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  • Publizist und Freier Dozent, von Hause aus Ingenieur sowie gelernter Mechaniker und gelernter Maurer, Querdenker, Naturfreund und -nutzer, technisch interessiert aber auch technikkritisch, glaube nicht alles was mir erzählt wird.
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Andreas Quiring  

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Biohof-Gemeinschaft Baum des Lebens

20. Oktober 2009 2 20 /10 /Oktober /2009 12:24

David de Rothschild, der für seine spektakulären Umweltaktivitäten bekannte britische Bankierssohn plant ein neues Umwelt-Event. Mit einem Schiff aus leeren Plastikflaschen will er auf die erhebliche Belastung der Umwelt durch Plastikmüll aufmerksam machen. Gleichzeitig zeigt er aber auch, dass sich aus (scheinbarem) Müll weit mehr machen lässt, als man gemeinhin denkt.

Näheres zu dem Projekt finde sich hier auf Spiegel Online. Wir alle benutzen zum Beispiel Wegwerf-Getränkeflaschen aus Plastik und machen uns wohl wenig Gedanken darüber, was aus diesen Dingern wird, wenn wir sie ausgetrunken haben. Die traurige Wahrheit ist, dass weltweit nur ein kleiner Teil der produzierten, benutzten und dann weggeworfenen Kunststoffe recycelt wird. Ein erheblicher Teil davon schwimmt in den Weltmeeren umher und gefährdet unsere Umwelt.

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Bemerkenswert an diesem Projekt ist die Kreativität de Rothschilds. Denn solche hat er nicht nur bei der Frage „Was kann ich tun um auf dieses Umweltproblem aufmerksam zu machen?“ bewiesen, sondern auch im Hinblick darauf, was man aus Müll machen kann.

Leider dürfte dem Boot aus Colaflaschen keine besonders lange Lebensdauer beschieden sein, zumindest, wenn die Flaschen auch in den USA aus dem heute bei uns verwendeten PE bestehen, das sich unter UV-Strahlung zersetzt. Den Weg zum kostengünstigen Traumschiff für den angehenden Segler mit schmalem Geldbeutel weist de Rothschild also leider nicht.

Anregung für den Selbermacher

Was sich der Selbstversorger und Selbermacher aber von ihm abschauen kann, ist der Gedanke, dass man aus Altmaterialien auch neue Dinge machen ohne sie vorher durch einen industriellen Prozess zu schicken. Für die Industrie ist das wohl weniger interessant, denn wer würde ein Produkt kaufen, dem man z.B. ansieht, dass es einmal eine Verpackung war?

Und selbst wenn: Altmaterialien sind sind nicht besonders einheitlich, wohingegen die Industrie auf normierte Ausgangsmaterialien angewiesen ist. Hier ist also Umschmelzen oder sonstiges Aufbereiten angezeigt.

Beim individuellen handwerklichen Arbeiten, also auch beim Heimwerken, kann jedoch so manches anderswo ausgediente Teil zu neuen Ehren gelangen. Und das beschränkt sich nicht nur auf Kunststoffe, die in ihrem Verhalten oft unberechenbar und oft auch auf Zerfall programmiert sind. Holz und Metall liegen oft in Formen vor, die sich direkt weiterverwenden lassen, wenn man sie von eventuellen alten Anstrichen befreit.

Nicht nur Kunststoff

Stahlprofile wie Rohre Flach-, Rund- und U-Eisen, die beim Zerlegen alter Konstruktionen anfallen, müssen nicht erst eingeschmolzen werden, sondern können direkt als Material zum Schlossern und Schmieden dienen. Bretter und Leisten aus alten Massivholzmöbeln müssen nicht ins Feuer wandern, genausowenig wie Balken von Abrisshäusern.

Holz ist nicht billig, hält aber fast unbegrenzt. Wenn man etwa für den Bau eines Schuppens oder einer Laube Balken vom Abriss verwendet, spart man bei den heutigen Holzpreisen so einiges. Und aus alten Möbeln kann man manche Holzarten bekommen, die für den Heimwerker sonst nicht oder nur schwer erhältlich sind: Buche und Eiche etwa gibt es im Handel praktisch nur als Blockbohlen, mit denen man ohne professionelle Maschinen zum Formatsägen und -hobeln nichts anfangen kann. Das Zerlegen alter Möbel ist hier ein für den Heimwerker gangbarer Weg, an solche Hölzer in handlichen Abmessungen zu kommen.

Alte Backsteine

  Aus Abrisshäusern kann man übrigens nicht nur Holz gewinnen: Oft fallen auch Eisen- und andere Metallteile an, vor allem, bei recht alten Häusern aber Backsteine. Früher wurde kein so haltbarer Mörtel verwendet wie heute, so dass beim Abriss alter Häuser massenhaft unbeschädigte Backsteine anfallen. Sie lassen sich aus dem gleichen Grund auch recht leicht von den anhaftenden Mörtelresten beefreien und sind dann universell verwendbar.

Man muss ja nicht nach Art der Powenzbande sein ganzes Haus aus zusammengeklaubten Backsteinen bauen, zumal massives Ziegelmauerwerk den heutigen Ansprüchen an die Wärmedämmung nicht mehr genügt. Für Sichtmauerwerk im Freien, wie z.B. Brüstungen, Treppenwangen oder Grills, sind sie aber ideal. Das spart vor allem auch viel Geld, denn Backsteine sind alles andere als billig.

Allerdings sollte man jedoch immer fragen, bevor man von einer Abrissstelle etwas mitnimmt. Andernfalls wäre das Diebstahl und könnte im schlimmsten Falle - wenn man da Material mit dem Auto abtransportiert - sogar den Führerschein kosten.

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