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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

21. Januar 2010 4 21 /01 /Januar /2010 14:53
„Globalisierung“ ist ein Schlagwort, dass nunmehr bereits seit einigen Jahrzehnten verwendet wird und das, genauso wie „Europa“ bei einfachen Menschen für sich aufstellende Nackenhaare sorgt, weil beide Worte ganz offenbar Synonyme für „sinkende Reallöhne“ und „Sozialabbau“ sind. Im Grunde ist das sogar eine treffende Sichtweise, doch sollte man ein wenig mehr darüber wissen, was Globalisierung ist und was sie mit uns macht.

Die Nase voll von der Globalisierung...

Interessanterweise wird die Globalisierung heute eigentlich kaum noch als positiver Begriff daher, sondern wird als angeblich gegebene Tatsache zur Begründung der angeblichen Notwendigkeit von Sozialabbau, Lohnkürzungen und verlängerten Arbeitszeiten verwendet. Nach außen hin kam die Globalisierung ja zunächst als Zusammenwachsen der Welt zu einem freundlichen Dorf daher, in dem jeder das macht, was er am besten kann, jeder mit jedem redet und jeder jeden besucht. Dass das so nicht ist, geht in der Zwischenzeit immer mehr Leuten auf; es dürfte mehr und mehr klar sein, dass die Globalisierung ein ganz besonders perfide Methode ist, Leute bis zum Äußersten auszubeuten.Dass die Globalisierung außer einigen wenigen großen Unternehmen, vor allem Banken und anderen Finanzjongleuren, niemand etwas gebracht hat, steht mittlerweile fest:

* In den Industrieländern wurde Wohlstand abgebaut und die Lebensqualität verschlechtert
* Entwicklungsländer werden härter denn je ausgebeutet
* In Schwellenländern boomt zwar die Wirtschaft, aber um den Preis äußerster Ausbeutung der Arbeiter

Diese Erkenntnis allein genügt aber nicht, man sollte wissen, wie Globalisierung funktioniert, was sie bewirkt und wie die Erscheinungen, die man beobachten und am eigenen Leibe erfahren kann, in ihr System einzuordnen sind.

Wie funktioniert Globalisierung?

Die Grundlage der Globalisierung sind natürlich die modernen technischen Möglichkeiten, die einen schnellen weltweiten Informations- und Warenaustausch ermöglichen.Dadurch können Konzerne weltweit agieren, dass heißt, einzelne Teile ihrer Wertschöpfungsketten in ganz unterschiedlichen Ländern ansiedeln. Es spielt dabei keine besonders große Rolle, ob die einzelnen Firmen, die Teilaufgaben erledigen, dem jeweiligen Konzern gehören oder ihm auf Gedeih und Verderb ausgelieferte Subunternehmen sind. Entscheidend ist, dass die einzelnen Länder keine vollwertigen Volkswirtschaften mehr haben, sondern zu reinen Rohstoffquellen bzw. spezialisierten Werkbänken verkommen sind.

Soweit Produkte noch mehr oder weniger komplett in einem Land hergestellt werden, sind sie nicht mehr Teil einer breiten Palette an Erzeugnissen, die den größten Teil des inländischen Bedarfs decken, sondern Teil eines sehr schmalen Produktionsprogrammes, welches das jeweilige Land von Export und Import abhängig macht und sie damit der Gnade der „Global Players“, der weltumspannenden Hochfinanz ausliefert. Diese spielt nicht nur eine wichtige Rolle bei diesen Prozessen, sondern steckt letztendlich auch hinter der Globalisierung, die ihr Instrument zur Ausbeutung der Menschen ist.

Dass das so ist, kann man leicht erkennen, wenn man sich ansieht, was in verschiedenen Ländern heute noch hergestellt wird und was nicht (mehr). Ich habe ja bereits vor einigen Tagen hier ja aufgezeigt, dass die Konsumgüterindustrie zum größten Teil aus Deutschland verschwunden ist und welche Folgen das für uns hat.

Die Konsumgüterindustrie ist nun nicht die einzige Industrie, die verschwunden ist: Wenn man sich heute das Ruhrgebiet anschaut, sind es keineswegs nur nostalgische Gefühle, die einen die rauchenden Schlote vermissen lassen, sondern handfeste volkswirtschaftliche Überlegungen. Vor etwa 20 Jahren wurde mit fadenscheinigen Begründungen unsere Schwerindustrie abgewrackt und uns damit erheblicher Schaden zugefügt. Damals wurde das damit begründet, dass Stahl auf dem Weltmarkt billiger zu haben sei als er an Rhein, Ruhr und Saar hergestellt werden konnte. Heute leiden deutsche Unternehmen zeitweise unter der Stahlknappheit und konnten vor einigen Jahren bereits mindestens einmal nicht so loslegen, wie sie es entsprechend des Wirtschaftsklimas hätten tun können.

Im Ganzen gesehen, stellt man also folgendes fest: In Deutschland werden derzeit hauptsächlich Investitionsgüter hergestellt, die aber großenteils exportiert werden müssen, weil es keine inländische Konsumgüterindustrie als Abnehmer für Maschinen, Anlagen und dergleichen mehr gibt. Um diese Dinge zu bauen, muss man jedoch Stahl importieren, genauso wie Konsumgüter importiert werden müssen. Damit sind wir in einem wesentlich höheren Maße von Import und Export abhängig als wir es je waren. Auch elektronische Bauteile, vor allem Chips für Computer stellen wir nicht selbst her und sind dadurch auf diesem, heute so wichtigen Sektor unfrei, genauso, wie wir Öl zu Preisen kaufen müssen, die man uns diktiert.

Eine wichtige Rolle dabei spielen natürlich die hochgelobten ausländischen Investoren, für die man ja unbedingt „günstige Standortbedingungen“ - sprich: Arbeit zum Billigtarif - schaffen musste. Sie steuern mit ihren Investitionen praktisch unsere Wirtschaft und entscheiden, was hier produziert wird und was nicht, wodurch der Umbau der einstmals in einem recht hohen Maße autarken deutschen Volkswirtschaft zu einer spezialisierten Werkbank in den Wertschöpfungsketten global agierender Unternehmen möglich wurde. Und hinter diesen Investoren steckt letztendlich niemand anders als einige wenige globale Finanzunternehmen, die auf diese Weise steuern können, was wo und wie gemacht wird.

Globalisierung ist antidemokratisch

Demokratie funktioniert umso besser, je kleiner die Gruppe ist. Wenn es sich nur um eine Handvoll Menschen handelt, funktioniert in der Tat sogar Anarchie: Wie jeder weiß, braucht es in solchen kleinen Gruppen keinen Boss zu geben und es können gemeinsame Entscheidungen einvernehmlich getroffen werden, was nichts anderes ist als Anarchie.

Je größer eine Gruppe ist, umso schwerer tut sie sich mit der Demokratie. Dass bedeutet, dass ein Staatswesen umso weniger demokratisch ist, je zentralistischer es aufgebaut ist. Umgekehrt kann es umso demokratischer sein, je strukturierter seine Hierarchie, also je föderalistischer es aufgebaut ist. Das wussten bereits die absolutistischen Herrscher der frühen Neuzeit und das wusste Adolf Hitler, der mit seiner Gleichschaltung die als „Kleinstaaterei“ abqualifizierten föderalistischen deutschen Traditionen beseitigte um unumschränkt herrschen zu können. So unappetitlich es klingt: Wer im Rahmen der so genannten Föderalismusdiskussion an die Rechte unserer Bundesländer will, vertritt im Grunde nichts anderes als Nazi-Gedankengut – das aber nur am Rande.

Je mehr Entscheidungen in einem Gemeinwesen „ganz oben“ getroffen werden, um so leichter lässt es sich nicht nur von einem Diktator oder einer Junta regieren, sondern umso leichter haben es auch „Graue Eminenzen“, die Kontrolle darüber auszuüben. Es muss dabei noch nicht einmal mit offener Korruption zugehen, sondern auch ganz legale „Lobbyarbeit“ wird umso einfacher und wirksamer, je mehr Entscheidungen zentral getroffen werden: Bei sämtlichen Dingen, die als Europa(un)recht EU-weit geregelt werden, brauchen die Lobbyisten nicht mehr x nationale Parlamente im Sinne ihrer Klienten zu beeinflussen, sondern es reicht, in Brüssel den Hebel anzusetzen um sämtliche demokratischen Entscheidungen zu umgehen. Denn zur Konzentration der Entscheidungen kommt auch noch, dass in Brüssel sehr, sehr viel noch nicht einmal vom Europaparlament, sondern von Beamten entschieden wird, was es noch leichter macht, hier mit Geld und Macht Einfluss zu nehmen.

Das Gleiche gilt für die UN: Wenn diese auch offiziell (noch) nicht den Status einer Weltregierung hat, ist dennoch vieles, was dort entscheiden wird, de facto mehr oder weniger verbindlich für die Mitgliedsnationen. Die UN ist nämliches keinesfalls die „Quasselbude“,als die man ihren Vorläufer, den Völkerbund gesehen haben mag, sondern ein wirksames Werkzeug global operierender Konzerne zur weltweiten Durchsetzung ihrer Interessen.

Gegenbewegungen zur Globalisierung

Das, was ich bis jetzt hier erzählt habe, klingt gruselig und ist es auch. Es ist aber nicht ausgemacht, dass es so weitergeht, bis wir tatsächlich nur noch willenlose Produktionsroboter sind. Als Christ drängt sich mir zwar auf, hier die Anzeichen zu sehen, die in der Offenbarung beschrieben sind, aber die Hoffnung gebe ich deswegen nicht auf, denn, wie ebenfalls in der Bibel steht, gebührt es uns nicht „zu wissen Tag und Stunde“ der Wiederkunft Christi. Außerdem sollt man es immer mit dem guten, alten Martin Luther halten, der ja auch, wie er sagte, am Vortag des Weltuntergangs noch ein Apfelbäumchen gepflanzt hätte.

Tatsächlich ist es so, dass Bäume nicht in den Himmel wachsen; etwas, das zu groß wird, wird irgendwann auseinander fallen: Wer sich vor lauter Gier zu viele Eiskugeln aufs Waffelhörnchen klatschen lässt, dem fliegt sein Eis in den Dreck, genauso wie Atomkerne zerfallen, die aus zu vielen Protonen und Neutronen bestehen. Auch die Dinosaurier sind möglicherweise ausgestorben, weil sie zu groß waren. Tatsächlich sind die Gegenbewegungen zur Globalisierung bereits da. Viele interessante Dinge die heute passieren, sind hierzu zu rechnen, auch wenn sie nicht unter diesem Etikett daher kommen.

Regenerative Energien

Eine äußerst wichtige Sache in diesem Zusammenhang sind die regenerativen Energiequellen. Auch wenn die Stories über den anthropogenen Treibhauseffekt und die menschengemachte Klimaerwärmung Humbug sind, ist der Boom der regenerativen Energien zu begrüßen: Abgesehen davon, dass wir derzeit noch davon ausgehen müssen, dass Erdöl und Erdgas sehr begrenzt sind, machen Biomasse, Wind- und Sonnenenergie Gemeinwesen und Privathaushalte unabhängig von Energiekonzernen so wie sie Staaten aus der Kontrolle der Erdölindustrie befreien können. Die regenerativen Energien werden von den Globalisierern daher gar nicht gerne gesehen. Mit der Klimahysterie, einer ebenfalls im Zuge der Maßnahme zur Globalisierung entwickelten Volksverdummung, hat man hier offenbar Geister gerufen, die man nun nicht mehr beherrschen kann.

Die Kontrolle über das Erdöl ist einer der Hebel, mit dem die globale Hochfinanz bestimmt, was wo geschieht. Der andere, vielleicht noch wichtigere, ist das Geld – mit dem ja auch das Öl bezahlt wird. Der Euro kommt genauso wenig von ungefähr wie die Tatsache, dass die meisten von uns, anders als früher, ständig zu wenig Kohle haben. Geld bekommt man vor allem für Arbeit und die Möglichkeiten des Einzelnen, für Geld zu arbeiten, wurden genauso verringert, wie das Geld, das man ohne Arbeit bekommt: Rente, Arbeitslosengeld, Sozialhilfe...

Die Rolle des Geldes

Geld ist aber lediglich ein Hilfsmittel zum Austausch von Waren und Dienstleistungen. Wenn man jedoch das Geld kontrolliert, kontrolliert man die Güterströme. Ein wichtiges augenblickliches Problem ist daher, dass das ganze Geld in wenigen Händen ist und zwar nicht bei den Leuten, die es gerne ausgeben würden. Daher können die Güter, die vorhanden sind bzw. produziert werden könnten, nicht verkauft werden und wer arbeiten könnte und will, wird von niemandem eingestellt, da niemand Geld hat, ihn zu bezahlen.

Man kann sich das ganz einfach so vorstellen, wie beim Monopoly: Wenn ein Spieler in den Besitz der Schlossallee und der Parkstraße gelangt und vielleicht auch die grünen oder wenigstens die roten Straßen hat, geht sehr schnell gar nichts mehr: Er baut überall ein, zwei, drei, vier Häuser, schließlich ein Hotel und dann blechen die anderen Spieler nur noch, bis das ganze Geld bei diesem einen Spieler liegt und nichts mehr geht. Die derzeitige Wirtschaftskrise ist im Grunde nichts anderes.

Selbstversorgung

Das ganze System – und das muss man sich einmal klarmachen – funktioniert aber nur, wenn die Menschen auf das Geld fixiert sind und vergessen haben, dass die eigentlichen Werte Waren und Arbeit sind. Tatsächlich lässt sich das offizielle Geldsystem sehr leicht umgehen, wie allerhand derzeitige (und auch historische) Erscheinungen zeigen.

Ein erster Schritt in diese Richtung sind zum Beispiel die Hofläden, die man seit einer Weile sieht. Sie funktionieren zwar noch nicht ohne das „offizielle Geld“, haben jedoch bereits eine ersten, wichtigen Schritt vollzogen: Es wird das, was regional erzeugt wird, auch regional verkauft und zwar ohne dass irgendwelche Zwischenverteiler sich daran bereichern können. Der augenblickliche Haken an der Sache ist jedoch noch, dass hier eben bislang mit dem „von oben“ kontrollierten Geld bezahlt wird.

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist auch der Selbstversorgergedanke. Er bedeutet nämlich, dass man Arbeitskraft direkt in Sachwerte umsetzt, was es für Außenstehende unmöglich macht, daran zu schmarotzen: Wenn jemand seine Arbeitskraft einsetzt um sein Auto zu reparieren, Gemüse zu ziehen, ein Möbelstück zu bauen, ein Kleidungsstück zu nähen oder seinen Lieben die Haare zu schneiden, schafft er sich Sachwerte, ohne dass Finanzamt, Arbeitgeber oder Händler an seiner Arbeitsleistung mitverdienen.

„Alternatives Geld“

Der nächste Schritt ist hier, da man ja nicht alles selber machen kann, sich gegenseitig zu helfen: Du legst meine elektrischen Leitungen und ich repariere Dein Auto, ich schraube Dein Regal an die Wand und Du backst mir einen Kuchen... Das ist in dieser Form urtümlicher Tauschhandel und daher etwas schwerfällig. Dennoch lässt sich zumindest ein gewisser Teil des alltäglichen Bedarfs damit decken und es wird Geld frei für Dinge, die man auch benötigt oder gerne hätte, die aber bislang noch nur für offizielles Geld zu haben sind: Ein gesparter Pfennig ist ein verdienter Pfennig – und zwar ein steuerfrei verdienter.
  Beim Austausch von Dienstleistungen und selbst hergestellten Dingen helfen die Tauschringe, die es mittlerweile wohl fast überall gibt. Viele Leute die hier mitmachen und ihre Lage damit verbessern, wissen vielleicht gar nicht, dass sie damit ganz elegant die globale Ausbeutung aushebeln: Sie merken ganz einfach nur, das sie so an Dinge kommen, die sie sich sonst nicht leisten könnten, mehr „übrig behalten“ und dass es Spaß macht, für sich und für Freunde zu arbeiten.

Bei den Tauschringen geht man oft bereits einen Schritt über den reinen Tauschhandel hinaus und verwendet eine Art „alternatives Geld“, also Gutschriften. Damit kann – wie mit „richtigem“ Geld – eine Sache bezahlt werden, wenn man gerade nichts Geeignetes zum Tauchen hat. Der springende Punkt dabei ist, dass mit diesem „alternativen Geld“ weder Kaufkraft nach außerhalb einer solchen „Mini-Volkswirtschaft“ abfließen, noch sie sich durch Verzinsung irgendwo ansammeln und so dem kleinen Markt entzogen werden kann: Dienstleistungen und Waren könne immer fließen, weil immer „Geld“ zur Verfügung steht. Dazu kommt auch noch, dass der „Markt“ durch den freien Zugang zu den Tauschringen ungleich größer ist, als der im Verwandten- und Freundeskreis, welcher bei vielen Menschen heute sehr klein geworden ist.

Mancherorts ist man sogar bereits noch einen weiteren Schritt weiter gegangen und experimentiert mit Regionalgeld und zwar nicht nur in Deutschland sondern auch in den USA. Das gab es übrigens auch in den üblen Inflationszeiten der Weimarer Republik an manchen Orten, die damit die Folgen der immensen Reparationszahlungen erheblich mildern konnten: Auch damals war das Problem, dass durch die Kriegsreparationen Kaufkraft aus den Regionen abgezogen wurde, wie es heute durch die Mechanismen der Globalisierung geschieht. Regionalgeld, das nur in der Region ausgegeben werden kann, hält diese Kaufkraft dort und damit den Fluss von Waren und Dienstleistungen innerhalb der Region aufrecht. Übrigens würden gerade die bereits erwähnten Hofläden und ähnlichen Einrichtungen durch den Einsatz von Regionalgeld besonders viel Sinn machen.

Der Bankencrash und die Wirtschaftskrise

Man muss sich nur klarmachen, dass sich durch den Bankencrash, der die Wirtschaftskrise ausgelöst hat, lediglich Zahlen auf dem Papier – oder besser gesagt, in Computerspeichern – verändert haben. Dieser überaus schlimme Crash hat kein einziges Bergwerk absaufen lassen, keine Ernte vernichtet, keine Fabrik abbrennen lassen, keinen Menschen arbeitsunfähig gemacht – kurzum: Es sind nach wie vor sämtliche Ressourcen vorhanden, nur dass der Fluss der Waren und Dienstleistungen blockiert ist, weil der Bankencrash verliehenes (Buch-)Geld hat verschwinden lassen, das vorher den Fluss der Waren ermöglicht hat, während das „richtige“ Geld – also die Geldmenge, die dem Wert der Weltwirschaft entsprechen würde – an wenigen Orten gehortet ist und so seine Aufgaben nicht erfüllen kann. Das und nichts anderes steckt hinter der Wirtschaftskrise.

Fazit

Eine der derzeit gebrauchten Worthülsen heißt „Global denken – Lokal handeln“. Im Sinne des kreativen Missbrauchs kann man sie sogar zu etwas Brauchbarem ummünzen. „Global denken“ lässt sich auch interpretieren als „Beobachten, was die da oben auskochen“ und „Lokal Handeln“ kann bedeuten: „Im eigenen Umfeld entsprechend regieren und anpacken.“

Wenn sich die heutige Situation des „Kleinen Mannes“ auch teilweise mit der Situation der Arbeiter in der Zeit der Industrialisierung vergleichen lässt, gibt es doch einen wichtigen Unterschied: Damals mussten sich die Arbeiter zusammentun, denn einer allein kann nicht für mehr Lohn streiken und schon ein paar Streikbrecher konnten einen Streik nicht nur scheitern lassen, sondern zu einem hohen Risiko für die solidarischen Arbeiter machen. Es ist heute zwar auch angezeigt, dass sich die einfachen Leute gegen die Mächtigen solidarisieren, aber es muss niemand mehr darauf warten, dass dies geschieht. Im eigenen Leben kann man jederzeit selbst anpacken und sein Lage verbessern, in dem man sich einfach überall da, wo es in der persönlichen Situation sinnvoll und machbar ist, aus dem System ausklinkt. Ein wenig Tatkraft, Mut und Entschlossenheit gehören zwar dazu, aber es lohnt sich.

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Kommentare

Wolfang Schneider 03/25/2010 14:30


Was Sie schreiben entbehrt leider jeder wissenschaftlichen Grundlage. Das Geld in der Bundesrepublik ist sehr wohl gedeckt, nicht durch Gold, dass muss es heute bei der Wirtschaftskraft auch nicht
mehr sein. Um es nicht kompliziert zu machen: Sie können einfach erkennen, dass Geld auch ohne Golddeckung funktioniert. Unsere Inflation, also die Entwertung des Geldes, findet so gut wie nicht
statt.

Wolfgang Schneider
freier Mitarbeiter bei den Frühnachrichten


Fokko 03/25/2010 15:21


> Wolfgang Schneider

> freier Mitarbeiter bei den Frühnachrichten


... der natürlich dafür bezahlt wird, dass zu schreiben, was auch die Kinder in der Schule lernen.


 


> Sie können einfach erkennen, dass Geld auch ohne Golddeckung funktioniert.


Habe ich irgendwo die Golddeckung einer Währung gefordert? Wenn Sie vor dem Versuch, hier mit Gemeinplätzen Aufmerksamkeit zu heischen, ein kleines Bisschen recherchiert hätten, wüssten Sie, das
die Golddeckung bereits vor einem Jahrhundert von Silvio Gesell scharf kritisiert wurde und heute unter Frei- und Realwirtschaftlern ebenso wenig ein Thema mehr ist wie unter etablierten
Wirtschaftstheoretikern.


 >Das Geld in der Bundesrepublik ist sehr wohl gedeckt,


Aha. Und wo genau kann ich irgendeinen physischen Gegenwert für einen Euro, den ich vorlege, rechtsverbindlich einfordern?


 


> Unsere Inflation, also die Entwertung des Geldes, findet so gut wie nicht statt.


Na sowas!


Wenn Sie wiederum ein wenig Ahnung von den Theoremen der derzeit etablierten Wirtschaftslehre hätten, welche Sie hier verfechten zu müssen meinen, wüssten Sie, dass auch nach diesen deflationäre
Tendenzen wesentlich bedenklicher sind als inflationäre.


Vielen Dank übrigens noch dafür, dass Sie mir Gelegenheit gegeben haben, ein weiteres Mal aufzuzeigen, welcher Humbug in den etablierten Medien verbreitet wird.



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