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  • : Blog von Volker Wollny
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  • : Hier gibt's jede Menge Informationen über heikle und weniger heikle, aber immer interessante Themen: Jagd, Waffen, Fischen, Selbermachen, Garten, Geld Sparen, Freizeit, Hobby, Kultur und was sonst noch dazu gehört
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

1. April 2012 7 01 /04 /April /2012 12:31

Wo die Jagd abgeschafft wird, treibt der "Natuschutz" seltsame Blüten. Im jagdfreien Schweizer Kanton Genf regeln als "Umweltaufseher" euphemierte, aus Steuergeldern bezahlte Tiererschießer die ausufernden Bestände und in den Niederlanden ist man schon 2008 auf die glorreiche Idee gekommen, "überzählige" Wildgänse einzufangen und zu vergasen.

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Graugans: Weil sie aufgrund falsch verstandenen Tierschutzes in den Niederlanden nicht bejagt werden dürfen, sich aber stark vermehren, vergast man diese Vögel dort (Bild: Richard Bartz/CC-lizensiert über Wikipedia)

 

 Es dürfte ja wohl bekannt sein, dass in den Niederlanden - ein noch gutmenscheliger Nannystaat als der unsere - bereits seit einiger Zeit die Jagd zum größten Teil verboten ist. Bereits im Vorfeld war natürlich klar, dass dies nicht funktionieren kann, da sich in Kulturlandschaften Populationen meist nicht selbst regeln können.

     Zunächst waren es eher ulkige Lösungen, welche die jagdabschaffungsbeflissenen Behörden in den Niederlanden ersannen, um die unbejagten Wildtierbeständen zu regulieren: Man erfand mehrere veschiedene Phantasienamen für das Abschießen von Tieren, dass die Jäger dann im Rahmen von "Ausnahmgenehmigungen" durchzuführen haben - also die jeweiligen Tiere zu bejagen ohne das man das Jagd nennt.

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"Selbstregulation" von Tierbeständen nach Art der Jagdgegner: verhungerter Rothirsch in den Oostvaarderplassen. Das Haupt wurde von Parkwächtern entfernt, angeblich, damit keine Trophäenjäger angelockt werden. (Quelle: Wikipedia/PD)

 

     Nachdem man im "Naturschutzgebiet" Osstvaardersplassen grandiose Erfolg mit der "Selbstregulation" von Großherbivoren erzielt hatte, indem diese erst die Vergation plattmachen und dann verhungern lässt, gibt es jetzt ein weiteres Highlight des jagdfreien Tierschutzes, das genauso wenig lustig ist wie die "sich selbst regulierenden" Rothirsche, Konik-Pferde und Heckrinder: Wildgänse, die sich aufgrund der durch die Landwirtschaft stark verbesserten Bedingungen stark vermehren, werden nicht ganz einfach bejagt, sondern in großer Zahl eingefangen und vergast.

   Diese Praxis gibt es offenbar schon seit 2008. Das teilte damals bereits der Wattenrat Ostfriesland mit. Die mehrheitlich eher gegen die Jagd eingestellte Presse wird das geflissentlich übersehen haben. Jetzt barmt aber auch das Komitee gegen den "Vogelmord" über diese interessante Art und Weise, der Natur bei der Regulierung von Tierpopulationn zu helfen, natürlich ohne das niederländische Anti-Jagd-Gesetz als letztendliche Ursache zu nennen. Die Vergasungen sollen übrigens angeblich nach Protesten eingestellt und dann 2009 und 2010 nicht mehr genehmigt worden sein - was natürlich das eigentliche Problem - die aufgrund der Bedingungen in der Kulturlandschaft sich stark vermehrenden Graugänse - nicht löst, sondern lediglich hilfloses Gerudere von Leuten ist, die nicht einsehen wollen, dass die Jagd eben zur Kulturlanschaft gehört.

      Über eine solche Fang- und Vergasungsaktion gibt es übrigens auch bei YouTube ein Video, das gleichzeitig zeigt, dass nicht nur Grau- sondern auch Brandgänse Opfer der niederländischen "Tierliebe" und Jagdgegnerschaft wurden:

 

 

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31. März 2012 6 31 /03 /März /2012 09:29

Gerade lese ich, dass Ver.di den öffentlichen Arbeitgebern eine satte Lohnerhöhung abgerungen hat. 6,5% waren gefordert, 6,3% haben sie herausgeholt. Gratulation!

Offenbar stimmt der alte Sozialistenspruch immer noch:

 

Mann der Arbeit aufgewacht
Und besinn dich deiner Macht!
Alle Räder stehen still,
Wenn dein starker Arm es will!


   Streik ist also offenbar immer noch ein probates Mittel, wenn es darum geht, die Interessen der einfachen Leute durchzusetzen. Vielleicht fällt jetzt so manchem auch wieder ein, dass "die da oben" ganz einfach das zu tun haben, was wir wollen. Und wenn sie das vergessen, sollten wir ihen zeigen, wo es lang geht, unter anderem auch damit, dass wir dort streiken, wo es weh tut.

   Die schlechten Löhne - beileibe nicht nur im öffentlichen Dienst - sind eine Sache, sinnlose, zerstörerische Bauprojekte wie dieses unsägliche Stuttgart 21 eine weitere, Bespitzelung, staatliche Gängelung und Beschneidung der Meinungsfreiheit eine dritte. Alle drei sind aber nur einzelne Facetten einer gigantischen Fehlentwicklung, die sich so umschreiben lässt: Wir sind endmündigt, bekommen für unsere Arbeit nicht das, was uns zusteht und was nach der Entwicklung der Produktivität in den letzten Jahrzehnten drin sein müsste, und wir werden zwecks Bereicherung einiger weniger vorne und hinten abgezockt.

   Hoffen wir also, dass der Tarifabschluss von Ver.di nicht nur eine erfreuliche Sache für Busfahrer, Klärwärter, Kindergartentanten und all die anderen Menschen bleibt, die dafür sorgen, dass unsere Welt funktioniert. Er sollte vielmehr als Signal gesehen werden, dass es offenbar immer noch möglich ist, etwas zu bewegen, wenn man nur zusammenhält, aufsteht und zeigt, was Sache ist.

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30. März 2012 5 30 /03 /März /2012 11:34

Gestern gab es einen sehr interessanten und lesenswerten Kommentar zu meinem Artikel über Elektromobiltät (Kommenatr Nr. 3). Vielen Dank Dr. No! Da bei meinem Layout hier die Kommentare leider ein wenig untergehen, weise ich einfach mal explizit darauf hin.

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29. März 2012 4 29 /03 /März /2012 14:56

Nicht jeder mag seine Pfannkuchen süß, mit Zucker&Zimt, Nuss-Nougatcreme oder dergleichen. Wenn andere Familienmitglieder das jedoch mögen, müssen die Dinger ab und zu halt doch auf den Tisch. Kein Problem für den Liebhaber von Herzhaftem, denn aus Pfannkuchen lassen sich leckere Pizza-Röllchen zaubern, weil sie wie Weißbrot, Hefeknödel etc. "neutral" sind und zu Süßem genauso wie zu Herzhaftem schemecken.

   Pizza-Röllchen aus Pfannkuchen zu machen, ist watscheneinfach und auch von jedem Nichtkoch zu bewerkstelligen: Man legt einfach Schinken, Käse, Salami und dergleichen auf fertige Pfannkuchen, rollt sie zusammen und lässt sie dann so lange in der Mikrowelle schmurgeln, dass der Käse schmilzt. Als Belag verwenden kann man dabei alles, was auch auf die Pizza kommt, also auch Pilze, Artischocken, Sardellen, Thunfisch, Zwiebeln und, und, und...   

   Natürlich geht das mit übrig gebliebenen, bereits erkalteten Pfannkuchen ebenfalls - als Alternative dazu, sie zu zerschnippseln und für Flädlessupp' zu verwenden. Oder man macht eine Art Büfett mit den Pfannkuchen und den verschiedenen Zutaten zum Belegen. Da kann sich dann jeder draufpacken, was er mag.     

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25. März 2012 7 25 /03 /März /2012 11:12

Heute nacht haben wir wieder unsere Uhren eine Stunde vor- und damit auf Sommerzeit umgestellt. Schon im Vorfeld gab es wieder das übliche Gebarme, wie blöd das sei, was das für einen Stress erzeuge, den Biorythmus störe und was weiß ich noch alles. Mir persönlich gefällt die Sommerzeit, da es im Sommer ganz natürlich ist, früher aufzustehen. Allerdings wissen offenbar selbst nach über 30 Jahren Sommerzeit, immer noch nicht alle, ob sie ihre Uhren vor oder zurück stellen müssen. Dabei ist das ganz einfach.  

 Sommerzeit Spass im Freien SteinheimerHeide

Die Sommerzeit spart zwar keine Energie, bringt uns aber eine Stunde mehr Tageslicht am Abend, die es oft erst lohnend macht, unter der Woche abends noch etwas im Freien zu unternehmen.

   Warum ich die Sommerzeit gut finde, obwohl sie keine Energie einspart, darüber will ich mich nicht schon wieder verbreiten, denn darüber habe ich mich bereits in zwei Artikeln im Frühjahr und im Herbst 2010 ausgelassen. Was ich aber übrigens komisch finde ist, dass sich einerseits viele Leute darüber aufregen, dass die Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit ihren (Bio-)Rhytmus durcheinander bringt, andererseits sich Menschen aber massivem Jetlag aussetzen, wenn sie im Winter in warme Länder reisen und dabei Zeitsprüngen von mehreren Stunden ausgesetzt sind - ganz abgesehen davon, was der abrupte Wechsel zwischen mitteleuropäischem Winterwetter und Tropenhitze mit dem Kreislauf und sonstigen Körperfunktionen anstellt.

   Ein großes Problem scheint es für viele Leute zu sein, zu wissen, ob sie die Uhr vor oder zurück stellen müssen. Jetzt habe ich gelesen, dass es dafür mittlerweile sogar Eselbsbrücken gibt. Ich bin ja bekanntlich ein Fan von Eselsbrücken, aber hier braucht man wirklich keine. Jedenfalls nicht, wenn man kapiert hat, was die Sommerzeit bewirken soll - nämlich die bessere Ausnutzung des Tageslichts: Im Sommer wird es so früh hell, dass es schon lange heller Tag ist, wenn wir normalerweise noch schlafen. Steht man nun eine Stunde früher auf, gewinnt man daher eine Stunde Tageslicht. Damit man nun nicht alle Arbeits- und Geschäftszeiten, Fahrpläne und sonstige Uhrzeiten entsprechend ändern muss, stellt man stattdessen einfach die Uhr eine Stunde vor. Und im Herbst stellt man sie dann wieder um diese Stunde zurück. So simpel ist das.

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22. März 2012 4 22 /03 /März /2012 13:38

So ziemlich jeder intensive Internet-Nutzer wird sie kennen: Die so genannten Abofallen, die auf Websites zu den unterschiedlichsten Themen lauern und versuchen, arglosen Surfern  das Geld aus der Tasche zu ziehen. Jetzt hat ein Gericht einen Betreiber solcher Abzockmaschinen zu einer empfindlichen Haftstrafe verdonnert.

 Bei einer Abofalle werden Sufer verleitet, sich für einen vermeintlich kostenlosen Dienst zu registrieren, etwa für den Zugang einer Seite mit Freeware zum Downloaden. Irgdendwo versteckt auf der Anmeldeseite - vorzugsweise unterhalb des "Abschicken"-Buttons, wo man nicht hinschrollt - oder in den AGB steht jedoch, dass das jeweilige Angebot soundsoviel pro Monat oder Jahr kostet, was man dann angeblich anerkannt hat und zur Kasse gebeten wird.

Etwas für naive Gemüter       

   Von Anfang an waren Abofallen vor allem ein Problem, für Leute, die sich leicht einschüchtern lassen und autoritätsgläubig sind und sich vor allem unklug im Netz verhalten: Ist man in eine Abofalle gegangen, reicht es in vielen Fällen aus, die Zahlungsaufforderungen einfach zu ignorieren. Wer es etwas geordneter mag, kann auch von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch machen und dabei gleichzeitig den behaupteten Vertragsabschluss juristisch wasserdicht anfechten und für alle Fälle auch noch wirksam widerrufen. Einen Musterbrief dazu gibt es zum Beispiel auf Tutsi.de.

   Auf jeden Fall kann man das Geplärre ignorieren, wenn man sich mit einem erfundenen Namen, einer ausgedachten Anschrift und einer eMail-Addy registriert hat, die man mit eben solchen Daten bei einem Freemailer eingrichtet hat. Das sollte man auf jeden Fall grundsätzlich tun, wenn man sich irgendwo registriert, es sei denn man will über das Internet ernsthafte Geschäfte machen. Will man etwas kaufen oder verkaufen, seien es Waren über eBay oder eBooks über Amazon, wird man nicht umhinkommen, seinen richtigen Namen anzugeben. Ansonsten firmiert der schlaue Surfer überall als Hans Mustermann aus 0815 Musterhausen oder Fritz Piesepampel aus Hinterpichelspotschen. Die Angabe eines falschen Namens ist (ausgenommen natürlich in betrügerischer Absicht!) nämlich nur gegenüber Behörden, der Polizei oder dem Militär strafbar, ansonsten nicht.

Die Rechtssprechung reagierte

  Offenbar wurde jedoch von Abofallen-Abzockern das eine oder andere Mal doch versucht, das geforderte Geld einzuklagen. Das bewirkte aber lediglich, dass eine Rechtssprechung entstand, die gewisse Normen für die Erkennbarkeit der Kostenpflichtigkeit eines Angebotes festlegt. Mit den Klagen haben die Abzocker also nicht nur selbst Gerichts- und Anwaltskosten in den Sand gesetzt, sondern auch noch für Urteile gesorgt, auf die man verweisen kann.

  Ganz eklig kam es jetzt für einen Abofallensteller in Hamburg. Das Landgericht dort verurteilte ihn zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis. Die Richter verstanden offenbar absolut keinen Spaß und nannten das, was der Bursche und seine sechs Mittäter gemacht hatten "gewerbs- und bandenmäßigen Betrug". Die Komplizen kamen etwas glimplicher davon, nämlich mit Geld und Bewährungstrafen.

  Wenn man in eine Abofalle getappt ist und die Forderungen nicht einfach ignorieren, sondern die Sache sauber aus der Welt schaffen will, kann man also nicht nur mit einem geharnischten Brief wie dem oben verlinkten reagieren, sondern darin auch mit einer Strafanzeige drohen. Oder auch gleich zur Polizei marschieren. Auf keinen Fall jedoch sollte man widerspruchslos zahlen.  

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8. März 2012 4 08 /03 /März /2012 19:19

Poker spielt in den USA als beliebtes Kartenspiel in etwa eine Rolle, wie sie bei uns Skat spielt. Wie Skat ist Poker kein reines Glücksspiel und wird auch gerne in geselliger Runde gespielt. Ähnlich wie beim Skat, gibt es beim Poker auch Wettkämpfe und sogar Meisterschaften. Nicht zuletzt wohl, weil man Poker online spielen kann, ist dieses Kartenspiel in letzter Zeit auch bei uns bekannt geworden und bei vielen Leuten beliebt.

 Hunde beim Poker Spielen2

Poker kann offenbar tierisch Spaß machen... (Quelle: Wikimedia Commons/PD)

 

   Poker existiert in einer ganzen Reihe von Variationen, von denen die derzeit wohl beliebteste die Variante Texas Holdem ist. Grundsätzlich geht es beim Poker darum, bestimmte Kombinationen aus bis zu fünf Karten zu bekommen. Diese Kombinationen, auch Hands oder Hände genannt, sind durch die Spielregeln in einer Rangfolge geordnet und es gewinnt derjenige Spieler, der entweder die Hand mit dem höchsten Rang oder als einziger nicht gepasst hat.

Glück, Mathematik und Psychologie

   Die grundsätzliche Funktionsweise von Poker lässt sich an der älteren und früher sehr beliebten Variante Five Card Draw gut erklären. Zu Beginn des Spiels muss jeder Spieler einen Grundeinsatz, das so genannte Ante leisten und erhält fünf Karten, die er verdeckt hält. Normalerweise kann er davon eine festgelegte Anzahl ablegen und dafür neue kaufen.

   Nun wird reihum geboten. Dabei hat man mehrere Möglichkeiten: Man kann passen, mitgehen oder erhöhen. Wenn man passt, verliert man natürlich seinen Einsatz. Wenn alle Spieler bis auf einen passen, gewinnt dieser. Ansonsten erfolgt, wenn niemand mehr erhöht, der Showdown und es gewinnt der Spieler, der die höchstwertige Hand hat. Der Gewinner streicht natürlich den gesamten Einsatz – den Topf oder Pot – ein.

     Das Prinzip beim Poker besteht also letztendlich darin, darauf zu wetten, dass man selbst die höchstwertige Hand hat. Weil man die Höhe des Einsatzes erst bestimmt, wenn man bereits seine Karten hat und somit seine Chancen abschätzen kann, ist Poker kein reines Glücksspiel, obwohl es rechtlich als solches gesehen wird. Ob man eine gute Hand bekommt, ist Glückssache, abzuschätzen, wie viel man darauf setzen kann, ist Mathematik.

   Die Kunst des Pokerns besteht nun auf jeden Fall einmal darin, je nach der eigenen Hand den richtigen Betrag zu setzen, so dass man mit schlechten Händen möglichst wenig verliert und mit guten möglichst viel gewinnt. Da die Stochastik dafür sorgt, dass gute und schlechte Hände auf lange Sicht einigermaßen gleichmäßig verteilt sind, gewinnt ein guter Pokerspieler mehr als er verliert, kann also beim Pokern Geld verdienen.

     Spielt man nicht im Internet, sondern „life“, kommt eine psychologische Komponente hinzu: Man kann versuchen, die anderen Spieler zu „lesen“, also anhand ihres Gesichtsausdrucks, ihrer Körpersprache und so weiter abzuschätzen, ob sie gute oder schlechte Karten haben. Umgekehrt setzt ein versierter Pokerspieler das sprichwörtliche Pokerface auf, um seine eigenen Emotionen zu verbergen. Er kann sogar so weit gehen, mit subtilen Signalen eine schlechte oder gute Hand vorzutäuschen und die anderen Spieler im ersten Fall zu hohen Einsätzen zu verleiten und im zweiten zu entmutigen, so dass sie aufgeben. Das ist das berühmte Bluffen beim Poker.

     Dieser zweifellos reizvolle – und zusätzliche Gewinnchancen für echte Pokerfaces bietende – Aspekt der Pokerspiele fehlt natürlich beim Online Poker weitgehend, sieht man von den Chats ab, die in Online-Pokerräumen oft vorhanden sind und davon, dass sich auch das Setzverhalten der anderen Spieler deuten lässt. Da die meisten Spieler jedoch keine ausgekochten Kartenhaie sind, ist dies aus Sicht des Normalspielers sogar eher als Vorteil zu sehen.

Texas Holdem und andere Varianten  

   Beim Five Card Draw hat jeder Spieler sehr wenig Informationen. Er kennt die eigene Hand und damit gleichzeitig fünf – oder wenn er abgelegt und gekauft hat, etwas mehr – Karten, die logischerweise keiner der anderen Spieler haben kann. Das ist aber auch schon alles. Der Reiz liegt hier vor allem im psychologischen Bereich und ist in gewisser Weise auch daran gekoppelt, dass es um Geldbeträge geht, die nervös machen.

     Anders ist es bei Varianten, bei denen ein Teil der Karten offen liegt. Hier hat man nun mehr Informationen und entsprechend mehr Möglichkeiten, zu spekulieren, was die anderen Spieler haben könnten. So wird Poker wie Skat, Binokel und dergleichen nicht nur auch dann reizvoll und interessant, wenn man um geringe oder rein virtuelle Einsätze wie Spielmarken oder Zündhölzer spielt, sondern es lässt sich so auch gut online spielen, so wie andere Spiele auch, bei denen das Können eine Rolle spielt.

   Eine früher übliche Variante ist Five Card Stud, bei der die Karten während der Bietrunden ausgeteilt werden. Wer bis zum Schluss mitgeht, hat vier offene und eine verdeckte Karte vor sich. Der Knackpunkt ist hier, dass man während des Bietens immer mehr Informationen bekommt und dabei über das eigene Blatt so viel oder so wenig weiß wie über die Blätter der anderen. Um diese Variante geht es übrigens auch in dem Film „Cincinatti Kid“ mit Steve McQueen.

   Es gibt auch eine Variante namens Seven Card Stud. Hier bekommt jeder Spieler, der bis zuletzt dabei ist, vier verdeckte und drei offene Karten. So wie bei allen Pokerspielen mit mehr als fünf Karten werden hier jedoch nur bis zu fünf Karten gewertet.

     Die derzeit wohl beliebteste Poker-Variante ist Texas Holdem, die wie auch andere Pokerspiele von vielen Online-Casinos angeboten wird. Das Kennzeichen der Holdem-Varianten ist, dass die Hand nicht nur aus den eigenen Karten gebildet wird, sondern dass auf dem Tisch Gemeinschaftskarten liegen. Beim Texas Holdem liegen fünf Gemeinschaftskarten, so genannte Board Cards, offen auf dem Tisch und jeder Spieler hat zwei eigene Karten, die Hole Cards, die er verdeckt hält. Zum Bilden seiner Hand stehen jedem Spieler also insgesamt sieben Karten zur Verfügung, von denen er die fünf besten auswählt.

   Eine andere Holdem-Variante ist Omaha Holdem. Hier liegen ebenfalls fünf Gemeinschaftskarten offen auf dem Tisch, die Spieler bekommen jedoch jeweils vier Hole Cards. Die Hände werden aus jeweils zwei der vier eigenen und drei der fünf Board Cards gebildet.

Mit Poker Geld verdienen?

   Roulette und Lotto beispielsweise sind reine Glücksspiele. Sie stellen so genannte Laplace-Experimente dar, bei denen jeder Ausgang gleich wahrscheinlich ist. Zum Zeitpunkt des Setzens hat man außerdem keinerlei Anhaltspunkt für den Ausgang. Bei dieser Art von Spielen gewinnt auf lange Sicht immer nur der Veranstalter: Entweder er schüttet wie beim Lotto nur einen bestimmten Teil der Einsätze als Gewinne aus oder er hat wie beim Roulette einen „eingebauten“ Vorteil.

   Beim Poker, ob im „richtigen“ oder im Online-Casino, hingegen verdient der Veranstalter, indem er ein Art Miete oder Spielgebühr erhebt: Er bekommt einen gewissen Prozentsatz von jedem Einsatz, der getätigt wird. Daher nehmen Spieler, die viel gewinnen, dem Veranstalter auch nichts weg sondern lassen ihn sogar mehr verdienen: Da zu hohen Gewinnen natürlich auch hohe Einsätze gehören, ist auch der Anteil des Veranstalters entsprechend hoch, wenn ein Spieler so richtig abräumt.

   Wie bereits erläutert hat es der Spieler beim Poker in der Hand, seine Einsätze den jeweiligen Gewinnchancen anzupassen. Daher kann er mit der richtigen Strategie tatsächlich auf längere Sicht und dauerhaft mehr gewinnen als verlieren und so unter dem Strich Geld verdienen. Professionelle Spieler spielen sehr viel Online-Poker, da sie hier ihre Spielzeiten sehr flexibel gestalten und vor allem auch an mehreren virtuellen Tischen gleichzeitig spielen können.

   Hinsichtlich der Tatsache, dass man mit entsprechendem Können damit Geld verdienen kann, ähnelt Poker dem Wetten auf Pferde. Der Pferdewettprofi sollte aber selbst ein Pferdenarr und Liebhaber des Pferderennsports sein und Spaß daran haben, viel Zeit auf der Rennbahn, in den Ställen und mit den Leuten dort zu verbringen, um stets die aktuellen Informationen zu besitzen. Beim Profi-Poker hingegen kommt es darauf an, einmal das Spiel verstanden zu haben sowie die Strategien zu kennen und anwenden zu können. Online Poker kann man auch von zuhause aus spielen und immer dann, wenn man gerade Zeit hat.

   Keinesfalls sollte man jedoch denken, dass man mit dem Online Poker so eben mal reich werden kann. Professionelle Pokerspieler arbeiten nach dem Motto „Der Profi lebt vom Doofi“: Ihr Gewinn resultiert aus den Verlusten der weniger guten Spieler. Wer also wirklich mit dem (Online-)Pokern Geld verdienen will, muss entsprechend gut sein, damit er nicht zu denen gehört, welche die Gewinne der Profis aufbringen. Aber auch dann ist Online Poker zeitaufwendig und damit Arbeit, denn man verdient ja immer nur die Differenz zwischen den Gewinnen und den Verlusten, wovon dann auch noch die Gebühren des Veranstalters abgehen. Die Suchtgefahr sollte man ebenfalls bedenken, die dem Poker natürlich, wie allen anderen Glücksspielen auch, innewohnt.

   Es gibt Möglichkeiten, im Internet an kostenlosen Pokerspielen teilzunehmen und so zu üben, ohne Geld zu riskieren. Trainieren kann man im Prinzip auch mit Poker-Software, wobei das Problem ist, dass es keine wirklich guten Poker-Programme gibt. Das liegt daran, dass Pokern nicht nur aus Mathematik, sondern auch aus Psychologie besteht: Selbst beim Online Poker kann man aus dem Setzverhalten eines Spielers Rückschlüsse auf dessen Hand ziehen. Diese intuitive Komponente lässt sich jedoch kaum mit einem Computerprogramm abbilden.

     Wer nun mehr über das Pokern, Strategien und Online-Pokertische wissen will, kann bei einem Poker-Portal wie Pokerzeit.com anfangen. Dort gibt es Links zu Poker-Seiten und Poker-Turnieren sowie vor allem auch Informationen über Pokerregeln und -strategien.

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27. Februar 2012 1 27 /02 /Februar /2012 14:11

Kürzlich besorgte ich mit ein schönes Töpfchen Thymian im Terrakotta Pott. Gerade jetzt, wo der Frühling schon deutlich über den Horizont spickelt, freue ich mich um so mehr auf Gerichte, die schon jetzt vom Sommer künden. Und dazu gehören nun mal frische Kräuter, ganz besonders hat es mir eben auch der Thymian angetan.

Doch leider will er nicht so richtig gedeihen.

Die Stängel sind dünn, die Farbe blass und er schießt in den Himmel. Das Aroma ist zwar kräftig, doch die dünnen Triebe reißen ständig, sodass es fast unmöglich ist, die kleinen Blättchen vom Stengel zu zupfen.

Da in diesem Blog anscheinend viele Gartenprofis vertreten sind, stelle ich einfach mal ganz öffentlich die Frage:

Was kann ich tun um den Thymian wieder ins Lot zu bekommen?

 

Das ist ein kleiner Gastbeitrag vom Isi aka Beni Shangul von Abenteuer Kochen. Wer was dazu weiß, kann hier kommentieren oder ihm direkt schreiben.

 

Ich mache gleich mal den Anfang und vermute, dass Isis Thymian "geil" geworden ist. Und zwar könnte das daran liegen, dass er zu dunkel und zu warm steht. So sagte mir jedenfalls ein Gärtner, dem ich ähnliches Ungemach mit den Tomatenpflänzchen berichtete, die ich wintertags am Fenster vorziehe. 

Ich habe auch schon gehört, dass es von zuviel Stickstoff kommen soll. Ich tippe aber eher auf zu warm und zu dunkel, weil das Stöckchen ja fertig gekauft wurde. 

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Published by Fokko - in Garten
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26. Februar 2012 7 26 /02 /Februar /2012 12:10

Als ich begann, über Möglichkeiten nachzudenken, das Glühbirnenverbot zu umgehen, kam mir natürlich auch der Gedanke, Glühbirnen selbst zu bauen. Scheint auf den ersten Blick schier gar unmöglich zu sein.... 

Mittlerweile habe ich aber ein Video im Netz gefunden, das zeigt, wie sich einer Elektronenröhren selbst baut und wie dabei die wichtigstens Probleme gelöst werden, die ich auch beim Selbstbau von Glühlampen sehe. Es ist wirklich nicht ganz einfach, aber wie man sieht, geht es.

 

 

    In dem Video sieht man vor allem auch, wie man den Glaskolben machen kann, wie man die Glühdrähte darin befestigt und wie man die ganze Chose zum Schluss luftleer bekommt. Das sind die wichtigsten Probleme, die man auch beim Selbstbau von Glühlampen lösen muss. Eine Glühlampe zu bauen, ist sogar einfacher als der Selbstbau einer Elektronenröhre, da das Innenleben wesentlich weniger kompliziert ist.  

   Was das Video nicht zeigt, weil es darin um Elektronenröhren und nicht um Glühbirnen handelt, ist wie man die Tropfenform hin- und das ganze in einen Schraubsockel bekommt. Die Tropfenform dürfte kein großes Problem sein, denn Glas kann man bekanntlich blasen.

selbstgebaute Gluehbirne 3D-Modell

So in etwa könnte eine selbstgebaute Glühbirne aussehen...

 

   Den Schraubsockel wird man tatsächlich nicht selbst machen können. Das ist aber kein Problem, denn die Dinger gibt es ja weiterhin. Natürlich sollte man keine alten Giftbirnen (aka "Energiesparlampen") "entsorgen" um die Dinger zu gewinnen. Aber es gibt ja weiterhin Glühlampen für Spezialanwendungen, die auch E14er und E27er Sockel haben, den man von druchgebrannten Exemplaren gewinnen kann. Eine anderere Möglichkeit wäre ein Sockel mit Kontaktstiften wie bei der Elektronenröhre im Film. Dann müsste man allerdings auch passende Fassungen bauen. In jedem Falle könnte man den Glaskolben im Sockel mit hitzebeständigem Kitt befestigen.

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  Und als Bonus bekommt man bei solchen selbstgebauten Glühlampen auch noch den netten, nostalgischen Zipfel, der durch das Evakuieren des Kolbens bedingt ist.

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24. Februar 2012 5 24 /02 /Februar /2012 13:21

Wenn man hört bzw. liest, was Jagdabschaffenwoller in dieser Hinsicht so alles behaupten, könnte man glatt meinen, der Jäger sei für die breite Masse der Menschen der Antiphatieträger schlechthin. Wie bei so vielem, was weltfremde Gutmenschen mit Bambi-Mentalität verbreiten, sieht die Realität etwas, genauer gesagt, sogar deutlich anders aus.

Eine Umfage in den USA ergab jetzt, dass dort - obwohl nur 1% der Leute tatsächlich auf die Jagd geht - die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung es in Ordnung finden, dass gejagt wird. Ein deutlicher Anteil der Nichtjäger gab auch an, in Zukunft gerne auf die Jagd gehen zu wollen. Mit dem Schießsport verhält es sich im Prinzip genauso.

Auch das Angeln ist in den USA gut angesehen; über 90% der Befragten betrachten die Sportfischerei als nachhaltige Naturnutzung. Außerdem essen weite Teile der US-Bevölkerung gerne Wildbret.

Auch bei uns in Deutschland sind wir Jäger besser angesehen, als die Jagabschaffenwoller wahr haben wollen. Das gleiche gilt für die Schweiz. In beiden Ländern zeigten Umfragen, dass die Jagd von der Mehrheit der Menschen als legitim angesehen wird. Mehr dazu in diesem Artikel im Jagdnetz

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