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Auto

Thursday, 6. december 2012 4 06 /12 /Dez. /2012 19:38

Jedes fünfte Auto fällt derzeit beim TÜV durch, so steht es laut Spiegel Online im TÜV-Report 2013. Mit auf der Hitliste der schwerwiegenden Mängel: Die Beleuchtung. Und der TÜV-Geschäftsführer  Klaus Brüggemann.  wundert sich auch noch darüber: "Die über Jahre konstant hohen Mängelraten an der Beleuchtung sind erstaunlich."

   Jeder mit einem bisschen Hirnschmalz fragt sich da doch: Ist der Mann tatsächlich so ein Kurzdenker, will er nicht sagen, was Sache ist oder darf er das nicht? Es liegt doch auf der Hand: Früher kostete ein Scheinwerferbirnchen ein paar Mark, war an jeder Tanke vorrätig und mit wenigen Handgriffen ausgetauscht. Merkte man, dass man einäugig fuhr, konnte man den Mangel an der nächsten Tankstelle umgehend selbst beseitigen.

   Und heute? Naja, die supertollen Xenon-Lampen mit ihrem eklig kalten Licht kosten gerne mal an die 100 Euro und zum Austausch kommt man nur mit Messer und Gabel dran, will man nicht erst den Motor ausbauen. Wundert sich da jemand noch darüber, dass - zumal überall die Kohle knapp ist - unter diesen Umständen einfach mal bis auf weiteres einäugig weitergefahren wird?

   Und die anderen Mängel? Naja, die Kohle ist wie gesagt knapp und Reparaturen sind teuer; ohne Auto geht es meist nicht. Da wird dann halt mit dem Schlitten weitergegurkt, auch wenn der Auspuff am Boden schleift und die Eisen der nicht mehr vorhandenen Bremsbeläge auf den Bremsscheiben knirschen.

   Also, lieber Onkel-Autodokter vom Dampfkessel-Überwachungsverein: Wenn Du nicht sagen willst oder darfst, was konkret Sache ist, halte besser den Mund, wenn Du nicht vor allen (auch nur ein wenig denkenden) Leuten als Vollpfosten dastehen willt!

von Fokko - veröffentlicht in: Auto - Community: Multi-Themen Blogs
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Tuesday, 26. july 2011 2 26 /07 /Juli /2011 10:38

Jetzt beginnt die Paarungszeit der Rehe, welche die Jäger als Blattzeit bezeichnen. Als Autofahrer sollte man das wissen, da dadurch eine erhöhte Wildunfallgefahr entsteht.

  Rehböcke sind, wie Rothirsche polygam, beglücken also in ihrer Paarungszeit - wenn sie denn zum Zug kommen - mehrere weibliche Wesen. Sie halten sich nun aber nicht wie ihre großen Vettern ein Brunftrudel, sondern treiben sich als Vagabondi del Amor in der Gegend umher und gucken, wo es was zu - na, Ihr wisst schon was...

  Auch von menschlichen Männern ist ja bekannt, dass es mit der Vorsicht meist nicht mehr weit her ist, wenn einer erst mal angefangen hat, mit den Keimdrüsen zu denken. Bei Rehböcken ist das nicht anders.

  In der Blattzeit muss man daher vor allem auch tagsüber mit über die Straße wechselnden Rehen rechnen. Zum einen können Böcke über die Straße rennen, wenn sie auf der anderen Seite eine Geiß ausgemacht zu haben glauben. Zum anderen lassen sich die Geißen, bevor sie dem Liebeswerben eines Bockes nachgeben, zunächst ein wenig in der Gegend herum jagen. Und auch dieses Treiben wie es der Jäger nennt könnt durchaus einmal über eine Straße führen - und dort enden, wenn ein unvorsichtiger Autofahrer daherkommt...

  Besonders gefährlich sind übrigens heiße Tage. Wenn die Sonne so richtig brennt, werden die Rehböcke munter und man muss besonders gut aufpassen, dass man nicht einem den Spaß verdirbt, weil man zu schnell mit dem Auto unterwegs war.

  Sollte es doch einmal krachen, ruft man am besten die Polizei und/oder den Jäger. (Die Polizei sollte den jeweiligen Revierpächter ausfindig machen können). Erstens, damit das Reh erlöst wird und zweitens, damit man, wenn das Auto gegen Wildunfallschaden versichert ist, eine Bestätigung für die Versicherung bekommt, damit diese den Schaden reguliert. So eine Bestätigung kann der Jäger ausstellen, ein amtliches Schreiben der Polizei sollte aber mindestens genausogut sein.

von Fokko - veröffentlicht in: Auto
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Wednesday, 4. august 2010 3 04 /08 /Aug. /2010 09:15

Schienengleiche Bahnübergänge sind selten geworden und sollen im Prinzip, zumindest bei Hauptstrecken, vollständig verschwinden. Gerade weil sie so selten geworden sind, scheint das Fahrschulwissen über Rechtslage und Verhalten an ihren vielen Autlern nicht mehr ganz so präsent zu sein. Das kann zu gefährlichen Situationen führen, wenn doch noch irgendwo so ein Fossil in der Verkehrslandschaft herumsteht.

schienengleicherbahnuebergangandreaskreuz  Ab und zu findet man noch irgendwo einen schienengleichen Bahnübergang, wie hier in Aalen/Württ.

 

      "Eine offene Bahnschranke bedeutet: Achtung es kommt ein Zug! Der Bahnwärter hat lediglich vergessen, die Schranke herunterzulassen." So lautete vor über dreißig Jahren der Standardspruch unseres Fahrlehrers, wenn er im Theorieunterricht auf dieses Thema kam. In der Tat ist es so, dass auch bei offenere Schranke der Zug Vorfahrt hat.

   Das liegt daran, dass an einem Bahnübergang - egal ob beschrankt oder unbeschrankt - immer ein Andreaskreuz vorhanden ist. Und das gibt, so wird man sich an die Führerscheintheorie erinnern, eben den Schienenfahrzeugen Vorrang, egal ob eine Schranke da und heruntergelassen ist oder nicht.

     Diese Rechtslage ist der Grund dafür, dass man bei einem Unfall mit einem Schienenfahrzeug grundsätzlich einmal ganz schlecht dasteht. Sofern man überhaupt noch dasteht, denn wenn man mit dem Auto in Konflikt mit einer Zug gerät, nutzen die tollsten Sicherheitsfeatures nichts. In den meisten Fällen ist man trotz Gurt, Knautschzone, Seitenaufprallschutz und diversen Airbags nach einer solchen Begegnung mausetot.

     Schienengleiche Bahnübergänge findet man heute vor allem noch bei nachrangigen Straßen. Da diese natürlich auch nachrangig instand gehalten werden steht es mit der Qualität der Fahrbahnoberfläche im Kreuzungsbereich mit den Schienen oft nicht zum besten. Sprich: Es ist hier mit Absätzen zu rechnen und wenn ein Verkehrsschild am Bahnübergang eine Geschwindigkeitsbegrenzung signalisiert, sollte man diese tunlichst einhalten. Wer schon einmal fast mit dem Schädel das Autodach durchschlagen hat, weil er meinte die 30 km/h stünden zum Spaß da, weiß was ich meine.

von Fokko - veröffentlicht in: Auto
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Friday, 16. october 2009 5 16 /10 /Okt. /2009 12:56
(Zählmarke ist eingebaut)

Wenn man wie im ersten Teil dieser Artikelreihe beschrieben herausgefunden hat, ob es an  der Zündung oder dem Kraftstoffsystem liegt, dass das Auto nicht anspringt, kann man daran gehen, den Fehler weiter einzugrenzen. Heute, im zweiten Teil der Artikelreihe über Störungsbehebung am Auto wird es um die Zündanlage gehen.

Zündprobleme

Es steht also fest, dass die Zündung schuld daran ist, dass das Auto nicht anspringen will. Je nachdem, was kaputt ist, kann es mit moderaten Kosten abgehen oder auch teuer werden. Früher war ein solcher Schaden kein Drama, denn die ganze Zündanlage bestand aus relativ billigen Teilen, das teuerste daran war die Zündspule. Heute jedoch gibt es ein statt dem Unterbrecher mit seinem Nocken im Zündverteiler ein elektronisches Steuergerät und einen Totpunktgeber. Trotzdem ist der engagierte Autoschrauber hier nicht gänzlich hilflos. Das, was - wie so manche argwöhnen und damit vielleicht nicht einmal Unrecht haben - die Werkstätten tun, nämlich Module auf Verdacht austauschen kann man auch selbst tun.

Doch so weit sind wir nicht, es kann, wie wir gleich sehen werden, auch der eine oder andere triviale Fehler Schuld an den Zündproblemen sein. Doch bevor es ans tatsächliche Schrauben geht, sollte man zunächst wissen, wie eine Zündanlage funktioniert, und daher soll das hier erläutert werden.

Unterbrecherzündungen

Bild 1: Batteriezündungen mit und ohne Transistor (Bild: Thuringius, PD)

Das Prinzip, nach dem eine Zündanlage funktioniert, macht man sich am besten an der altmodischen Unterbrecherzündung klar. Man findet sie, außer bei älteren Autos, auch noch an älteren Mopeds und Motorrädern und verschiedenen Maschinen, wie etwa Rasenmähern oder Motorhacken. Es ist also kein Fehler, wenn man weiß, wie eine solche Anlage funktioniert. Wenn man das verstanden hat, kommt man auch leicht dahinter, wie eine moderne elektronische Zündung arbeitet. Die ist nämlich noch einfacher zu reparieren als die gute alte Unterbrecherzündung, denn das eigentlich komplizierte daran, das Steuergerät, kann man nicht reparieren, sondern nur austauschen.

Die Unterbrecherzündung, wie sie von Bosch entwickelt und auf den Markt gebracht wurde, funktioniert im Prinzip wie in Bild 1 (A) dargestellt. Die Batterie lässt Strom durch die Primärwicklung (links) der Zündspule fließen und baut dadurch ein Magnetfeld auf, welches auch die Sekundärwicklung (rechts) durchfließt. Zum Zündzeitpunkt wird der Strom durch den Unterbrecher S abgeschaltet. Dadurch bricht das Magnetfeld schlagartig zusammen. Ein zusammenbrechendes Magnetfeld ist jedoch ein sich änderndes Magnetfeld und ein solches kann in einer Spule eine Spannung induzieren. Genau das tut es auch in der Sekundärwicklung  der Zündspule. Da diese sehr viele Windungen hat, ist die Spannung sehr hoch und reicht aus, um an der Zündkerze eine Zündfunken überspringen zu lassen.

Bild 2: Zündspule eines Isuzu UBS 17 (Trooper)

Auch in der Primärwicklung entsteht eine Spannung, die am Unterbrecher einen Funken überspringen lassen würde, das so genannte Öffnungsfeuer. Diese Spannung fängt jedoch der Kondensator C ab, der zum Unterbrecher parallel geschaltet ist, da der Funken die Kontakte des Unterbrechers unnötig verschleißen lassen würde. Funken am Unterbrecher weisen daher übrigens auf einen kaputten Kondensator hin.

In (älteren) Mopedmotoren und anderen kleinen Zweitaktern ist in der Regel eine Variante dieser Zündung eingebaut, die Magnetzündung. Hier ist die Primärwicklung der Zündspule gleichzeitig Generatorwicklung und sitzt innerhalb des Polrades, einem Schwungrad, welches einen Dauermagneten enthält und selbst auf der Kurbelwelle sitzt. Wenn, wie z.B. bei Mopeds, erforderlich, ist in einer solchen Zündanlage noch ein zweite Generatorspule eingebaut, die Strom für die Beleuchtung erzeugt. Diese, früher bei Mopeds übliche Zünd- und Lichtanlage heißt Schwunglichtmagnetzünder.

Bild 3: Zündspule einer Magnetzündung (Foto: Ulfbastel, PD)

Der Unterbrecher wird bei solchen Zündungen zum Zündzeitpunkt durch einen Nocken angehoben, der bei Zweitaktern direkt auf der Kurbelwelle sitzt. Bei Mopedmotoren ist in der Regel die Nabe des Polrades entsprechend ausgebildet. Bei Viertaktern sitzt der Unterbrechernocken auf einer Welle, die sich mit halber Kurbelwellendrehzahl dreht, z.B. auf der Nockenwelle. Bei Viertakt-Mehrzylindermotoren,  wie etwa im Auto, sitzt er typischerweise auf der Verteilerwelle, welche auch den Verteilerfinger trägt, der den Zündstrom jeweils zu einem Kontakt leitet, an dem das Zündkabel desjenigen Zylinders angeschlossen ist, der gerade gezündet werden soll. In diesem Falle sind auf der Verteilerwelle so viele Nocken, wie Zylinder versorgt werden müssen.

Bei einfachen Motoren, wie etwa am Moped oder Rasenmäher, ist der Zündzeitpunkt immer gleich. Bei Automotoren wird er entsprechend der Last und der Drehzahl verstellt, in der Regel sind daher zwei Verstelleinrichtungen am Zündverteiler vorhanden: ein Fliehkraftregler für die Drehzahl- und eine Unterdruckdose für die Lastverstellung. Beide wirken zusammen und passen durch ihre Verstellwirkung den Zündzeitpunkt den unterschiedlichen Drehzahl- und Lastzuständen des Motors an.

Zündzeitpunkt einstellen

Bei Zündanlagen mit Unterbrecher wird der Zündzeitpunkt in der Regel durch Verdrehen der Aufnahme des Unterbrechers zu der Welle eingestellt, die ihn anhebt. Bei Mopedmotoren lässt sich dafür die Grundplatte des Schwunglichtmagnetzünders verdrehen, was aber nur bei stehendem Motor möglich ist. Bei Automotoren mit einer solchen Zündung kann man den Zündverteiler drehen. Da dies auch bei laufendem Motor möglich ist, kann man hier die Zündung mit einer Stroboskoplampe einstellen. Dazu befinden sich Markierungen auf irgendwelchen sichtbaren Teilen oder Anbauten der Kurbelwelle, z.B. auf dem Schwungrad an der Getriebeseite des Motors. Diese Markierung muss nun im Stroboskoplicht bei einer bestimmten Drehzahl und ggf. unter weiteren in der Dokumentation zum jeweiligen Motor vorgegebenen Bedingungen (z.B. abgezogener Unterdruckschlauch am Zündverteiler) mit einer feststehenden Gegenmarkierung übereinstimmen.

Dazu muss jedoch der Unterbrecherabhub stimmen, den man vorher einstellt. Dies geschieht mit einer Fühlerlehre (umgs. "Spion"), einem Satz dünner Federstahlbleche verschiedener, genau definierter Stärken. Wenn z.B 0,25 mm Abhub vorgeschrieben sind, legt man den 0,05er und den 0,2er Streifen aufeinander und stellt den Unterbrecher so ein, dass sich die Streifen bei der größten Öffnung gerade noch zwischen den Kontakten bewegen lassen.

Es gibt auch Geräte, die den so genannten Schließwinkel messen, welcher den Teil der Umdrehung angibt, während dessen der Unterbrecher geschlossen ist. Dazu  muss der Motor aber drehen. Bei Autos geht das meist, wenn man Verteilerkappe und Verteilerfinger abnimmt  und den Motor vom Anlasser durchdrehen lässt, andernfalls muss man justieren, zusammenbauen, starten, Schließwinkel prüfen, stoppen, aufmachen, nachjustieren usw... Bei Automotoren werden meist sowohl der Schließwinkel als auch der Unterbrecherabhub in der Dokumentation angegeben

Transistorzündungen

Eine einfache Transistorzündung sieht man in Bild 1 (B). Das Prinzip ist das gleiche wie bei der Unterbrecherzündung, nur dass der Stromfluss in der Primärwicklung der Zündspule hier zum Zündzeitpunkt nicht mehr durch den Unterbrecher unterbrochen wird, sondern durch einen Transistor. Dieser wiederum kann im einfachsten Fall seinerseits durch einen Unterbrecher angesteuert werden, der dann nur noch einen sehr kleinen Steuerstrom zu schalten hat und daher nicht oder kaum mehr abbrennt. Außerdem kann bei diesen Anlagen die Primärspannung auch höher sein, sie beträgt etwa 300 V, was das Hantieren an solchen Zündanlagen bei laufendem Motor nicht ganz ungefährlich macht.

Bild 4: Totpunktgeber eines Renault (Matra) Espace mit verrotteter Isolierung. Da die blanken Drähte sich kurzschließen, kann der Sensor kein Signal mehr geben

 

Mit solchen elektronischen Zündanlagen kann man übrigens sehr leicht Motoren nachrüsten, die von Haus aus mit einfachen Unterbrecherzündungen ausgerüstet sind. Wenn eine solche Zündung bereits vom Hersteller vorgesehen ist, kann anstelle des Unterbrechers auch ein kleiner Sensor treten, der den Zündzeitpunkt an der Verteiler- oder Nockenwelle feststellt. Damit hat man ein verschleißanfälliges Bauteil eingespart und den Motor betriebssicherer und wartungsärmer gemacht.

Elektronische Zündungen

Moderne Zündungen gehen noch weiter: Hier wird nicht mehr der Zündzeitpunkt von der Kurbel- oder einer anderen Welle abgenommen, sondern lediglich eine bestimmte Stellung des Motors erkannt - etwa der obere Totpunkt des ersten Zylinders - und an die Zündanlage signalisiert. Dazu dient z.B. ein magnetischer Sensor, der etwa einen kleine Magneten erkennt, der an einer bestimmten Stelle im Schwungrad sitzt.

Da die Elektronik ja auch die Drehzahl kennt, kann sie nun ausrechnen, wann sie jeweils die Zündfunken für die einzelnen Zylinder erzeugen muss. Dabei ist es natürlich kein Problem die Drehzahl und den Unterdruck im Ansaugtrakt mit zu berücksichtigen. Das einzige mechanische Teil an einer solchen Zündanlage ist der Zündverteiler, der aber auch entfallen kann, wenn die Zündanlage eine separate Zündspule für jeden Zylinder besitzt und jeweils zum richtigen Zeitpunkt die Primärströme für die einzelnen Zylinder unterbricht. In diesem Falle werden heutzutage die Zündspulen auch schon in die Einheit Zündkerzenstecker/Zündkabel ausgelagert.

Triviale Fehler

Unabhängig von der Bauart der Zündung gibt es den einen oder anderen trivialen Fehler, der zum Versagen führen kann. Als erstes sollte man daher das Masseband, welches den Motor mit dem Rest des Fahrzeuges elektrisch leitend verbindet, überprüfen. Wenn der Motor durch seine Gummiaufhängung nämlich tatsächlich isoliert ist, kann die Zündung ohne das Masseband nicht funktionieren. Meist tut die Zündung es auch ohne das Masseband, weil die Schrauben der Aufhängung eine leitende Verbindung herstellen, worauf man sich aber nicht verlassen sollte, denn ein hoher Widerstand auf dem Rückweg des Zündstromes ist einem guten Zündfunken und damit der Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit und nicht zuletzt auch der Leistung der Maschine abträglich.

Es lohnt sich auch, zu gucken, ob die Zündanlage etwa mit einer Sicherung abgesichert und diese vielleicht durchgebrannt ist. Ansonsten sieht man sich natürlich zunächst auch alle elektrischen Verbindungen an, die zu und von der Zündung hin bzw. weg führen. Außerdem empfiehlt es sich, mit einer Prüflampe oder dergleichen zu checken, ob die Stromversorgung der Zündung Spannung führt.

Bei Einzylinder-Zweitaktern gibt es auch gerne einmal die berühmt berüchtigte "Brücke"; das ist ein Kohlenstofffaden, der sich zwischen den Zündkerzenelektroden bilden kann und dann dem Zündstrom eine höchst willkommene Alternative zum mühseligen Überspringen als Funke bietet.

Fehler an Unterbrecherzündungen

Unterbrecherzündungen haben ein Menge Teile, die kaputt sein können, was sich aber nicht immer in einem Totalversagen äußert. Wenn gar nichts mehr geht, kann man zunächst einen Blick auf den Verteilerfinger werfen, ob an diesem etwas abgebrochen ist oder eine ähnliche Beschädigung besteht, so dass der Kontakt zu den Zündkabeln nicht mehr hergestellt werden kann.

Bild 5: Flickarbeit mit Powerknete: sieht nicht gut aus, aber funktioniert

Der nächste Kandidat ist natürlich der Unterbrecher: Er kann verschlissen sein, so das er nicht mehr auf oder nicht mehr zu macht. Oder es ist das Käbelchen abgefallen, welches ihm den Strom zuführt. Selbstverständlich macht man auch eine allgemeine Sichtprüfung, ob irgendetwas abgebrochen oder abgefallen ist oder sich gelöst hat.

Wenn an diesen Teilen alles in Ordnung ist, sollte man sich die Zündspule vornehmen. Man kann sie bei einem Bosch-Dienst überprüfen lassen oder, wenn man über ein Messgerät verfügt und die vorgeschriebenen Werte kennt, selbst messen, ob die Widerstände- der Primär- und Sekundärwicklung in Ordnung sind. Allerdings sagt eine solche "Kalt-"Messung nichts darüber aus, ob nicht im Betrieb irgendwo etwas durch- oder überschlägt. Wenn allerdings z.B. gar kein Strom mehr durch eine der Wicklungen geht, ist dies ein klarer Schuldbeweis und man hat den Übeltäter gefunden.

Fehlersuche bei elektronischen Zündungen

Bei elektronischen Zündungen bleiben - außer den trivialen Möglichkeiten - eigentlich nur drei Fehlerursachen: Das Steuergerät ist kaputt (teuer!), die Zündspule hat sich verabschiedet, oder der Totpunktgeber ist der Bösewicht. Letzteren kann man zunächst einer Sichtprüfung unterziehen, wenn er z.B. so aussieht wie der in Bild 4, ist sein Schuld nicht zu leugnen, wie schließlich die in Bild 5 gezeigte Reparatur mit Powerknete bestätigte: Seitdem läuft der Espace meiner Frau wieder einwandfrei.

Wer einer solchen Reparatur nicht auf die Dauer trauen mag, kann damit jedoch zumindest die Probe aufs Exempel machen und weiß dann genau, welches Teil er kaufen muss. Allerdings hält diese Reparatur bei besagtem (und betagtem) Espace bereit wieder seit Tausenden von Kilometern.

Übrigens ist es eine Frechheit, dass sich die Isolierungen dieser Kabel nicht nur auf diese Weise auflösen, sondern das Ganze auch noch so gemacht ist, dass man sie nicht auswechseln kann, weil das Bauteil komplett fest vergossen ist. Zu allem Überfluss ist der Einführungspunkt der Kabel auch noch auf dem Grunde eines tiefen Loches, so dass die Isolation mit Powerknete eine kniffelige Operation war.

Für die Zündspule und den Verteilerfinger (so noch vorhanden) gilt das gleiche wie bei den Unterbrecherzündungen gesagt. Wenn alle diese Dinge in Ordnung sind, kann es eigentlich nur noch das Steuergerät sein, die ärgerlichste, weil teuerste Variante. Bevor man ein neues (oder besser: gebrauchtes) kauft, sollt man jedoch sehen, ob das alte nicht in einer Fachwerkstatt getestet werden kann, denn auch wenn man dem Totpunktgeber nichts ansieht, könnte er (oder die Zündspule) dennoch der Bösewicht sein, denn mit einfachen Mitteln kann auch hier - wie bei der Zündspule - allenfalls ein Schuld- nicht jedoch ein Unschuldsbeweis geführt werden.

von Fokko - veröffentlicht in: Auto
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Wednesday, 2. september 2009 3 02 /09 /Sept. /2009 10:42

An modernen Autos, so heißt es, könne man nichts mehr selbst machen, da alles „elektronisch“ sei und wenn so ein Fahrzeug einmal stehen bliebe, könne nur eine Werkstatt helfen. Das ist so nicht ganz richtig, denn ansonsten würden ja die Gelben Engel nach und nach arbeitslos. Trotz Elektronik kann der versierte Schrauber auch heute noch einiges selbst machen und vor allem wenn das Fahrzeug stehen bleibt oder nicht mehr anspringen will, kann man sich durchaus in vielen Fällen noch selbst helfen und in weiteren die Störung so weit eingrenzen, dass man einen klareren Reparaturauftrag an die Werkstatt geben kann.

Zündung oder Kraftstoffsystem?

Wenn ein Auto stehen bleibt oder nicht mehr anspringen will, stellt sich bei einem Ottomotor als erste und grundlegende Frage die, ob es an der Zündung oder Kraftstoffsystem liegt. Wenn man schon ein Weile georgelt hat und es am Auspuff nach Benzin riecht, ist das ein Indiz dafür, dass es an der Zündung liegt. Man sollte dies aber nicht gezielt tun, da unverbrannter Kraftstoff den Kat ruiniert. Leider kann man das – im Gegensatz zu früher – heutzutage bei der AU feststellen, so dass man auf den an sich sinnlosen Kat achten muss, denn der Austausch ist teuer und mit kaputtem Kat gibt es keine AU-Plakette.

Mit einer (herausgeschraubten) Zündkerze, die man auf den Motor legt, testet man, ob ein Zündfunken da ist

 

Also stellt man besser fest, ob ein Zündfunken vorhanden ist: Eine Zündkerze herausschrauben, wieder in den Stecker stecken und an eine Stelle legen, wo das Gewinde der Zündkerze metallischen Kontakt zur Fahrzeugmasse hat. Wenn man eine Ersatzkerze zur Hand hat, kann man diese verwenden und sich das Herausschrauben sparen. Schlaue Kfz-Meister von den Gelben Engeln haben zu diesem Zweck übrigens immer eine Zündkerze in der Tasche.  
Dann macht man einen Startversuch und beobachtet, ob an der Kerze ein Zündfunken überspringt. Dabei darf man jedoch Zündkabel oder Stecker auf keinen Fall mit der Hand halten! Während Stromschläge von der Zündung früher einmal unangenehm aber harmlos waren, sind sie bei modernen Autozündanlagen lebensgefährlich!

Tücken der Zündung

Springt ein schöner, satt blauer Zündfunke über, deutet dies zwar stark auf eine intakte Zündanlage hin, beweist aber dennoch nichts: Es kann durchaus sein, dass der Zündfunke unter diesen „Testbedingungen“ zwar überspringt, es aber nicht zum richtigen Zeitpunkt tut oder unter den Druckverhältnissen im Zylinderkopf ausbleibt oder zu schwach ist. 

Denkbar ist so etwas unter anderem, wenn Isolierungen an der Zündanlage marode geworden sind, Das ist vor allem dann nicht unwahscheinlich, wenn das Auto typischerweise bei Nässe nicht anspringt, sich bei trockenem Wetter jedoch starten lässt. In solchen Fällen kann ein Blick bei laufendem Motor im Schatten oder noch besser im Dunkeln unter die Motorhaube helfen: Risse in der Isolierung von Zündkabeln , der Verteilerkappe etc. verraten sich dabei oft durch blaue Funken.

Es ist auch ein Fall denkbar, bei dem die Zündung vollkommen intakt ist, beim oben beschriebenen Test auch ein satter, blauer Zündfunke kommt, der Motor aber trotzdem nicht läuft. Das kann nämlich passieren, wenn man dass Masseband zwischen Motorblock und Karosserie kaputt ist und man die Zündkerze beim Testen nicht auf den Motorblock, sondern auf ein Karosserieteil gelegt hat. Zumindest ist das der Fall, wenn die Aufhängung des Motors so gut isoliert, dass das Masseband tatsächlich nötig ist. An der Karosse hat die Kerze Masse und kann funken, im eingebauten Zustand jedoch nicht. Deswegen sollte man die Kerze beim Testen auch immer auf den Motorblock legen.

Ansaugtrakt und Luftzuführungsschlauch: Wenn man letzteren löst, kann man Starthilfespray einsprühen, um zu sehen, ob die Zündanlage funktioniert

 

Die Gegenprobe

Wie bereits erwähnt, sagt ein beim „Trockentest“ überspringender Zündfunke noch nicht alles aus. Es gibt aber eine Gegenprobe, die Klarheit verschafft: Wenn man die Verbindung zwischen Luftfilter und Ansaugtrakt löst, kann man dort Starhilfespray hinein sprühen, während der Motor gestartet wird. Springt er jetzt kurz an, ist dies der Unschuldsbeweis für die Zündung. Die weitere Fehlersuche muss sich nun also auf die Kraftstoffanlage richten.

Springt er nicht an, kann man davon ausgehen, dass das Problem bei der Zündanlage zu suchen ist. Beide Möglichkeiten will ich demnächst hier auf dem Blog behandeln. 

von Fokko - veröffentlicht in: Auto
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Tuesday, 27. january 2009 2 27 /01 /Jan. /2009 16:32

"Man muss den Schutzmann so umfahren, dass er links liegen bleibt," lautet die Pointe eines bekannten Fahrschulwitzes. Der Hintergrund dafür ist die Grundregel, dass man im Straßenverkehr grundätzlich auf der rechten Fahrbahnseite bleiben muss und daher Dinge in der Kreuzungsmitte eben so umfahren muss, dass sie an der linken Fahrzeugseite bleiben. Ausdiesem Grundsatz resultierte wohl auch die Art, wie früher zwei aus gegenüberliegenden Richtungen kommende Linksabbieger aneinander vorbeifahren mussten.

"Altdeutsches" und tangentiales oder "Amerikanisches" Linksabbiegen. Die erste Art war bis 1992 in Deutschland nach der StVO vorgeschrieben.

 Wer in 70er oder 80er Jahren den Führerschein gemacht hat, wird sich noch gut an die alte Art des Linksabbiegens erinnern. Sie funktionierte durchaus, wenn es lediglich zwei Fahrzeuge waren, die sich begegneten. Problematisch wurde sie aber z.B. an ampelgeregelten Kreuzungen, wenn hier für zwei entgegengesetzte Richtungen gleichzeitig die Linksabbieger Grün hatten und aus jeder Richtung eine ganze Menge Fahrzeuge auf einmal links abbiegen wollten. Bei solchen Ampelschaltungen musste dann durch entsprechende Zusatzschilder darauf hingewiesen werden, dass hier "amerikanisch" abzubiegen war.

 Der Ausdruck "Amerikanisch Linksabbiegen" kommt wohl daher, dass diese Methode nach dem zweiten Weltkrieg durch die Militärfahrzeuge der amerikanischen Besatzer bekannt wurde. Sie ist der "altdeutschen" Methode auf jeden Fall immer dann überlegen, wenn es mehrere Fahrzeuge sind, die links abbiegen wollen. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass man die Straße, in welche man einbiegt, nicht so gut einsehen kann.

 Nicht nur in den USA, sondern auch in der der DDR bog man schon früher auf diese Weise links ab. Seit 1992 ist das tangentiale Linksabbiegen, wie es auch heißt, auch bei uns Vorschrift. Anscheinend wurde es aus der Straßenverkehrsordnung der DDR übernommen, so wie auch das Schild mit dem Rechtspfeil, welches das Rechtsabbiegen an einer roten Ampel erlaubt.

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von Fokko - veröffentlicht in: Auto
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Monday, 29. december 2008 1 29 /12 /Dez. /2008 16:25

Jetzt im Winter ist wieder die Zeit der zugefrorenen Autoscheiben und der einfrierenden Wisch-Waschanlagen gekommen. Scheibenenteiser und Waschanlagenfrostschutz sind gefragt. Doch wie funktioniert der Frostschutz und kann man ihn eventuell selber machen?

 

Gerade bei tiefstehender Sonne im Winter ist eine saubere Frontscheibe wichtig. Damit man die immer hat, darf die Scheibenwaschanlage nicht einfrieren

 

Vereiste Scheiben

Das morgendliche Scheibenkratzen kann man sich natürlich sparen, wenn man das Auto abends in die Garage stellt. Aber nicht jeder hat schließlich eine und auch wenn man eine hat, ist sie so manchem viel zu schade um schnöde den fahrbaren Untersatz hinein zu stellen, weil sie sich doch auch für tausend andere Dinge eignet, die man nicht draußen erledigen oder aufbewahren kann, während das Auto auch sehr gut im Freien schläft.

 Der einfachste und billigste Trick gegen vereiste Scheiben ist ein hinreichend großer Pappendeckel, denn man Abends unter die Wischer klemmt. Der leistet übrigens auch im Sommer gute Dienste, da man ihn dann als Schattierung einsetzen kann, damit man sich nicht beim Losfahren jämmerlich die Hände am Lenkrad verbrennt.

 Sind die Scheiben dennoch zugefroren, nehmen viele Leute ein Scheibenenteiser-Spray anstatt zu kratzen. Die Scheibe wird es vielleicht danken, der Geldbeutel weniger, denn die Verwndeung von Scheibenenteiserspray gleicht dem sprichwörtlichen Zuckerkauf in der Apotheke. Konzentriertes Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage tut es auch. man füllt es einfach in eine Sprühflasche, z.B. vom Fensterputzmittel.

 

Scheibenwasser-Frostschutz

 Selbst wenn das Auto in der Garage schläft und deswegen die morgendliche Scheibenenteisung nicht erforderlich ist, ist das Vehikel unterwegs - und bei strenger Kälte auch in der Garage - Minusgraden ausgesetzt. Deswegen muss man das Scheibenwaschwasser gegen Einfrieren schützen. Kochsalz, welches an sich ein sehr gutes Auftaumittel ist, scheidet hier natürlich aus, da es stark korrosiv wirkt, das heißt es würde das schöne Auto mächtig rosten lassen. Teurer als Kochsalz, dafür aber nicht korrosiv ist Alkohol, der ebenfalls den Gefrierpunkt von Wasser senkt.

 Es gibt schöne, meist blaue Produkte zu kaufen, welche im wesentlichen aus irgendeinem Alkohol (oder auch mehreren), irgendwelchen Duft- sowieangeblichen Pflegemittelchen und jeder Menge Wasser bestehen. Das entscheidende daran ist der Alkohol, denn der sorgt für die Gefrierpunktserniedrigung. Ein Liter Scheibenwaschanlagen-Konzentrat als Markenprodukt kostet etwa drei oder vier  Euro und gefriert typischerweise bei -30 °C. Um das gleiche Geld bekommt man aber auch einen Liter ganz gewöhnlichen Brennspiritus. Der riecht zwar nicht so toll wie das schöne, blaue Scheiben-Frostschutzmittel, kann aber mit Wasser auf das doppelte gestreckt werden, denn wie man aus der folgenden Tabelle entnehmen kann, liegt der Gefrierpunkt einer Mischung von 50% Ethanol und 50% Wasser bei -32°C:

 

Ethanolgehalt in Vol.%   10   20   30   40   50


Gefrierpunkt °C            -4   -9   -15  -23  -32

 

 Tatsächlich liegt der Gefrierpunkt der genannten Mischung etwas höher, denn Brennspiritus hat keine 100% sondern lediglich mindestens 94% Alkohol, also schätzungsweise auch bei ca. -30°C. In der Praxis wird man in unseren Breiten sogar oft mit einem Gefrierpunkt von -9°C (20% Alkohol), in milderen Gegenden eventuell sogar mit -4°C (10% Alkohol) auskommen, wenn wir nicht gerade mal wieder einen wirklich kalten Winter haben. Selbst wenn es in der Nacht kurzfristig einmal bis auf -10 oder -15°C hinuntergeht, wird es im Motorraum des Autos nicht unbedingt auch gleich so kalt.

 Je nachdem, wie spät man das Auto abgestellt hat, wirkt die Restwärme des Motors noch einen mehr oder weniger großen Teil der Nacht nach und darüber hinaus ist der Motorraum eines Autos auch gewissermaßen eine "geschützte Lage", denn die Motorhaube wirkt der Auskühlung durch Wärmeabstrahlung entgegen, abgesehen davon, dass eine eventuell vorhandene Antidröhn-Beschichtung auch ein wenig isolierend wirken dürfte. Am kältesten wird es übrigens meist um den Sonnenaufgang und da steht  das Auto wintertags bei vielen Leuten bereits längst mit mittlerweile wieder aufgewärmten Motor auf dem Firmenparkplatz.

 Benutzt man sein Auto eher selten, muss man mehr Alkohol oder Frostschutz nehmen, genauso während längerer Kälteperioden. Für die gelegentliche, kalte Nacht in einem sonst eher milden Winter sollten die oben angegebenen Werte jedoch reichen.Auf jeden Fall sollte man morgens vor dem Losfahren die Scheibenwaschanlage probieren. Es kann nämlich auch passieren, dass das Wasser erst auf der Scheibe gefriert, was brandgefährlich werden kann!

 Der Wasser-Spirtusmischung kann man übrigens auch noch ein wenig Geschirrspülmittel zugeben, damit sie besser reinigt und vielleicht auch der typische Spiritusgeruch ein wenig überdeckt wird. Man kann sich auch zusätzliche noch eine konzentriertere Spirtusmischung machen und diese in die Sprühflasche zur morgendlichen Scheibenenteisung füllen.

 

Billigangebote

 Eine andere Möglichkeit sind die Billigangebote, die man um diese Jahreszeit oft in Baumärkten und dergleichen Läden sieht. Hier bekommt man fünf Liter oft für drei Euro. Ich habe heute zwei Sorten um diesen Preis gesehen, das eine ging angeblich bin -15, das andere bis -30°C. Das erste käme also preislich in etwa der 20%igen Spiritusmischung gleich,  das zweite wäre ihr sogar erheblich überlegen. Allerdings ist es so, dass Tester schon festgestellt haben, dass bei Billig-Scheibenfrostschutz der Gefrierpunkt nicht den Angaben entsprach und manche dieser Produkte auch Methanol (als giftigen Methylalkohol) enthielten. Ein Vorteil des selbstgemachten Scheibenreinigers besteht also auf jeden Fall darin, dass man weiß was was drin ist, ein weiterer ist der, dass man sich auf den Gefrierpunkt verlassen kann, wenn man nach der obigen Tabelle mischt.

von Fokko - veröffentlicht in: Auto
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