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  • : Blog von Volker Wollny
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  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

3. August 2010 2 03 /08 /August /2010 07:51

Mit dem "Volksbegehren" gegen das Rauchen in bayerischen Kneipen wurde der bislang letzte und härteste Schlag gegen die Smokies geführt. Wie es nun ausschaut, werden demnächst auch viele derjenigen dumm gucken, die jetzt noch über rauchfreie Kneipen frohlocken.

  Bis jetzt könnte es ja noch eine der üblichen Sauregurkenzeit-Geschichten sein, die jedes Jahr aus dem Sommerloch gekrochen kommen, aber verlassen sollte man sich darauf nicht: Eine drastische Erhöhung der Steuern auf Alkohol scheint bei Politikern ernsthaft im Gespräch zu sein. Eine ausführliche Meldung dazu findet sich auf mmnews.de. Wer "solchen Seiten" nicht glaubt, wird aber auch bei "Qualitätsmedien" wie Handelsblatt, Welt und Focus fündig.

 Teile und herrsche!

  "Teile und herrsche" heißt dieses Prinzip: Zunächst hat man die Bevölkerung in Raucher und Nichtraucher auseinander dividiert und zur hämischen Freude der fanatischen Rauchgegner die Raucher immer mehr und immer mehr geschurigelt. Der bisherige Gipfel war dann das Rauchverbot in Kneipen, bei dem schon einige Nichtraucher dumm geguckt haben dürften: Dann nämlich, wenn ihre Kneipe dichtmachte, weil mit dem Hecht unter der Decke auch die Umsätze ausblieben.

  Vermutlich waren diese nicht rauchenden Kneipengänger jedoch eher unschuldige Opfer, weil es sich bei ihnen zu einem großen Teil um solche gehandelt haben dürfte, die den Rauch in ihrer Stammkneipe toleriert haben. Ich vermute nämlich, dass die Mehrzahl der Kneipenrauchverbot-Befürworter gar nicht in Kneipen geht.

  So weit, so schlecht. Jetzt kommt es jedoch noch dicker: Jetzt geht es um den Alkohol, was wahrscheinlich wesentlich mehr Leute betreffen wird als die Bekämpfung von Rauchern. Wieder dividiert man die Leute auseinander, diesmal in Trinker und Nichttrinker. Jetzt werden die Verschmäher eines guten Tropfens über dessen Liebhaber frohlocken, weil sie wahrscheinlich noch immer nicht kapiert haben, um was es tatsächlich geht: Um Abzocke, Gängelung und Einrichtung des Nanny-Staates.

Was kommt als Nächstes?

     Gute Frage! Im oben verlinkten Fokus-Artikel klingt die Antwort auch schon an: ungesunde Lebensmittel bzw. solche, welche per Ukas zu solchen erklärt werden. Da werden dann diejenigen dumm aus der Wäsche schauen, die weder dem Zechen noch dem Blauen Dunst zugetan sind, aber gerne einen Schweinebraten mit Knödeln und Sauerkraut einbauen. Und jetzt beuge ich mich einmal ganz weit aus dem Fenster und vermute folgendes: Die Currywurst vom Imbissstandler an der Ecke wird dann vermutlich zu den bösen, Trashfood von großen Ketten zu den guten Lebensmitteln zählen. Honi soit qui mal y pense!

  Und was kommt dann? Nun, es gibt sicherlich noch genug Dinge, die man zur Sünde wieder die Gesundheit erklären und entsprechend besteuern oder sonstwie belasten kann: gefährliche Sportarten wie Drachenfliegen oder Reiten... Oder Bewegungsmangel: (wie wäre es mit einer Sondersteuer für Leute mit sitzenden Tätigkeiten und Arbeitslose? Wohl weniger - denn diejenigen, die solche Gesetze machen, sitzen selbst in bequemen Bürosesseln...

    Naja, es gibt trotzdem genug, was man besteuern oder verbieten kann. Übrigens hat sich diese Methode, man könnte sie auch Salamitaktik nennen, auch bereits an anderer Stelle bestens bewährt: Beim sogenannten Naturschutz. Gibt es Einschränkungen für Mountainbiker grinsen die Reiter hämisch, Wenn den Reitern etwas verboten wird, lachen die Langläufer. Wenn die Langläufer limitiert werden, frohlocken die Jäger. Und wenn es den Jägern an den Kragen geht, dann freuen sich die Mountainbiker. Und so weiter... 

  Am Schluss gucken sie jedoch alle gleich dumm, denn im Endeffekt hat man sie alle aus der Landschaft hinausgeschützt, ohne das sie es recht gemerkt haben. Und genauso geht es auch mit den Genussmitteln und sonstigen Dingen, die Spaß machen. Vielleicht auch irgendwann eine Steuer auf's Bumsen? Auch das könnte ich mir zumindest in meinen Albträumen vorstellen...  

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1. August 2010 7 01 /08 /August /2010 17:31

Stehen zwei Mädchen unter der Dusche.

Sagt die eine zur anderen: "Du, dein Äffchen bekommt ja schon Haare!"

Meint die andere: "Ja sjcher! Und Bananen frisst es auch schon..."

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Published by Fokko - in Humor
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31. Juli 2010 6 31 /07 /Juli /2010 17:25

Um den einen oder anderen Euro durch Selbstreparatur zu sparen, ist es nicht immer nötig, eine umfangreiche Werkstatt und viel Know-how zu haben. Auch mit einfachen Reparaturen lässt sich der eine oder andere Euro sparen, wenn man sie selbst erledigt.

     Grundsätzlich sollte man sich immer erst nachdenken, bevor man etwas reparieren lässt. Natürlich benötigen die meisten Leute einen Fachmann, wenn die Computersteuerung der Heizung spinnt oder ein Wasserrohr gebrochen ist. Jedoch rufen viele Menschen auch gleich eine Firma, wenn etwas ganz Banales kaputt ist - ganz einfach weil sie nicht nachdenken. Dichtring

Eine einfache Gummidichtung, die von einem Fachbetrieb auswechseln zu lassen eine ganze Stange Geld gekostet hätte...

 

     Ein Beispiel ist die abgebildete Gummidichtung an der Tür eines Wäschetrockners. Eine Reparatur durch den Fachmann hätte mit Anfahrt und dergleichen Kinkerlitzchen sicher schnell einmal 100 Euro oder mehr gekostet. Geld, das man auf diese Weise schnell ausgegeben hat. Schneller, als die meisten es verdienen können.

Selbermachen ist oft einfacher als man denkt 

   Bei solchen Gelegenheiten darf man nicht denken, das man das selbst nicht könne. Es ist nämlich ein großer Fehler, zu glauben, dass andere mit etwas anderem als Wasser kochen würden. Vor allem gibt es viele Dinge, die man schnell selbst und ohne viel Werkzeug auswechseln kann. So war es auch mit der Dichtung: Sie war lediglich in eine Nut auf der Innenseite der Tür des Trockner einzulegen - etwas was jeder konnte und wozu man, abgesehen vielleicht von einem Schraubenzieher, noch nicht einmal Werkzeug benötigte.

trocknertuer

... die aber lediglich in ein Nut an der Innenseite der Tür einzulegen war, was jeder Laie tun konnte.

    Damit jedoch nicht genug: Auch beim Kauf der Dichtung ließ sich noch Geld sparen. Im Fachgeschäft war sie so teuer (ich weiß nicht mehr genau wieviel, da die Sache schon 2006 passiert ist und ich gerade zufällig die Bilder gefunden habe), dass wir zunächst beim Hersteller anfragten. Und siehe da: Dort war das Ersatzteil für einen Bruchteil des Preises zu haben, den das Elektrogeschäft verlangte. Das Bestellen machte zwar ein bisschen Aufwand mit dem Aufnehmen und Mailen der Fotos, damit es keine Verwechselungen gab, aber es waren doch noch einmal einige Euro, die damit gespart wurden. Dadurch, dass man die Kontaktdaten aber im Internet finden und Fotos digital aufnehmen und mailen kann, hält sich der Aufwand für so etwas heutzutage jedoch in Grenzen.

    So wurden aus den ansonsten fälligen -zig oder über hundert Euro Handwerkerrechnung für die "herkömmliche" Lösung des typischen Nichtdenkers ein paar Euro für das Ersatzteil und das Porto. Auch die Telefoniererei mit dem Hersteller, die früher die Ersparnis bei solchen Aktionen leicht hätte aufzehren können, kostet heute nichts oder fast nichts, wenn man eine Telefonflatrate hat oder Vorvorwahlen nutzt.

Das Wichtigste: Die Selbermacher-Einstellung 

    Das Entscheidende an dieser Sache ist nicht das konkrete Beispiel, sondern das Prinzip: Man sollte nicht denken, dass es für alles und jedes einen Fachmann braucht und vor lauter Ehrfurcht vor tatsächlichem und angeblichen Fachwissen erstarren: "Sapere aude!" oder wie Immanuel Kant auf Deutsch sagte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“

   Wie gesagt, lässt sich mit solchen einfachen Reparaturen allerhand Geld sparen. Wer aber hier einmal den Schritt getan hat, etwas selbständig zu lösen, wird sich eventuell auch nach und nach an anspruchsvollere Reparaturen wagen und so auch sukzessive merh und mehr Know-how erwerben.

   Das Werkzeug kann man sich je nach Bedarf Stück um Stück kaufen. So geht das nicht so ins Geld und meist wird sich ein neues Werkzeug bereits mit der Reparatur amortisieren, für die man es angeschafft hat und dann für weitere Aktionen gewissermaßen kostenlos zur Verfügung stehen. 

   Nicht nur, dass man mit solchen Dingen Geld spart: Es mach auch Spaß, sich selbst helfen zu können, selbst etwas auf die reihe zu bekommen, für das Andere Geld ausgeben müssen. Und natürlich auch, dass man der Abzocke wieder einmal ein Schnippchen geschlagen hat... ;-)

 

 

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30. Juli 2010 5 30 /07 /Juli /2010 17:17

Manche Leute planen ja die Anbauflächen in ihrem Gemüsegarten jedes Jahr akribisch. Das hat durchaus etwas für sich, vor allem auch, weil man dann mit dem Fruchtwechsel nicht so leicht durcheinander kommt. Und natürlich genießt man dabei in der Winterzeit schon wieder die Vorfreude aufs neue Gartenjahr.

Zwar ist im Moment noch Sommer und Hochsaison im Garten, aber schneller als man meistens denkt, rücken Herbst und Winter und somit die Zeit der Planung wieder heran. Deshalb will ich euch diesen Artikel über Anbauplanung im Gemüsegarten nicht vorenthalten, den ich auf der Website von "Mein Schöner Garten" entdeckt habe.

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Published by Fokko - in Garten
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29. Juli 2010 4 29 /07 /Juli /2010 00:00

Die bislang größte Windkraftanlage wird derzeit von britischen Ingenieuren geplant. Die Pläne liegen bereits vor. Mehr dazu:

 

Größte Windturbine der Welt

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28. Juli 2010 3 28 /07 /Juli /2010 07:15

Heute geht alles automatisch und elektronisch. Und oft auch schnell kaputt. Mancher fragt sich da, warum das eigentlich sein muss. Schließlich gibt es für viele Dinge auch einfache Lösungen.

     Natürlich spielt bei der Übertechnisierung unserer Lebenswelt die Tatsache eine Rolle, dass der Mensch dazu neigt, alles zu machen, was er machen kann. Und natürlich auch die, dass es noch immer jede Menge Deppen gibt, die alles kaufen, was neu und angeblich toll ist. Tatsächlich geht vieles mit einfacherer Technik billiger und oft genug auch besser: Mit einer 3D-Messmaschine kann man sich zum Beispiel nicht besonders gut am Rücken kratzen, mit dem guten, alten Zollstock jedoch exzellent.

schaettere haertsfeldbahn

Man muss ja nicht gleich zur Dampfeisenbahn zurückkehren wollen - obwohl sich die ja auch exzellent mit nachwachsenden Energieträgern betreiben lässt ;-) - aber für kurze Strecken tun es die früher üblichen, einfach ausgestatten Waggons allemal. Und der Öffnungsmechanismus der Fenster fällt auch nicht wegen zu großer Hitze aus, wie die Klimaanlagen in HighTech-Zügen...

 

  Es steckt jedoch noch ein anderer Grund hinter der Überfrachtung jeglicher Gebrauchsgegenstände mit unnötiger, oft genug sogar kontraproduktiver Technik: Der Zwang zum Wirtschaftswachstum, der wiederum daher rührt, dass die Wirtschaft mit der wundersamen Geldvermehrung durch Zins mithalten muss. Weil sich die Geldmenge durch den Zins ständig aufbläht, muss die Leistung der Wirtschaft mithalten, da sonst Inflation entstehen würde. Über den Mechanismus des Zinses und die Hintergründe unserer derzeitigen Probleme steht übrigens einiges in der Kategorie "Wirtschaft und Geld" auf diesem Blog, so dass ich hier nicht tiefer einsteigen will.

  Die Wirtschaft muss also wachsen. Das tut sie, wenn jedes Jahr mehr produziert und abgesetzt wird. Dabei ist es unerheblich, ob die produzierten Waren tatsächlich einen realen Nutzwert haben; sie müssen lediglich gekauft werden. Notfalls auch auf Pump.

  Die schöne, neue Welt des HighTech ist da natürlich eine wunderbare Möglichkeit, simple Sachen sowohl zu verteuern, als auch zu bewirken, dass vollkommen funktionstüchtige alte Dinge fortgeworfen und neu gekauft werden, nur weil sie angeblich nicht mehr zeitgemäß sind. Wo sich die Leute nicht von der Werbung genug verdummen lassen, um diese Dinge zu kaufen, hilft der Staat nach: Zum Beispiel mit unverschämten Strafsteuern auf Autos, die nicht der neuesten Euro XY Abgas-Norm entsprechen oder auch mit Abwrackprämien, damit einwandfreie und betriebsfähige Autos aus dem Verkehr gezogen und durch welche mit angeblich besserer Abgastechnologie ersetzt werden. Das diese dann zusätzlich noch durch noch mehr überflüssigen Schnickschnack überteuert sind, versteht sich von selbst.

 maishaecksler

Funktioniert auch: Maisernte mit einem einfachen Maishäcksler und einem noch nicht übertechnisierten Traktor. Man sollte ruhig einmal fragen, ob es die nicht die Übertechnisierung ist, die landwirtschaftliche Produkte verteuert und den Landwirten finanziell den Hals zudrückt

 

  Ähnlich verhält es sich mit dem ökologisch und volkswirtschaftlich geradezu kriminellen LKW-Transport: Alles was hier an unnötigen Kosten erzeugt wird, zum Beispiel der Bau von zusätzlichen Straßen und auch die Reparatur der durch die LKW bedingten Überlastungschäden an Autobahnen und Landstraßen, schlägt als Wirtschaftsleistung zu Buche, steigert das Sozialprodukt und sorgt für Wachstum.

  Der Zins sorgt also über die durch ihn bewirkte Geldvermehrung dafür, dass die Wirtschaft, die doch laut Definition Bedarf decken soll, zu einem Tanz um das goldene Kalb "Wirtschaftswachstum" verkommen ist. Daran kann sich jedoch nichts ändern, solange Geld mit Hilfe von Kreditschöpfung und Zins aus dem Nichts erzeugt wird.   

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27. Juli 2010 2 27 /07 /Juli /2010 08:24

Bei YouTube02 gibt es ein sehr interessantes Video: Prof. Dr. Bernd Senf erläutert in einem Vortrag die tatsächlichen Ursachen der Wirtschaftskrise. Ganz nebenbei erfährt man auch, wo und warum in unserem Geldsystem der Wurm steckt.

Ein sehr interessanter Vortag, allerdings muss man eine wenig Sitzfleisch mitbringen, denn natürlich lässt sich ein derart komplexes Thema nicht in einem Fünfminuten-Clip abhandeln. Trotzdem ist dieser Vortrag so kompakt, dass man das Entscheidende in relativer Kürze erfährt.

 

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26. Juli 2010 1 26 /07 /Juli /2010 17:12

Windkraft ist eine der wichtigsten und erfolgreichsten "neuen" Energietechnologien. Ob man nun daran denkt, in einen Windkraft-Fond zu investieren, sich eine Kleinwindanlage aufzustellen oder einfach nur informiert sein will, einen guten EInstige in die Thematik findet man im Netz auf der Seite

 www.windinformation.de

Dort werden die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge zum Thema Windkraftnutzung anschaulich, gut strukturiert und optisch gut gelungen behandelt. EIn Besuch lohnt sich! 

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25. Juli 2010 7 25 /07 /Juli /2010 09:39

Für den Menschen gilt der Frühling ja als Zeit der Liebe, obwohl Wissenschaftler herausgefunden haben wollen, dass eigentlich der Sommer dafür besser geeignet sei. Bei wild lebenden Tieren hingegen liegt die Paarungszeit in der Regel so, dass die Jungen im Frühjahr zur Welt kommen.

Derzeit, also etwa von der zweiten Julihälfte bis in den August hinein, sind bei uns die Rehe mit ihrer Paarungszeit dran. Diese Zeit wird von uns Jägern nicht wie bei Rot-, Dam- und Sikawild Brunft, sondern Blattzeit genannt, weil man den Rehbock anlocken kann, indem man auf einem Buchenblatt Lautäußerungen von Geiß und Kitz nachmacht. Heute gibt es dafür auch Gerätschaften, so dass man die hohe Kunst des eigentlichen Blattens gar nicht mehr beherrschen muss.

Am einfachsten ist wohl der Kitzfiep nachzumachen, der den Rehbock anlockt, weil er weiß, dass bei einem Kitz immer auch ein Geiß dabei ist. Schon etwas schwieriger sind die verschiedenen Laute der Geiß selbst oder gar das zornige Geschrei eines Rehbockes, mit dem man laut der Aussage einiger Jäger einen andern Bock, der in der Nähe ist, todsicher anlocken kann, weil er denkt das da ein Nebenbuhler am Werk ist.

Rehböcke sammeln nicht wie Hirsche eine Harem um sich, sondern treiben sich zumindest in ihrer Jugend gewissermaßen als Vagabondo del Amor umher, um paarungsbereite Geißen zu finden. Deswegen hat man auch an allem möglichen und unmöglichen Stellen die Chance bei der Blattjagd zum Schuss zu kommen. Gute Jäger wissen aber natürlich, wo in ihrem Revier die besten Plätze sind und wo die Chancen gut stehen, auch einen starken Bock zu bekommen.

  Die Paarungszeit des Rehwildes gab den Jägern lange Zeit Rätsel auf: Seinen biologischen Gegebenheiten zufolge, müsste die Tragezeit des Rehwildes etwa fünf oder sechs Monate dauern. Tatsächlich jedoch sind es etwa zehn oder sogar etwas mehr . Es gab allerhand Spekulationen darüber, beispielsweise glaubten manche Jäger, die sommerliche Blattzeit sei nur eine Scheinbrunft und die tatsächliche Paarung fände heimlich, still und leise im Winter statt.   

Klarheit gab es, nachdem den Forschern Mikroskope zur Verfügung standen, mit denen man nach der Brunft die befruchtete Eizelle in er Geiß entdecken konnte. Sie ruht nämlich über vier Monate, bis sie sich etwa um oder nach Weihnachten zu entwickeln beginnt. Dann braucht der Fötus tatsächlich auch die für das Reh plausiblen knappen sechs Monate, bis im Frühsommer ein Kitz daraus geworden ist.

  Der Grund für diesen Trick des Lieben Gottes ist wohl der, dass der Rehbock aufgrund seiner geringen Körpergröße durch die physische Belastung der Brunft in großer Gefahr wäre zu sterben würde, wenn sie im Winter stattfinden würde. Selbst beim sehr viel größeren Rothirsch kommt es ab und zu vor, dass einer nach der Brunft im Herbst an Entkräftung stirbt, weil er seine Reserven vor dem Winter nicht mehr ergänzen konnte. Nach seiner Blattzeit im Hochsommer hat der vom Liebesleben geschlauchte Rehbock jedoch genügend Zeit, sich im Spätsommer und Frühherbst wieder dick und rund zu äsen, damit er gut über den Winter kommt.  

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23. Juli 2010 5 23 /07 /Juli /2010 09:50

Nicht nur in letzter Zeit hört und liest man immer wieder Ausdrücke, die auf "-gate" enden und irgendwelche (schlimmen) Skandale bezeichnen, vor allem solche die das Ende einer Sache bedeuten oder bedeuten könnten - etwa den Rücktritt einer Amtsperson. Bei und werden heute vermutlich die meisten jüngeren Leute gar nicht wissen, auf was diese Art von Wortspiel abzielt, denn die Hintergründe, die so genannte Watergate-Affäre,  liegen lange zurück.

     Die Wortspiele mit "-gate" beziehen sich nämlich auf den Watergate-Skandal, der 1974 den damaligen amerikanischen Präsidenten Richard Nixon zum Rücktritt zwang. Namensgebend war der Watergate-Komplex in Washington. Dort wurden 1972 Einbrecher festgenommen, die in das Gebäude eingedrungen waren, um Abhörmikrophone in Räumen der Demokratischen Partei zu installieren. In der Folge dieses Vorfalls kamen allerhand unschöne Dinge heraus, die zusammen mit ruchbar gewordenen Vertuschungsversuchen Richard Nixons diesen schließlich 1974 zum Rücktritt zwangen.

   Offenbar war der Watergate-Skandal für das Empfinden der amerikanischen Öffentlichkeit eine einschneidende Sache, zumal Richard Nixon bis dahin und auch bis heute der einzige Präsident der USA war, der zurücktreten musste. Aus diesem Grunde ist "Watergate" wohl für die meisten Amerikaner mit wenigstens etwas Bildung ein Begriff, so dass sich das Wort für Wortspiele wie "Climategate" oder "Antennagate" eignet, die dann zu uns herüberschwappen und wohl auch von Leuten benutzt werden, die gar nicht mehr wissen auf was damit angespielt wird.

   Begriffe wie "Climategate" und "Antennagate" entstehen heute wohl doch eher in den USA als bei uns, da eben die Menschen dort sich noch eher an Watergate erinnern als wir. Eine rein deutsche Schöpfung ist jedoch "Waterkantgate", die Bezeichnung für die Vorkommnisse rund um den mysteriösen Tod des CDU-Politikers Uwe Barschel 1987. Damals war die Watergate-Affäre aber auch bei uns noch wesentlich frischer in Erinnerung als es heute der Fall ist.       

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