die Anzeichen zu sehen, die in der Offenbarung beschrieben sind, aber die Hoffnung gebe ich deswegen nicht auf, denn, wie ebenfalls in der Bibel steht, gebührt es uns nicht „zu wissen Tag und Stunde“ der Wiederkunft Christi. Außerdem sollt man es immer mit dem guten, alten Martin Luther halten, der ja auch, wie er sagte, am Vortag des Weltuntergangs noch ein Apfelbäumchen gepflanzt hätte.

Tatsächlich ist es so, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen; etwas, das zu groß wird, wird irgendwann auseinander fallen: Wer sich vor lauter Gier zu viele Eiskugeln aufs Waffelhörnchen klatschen lässt, dem fliegt sein Eis in den Dreck, genauso wie Atomkerne zerfallen, die aus zu vielen Protonen und Neutronen bestehen. Auch die Dinosaurier sind möglicherweise ausgestorben, weil sie zu groß waren. Tatsächlich sind die Gegenbewegungen zur Globalisierung bereits da. Viele interessante Dinge die heute passieren, sind hierzu zu rechnen, auch wenn sie nicht unter diesem Etikett daher kommen.

Regenerative Energien

Eine äußerst wichtige Sache in diesem Zusammenhang sind die regenerativen Energiequellen. Auch wenn die Stories über den anthropogenen Treibhauseffekt und die menschengemachte Klimaerwärmung Humbug sind, ist der Boom der regenerativen Energien zu begrüßen: Abgesehen davon, dass wir derzeit noch davon ausgehen müssen, dass Erdöl und Erdgas sehr begrenzt sind, machen Biomasse, Wind- und Sonnenenergie Gemeinwesen und Privathaushalte unabhängig von Energiekonzernen so wie sie Staaten aus der Kontrolle der Erdölindustrie befreien können. Die regenerativen Energien werden von den Globalisierern daher gar nicht gerne gesehen. Mit der Klimahysterie, einer ebenfalls im Zuge der Maßnahme zur Globalisierung entwickelten Volksverdummung, hat man hier offenbar Geister gerufen, die man nun nicht mehr beherrschen kann.

Die Kontrolle über das Erdöl ist einer der Hebel, mit dem die globale Hochfinanz bestimmt, was wo geschieht. Der andere, vielleicht noch wichtigere, ist das Geld – mit dem ja auch das Öl bezahlt wird. Der Euro kommt genauso wenig von ungefähr wie die Tatsache, dass die meisten von uns, anders als früher, ständig zu wenig Kohle haben. Geld bekommt man vor allem für Arbeit und die Möglichkeiten des Einzelnen, für Geld zu arbeiten, wurden genauso verringert, wie das Geld, das man ohne Arbeit bekommt: Rente, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe...

Die Rolle des Geldes

Geld ist aber lediglich ein Hilfsmittel zum Austausch von Waren und Dienstleistungen. Wenn man jedoch das Geld kontrolliert, kontrolliert man die Güterströme. Ein wichtiges augenblickliches Problem ist daher, dass das ganze Geld in wenigen Händen ist und zwar nicht bei den Leuten, die es gerne ausgeben würden. Daher können die Güter, die vorhanden sind bzw. produziert werden könnten, nicht verkauft werden und wer arbeiten könnte und will, wird von niemandem eingestellt, da niemand Geld hat, ihn zu bezahlen.

Man kann sich das ganz einfach so vorstellen, wie beim Monopoly: Wenn ein Spieler in den Besitz der Schlossallee und der Parkstraße gelangt und vielleicht auch die grünen oder wenigstens die roten Straßen hat, geht sehr schnell gar nichts mehr: Er baut überall ein, zwei, drei, vier Häuser, schließlich ein Hotel und dann blechen die anderen Spieler nur noch, bis das ganze Geld bei diesem einen Spieler liegt und nichts mehr geht. Die derzeitige Wirtschaftskrise ist im Grunde nichts anderes.

Selbstversorgung

Das ganze System – und das muss man sich einmal klarmachen – funktioniert aber nur, wenn die Menschen auf das Geld fixiert sind und vergessen haben, dass die eigentlichen Werte Waren und Arbeit sind. Tatsächlich lässt sich das offizielle Geldsystem sehr leicht umgehen, wie allerhand derzeitige (und auch historische) Erscheinungen zeigen.

Ein erster Schritt in diese Richtung sind zum Beispiel die Hofläden, die man seit einer Weile sieht. Sie funktionieren zwar noch nicht ohne das „offizielle Geld“, haben jedoch bereits eine ersten, wichtigen Schritt vollzogen: Es wird das, was regional erzeugt wird, auch regional verkauft und zwar ohne dass irgendwelche Zwischenverteiler sich daran bereichern können. Der augenblickliche Haken an der Sache ist jedoch noch, dass hier eben bislang mit dem „von oben“ kontrollierten Geld bezahlt wird.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist auch der Selbstversorgergedanke. Er bedeutet nämlich, dass man Arbeitskraft direkt in Sachwerte umsetzt, was es für Außenstehende unmöglich macht, daran zu schmarotzen: Wenn jemand seine Arbeitskraft einsetzt um sein Auto zu reparieren, Gemüse zu ziehen, ein Möbelstück zu bauen, ein Kleidungsstück zu nähen oder seinen Lieben die Haare zu schneiden, schafft er sich Sachwerte, ohne dass Finanzamt, Arbeitgeber oder Händler an seiner Arbeitsleistung mitverdienen.

„Alternatives Geld“

Der nächste Schritt ist hier, da man ja nicht alles selber machen kann, sich gegenseitig zu helfen: Du legst meine elektrischen Leitungen und ich repariere Dein Auto, ich schraube Dein Regal an die Wand und Du backst mir einen Kuchen... Das ist in dieser Form urtümlicher Tauschhandel und daher etwas schwerfällig. Dennoch lässt sich zumindest ein gewisser Teil des alltäglichen Bedarfs damit decken und es wird Geld frei für Dinge, die man auch benötigt oder gerne hätte, die aber bislang noch nur für offizielles Geld zu haben sind: Ein gesparter Pfennig ist ein verdienter Pfennig – und zwar ein steuerfrei verdienter.
  Beim Austausch von Dienstleistungen und selbst hergestellten Dingen helfen die Tauschringe, die es mittlerweile wohl fast überall gibt. Viele Leute die hier mitmachen und ihre Lage damit verbessern, wissen vielleicht gar nicht, dass sie damit ganz elegant die globale Ausbeutung aushebeln: Sie merken ganz einfach nur, das sie so an Dinge kommen, die sie sich sonst nicht leisten könnten, mehr „übrig behalten“ und dass es Spaß macht, für sich und für Freunde zu arbeiten.

Bei den Tauschringen geht man oft bereits einen Schritt über den reinen Tauschhandel hinaus und verwendet eine Art „alternatives Geld“, also Gutschriften. Damit kann – wie mit „richtigem“ Geld – eine Sache bezahlt werden, wenn man gerade nichts Geeignetes zum Tauchen hat. Der springende Punkt dabei ist, dass mit diesem „alternativen Geld“ weder Kaufkraft nach außerhalb einer solchen „Mini-Volkswirtschaft“ abfließen, noch sie sich durch Verzinsung irgendwo ansammeln und so dem kleinen Markt entzogen werden kann: Dienstleistungen und Waren könne immer fließen, weil immer „Geld“ zur Verfügung steht. Dazu kommt auch noch, dass der „Markt“ durch den freien Zugang zu den Tauschringen ungleich größer ist, als der im Verwandten- und Freundeskreis, welcher bei vielen Menschen heute sehr klein geworden ist.

Mancherorts ist man sogar bereits noch einen weiteren Schritt weiter gegangen und experimentiert mit Regionalgeld und zwar nicht nur in Deutschland sondern auch in den USA. Das gab es übrigens auch in den üblen Inflationszeiten der Weimarer Republik an manchen Orten, die damit die Folgen der immensen Reparationszahlungen erheblich mildern konnten: Auch damals war das Problem, dass durch die Kriegsreparationen Kaufkraft aus den Regionen abgezogen wurde, wie es heute durch die Mechanismen der Globalisierung geschieht. Regionalgeld, das nur in der Region ausgegeben werden kann, hält diese Kaufkraft dort und damit den Fluss von Waren und Dienstleistungen innerhalb der Region aufrecht. Übrigens würden gerade die bereits erwähnten Hofläden und ähnlichen Einrichtungen durch den Einsatz von Regionalgeld besonders viel Sinn machen.

Der Bankencrash und die Wirtschaftskrise

Man muss sich nur klarmachen, dass sich durch den Bankencrash, der die Wirtschaftskrise ausgelöst hat, lediglich Zahlen auf dem Papier – oder besser gesagt, in Computerspeichern – verändert haben. Dieser überaus schlimme Crash hat kein einziges Bergwerk absaufen lassen, keine Ernte vernichtet, keine Fabrik abbrennen lassen, keinen Menschen arbeitsunfähig gemacht – kurzum: Es sind nach wie vor sämtliche Ressourcen vorhanden, nur dass der Fluss der Waren und Dienstleistungen blockiert ist, weil der Bankencrash verliehenes (Buch-)Geld hat verschwinden lassen, das vorher den Fluss der Waren ermöglicht hat, während das „richtige“ Geld – also die Geldmenge, die dem Wert der Weltwirschaft entsprechen würde – an wenigen Orten gehortet ist und so seine Aufgaben nicht erfüllen kann. Das und nichts anderes steckt hinter der Wirtschaftskrise.

Fazit

Eine der derzeit gebrauchten Worthülsen heißt „Global denken – Lokal handeln“. Im Sinne des kreativen Missbrauchs kann man sie sogar zu etwas Brauchbarem ummünzen. „Global denken“ lässt sich auch interpretieren als „Beobachten, was die da oben auskochen“ und „Lokal Handeln“ kann bedeuten: „Im eigenen Umfeld entsprechend regieren und anpacken.“

Wenn sich die heutige Situation des „Kleinen Mannes“ auch teilweise mit der Situation der Arbeiter in der Zeit der Industrialisierung vergleichen lässt, gibt es doch einen wichtigen Unterschied: Damals mussten sich die Arbeiter zusammentun, denn einer allein kann nicht für mehr Lohn streiken und schon ein paar Streikbrecher konnten einen Streik nicht nur scheitern lassen, sondern zu einem hohen Risiko für die solidarischen Arbeiter machen. Es ist heute zwar auch angezeigt, dass sich die einfachen Leute gegen die Mächtigen solidarisieren, aber es muss niemand mehr darauf warten, dass dies geschieht. Im eigenen Leben kann man jederzeit selbst anpacken und sein Lage verbessern, in dem man sich einfach überall da, wo es in der persönlichen Situation sinnvoll und machbar ist, aus dem System ausklinkt. Ein wenig Tatkraft, Mut und Entschlossenheit gehören zwar dazu, aber es lohnt sich.

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20. Januar 2010 3 20 /01 /Januar /2010 10:28

Vielerorts gibt es derzeit Minusgrade und eine mehr oder weniger geschlossene Schneedecke. Richtiges Winterwetter also, bei dem im Garten offenbar gar nichts geht. Trotzdem sind die Gärtner nicht  unbedingt untätig. So mancher hat bereits seine Peperoni und/oder Gemüsepaprika gesät, die vielleicht schon gekeimt haben. Ich persönlich habe es gestern getan, da die Samen, die ich wie immer am Sylvesternachmittag ausgebracht habe nicht aufgegangen sind. Ich hatte verschwitzt, frische zu besorgen und es daher mit einem Rest aus einem abgelaufenen Tütchen probiert - leider ohne Erfolg. Hoffen wir, dass die neue Charge aufgeht!

Allzuviel wird die durch meinen erfolglosen Versuch verlorene Zeit hoffentlich nicht ausmachen, denn die ersten drei Wochen nach meinem üblichen Aussaattermin liegen ja noch in der, wie ich sie nenne, Finsteren Zeit um die Wintersonnwende. Heute ist sie vorbei, denn "An Fabian Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an", wie die Bauerregel sagt. Nicht nur, dass jetzt bereits der Saft in die Bäume steigt, wir sind nun auch durch den ziemlichen flachen Teil um das Minimum der Tageslängekurve hindurch und man merkt von jetzt an bereits recht deutlich, dass die Tage länger werden.

In knapp zwei Wochen ist ja auch schon Mariä Lichtmess und damit der traditionelle Aussaat-Termin für die Tomaten. Kein Fehler also, jetzt schon einmal die noch vom letzten Jahr eventuell übrigen Samentütchen zu sichten, nach den Haltbarkeitsdaten zu gucken und den Bestand zu ergänzen - auch um Sorten, die einem empfohlen worden sind, oder die man sonstwie neu entdeckt hat und nun auch einmal ausprobieren möchte. Nur zu! Tomaten sind obergesund, einfach lecker und viele, auch weniger bekannte Sorten verdienen es, beachtet zu werden.

Einen ausführlicheren Beitrag über den winterlichen Garten, "Der Garten im Februar" habe ich vor knapp einem Jahr geschrieben, so dass ich mich heute nicht zu wiederholen braucht, denn was letztes Jahr galt ist heuer ja nicht falsch.

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16. Januar 2010 6 16 /01 /Januar /2010 18:34

Wer schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, denkt wohl gerne an die Zeit des Wirtschaftswunders zurück. Dabei stellt sich ganz automatisch die Frage, warum trotz der seit den 60er und 70er Jahren immens gestiegenen Produktivität unser Wohlstand nicht entsprechend gestiegen, sondern eher sogar zurückgegangen ist.

Natürlich vermutet fast jeder, dass das an Europa und Globalisierung liegt. Das ist zwar im Endeffekt richtig, aber es erklärt noch nicht den Mechanismus, der bewirkt hat, dass arbeitende Menschen zu Bittstellern verkommen sind, mit denen die Chefs machen, was sie wollen.

Um das zu verstehen, muss man sich zunächst klar machen, wie unsere angebliche Demokratie funktioniert. Das ist nämlich ganz einfach: Egal, wen wir wählen, gemacht wir immer das, was die Lobbyisten wollen. Unsere Abgeordneten haben zwar de jure kein imperatives Mandat, wohl aber de facto und man nennt das "Fraktionsdisziplin".

Die Diktatur der Lobbyisten

Weder im Reichs- noch in den Landtagen wird nämlich über Gesetzesvorlagen wirklich abgestimmt, sondern es wird ganz einfach nur durchgewunken, was in den jeweiligen Ausschüssen ausgekocht wurde. Und genau dort setzt die Lobbyarbeit an. Der Lobbyist, also der Vertreter einer Interessengruppe, muss hier nicht viele Abgeordnete auf seine Seite bringen, sondern es reicht, ein paar wenige Leute dahingehend beeinflussen, dass sie die Vorlage so gestalten, wie es seinen Auftraggebern angenehm ist. Dabei muss noch nicht einmal direkt Geld fließen. Es gibt ja immer auch eine Zeit nach dem Abgeordnetenmandat und da will man ja auch wieder hoch und trocken sitzen. Und wenn man sich wohl verhält, kann der Lobbyist dafür sorgen, dass man, wenn man nicht mehr gewählt wird, einen wohldotierten Job bei einer der Firmen die er vertritt, bei seinem Verband oder auch sonstwo bekommt.

Schön und gut. Aber dieser Mechanismus hat ja auch bereits früher funktioniert oder hätte zumindest funktionieren können. Warum also ging es uns in den 60ern und 70ern gut?

Was haben Mopeds mit Wohlstand zu tun?

Wenn einmal etwas genauer hinsieht, fällt auf, dass die steigenden Unternehmensgewinne bei sinkenden Reallöhnen und der massive Abbau von Arbeitnehmerrechten und Sozialleistungen ziemlich genau mit dem Verschwinden unserer Konsumgüterindustrie parallel läuft. Und das kommt nicht von ungefähr.

Vor, sagen wir einmal 40 oder 45 Jahren bestand ein erheblicher Teil unserer Industrie aus Firmen, die Konsumgüter herstellten: Textilien, Mopeds, Fernsehapparate, Kameras, Fahrräder, Waschmaschinen, Kühlschränke, Radios, Küchenmaschinen und selbst einfachere Dinge wie Küchengeräte, Öfen, Möbel und vieles mehr wurden im Land hergestellt. Und zwar tatsächlich hier hergestellt und nicht importiert und mit deutschen Typenschildern versehen.  Diese Industrien hatten natürlich auch ihre Lobby und zudem ein vitales Interesse, dass die breite Masse gut verdiente. Ansonsten hätten die Leute ja alle diese Produkte nicht kaufen können.

Auch die Hersteller von Investitionsgütern waren zu dieser Zeit in hohen Maße von der Kaufkraft des Volkes abhängig: Ihre Maschinen gingen ja zum großen Teil an Hersteller von Konsumgütern und dadurch hätte eine verminderte Kaufkraft der breiten Masse auch auf sie durchgeschlagen: Wenn die Leute keine Mopeds, Kühlschränke und Waschmaschinen mehr kaufen können, werden auch die Moped-, Kühlschrank- und Waschmaschinenfabriken keine Drehbänke, Fräsmaschinen, Pressen und so weiter mehr kaufen.

So musste die Industrie damals darauf bedacht sein, das bei der breiten Masse Kaufkraft da war. Durch die Globalisierung und Europa wurde dieses Gleichgewicht dann zerstört: Inländische Firmen setzten auf Absatz im Ausland und die heimischen Hersteller von Konsumgütern wurden durch Importe aus Billigländern kaputt gemacht. Das wurde möglich durch Erleichterungen im europäischen und weltweiten Handel, sprich durch Europa und Globalisierung.

Was Globalisierung tatsächlich bedeutet

Heute ist es so, dass wir Exportweltmeister sind. Das bedeutet nichts anderes, als dass wir Investitionsgüter für andere Länder herstellen und selbst nichts davon haben. Dafür, dass deutsche Maschinen in den USA, in Brasilien oder Thailand gekauft werden, ist es nicht notwendig, dass in Deutschland Kaufkraft bei der breiten Masse vorhanden ist. Im Gegenteil: Umso weniger man uns bezahlen muss, umso größer fallen die Profite der Unternehmen aus. Es besteht also kein wirkliches Interesse der Wirtschaft daran, dass in der Bevölkerung Kaufkraft vorhanden ist. Und deswegen wird bei der Lobbyarbeit in den Ausschüssen nur noch gegen die Interessen der arbeitenden Bevölkerung gearbeitet und unsere Einkommen, Sozialleistungen und Rechte immer weiter beschnitten.

Natürlich sind durch das Verschwinden der Konsumgüterindustrie auch jede Menge Arbeitsplätze weggefallen. Dadurch gibt es eine große Anzahl von Arbeitslosen, deren Leben man so unangenehm wie möglich macht, damit die Leute, die noch einen Job haben, furchtbare Angst davor haben, ihn zu verlieren und sich natürlich alles gefallen lassen. De facto sind wir in Deutschland also lediglich Sklaven, mit denen man Güter produziert, die auf irgendwelchen ausländischen Märkten verkauft werden, so dass sich kein Unternehmer Gedanken machen muss, wie es der Bevölkerung in Deutschland wirtschaftlich geht.

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Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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