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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

17. Januar 2011 1 17 /01 /Januar /2011 10:27

[Trigami-Review]

GPS, also Satellitennavigation im Auto ist heute schon beinahe Standard. Wie bei manchen anderen Hightech-Geräten auch gibt es hier durchaus auch heimische Anbieter. Das Satellitennavigations-Autoradio Krämer KR-747 ist ein Produkt aus Württemberg und wird dem Ruf des Schwabenlandes als Ursprungsort moderner Technik und hoher Qualität mehr als gerecht.

Logo Kraemer Automotive

    Mit dem Krämer KR-747 1-DIN Radio-Navigationssystem erhält man nicht nur einfach ein GPS- und Multimedia-Radio, sondern ein komplettes zeitgemäßes Informations- und Unterhaltungszentrum zum Festeinbau ins Auto: Datenlieferant ist ein SiRF III GPS Empfänger dessen Daten von einer Samsung 400 MHZ CPU verarbeitet werden, die auf 64 MB SDRAM und 64 MB Flash-ROM zugreifen kann. Dafür sorgt die Navigationssoftware RC-Win 3 Mobile die NAVTEQ das im Lieferumfang enthaltene Kartenmaterial für Europa verwendet und unter Microsoft Windows CE 6.0 läuft. Bedienung und Anzeige laufen über einen Touchscreen mit einem Seitenverhältnis von 16:9, einer Auflösung 480x272 Pixel und 10,3 cm (4,3“) Bilddiagonale sowie einer Sprachausgabe.

 Ansicht Kraemer KR 747 eingebaut

Fügt sich mit zeitloser Eleganz in jedes Interieur ein: Das Krämer KR 747 Navi-Radio

Reichhaltige Ausstattung des Krämer KR-747

   Damit man nicht nur sein Ziel leicht und schnell findet, sondern mit dem Auto auch problemlos unter engen Verhältnissen rangieren kann, besitzt das Krämer KR-747 nicht nur einen, sondern sogar 2 Anschlüsse für Rückfahrkameras. Zwei SD-Karten-Slots, ein USB-Slot und ein DVD-Laufwerk sorgen dafür, dass Daten in unterschiedlichen Formaten problemlos verwendet werden können: Zusätzliche Karten, Updates, Videos, Musik von CD, vom Stick oder MP3-Player und dergleichen. Ein Bluetooth-Schnittstelle ist ebenfalls vorhanden, so dass man das Krämer KR-747 auch als Freisprecheinrichtung für Mobiltelefone einsetzen kann. Das das Krämer KR-747 gleichzeitig ein vollwertiges modernes Autoradio mit allen heute üblichen Funktionen ist, versteht sich von selbst. Einbauen kann man das Krämer KR-747 in alle Autos, die über einen 1-DIN-Radioschacht verfügen.

Das Navi Radio im Einsatz

   Wenn das Gerät eingebaut ist, kann es auch schon losgehen. Die Bedienung ist einfach und komfortabel, die Menüs sind übersichtlich. Besonders angenehm ist die Möglichkeit, sich ein individuelles Quickmenü zu konfigurieren, was eine besonders einfache Bedienung möglich macht. Auch der großzügig bemessene Touchscreen trägt zur komfortablen Nutzung des Gerätes erheblich bei, nicht zuletzt auch deshalb, weil er alternativ zu den gängigen Richtungspfeilen eine Kartenansicht ermöglicht.

 

Bildschirm Kraemer KR 747 Karte

Der großzügig bemessene  Bildschirm des Navigationsradios ermöglicht unter anderem eine sinnvolle Kartenanzeige.

 

   Die Möglichkeiten zur Zieleingabe lassen praktisch keine Wünsche offen: Man kann eine Adresse eingeben, ein Ziel auf der Karte wählen, aus alten Zielen wählen und noch einiges mehr. Anschließend zeigt die hauseigene Software von Krämer namens RC-Win 3 Mobile was sie kann und macht Vorschläge für schnelle, kurze und ökonomische Routen. Die Sprachführung findet mit einer angenehmen Stimme statt und vor allem auch bei Abweichung von der vorausgeplanten Route zeigt die Software ihre Stärken, in dem sie den Fahrer schnell und sicher wieder auf den richtigen Weg bringt. Einige zusätzliche Komfort-Funktionen runden das Gesamtbild einer angenehmen und sinnvollen Benutzung ab: So kann man beispielsweise eine geplante Route im Gerät vorab simulieren, die tatsächlich gefahrene Strecke aufzeichnen und sich bei Geschwindigkeitsüberschreitungen warnen lassen.

Das Krämer KR-747 als Entertainer

   Ganz nebenbei ist das Krämer KR-747 auch noch Entertainer und Informationsquelle: Es ist nicht nur ein vollwertiges modernes Autoradio mit der Möglichkeit akustische Unterhaltung von CD oder aus Dateien zu genießen, sondern man kann damit auch Videos von DVD oder aus anderen Datenquellen wie einem USB-Stick angucken. Die Freisprecheinrichtung fürs Mobile erhöht die Verkehrssicherheit und vermeidet das Risiko, Bußgeld für Telefonate während der Fahrt bezahlen zu müssen.

 

Bildschirm Kraemer KR 747 Menue

Übersichtliche Menüs machen die Bedienung des Navi Radios einfach und sicher 

Fazit

   Mit dem Krämer KR-747 erhält man für einen erstaunlich günstigen Preis deutlich unterhalb der Kosten für die Erstausrüster-Lösungen der Fahrzeughersteller ein hochwertiges Navi Radio mit angenehmen und nützlichen Zusatzfunktionen. Das Design des Gerätes, das in einer ansprechenden Verpackung kommt, ist zeitlos elegant und fügt sich praktisch in jedes Fahrzeuginnenraum-Ambiente ein. Kritisiert wird manchmal, dass das Display bei direkter Sonneneinstrahlung unlesbar wird. Das ist jedoch eine verbreitete Erscheinung bei Bildschirmen wie mancher weiß, der schon einmal seinen Laptop mit zum Baden genommen hat. Wünschenswert wären aber gedruckte Handbücher, die man sich ins Handschuhfach legen kann. Das sind jedoch Kleinigkeiten. Insgesamt fällt es bei dem mit dem Krämer KR-747gebotenen Preis-/Leistungsverhältnis leicht, sich für dieses Produkt eines heimischen Mittelständlers zu entscheiden.

Zur Homepage von Krämer Automotive    

Weitere Informationen zum Produkt 

 


 

 

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14. Januar 2011 5 14 /01 /Januar /2011 16:50

Über weiße Weihnachten durften wir uns dieses Mal ja freuen, aber mittlerweile ist die Pracht bei uns erst einmal  wieder dahin. Bei Regen und Temperaturen von um die 10°C könnte man sich derzeit fragen, ob jetzt schon der Frühling im Anmarsch sei.

Glockenturm des Mahnmals Koniferengarten Schillerh-Kopie-1Der Glockenturm des Mahnmals auf der Schillerhöhe hier in Aalen, der so schön verschneit meine diesjährigen Neujahrsgrüße zierte, sieht derzeit wieder einmal so aus. Aber das muss nicht unbedingt so bleiben...

 

   Während bei der "Rekordkälte" im Dezember schon wieder die zweifelnden Stimmen bezüglich der obrigkeitlich propagierten Klimaerwärmung zu hören waren, könnten die derzeitigen laue Temperaturen die Aktien der Klima-Gläubigen steigen lassen. Natürlich haben einzelne Kalt- oder Warmperioden im Verlaufe eines Sommers oder Winters kaum eine Aussagekraft im Hinblick auf das Klima und das "Winterchaos" im letzten Monat war ebenfalls mehr Medien-Hype als sonst etwas. Schnee ist im Winter etwas ganz normales und wirklich kalt war es auch noch nicht.

   Allerdings kann man den vorwiegend weißen Advent und die weißen Weihnachten durchaus als Wintereinbruch verbuchen. Das bedeutet, dass nach der Bauernregel "Wenn bis Dreikönig kommt kein Winter, kommt auch keiner mehr dahinter" doch schon einmal weiterhin mit Schnee und Kälte gerechnet werden und der Winter nicht als wieder einmal ausgefallen betrachtet werden kann wie das 2006/2007 der Fall war.  Jetzt kann man auf den Fabian und Sebastian am 20. Januar gucken an dem ja bekanntlich nicht nur Baum und Tag zu wachsen, sondern auch der rechte Winter anfängt.

   Zwei Tage später, am 22., ist dann Vinzenz, zu dem es ebenfalls einen interessanten Spruch gibt: "Am heiligen Vizenzius kommt neuer Frost oder es ist mit dem Winter Schluss." Und die Langzeitprognose meldet tatsächlich für Mitte bis Ende nächster Woche wieder kältere Temperaturen, wenn auch nicht den ganz strengen Frost.

   Da jedoch Wetterprognosen, die mehr als drei Tage voraus reichen, recht unsicher sind, ist der zurückkehrende Winter natürlich noch nicht amtlich. Wir werden abwarten müssen, was tatsächlich bis in etwa einer Woche passiert. Ich würde einem neuerlichen Wintereinbruch jedoch eine gute Chance geben, da Schnee und Frost ja bereits da waren und so ihre Chancen für diesen Winter gewahrt haben.

   Wenn ich mich ganz weit aus dem Fenster lehne und eine längere Prognose wage, möchte ich fast sagen, dass der beizeiten gekommene Winter wohl auch beizeiten gehen wird. Mehr darüber können wir um Mariae Lichtmess, also Anfang Februar sagen: "Wenn's an Mariae Lichtmess stürmt und schneit, dann ist der Frühling nicht mehr weit." Wobei ich mich dabei keineswegs an den Schnee klammern möchte, sondern den Spruch eher allgemein auf turbulentes Wetter beziehe. Es gibt nämlich, wie ich jetzt erfahren habe, auch eine Version die lautet: "Wenn's an Mariae Lichtmess stürmt und tobt, der Bauer sich das Wetter lobt." Die bestätigt, das, was ich mir schon länger gedacht habe, nämlich, dass es bei der Lichtmess-Regel gar nicht auf den Schnee ankommt, sondern mehr auf den Sturm. Man muss bei Bauernregeln auch immer beachten, dass es nicht auf den jeweils genannten Tag ankommt, sondern auf den Zeitraum um dieses Datum, also bei "Dreikönig" etwa "Anfang Januar" gemeint ist, "Ende Juni" mit "Siebenschläfer"  und "Ende Januar, Anfang Februar" bei "Mariae Lichtmess". Oft sind Bauernregeln ja auch auf größere Zeiträume gemünzt wie auf den "Oktober mild und fein" oder den kühlen und nassen Mai.  Auch sollte man sie ruhig auch einmal im Zusammenhang betrachten: Wenn bis Dreikönig kein Winter gekommen ist, kommt eben keiner mehr und kann dann eben auch an Fabian-Sebastian nicht so richtig anfangen. Die Links im Text führen übrigens zu einigen Artikeln zum Thema Wetter und Klima, die ich bei Suite101 veröffentlicht habe und die noch ein paar Informationen mehr enthalten.

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11. Januar 2011 2 11 /01 /Januar /2011 15:54

Vor einigen Tagen habe ich hier in der Rubrik Technik-Knowhow erläutert, wie ein Stirlingmotor  funktioniert. Das hat natürlich seinen Grund: Wie ich bereits in dem betreffenden Artikel erwähnt habe, ist der Stirlingmotor besonders im Zusammenhang mit den regenerativen Energiequellen interessant und daher eine nähere Betrachtung wert.

   Das Besondere am Stirlingmotor ist, dass er in der Lage ist, aus Wärme mechanische Energie zu erzeugen. Natürlich tun das auf den ersten Blick sämtliche Wärmekraftmaschinen. Der Unterschied zwischen dem Stirlingmotor und anderen Wärmekraftmaschinen jedoch besteht darin, dass er mit „irgendwelcher“ Wärme arbeiten kann, die anderen jedoch Wärme benötigen, die man speziell für sie erzeugt.

stirling blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerk mit Stirlingmotor (Bild:  Wtshymanski, PD)

 

   Bei einer Dampfmaschine muss man mit Wärme Dampf erzeugen und diesen dann arbeiten lassen. Daher muss die Wärmequelle schon einmal mindestens 100 °C heiß sein, besser noch heißer, da man für einen einigermaßen brauchbaren Wirkungsgrad mit überhitztem Dampf arbeiten muss. Die Wärme für einen Otto- oder Dieselmotor muss durch Verbrennung von Kraftstoff im Zylinder erzeugt werden. Daher braucht man geeignete Kraftstoffe wie Benzin oder Dieselöl.

Nachwachsende Rohstoffe und herkömmliche Wärmekraftmaschinen

     Selbstverständlich kann man sowohl Brennstoff für einen Dampfkessel als auch Otto- und Dieselkraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen. Beim Diesel ist es relativ einfach, weil sich im Prinzip alle Pflanzenöle auch als Dieselkraftstoff eigenen. Schwieriger wird es beim Ottomotor: Im Prinzip kann man zwar aus allem, was Kohlenstoff enthält sämtliche Kohlenwasserstoffe erzeugen, also auch diejenigen, die im Benzin enthalten sind. Das ist jedoch technisch aufwendig und damit teuer.

Robert Stirling

Der schottische Pfarrer Robert Stirling, der den nach ihm benannten, heute wieder hochaktuellen Motor erfand

 

   Prinzipiell einfach geht es schon mit der Dampfmaschine beziehungsweise der Dampfturbine: Dampf kann man im Prinzip mit allem erzeugen, was man verbrennen kann und natürlich auch mit bereits vorhandenen ausreichend heißen Wärmequellen wie etwa der Erdwärme. Der Umgang mit Dampf erfordert jedoch einen recht hohen technischen Aufwand. Das liegt daran, dass ein einigermaßen wirtschaftlicher Dampfkessel recht aufwendig gebaut sein und ein hoher technischer Aufwand betrieben werden muss, um die Gefahren zu bannen, die von den hohen Drücken und Temperaturen in der Dampftechnik ausgehen. Dampftechnik wäre also, wenn überhaupt, allenfalls in Verbindung mit aufwendigen Sicherheitssystemen und vorgeschriebener Wartung durch Fachbetriebe etwas für Privathaushalte, wobei dann wohl die Wirtschaftlichkeit auf der Strecke bleiben würde und darüber hinaus Abhängigkeiten entstehen würden, die dem Selbstversorgergedanken widersprechen.

Die Besonderheit des Stirlingmotors

   Der Stirlingmotor verbindet nun gewissermaßen die Vorteile eines Verbrennungsmotors mit denen einer Dampfmaschine. Man kann ihn einerseits wie eine Dampfmaschine im Prinzip mit jedem beliebigen Brennstoff betreiben. Andererseits kommt er wie ein Verbrennungsmotor ohne eine aufwendige Kesselanlage aus.

   Das ist jedoch noch nicht alles: Gewissermaßen als Bonus ist der Stirlingmotor viel einfacher aufgebaut als ein Viertakt-Verbrennungsmotor. Und er ist, anders als eine Dampfmaschine, nicht auf eine bestimmte Mindesttemperatur der Wärmequelle angewiesen. Eine beliebte Spielerei sind zum Beispiel Modelle von Stirlingmotoren, die man sich auf die Handfläche stellt. Sie arbeiten mit dem Unterschied zwischen der Körper- und der Umgebungstemperatur.

   Natürlich hängt die Leistung, die man mit einem Stirlingmotor erzeugen kann, außer von der Baugröße auch vom Temperaturgefälle ab, was übrigens für alle Wärmekraftmaschinen gilt. Bei kleinen Temperaturunterscheiden sind so zwar auch nur kleine Leistungen drin, aber dennoch kann man mit dem Stirlingmotor so manches Joule Abwärme nutzen, das sonst ungenutzt an die Umgebung abgegeben würde.

Energiequellen für den Stirlingmotor

     Wärme ist zwar verhältnismäßig leicht zu erzeugen, dafür aber gewissermaßen die geringwertigste Form von Energie. Wärme war die erste Form der Energie, die der Mensch zu erzeugen lernte, indem er herausfand, wie man sich ein Feuerchen anzündet. Zunächst konnte man damit aber nichts weiter anzufangen, als für eine warme Behausung zu sorgen, warme Mahlzeiten und Getränke zuzubereiten, später dann auch einfache industrielle Prozesse wie Salzsieden, Erzverhüttung oder Glasmacherei betreiben. Um mit Wärme jedoch für Bewegung zu sorgen, brauchte es mehr als nur eine Wärmequelle.

   Der Charme des Stirlingmotors besteht nun vor allem darin, dass er die einfache Energieform Wärme direkt nutzen kann. Abgesehen davon, dass Stirlingmotoren überall da erwägenswert sind, wo Abwärme anfällt, kann man sie auch mit jeder Art von Wärme betreiben, die man extra für sie gewinnt.

   Das bedeutet, dass man einen Stirlingmotor zum Beispiel mit einem Holzfeuer beheizen kann. Das ist eine gute Alternative zu einer Dampfmaschine. Im Gegensatz zu einer Dampfmaschine ist ein kleiner Stirlingmotor mit Holzfeuerung etwas, das man ohne weiteres auch in einem Privathaushalt betreiben kann und auch wesentlich einfacher, billiger und leichter zu bedienen als eine Holzvergaseranlage mit Verbrennungsmotor. Selbstverständlich lässt sich ein Stirlingmotor aber auch in eine Feuerung einbauen, die ansonsten Heizzwecken dient: Heizkessel mit einem eingebauten Stirlingmotor zur Stromerzeugung gibt es bereits.

   Theoretisch kann man die Antriebswärme für einen Stirlingmotor natürlich auch mit Rapsöl, altem Frittenfett oder Biogas erzeugen. Praktisch wäre das im Rahmen eines ganzheitlichen Konzeptes zur konsequenten Nutzung von regenerativen Energiequellen jedoch nicht sehr sinnvoll: Stoffe, die sich auch für Verbrennungsmotoren eignen, sollte man für den Betrieb von Fahrzeugen verwenden, da sich der Stirlingmotor hier wohl eher weniger gut eignet.

   Angenommen man hat Holz und Biogas zur Verfügung und möchte Strom machen und Autofahren: Dann wäre es sinnvoll, das Auto mit dem Biogas zu betreiben und dass Holz zur Stromerzeugung mit einem Stirlingmotor zu verwenden. Ein Fahrzeug mit Stirlingmotor müsste man sich erst entwickeln, das Autofahren mit Biogas hingegen ist kein Problem: Eine Aufbereitungstechnik, die Biogas so konzentriert und reinigt, dass es kompatibel zu Erdgas ist, existiert genauso wie Autos, die mit Erdgas und daher auch mit aufbereitetem Biogas fahren. Die Stromerzeugung aus Holz mit einem Stirlingmotor hingegen ist im Prinzip sogar noch einfacher als mit einem Gasmotor. Übrigens ein gutes Beispiel dafür, dass es bei der Nutzung von regenerativen Energiequellen auch darauf ankommt, was man für was verwendet.

800px-Vanguard World-Record-Setting Dish Stirling System

Solarkraftwerk mit Stirlingmotor (Bildquelle: Sandia)

 

   Ein besonders interessantes Anwendungsfeld für den Stirlingmotor ist die Sonnenwärme: So wie man mit einem Hohlspiegel Sonnenenergie zur Dampferzeugung benutzen kann, kann man damit auch einen Stirlingmotor betreiben. Auch das gibt es sogar schon zu kaufen und es funktioniert recht gut. Ein großer Vorteil den diese Technik gegenüber der Photovoltaik hat: Man braucht keine Halbleiterfabrik dafür, jede gut ausgerüstete mechanische Werkstätte kann so etwas bauen. Das schafft natürlich Arbeitsplätze beim regionalen Mittelstand und nicht bei ostasiatischen Zulieferern von Großkonzernen.

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7. Januar 2011 5 07 /01 /Januar /2011 11:14

   Gerade ist der Schnee hier bei uns zwar am Wegtauen, aber ich vermute mal, dass der Winter für dieses Jahr noch lange nicht gegessen ist. Es wird also aller Wahrscheinlichkeit nach noch mehr Probleme mit schlechten Straßenverhältnissen geben, bevor der Frühling kommt. Unter Eis und Schnee leiden nun aber nicht nur die Autofahrer, sondern auch die Radler.

   Spezielle Winterreifen für Fahrräder gab es früher nicht, mittlerweile tut sich aber ein bischen etwas auf diesem Gebiet. Für Mountainbikes gibt es bereits grobstollige Winterreifen und Reifen mit Spikes sind auch für andere Fahrräder zu haben.

     Der Nachteil der Spikesreifen ist ihr hoher Preis. Gute Ergebnisse erzielt man aber auch mit simplen Kabelbindern, die man um den Reifen legt. Leider funktioniert dieser Kniff nur bei Scheiben- und Trommelbremsen sowie beim guten, alten Rücktritt. Bei Felgenbremsen geht es nicht. Mehr dazu steht in diesem Artikel auf Spiegel Online:  

Spikes und Kabelbinder

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5. Januar 2011 3 05 /01 /Januar /2011 12:24

Im letzten Jagdjahr – also von April 2009 bis März 2010 wurden laut Mitteilung des Deutschen Jagdschutzverbandes bei uns in Deutschland um etwa ein Drittel weniger Wildschweine erlegt als im Jagdjahr zuvor. Das bedeutet aber weder, dass etwa die Jäger faul oder gar zu tierlieb geworden wären, noch, dass etwa das Wildschwein bei uns nun vom Aussterben bedroht wäre.

schwarzwild_maerz06_030.jpg Ein recht ordentlicher Keiler: Wildschweine gibt es in Deutschland schon immer, aber erst in den letzten Jahrzehnten sind sie wieder ein häufiges Wild geworden

 

Streckenzahlen: Anhaltspunkt für die Beurteilung der Bestandsentwicklung

   Streckenzahlen, also die Anzahlen der jeweils in einem bestimmten Zeitraum erlegten Tiere, geben gewisse Anhaltspunkte für die Schätzung der Bestandsgröße, vor allem aber ihrer Entwicklung. Könnte man davon ausgehen, dass die Jäger immer gleich fleißig jagen und dabei immer gleich schlau vorgehen, müssten sich die Streckenzahlen proportional zu den Beständen entwickeln. Das ist in der Praxis jedoch nicht unbedingt der Fall. Man kann sich leicht vorstellen, dass bei geringen Beständen und daher geringen Erfolgschancen die Lust an der Jagd sinkt und bei großen Beständen und daher besseren Chancen auf Waidmannsheil sich jeden Abend mehr Jäger entschließen, auf den Ansitz zu gehen. Außerdem machen besonders beim Wildschwein, das teure Schäden verursacht bei großen Beständen und entsprechend hohen Schäden die Jagdpächter mehr Jagddruck in dem sie öfter zu gemeinsamen Ansitzen und Drückjagden einladen als wenn es beim Schwarzwild sehr ruhig ist. Zu solchen Jagden kommen dann natürlich auch Jäger die sonst keine Schweine schießen, weil sie in ihrem eigenen Revier keine haben.

   Es ist also anzunehmen, dass die Strecken die Bestandsentwicklungen ein wenig überzeichnet wiedergeben. Außerdem spielen natürlich auch andere Faktoren eine gewisse Rolle: Wenn günstiges Wetter für die Jagd herrscht, wird sicherlich mehr und erfolgreicher gejagt als bei ungünstigem Wetter. Insgesamt kann man jedoch aus der Streckenentwicklung durchaus recht zutreffende Aussagen über die Bestandsentwicklung machen.

   Auf jeden Fall zeigen anhaltend hohe Streckenzahlen an, dass es von der entsprechenden Wildart einen großen Bestand geben muss und nicht etwa, dass man dabei wäre, diese Wildart auszurotten wie manche meinen. Wenn man über längere Zeit jedes Jahr gleichviel schießen kann, zeigt das an, dass man nur die „Zinsen“ seines Bestandes abschöpft und das „Kapital“ nicht angreift. Würde man das nämlich tun, also durch das Schießen den Bestand verringern, könnte man auf die Länge immer weniger erlegen – und zum Schluss fast gar nichts mehr, wenn man den Bestand soweit gesenkt hat, dass man „nichts mehr sieht“. Durch Jagd ganz ausrotten kann man nämlich bis auf wenige Ausnahmen keine Tierart: Je mehr der Bestand sinkt, umso geringer wird auch die Chance auf Waidmannsheil. Irgendwann wird es so schwer, ein Stück zu erwischen, dass sich Abschuss und Nachwuchs die Waage halten.

Das Beutetier reguliert den Jäger

   Wenn der Jäger nun ein Beutegreifer ist, geht natürlich seine Bestand durch Nahrungsmangel ebenfalls zurück, bis er sich mit dem seiner Beute die Waage hält. In gewisser Weise gilt das auch für menschliche Jäger, denn die verlieren die Lust am Jagen, wenn der Erfolg zu gering wird, hängen Schießeisen und Jägerhut an den Nagel oder gehen woanders auf die Jagd. Tatsächlich ist es so, dass das Beutetier den Jäger reguliert und nicht umgekehrt wie viele Laien meinen.

   Beim Wildschwein ist es nun so, dass dessen Bestände auch ohne Jagd stark schwanken können. Daran, dass es beim Schwarzwild jedesmal viel Nachwuchs gibt, sieht man, dass der einzelne Frischling von Natur aus eine geringe Überlebenschance hat. Eine große Anzahl Nachkommen bei einer Tierart, ist ja die Strategie der Natur gegen eine hohe artspezifische „Kindersterblichkeit“. Arten, deren Nachwuchs eine größere Chance hat, bis zur Fortpflanzung zu kommen, haben entsprechend weniger Junge. Eine Rehgeiß etwa hat gute Chancen, ihre meist zwei Kitze durchzubringen, wenn man sie ihr nicht wegschießt.

schwarzwild_maerz06_002.jpg

Wildschweine werden auf Bildern zwar gerne, so wie hier auch, in winterlicher Umgebung gezeigt, sind aber eher Wärme liebende Tiere

 

   Je größer die Sterblichkeit des Nachwuchses und je größer daher die Anzahl der Jungen, die geboren werden ist, umso stärker reagieren die Bestände einer Tierart auf Umweltbedingungen. Wenn diese, wie das für das Wildschwein in der letzten Zeit oft der Fall war, gut sind, kann es passieren, dass in einem Jahr kaum Frischlinge eingehen. In diesem Fall hat man dann auf im Jahr drauf sehr viele Überläufer, also Schweine „im Teenageralter“. Sind die Bedingungen in einem Jahr schlecht, kann es aber auch passieren, dass fast alle Frischlinge umkommen. Dann fällt praktisch ein ganzer Jahrgang aus. Da Wildschweine nun in freier Wildbahn nicht übermäßig alt werden, besteht ein Bestand im Wesentlichen aus nur wenigen Jahrgängen, so dass ein einzelner, extrem schwacher oder sehr starker Jahrgang sich deutlich auf die Bestandsgröße auswirken kann.

   Anders ist das bei Wildarten, die wenig Junge werfen, bei denen diese aber sehr gute Chancen haben, erwachsen zu werden: Auch in extrem günstigen Jahren können natürlich nicht mehr Junge überleben als überhaupt gesetzt wurden. Umgekehrt kommen die Jungen auch in schlechten Jahren mit guter Wahrscheinlichkeit durch, eben auch aus diesem Grund benötigt eine solche Art ja nur wenige Nachkommen, um erhalten zu bleiben.

wildschweine im zeitigen fruehjahr im wald

Wildschweine suchen ihre Nahrung großenteils im Boden. Wenn im Spätwinter und zeitigem Frühjahr herumliegende Bucheln und Eicheln aufgebraucht sind, der Boden aber noch gefroren, ist Schmalhans Küchenmeister im Hause Schwarzkittel

 

   Dieser Sachverhalt spiegelt sich übrigens auch in den Zeiten wieder, zu denen kluge Jäger Eingriffe zur Bestandsregulierung vornehmen: Will man seine Rehe dezimieren, kann man schon im Herbst starke weibliche Kitze schießen, die den Winter mit hoher Wahrscheinlichkeit überleben würden und hat nebenbei eine gute Ausbeute an Wildbret als Lohn für seine Hegebemühungen. Wer um diese Zeit nicht genug erwischt, kann zwar im Frühjahr mit dem Aufgang der Bockjagd auch Schmalrehe schießen, Das ist aber eigentlich nur ein Notnagel, denn mit dem Wildbret wird es dann nicht so weit her sein.

Ein kräftiger, gesunder Frischling hingegen, den man im Herbst schießt, erhöht die Überlebenschance der anderen, weil er als Konkurrent um die Nahrung ausfällt und wird sich kaum auf den Frühjahrsbestand auswirken. Schießt man gar ein schwaches, kränkliches Exemplar, nimmt man höchstwahrscheinlich lediglich dessen Tod im Winter oder zeitigen Frühjahr vorweg. Das Pulver und Blei für die Dezimierung wäre zumindest theoretisch also im Frühjahr besser angelegt, wenn man damit den überlebenden Rest des Nachwuchses noch weiter ausdünnt. Tatsächlich darf man Frischlinge und Überläufer auch das ganze Jahr schießen, so dass man bei Bestandsregulierungen im Frühjahr nicht mit dem Jagdgesetz in Konflikt gerät.

     In der Praxis sind Wildschweine allerdings schwer zu bekommen, so dass man Frischlinge und Überläufer - soweit sie nicht schon selbst Nachwuchs führen und daher unter dem Schutz des Jagdgesetzes stehen - am besten grundsätzlich schießt, wenn sie einem vor die Büchse kommen.

     Hier liegt übrigens auch der Grund dafür, dass mehr männliche als weibliche Wildschweine geschossen werden, obwohl das Gegenteil sinnvoll wäre, da man ja dezimieren will: Wenn man aus einer Gruppe gleichgroßer Wildschweine eines herausschießt, kann man sich relativ sicher sein, keine führende Bache zu erwischen. Das wird daher auch oft gemacht und auf der Strecke liegt dann ein Überläuferkeiler, denn bei den Rotten gleichgroßer Sauen handelt es sich um solche. Die werden mit der Geschlechstreife von der mütterlichen Rotte verjagt und bilden dann "Jugendbanden", bis sie als richtige erwachsene Keiler jeweils ihre eigenen Wege gehen. Die Überläuferbachen hingegen bleiben bei der Rotte ihrer Mütter, so das diese immer aus verschieden großen Schweinen, nämlich Überläufer- und alten Bachen sowie Frischlingen bestehen.

Folge der Arterhaltungs-Strategie: Starke oder schwache Schwankungen

   Je nachdem, welcher Strategie eine Art nun folgt, wird ihr Bestand also unterschiedlich um einen gedachten Mittelwert schwanken: stärker bei Arten, die viele Junge mit geringen Überlebenschancen haben, weniger stark bei solchen, die wenig Junge mit dafür recht hohen Überlebenschancen bringen.

     Eine Rolle spielt dabei natürlich auch die durchschnittliche Lebenserwartung: Ein extremes Beispiel etwa wären Mäuse, die rein biologisch kaum älter werden können als zwei Jahre. Da in Freiheit kaum ein Tier an Altersschwäche stirbt, bestehen Mäusepopulationen logischerweise größtenteils aus Tieren eines Jahrganges. Wenn die Bedingungen schlecht sind, gibt es daher sehr schnell nur noch wenig Mäuse. Gleichzeitig können sich Mäuse aber unter guten Bedingungen quasi explosionsartig vermehren, so dass sich „gute“ und „schlechte“ Mäusejahre noch stärker unterscheiden können als gute und schlechte Wildschweinjahre.

     Insgesamt lässt sich also sagen, dass Bestände von Tierarten, die bei der Arterhaltung auf die Anzahl der Jungen und nicht auf die Überlebenschancen des einzelnen setzen, leichter (scheinbar) zusammenbrechen können, sich aber auch schneller wieder erholen. Gefährlich wird es erst, wenn eine bestimmte Mindestpopulation unterschritten wird. Das passiert aber, wie bereits erwähnt, kaum jemals durch die Jagd. Wenn Populationen einer bestimmten Art verschwinden oder bedroht sind, liegt das in aller Regel daran, dass der jeweilige Lebensraum durch den Menschen zum Nachteil der jeweiligen Art verändert wurde.

Umwelteinflüsse

     Umgekehrt kann der Mensch natürlich auch Lebensräume so verändern, dass dies Vorteile für eine Art bringt. Genau das hat man beim Wildschwein „versehentlich“ getan. Durch die heute übliche intensive und ertragreiche Landwirtschaft, besonders durch die großen Maisäcker, hat sich die Nahrungsbasis für das Schwarzwild stark verbreitert. Auf ein gutes Nahrungsangebot reagiert aber praktisch jede Art mit Vermehrung, solange die anderen Bedingungen passen. Und für das Wildschwein passen sie meistens.

wildschweine beim brechen ueberlauefer und frischlinge

Wildschweine haben relativ viel Nachwuchs, weil die Natur hier recht viel Ausfälle einkalkuliert. Sind die Bedingungen günstig, so dass viele Frischlinge überleben, können die Bestände daher schnell kräftig anwachsen

 

     Es ist nun so, dass zwar der einzelne Frischling recht schlechte Karten im Spiel um das Überleben hat, das Wildschwein als Art aber ein wahrer Überlebenskünstler ist. Das sieht man schon daran, wo heutzutage überall Schwarzwild auftaucht und sich auch halten kann. Außer Nahrungsmangel hat das Schwarze Schwein nur einen wirklichen Feind und das ist die Kälte. Es kommt fast überall zurecht, so lange es genug zu fressen hat und es nicht zu kalt ist. Ein strenger Winter jedoch kann auch eine große und kerngesunde, ansonsten stark wachsende Population erheblich einbrechen lassen.

   Das war zum Beispiel im strengen Winter 2005/2006 der Fall. Ein deutlicher Beleg dafür, dass es tatsächlich die Kälte war, welche die Schwarzwildbestände einbrechen ließ, fand sich damals im Südschwarzwald: Da dieser sehr steil zur Oberrheinischen Tiefebene abfällt, gibt es hier kurze Rettungswege in tiefere und damit mildere Lagen. Tatsächlich litten seinerzeit die Schwarzwildbestände dort kaum oder gar nicht, weil das Schwarzwild der Kälte ausweichen konnte.

   Insgesamt lässt sich also sagen, dass der Streckenrückgang beim Schwarzwild wenig Bedeutung hat, sieht man einmal davon ab, dass man natürlich weniger oft Waidmannsheil aufs Schwarze Schein hat und seltener leckeren Wildschweinbraten essen kann, wenn weniger Schwarzwild auf der Strecke liegt. Weder kann hinsichtlich des Schwarzwildproblems in der Landwirtschaft Entwarnung gegeben werden noch braucht man gar zu fürchten, dass uns unser urigstes und bodenständigstes Wildtier, das Wildschwein ausstirbt.

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1. Januar 2011 6 01 /01 /Januar /2011 00:01

Dieses und jenes brachte uns das Jahr 2010. Natürlich den langsam schon üblichen Ärger mit steigenden Energiepreisen und leider auch keine wirklichen Besserungen für die Leute, die diese Gesellschaft abgehängt hat: 5 Euro mehr für Hartz-4-Empfänger, die als Faulenzer und Drückeberger diffamiert werden, in Wirklichkeit aber zum allergrößten Teil bereit wären zu arbeiten, wenn man sie nur ließe - und sich, wie ich aus meiner Tätigkeit in der Arbeitslosenqualifizierung weiß, in vielen Fällen nach Jobs zu Bedingungen die Finger abschlecken, für die man früher jeden Arbeitegeber ausgelacht hätte.

Glockenturm des Mahnmals Koniferengarten Schillerhoehe Aale 

    Besonders schlimm ist auch, dass ein Großteil von uns die Hartz-4-(V)Erhöh(n)ung auch noch vollkommen in Ordnung findet. Dazu gehört nämlich schon eine gewaltige Portion Ignoranz: Der größte Teil der Leute, die auf diese Weise auf ALG-II-Empfänger herabsehen, können praktisch über Nacht selbst in diese Lage geraten.

    Ob der beschworene Aufschwung tatsächlich einer wird und ob gar ein neues "Wirtschaftswunder" von 10 oder 15 Jahren Dauer stattfindet, wird sich zeigen müssen. Denkbar wäre das durchaus - aber vor allem unter der Voraussetzung, dass eine Währungsreform mit Haircut stattfindet oder eine vergleichbare Entschuldungsaktion durchgeführt wird.

Nicht jammern - positiv denken! 

   So könnte man weiter lamentieren, aber das führt zu nichts. Es gibt immer Perspektiven und Weltverbesserung fängt mit der Verbesserung der eigenen Welt an: Selbermachen bremst die Abzocke aus, die zwischen der für Lohn geleisteten Arbeit und einer mit diesem Lohn bezahlten Ware oder Dienstleistung 80 oder 90% der Wertschöpfung abgreift. Selber denken bläst das Hirn frei und führt nach dem ersten Schock des Durchblicks zu neuen  Sichtweisen und Wegen. Sich selber zu informieren und nicht nur vorgekautes kritiklos zu schlucken, ist der Einstieg ins eigenständige Denken.

   Obwohl Eigenständigkeit und Kreativität von der kapitalgesteuerten hohen Obrigkeit nach Kräften bekämpft werden, sind die Möglichkeiten für Individualisten, schlaue Leute und Lebenskünstler so gut wie nie. Das liegt vor allem - und das muss auch ein Technikskeptiker wie ich zugeben - an der modernen Technik. Das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle, denn es gibt uns Zugriff auf Informationen in einem Maße, das früher undenkbar war: Wo gibt es noch Glühlampen zu kaufen, damit man die unsägliche eurokratische Verkaufshilfe für die angeblich umweltfreundlichen, höhnisch als Energiesparlampen bezeichneten Giftbirnen elegant ausbremsen kann? Was steckt hinter der angeblich menschengemachten Klimaerwärmung? Wie funktioniert ein Stirling-Motor und wie kann man sich einen bauen? Was ist Permakultur und was bringt diese Wirtschaftsweise für meinen Garten? Wo ist der nächste Tauschring? Wie funktioniert umlaufgesichertes Geld?

Goldene Zeiten für Bastelfreaks 

   Die Antworten auf diese Fragen und noch auf ungezählte andere liegen im Internet lediglich ein paar Mausklicks und Tatstatureingaben entfernt. Oft sogar multimedial: Bei YouTube beispielsweise wimmelt es von Videoanleitungen zu den tollsten Dingen, von Tutorials zu toller Open-Source-Software wie etwa Blender bis zu Bauberichten und - anleitungen zu Schmiedeessen und Holzvergasern. Natürlich möchte man mit Zensurgesetzen gegen freie Informationen vorgehen, aber im Internet erfährt man auch, wie man Sperrungen von Websites umgeht.

   Bezugsquellen für eher abseitige Dinge sind für Individualisten und Selbstversorger ebenfalls wichtige Informationen: Wo bekommt man Eratzteile für uralte Maschinen und Fahrzeuge? Wo bestimmte Materialien wie zum Beispiel Feldbahnschienen oder Schmiedekohle? Wo ein bestimmtes, längst vergriffenes Buch? Einen Amboss? Schmiedezangen? Und, und, und...

  Die Liste solcher Dinge ließe sich fast beliebig verlängern. Aber nicht nur mit dem Internet hilft die moderne Technik dem Individualisten: Hightech-Artikel sind billig geworden und lassen sich oft herrlich missbrauchen. Dinge, von denen man vor Jahren noch nicht einmal träumen konnte, findet man im Elektronikschrott oder bekommt sie gebraucht zu Spottpreisen nachgeworfen. Ob man ein Mobiltelefon zur drahtlosen Überwachungskamera umfunktionieren oder mit einem PC etwas steuern will - etwas angejahrte Digitalelektronik bekommt man billig und sie ist für viele Zwecke noch immer leistungsfähig genug.

Die Umstände nutzen

  Ehrlich gesagt wünsche ich mir ja im Grunde auch ein Stück weit die 70er Jahre zurück. Aber dann doch auch wieder nicht wirklich: Wenn man ein wenig schlau ist, kann man mit den Möglichkeiten unserer modernen Zeit die Probleme eben dieser Zeit auch lösen. Und es gibt Gegenbewegungen zu den Entwicklungen, die uns belasten: Der unsägliche Apparat der EU ist innerlich verfault und wird hoffentlich bald auseinanderbrechen. Die Globalisierung, die unseren Wohlstand frisst, hat ihre Gegenbewegung in Form der Regionalisierung. Diese findet unter anderem auch bei der Energieversorgung statt: Windkraft und Biogas bringen Arbeitsplätze aufs flache Land und halten Wirtschaftskraft in der Region. Mit den regenerativen Energien haben sich die Macher der Klima-Religion quasi selbst auf die Schuhe gepinkelt und das ist gut so.

  Alles in allem kann es natürlich nicht so weitergehen wie bisher. Aber es wird weitergehen. Die Sache mit Stuttgart 21 zum Beispiel zeigt, dass es langsam auch "ganz gewöhnlichen Leuten" reicht. 2010 hat uns das schöne Wort "Wutbürger" gebracht. Kanalisieren wir diese Wut in Kreativität!

  Sicherlich wird 2011 ein spannendes Jahr. Aber nicht nur zum Zugucken, nicht nur zum passiven Verfolgen der Ereignisse, sondern auch zum Mit- und Selbermachen! Sehen wir die Möglichkleiten, die wir in unserem ganz persönlichen Bereich haben. Ob wir mit dem Selbstanbau von Gemüse beginnen, mit der Do-it-yourself-Autoreparatur oder dem Bau einer Windkraftanlage fürs Wochenendhaus, spielt keine Rolle. Nur selbst etwas machen, das sollten wir unbedingt!

 

  In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eines frohes Neujahrsfest, noch ein paar geruhsame Tage und dann ein erfolg- und erkenntnisreiches Jahr 2011!     

 

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30. Dezember 2010 4 30 /12 /Dezember /2010 14:59

Eine fast vergessene Technik, die jedoch derzeit im Zusammenhang mit regenerativen Energiequellen an Aktualität gewinnt, ist der Stirling-Motor. Anfang des 19. Jahrhunderts von einem schottischen Pfarrer dieses Namens erfunden, kann er Temperaturgefälle ausnutzen um mechanische Energie zu gewinnen. Da er beim Arbeiten Wärme von der einen Seite zur anderen transportiert, kann er beispielsweise in Kühlsysteme eingeschaltet werden und so Abwärme von irgendwelchen Anlagen nutzen.

Robert Stirling's engine patentZeichnung zu Robert Stirlings Patent auf seinen Motor 

 Die Funktionsweise des Stirling-Motors

     Der Stirling-Motor arbeitet mit Luft oder einem anderen Gas, das sich an der heißen Seite des Motors erwärmt und somit ausdehnt und Arbeit leistet. Anschließend wird es an der kalten Seite abgekühlt, so dass es sich zusammenzieht und dann zur heißen Seite zurück transportiert wird, wo es sich wiederum ausdehnt. Ähnlich wie ein Zweitakt-Ottomotor, den manche als den „Motor mit nur drei beweglichen Teilen“ (Kolben, Pleuel und Kurbelwelle) bezeichnen, ist ein Stirling-Motor mechanisch recht einfach aufgebaut und daher preisgünstig in der Herstellung. 

       Es gibt unterschiedliche Bauweisen des Stirling-Motors, die auf unterschiedliche Weise erreichen, dass Luft oder ein anderes als Arbeitsmedium verwendetes Gas zwischen der warmen und der kalten Seite hin und her gedrückt wird. Die Animation ein Stück weiter unten auf dieser Seite zeigt einen Alpha-Stirling Motor, der zwei Zylinder mit je einem Kolben besitzt, die jeweils als Verdränger- und Arbeitskolben beziehungsweise -zylinder wirken. Man kann hier auch von einem heißen und einem kalten Kolben beziehungsweise Zylinder sprechen.

Der Alpha-Stirling-Motor

   Wie man in der kleinen GIF-Animation hier sieht, dehnt sich die Luft im warmen Zylinder aus und treibt dessen Kolben nach unten, leistet also Arbeit. Der Clou bei der Sache ist, dass die Zylinder um 90° versetzt arbeiten: Während der Kolben im warmen Zylinder hinunter geschoben wird, sitzt er gewissermaßen „am längeren Hebel“, weil der kalte Kolben zu dieser Zeit in der in der Nähe des oberen Totpunktes ist. Das bewirkt, dass der warme Kolben und nicht der im kalten Zylinder nach unten geht. Weil sich dieser ja in der Nähe des oberen Totpunktes befindet, bewegt der kalte Kolben sich auch kaum und daher ändert sich das Volumen des kalten Zylinders auch sehr wenig, so dass die warme Luft dort nicht hin kann. Die Ausdehnung der erwärmten Luft findet daher im warmen Zylinder statt, wo sie dessen Kolben nach unten drückt und dabei eben mechanische Arbeit leistet.

 

Alpha Stirling

So arbeitet ein Alpha-Stirling-Motor (Quelle: Wikimedia, lizensiert nach GNU)

 

   Wenn sich der warme Kolben seinem unteren Totpunkt nähert, ist auch der kalte auf dem Weg zu dem seinen und macht Platz für die Luft die jetzt mehr und mehr aus dem warmen Zylinder durch das Verbindungsrohr herüber kommt. Da sich die Luft dabei abkühlt und zusammenzieht, kann der warme Kolben sie auch vollends in den kalten Zylinder schieben, wenn er seinen unteren Totpunkt überschritten hat und sich wieder dem oberen nähert.

   Schließlich überschreitet 90° Kurbelwellendrehung nach dem warmen Kolben auch der kalte seinen unteren Totpunkt und beginnt, die zwischenzeitlich abgekühlte Luft in den warmen Zylinder zurückzuschieben. Das klappt auch, weil sie sich ja beim Abkühlen zusammengezogen hat. Wenn der kalte Kolben schließlich in die Nähe seines oberen Totpunktes gelangt, hat der warme den seinen aufgrund der 90° Voreilung bereits überschritten und kann von der Luft, die sich nun im warmen Zylinder wiederum erwärmt, erneut nach unten gedrückt werden, so das ein neues Arbeitsspiel beginnt.

Der Beta-Stirling-Motor

   Auch beim Beta-Stirling-Motor wird Luft (oder ein anderes Gas) von einer warmen auf eine kalte Seite transportiert und umgekehrt. Es gibt hier eine Arbeitskolben, dessen Außenfläche dicht mit der Zylinderwarndung abschließt und einen Verdrängerkolben, zwischen dessen Außenfläche und der Zylinderwand Platz ist, so das die Luft ihn umströmen kann. Bewegt sich dieser Kolben in seinem Zylinder, schiebt er die Luft zwischen den beiden Enden dieses Zylinders hin und her. Da dessen eines Ende warm und das andere kalt ist, wird die Luft daher abwechselnd erwärmt und abgekühlt. Wenn sich die Luft erwärmt, dehnt sie sich aus und drängt damit aus dem Verdrängerzylinder hinaus, so das sie in einem Arbeitszylinder einen Kolben hinunterdrücken kann. Wenn dieser seinen Totpunkt überschritten hat und wieder nach oben geht, drückt er die Luft wieder zurück in den Verdrängerzylinder, dessen Kolben mittlerweile seine kalte Seite freigegeben hat, so dass die Luft sich dort abkühlt und deswegen Platz findet.

Beta stirling animation

Arbeitsweise eines Beta-Stirling-Motors (Bildquelle: Wikimedia Commons, lizensiert nach GNU)

 

   Da sich der Verdrängerkolben jedoch weiterbewegt, wird die kalte Luft auch wieder auf die warme Seite des Verdrängerzylinders geschoben, wo sie sich wiederum ausdehnt und aus dem Zylinder hinaus drückt. Mittlerweile hat aber auch schon der Arbeitskolben seinen oberen Totpunkt überschritten, so dass die heiße Luft ihn wiederum nach unten drücken kann, womit ein weiteres Arbeitsspiel beginnt.

     Beim Beta-Stirling-Motor können Arbeits- und Verdrängerkolben hintereinander in einem Zylindern angeordnet sein, so wie das bei der Abbildung oben der Fall ist. Sie können aber auch in getrennten Zylindern laufen, wie man das meist bei einfachen Stirling-Motoren sieht, die mit Bastlermitteln gebaut wurden. Das liegt wohl vor allem daran, dass es zwar elegant, aber auch technisch aufwendig ist, die Kolbenstange des Verdrängerkolbens durch den Arbeitskolben zu führen.

Wärmegefälle mit Stirling-Motoren nutzen

   Im Prinzip kann man mit Stirling-Motoren jedes Wärmegefälle nutzen. Es gibt sogar kleine Modelle, die man sich auf die Handfläche stellt und die dann mit dem Temperaturunterschied zwischen Hautoberfläche und Umgebungsluft arbeiten.

   Natürlich ist, wie bei allen Wärmekraftmaschinen, auch beim Stirling-Motor der Unterschied zwischen der Temperatur des Arbeitsgases am Anfang des Arbeitshubes und der an dessen Ende der entscheidende Faktor für die erzeugbare mechanische Leistung: Je höher das Temperaturgefälle, desto größer die mögliche Leistung im Verhältnis zur Menge des Arbeitsgases. Stirling-Motoren für sehr kleine Temperaturgefälle müssen daher sehr groß im Verhältnis zur abgegebenen Leistung sein. Der Vorteil jedoch ist, dass man auch Wärme, die sonst allenfalls zu Heizzwecken verwenden könnte, noch in mechanische Arbeit verwandeln kann.

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29. Dezember 2010 3 29 /12 /Dezember /2010 10:43

[Tipp vom Fokko]

Wenn auch vor allem jüngere Menschen heute mehr und mehr Zeit mit dem Computer verbringen, ist das Fernsehen immer noch ein wichtiges Medium. Zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF, die früher das Monopol auf den Fernsehdienst bei uns hatten, sind schon lange private Sender gekommen. Doch auch nach einem Vierteljahrhundert Privatfernsehen sind die „Öffentlich-Rechtlichen“, das Fernsehprogramm ARD und sein Konkurrent ZDF ein wichtiger Teil des Medienangebotes. Mit Internet-Plattformen wie tvister.de wird heute das Fernsehen allgemein und auch das Fernsehprogramm ARD noch komfortabler.

      Das Fernsehprogramm ARD ist gewissermaßen unser „Ur-Fernsehen“. ARD steht für „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ und umfasst, was mancher vielleicht nicht weiß, außer den bekannten regionalen Fernsehanstalten auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender. Die ARD wurde 1950 gegründet und begann im Laufe der frühen 50er Jahre mit dem Aufbau des Deutschen Fernsehens. Am 31. Oktober 1954, rechtzeitig zur kalten Jahreszeit mit ihren langen Abenden und ungemütlichen Tagen und natürlich auch zur Advent- und Weihnachtszeit, kam das neue Medium mit dem Fernsehprogramm ARD in unsere Wohnzimmer.

    Zum Fernsehprogramm ARD kam 1963 das ZDF, das Zweite Deutsche Fernsehen hinzu. Das ZDF war von Anfang an eine reine Fernsehanstalt und ein Stück weit auch Gegengewicht zum Fernsehprogramm ARD: Während das Fernsehprogramm ARD als eher links-progressiv galt, sah man das ZDF als mehr konservativen Sender. So stand lange Zeit das von seinen Gegnern als rechtslastig empfundene ZDF-Magazin, das ab 1969 auch nicht mit Kritik an der sozial-liberalen Bundesregierung sparte, gegen die aufmüpfigen, „linken“ Magazine Report und Monitor des Fernsehprogramm ARD.

Mehr Kanäle beim Fernsehprogramm ARD

    In den sechziger Jahren stellte sich auch das Fernsehprogramm ARD breiter auf: Zu seinem traditionellen Ersten Programm kamen die Dritten Programme der regionalen Fernsehanstalten der ARD. Sie waren zunächst zu einem großen Teil als Bildungsprogramme konzipiert. Es entstand das Telekolleg, mit dessen Hilfe man in einigen Bundesländern berufsbegleitend die Mittlere Reife und später sogar die Fachhochschulreife erwerben konnte. Heute gibt es das Telekolleg immer noch, allerdings in veränderter Form und leider nur noch in einigen wenigen Bundesländern.

    In den späten 60er Jahren kam die Farbfernsehtechnik und die immer preiswerter werdenden Farbfernseher verdrängten die alten Schwarzweiß-Flimmerkisten, bis schließlich sogar die mittlerweile üblich gewordenen Zweit- und Drittgeräte Farbmodelle waren. Mit der Satellitentechnik wurden in den 80er Jahre wesentlich mehr Fernsehkanäle möglich und der Staat musste private Fernseh- und Rundfunksender zulassen. Aber auch das Fernsehprogramm ARD und das ZDF nutzen die neuen Möglichkeiten und erweiterten ihr Programmangebot. Zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Fernsehanstalten entstanden neue Fernsehkanäle wie Phoenix, 3Sat, KiKa, Arte und EinsPlus.  
Die ehemaligen Dritten Programme haben sich mittlerweile zu typischen Regionalsendern entwickelt, die unter dem Namen der jeweiligen Landesanstalt ohne die früher übliche Drei in Namen und Logo senden. Hier gibt es viel Regionales, sowohl im Informations- als auch im Unterhaltungsbereich, sowie Wiederholungen von Sendungen des Fernsehprogramm ARD.

   „Das Erste“, wie sich unser „Ur-Fernsehen“ heute nennt, ist nach wie vor das Flaggschiff der ARD-Fernsehkanäle. Hier kommen unter anderem Erstausstrahlungen der großen Serien und Spielfilme, die Magazine mit bundesweiten Themen und die Diskussionen über Themen, welche die ganze Republik bewegen.

Fernsehprogramm ARD und private Sender

    Als Folge der Zulassung von Privatsendern musste auch das Fernsehprogramm ARD nach und nach zum Sendebetrieb rund um die Uhr übergehen und sich für mehr Werbung öffnen. Trotzdem ist die Reklame hier nicht so penetrant wie im Privatfernsehen, bei welchem man zudem vielen Sendungen deutlich anmerkt, dass hier möglichst viele Sendeminuten mit möglichst wenig Geld produziert werden sollten. Das Fernsehprogramm ARD hingegen hält vor allem bei den informations- und bildungszentrierten Spartenkanälen, aber auch im Hauptprogramm immer noch auf ein gewisses Niveau. Wenn böse Zungen das Privatfernsehen als „Unterschichtenfernsehen“ bezeichnen, könnte man das Fernsehprogramm ARD und natürlich das ZDF ebenfalls auch als Fernsehen für das Bildungsbürgertum ansehen. Tatsächlich gibt es unter den Maßgaben für das öffentlich-rechtliche Fernsehen neben dem Gebot der Ausgewogenheit auch den so genannten Bildungsauftrag, der dafür sorgen soll, dass neben Unterhaltung auch Dokumentationen, Magazine und dergleichen zum Programm gehören. Derartige Sendungen müssen dann aber auch noch interessant aufgemacht werden, wenn sie gegen Unterhaltungsprogramme der privaten Konkurrenz bestehen wollen. Mit den Sparten- und Regionalkanälen bietet allein schon das Fernsehprogramm ARD eine breite Palette an anspruchsvolleren Alternativen für Leute, denen die Privatkanäle zu seicht sind.

Internet und Fernsehen

Die moderne Digitaltechnik und das Internet bewirkten, dass die Grenzen zwischen den Medien fließend wurden: VoIP und eBooks etwa bringen Computer und Telefon bzw. Printmedien zusammen, aber auch mit Radio- und Fernsehen verzahnt sich die ehemalige Rechenmaschine dank des Internets – und zwar nicht nur durch Internet-Radio und -TV: Längst betreibt das Fernsehprogramm ARD wie andere Fernsehanstalten auch einen eigenen Internetauftritt. Dort lassen sich Informationen aus dem TV auch nachlesen, verpasste Sendungen nachträglich ansehen und -hören sowie zusätzliche Infos finden. Mit einer TV-Karte lässt sich der PC zum Fernsehapparat machen und umgekehrt bieten moderne Fernsehapparate und Zusatzgeräte Funktionen an, für die man früher den PC benutzen musste wie etwa das Herunterladen von Filmen oder das Surfen im Netz.

   Auch die früher praktisch unverzichtbare Programmzeitschrift kann das Internet praktisch vollständig ersetzen: tvister.de, das Fernsehportal der Deutschen Telekom bietet alles das, was eine Programmzeitschrift bietet – und noch mehr. Neben dem reinen Fernsehprogramm und Tipps dazu gibt es eine Menge Mehrwert: Man kann in der Mediathek vergangene Sendungen ansehen, live dem aktuellen Fernsehprogramm folgen und zukünftige Sendungen programmiert aufnehmen lassen. Damit integriert tvister.de Computer, Internet und Fernsehen – und zwar ohne dass man dafür zusätzliche Hardware benötigt: Durch die Kooperation von tvister.de mit zattoo.com kann man die angebotenen Sendungen mit dem Flashplayer auf der zattoo-Website als Stream mit jedem einigermaßen modernen PC empfangen, wenn man einen flashfähigen Browser besitzt.

Jetzt zum Fernsehprogramm ARD bei tvister.de

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27. Dezember 2010 1 27 /12 /Dezember /2010 14:05

Jagdfreunde aus Stuttgart haben das Dorf Großkuchen auf dem Härtsfeld spontan in Schneekuchen umbenannt, als sie an einem Wintertag das erste Mal dorthin zur Jagd kamen. "Ein halbes Jahr Winter und sechs Monate kalt", lautet auch eine gängige Definition des Klimas auf dem Härtsfeld. Diesmal kam der Winter aber auch hier unten in Aalen rechtzeitig, um uns eine Weiße Weihnacht zu bescheren. 

Winterspaziergang auf der Schwaebischen Alb

Winterspaziergang auf der Alb (Foto: Saskia Wollny)

 

   Natürlich hat unser Dornenschlehengäu seinen Namen vor allem von den höher als Aalen gelegenen Gebieten des Härtsfeldes, des Albuchs und der Gerstetter Alb. Aber auch in Aalen, wo es bekanntlich mindestens "einen Kittel wärmer" ist als in Heidenheim oder zumindest auf den Hochflächen, kann es richtig Winter werden.

 roetenbach bei bartholomä im winter

Beim Weiler Rötenbach in der Nähe von Bartholomä auf der Ostalb

 

     So auch dieses Jahr: Schon im Advent gab es Schnee, allerdings zwischendurch auch wieder wärmeres Wetter und Regen. Pünktlich an Heiligabend kam nach Tauwetter und anfänglichem Regen der Weihnachtschnee. War es noch eher matschig, als ich mit meinem Sohn den Weihnachtsbaum hereinholte, lag der Schnee beim abendlichen Kirchgang bereits so hoch, dass man tatsächlich von "verschneit" sprechen konnte. Der erste Feiertag brachte dann trübes Wetter mit zunächst auch noch mehr Schnee, aber am zweiten kam dann auch die Sonne ein wenig heraus, so dass ein perfekter Weihnachtsspaziergang drin war.

koniferengarten schillerhoehe aalen winter verschneit - Kop

Winter im Koniferengarten beim Mahnmal auf der Schillerhöhe in Aalen

 

    Heute vormittag kam auch wieder die Sonne heraus. So war ein zünftiger winterlicher Hundespaziergang mit unserem guten, alten Alfons drin. Als ich vor die Tür trat, drehte ich extra nochmal um, um die Kamera zu holen und ein paar Bilder für das Blog hier zu schießen. Gestern beim Weihnachtsspaziergang hatte ich sie leider vergessen. Zum Glück hatte mein Sohn Frederik sein Handy dabei und so gibt es auch von der winterlichen Alb ein paar Bilder. Nach dem mein Blog in den letzten Wochen hauptsächlich aus Textwüste bestand, tun ein paar Bilder sicherlich auch einmal wieder gut.

blick auf aalen hofherrnweiler von schillerhoehe - Kopie

Blick von der Straße zur Schillerhöhe auf das verschneite Aalen-Hofherrnweiler

 

   Gespannt bin ich darauf, wie sich der Winter entwickeln wird. Wirklich kalt ist es mit ein paar Grad unter Null ja bisher noch nicht, auch wenn die Medien schon seit Wochen über ein "Winter-Chaos" barmen. Vorhersagen kann ich es natürlich auch nicht wirklich, aber so langsam und stetig, wie sich der Winter aufbaut, vermute ich, dass es einen richtiger Winter mit einigen Wochen Schnee und Kälte gibt, der sich aber auch einigermaßen beizeiten wieder vom Acker machen wird.

schumannstrasse aalen winter - Kopie

So sieht es derzeit bei uns in der Straße aus

 

   Wer mehr über das Wetter in Aalen wissen will, kann einmal einen Blick durch die Webcam auf dem Aussichtsturm am Aalbäumle hoch über der Stadt riskieren. Man kann diese Kamera über das Web sogar steuern und so allerhand von Aalen und Umgebung zu sehen bekommen. Erreichbar ist die Cam über die Seite wetter-aalen.de.

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26. Dezember 2010 7 26 /12 /Dezember /2010 11:25

[Tipp vom Fokko]

1999 sorgte ein im Grunde simples Computerspiel für viel Aufsehen: Als Werbeträger für eine Whiskymarke verbreitet und kostenlos zu haben, eroberte Moorhuhn die PCs in deutschen Wohnzimmern und Büros. Obwohl – oder vielleicht auch gerade weil – Moorhuhn sehr einfach war, kam es unglaublich gut an. Mittlerweile gibt es eine ganze Serie von Moorhuhn-Spielen, wobei das Moorhuhn mittlerweile nicht mehr abgeschossen wird, sondern selbst agiert.  

 

   Beim Ur- Moorhuhn ging es lediglich darum, in einer herbstlichen Highlands-Landschaft mit einer virtuellen Flinte auf vorbei fliegende Moorhühner zu schießen. Für jeden Treffer gab es Punkte und das Ziel war, in der vorgegebenen Rundenzeit möglichst viele davon zu erzielen. Für den großen Erfolg spielte sicherlich der Umstand eine Rolle, dass man einerseits sofort sah, um was es bei Moorhuhn ging und auch schnell die ersten Treffer erzielte, andererseits das Erreichen hoher Punktzahlen jedoch nicht zu einfach war. Dazu kam eine lustige, zeichentrickartige Grafik, die trotzdem sie gut gemacht war, keine besonderen Ansprüche an den Rechner stellte, so dass Moorhuhn auf jedem Bürocomputer spielbar war.

Moorhuhn erregt die Gemüter

Selbst viele eingefleischte Nichtspieler wagten einen virtuellen Jagdausflug in die Schottischen Highlands und erlagen der Faszination des Spieles. Moorhuhn war so erfolgreich, dass Firmen schon um die Produktivität ihrer Büroangestellten fürchteten, da diese anstatt zu arbeiten auf ihren Computern der virtuellen Moorhuhn-Jagd nachgingen. Weil der Erfolg bei Moorhuhn einzig und allein vom massenhaften Schießen abhing, fürchte der Deutsche Jagdschutzverband um die Reputation der realen Waidmänner und sah sich genötigt, festzustellen, dass Moorhuhn nichts mit der Jagd im wirklichen Leben zu tun habe. Auch Tierschützer griffen das Spiel an und befürchteten, dass Kinder dadurch die Achtung vor tierischem Leben verlieren könnten.

Das Moorhuhn wird selbst zum Helden

Das Original-Moorhuhn-Schießspiel bekam aufgrund seines Erfolges bald Fortsetzungen, bei denen das putzige Tier zunächst aber immer noch als Flintenfutter herhalten musste. Neu daran war jeweils nur das Ambiente der Jagd.

Zur großen Freude derjenigen, die vielleicht schon immer heimlich bedauert hatten, dass die putzigen Vögel nur zum Abschießen da waren, wurde das Moorhuhn schließlich selbst zum Akteur: Erst kamen Moorhuhn-Rennspiele und dann schließlich sogar Adventures, in denen das Moorhuhn als Protagonist auftrat. Damit hatten die Moorhuhnspiele auch den Makel abgelegt, im Grunde reine Ballerspiele zu sein.

In den aktuellen Spielen hat sich das Moorhuhn zu einer glubschäugigen Variante von Indiana Jones entwickelt. In den aktuellen Moorhuhn-Spielen, die man bei gamesload.de herunterladen kann, dringt es in eine Pyramide einen, jagt einem legendären Schatz nach und sucht sogar nach Atlantis. Im allerneusten Spiel erlebt es zusammen mit seinen Freunden sogar sein bisher größtes Abenteuer und zwar in einem verbotenen Schloss.

  Da die Moorhuhn-Spiele recht preiswert sind, eignen sie sich auch gut für Leute, die zwischendurch auch einmal ein wenig spielen, dafür aber nicht allzuviel ausgeben möchten.

 

Zum Moorhuhn bei gamesload.de

 

 

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