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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

IT / EDV - Lösungen
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70374 Stuttgart - Bad Cannstatt

Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

17. Juli 2011 7 17 /07 /Juli /2011 11:36

Als Windgas oder Elektromethan bezeichnet man ein Gas, das mit Hilfe von Elektrizität aus Wasser und CO2 hergestellt wird: Erst erzeugt man in der altbekannten Weise per Elektrolyse mit Strom Wasserstoff aus Wasser. Dann kommt der neuartige (oder gar nicht mal so neuartige, weil als Sabatier-Prozess schon lange bekannte) Schritt: Der Wasserstoff wird mit Kohlenstoffatomen aus CO2 zu Methan verbunden, dem entscheidenden Hauptbestandteil von Erd- und Biogas, der die Energie enthält.
          Insgesamt ist die Erzeugung von Methan aus Wasser und CO2 ein endothermer Vorgang, benötigt also Energie. Diese Energie wird in Form von Strom aus regegenerativen Quellen zugeführt. So erhält man aus dem unregelmäßig verfügbaren Wind- und Sonnenstrom "künstliches Erdgas", das mit der bestehenden, ausgereiften und gut funktionierenden Erdgas-Technologie genutzt werden kann. Außerdem kann man damit auch Auto fahren: Wir besitzen eine ausgereifte Vebrennungsmotorentechnik und haben diese bereits alltagstauglich für Erdgas angepasst, wie man an den einwandfrei funktionierenden Erdgasautos sieht.

Der Stein der Weisen?

   Ich bin ja einer, der tollen Patentlösungen immer skeptisch gegenübersteht, aber in der Technik gab es in der Vergangenheit immer wieder bahnbrechende Erfindungen. Diese Sache scheint mir höchstwahrscheinlich so etwas zu sein. Windgas oder Elektromethan darf man getrost mit der Bessemer-Birne und ihrer entscheidenden Verbesserung durch Thomas vergleichen, welche die Aufgabe, Stahl in großen Mengen zu günstigen Preisen verfügbar zu machen, löste.

Formeln Windgas richtig

Die chemischen Vorgänge bei der Erzeugung und Nutzung von Windgas

 

         In vergleichbarer Weise löst Windgas nun das Problem, das wir zwar mit Windkraft Strom in gewaltigen Mengen erzeugen, ihn aber nicht hunderprozentig nutzen können, weil er unregelmäßig und nicht immer dann zur Verfügung steht, wenn man ihn benötigt. Mit der Bessemer-Birne konnte man Stahl in großen Mengen erzeugen, was aber nicht viel nutzte, weil sie kein phosphorhaltiges Roheisen mag und dummerweise das meiste Erz solches Roheisen liefert. So wie nun die basische Ausmauerung von Sidney Gilchrist Thomas dieses Problem löste, löst die Windgasherstellung die Aufgabe, Windenergie speicherbar zu machen.
         Gleichzeitig passt diese Technik, weil sie CO2 verarbeitet, gut zur Biogastechnik: Biogas enthält nämlich weniger Methan als Erdgas und dafür sehr viel CO2, das ihme entzogen werden muss, wenn man es kompatibel zum Erdgas machen will. Dieses CO2 muss man nun nicht mehr davonzischen lassen, sondern kann es für die Windgaserzeugung nutzen. Man muss dabei noch nicht einmal das Kohlendioxid vorher vom Methan des Biogases abtrennen, sondern kann das Biogas in den Sabatierprozess einbringen und mit dem Wasserstoff aus dem darin enthaltenen CO2 Methan machen. Gewissermaßen raffiniert man also das Biogas zu Erdgas.      

Die tatsächliche Problematik

         Das Problem bei der Sache ist kein technisches, sondern es sind die Politik und die Lobby der großen Stromgeier und wahrscheinlich auch die Ölkonzerne: Windkraft und Biogas sind sowieso bereits skalierbare Techniken, die sich auch wunderbar in kleineren Anlagen zur lokalen und regionalen Energiegerwinnung einsetzen lassen. Wenn man nun den Strom aus Windenergie auch noch problemlos auf lokaler und regionaler Ebene speichern kann, sind die Strommultis weg vom Fenster, denn kein Mensch braucht mehr deren Großkraftwerke und Überlandleitungen. Erzeugt man nun auch noch den Treibstoff für den Kraftverkehr vebrauchernah in kleinen Betrieben auf dem platten Land - auch die Windgastechnik ist nämlich sehr gut skalierbar - bedeutet dies auch den Todesstoß für die Treibstoffsparte der petrochemischen Industrie.
         Dagegen werden die Konzerne sich mit Händen und Füßen wehren - und dabei natürlich ihre geballte Lobby-macht einsetzen. Das werden wir in den nächsten Jahren erleben. Wer sich nur aus den Mainstreammedien informiert, wird davon möglicherweise noch nicht einmal etwas mitbekommen, denn dort werden die Technologien der großen Energieversorger gefeiert und versucht, die wirkliche Energiewende zu verhindern, nämlich die hin zur kleinformatigen, dezentralisierten und regionalen Energiegewinnung in Bürgerhand. 
       Es ist auch gut möglich, dass die Energiekonzerne versuchen werden, die Windgastechnik an sich zu ziehen, zumal sie ja auch Erdgas verkaufen. Windgas lässt sich ja, wie die Windstromtechnik ebenfalls, nicht nur dezentralisiert in kleinen Einheiten, sondern auch mit großen Anlagen herstellen. Es ist daher durchaus denkbar, dass die Stromriesen die Windgastechnik aufgreifen und in ihre Konzepte der zentralisierten Nutzung von regenerativen Energiequellen einbinden, mit denen sie versuchen, auch weiterhin einen möglichst großen Teil des Strommarktes zu beherrschen.

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Kommentare

Sieglinde Kaßbaum 05/07/2015 14:04

Windgasproduktion- und Speicherung halte ich neben Lageenergiespeicher für die sauberste Lösung. Es würde auch den Bau von riesigen Trassen von der Nordsee bis Bayern ersparen. Die Dezentralisierung von Energie ist genau richtig. Hermann Scheer, der verstorbene Solarpapst, hatte dies sehr gut darstellen können.

Jürgen Heinrich 12/04/2012 23:47

Unser Verein hat sich hierzu auf einer Seite mit mehreren Beiträgen immer wieder geäußert.
Der lokale Einsatz und die autonome Erzeugung von Windgas in einem Hybridkraftwerk vor Ort würde unsere Energielandschaft komplett verändern und langfristig die Preisgestaltung von Energie zurück
in Bürgerhand bringen können.

http://www.energietisch-luebeck.de/diverses/erneuerbare_energien_fuer_luebeck.html

Christian Elbers 06/16/2012 19:10

Hallo,

ich habe im Fernsehen einen Beitrag über das Thema Windgas gelesen und mir stellt sich seitdem eine Frage, die ich im Netz leider noch nicht gefunden habe: Was wird bei der Rückumwandlung
eigentlich aus dem künstlich hergestellten Methan bzw. bekommt man das ursprünglich eingesetzte Wasser wieder zurück? Falls nein, wie kann diese Methode als "Stein der Weisen" gefeiert werden, wenn
wir damit das wertvollste Element auf diesem Planeten unumkehrbar verbrauchen, nur um bequem und ohne größeren Aufwand für die Gasnetzbetreiber Strom zu speichern? Angenommen, diese Methode setzt
sich weltweit durch, wie viel Wasser würden wir dann wohl vernichten? Kann trotz des Salzgehaltes Meerwasser verwendet werden oder beutet man lieber die teils ohnehin knappen Süßwasservorkommen
aus? Würde mich über eine Antwort freuen.

Fokko 06/18/2012 14:43



Hallo Christian!


Das Wasser setzt man nicht bei der Herstellung des Methans ein, sondern bei der Wasserstoffgewinnung am Anfang. Beim Sabatier-Prozess bekommt man dann, wie man an den Formeln oben sieht, einen
Teil dieses Wassers wieder zurück. Der Rest wir frei, wenn - das sieht man auch oben an den Formeln - das Methan vebrannt wird, denn dabei entstehen CO2 und Wasser.


Das Wasser aus dem Sabatier-Prozess wird man vermutlich wieder für die Elektrolyse verwenden können. Das beim Vebrennen des Methans entstehende Wasser könnte man theoretisch auch auffangen, aber
das wäre wohl nur sinnvoll, wenn man auch das CO2 zurückgewinnen würde, um es erneut im Sabatier-Prozess einzusetzen. Dann würde das Wasser nämlich beim Komprimieren des CO2 abgeschieden.


Theoretisch wäre also ein kompletter Kreislauf von CO2 und Wasser möglich - wenn man das Methan immer wieder vollständig verstromt. Ob das wirtschaftlich sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Und
auch, wenn man das Methan anderweitig verwendet - z.B. zum Autofahren - bekäme man natürlich daraus weder das Wasser noch das CO2 zurück.


Auf jeden Fall aber bekommt man beim Sabatierprozess einen Teil des bei der Wasserstoffgewinnung verbrauchten Wassers zurück. Daher wird bei der Herstellung von Elektromethan, also Windgas,
weniger Wasser vebraucht, als wenn man den Wasserstoff, wie bis jetzt favorisiert, direkt als Energieträger verwendet.   


Der Wasserbedarf einer solchen Anlage wäre aber bei uns kein Problem. Wir haben ja keinen Wassermangel. In Ländern mit knappen Wassereserven eher, aber dort gibt es wohl eh' Probleme mit der
Konkurrenz zwischen Industrie und Privatverbrauchern ums Wasser.


Ob man nun Meerwasser zur Wasserstoffherstellung verwenden kann, weiß ich nicht so genau. In jedem Fall entstehen bei der Elektrolyse von Salzwasser neben Sauerstoff und Wasserstoff auch Chlor
und Natrium.



Dr. Ha 04/26/2012 21:43

Mich würde der Wirkungsgrad der Windgasproduktion bei der Herstellung im kleinen und im großen Massstab interessieren und wie viel Energieverlust gibt es beim Transport von Gas über die so
genannten Pumpstationen. Das alles müsste in Relation zu Leitungs- und Umspannverlusten gesetzt werden, So kann ermittelt werden, ob möglicherweise regionale Produktion und Speicherung sinnvoller
ist als Transport. Bei mäßigem bis schlechtem Wirkungsgrad der Windgasproduktion fände ich es immer noch sinnvoller bei hohem WIndstromanteil Windgas zu produzieren statt wie sehr häufig üblich bei
drohender Netzüberlastung die Windkraftanlagen (WKA) einfach abzuschalten. Stadtwerke die regionale Pufferkapazitäten aufbauen sollten politisch bevorzugt werden.
Ich kann z. B. vor meiner Haustür beobachten, wie größere WKA bei viel Sonnenschein (viel Photvoltaik?) am Nachmittag (weniger Strombedarf?) stillstehen, um kurz vor Sonnenuntergang wieder
anzulaufen.
Bezüglich des bei guter Windgasnutzung vielleicht doch noch nötigen Ausbaus der Stromnetze verstehe ich absolut nicht, wieso nicht die bereits vorhanden Infrastrukturschneisen in unserer
Kulturlandschaft genutzt werden? Welche Bürgerinitiative hätte etwas gegen zusätzliche Stromkabel bei Eisenbahntrassen oder an Autobahnen? Hierfür sollten Gesetze erlassen werden für ein bis zwei
Nord - Süd, sowie ein bis zwei Ost- West Stromtrassen.

Dr.No 03/30/2012 14:51

Von Dr.-Ing.No: Lauter Ausreden, hier: "Die da oben, wir da unten". Es ist invers: Die unteren verhindern WindKraftAnlagen (WKA)!Die 4 großen EVU können überhaupt nichts gegen WKA machen! Wir haben
gemäß §35BauG die Privilegierung der Windkraft, aber:
Sofort sind Gegner zur Stelle. "Die Vögel würden erschlagen". Es sind zwar nur 0,5 Vögel/ WKA je Jahr, jede Katz frisst im Sommer mindestens 100 Vögel u. die Italiener fangen ein paar 100.000 mit
ihren Netzen, aber 53%, teils 60% Dummvolk, das die 8. Klasse Physik nicht kann, in gewissen Regionen, will in Wahrheit keine Windräder sehen, schiebt solchen Irrsinn (Vogelschlag)", neuerdings
noch irrer "Infraschall" als Alibi vor!
* Will man eine Stromleitung bauen hat man alle 2 km eine Bürgerinitiative dagegen!
* Der BUND ist gegen das PSW(Pumpwasser-Speicher-Werk) in Atdorf/ Südschwarzwald; p= 1400 MW für 10 Stunden. Ein AKW leistet nur 1200 MW! Das PSW bräuchte man dringend, um Windstromüberschüsse zu
speichern (sauberer gehts nicht, u. 80 % Wirkungsrad) um bei Flaute für 10 h 700 WKA zu überbrücken! Allein Thüringen hat 13 Standorte für PSW angeboten! Das andere PSW, das in Passau / Jochenstein
geplant ist, lehnt der BUND auch ab! Bin aus diesem irrationalen a-intellektuellen Sauhaufen deshalb vor 4 Jahren ausgetreten! Windkraft lehnt der BUND auch ab! Ich fragte Frau Dr. Mayer, Biologin,
(BUND) in 2011 im "Museum der Natur", in München-Nymphenburg, als sie referiert e: "Ich möchte von Ihnen gerne wissen, wie sie die 23% Atomstrom (Ausstiegsbeschluss für 2022) und die 47% Kohlestrom
(EU-Kohlestopp für Ende 2018) ersetzen wollen ohne Windkraft? 23%+ 47% = 70% bzw. 420 Mrd. kWh/annum. Sie: Wir wollen Strom sparen! Ich fragte: 70% Nur noch 30% verbrauchen? Darauf nahm man mir das
Mikrophon! Auf der hompage des BUND steht: "Nur noch 58% verbrauchen"; d.h. 42 % einsparen! 42 % einsparen wiegt aber 70% nicht auf! Nun, ich sehe jedes Jahr einen deutlichen Zuwachs. 2010 600 Mrd.
kWh| 2011 607 Mrd. kWh. Und ALLE Experten-Prognosen besagen: Bis 2050 Verdoppelung des Stromes weltweit! Man sieht: So manche Doktorin ist wissenschaftlich unfähig, außerhalb ihres
Fachgebietes!
STANFORD- UNIVERSITY 2006: Sie machte eine weltweite Messung an fast 8000 Stellen, incl. dem "Deutscher Wetterdienst". Resultat, Zitat 2007: "Wenn man lediglich an leicht zugänglichen Stellen WKA
aufstellt, erhält man das 40-fache des Weltverbrauches von 2006".
Dennoch passen den idiotischen, selbst ernannten Ästheten WKA nicht, obwohl sie uns nicht sagen können, woher u. wie sauberer u. billiger man Strom erzeugen kann! Windstrom ist seit Feb. 2008 die
mit Abstand billigste Stromerzeugung mit 2,8- 3,6 Cent/ kWh. Seit es nämlich die großen Rotoren gibt mit 82- 126 m Durchmesser. Das interessiert den irrationalen BUND nicht! CO2-Emissionen: WKA, 8
g / kWh| Photovoltaik, 334 g CO2/ kWh| also fast 40 mal mehr, als bei WKA! Erzeug.kosten 37 Cent/ kWh, also 37/3,6= 10 mal mehr!30.3.12, Dr.No

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