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  • : Blog von Volker Wollny
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  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

24. Mai 2010 1 24 /05 /Mai /2010 14:10

Ein bisschen spät aber besser spät als garnicht: Eigentlich hätte ein Pfingstgruß spätestens gestern morgen auf dem Blog sein sollen, aber mir ist erst heute morgen beim Bibellesen etwas aufgefallen, das ich hier los werden möchte.

blumenstrauss20100524

   Pfingsten ist mit Weihnachten und dem Karfreitag mit Ostern eines der drei großen Feste im Kirchenjahr. An Weihnachten feiern wir Christi Geburt, am Karfreitag gedenken wir seiner Kreuzigung und an Ostern feiern wir seine Auferstehung. Der Himmelfahrtstag erinnert daran, dass Jesus 40 Tage nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren ist und an Pfingsten wurde der Heilige Geist ausgeschüttet.

   Der Heilige Geist ist etwas, was für Außenstehende besonders schwierig zu verstehen ist. Von Christen hört man zuweilen, dass man die Bibel mit dem Heiligen Geist lesen müsse, um sie verstehen. Das ist zumindest ein Aspekt des Heiligen Geistes: Er hilft uns, zu verstehen, was Gott von uns will.

     Die Bibel enthält aber auch viele Dinge, die vom menschlichen Denken her leicht zu verstehen und als sinnvoll zu erkennen sind, vor allem auch in den Gesetzen, die das tägliche Leben der Juden regeln: Zum Beispiel das Verbot, Zinsen zu nehmen (5. Mose 23,19) sowie die Erlass- und Halljahre. Die unglaubliche Umverteilung von unten nach oben, die seit Jahren stattfindet, wäre nicht möglich, wenn wie bei den alten Israeliten alle 50 Jahre verkauftes und verpfändetes Eigentum an seine ursprünglichen Besitzer zurückerstattet würde.

   Es ist im übrigen auch faszinierend, wie viele Bibelstellen haarscharf zu aktuellen Problemen passen. Gerade heute morgen bin ich, wie bereits erwähnt, wieder einmal auf so etwas gestoßen: Laut meiner Bibellese im Evangelischen Gemeindeblatt für Württemberg war heute der Psalm 81 dran. Als ich ihn gelesen hatte, führte ich mir auch noch den folgenden, den Psalm 82 zu Gemüte und fand darin eine kurze und prägnante Erklärung für die wirtschaftlichen Probleme, die wir derzeit haben:

 

2Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen? (Sela.) {5 Mose.1,17}

3Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem

Elenden und Dürftigen zum Recht. {Jesaja.1,17}

 4Errettet den Geringen und Armen und erlöset ihn aus der Gottlosen Gewalt. 5Aber sie lassen sich nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum müssen alle Grundfesten des Landes wanken.

 

   Kann man den Neoliberalismus, den Raubtierkapitalismus und die daraus entstandenen Probleme samt der Tatsache, dass die Bankster und Spekulanten immer noch unbeirrt weiter machen mit ihren Gaunereien, besser charakterisieren? Dass die Kleinen Leute mit Krediten, Zins und Zinseszins um das Ihre betrogen werden, hat letztendlich dafür gesorgt, dass die (vermeintlichen) Grundfesten unserer Wirtschaft, der Euro und das Finanzsystem wanken.

   Denkt einmal darüber nach und ich wünsche Euch einstweilen noch einen schönen Pfingstmontag!

 

Euer

 

Fokko

 

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21. Mai 2010 5 21 /05 /Mai /2010 12:11

Im ersten Teil dieser kleinen Artikelserie über den Quartz Audio Master ging es um einige grundlegende Dinge und darum, wie man mit ihm Karaoke machen kann. Wie dort zum Schluss versprochen, erfährst Du in diesem Teil nun, wie man seine Gesang dabei auch aufnehmen kann.

Jetzt wird aufgenommen! 

   Ok, so daher singen ist ja ganz lustig, aber schöner wird es doch, wenn man sein Elaborat auch aufnehmen und sich nachher wieder anhören kann. Auch das ist mit dem Audio Master möglich.

   Neben den vielen Midi-Spuren gibt es im Tracks-Fenster auch vier Audio-Spuren. Mit ihnen kann man wie mit einem Tonbandgerät Töne aufnehmen. Um auf eine solche Spur etwas aufzunehmen, musst Du den Soundeingang Deines Computers, in diesem Falle das Mikrophon, auf eine dieser Spuren leiten.

 

   Die Audiospuren sind nicht immer ganz leicht zu finden: Wenn Du den Audio Master gestartet und noch nichts geladen hast, sind die Audiospuren immer die ersten vier Spuren links im Mixer-Fenster. Wenn Du eine Midi-(oder Karaoke-)Datei geladen hast, kann es jedoch sein, dass sie irgendwo anders hin verschoben wurden. Dann musst Du eventuell ein bisschen durch das Mixer-Fenster scrollen und suchen.

audiomaster004

Der Soundeingang (in diesem Falle das Mikro) muss auf eine der Audio-Aufnahmespuren geschaltet werden

 

   Um aufzunehmen musst Du zunächst den Soundeingang Deines Computers mit einer der Audiospuren verbinden. Dazu wiederum musst Du Dir zunächst den Input-Bereich des Mixer-Fensters anzeigen lassen. Dazu klickst Du mit der linken Maustaste auf die unterste der Drei Schaltflächen links in diesem Fenster. Nun wird über jedem der Regler für die Spuren ein zusätzlicher Bereich angezeigt.

   Das Wichtigste hier sind die kleinen, dunkelroten Tasten auf denen “L“ bzw. „R“ steht. Sie werden beim Anklicken hellrot, was bedeutet, dass die zugehörige Audiospur mit dem linken, dem rechten oder beiden Soundeingangskanälen Deines Computers verbunden ist. Wenn Du ein Mono-Mikrophon benutzt, ist es egal, ob Du den linken, rechten oder beide Kanäle einschaltest. Wichtig ist aber, dass Du in der Laustärkeregelung von Windows (unter Optionen – Eigenschaften unter „Lautstärkeregelung für“ den Radiobutton für Aufnahme anwählen) auch das Mikrophon als Eingang eingestellt hast. Wenn alles seine Ordnung hat, wird die Pegelanzeige der mit dem Mikrophon verbundenen Audiospur im Mixer-Fenster ausschlagen, wenn das Mikrophon Geräusche registriert.

Es geht los! 

   Jetzt ist alles bereit. Du musst jetzt lediglich noch gegebenenfalls den Abspielcursor an den Anfang des Stückes setzen. Wenn Du nun auf Aufnahme klickst, das ist der rote Knopf am Sequenzer, also an dem Teil, das aussieht wie ein Tapedeck, spielt der Audiomaster die Midispuren ab und nimmt gleichzeitig auf die Audiospur auf.

 

audiomaster003

Die Bedienelemente am Sequenzer

 

   Am besten setzt Du dazu Kopfhörer auf, denn sonst kommt die Begleitung über Deine Boxen und das Mikrophon mit auf die Audiospur. Das bewirkt, dass Du sie später beim Abmischen nicht mehr ausblenden kannst. Auf der Audiospur soll nur Dein Gesang zu hören sein, dann kannst Du ihn genauso wie alle Midispuren getrennt regeln.

     Wenn Du Dein Stück fertig gesungen hast, klickst Du auf die blaue Stopp-Schaltfläche am Sequenzer. Es erscheint ein Dialog, der dich fragt, ob Du diese Aufnahmen behalten willst („Keep this recording?“). Wenn Du auf die Yes-Schaltfläche klickst, wird die Aufnahme verarbeitet, was bei einem längeren Stück ein bisschen dauern kann.

   Ist dieser Vorgang abgeschlossen, erscheint Dein gerade aufgenommener Gesang als Balken in der Audiospur, die Du benutzt hast. Wenn Du jetzt den Abspielcursor an den Anfang des Stückes setzt, kannst Du Dir Dein Werk vorspielen lassen.

 

   Im nächsten Teil dieser kleinen Artikelserie erfährst Du, wie Du mit dem Quartz Audio Master Deine so eben gezogene Aufnahme abmischen, mastern und ein MP3-File daraus erstellen kannst.

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20. Mai 2010 4 20 /05 /Mai /2010 10:35

In den ersten vier Teilen dieser Artikelserie ist uns klar geworden, dass und warum wie man es schnodderig ausdrückt "die Kohle immer nach oben fällt". Wir haben den Mechanismus des Fiat Money kennen gelernt, mit dessen Hilfe Banken Geld verleihen können, das sie gar nicht haben und so tatsächlich Geld aus dem blanken Nichts erschaffen, für das sie dann Zinsen erhalten. Im fünften und letzten Teil der Serie wird nun noch aufgezeigt, wie dieses System der Wirtschaft immer schneller die Luft abdrückt und im Prinzip schuldig an sämtlichen wirtschaftlichen Problemen ist.

Teil I

Teil II

Teil III

Teil IV 

Wirtschaftskrise, Staats- und private Verschuldung

   Jedem Euro, der als nagelneues Buchgeld durch Vergabe von Krediten von einer Bank erschaffen und in Umlauf gebracht wird, steht also ein Euro Schulden gegenüber. Während sich der in Umlauf gebrachte Euro nicht vermehren kann, tut dies sein Gegenstück, der der Bank geschuldete Euro durch Zins und Zinseszins sehr wohl. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass die bestehenden Schulden in der Gesamtheit niemals verschwinden können. Wenn es dem Einen gelingt, seine Schulden zu bezahlen, tut er das mit Geld, dass sich ein Anderer leihen musste, um es ihn verdienen zu lassen. 

   Auch der Staat kann niemals von seinen Schulden herunter kommen. Ein Großteil der Staatseinnahmen geht heute für Zins und Zinseszins drauf. Damit der Staat für seine Aufgaben Geld hat, muss er sich immer mehr leihen – und zahlt mehr und mehr Zins und Zinseszins. Würde der Staat versuchen, seien Schulden alle zu bezahlen, müsste er soviel Steuern verlangen, dass sich die Bürger verschulden müssten, um diese Steuern bezahlen zu können.

   Will der Staat Geld mit Hilfe von Wirtschaftsförderungsmaßnahmen unter die Leute bringen, damit in der Wirtschaft wieder etwas gehen soll, muss er sich dieses Geld leihen und erzeugt damit noch mehr Schulden bei den Banken. Selbst wenn der Stabilitätspakt, der den Kurs des Euro sichern soll ihm dabei nicht die Hände binden würde, hätten solche Maßnahmen nur kurzfristige Linderung der Beschwerden unserer Wirtschaft zur Folge, keineswegs jedoch Besserung oder gar Heilung der eigentlichen Krankheit: Wie der Junkie mit dem Schuss Heroin lediglich für den Moment dem kalten Affen entkommt, auf die Dauer jedoch noch tiefere Abhängigkeit und schlimmere Entzugserscheinungen verursacht, treiben solche Wirtschaftsprogramme Staat, Wirtschaft und Bevölkerung immer tiefer in die Zange der Banken und Investoren.

   Die Staatsverschuldung, die immer weiter wächst, ist der Grund für immer schlechtere Sozialleistungen, nicht etwa gestiegene Kosten zum Beispiel im Gesundheitswesen. Die gibt es zwar tatsächlich, schon allein deswegen, weil es viel mehr Medikamente, Apparate, Therapien und so weiter als früher gibt, die zur Anwendung gebracht und bezahlt werden müssen. Da aber unsere Wirtschaftskraft, unsere Produktivität auch immens gestiegen ist, könnten wir das leicht schultern: Wenn nicht soviel vom Geld des Einzelnen für Zins und Zinseszins drauf gehen würde, könnten wir mehr Steuern bezahlen, ja würden das schon alleine dadurch tun, dass wir mehr verdienen würden, wenn unsere Arbeitgeber nicht soviel Zins und Zinseszins bezahlen müssten und deswegen mit dem Lohn knausern müssen. Und wenn der Staat nicht fast sein ganzes Geld für Zins und Zinseszins ausgeben müsste, wäre mehr als genug für Sozialleistungen da.

   Natürlich sind auch die vielen Privat- und Firmeninsolvenzen eine Folge von Zins und Zinseszins: Da immer mehr Schulden als Geld da sind, ist das Geld knapp. Genau aus diesem Grund ist es heute so schwierig, etwas zu verdienen: Wenn irgendjemand irgendwo Geld verdienen will, muss irgendjemand anders irgendwo anders Schulden machen. Es ist leicht vorstellbar, dass das nicht immer klappt und dann und wann jemand deswegen seine Schulden nicht mehr bezahlen kann und insolvent wird.

   Insolvenzen sind übrigens der einzige Weg, auf dem Schulden wieder aus der Welt verschwinden können: Wenn ein Schuldner insolvent wird, werden seine Schulden uneinbringlich und der Gläubiger muss das Kreditkonto schließen ohne das Geld erhalten zu haben. Das Geld, welches durch den Kredit entstanden ist, bleibt jedoch weiter im Umlauf. Hat beispielsweise eine Firma sich bei der Bank Geld geliehen um zu bauen und macht dann pleite, verschwinden die Schulden bei der Bank, denn diese muss die Forderung ersatzlos abschreiben. Das Geld, welches durch den Kredit entstanden ist, bleibt jedoch weiter im Umlauf, denn das wurde ja längst von der Baufirma verdient und wieder für Löhne, Gewinnentnahmen, Einkäufe und so weiter ausgegeben.

     So gesehen ist jede Insolvenz ein Segen, denn sie lässt Schulden samt Zins und Zinseszins verschwinden, ohne dass das durch diese Schulden entstandene Geld verschwindet. Zumindest ist das der Fall, soweit dadurch Banken und andere „Investoren“ betroffen sind. Am besten ist es, wenn den uneinbringlichen Schulden keine Sicherheiten entgegenstehen, die die Bank an sich bringen kann, denn dann hat die Volkswirtschaft einen echten Gewinn gemacht.

Die Kehrseite ist, dass bei einer Insolvenz leider oft Lieferanten betroffen sind, denen das Geld bitter fehlt und die dann ihrerseits Schulden nicht bedienen können. Noch schlimmer ist es, wenn bei der Insolvenz Arbeitnehmer ausstehende Löhne verlieren. Wenn es ein Geschäftsmann beim Konkurs jedoch schafft, bevor der Sequester die Hand auf Bücher und Kasse legt, seine Arbeitnehmer und möglichst auch seine Lieferanten zu bezahlen und nur die Banken auf den Forderungen sitzen lässt, tut er bei genauem Hinsehen der Wirtschaft einen guten Dienst.

Was kann man tun?

   Jeder Einzelne von uns ist von diesem System betroffen. Solange unsere Wirtschaftsordnung nicht radikal geändert wird, wird es nicht besser werden. Konjunkturprogramme und angebliche Booms sind nur kurzfristige, scheinbare Besserungen, denn gegen den Zinsmechanismus, der immer mehr Geld dort sammelt wo schon viel Geld ist, ist kein wirtschaftspolitisches Kraut gewachsen: Der Zins zapft von unserer Arbeitsleistung immer mehr ab, es bleibt immer weniger für uns selbst.

   Als einzelner kann man das nur ändern, wenn man sich so weit wie möglich aus dem System Geld für Arbeit – Ware für Geld ausklinkt. Etwas, das man selbst erzeugt, kommt einem direkt zugute, ohne das jemand anders daran partizipiert. Der Selbstversorger arbeitet für sich und nicht für andere. 

   Das Gleiche gilt natürlich für den Naturalientausch. Vereinfacht wird dieser durch Tauschringe. Hier gibt es zwar auch eine Art Geld, die jeweilige Tauschwährung, aber die erfüllt nur ihren Zweck, das Tauschen zu vereinfachen und kann nicht wie „richtiges“ Geld durch Verleihen gegen Zins missbraucht werden.

   Wo sich Regionalgelder etablieren, sollte man mitmachen, vor allem dann, wenn es sich um echtes Regionalgeld handelt und nicht solches, welches, was es auch gibt, mit Euros gedeckt ist. Am besten sind leistungsgedeckte Regionalwährungen wie Rheingold. Wer mit Gleichgesinnten eine Regionalwährung einrichten will, sollte eine schaffen, die wie Rheingold durch Leistung von Firmen gedeckt ist und außerdem noch eine Umlaufsicherung besitzt, die dem Rheingold bislang leider noch fehlt.

     Wenn es womöglich vorerst auch noch dicker und für uns noch unangenehmer kommt, es wird spannend, zu beobachten, was aus dem derzeitigen Geldsystem werden wird. Es steht zu vermuten, dass es sich in gewisser Weise selbst erwürgen wird: Je mehr Geld sich an wenigen Orten sammelt und je weniger dadurch für Handel und Wandel zur Verfügung steht, umso mehr leidet die Wirtschaft. Was nichts anderes bedeutet, als dass nicht produziert wird, obwohl die erforderlichen Ressourcen da sind. Das eröffnet jedoch andererseits Möglichkeiten für verschiedene legale, halb und illegale Formen der Schatten- und alternativen Wirtschaft von der Selbstversorgung über Schwarzarbeit, Nachbarschaftshilfe und Tauschringen bis hin zu Regionalwährungen und sonstiger Regionalisierung.

   Denkbar ist eventuell auch, dass durch immer höhere Kapitalkosten und immer weiter sinkenden Löhne Handarbeit, zumindest in der Schattenwirtschaft, wieder interessanter wird. In jedem Falle ist derzeit derjenige zunehmend im Vorteil, der sich selbst helfen kann und nicht alles kaufen und das Geld hierfür durch abhängige Arbeit erwerben muss.

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17. Mai 2010 1 17 /05 /Mai /2010 11:50

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Sinnvolles Sparen wie ich es hier auf meinem Blog propagiere hat nichts mit Geiz zu tun. Im Gegenteil: Darauf zu achten, dass man nicht zu viel für zu wenig bezahlt, hat nicht zuletzt denn Sinn, sich auch einmal etwas besonderes leisten zu können: Zum Beispiel einen erstklassigen Whisky wie man ihn bei Premium Spirits bekommen kann.512242 Classic Malts Gold ok
   Gerade beim Whisky lohnt es sich, auf Qualität zu achten, auch wenn die durchaus ihren Preis haben kann. Wer bei Spirituosen, insbesondere auch bei Whisky, am Preis knausert, läuft Gefahr, ein übles Feuerwasser zu bekommen, also sein Geld zum Fenster hinaus geworfen zu haben. Und das wäre schließlich das genaue Gegenteil von sinnvollem Sparen. Um nun seinen ganzflasche singeton persönlichen Whisky zu finden, kann man zwar, muss aber keineswegs persönlich nach Schottland fahren um die traditionellen Destillerien aufzusuchen, die auch heute noch das „Uisge Beata“, das Wasser des Lebens nach alter Väter Sitte handwerklich herstellen. Man kann nämlich auch bequem im Internet seinen ganz persönlichen Whisky finden und zwar bei Premium Spirits.

Hochwertige Destillate

   Bei Premium Spirits erhält man ausschließlich hochwertige Destillate: Wie wäre es zum Beispiel mit einem Singleton of Dufftown, einem Single Malt, der mit seinem fruchtigen Aroma und seiner anhaltenden, erfreuenden Wärme begeistert? Oder mit einem Cardhu, ebenfalls einem Single Malt, dessen Duft jedoch an Apfelblüten und an die Heide des Schottischen Hochlandes erinnert? Beiden gemeinsam ist die hohe Qualität und der für einen 12jährigen Single Malt dieser Klasse doch überraschend günstige Preis.  

  Beidem großen Angebot auf Premium Spirits hat man natürlich die Qual der Wahl Damit man seinen persönlichen Single Malt leichter findet gibt es den Malt Matcherflasche cardhu(1), ein pfiffiges Tool, mit dessen Hilfe man seinen persönlichen Whisky finden kann.

Ein lohnendes Surfziel

    Ein virtueller Besuch bei Premium Spirits lohnt sich immer und nicht zuletzt, um am aktuellen Gewinnspiel teilzunehmen. Die Hauptgewinner fliegen für sieben Tage nach Schottland, wo sie nicht nur die großen Brennereien besuchen, sondern auch einiges von Land und Leuten kennenlernen werden. Edinburgh, wo der zum Kult gewordene Inspektor Rebus aus den Romanen von Ian Rankin seine Kriminalfälle löste und das sagenumwobene Loch Ness sind nur zwei der Ziele, welche die Hauptgewinner besuchen werden.

   Natürlich kann nicht jeder Hauptgewinner sein, daher gibt es auch Tagespreise: Jeweils eine Flasche eines hochwertigen Whiskys geht an die vier Tagessieger. Wer nicht vorbei schaut, ist selbst schuld!

Jetzt zum Angebot!

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15. Mai 2010 6 15 /05 /Mai /2010 17:41

 

Wenn man einen Garten neu angelegt hat oder einen verlotterten wieder reaktiviert, hat man am Anfang gewisse Probleme mit der Düngung. Allerdings muss man deswegen trotzdem nicht auf Kunstdünger zurückgreifen, sondern kann zum Beispiel mit Brennnesseljauche die Stickstoffversorgung der Pflanzen verbessern.

   Das Problem ist, dass man in einem neuen oder wieder in Betrieb genommenen Garten zunächst noch keinen Kompost aus eigener Produktion hat, weil man ja auch damit erst jetzt beginnt. Es mangelt vor allem an Stickstoff, der (in pflanzenverfügbarer Form) auch in der Natur knapp ist und sozusagen den Begrenzer für die Biomasseproduktion der Pflanzen darstellt. Für die Anlage der Beete wird man sich also Kompost beschaffen müssen, schlimmstenfalls, wenn man keinen geschenkt bekommen kann, muss man ihn beim Kompostwerk oder von anderen Anbietern kaufen.

Problemkind Stickstoff   

   Das gilt vor allem, wenn man seinen Garten im Frühjahr anlegt oder reaktiviert. Trifft man die Entscheidung für den Garten bereits im Herbst, ist es einfacher. Dann kann und sollte man nämlich gleich schon einmal umgraben und bei dieser Gelegenheit Mist einbringen. Gräbt man erst im Frühjahr um, sollte man den Mist jedoch weglassen, denn der frische Mist ist für viele Pflanzen zu „scharf“ und kann erst „verdaut“ werden, wenn er über den Winter verrottet ist.

stinkecke

Mein Brennnesseljauchen-"Reaktor" in der "Stinkecke" meines Gartens: Durch den Kompost gleich nebenan wachsen hier schon allerhand Brennnesseln, so dass ich dieses Jahr vielleicht meinen Bedarf selbst decken kann.

 

     Für die spätere Düngung der angelegten Beete gibt es mehre Möglichkeiten, auch ohne das man auf Kunstdünger zurückgreifen muss. Eine Lösung wäre, zunächst Schwachzehrer anzubauen, also Pflanzen, die wenig Stickstoff benötigen. Leguminosen, besipielsweise Bohnen, sind hier besonders gut, da sie mit den Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft gewinnen können. Auch Tomaten wuchsen beim mir im ersten Jahr auf fast noch blankem Lehm wunderbar.

Die gute, alte Brennnessel 

   Man kann aber auch Stickstoff mit natürlichen Düngern zuführen: Hornmehl und -späne zum Beispiel bringen den dringend benötigten Stickstoff, sind aber nicht ganz billig und brauchen eine gewisse Zeit, bis sie wirken, da sie sich erst zersetzen müssen. Hilfreich ist hier eine Pflanze, die von vielen als „Unkraut“ verkannt wird, obwohl sie vielseitig nutzbar ist: Die Brennnessel.

     Brennnesseljauche kostet praktisch nichts und wirkt sofort; allerdings dauert die Produktion bis zu drei oder vier Wochen, manchmal noch länger, das hängt wohl von der Temperatur ab. Leider beginnt dieser Zeitraum naturgemäß erst dann, wenn es Brennnesseln gibt, so dass Brennnesseljauche doch auch erst eine Weile nach der Zeit der ersten Gartenbestellung erstmalig zur Verfügung steht. Dann aber ist sie ständig disponibel, denn man kann ja den ganzen Sommer über kontinuierlich nachproduzieren, wenn man zwei oder mehrere Gefäße hat.

So wird Brennnesseljauche gemacht 

       Brennnesseljauche herzustellen ist watscheneinfach. Man benötigt lediglich ein hinreichend großes Gefäß, welches, so wie man sagt, nicht aus Metall bestehen sollte, weil Metall von der Jauche angegriffen wird. Ich verwende dafür eine alte runde Plastikmülltonne, wie man sie hatte, bevor die großen eckigen aufkamen. Das Verhältnis von Brennnesseln zu Wasser soll nach der Literatur etwa 100 g frische Pflanzen pro Liter Wasser betragen. Ich stopfe einfach meine Tonne nicht zu fest mit den Brennnesseln voll und fülle dann Wasser auf.

     Nach einigen Tagen beginnt die Plempe zu gären und fängt dann so langsam auch an zu stinken. Das muss so sein und zeigt, dass der Prozess der Verjauchung in Gang gekommen ist. Deswegen heißt die Ecke mit dem Kompost in meinem Garten, wo ich auch die Brennnesseljauche mache, auch die „Stinkecke“. Der Kompost darf natürlich nicht stinken. Tut er es doch, ist mit ihm ihm wahrsten Sinne des Wortes etwas faul. Das aber nur am Rande.

   Die gärende Brennnesseljauche rührt man etwa einmal in der Woche um und wenn keine Blasen mehr aufsteigen und sich kein Schaum mehr bildet, ist sie fertig. Auf die gleiche Art und Weise wie die Brennnesseljauche kann man übrigens auch eine biologische Spritzbrühe aus Brennnesseln ansetzen, die lässt man aber nur etwa 12 bis 24 Stunden ziehen. Sie hilft gegen Blattläuse und dergleichen.

  Mit der Brennnesseljauche düngen 

   Um mit der Brennnesseljauche zu düngen, gibt man sie dem Gießwasser bei. Ich verwende sie im Verhältnis 1:10. Man liest aber auch, das man bei jüngeren Pflanzen 1:20 verdünnen soll. Und gerade habe ich gelesen, dass man auch die unverdünnte Jauche direkt an die Wurzeln geben kann. Das werde ich dieses Jahr einmal probieren, aber nicht bei allen Pflanzen auf einmal.

     Und was macht man mit dem Zeug, was in der Tonne von den Brennnesseln übrig bleibt? Klarer Fall: Das Zeug dürfte immer noch recht stickstoffhaltig sein und gibt daher eine prima „fette“ Komponente für den Kompost ab. So habe ich es bis jetzt immer gemacht. Ich denke aber auch mal, dass man diesen "Brennnesseltrester" mit anderen Gartenabfällen mischen und zum Mulchen mit verwenden kann.

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Published by Fokko - in Garten
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14. Mai 2010 5 14 /05 /Mai /2010 13:25

Es gibt ja bereits seit Jahren eine Menge kleiner Parteien, von denen einige nicht ganz erfolglos sind. Das sieht man schon daran, dass der Anteil der "Sonstigen" bei den Wahlergebnissen heutzutage schon mal gegen 6% gehen kann, während er zu Zeiten der drei und später vier großen Parteien typischerweise bei etwa einem Prozent lag, sieht man mal von kurzfristigen Phänomena ab, bei denen kleinere Parteien mal für ein, zwei Legislaturperioden in dem einen oder anderen Landtag vertreten waren.

 

Neben den Piraten, die ja auch von sich reden machen (und die ich persönlich für sehr, sehr wichtig halte) gibt es unter den Kleinen eine Partei, auf die ich gerade gestoßen bin und die mir sehr positiv auffällt: Die Partei der Vernunft . Sie befasst sich in ihrem Programm mit genau den Dingen die derzeit wichtig sind. Ich will hier jetzt nicht groß darüber schreiben, denn mit dem obigen Link kann sich jeder selbst in Bild machen. Und ansehen sollte man sich diese Partei auf jeden Fall!

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14. Mai 2010 5 14 /05 /Mai /2010 00:00

In den bisherigen Folgen meiner Artikelserie "Wo kommt eigentlich das Geld her?" haben wir einiges über den Ursprung und frühere Formen des Geldes erfahren und gesehen, dass es als universelles Tauschmittel sehr nützlich ist, weil es den Fluss von Waren und Dienstleistungen gegenüber dem Tauschhandel mit Naturalien stark erleichtert. Außerdem haben wir entsetzt erfahren, wie Banken Buchgeld in praktisch beliebiger Menge aus dem Nichts entstehen lassen, ohne dass dafür auch nur der mindeste Gegenwert vorhanden zu sein braucht.

Teil I

Teil II

Teil III

Das übersehene Loch in der Zinstheorie

   Die herkömmliche Wirtschaftstheorie sieht den Zins gewissermaßen als Entsprechung der Produkte, die mit Produktionsmitteln hergestellt werden, die dem Kapital entstprechen, mit denen man sie bezahlt hat. Dabei wird jedoch ein wichtiger Sachverhalt übersehen: Waren, egal ob es sich dabei um Konsumgüter wie Brötchen und Zigaretten handelt oder um Investitionsgüter, also Maschinen und dergleichen, leben nicht ewig. Geld jedoch nutzt sich nicht ab, es kann höchstens durch Inflation an Wert verlieren. Und das spielt eine große Rolle, wie wir gleich sehen werden und zwar zusammen mit einem zweiten Sachverhalt, der ebenfalls übersehen wird.

   Wir haben festgestellt, dass das Geld, welches Herr Schulze sich geliehen und in Umlauf gebracht hat, dadurch besteht, dass Herr Schulze Schulden bei der Bank hat. Diese Schulden wachsen durch die Zinsen an und können mit den 10 0000 Euro, die durch Herrn Schulzes Kreditaufnahme in Umlauf gebracht wurden, nicht mehr bezahlt werden. 

   Das bedeutet nichts anderes, als das Herr Schulze, wenn er den Kredit samt Zinsen zurückzahlen will, sich das Geld für die Zinsen entweder wo anders ausleihen oder aber Geld verdienen muss, dass sich jemand anders ausgeliehen hat. Buchgeld kann nämlich tatsächlich nur durch Kreditaufnahme bei einer Bank entstehen. Egal wie man es dreht und wendet, es läuft immer darauf hinaus, dass das insgesamt vorhandene Geld durch Schulden bei Banken entstanden ist, aber nie ausreicht, diese Schulden auch zurückzuzahlen, da die Schulden durch den Zins ganz von alleine ständig wachsen, die vorhandene Geldmenge jedoch nur durch neue Kreditaufnahme vermehrt werden kann.

   Nehmen wir einfach einmal an, jeder würde hergehen, sein ganzes Geld nehmen und damit eigene oder Schulden anderer Leute bezahlen, wären zwar die ursprünglich aufgenommenen Kreditsummen bezahlt, nicht jedoch die aufgelaufenen Zinsen. Die würden sich dann weiter verzinsen, ohne dass überhaupt noch Geld da wäre, um die alten und neuen Zinsen zu bezahlen, denn das vorhandene Geld wäre durch die Rückzahlung der Schulden ja verschwunden.

Geldvermehrung und Wirtschaftswachstum

   Zins und Zinseszins fallen nun jedoch nicht nur an, wenn Banken Geld verleihen, sondern auch, wenn Geld angelegt wird. Das Kapital der Anleger erzeugt, ebenso wie die Bankkredite Zinsen, also Forderungen, denen kein Geld gegenübersteht, mit dem sie bezahlt werden können. Damit dieses von Geld verdiente Geld ausgegeben werden kann, muss irgendwo wiederum irgendjemand Kredit bei einer Bank aufnehmen, was natürlich auch wieder Zins und Zinseszins verursacht.

   Kurz und gut: Durch Zins und Zinseszins vermehrt sich also ständig die vorhandene Geldmenge. Was sich zunächst nicht vermehrt, sind die Güter, die zwar ständig hergestellt werden, jedoch auch ständig verbraucht werden. Da aber der Wert unseres Geldes durch die Güter repräsentiert wird, die man damit kaufen kann, würde das Geld, wenn es sich einfach so durch Zins vermehrt wie es das tut, ständig an Wert verlieren. Damit das nicht passiert, müssen immer mehr und immer mehr Güter hergestellt werden, sprich, die Wirtschaft muss ständig wachsen.

   Jeder Mensch, der einigermaßen zu denken in der Lage ist, wird sich wohl schon einmal gefragt haben, wieso die Wirtschaft eigentlich ständig wachsen muss, obwohl wir schon lange alles haben, was wir brauchen. Die Antwort lautet schlicht und einfach: Weil sich das Geld durch Zins und Zinseszins ständig vermehrt und seinen Wert verliert wenn die Wirtschaft nicht genauso wächst wie das Geld respektive die Schulden, durch die es entstanden ist.

   Das geht sogar am Anfang auch gut, denn zunächst wachsen die Schulden nur langsam und die Wirtschaft kann mit ihrem Wachstum noch mithalten, vor allem, wenn es, wie bei uns nach dem Zweiten Weltkrieg an allen Ecken und Enden fehlt und noch lange nicht jeder alles hat, was er haben möchte. Zu diesem Zeitpunkt sind dann Lohnerhöhungen und Arbeitsverkürzungen drin, Konsumgüter werden billiger und jedem geht es immer besser. 

   Da sich die Geldmenge und damit die Schulden jedoch nicht linear, sondern exponentiell vermehrt und von keinen Gegenkräften gebremst wird, überholt das Geldwachstum jedoch irgendwann das Wachstum der realen Wirtschaft. Dieses kann nämlich zwar am Anfang auch immer schneller werden, da es der gleichen natürlichen Wachstumsfunktion folgt wie Zins und Zinseszins, wird aber, wie das Wachstum von Tieren und Pflanzen irgendwann durch natürliche Gegenkräfte gebremst und flacht sich ab: Bäume wachsen nicht in den Himmel, verzinste Geldbeträge jedoch sehr wohl.

   Dummerweise fließt das Geld aus Zins und Zinseszins dabei immer nur in eine Richtung: Dahin, wo schon viel Geld ist, vor allem zu den Banken, aber auch zu anderen Geldanlegern. Da die Besitzer dieses Geldes es jedoch nicht ausgeben, weil sie gar nicht soviel ausgeben können, wie sie durch Zinsen bekommen, fehlt dieses Geld im Kreislauf. Weil man jedoch Geld im Kreislauf benötigt, damit Waren und Dienstleistungen fließen können, gerät die Wirtschaft ins Stocken – es fehlt an Liquidität. Diejenigen die etwas benötigen, haben kein Geld und diejenigen, die das Geld haben, benötigen nichts, kaufen nichts und bringen dadurch auch kein zusätzliches Geld mehr in Umlauf.

Die Zinsschraube

   Um nun doch wieder etwas Liquidität zu schaffen, werden weitere Kredite aufgenommen, die für noch mehr Schulden und damit für noch mehr Zins und Zinseszins sorgen. Schließlich können zum Beispiel Firmen nur noch investieren, wenn sie dies auf Kredit tun. Da die Zinsen für diese Kredite aus den Einnahmen für die Produkte bezahlt werden müssen, stecken sie in deren Preisen und müssen schlussendlich von den Käufern bezahlt werden. Andererseits muss aufgrund der Kreditzinsen auch gespart werden, denn zu teuer kann man aufgrund der Konkurrenz ja auch nicht werden. An den Löhnen tut man das und nicht zuletzt auch in der Fertigung - und dadurch, wenn das auch abgestritten wird, nicht zuletzt an der Qualität.

   Der Zins ist also schlussendlich der Grund dafür, dass wir für immer mehr Arbeit immer weniger Geld bekommen und für immer mehr Geld immer ärgeren Schund angedreht bekommen. Selbst wer es bisher noch geschafft hat, schuldenfrei zu bleiben, bezahlt über die Preise der Dinge, die er kauft, jede Menge Zinsen an die Leute, denen das ganze Geld gehört, dass er nicht hat.

   Wer sich, wie jeder, der nur ein wenig denken kann, schon einmal die Frage gestellt hat, warum wir trotz ständig wachsende Wirtschaft immer weniger bekommen, hat nun die Antwort: Mehr Sozialprodukt bedeutet natürlich mehr für den einzelnen, denn wenn durch das Wirtschaftswachstum der Kuchen größer wird, wird auch jedes Stückchen größer. Wenn aber durch den Zinseszins bereits ein immer größeres Stück vorab an die Geldbesitzer geht und daher immer weniger an die Arbeitenden zu verteilen ist, wird trotz größerem Kuchen das Stückchen des Einzelnen immer kleiner und kleiner.

   Dass es uns zu Wirtschaftswunderzeiten verhältnismäßig besser ging und unser Lebensstandard ständig stieg wohingegen er heute stagniert oder sinkt, liegt nicht nur an der Umstrukturierung unserer Industrie, an der EU und an der Globalisierung, sondern vor allem auch am Zinseszins, wobei diese Dinge jedoch zusammenhängen. Die Globalisierung, welche den Niedergang unserer Konsumgüterindustrie verursacht hat, ist zum Teil auch eine Folge der Zinsschraube: Irgendwo muss das ständig wachsende Kapital ja hin.

   Wo führt das Ganze nun aber hin? Und was kann der Einzelne tun um sich aus der Zinssklaverei zu befreien? Darüber werden wir und im fünften und letzten Teil dieser Artikelserie Gedanken machen.

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11. Mai 2010 2 11 /05 /Mai /2010 18:34

Gerade habe ich durch einen Hinweis in einem Newsgroup-Posting in de.talk.tagesgeschehen eine hochinteressante Website entdeckt. Sie heißt steuerboykott.org und befasst sich mit dem Thema, das immer mehr Menschen umtreibt: Warum müssen wir immer mehr arbeiten und können uns immer weniger leisten?

   Dort wird sehr gut erklärt, womit ich mich auf diesem Blog in letzter Zeit auch recht oft befasse, nämlich wie unser Geldsystem funktioniert, für wen es funktioniert und warum trotz aller Sparerei die Schulden immer mehr werden. Ein echt lesenswerte Seite!

   Neben dem sehr gut verständlichen und informativen Text über die Hintergründe von privater und öffentlicher Verschuldung, Zensur, Volksverdummung und so weiter gibt es ein Forum und eine Seite mit sehr guten Literatur- und Filmempfehlungen einschließlich Links zu wichtigen Websites.

 

Also nichts wie hin zu www.steuerboykott.org!

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8. Mai 2010 6 08 /05 /Mai /2010 19:05

 

Selbstversorgung sollte sich nicht zuletzt auch auf den kulturellen Bereich erstrecken. Das soll jetzt nicht heißen, dass man sich nur noch selbst gemalte Bilder aufhängen, selbst geschriebene Literatur lesen und nur selbst gespielte Musik hören sollte. Was man jedoch durchaus tun sollte, ist, auf dem einen oder anderen Gebiet der Kunst selbst tätig zu werden. Und dabei kann der Computer durchaus ein wertvolle Hilfsmittel sein, gerade auch, wenn es um Musik geht.

 

   Natürlich ist es toll, Musik von Hand zu machen und wer in der Familie oder Wohngemeinschaft, eventuell auch unter Freunden Menschen hat, die das ebenfalls tun, sollte durchaus mit ihnen zusammen musizieren. Ob man das nun Hausmusik, Jammen oder sonst wie nennt und was für eine Art Musik man dabei macht, ist ganz egal. Es muss auch nicht perfekt klingen; was zählt, ist die Freude am kreativen Tun.

audiomaster001

Der Quartz Audio Master erscheint auf den ersten Blick ein bisschen verwirrend, aber man kann sich in dei Bedienung durchaus hineinfinden

  Das gleiche gilt natürlich auch für den, der für sich alleine spielt. In vielen Fällen wird man jedoch auch als Alleinspieler einmal eine Band dabei haben wollen. Auch wenn man singen möchte, aber kein passendes Begleitinstrument spielt oder wenn man ein typisches Melodie-Instrument spielt, dass ohne ein paar Begleitakkorde dünne klingt, wird man sich ein „persönliches Orchester“ wünschen.

   Hier hilft der Computer weiter, zum Beispiel mit dem kostenlosen Sequenzer und Mischprogramm Quartz Audio Master von Digital Sound Planet. Auch wer für seine Band komponiert und/oder Arrangements ausprobieren möchte, wird in diesem Programm eine brauchbare Hilfe finden. Ein großer Vorteil des Komponierens und Arrangierens mit Hilfe eines Midi-Sequenzers ist, dass man seinen Mitspielern ihre Parts vorspielen kann. Die brauchen dann nämlich keine Noten zu beherrschen, sondern können sie nach Gehör nachspielen.

Karaoke ausgereizt

    Eine gute Methode um sich dem auf den ersten Blick doch etwas verwirrenden Audio Master zu nähern, ist, damit ein wenig Karaoke zu machen. Dazu eignet er sich nämlich nicht nur sehr gut, sondern sogar besser als die üblichen Karaoke-Programme. Du kannst damit Deinen Gesang plus Begleitung nämlich nicht nur aufnehmen, sondern hinterher auch noch abmischen, mastern und als mp3-File speichern!

   Dazu aber gleich mehr. Wenn Du den Quartz Audio Master startest, kommen zunächst irgendwelche Fensterchen, die Dich alles mögliche fragen. Klick Dich einfach durch, denn einen Ordner für Deine Arbeit definieren und was da noch alles kommt, kannst Du auch noch später.

audiomaster002

Wie alle Elemente des Quartz Audio Master lässt sich auch das Karaoke-Fenster frei im Hauptfenster des Programms positionieren
 

   Wenn Du Karaoke machen willst, musst Du mit dem Windows-Menü das Karaoke-Fenster anzeigen lassen. Wenn Du nun mit File-Import-Midifile eine Karaoke-Datei lädtst (im Dateidialog „*.KAR“ auswählen), erscheint dort der Text des Songs und Du wirst beim Abspielen durch ihn geführt, so wie Du das eventuell schon von anderen Karaoke-Programmen her kennst.

Es geht los!  

   Um den geladenen Song zu starten, klickst Du die Starttaste am Sequenzer, das ist die kleine Taste mit dem grünen Pfeil an dem Ding, das so ähnlich aussieht wie ein Tapedeck. Jetzt wird der Song abgespielt der Text angezeigt und an der Stelle rot eingefärbt, wo Du beim Singen sein solltest. Stoppen kannst Du den Song mit der Taste, auf der ein blaues Kästchen zu sehen ist. Das ist eigentlich schon fast alles.

     Dazu, den Abspielcursor, oder wie immer man dieses Ding nennen will, zu bewegen (das ist die durchgehende senkrechte Linie im Tracks-Fenster), dienen die beiden Tasten mit den schwarzen Pfeilen und die beiden Tasten, auf denen ein schwarzer Pfeil mit Strich zu sehen ist, befördern den Abspielcursor an die rote bzw. blaue Anfangs- und Endmarkierung. Das sind die beiden gestrichelten Markierungslinien im Track-Fenster. Du kannst sie verschieben in dem Du das blaue bzw. rote Kästchen in der schmalen Zeile zwischen der obersten Tonspur und der Zeitskala für den Abspielcursor mit der linken Maustaste anfasst und bewegst. Du kannst sie auch mit einem Mausklick in diese Zeile positionieren Sie sind aber für den Anfang nicht wichtig, ich habe sie lediglich erläutert, weil es sein kann, das Du sie versehentlich verschiebst und Dich dann wunderst, dass der Abspielcursor nicht mehr an den Anfang des Stücks springen will oder etwas dergleichen. So weißt Du, wie Du diesen Fehler beheben kannst.

   Auch der Abspielcursor lässt sich positionieren. Du kannst ihn zwar nicht mit der Maus anfassen, aber Du kannst ihn mit einem Linksklick in die Zeitskala setzen. Man kann ihn sogar auch ganz fein positionieren und zwar mit dem „Handrad“ am Sequenzer und den bedien Jogg-Tasten darunter. Aber auch dies nur der Vollständigkeit halber, am Anfang wirst Du diese Features noch nicht benötigen. Sie werden wichtig, wenn man mit dem Audiomaster nicht nur aufnehmen und Abmischen, sondern auch schneiden will.

 

  Das soll nun erst einmal genug für heute sein. Im nächsten Teil dieser kleinen Artikelserie werde ich Dir zeigen, wie man Karaoke-Songs auch aufnehmen kann.

 

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7. Mai 2010 5 07 /05 /Mai /2010 10:19

Diese Woche war es ja recht kalt und so mancher ist enttäuscht über den doch mehr als dürftigen Start des Wonnemonats Mai. Es sieht in der Tat so aus, als wenn wir gerade die vorgezogenen Eisheiligen erlebt hätten.

   Die Eisheiligen kommen nicht unbedingt immer und natürlich auch nicht genau vom 11. bis 15. Mai. Tatsächlich ist es aber recht gut möglich, dass es in der ersten Maihälfte einige kalte Tage gibt und etwa ab dem 15. Mai, der Kalten Sophie und letzten der Eisheiligen, das Nachtfrostrisiko sehr gering ist. Zumindest, wenn sich die Kälte nicht in Form von verspäteten und/oder verlängerten Eisheiligen noch ein paar Tage zieht.

   Ab morgen soll es laut Wetterbericht wieder etwas wärmer werden und wenn der Langzeitwetterbericht recht behält, werde ich in gut einer Woche mit den Tomaten und den Peperoni ins Freiland gehen - just nach dem Ende der "offiziellen" Eisheiligen. Stimmt die Langzeitprognose auch über diese Zeit hinaus, wird das Maiwetter aber auch bis über den 20. hinaus nicht gerade der Brüller sein. Jedenfalls nicht für die mit der Natur nicht mehr so vertrauten Städter, die immer nur Sonne wollen, die Kenner der Natur jedoch wissen: Ist der Mai recht kühl und nass, füllt`s dem Bauern Scheun' und Fass!

   Nach dem im Schnitt auch recht kühlen April gehe ich übrigens um so mehr davon aus, dass wir einen heißen und trockenen Sommer bekommen. Zumindest, wenn uns diese Vulkanasche aus Island nicht einen Strich durch die Rechnung macht.

 

  Mehr zu den Eisheiligen bzw. auch zu anderen Wetterregeln gibt es in diesem Eintrag hier auf meinem Blog und in diesem Artikel von mir auf Suite101.

 

 

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Published by Fokko - in Garten
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