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  • : Blog von Volker Wollny
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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

26. Februar 2010 5 26 /02 /Februar /2010 11:15

Noch ist die Globalisierung in aller Munde, aber es gibt bereits deutliche Trends in die entgegengesetzte Richtung: Kleinräumige Wirtschaftskreisläufe zeigen, dass sie funktionieren und werden in Zukunft hoffentlich  mehr und ihre Überlegenheit beweisen. Sie sind besser dazu geeignet, für den Wohlstand aller zu sorgen als Europa und Globalisierung, was mehr und mehr Leuten klar wird, die durch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte praktisch nur Nachteile hinnehmen mussten.   

Die Globalisierung kommt nicht, sie ist bereits da. Jeder spürt ihre Auswirkungen, einige positiv, die meisten jedoch negativ. Deswegen wächst die Ablehnung der Menschen und auch die Bereitschaft, sich auf regionale Projekte einzulassen. Oft sind jedoch nicht einmal politische Gründe das Motiv für den Griff zum regionalen Produkt, sondern einfach der Wunsch, etwas zu essen, das „Bio“ ist und mit möglichst wenig Tierleid produziert wurde. Genau das geht aber am besten, wenn verbrauchernah produziert wird. Hofläden und regionale Vertriebsinitiativen sind also nicht nur „Notwehr“ der Bauern, sondern kleine und größere Bollwerke gegen die Globalisierung.

Knackpunkt Energie

Wenn man näher hinsieht, stellt man fest, dass die ganze schöne neue Welt der Globalisierung im Grunde am dünnen Faden der Erdölversorgung hängt. Wohl kann ein Unternehmen in Deutschland mit Hilfe der modernen Informationstechnologie spielend leicht etwa Zulieferteile in China bestellen, doch die Lieferung steht und fällt mit der Verfügbarkeit von Erdöl für den Antrieb der Transportmittel. Ist es tatsächlich so, dass unser Erdöl aus urzeitlichen Tieren entstanden ist und daher sehr bald zur Neige geht, sieht es für die heutige Form der planetaren Arbeitsteilung düster aus: Ohne Öl fährt kein Schiff und fliegt kein Frachtflugzeug, was bedeutet, dass der interkontinentale Warenaustausch mit der heutigen Technologie davon abhängig und ohne diesen Energieträger unmöglich ist.

   Ohne fossile Brennstoffe muss man Energie aus regenerativen Quellen gewinnen. Wind, Sonne und Biomasse gibt es jedoch überall; deswegen können Kraftwerke, die daraus Strom machen klein sein und dort stehen, wo man den Strom braucht. Tatsächlich geschieht die Erzeugung und Verteilung von Wind- und Biostrom auf der Ebene des Mittelspannungsnetzes, die von Solarstrom sogar auf der Ebene einzelner Haushalte. Biomassekraftwerke gehören typischerweise einzelnen Landwirten („Energiebauern“), Windparks werden in der Regel mit Fonds finanziert, an denen vornehmlich Kleinanleger beteiligt sind. Solaranlagen gehören vor allem Haushalten und Firmen, die damit elektrische Energie für den Eigenbedarf erzeugen. Energie aus regenerativen Quellen ist also „Bürgerenergie“ im Sinne von „Energie in Bürgerhand“ und gleichzeitig regional.

   Deswegen ist sie großen Stromkonzernen auch ein arger Dorn im Auge, denn deren Geschäft ist die zentrale Erzeugung von Strom in großen Mengen und dessen Verteilung. Die regionale und lokale Erzeugung von Strom gräbt ihnen also das Wasser ab, wogegen sie sich nach Kräften wehren, etwa durch Lobbyarbeit oder mit der Idee von Offshore-Windparks, deren einziger Zweck es ist, die Stromversorgung weiterhin zu zentralisieren und für die Konzerne kontrollierbar zu machen. Ähnlich sieht es beim Kraftstoff für Fahrzeuge aus: Erzeugt man ihn aus Biomasse, geschieht dies auch wiederum lokal und regional. Das ist nicht nur für Erdöl exportierende Länder eine ungute Sache, sondern vor allem auch für die Ölkonzerne: Wo man Biogas und Rapsöl beim landwirtschaftlichen Lagerhaus tankt, schaut der globale Ölkonzern mit dem Ofenrohr ins Gebirge.

Regionales Geld

  Dass die Globalisierung den meisten Menschen in Deutschland mehr Nach- als Vorteile gebracht hat, wird den meisten mittlerweile mehr und mehr bewusst. Das Verschwinden der Konsumgüterindustrie in Billiglohnländer hat eine Menge Arbeitsplätze gekostet und der Euro brachte den meisten eine gefühlte Halbierung ihrer Einkommen. Am Beispiel der ins Ausland verschwundenen Arbeitsplätze wird den meisten klar, das man Kaufkraft möglichst in der Region halten sollte. Lokale und regionale Vermarktung von lokalen Ressourcen kann das zwar leisten, funktioniert aber nur, wenn Geld vorhanden ist, welches aber eben fehlt.

   Ein Lösungsansatz dazu sind die Tauschringe, die es mittlerweile fast überall gibt. Sie machen Ressourcen flott, die dadurch brachliegen, dass das Geld in Verbrauchernähe aufgrund globaler finanzieller Machenschaften knapp ist – und zwar auf verblüffend einfache Weise: Wer zum Beispiel keinen Job hat um „richtiges“ Geld für die Gitarrenstunden seiner Kinder zu verdienen, schneidet etwa die Hecke eines Vereinskollegen und bekommt dafür eine Art tauschringinternes Geld, mit dem er dann ein anderes Mitglied für den Unterricht bezahlt.

   Das Interessante daran ist auch, dass es zeigt, dass die Ressourcen vorhanden sind, sie aber nicht aktiv werden können, Waren und Dienstleistungen nur deshalb nicht fließen, weil die Globalisierung das offizielle Geld aus den Regionen abzieht. Der gleiche Gedanke steckt hinter dem Regionalgeld, welches mittlerweile schon in einigen Gegenden Deutschlands besteht. Auch hier werden in der Region fehlende Euros durch „Sterntaler“, „Chiemgauer“ oder „Rolands“ ersetzt, die als Tauschmittel Waren und Arbeitskraft zum Fließen bringen, die anders als das offizielle Geld, in der Regel überall reichlich vorhanden sind.

  Dieses regionale Geld hält nicht nur Kaufkraft in der Region, sondern hat in der Regel noch eine weitere Besonderheit: Es verliert an Wert bzw. muss durch eine Benutzungsgebühr „aufgefrischt“ werden. Daher eignet es sich nicht zum Horten und Spekulieren und bleibt deswegen im Umlauf – erfüllt seinen Zweck als Tauschmittel. Es gleicht darin dem „sich verschleißenden“ Geld der Brakteatenzeit, das (neben dem damals herrschenden wärmeren Klima) der Grund für diese mittelalterliche Blütezeit war.

  Ähnlich wie bei uns Wirtschaftswunder und Sozialstaat wurde der damalige Wohlstand der breiten Masse übrigens durch finanzpolitische Machenschaften zerstört: Kaufleute wie die Fugger sorgten dafür, dass man zu herkömmlichen Geld zurückkehrte, das gehortet und gegen Wucherzinsen verliehen werden konnte nicht anders als es noch heute der Fall ist.

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Kommentare

Alexandra 11/19/2010 14:48


Ich habe hier ein paar interessante Video Beiträge von ZDF und 3 Sat zum Thema Globalisierung zusammengetragen.
Lg

http://www.wertanlage-gold.de/rohstoff-videos/globalisierung.html


Laufende Kosten zu hoch?

Zu hohe Stromrechnung? Gas zu teuer? Internetkosten inakzeptabel?

 

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